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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2018, 07:55 
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Sieben Antworten auf die brennendsten Fragen zu YBs Champions-League-Kracher in Turin

Die Young Boys treten heute am zweiten Spieltag in der Champions League in Turin gegen Juventus an. Für die Berner ist es die schwerstmögliche Aufgabe. Warum wir trotzdem an die Sensation glauben dürfen.

Wer im nigelnagelneuen Trainingszentrum und Headquarter des Juventus Football Club vorbeischaut, dem wird die Dimension dieses Weltklubs klar. Einen Steinwurf von der formidablen Allianz Arena entfernt, hat sich die Besitzerfamilie mit dem 42-jährigen Juve-Präsidenten Andrea Agnelli ein Bijou der Superlative gegönnt. Im Abschlusstraining vor dem Spiel gegen YB ist Ronaldo erwartungsgemäss aufgrund seiner Spielsperre nicht dabei. Dafür nach einer Verletzungspause der Deutsche Sami Khedira.

1. Was erwartet die Young Boys in der Allianz Arena?

Eine (schier) unlösbare Aufgabe! Vielleicht die derzeit grösstmögliche Herausforderung überhaupt. Noch selten ist eine Mannschaft zu Hause eine solche Macht gewesen, wie die Juve in der Allianz Arena. Hier hat sie in 183 Pflichtspielen seit dem Einzug 2011 nur acht Mal verloren. Die Medien künden an, dass die Bianconeri mit Ausnahme von Ronaldo und Chiellini in Bestbesetzung antreten.

2. Wie steht es um den Formstand der beiden Mannschaften?

Blendend! Sowohl Juventus wie die Young Boys haben bisher in der Serie A beziehungsweise in der Super League eine blütenweisse Weste. Der italienische Meister gewann alle sieben, der Schweizer Champion alle neun Meisterschaftsspiele. Das verspricht eine Partie auf hohem Niveau zwischen zwei Mannschaften, die vor Selbstvertrauen strotzen und personell fast aus dem Vollen schöpfen.

3. Um wie viel besser ist das Juve-Personal?

Salopp gesagt, um zwei Klassen! Jeder Juve-Spieler hätte bei YB einen Stammplatz. Umgekehrt aber ist es, mit einer Ausnahme, schwierig, sich einen Berner Akteur im Team der Schwarz-Weissen vorzustellen. Rechtsverteidiger Kevin Mbabu ist der Einzige, der bei Juve regelmässig spielen würde. Es ist schade, dass dessen Verletzung eine Überprüfung dieser Behauptung verhindert.

4. Welches sind die grossen Stars der beiden Teams?

Juve hat nur Stars! Aber klar, der gesperrte Ronaldo ist der Überflieger. Daneben jedoch sind auch Mandzukic, Dybala, Weltmeister Matuidi, Khedira, Pjanic und in der Defensive die beiden Haudegen Chiellini und Bonucci absolute Sonderklasse. Bei YB ragen Captain von Bergen, der gesperrte Mbabu, Sanogo, Sulejmani und Hoarau heraus, aber auch Fassnacht, Benito, Sow und Assalé verkörpern Klasse. In der heimischen Liga …

5. Was hat YB-Trainer Seoane seinem Widerpart Allegri voraus?

Die Ungeschlagenheit in der Meisterschaft! Im Vergleich mit dem Juve-Mister Massimiliano Allegri ist YB-Trainer Gerardo Seoane ein Grünschnabel. Der Toskaner wurde 2011 mit Milan Meister und gewann in den letzten vier Saison mit Juventus immer das Double! Davon kann der zwölf Jahre jüngere Seoane nur träumen. Dennoch hat er etwas, was Allegri nicht hat. Mit seinem aktuellen Klub YB hat Seoane noch kein Meisterschaftsspiel verloren, sein Antipode mit Juve aber schon 16. Allerdings in 159 Spielen …

Seoane sagt: «Wir wissen, was uns hier erwartet. Ich hoffe, wir wachsen an dieser Herausforderung.» Allegri sagt: «Die Young Boys zu unterschätzen, wäre fahrlässig. Sie haben in der Schweiz alles gewonnen und sind physisch stark. Dennoch werde ich Chiellini schonen. Er braucht eine Pause.»

6. Wer oder was könnte den Young Boys Mut machen?

Der FC Zürich! Exakt vor neun Jahren reiste dieser in der 2. Runde der Champions League ebenfalls nach Italien. Und wie YB gegen ManUnited hatte auch er das erste Spiel zu Hause mit drei Toren Differenz verloren: 2:5 gegen Real Madrid. Eigentlich war die Ausgangslage im Stadion Giuseppe Meazza gegen die AC Milan mit Superstars wie Pirlo, Nesta, Zambrotta, Seedorf, Pato und Inzaghi ebenso aussichtslos wie jene von YB in Turin. Aber der FCZ nützte die Chance, die er nicht hatte. Tihinen erzielte mit der Hacke das Tor seines Lebens und die Zürcher siegten sensationell 1:0.

7. Was würde ein YB-Sieg in Turin bedeuten?

Es wäre eine riesige Sensation! Und für das Ansehen des Schweizer Klubfussballs ein extrem wertvoller Exploit. Es würde die Chance der Berner wahren, im Frühjahr noch immer in der Königsklasse oder zumindest in der Europa League mitzumischen. Schweizer Vereine haben im Europacup zwar schon grosse Siege errungen, aber fast immer in Heimspielen. Historische Auswärtssiege sind selten. Ein Dreier in Turin würde sich einfügen in die Liste von CL-Triumphen wie jenen von GC bei Ajax (1:0, 1995), des FCZ bei der AC Milan (1:0, 2009), des FCB bei der AS Roma (3:1, 2010), des FCB bei Chelsea (2:1, 2013) und des FCB bei Manchester City (2:1, 2018).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/si ... -133531428

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2018, 07:56 
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YB zu Gast bei Juventus

Die Young Boys stellen sich in Turin am Dienstagabend (18.55 Uhr) der zweiten Aufgabe in der Champions League. Sie tun das stressfrei, aber gegen einen beeindruckenden Gegner.

Für die Young Boys geht es Schlag auf Schlag. Keine zwei Wochen nach dem Debüt in der Champions League folgt schon das nächste europäische Highlight, und dazwischen bestritt und gewann der Meister drei Spitzenspiele in der Super League. Er hat bislang in dieser Saison alles dafür getan, dass die Champions League mindestens ein erfreuliches Abenteuer wird, indem er die Hausaufgaben in der Heimat gewissenhaft erledigte. Sorglos, mit einer soliden Tabellenführung in der Meisterschaft, reiste YB am Montag nach Turin.

Die Berner können sich ganz auf die Aufgabe beim italienischen Serienmeister konzentrieren, was an sich schon eine nennenswerte Leistung ist. Weder die frühe Herausforderung in der Champions-League-Qualifikation noch die Niederlage gegen Manchester United oder die Last des ersten Meistertitels seit 1986 hat sie aus der Fassung gebracht. YB tritt auf wie ein abgeklärtes Team, auch dann, wenn mehrere wichtige Spieler fehlen, wie zuletzt beim 4:1 gegen Thun. Die Siegermentalität, die man in Bern so lange vermisst hatte, ist in diesen Monaten noch deutlich ausgeprägter als in der Vorsaison.

Die Pflicht erfüllen die Young Boys bislang in dieser Saison nicht immer brillant, aber immer mit voller Überzeugung. Damit ist die Basis geschaffen, für den Spagat, den der FC Basel in den letzten Jahren oft so gut vollzog, zwischen Pflichterfüllung in den nationalen Wettbewerben und Exploits auf Europacup-Niveau. Die Berner haben in den vergangenen Saisons in der Europa League durchaus schon den einen oder anderen bedeutenden Sieg gefeiert, auch gegen italienischen Mannschaften, gegen Napoli und Udinese. Aber Siege in der Champions League glänzen ganz anders, sie widerhallen in ganz Europa.

Noch ist YB auf diesem Niveau auf Entdeckungsreise. Man habe Lehrgeld bezahlt beim 0:3 gegen Manchester United, hiess es aus den Reihen von YB unisono. "Wir lernen in jedem Spiel dazu", sagte Gerardo Seoane. Eine der Erkenntnisse aus dem ersten Auftritt vor zwei Wochen: Die Effizienz vor dem gegnerischen Tor muss noch besser werden. Eine andere lieferte Goalie David von Ballmoos: "Auf diesem Niveau wird jeder Fehler bestraft." Lloris Benito ist überzeugt, dass die erste Anpassung geschafft ist: "Wir wissen jetzt, wie es läuft." Fügt aber gleich an: "Einfacher wird es nicht."

Juventus ist kaum zu schlagen

Es gibt angenehmere Orte für einen zweiten Lehrgang als das Stadion von Juventus Turin. Der italienische Rekordmeister macht, was YB derzeit tut - national nach Belieben dominieren - seit mehr als sieben Jahren. Spieler gehen, Spieler kommen und Juventus Turin gewinnt weiter. In der letzten Saison verlor Juventus in allen Wettbewerben fünf Spiele und in der vorletzten sieben. In der laufenden Spielzeit sind die Turiner als eines von vier Champions-League-Teams neben YB, Paris Saint-Germain und Eindhoven in der Meisterschaft noch ohne Punktverlust.

Aber auch in der Champions League ist Juventus auf der Höhe. Gerade am ersten Spieltag zeigte sich das Selbstverständnis des 34-fachen italienischen Meisters. Er verlor in Valencia früh Cristiano Ronaldo durch einen zweifelhaften Platzverweis, spielte aber weiter als wäre nichts geschehen und kam zu einem souveränen 2:0-Erfolg. Im eigenen, 2011 eröffneten Stadion ist die Europacup-Bilanz von Juventus geradezu furchteinflössend: nur zweimal verlor es in 33 Partien - gegen Real Madrid und Bayern München.

Dass nun Ronaldo wegen seiner Sperre ausfällt, will man bei den Young Boys nicht allzu stark gewichten. Es stehen genügend namhafte Ersatzleute parat. Die Papierform spricht ohnehin in jeder Konstellation deutlich für Juventus. Die Berner glauben aber an den Exploit und brennen darauf, die Stärken des neuen Schweizer Meisters auch in Europa zu zeigen. Turin wäre ein idealer Ort für den ersten Punkt in der Champions League.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133532243

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2018, 07:58 
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Die Young Boys in Turin – endlich wieder eine grosse Reise

Die Berner reisen als Schweizer Primus zum Champions-League-Rencontre gegen Juventus. Das ist nichts wert in Norditalien. Oder doch?

Der Trainer Gerardo Seoane sprach sehr ernst und sehr nüchtern an der Medienkonferenz im Stadion von Juventus am Montagabend. So ernst und nüchtern wie immer. Er sprach über das erste Auswärtsspiel der Young Boys in der Champions League, das Duell gegen Juventus. Als alle Fragen gestellt und alle Antworten gegeben waren, verabschiedete sich Seoane, lief durch den Bauch des Stadions, schritt als Erster zum Training auf den Platz. Und dann wurde er doch noch übermannt von der Vorfreude.

Seoane schrie etwas in die Luft, lachte, rannte los und schoss einen freiliegenden Ball in ein unbewachtes Tor. Dann jubelte er für sich allein. Es war das allererste Tor der Young Boys in Turin. Und wenn es auch nutzlos war und vielleicht das einzige bleiben wird, dient es immerhin als gutes Omen. Seoane ging mit Tatkraft voran. An der Medienkonferenz hatte er gesagt, sein Team müsse sehr effizient sein, wenn es gegen die Juve etwas reissen wolle.

Juve-Fans auch in Bern

Die Young Boys in Turin: Es ist etwas Besonderes für den Klub – und für den Schweizer Fussball. Als erst fünfter Klub nach Basel, Thun, GC und dem FC Zürich geht YB im wichtigsten Klubwettbewerb auf Reisen. Und dann der Gegner: Juventus, ein Name, der weltweit auf Italien verweist, wie Gucci, Barilla oder Ferrari. Der Spieler formte wie Dino Zoff, Roberto Baggio, Alessandro Del Piero oder Gianluigi Buffon. Einer der renommiertesten und umsatzstärksten Vereine der Welt – mit Fan-Klubs allerorts, sogar in Bern. Juventus gewann 36 Mal Meistertitel, zweimal die Champions League und unzählige weitere Pokale. La vecchia Signora, die alte Dame des Weltfussballs.

Die bis anhin letzte grosse Reise hatten die Young Boys im Meistercup 1986/87 getan. Nachdem sie das Heimspiel gegen Real Madrid in Bern sensationell 1:0 gewonnen hatten, verloren sie im Bernabeu-Stadion 0:5. Sie traten einem der besten Real-Teams der Geschichte entgegen, rangen gegen Jorge Valdano, Butragueño, Hugo Sanchez.

Im Europacup der Landesmeister 1959 besiegten die Young Boys in der ersten Runde MTK Budapest und im Viertelfinal den SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Dann spielten sie im Halbfinale gegen Stade Reims mit dem Wunderstürmer Just Fontaine. Das Hinspiel in Bern war ein nationales Ereignis, das erste wichtige europäische Rencontre eines Schweizer Klubs. 60 000 Zuschauer drängten ins Wankdorf; eine Rekordzahl bis heute. YB gewann 1:0, verlor das Rückspiel jedoch 0:3.

Die Duelle mit Reims und Madrid sind zur YB-Geschichte geworden. Die laufende Kampagne in der Champions League soll ebenfalls Erinnerungen schaffen. Mehr als 30 Jahre nach Madrid reisen die Berner wieder zu Schwergewichten, nach Turin, zu Manchester United und nach Valencia.

Am Montagmittag waren Young Boys als Leader der Super League von Bern aus über die Alpen geflogen. Sie haben die ersten neun Spiele der Meisterschaft gewonnen, führen die Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung vor dem FC Zürich an. Sie haben mit 32 Toren die meisten der Liga geschossen, mit sechs die wenigsten erhalten, haben fünf Mal zu null gespielt. Sie beeindrucken mit Solidität, Kraft und Erfolgshunger. Der Trainer Seoane wechselt die Spieler fleissig aus; am Samstag im Spiel gegen Thun stellte er die Abwehr komplett um – doch YB siegte 4:1. Das Team hat die Form und das Selbstvertrauen des Meisterjahrs über den Sommer und bis in den Herbst gerettet, ist in der Schweiz eine Wucht. Nur: In Norditalien ist das alles nichts wert. Oder doch?

Die Juve hat die ersten sieben Spiele in der Meisterschaft gewonnen. Am Samstag besiegte sie im Spitzenspiel gegen die SSC Napoli 3:1, distanzierte den Gegner bereits auf sechs Punkte.

Allegri lobt YB

Der Trainer Seoane sagte: «Wir wissen, dass es zwei Wettbewerbe sind. Die Resultate aus der Schweiz geben uns die Glaubwürdigkeit, am richtigen Ort zu sein.» Der Captain Steve Von Bergen sagte: «Wir sind der Kleine, aber wir sind nicht unterklassig.» Und als hätte er sie gehört, lobte der Juventus-Trainer Massimiliano Allegri YB wenig später für die Serie in der Meisterschaft, für die Physis und die guten Stürmer.

Juventus wird ohne den Superstar Ronaldo spielen, der nach einer roten Karte im ersten Match gegen Valencia gesperrt ist. Dieser Umstand kratzt ein wenig am Charme des Rencontres. Seoane sagte: «Es wäre ein grosses Abenteuer gewesen, gegen ihn zu spielen.» Doch auch die Young Boys müssen auf ihren Besten der letzten Monate verzichten. Kevin Mbabu ist noch immer verletzt. Juventus und YB, Ronaldo und Mbabu, das ist die Fallhöhe. Die Berner können nur gewinnen.


Arrivederci eines grossen Juve-Architekten

sbr. · Juventus erlebt in den Tagen vor dem Match gegen YB tiefgreifende Veränderungen: Der Generaldirektor Giuseppe Marotta muss den Klub nach acht Jahren verlassen. Er bestätigte den Weggang am Wochenende rund um das Spitzenspiel gegen Napoli, das Juventus 3:1 gewann. «Es ist der Entscheid der Juventus-Führung. Es tut mir sehr weh», sagte Marotta zu italienischen Medien.

Marotta ist Italiens berühmtester Fussball-Manager und gilt als Architekt der sehr erfolgreichen Juventus-Ära der vergangenen Jahre. Der Klub gewann zuletzt siebenmal in Folge die Meisterschaft und viermal hintereinander den Cup. 2015 und 2017 spielte er im Final der Champions League. Marottas Abgang steht auch in Verbindung mit der globalen Ausrichtung von Juventus. Der Klub setzt seit Jahren alles daran, eine weltweite Marke zu werden, die weit über den Sport hinaus ein Begriff ist. Die Eröffnung des Juventus-Stadions 2011, der Logo-Wechsel 2016 oder der Transfer von Cristiano Ronaldo im Sommer stehen in diesem Zusammenhang.

Künftig wird der Präsident und Fiat-Erbe Andrea Agnelli vermehrt Einfluss auf das operative Geschäft nehmen. Sein Verhältnis zu Marotta soll in der jüngeren Zeit gelitten haben. Gemäss «Gazzetta dello Sport» wünscht er sich einen jüngeren Manager mit internationalem Netzwerk. Marottas Aufgaben sollen der Vizepräsident und ehemalige Spieler Pavel Nedved sowie der Sportdirektor Fabio Paratici übernehmen. Marotta sagte, er werde sich bald einem anderen Klub anschliessen, wohl in Italien.


https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1424845

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2018, 07:59 
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Auf nach Turin!

Die Young Boys treten heute zum ersten Mal auswärts in der Champions League an. 2100 YB-Fans werden im Turiner Allianz Stadium dabei sein.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/25189293

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2018, 08:23 
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----------------von ballmoos--------------------
schick-------camara-----von bergen----benito
fassnacht-----sow------sanogo------sulejmani
---------------hoarau-------moumi-------------

juventus turin - yb 1:1

sulejmani

41'000


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:05 
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Seoane über grosse Champions und die letzten Meter

Der Trainer der Young Boys spricht an der Medienkonferenz über das anstehende CL-Spiel gegen Juventus Turin.

Ein entspannt wirkender Gerardo Seoane stellte sich am Montagabend den Medien. Entspannt ist nicht nur der Trainer: «Ich nehme eine Lockerheit wahr im Team. Es kann sehr gut switchen zwischen einer lockeren Ambiance und fokussierter Arbeit.»

Vor Gegner Juventus Turin hat der Luzerner den nötigen Respekt, weiss aber auch, was zu tun ist: «Die letzten 30 Meter sind entscheidend. Da dürfen wir diesen grossartigen Spielern nicht viel Zeit geben, ihre Entscheidungen zu treffen.»

Journalist unterrichtet von Bergen

Dass Cristiano Ronaldo gesperrt fehlt, ist für Seoane erwartungsgemäss keine grosse Sache. «Juventus hat genügend starke Spieler. Wenn Ronaldo nicht spielt, spielt einfach ein anderer grosser Champion.»

Dieses Team voller Champions reihte zuletzt gleich 7 Meisterschaften aneinander – und ist vor allem im Juventus Stadium eine Macht, wie YB-Captain Steve von Bergen weiss: «Ich habe von einem Journalisten eine Statistik gehört: 29 Champions-League Spiele zu Hause, nur 2 verloren. Das ist ziemlich beeindruckend.»

Allegri gibt Einblick in Juve-Aufstellung

Auf Seiten der Turiner unterschätzt man den Gegner keineswegs, wie Trainer Massimiliano Allegri betont: «Die Young Boys sind gut drauf. Wir müssen unbedingt gewinnen, sonst war der Sieg gegen Valencia nichts wert.»

Der 51-Jährige verrät gar ein paar Details zur Aufstellung: «Giorgio Chiellini wird eine Pause bekommen. Paulo Dybala und Mario Mandzukic werden von Beginn an spielen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... zten-meter

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:08 
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Mit Stift und Papier gegen das grosse Turin

Er wird gegen Juventus im Fokus stehen wie kein anderer von YB: Goalie David von Ballmoos. Der 23-Jährige erzählt, wie er gelernt hat, mit der Nervosität umzugehen.

Die Nacht ist vorbei, die Nervosität da. Es ist der Morgen des grossen Spiels in der Champions League gegen Juventus Turin. David von Ballmoos erwacht im Hotelzimmer, so stellt sich das der YB-Goalie vor, und die Gedanken an den Abend, an dieses Spiel, lassen sich nicht verdrängen. Ihm ist bewusst: «Noch neun Stunden.» Bald werden daraus acht, dann sieben. Die Uhr tickt. Die grosse Partie, sie rückt näher. «Die Stunden im Hotel vor dem Spiel sind die schlimmsten», sagt er.

Von Ballmoos nimmt dann ein Buch hervor, vorzugsweise eine Biografie. Jene von Torhütern habe er alle schon durch, sagt der 23-jährige Emmentaler, dessen grosses Vorbild Oliver Kahn ist. «Ich lese sehr gerne, die Zeit vergeht dabei rasch. Und es hilft mir, abzuschalten.»

GC statt Manchester

Stoff für ein Buch bietet auch seine Geschichte: aufgewachsen auf einem Bauernhof auf der Lueg, vom gelernten Landmaschinenmechaniker zum Goalie beim Meister und in der Königsklasse. Vor allem das letzte Jahr ist reich an Inhalt: der Aufstieg zur Nummer 1 im Sommer 2017, die souveräne Vorrunde, in der von Ballmoos seinen Status rechtfertigen kann. Der Tiefschlag im Winter, als er sich schwer an der Schulter verletzt – nicht zum ersten Mal in seiner Karriere. Die Zweifel, dann in der Rückrunde nur zuschauen zu können, während die Kollegen auf dem Weg zum Meistertitel Woche für Woche neue Höhepunkte erleben. Und schliesslich der Sommer, der ihm erst die vor­zeitige Vertragsverlängerung bis 2022 bringt, aber auch die Herausforderung bereithält, den Meisterhelden Marco Wölfli zu verdrängen.

Wenn er nun zurückblickt, verrät von Ballmoos, dass gerade die Zeit im Sommer nicht so einfach war, wie er sie manchmal aussehen liess. Auf die Frage, welches das schwierigste Spiel in dieser Saison gewesen sei, ­erwähnt er nicht jenes gegen Manchester United mit den Stars Pogba, Lukaku, Rashford. Er kommt auch nicht auf das Hinspiel gegen Zagreb zu sprechen, als er im Playoff zur Königsklasse sein Team im Spiel hielt. Stattdessen, sagt von Ballmoos, sei es die Partie gegen GC gewesen, bei der er am ersten Spieltag mit einem 2:0-Erfolg sein Comeback gab. «Aufgrund der Vorgeschichte war die mentale Belastung enorm. Nach dem Abpfiff fiel eine riesige Last von mir», sagt er. Als von Ballmoos den Rasen verliess, dachte er: «Jetzt ist wieder alles gut.»

Stöbern in alten Notizen

Zurück im Hotel in Turin. Bis zum Anpfiff sind es noch drei Stunden. Von Ballmoos greift zu Stift und Notizbuch. «Ich schreibe auf, was mich im Match erwarten könnte. Was ich umsetzen will.» Dazu hört er Musik, laufen die Bilder im Kopf ab. Der Goalie stellt sich vor, wie er Schüsse abwehrt, Flanken abfängt, Rückpässe verarbeitet. «So komme ich in Stimmung», sagt er. Seit zwei Jahren hat er das ­Notizbüchlein immer bei sich. Mittlerweile ist er beim vierten Innenband angelangt.

Manchmal stöbert von Ballmoos in alten Notizen. Sie helfen, Tief-, aber auch all die Höhepunkte, welche die YB-Spieler derzeit fast im Wochentakt erleben, zu relativieren. «Etwas, das ich nun als riesengrosses Ereignis wahrnehme, wird vielleicht in zehn Jahren nicht einmal eine Randnotiz in meiner Geschichte sein», sagt er. Und: «Ein einzelnes Spiel wird nie über den Verlauf meiner Karriere entscheiden.»

Das kann ein beruhigender Gedanke sein vor einer Partie wie heute in Turin. Diese verspricht für den YB-Torhüter sehr arbeitsreich zu werden – im ­Fokus der Weltöffentlichkeit. Wobei die Grösse der Bühne für den Goalie mehr Ansporn denn Belastung ist, wie er sagt.

Pogba und der Penalty

David von Ballmoos denkt zurück an die Premiere in der Champions League gegen Manchester United unter Flutlicht im ausverkauften Stade de Suisse. Und er erinnert sich an jenen Moment, in dem ihm die ganze Aufmerksamkeit zuteil wurde. Kurz vor der Pause war es, als der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied und nur noch von Ballmoos übrig blieb, um das 2:0 von Weltstar Pogba zu verhindern. Er habe in diesen Sekunden keinen Druck verspürt, sagt er. Im Gegenteil: «Ich habe den Moment genossen.»

Auch wenn er den Penalty knapp nicht habe abwehren können und später noch ein drittes Mal bezwungen worden sei, sei der Abend für ihn die Bestätigung gewesen, auf diesem Niveau bestehen zu können, sagt er. Das Spiel gegen Manchester, von Ballmoos wird es sich heute Nachmittag im Hotelzimmer bruchstückweise noch einmal vor Augen führen.

Rockmusik im Ohr

Bis zum Match in Turin sind es nur noch eineinhalb Stunden, die Young Boys betreten das Juventus-Stadion. Die Nervosität, die Anspannung der letzten Stunden würden dann verflogen sein, glaubt von Ballmoos. «Man denkt nur noch ans Spiel, an die neunzig Minuten.» Das Notizbüchlein platziert er in der Garderobe unter dem Paar Handschuhe, das er während des Matchs tragen wird. Dann geht er raus auf den Rasen, um sich aufzuwärmen.

Bis zum Spiel sind es jetzt nur noch fünfzehn Minuten. Von Ballmoos ist zurück in der Garderobe, er zieht sich um. Dann liest er noch einmal in seinem Büchlein, steckt die Kopfhörer in seine Ohren. Kurz vor dem Spiel höre er Rockmusik, Status Quo etwa, danach habe er das Gefühl, er könne Bäume ausreissen, erzählt er. Von Ballmoos denkt: «Jetzt ist Showtime.»


https://www.derbund.ch/sport/uefa-champ ... y/24519802

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YB – vom Giganten zum Gigäntchen

Der nationale Überflieger YB bestreitet das Spiel bei Juventus in der Zwergenrolle. Stéphane Chapuisat weiss, wie man in der Champions League gegen den italienischen Topclub gewinnt.

YB: 9 aus 9! Paris Saint-Germain: 8 aus 8! Juventus: 7 aus 7! Es sind die ganz grossen Teams aus den Topligen, mit denen die Young Boys Anfang Oktober etwas gemeinsam haben: das verlustpunktlose Thronen auf Rang 1.

Der Schweizer Meister hat einen beeindruckenden Parcours hingelegt, nach dem ersten Saisonviertel liegt er 12 Punkte und mehr vor den anderen Teams, die man im Prinzip bereits nicht mehr als Verfolger bezeichnen kann. Dichte und Breite und Qualität des Kaders sind dermassen hoch, dass Trainer Gerardo Seo­ane hin und her und her und hin rotieren kann, wie es ihm beliebt – YB gewinnt sowieso. Und das oft spektakulär, der Zweite Zürich hat acht Tore erzielt und damit nur eines mehr als die Young Boys beim 7:1 gegen den vermeintlich härtesten Rivalen aus Basel.

Chapuisats grosser Anteil

Das Jahr 2018 entschädigt die YB-Familie umfassend für all die schwierigen Zeiten. Die Verantwortlichen aber behalten in der Euphorie ihre Ruhe, Zurückhaltung, Übersicht, sinnbildlich dafür steht Chefscout Stéphane Chapuisat. Der frühere Weltklassestürmer schätzt die Rolle des ruhigen Leistungsträgers auch nach seiner aktiven Karriere, wenn man mit ihm spricht, spürt man seine wohltuende Gelassenheit in einer hektischen Branche voller Besserwisser. Ein Lautsprecher war Chapuisat nie, er ordnet die fulminante Siegesserie angemessen ein: «Wir hatten im Sommer kaum Veränderungen, das Selbstvertrauen ist gewachsen.» Der Start mit dem eher mühevollen 2:0 gegen GC sei enorm wichtig für das junge Team gewesen.

Chapuisat ist einer der Baumeister des Erfolges, aber in der Öffentlichkeit wird er selten gewürdigt. Ihn stört das wenig überraschend keineswegs, und als er gefragt wird, wie hoch sein Anteil am Höhenflug sei, antwortet er bescheiden: «Wir arbeiten als Team, Wuschu ist der Chef, ich konzentriere mich auf meinen Job.» Wuschu, das ist Christoph Spycher, der Sportchef, und die Spitznamen Wuschu und Chappi stehen irgendwie auch für den anständigen Umgangston im Stade de Suisse.

Im nächsten Sommer wird Chapuisat 50, er hat in den letzten Jahren viele starke Spieler nach Bern gelockt, erwähnt seien Denis Zakaria, Yvon Mvogo, Guillaume Hoarau, Kevin Mbabu, wobei er selber das nie so sagen würde. Er sagt: «Es ist meine Aufgabe, den Markt zu beobachten, damit wir reagieren können, wenn uns ein Spieler verlässt.»

Das tut er derart kompetent, dass immer wieder neue Talente verpflichtet werden. Zuletzt etwa der junge Innenverteidiger Mohamed Camara, der seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten trotz einigen Patzern wie beim 0:3 zum Champions-League-Start gegen Manchester United bereits nachgewiesen hat. «Camara ist erst knapp 21», sagt Chapuisat, «er darf Fehler machen. Er wird seinen Weg gehen.»

Die Erinnerung an 1997

Heute folgt der zweite YB-Auftritt in der Sternenliga, bei Juventus, der Schweizer Gigant wird beim internationalen Giganten zum Zwerg. Er ist einen Abend lang bestenfalls ein Gigäntchen. «Juve ist Juve», sagt Chapuisat, «das ist immer ein Topclub, einer der besten Europas.» Vor allem defensiv sei das Team stark, und vorne seien die Individualisten jederzeit in der Lage, eine Begegnung zu entscheiden. «Normalerweise haben wir hier keine Chance. Aber wir haben keinen Druck. Juventus hat viel mehr zu verlieren und fast nichts zu gewinnen.»

Stéphane Chapuisat weiss, wie man als Aussenseiter gegen den italienischen Rekordmeister gewinnt. Im Champions-League-Final 1997 setzte er sich mit Dortmund 3:1 durch, gegen ein Grande Juve mit Zinédine Zidane und Didier Deschamps, die ein Jahr später mit Frankreich Weltmeister wurden – und Real Madrid beziehungsweise Frankreich als Trainer vor ein paar Monaten zu den Titeln in Champions League und an der WM führten.

«Wir erwischten ein perfektes Spiel mit zwei frühen Toren», sagt Chapuisat. Sturmpartner Karl-Heinz Riedle traf zweimal, nach dem Anschlusstor des jungen Alessandro Del Piero erzielte der noch jüngere Lars Ricken kurz nach seiner Einwechslung (für Chapuisat) Mitte der zweiten Hälfte mit einem herrlichen Lob das 3:1 gegen Titelverteidiger Juventus, der 1996 seinen letzten Triumph in der Königsklasse gefeiert hatte.

Vier Jahre zuvor war Chapuisat mit Dortmund im Uefa-Cup-Final gegen Juve noch chancenlos geblieben, auf das 1:3 zu Hause folgte ein 0:3 in Turin, wobei der Angreifer im Rückspiel verletzt fehlte. «Wir mussten nach dem Hinspiel zu viel riskieren», sagt Chapuisat. «Und waren anfällig.»

YB heute wohl defensiver

Das attraktive 4-4-2-System der Young Boys dürfte heute jedenfalls leicht modifiziert werden, vermutlich in einem kompakten 4-2-3-1 werden die Berner antreten. «In einem Auswärtsspiel geht es immer zuerst mal darum, stabil zu sein», sagt Chapuisat. «Viele Tore erzielt man als Gast bei Juventus ohnehin nicht.»

Am Ende bleibt die Frage, welchen Akteur des Turiner Renommierclubs der YB-Chefscout gerne verpflichten würde. «Cristiano Ronaldo ist ein Fussballer, der jedes Team besser macht», antwortet Chapuisat. Viel schöner aber wäre es, sagt er, «wenn es einer von unseren Spielern irgendwann zu Juventus schaffen würde».


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/11956478

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:14 
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Von Tuggen ins Juve-Stadion

YB-Durchstarter Fassnacht will jetzt Europas Türen öffnen

Vor rund vier Jahren kickte Christian Fassnacht noch für Tuggen. Heute läuft er im Turiner Stadion ein. Und kann es selbst kaum fassen.

Irgendwie wirkt Christian Fasnacht (24) immer noch ein wenig ungläubig. Champions League? «Da gehen einem schon viele Gedanken durch den Kopf. Was wäre wenn? Ich meine: Wir stehen auf der ganz grossen Bühne. Halb Europa schaut zu. Das kann schon Türen für die Zukunft öffnen. Ich habe noch nie in Italien gespielt. Ich bin gespannt auf das Stadion, den Innenraum, die Kabine, die Stimmung.»

Zumindest virtuell wusste der YB-Star schon, was auf ihn zukommt. Weil er die Netflix-Dokumentation über den Klub geschaut hat.

Champions League. Wer hätte das erahnen können, als «Fasi», vom einen oder anderen Klub oder Trainer verkannt, am 4. Oktober 2014 für den FC Tuggen aufläuft. Promotion League. Gegner: FC Basel U21. Der FCT siegt 3:2 an der Linthstrasse. Auch dank zwei Fassnacht-Toren.

Erst dann folgt der Durchstart. Anderthalb Jahre Winterthur, Challenge League. Eine Saison Thun. Und im Sommer letzten Jahres der Wechsel zu YB. Und nun die Königsklasse!

Ein neuer «Carnevale»?

Klar, in erster Linie zählen Top-Leistungen. Manchmal kann aber auch ein Interview helfen. Eines, wie er es «Tuttosport» aus Turin gab, einer der drei grossen Sportzeitungen Italiens. Dort stellt der Thalwiler fest, dass es bereits einen Fas(s)nacht in der Serie A gegeben hat: Andrea Carnevale. Goalgetter von Napoli zu Maradonas Zeiten. Fassnacht: «Das habe ich nicht gewusst, aber ich betrachte das als Wink. Ich hoffe, dass in Zukunft ein neuer Carnevale in der Serie A sein wird, ein Fassnacht.»

Denn er hat sich bereits in die Notizblöcke von Fiorentina, Sassuolo oder Atalanta und Bundesligisten geschossen. Wo liegt seine Präferenz? «Juve ist die absolute Spitze! Als ich aufwuchs, hatte aber die AC Milan von Ancelotti die Champions League erobert. Und Milan kommt wie YB allmählich zurück an die Spitze.»

Das Trikot kann er nicht mit seinem grossen Vorbild tauschen, dem gesperrten Cristiano Ronaldo. Er will das deshalb mit Paulo Dybala tun. Für Ronaldo hat er sich ohnehin etwas anderes «aufgespart»: «Es ist ein Traum von mir, Ronaldo in ein Shirt meines Modelabels Sedici schlüpfen zu sehen.»

Wenn man sieht, in welchem Tempo sich Fasis Träume erfüllen – schliessen wir nicht mal das aus.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 27168.html

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YB-Captain Von Bergen vor dem Knüller

«Wir nehmen das wie ein Cupspiel»

Zeit Farbe zu bekennen, YB! Denn auswärts backen die Berner kleine Brötchen. Derweil Juve zu Hause kaum zu bezwingen ist. Das weiss auch Steve von Bergen.

Genau 2419 Berner sind heute im Gästesektor des Allianz-Stadions und versuchen die Young Boys zum Unmöglichen zu pushen. Zu einem Auswärtssieg bei einem Grossen. Natürlich: Die Berner stehen da, wo sie stehen, weil sie in der Hölle von Zagreb gegen Dinamo in den Champions-League-Playoffs 3:1 gewonnen haben. Vor diesem absoluten Exploit datierte der letzte Sieg in einem fremden Stadion von 2014, 3:1 bei Slovan Bratislava in der Europa-League-Gruppenphase.

Juventus ist aber im Allianz-Stadion eine Macht. Von 20 Heimspielen haben die Bianconeri nur gerade zwei verloren: 2015 1:3 gegen Barcelona und letzte Saison das 0:3 gegen Real Madrid im Viertelfinal.

«Wissen genau, wo wir hier sind»

«Juve ist ein Monument», sagt Von Bergen, der selber drei Jahre lang in der Serie A gespielt und von sechs Spielen mit Cesena und Palermo gegen die Alte Dame ein einziges Mal ein Remis geholt hat. «Die Turiner sind Kandidat für den Gewinn der Champions League. Wir wissen genau, wo wir hier sind. Wir nehmen das nun wie ein Cupspiel. Ich will nicht sagen, wir seien der Unterklassige, aber doch der Kleine.»

Und wer weiss? Denn Juventus viele andere Schauplätze, die von grösserem Interesse sind. Den Rauswurf von CEO Beppe Marotta und die damit einhergehende Restrukturierung des Klubs. Die immer neuen Namen auf der Liste der Spieler, die Juve kaufen will. Nun sticht neben Paul Pogba von ManU jener eines anderen Weltmeisters heraus: Kylian Mbappé von PSG. Und die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Superstar Cristiano Ronaldo, zu denen Trainer Massimo Allegri gestern nichts sagen wollte: «Ich habe das nicht gelesen. Ich kommentiere das nicht.» Und auch die italienischen Zeitungen lassen das Thema aussen vor: Ronaldo war wohl in den drei nationalen Sportzeitungen wie in «La Stampa» ein grosses Thema. Aber nur, weil Juve das erste Spiel ohne seinen gesperrten Superstar bestreiten muss.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 27879.html

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