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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Gonzo
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Verfasst: Sonntag 17. Juli 2005, 15:40 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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Zweite Halbzeit war sackstark auch supportmässig. Verteidigung war noch nicht sattelfest. Eugster und Disler waren die Schwachpunkte. Ansonsten hat mir YB ganz gut gefallen. Kommt gut.
Was mich genervt hat, waren die Protectas Leute, welche nur zwei Tore beim Eingang öffneten. Falls es gestern beim Anstehen noch ein Platzregen mit Gewitter gegeben hätte, wären die Leute wohl ausgeflippt und das Ganze hätte leicht eskalieren können.
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Rino
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Verfasst: Sonntag 17. Juli 2005, 20:36 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Es war ein herrlicher Abend gestern. Leider hatten unsere Jungs das Unentschieden nicht halten können. Wäre aufgrund der zweiten Hälfte mehr dringelegen.
Mach mal kurz eine Spielerkritik
Wölfli:
Hatte nicht seinen stärksten Tag. Beim dritten Tor von Marseille muss er ganz klar die Mauer besser dirigieren. War aber auch ein Fehler von Varela der sich abdrehte beim Schuss von Tiawo.
Eugster:
War leider gestern ein Ausfall. Stand desöfteren falsch. Seine Pässe kamen praktisch nie bei seinen Mitspielern an. Wirds schwer haben mit solchen Leistungen in der Stammelf zu bleiben.
Tiago:
Spielte ein gutes Spiel. Seine Pässe kommen an. Kopfballstark. War ein guter Transfer.
Disler:
Daisy hatte auch einen schwachen Tag eingezogen. Als Mannschaftscapitain müsste er in 90 Minuten noch energischer und spielbestimmender auftreten.
Steinsson:
Kam in der ersten Halbzeit nicht so recht in Schwung. In den zweiten 45 Minuten wurde er in die Innenverteidigung versetzt. Diese Umstellung brachte mehr Ruhe in die Verteidigung. Steinsson spielt in der Mitte besser.
Schwegler:
Spielte angsichts seiner Erfahrung ein sehr gutes Spiel. Manchmal ein bisschen zu Ungestüm im Zweikampf aber der Junge kommt gut.
Sermeter:
Ist noch nicht der alte, hoffe er kommt baldmöglichst wieder zu seiner alten Form. Ist aber immer für ein Tor oder eine schnelle Angriffsauslösung gut. Sehe ihn aber lieber im Mittelfeld als in der Verteidigung.
Häberli:
Auch ihm liefs gestern zunächst nicht optimal. Verstolperte viele Bälle und musste den Franzosen viel hinterher laufen. Hatte aber ein paar schöne Pässe in der 2. Halbzeit.
Raimondi:
Gratulation an Mario! Erstes Tor im neuen Wankdorf. Das Tor, wie auch die Vorbereitung von Yakin waren herrlich. Trotzdem Raimondi wirkte für mich aber zeitweilig noch ein wenig wie ein Fremdkörper in der Mannschaft. War oft auf sich allein gestellt. Aber das kommt schon noch.
Yakin:
Wird immer besser. Eine solche 10 hat YB seit Robert Prytz gefehlt. Er spielt bereits seine Traumpässe und hat eine geniale Übersicht. Die Vorbereitung zum Anschlusstreffer mit dem Fallrückzieher war herrlich. Auch sein Tor zum Ausgleich war toll und gibt ihm bestimmt die nötige Motivation hier in Bern etwas aufzubauen.
Neri:
Hatte in der ersten Minute gleich eine Riesenchance. Leider stand noch ein Franzose auf der Linie, der den Ball wegschlagen konnte. In der Folge wurde Neri von den Marseille Verteidigern recht gut in Schach gehalten. Blieb auch öfters an den Tacklings der Franzosen hängen.
Urdaneta:
Spielte als Aussenback nicht schlecht. Nur ist er mit seiner grösse kein Verteidiger. Erstaunlicherweise ist er aber bei Kopfbällen durch seine Sprungkraft im Luftduell nicht immer der Verlierer. Sehe ihn momentan nicht in der Startelf, aber definitiv im Mittelfeld.
Varela:
Brachte über rechts viel Zug nach vorne. Spielte besser als gegen Xamax. Schöne Flanke auf Yakin welche zum Auslgeich führte. Verschuldete aber das 2:3 indem er sich beim Freistoss abdrehte.
Magnin:
Zuwenig lange im Spiel um beurteilt zu werden.
Zuletzt geändert von Rino am Sonntag 17. Juli 2005, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Jan
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Verfasst: Sonntag 17. Juli 2005, 20:40 |
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Registriert: Donnerstag 14. Juli 2005, 09:00 Beiträge: 2
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Hauptstadt hat geschrieben: :grin1: Arschschpaltenparade 
Ja, ein klasse Maurerdekoltee...
anyway, mein Bericht mit ein paar Bildern ist auch online: http://www.btsv1895.de/hopblog/
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Rino
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Verfasst: Sonntag 17. Juli 2005, 20:46 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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@ Jan
Zitat: Leider wurde aus Sicherheitsgründen (?) beschlossen, daß nur 14.000 Tickets für das Spiel verkauft werden würden und bereits am ersten Verkaufstag gingen über 10.000 über die Tresen der sonst nicht grad als schnell bekannten Berner Vorverkaufsstellen. Zitat: Die Heimfans haben noch viel Möglichkeit, sich zu steigern, da ging nicht viel. Kaum Gesänge, nur langweilige Anfeuerung, lediglich der Wechselgesang mit der Gegengeraden (B-S-C, B-S-C) konnte einigermaßen gefallen - hat genau zweimal geklappt. Bei “Steht auf wenn ihr Berner seid”, blieb die Hälfte sitzen - naja, der Schweizer an sich und der Berner im speziellen ist ja nicht gerade für seien Agilität berühmt.
Das kommt schon noch. Braucht aber noch ein bisserl Zeit.
Ansonsten guter Bericht.
Dann hats also doch noch geklappt mit dem Ticket?
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Ghost
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Verfasst: Sonntag 17. Juli 2005, 23:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. Juli 2004, 12:48 Beiträge: 162
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Ein BIG THANKS noch an jene, welche für die erste choreo im neuen wankdorf verantwortlich waren. war sicher nicht einfach in so kurzer zeit was würdiges auf die beine zu stellen.
war sehr schön und kam super zur geltung.
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2005, 10:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 18.7.2005
Der erste Torschütze und der Star
Die YB-Spieler zeigten sich zufrieden mit der Premiere im neuen Wankdorf. 45 Minuten hatte die Anlaufphase gedauert.
Unmittelbar nach der Pause hauchte Mario Raimondi den Young Boys beim Stand von 0:2 neues Leben ein: Der 25-Jährige erkämpfte sich an der gegnerischen Cornerfahne einen bereits verloren geglaubten Ball. Zwar erzeugte seine anschliessende Flanke noch keine Torgefahr, doch YB-Trainer Hans-Peter Zaugg sagte: «Durch Raimondis Einsatz kamen Emotionen in unser Spiel. Und auch das Publikum machte sich wieder stärker bemerkbar.»
In der Tat glaubte YB danach wieder an seine Chance, und in der 61. Minute gelang Raimondi nach sehenswerter Vorarbeit von Hakan Yakin der Anschlusstreffer zum 1:2. Der Oberdiessbacher wurde zum ersten YB-Torschützen im neuen Stadion. «Klar freue ich mich über mein Tor. Wichtiger ist aber, dass wir den Fans nach den verhaltenen ersten 45 Minuten etwas gezeigt haben.» Nach dem Spiel begrüsste Raimondi am Kabinengang Freunde und Bekannte, die im Wankdorf dabei waren. «Das erste Mal hier zu spielen war noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe», meinte Raimondi. «Das Stadion war einer der Gründe, weshalb ich zu YB gekommen bin.»
Kalt über den Rücken lief es auch Mark Disler beim Einmarsch ins Stade de Suisse: «Danach allerdings war es für mich ein Spiel wie jedes andere auch», sagte der YB-Captain, der vorgestern sehr unglücklich agierte und zur Pause ausgewechselt wurde.
Gefallen hatte die Premiere im Wankdorf auch dem neuen Spielmacher Hakan Yakin. Er meinte zwar, es wäre noch schöner gewesen, wenn das Spiel bereits vor restlos ausverkauftem Haus stattgefunden hätte. Aus Sicherheitsgründen wurden nur 14 000 der 32 000 Sitze belegt.
Wie Raimondi bemängelte auch Yakin den YB-Auftritt in der ersten Halbzeit: «Mit einer derart ängstlichen Spielweise kann man international nicht bestehen.» Versöhnt hatten Yakin jedoch die zweiten 45 Minuten seines neuen Teams – und auch seine eigene Leistung. «Das späte Gegentor zum 2:3 war zwar unnötig. Mit einem Tor und einem Assist kann ich persönlich aber zufrieden sein. Deshalb war es für mich trotz der unglücklichen Niederlage letztlich ein guter Abend. Ich fühle mich bei YB sehr wohl.»
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2005, 10:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 18.7.2005
Wankdorf macht glücklich
Gelungene Premiere im Stade de Suisse – trotz YB-Niederlage gegen Marseille
Inoffizielle Eröffnung mit einem offiziellen Spiel: Die Partie zwischen YB und Olympique Marseille (2:3) war die erste im Stade de Suisse, wo sich am Samstag 14 000 Personen über die moderne neue Anlage freuten.
Eigentlich findet das grosse dreitägige Eröffnungsfest des Stade de Suisse erst am letzten Juli-Wochenende statt – doch aufgrund der sportlichen Konstellation (die Young Boys durften im UI-Cup gegen die hochkarätige Mannschaft von Olympique Marseille antreten) hatten die Stadionbetreiber und alle anderen zuständigen Instanzen einer Vorpremiere im Stade de Suisse quasi als Testanlass mit beschränktem Platzangebot zugestimmt. Der Test erwies sich zumindet aus Sicht der Organisatoren als sehr erfolgreich, hingegen gelang es den YB-Fussballern nicht, ihr Startspiel an neuer Wirkungsstätte siegreich zu gestalten: Olympique Marseille zeigte sich den Gelb-Schwarzen insbesondere in der ersten Halbzeit als überlegen und gewann schliesslich 3:2. Die Young Boys erfreuten ihr dankbares Publikum zwischenzeitlich mit einer bemerkenswerten Aufholjagd (sie machten aus einem 0:2 ein 2:2), wobei das erste Berner Tor im Stade de Suisse ganz besonders gefeiert wurde. Mario Raimondi erzielte es in der 61. Minute im Anschluss an eine spektakuläre Vorarbeit Hakan Yakins.
Ein paar «Kinderkrankheiten»
Die Stadionbetreiber zeigten sich mit dem Ablauf der ersten Veranstaltung im neuen Wankdorf sehr zufrieden: Organisiert, ruhig, gesittet sei der Abend verlaufen. Vor, während und nach dem ausverkauften Match habe eine gute Stimmung geherrscht, und es habe keine nennenswerten Probleme gegeben. Bei den Sektoreneingängen sei es beim Einlass zu Wartezeiten gekommen – eine Folge der gründlichen Einlasskontrollen. Für die Zukunft verspricht die verantwortliche Sprecherin Marianne Gut schnellere Eingangskontrollen. Das Spiel vom Samstag sei als «Testevent» deklariert worden, man habe mit kleineren Problemen rechnen müssen, vor allem am Eingang. «Es hat aber niemand den Anpfiff verpasst, bei Spielbeginn waren alle Zuschauer im Stadion», sagte Gut. Im Bereich Catering seien ebenfalls noch «ein paar Kinderkrankheiten» zutage getreten, insgesamt aber sei der Abend «rund» gelaufen. Die Stadtpolizei hatte ebenfalls keine nennenswerten Probleme zu verzeichnen. Das strenge Verkehrsregime im Nordquartier habe gut funktioniert, so ein Sprecher. (cb/ck)
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2005, 10:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 18.7.2005
Die friedliche Rückeroberung des neuen alten Wankdorfs
Alles ist neu, das Stadion, die halbe YB-Mannschaft. Die legendäre YB-Wurst hat aber schon beim ersten Spiel im neuen Wankdorf nicht gefehlt. Und die leise Wehmut der Verlierer zog auch bereits wieder durchs Stadion.
Das erste Spiel im neuen Wankdorf ist wie so viele im alten Stadion: Die Kleinen, das sind die Young Boys. Sie spielen eine starke zweite Halbzeit, aber es reicht dann doch nicht. Verabschiedet werden die Spieler am Samstagabend nach der Niederlage gegen Olympique Marseille trotzdem wie Helden. Auch draussen vor dem Stadion kritisiert niemand die Berner. Die Stimmung ist entspannt. Man hat Verständnis, zeigt Mitgefühl.
«Sie haben unglücklich gekämpft», sagt einer. Andere schwärmen von Yakins genialen Pässen. Aber wirkliche Enttäuschung ist keine zu spüren. Von wegen Schluss mit dem Berner Hang zum Verliererimage. Der lässt sich nicht plötzlich wegverfügen, bloss weil es jetzt ein Stadion gibt, das nicht für Verlierer gebaut wurde.
Auch die Sonne macht mit
Es ist zwar alles neu, aber es ist dennoch wie ein Heimkommen. Ein noch etwas unsicheres vielleicht. Als wollte er sich festhalten, umklammert der Mann mit dem Leibchen der alten Nr. 10 – Chapuisat – auf dem Weg vom Guisanplatz zum Stadion die Hand seiner Frau. Auch sie trägt ein gelbes T-Shirt. Und in seiner anderen Hand hält der Mann, obwohl er es noch lange nicht vorweisen muss, schon das Ticket bereit.
Durchs noch fast leere Stadion dröhnt kurz nach 18 Uhr «Louenesee» der Span. Überhaupt wird das Publikum über Lautsprecher mit Berner Rock auf die grosse Premiere eingestimmt. Züri West sind als Zuschauer anwesend. Und über 14 000 andere.
Es scheint, als wäre, wer nicht in den Sommerferien ist oder am Gurtenfestival, ins Wankdorf gekommen. Es sind jene da, die vor allem YB sehen wollen, es sind aber auch viele da, die einfach die Architektur des neuen Stadions auf sich wirken lassen wollen. So wird der Abend zur friedlichen Rückeroberung eines Orts, an dem nun alles anders ist, aber dessen alte Geschichte und Geschichten weiterhin gegenwärtig sind. Das Stade de Suisse ist neu, das Wankdorf aber bleibt alt.
«Vier Jahre und neun Tage haben wir gewartet», sagt der Stadionspeaker, «jetzt ist YB wieder daheim.» Und dann bricht doch tatsächlich kurz vor Spielbeginn auch noch die Sonne durch. Das Stade de Suisse leuchtet auf im Spotlight des tiefen Abendlichts: Bern erlebt einen dieser für die Stadt typischen Momente zwischen Nostalgie und Aufbruch.
Der erste Anpfiff
Auch wenn man an den Ess- und Trinkständen lange anstehen muss, weil für diesen Testevent erst ein paar wenige geöffnet wurden – die legendäre YB-Wurst gibts bereits beim ersten Spiel. Was es leider auch gibt, ist wie in Basel die schreckliche, überdimensionale Thomy-Tube, durch die die Spieler aufs Feld kommen. Der einzige Unterschied: In Basel ragt eine Senf-, in Bern eine Mayonnaisetube ins Feld hinaus. Bleibt die Hoffnung, dass ihr Inhalt nicht zu schwer aufliegen wird.
Dann, ab 19.30 Uhr, folgt, sozusagen im Minutentakt, ein historischer Moment dem anderen. Die Young Boys marschieren erstmals für einen Ernstkampf aufs Feld. Der erste Anpfiff. Die ersten Sprechchöre, der erste kollektive Aufschrei bei einem vermeintlichen, nicht geahndeten Foul gegen einen YB-Spieler. Und – offenbar unvermeidlich – im Sektor der gut 700 Fans von Olympique Marseille werden die ersten Petarden gezündet. Schliesslich, nach 15 Minuten, das erste Tor. Und damit der erste, schmerzliche Schönheitsfehler: Das Tor fällt auf der falschen Seite.
Aber das kennt Bern ja bestens, dieses Gefühl, dass die Welt ungerecht ist. Seit Samstag wissen wir, dass dies sogar im schönsten Fussballstadion der Schweiz möglich ist.
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2005, 10:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 18.7.2005
Zweite Halbzeit als Versprechen
«Voreröffnung» des Stade de Suisse: Die Young Boys haben gegen Olympique Marseille 2:3 (0:2) verloren
Ein Fussballfest wars für den Berner Zuschauer allemal: Das erste Spiel im Stade de Suisse Wankdorf bescherte ihm zwar eine YB-Niederlage – aber insbesondere die zweite Halbzeit im Spiel gegen Olympique Marseille zeigte auf, was für die Gelb-Schwarzen in ihrem neuen Stadion möglich sein könnte.
Die knappe 2:3-Niederlage im Hinspiel gegen Olympique Marseille bedeutet für die Young Boys praktisch das Out im Uefa-Intertoto-Cup – UI-Cup genannt –, wo in Runde 4 Lazio Rom der nächste attraktive und stadionfüllende Gegner (gewesen) wäre. Nun, ganz vorbei ist das UI-Cup-Abenteuer für die Berner zwar noch nicht, angesichts der spielerischen und kämpferischen Qualitäten der Franzosen ist allerdings nicht davon auszugehen, dass die Young Boys im Rückspiel im Stade Velodrome am nächsten Samstag mit zwei Treffern Differenz gewinnen werden; wobei ab einem 3:2-Sieg auch ein Erfolg mit einem Tor Differenz gleichbedeutend mit dem Vorstoss in die nächste Runde wäre.
Mit einem Quäntchen mehr Glück hätte für die Berner am Samstag ein besseres Resultat sicherlich dringelegen. Bevor nämlich der ehemalige Servettien Wilson Oruma aus einem Gedränge heraus das 0:1 erzielte (YB-Captain Mark Disler sagte, er sei bei der fraglichen Szene ganz klar gefoult worden), stand YB dem Führungstor näher. Die beste Chance hatte Francisco Neri schon in der Startminute: Der Brasilianer war steil lanciert worden, umspielte Barthez-Ersatz Cédric Carrasso; sein Schuss aus spitzem Winkel konnte aber von einem Verteidiger kurz vor der Torlinie abgewehrt werden. Schliesslich schossen die auf engstem Raum mitunter sensationell kombinierenden Franzosen auch das 0:2 (Gretar Steinsson und Marco Wölfli sahen dabei gar nicht gut aus), worauf sich die noch immer gut gelaunten Zuschauer auf eine eher langweilige Fortsetzung des Geschehens einstellten und den Startmatch im neuen Stadion aus YB-Sicht als sportliche Pleite einzustufen begannen. Doch es sollte anders kommen . . .
Spektakulärer Anschlusstreffer
War es, weil sich die Young Boys nun plötzlich mehr zutrauten oder weil Marseille konditionell abbaute? Tatsache jedenfalls war, dass die Berner in der zweiten Halbzeit phasenweise stark aufkamen und Marseille sich plötzlich sogar am Rande einer Niederlage befand. Die Umstellungen des YB-Trainers (Hans-Peter Zaugg brachte den ballsicheren Gabriel Urdaneta auf der linken Abwehrseite, Steinsson rückte für Disler ins Zentrum) wirkten sich vorteilhaft auf die defensive Stabilität aus, was den beiden Mittelfeldstrategen Hakan Yakin und Thomas Häberli erlaubte, mehr für das Spiel nach vorn zu tun.
Das Resultat war eindrucksvoll – und insbesondere das Anschlusstor nach gut einer Stunde verdiente das Prädikat «äusserst spektakulär». Yakin übernahm eine hohe Hereingabe von links im Strafraum mit einem Fallrückzieher (selbstverständlich wollte er aufs Tor schiessen), doch der Ball landete bei Mario Raimondi, dessen kompromisslose Direktabnahme prompt den Weg ins OM-Netz fand. Eine Viertelstunde später hiess es gar 2:2, nachdem Yakin eine Kombination Raimondi/Carlos Varela per Kopf erfolgreich abgeschlossen hatte.
Da wird einiges möglich
Dass Olympique Marseille in der Folge doch noch zum Siegestor gelangte (Pirmin Schwegler fälschte einen Freistossball Taye Taiwos noch leicht ab), war für die Berner dann eher ärgerlich. Zu gerne hätten sie ihr Startspiel im Stade de Suisse natürlich noch gewonnen.
Doch auch so: Es war klar zu erkennen, dass die neue YB-Mannschaft Substanz besitzt und das spielerische Potenzial grösser geworden ist. Ein Fragezeichen gibts noch auf einzelnen Positionen (etwa auf der rechten Seite) und im kämpferischen Bereich: Gegen Marseille dauerte es nach einer guten Startphase lange, bis die Berner alle Hemmungen über Bord warfen und keck nach vorne spielten. Das Forcieren des Angriffs wird im neuen Stadion das Erfolgsrezept sein. Mit der Unterstützung des Publikums, das am Samstag bereits in Hochform war, dürfte in dieser Beziehung einiges möglich werden. Eine Kostprobe war die Aufholjagd vom 0:2 zum 2:2.
Yakin mit guter Bilanz
Ein Tor, ein Assist: Hakan Yakin bestätigte sich im Startspiel im Stade de Suisse als Mann für das Aussergewöhnliche. Das Publikum bedachte ihn bei seiner Auswechslung mit einer warmen Ovation. Das freute den zuletzt oft getadelten Spieler: Nach den schwierigen Zeiten in Paris, Stuttgart und Istanbul könne er endlich wieder mit Freude Fussball spielen, sagte er, und: «Ich bin überzeugt, dieses Mal das Comeback wirklich schaffen zu können.» Nun, eigentlich hat er es bereits geschafft. Obschon, wie Zaugg zur Leistung Yakins sagte, nach den YB-Ballverlusten in der Rückwärtsbewegung noch einiges besser gemacht werden müsse.
YB - MARSEILLE 2:3 (0:2) Stade de Suisse Wankdorf. – 14 000 Zuschauer. – SR Thomson (Scho). – Tore: 15. Oruma 0:1. 35. Niang 0:2. 61. Raimondi 1:2. 74. Hakan Yakin 2:2. 82. Taiwo 2:3. – Verwarnungen: 34. Eugster (Foul), 49. Schwegler (Foul), 70. Niang (Unsportlichkeit), 85. Ferreira (Foul). – Bemerkungen: YB ohne Bettoni und Hodel (beide verletzt); Marseille ohne Barthez (gesperrt), Mendoza, Ribéry, Garcia und Lamouchi (keine Spielberechtigung).
Young Boys: Wölfli; Eugster, Tiago, Disler (46. Urdaneta), Steinsson; Schwegler; Sermeter (67. Varela), Häberli, Raimondi; Yakin (83. Magnin); Neri.
Marseille: Carrasso; Ferreira, Dehu, Meïté, Taiwo; Koke (77. Olembe), Battles, Oruma, Nasri; Niang, Luyindula (70. Bamogo).
EXTRA
Ein Goal für die YB-Geschichtsbücher
Den letzten YB-Treffer im alten Wankdorfstadion hat am 7. Juli 2001 Reto Burri erzielt. Der erste YB-Torschütze im neuen Wankdorf, dem Stade de Suisse, heisst Mario Raimondi. Gegen Olympique Marseille erzielte er – dem besonderen Anlass angemessen – ein Prachtstor.Es war eine besondere Woche für Mario Raimondi. Am letzten Sonntag absolvierte er im UI-Cup gegen Lokeren nicht nur sein erstes Heimspiel für seinen neuen Klub, die Young Boys, sondern er feierte auch seinen 25. Geburtstag. Am Mittwoch gabs eine weitere Premiere: Platzverweis beim Meisterschaftsstart gegen Xamax in La Chaux-de-Fonds. Und nun, vorgestern Samstag bei der Eröffnung des Stade de Suisse, der Höhepunkt: Nach 61 Spielminuten erzielte er im Match gegen Olympique Marseille mit einer Direktabnahme das 1:2. Somit wurde er zum ersten YB-Torschützen im neuen Stadion.
«Ganz unten, ganz oben» – er habe in den letzten Tagen einiges an Emotionen erlebt, sagte Mario Raimondi. Der Platzverweis in La Chaux-de-Fonds sei «ein Tiefschlag» gewesen, umgekehrt werde ihm dieser Torerfolg gegen Marseille wohl unvergesslich bleiben: Hakan Yakins spektakulärer Fallrückzieher habe sich als ideale Vorlage entpuppt und sei Einladung zu einem Direktschuss gewesen, sagte Raimondi. Er habe gar keine Zeit gehabt, lange über die Spielsituation nachzudenken: «Ich habe einfach draufgehauen – und hatte Erfolg.»
Raimondi hat in seiner noch jungen Karriere schon manches Tor erzielt, obschon er eigentlich mehr der Mann für den letzten Pass ist. Als Linksfüsser wird er von Hans-Peter Zaugg links im Mittelfeld eingesetzt – auf jener Position also, wo vor ihm Joël Descloux die Herzen der Zuschauer erobert hatte. Raimondi ist auf dem besten Weg, dasselbe zu tun.
Das neue Stadion sei für ihn und seine Mitspieler «eine ganz tolle Sache», schwärmte der Schütze des ersten YB-Tors im Stade de Suisse. Mit dem Verlauf der Partie hingegen war Raimondi überhaupt nicht zufrieden: «Wir sind zu spät erwacht», sagte er, «irgendwie haben wir lange nicht genug gemacht.» Und: Man habe eine Initialzündung gebraucht, damit es «Klick» gemacht habe.
Dass er es (zusammen mit Yakin) war, der diese Initialzündung auslöste, sieht der ehemalige FC-Thun-Spieler auch als Verpflichtung für die Zukunft: «Jeder, der auf dem Terrain steht, muss sich noch mehr zutrauen.» Raimondi wird dies vorerst allerdings nicht mehr tun können: Nach dem Xamax-Platzverweis ist er am nächsten Mittwoch im Meisterschaftsspiel in Yverdon gesperrt.
Zaugg: «Eigenfehler vermeiden»
Nach Niederlagen gibts keine zufriedenen Trainer – und so wars auch im Falle von Hans-Peter Zaugg. Der YB-Cheftechniker freute sich zwar über die Aufholjagd seiner Mannschaft, insgesamt aber stellte er nüchtern fest: «Wir müssen uns noch steigern und vorab die vielen Eigenfehler, die uns prompt auch Gegentore einbrachten, vermeiden.»
Zaugg zeigte sich im Übrigen von den technischen Qualitäten und dem angeschlagenen Rhythmus von Olympique Marseille überrascht: Da habe man gesehen, dass man noch kein Spitzenteam sei – anderseits hätten seine Spieler in der zweiten Halbzeit auch gezeigt, wozu sie fähig seien. So gesehen wäre ein 2:2-Schlussresultat für YB eine gute Sache gewesen.
Ist das Abenteuer UI-Cup für die Young Boys nun sozusagen beendet? Zaugg bleibt ralistisch: «Man hat gesehen, dass Olympique Marseille diesen Wettbewerb keineswegs auf die leichte Schulter nimmt, sondern sich via Final-Teilnahme einen Platz im Uefa-Cup sichern will. Beim Rückspiel am Samstag wird der eine oder andere Star der Franzosen zusätzlich dabei sein, was unsere Aufgabe noch schwieriger machen wird.» Allerdings sei im Fussball nichts unmöglich . . .
Fernandez: «Equipe de qualité»
Lob bekamen die Young Boys am Samstag übrigens von Marseille-Trainer Jean Fernandez: Die Berner seien eine «équipe de qualité», gut organisiert und im Angriff gefährlich, weil unberechenbar. «Ich habe YB zweimal persönlich beobachtet», sagte er, «zuletzt in La Chaux-de-Fonds, wo die Berner zwar nicht spektakulär, aber erfolgreich spielten.»
Nette Worte nur eines Gastes? Fernandez winkt ab: «Nein, hier geht es ja um professionellen Fussball. Wir haben die Young Boys zwar in diesem prächtigen neuen Stadion schlagen können – aber das Rückspiel ist noch nicht gewonnen.»
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2005, 14:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bieler Tagblatt, 18.7.2005
«Stade de Suisse»: Das erste Spiel
Ein Stadion für Meisterfeiern
Das «Stade de Suisse» hat seine Feuertaufe erlebt. YB verlor sein UI-Cup-Hinspiel gegen Marseille mit 2:3 Toren.
Farin Urlaub, Jovanotti: es sind gestandene Gurtenfestival-Künstler, Garanten für gute Laune, sichere Werte auf dem Berner Hausberg. Aber an diesem Samstagabend zieht es einige hundert Festivalbesucher talwärts, gezogen von einem unstillbaren Drang. Selbst die Lokalmatadoren Patent Ochsner sind betroffen. «Schpick mi furt vo hie», denken sich die YB-Fans unter den Festivalbesuchern, «so schnäu wie möglech is nöie Stadion.» Gut, sind nicht Züri West auf dem Programm gestanden, Kuno als leidenschaftlicher Fussballfan hätte glatt seinen Auftritt absagen müssen.
Grosse Stadioneuphorie
«Das Stadion ist der Star»: Mehr als oft genug haben es die YB-Fans von den Verantwortlichen kommuniziert erhalten, haben in der letzten Saison im Neufeld, als es den Gelb-Schwarzen nicht rund lief, bei aller Vorfreude gefürchtet, dass die Mannschaft ob aller Stadioneuphorie vergessen ginge, aber das ist jetzt, eine gute Stunde vor dem Anpfiff, gänzlich vergessen. Die Vorfreude auf dieses erste Spiel im neuen Wankdorf (geerdete YB-Fans versteigen sich nicht ins «Stade de Suisse»-Managervokabular) ist greifbar, heute ist es so: Das Stadion ist der Star.
Das Nünitram ist erfüllt von Fangesängen. «Oh-o-ohoho! YB lebt!» Aufgeregt wird mobiltelefoniert: «Was, es hat eine Riesenschlange vor dem Eingang?» Ja, dem ist so. Weil dieser UI-Cup-Match als «Testevent» deklariert ist, sind beim Eingang von der Papiermühlestrasse her nur zwei Türen geöffnet, alle Besucher werden genau kontrolliert. Eine halbe Stunde lang stehen die Fans an, bis sie ins blitzblanke Monument eintreten dürfen. Ist das gross! Ist das modern! Ist das schön! Ist das tatsächlich für uns?
Die Besucher in der Fankurve rollen lange gelbe und schwarze Bänder aus, auf dieses Bild haben die Fotografen gewartet. Die Gesänge hallen im halbleeren Stadion - für diesen Match wurden bewusst nur 14 000 Tickets verkauft. In den Sektoren B12 und B14, quasi hinten in der Ecke, halten die Gästefans aus Marseille dagegen. Pausenlos singen sie, trommeln, es wogt ein blau-weisses Fahnenmeer. «Bee-Äss-Cee!», «Bee-Äss-Cee!»: Gegentribüne und YB-Fankurve üben sich im Frage-Antwort-Spiel. Die Stimmung ist gut, doch es scheint, als müsse sich das Publikum erst an das Stadion gewöhnen, sich seiner neuen Heimat versichern. Das Spielgeschehen tut ein übriges, die erste Euphorie abflachen zu lassen: Die YB-Abwehr ist unsicher, Eugster schlägt Fehlpass um Fehlpass, zur Pause stehts 0:2.
YB-Wurst darf nicht fehlen
Für die Fans ist die YB-Wurst zur Halbzeitpause integraler Bestandteil des Matcherlebnisses. Im Vorfeld hatte der Fleischlieferant versichert, dass es das fettige Stück auch im neuen Wankdorf geben werde. Aber die (um 50 Rappen teurer gewordene) Wurst muss erduldet werden: eine geschlagene halbe Stunde dauert die Wartezeit vor dem Wurststand. «I däm Stadion schteit me ja nume a», tönt es aus der Schlange. «Si müessä haut no üebä», antwortet einer nachsichtig. Auch andere lieb gewonnene Eigenheiten mit provinziellem Charme haben den Umzug mitgemacht: «Kehrli & Oehler Umzüge» präsentiert den Totomat, «Bäretaxi» die Torschützen, einzig das legendäre gelbe YB-Wägeli, die rollende Tragbahre, ist nicht auszumachen.
YB kämpft. Schiesst den Anschlusstreffer. Jetzt wird es richtig laut. «Wär nid ufschteit isch kei Bärner!», tönt es vom Fan-Einpeitscher. Sein Stellvertreter ein Stockwerk weiter oben verzweifelt schier ob den Sitzenbleibenden. «Göht doch uf Züri go Mätsche luege! Eländi Modefans!» Kurz darauf ist er wieder mit der Welt versöhnt - Yakin trifft zum Ausgleich. Mit ihrem Einsatz entspricht die Mannschaft nun den enormen Erwartungen, schliesslich kann man sich fast nicht vorstellen, dass in einem derart professionellen Umfeld mittelmässiger Fussball gespielt werden könnte. Und obwohl es am Ende nicht zum Sieg reicht, ist unter den Zuschauern eine tiefe Zufriedenheit spürbar: Es wird schön sein, in diesem Stadion Meisterfeiern abzuhalten.
_________________ For Ever
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