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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 15:52 
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Mehr als nur ein Meistertitel

Mit dem Titelgewinn haben die Young Boys den Pfad des Scheiterns endgültig verlassen. Die Berner Fussballwelt sieht sich mit völlig neuen Gefühlen konfrontiert.

Die Young Boys sind Schweizer Meister. 32 Spiele, 23 Siege, 77 Tore, 75 Punkte – so sieht der erste Meistertitel seit 1986 in nackten Zahlen aus. Doch selbst das unendliche Universum der Ziffern ist zu klein, um die Bedeutung dieses Erfolgs beschreiben zu können. Denn Zahlen unterliegen dem strengen Pflichtbewusstsein der Logik, und Logik ist etwas, das in der leidenschaftlichen Welt des Fussballs nicht in der Startelf steht. Es sind zu viele Emotionen im Spiel, sodass der Rationalität nur ein Platz auf der gedanklichen Ersatzbank bleibt. Und genau das macht Fussball zu einer so wunderbaren Sache. Er beschert uns Helden, Legenden und Mythen. Er erzählt uns Geschichten. Die Geschichte dieses Meistertitels ist besonders erzählenswert.

Es waren 32 lange Jahre des Scheiterns, dicht umhüllt vom Schatten der Meisterlosigkeit. Die Verbundenheit mit YB nahm oft zwangsneurotische Züge an. Schlussendlich waren es jedoch Lehrjahre der Tugend. Hinter den Club scharte sich ein Anhang, der lernte zu leiden, der warten konnte und Treue zeigte. Auch wenn der Glaube an die Hoffnung manchmal arg strapaziert wurde, ging er nie verloren. Er führte nach der Jahrtausendwende von den Niederungen der NLB in aufregende Jahre auf dem Neufeld und strömte ins frisch erbaute Stade de Suisse.

Doch auch da hatte Galgenhumor regelmässig Hochkonjunktur, und Titelambitionen entpuppten sich oft als schlechter Scherz. Das führte dazu, dass Erfolg immer mit grossem Misstrauen bedacht wurde. Selbst als sich YB in dieser Saison längst von der Konkurrenz abgesetzt hatte, liess der eiserne Griff der Skepsis nicht vom traumatisierten YB-Gedächtnis ab. Erst als am Samstagabend der Schlusspfiff durch das Stade de Suisse schallte, wurde Bern auch vom letzten Rest Argwohn befreit.

Kerngeschäft Fussball

YBs Weg zum Erfolg ist eine Geschichte, die schmachtende Herzen von Fussballromantikern höherschlagen lässt. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Weg zum Titel mit Millionen von Franken gepflastert wurde. Der moderne Fussball ist längst zu einem Wirtschaftszweig herangewachsen, der Meistertitel nur noch zu stolzen Preisen vergibt. Zwar werden Spiele immer noch auf dem Rasen entschieden, doch wer auf diesem steht, hängt von der finanziellen Schlagkraft der Vereine ab. Die Young Boys sind in dieser Hinsicht privilegiert.

Seit die Gebrüder Rihs als Investoren gewonnen werden konnten, ist das Clubbudget zu einem grossen Argument für Erfolg geworden. Doch Geld alleine reicht nicht, um einen Titel zu gewinnen – es muss auch noch richtig eingesetzt werden. Eine Kunst, welche die Young Boys lange nicht beherrschten. Die rihsschen Finanzspritzen wurden in Phasen, Strategien und Positionen injiziert, die nicht die gewünschten Auswirkungen auf die sportliche Leistung gebracht hatten.

Doch dann machte die YB-Clubführung etwas, was in den Teppichetagen von Schweizer Fussballclubs eher selten vorkommt: Sie zeigte sich lernfähig. Wie an einem Zahlenschloss wurde gedreht, bis die richtige Kombination gefunden war. Mit Personen wie Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger, Sportchef Christoph Spycher oder auch Trainer Adi Hütter ist bei YB eine Zeit des fokussierten Schaffens angebrochen. Dadurch konnte sich der Club gänzlich auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Fussballspielen. Und was für einen Fussball die Young Boys in dieser Saison gezeigt haben! Selbst in Basel dürften kaum Zweifel daran bestehen, dass der Pokal verdientermassen nach Bern gezogen ist.

Sieg für die Fussball-Schweiz

Dieser Pokal ist nicht nur eine Erlösung für die Young Boys, sondern auch ein Sieg für die Super League. Die Dominanz von Basel ist gebrochen. Die Liga, in der die Frage nach dem Absteiger lange spannender war, als die, wohin der Meistertitel geht, bekommt endlich eine neue Dynamik. Für die Young Boys stellen sich dadurch völlig neue Fragen. Wie werden sie mit der Rolle des Titelverteidigers umgehen? Ist das Fundament, auf dem dieser Titel steht, solide genug, um diesem Druck standzuhalten? Stoff für neue Geschichten für die Club-Annalen ist jedenfalls gegeben.


https://www.derbund.ch/bern/stadt/mehr- ... y/31554987

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:05 
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Die bodenständigen Überflieger

Spektakulärer Fussball, ein smarter Sportchef und ein Ehemaliger, der Spuren hinterlassen hat: Das ist YB, der neue Meister.

Um 20:52 Uhr ist es so weit. Um 20:52 Uhr ist das Spiel gegen den FC Luzern 2:1 gewonnen und aus. Und dann sind die Young Boys Schweizer Meister.

32 Jahre haben sie auf diesen Erfolg warten müssen. 32 Jahre voller Entbehrungen und Enttäuschungen, voller Hoffnungen und Rückschläge, mit Gratwanderungen am finanziellen Kollaps und verspielten Titeln, wüsten Machtkämpfen und verbrannten Millionen. Nun brechen alle Dämme.

Dass die Berner am Ziel sind, hat seine Logik und ist nichts als verdient. Niemand ist diese Saison mutiger, überzeugender, offensiver, spektakulärer, geschlossener, gereifter, stabiler aufgetreten als sie, kurz: Sie sind die Besten gewesen, mit Abstand.

Der Anteil von Fredy Bickel

Natürlich wirkt ihre Überlegenheit noch eindrücklicher, weil die Gegner Fehler gemacht haben. Allen voran gilt das für den FC Basel, der mit seinen Lehrlingen in Chefpositionen innert kurzer Zeit seine Dominanz der vorangegangenen acht Jahre verspielt hat. Das soll die Qualität der Arbeit der ­Berner nicht schmälern. Nach dem tumultuösen Herbst 2016, als ­Fredy Bickel als Sportchef abgesetzt wurde, haben sie endlich zur Ruhe gefunden. Das hat viel mit Bickels Nachfolger Christoph Spycher zu tun, mit seiner ebenso ausgleichenden wie bestimmten Art. Unter ihm sind die Puzzleteile ans richtige Ort gefallen, die vorher teilweise noch verstreut herum gelegen waren.

Bickel wurde vorgeworfen, zu teuer gewirtschaftet zu haben. Mag sein. Fakt ist trotzdem: Mit Von Bergen, Benito, Nuhu, Mbabu, Sulejmani, Sanogo, Hoarau hat er die Spieler nach Bern gelockt, die jetzt das Herz der Mannschaft bilden, Spieler auch, die unbeeindruckt von der Last der Geschichte geblieben sind. Und Bickel hat auch Adi Hütter als Trainer verpflichtet.

Als Hütter im Herbst 2015 zu YB kam, spürte er, dass der absolute ­Erfolgshunger fehlte. Er spürte, man war schon zufrieden, ein Spiel ­gewonnen zu haben. Aber ihm hat das nicht gereicht. Für ihn geht es darum, Titel zu gewinnen. Nur ­darum. Er ist keiner für die Galerie, er sagt selbst, er wolle den Leute nicht als Grossmaul in Erinnerung bleiben, sondern als Trainer, von dem es heisse, er habe dem Club ­weitergeholfen und Spuren hinterlassen. Das hat er jetzt geschafft.

Letzthin ist Spycher gefragt worden, was denn sei, wenn YB gar das Double gewinne. «Dann wird die Zeit nicht stillstehen», hat er gesagt. Es ist auch genau diese Bodenständigkeit, die YB wieder gross gemacht hat.


https://www.derbund.ch/bern/kanton/Die- ... y/20114818

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:12 
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Meister-Tainer Adi Hütter

«Endlich haben wir diesen Fluch besiegt»

«Veryoungboysen ist kein Thema mehr!», so Hütter. Und sogar Johann Schneider-Ammann ist euphorisch.

Die Momente mit Gänsehaut-Garantie sind nicht rar an einem Tag, an dem alle Dämme brechen. Zum Beispiel als 40 000 – oder sind es mehr? – ihre gelb-schwarzen Schals schwenken und aus Patent Ochsners «Scharlachrot» den Soundtrack zum Titel machen. Gelb-Schwarz statt Scharlachrot.

Auch die gesammelte Berner Prominenz jubelt. Zum Beispiel Autor Pedro Lenz («Der Goalie bin ig»), ein mehr als bekennender YB-Fan: «32 Jahre hoffen und bangen. Ein Leidensparcours sondergleichen, der endlich endet!»

Auch Züri-West-Sänger Kuno Lauener, früher YB-Beirat, stellt ungläubig fest: «Jetzt bin ich sehr glücklich, aber auch erleichtert. Am allermeisten freut es mich für Marco Wölfli. Er ist mein Held!» Auch für Bundesrat Johann Schneider-Ammann sind die Stars in kurzen Hosen Helden: «Wir sind Schweizer Fussballmeister! YB zum Zwölften. Da schwingt Berner Stolz, Berner Leistungswille, Berner Kämpferherz, Berner Siegeswille mit.» Und wir stellen fest: Das ist ja richtige Euphorie, Herr Magistrat! YB hat eben alles auf den Kopf gestellt.

Hoarau gedenkt Rihs

Im Stadion verliert auch Trainer Adi Hütter kurzzeitig die Fassung: «Endlich haben wir diesen Fluch beendet. Endlich ist Veryoungboysen kein Thema mehr. Auch bei mir sind für einen Moment alle Dämme gebrochen. Das hat einen unglaublich schönen Platz in meinem Herzen.» Und der Monsieur? Guillaume Hoarau? Der Mann, der YB einen Pokal versprach und Wort hielt? Der zeigt wieder, welch grossartiger Mensch er ist: «Wie gut tut denn das! Ich denke aber auch an Andy Rihs und an Max Urscheler, denen es nicht mehr vergönnt war, das mitzuerleben. We love you all!»

Mittlerweile ist es halb elf. Der x-te Aufruf des Stadionspeakers, nicht zu sehr zu drücken. Und bitte den Rasen doch ganz zu lassen. Den brauche es noch für den Cupfinal. Und wieder wird «Scharlachrot» angestimmt. Oben auf dem Balkon des Presidents Club zeigt sich das Team. Es läutet die erste Freinacht ein. Es sollen drei werden. Die letzte am 27. Mai. Nach dem Cupfinal. Nach dem Double.


https://www.blick.ch/sport/meister-tain ... 18467.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:19 
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Der Tag der grossen Befreiung: Die Young Boys sind zum ersten Mal seit 32 Jahren Schweizer Fussballmeister

YB ist nach dem 2:1-Sieg gegen Luzern zum ersten Mal seit 32 Jahren Schweizer Fussballmeister. Der Titel ist nach Jahren des unendlichen Versagens eine Erlösung für die ganze Stadt. Lesen Sie in unserem Kommentar, wie es dazu gekommen ist, dass YB den FC Basel entthront hat.

Es ist vollbracht. YB ist Schweizer Meister. Zum ersten Mal seit 32 Jahren. Das 2:1 gegen Luzern ist der letzte Schritt zum Titel. Um 20:51 Uhr, als der Schlusspfiff ertönt, bebt Bern. Es ist der Startschuss für eine unvergessliche Nacht.

Nach langen, langen Jahren des Wartens ist der Tag der grossen Befreiung also gekommen. Was ist passiert? Seit dem September 2016, als bei YB letztmals Machtkämpfe tobten, ist der Verein auf ziemlich beeindruckende Art und Weise auferstanden. Der erste Meistertitel seit 1986 ist ein verdienter Lohn dafür.

Das Meisterstück gelang Sportchef Christoph Spycher in der Winterpause. Während es beim Konkurrenten FCB noch einmal viele tiefgreifende Veränderungen gab, gelang es Spycher, alle Leistungsträger davon zu überzeugen, bei YB zu bleiben. Die Gelegenheit, gemeinsam Historisches zu erreichen, überzeugte alle. Prompt schuf YB die entscheidende Differenz auf Basel in den ersten Wochen der Rückrunde.

Dem Schweizer Fussball tut es mit Bestimmtheit gut, nach acht Jahren der Basler Dominanz, einen neuen Meister zu haben. Dass die erhoffte Spannung aber auch in dieser Saison nicht wirklich zurückkehrte, weil der entthronte Meister zu sehr mit sich selbst beschäftigt war, ist indes ein kleiner Wermutstropfen. Doch das kümmert an diesem YuBel-Wochenende in Bern niemanden.

Wer sind die tragenden Figuren dieser Mannschaft, die vom umsichtigen und souveränen Trainer Adi Hütter so hervorragend eingestellt wurde? Viele! Es ist ein Titel des Kollektivs. YB offenbarte über die ganze Saison kaum Schwächen. Natürlich hatten einige Spieler Formschwankungen, aber es war immer jemand da, um einzuspringen. Hoarau, Assalé, Nsame und Sulejmani haben alle über 10 Tore erzielt, Fassnacht 9. Vor allem aber das Gerüst von YB viel stabiler als in den Jahren zuvor. Wenn einer herausgehoben werden muss, dann wohl Captain Steve von Bergen. Ihm gelang – was kaum einer erwartet hatte – eine herausragende Saison. Zudem ist er auch neben dem Platz der absolute Leader.

Das alles hatte zur Folge, dass es YB gelang, eine Konstanz in die wöchentlichen Leistungen zu bringen. Die Ausrutscher gegen die sogenannt „Kleinen“ der Liga hielten sich in engen Grenzen – einmal von der Nachbarschaftshilfe an den FC Thun abgesehen.

Für die emotionalste Geschichte in diesem YB-Meistertrubel sorgt Marco Wölfli. Lange musste er mit dem Ruf leben, nichts gewinnen zu können. Nun durfte er in der Rückrunde plötzlich wieder im Tor stehen, weil sich David von Ballmoos an der Schulter verletzte. Und Wölfli hielt sich bravourös. Dass er mit seinem gehaltenen Penalty gegen Luzern die Schlussoffensive einläutete, passt ins Bild.

Und doch gibt es bei aller Freude auch eine traurige Geschichte. YB-Besitzer Andy Rihs, der so viele Millionen in YB investiert hatte, verstarb nach schwerer Krankheit noch bevor der Titelgewinn definitiv war. Man hätte ihm, der ein so grosses Sportherz hatte, diesen letzten Triumph gegönnt.

So ein bisschen nervös war YB schon an diesem grossen Tag. Die ersten 45 Minuten gegen Luzern gehörten gewiss nicht zu den besten dieser Saison. Unmittelbar nach der Pause fiel gar das 0:1. Wie sich das Team danach aber nochmals besann und immer weiter Druck machte, bis die goldenen Tore fielen, war aber dann eben auch typisch für diese Saison der Berner.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132492240

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:22 
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29.04.2018

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YB Schweizermeister: Ganz Bern im schwarzgelben Freudentaumel

32 Jahre mussten die Bernerinnen und Berner auf einen Meistertitel ihres Fussballclubs Young Boys (YB) warten. Am Samstagabend hat YB seine langjährige «Titelresistenz» abgelegt. Die Nerven der Fans wurden nicht geschont.

Erst kurz vor Schluss konnte sich YB den Sieg gegen Luzern und damit den Meistertitel sichern. In der Berner Innenstadt verfolgten hunderte Bernerinnen und Berner den Match auf Fernsehbildschirmen. Wo immer eine Bar oder ein Restaurant den Match übertrug, bildeten sich grosse Menschentrauben.

Fast das gesamte Spiel lang wurden die Fans von ihrer Mannschaft auf die Folter gespannt. Die Stimmung bei den Fans in der Innenstadt war angespannt, aber ruhig.

Als kurz vor Schluss der Siegtreffer fiel, gab es aber kein Halten mehr. Die Fans lagen sich in den Armen und feierten den lange erhofften Meistertitel ihrer Mannschaft.

«Meischter, Schwiizermeischter» skandierte die Menge. Überall in der Stadt krachten Feuerwerk und Knallkörper. Autokorsos fuhren hupend durch die Strassen.

Die Stadt Bern hatte für den Fall einer Meisterfeier am Samstag Freinacht erklärt. In den Beizen dürfte der Meistertitel bis in die frühen Morgenstunden begossen werden.

Die Bernerinnen und Berner fieberten schon den ganzen Tag dem Match entgegen. Schon am Nachmittag zogen die ersten Fans durch die Innenstadt Richtung Stadion. Die gelbschwarzen YB-Leibchen der Fans dominierten das Strassenbild.

Rund eine Stunde vor Matchbeginn waren die Trams Richtung Wankdorf platschvoll. Fangesänge hallten durch die Stadt. Vor dem Stadion herrschte ein riesiges Gedränge. Knirpse, Eltern, Jugendliche und ältere Semester fieberten gleichermassen dem Matchbeginn entgegen. Auch bekannte Köpfe wie der Berner Spitzenschwinger Christian Stucki standen geduldig in der Warteschlange für Einlass ins Stadion.


http://www.fm1today.ch/yb-schweizermeis ... mel/759825

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:25 
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29.04.2018

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Ein Basler Schnitzelbank, eine blutige Nase und eine «fucking Legende» - YB feiert den Titel

Nach dem Titelgewinn des BSC Young Boys zeigen sich im Stade de Suisse Bilder, die in Basel in den letzten Jahren nicht mehr denkbar waren. Eindrücke von der Meisterfeier in der Bundesstadt Bern, die ihre Ruhe für einen Moment verloren hat.

Marco Wölfli nimmt keine Rücksicht. Er steigt in der Kabine der Young Boys aus dem Pool, füllt einen Eimer voll Wasser, so gross wie eine Basler Fasnachtstrommel, und schüttet den Inhalt in Richtung der Medienschaffenden. Und gleich noch einen hinterher. Es gibt an diesem Abend kein Mass mehr. Für gar nichts.

Viele müssen in diesem Moment der Euphorie Deckung suchen, die Mobiltelefone und Laptops und Kameras, mit denen das alles festgehalten werden will, sind ernsthaft in Gefahr.

Den Goalie des BSC Young Boys, ausgestattet mit einer gelbschwarzen Uhr und einer gelbschwarzen Sonnenbrille, interessiert das freilich nicht. Wölfli ist seit gut einer Stunde Schweizer Meister, zum ersten Mal überhaupt hat er einen Titel gewonnen in seiner Karriere, in der er doch eigentlich zur Personifizierung des Berner Misserfolgs der letzten Jahre geworden ist.

Jetzt, nach diesem Abend und dem Sieg gegen Luzern, bei dem er mit seiner Penaltyparade den Weg zum Triumph ebnete, ist Wölfli endgültig zum Berner Helden geworden. Oder wie der junge Mann von Radio Gelbschwarz bei der Präsentation der Meistermannschaft 2018 später sagen sollte: «Er ist eine fucking Legende!»

Ein Blumentopf mit Gold überzogen dient als Meisterpokal
Längst steht die Kabine der Berner unter Wasser, Champagner und Bier. Beim Spind von Steve von Bergen, dem in die Jahre gekommenen Captain, der eine fabelhafte Saison spielt, steht eine grosse, goldene Schale. Vielleicht ein Symbol für den Meistertitel, der schon so lange in der Luft liegt und in der 32. Runde Tatsache wurde. Kevin Mbabu, der Aussenverteidiger, schmückt sich inmitten seiner durchnässten Mitspieler mit einem anderen Symbol: Er trägt eine Imitation des Meisterpokals verkehrt herum auf dem Kopf, gebastelt aus einem Blumentopf aus Plastik, umhüllt mit goldener Folie.

Tanzchoreographien wechseln sich ab mit dem Spiel der Muskeln, die einige der Berner Meisterfussballer oben ohne und mit aufgesetzten Skibrillen zum Besten geben. Typisches Gebaren von Männern eben, die in diesem Moment endorphindurchflutet ihren Emotionen freien Lauf lassen. Der Duft von Alkohol liegt in der Luft, Zigarettenrauch mischt sich in das olfaktorische Erlebnis, und Chlor vom Pool, den die Spieler irgendwann zusammen mit Wölfli verlassen.

Dann, nach Wölflis Wasserangriff auf die Presse, wird es ruhig. Ein Mann betritt die in Gelbschwarz gehaltene Kabine. Und auf ihn hören alle, ihm hängen alle an den Lippen, als er zu einem Monolog ansetzt.

Es ist Hans-Ueli Rihs. Zehn Tage zuvor hat der YB-Investor seinen Bruder Andy verloren, den anderen Investor. Hans-Ueli Rihs wendet sich an die Mannschaft und sagt: «Was ihr geschafft habt, berührt mich». Er habe in den letzten Tagen seines Bruders immer wieder mit ihm über die Young Boys geredet: «Andy durfte mit der Erkenntnis einschlafen, dass wir dieses Jahr Meister werden.»

Stürmer Guillaume Hoarau küsst den 73-Jährigen auf die Wange. Und die Mannschaft begann den Investor nach dessen emotionaler Rede zu feiern.

Die Berner haben den Titel erstmals seit 32 Jahren gewonnen. Weil Jean-Pierre Nsamé in der 90. Minute den notwendigen Sieg mit dem Tor zum 2:1 sicherte. YB ist erst der dritte Meister in der Super League, seit die Liga in dieser Form 2003 geschaffen wurde. YB löst Basel nach acht Titeln in Serie ab.

Wie das Gros der 31’200 Zuschauer nach diesem sporthistorischen Ereignis den Rasen stürmte, gab ein Bild ab, das in Basel in den letzten Jahren nicht mehr denkbar war. Weil sich am Rhein eine gewisse Erfolgssättigung eingestellt hatte und die Feierlichkeiten, die Fussballbern jetzt entdeckt, zur Gewohnheit geworden waren.

In Bern mussten die Sicherheitskräfte alles aufbieten, damit die Absperrungen zwischen den Fans und der Mannschaft nicht weggedrückt wurden. Die Feier im Stadion blieb aber ohne gröbere Zwischenfälle.

Nur der Stadionsprecher war besorgt und bat die Fans immer und immer wieder, mit der Unterlage vorsichtig umzugehen: «Wir haben hier noch einen Cupfinal zu spielen!» YB winkt am 27. Mai im Final gegen den FC Zürich der zweite Titel dieser Saison.

Emotionaler können die Geschehnisse dann kaum verlaufen. Dafür war die Dramaturgie an diesem Samstagabend zu kitschig: Luzern war in Führung gegangen, YB glich per Elfmeter durch Guillaume Hoarau aus. Dann hielt Wölfli einen Elfmeter und schliesslich fiel der Siegtreffer Sekunden vor dem Abpfiff. Wölflis Mitspieler Leonardo Bertone sagt mit dem Übermut des Siegers: «Er ist der beste Goalie auf der ganzen Welt.»

Wölflis Chef Adi Hütter, der im Stadion mit grossen Plakaten zum «Trainergott» erhoben wurde, sagt zum Moment des Abpfiffs: «Ich weiss nicht mehr, wohin ich gerannt bin. Es ist einfach wahnsinnig, wenn der Gaul mit einem durchgeht. Wir haben eine riesen Geschichte geschrieben.»

Erstmals hat der Österreicher ausserhalb seines Heimatlandes einen Titel gewonnen. während Spieler Loris Benito, der einst Meister in Portugal war, die Meisterpremiere in seinem Heimatland feiert: «Ich habe meinen Freunden und meiner Familie gesagt, dass sie mich in den nächsten vier Tagen nicht suchen sollen. Ich weiss nicht, wo ich sein werde.»

Benito war in der Rückrunde kaum mehr wegzudenken. Genauso wenig wie Hoarau, der inzwischen mit 14 Treffern an der Spitze der Torschützenliste steht. Der Franzose sagt nach dem Titelgewinn in gebrochenem Deutsch: «Ich bin tot, aber unglaublich stolz. Ich liebe einfach dieses Spiel.» Es sind die einzigen Worte, die zu verstehen sind in der lauten Atmosphäre auf dem Feld, wo sich irgendwann einige Fans zur Mannschaft durchgekämpft haben und geregelte Interviews unmöglich sind.

Nur Christoph Spycher lassen die Fans in Ruhe sprechen. Der 40-Jährige, noch keine zwei Jahre Sportchef bei YB und damit in dieser Funktion nur wenig erfahrener als Basels Sportchef Marco Streller, sagt mit der Ruhe, die ihm eigen ist: «32 Jahre habt ihr alle auf diesen Titel gewartet. Und jetzt habt ihr das bekommen, was ihr alle verdient. Macht die Nacht zum Tag.»

Bis um Mitternacht waren die meisten Fans in der Stadt angekommen. Einige von ihnen bestritten den Weg dahin zu Fuss, überholt wurden sie von einem Feuerwehrfahrzeug, das die Sirene einschaltete und über ein Megafon die Menge mit «Hopp YB» beschallte. Eine kleine Fussgängergruppe hatte einen Torpfosten aus dem Stade de Suisse mitgehen lassen, trug diesen und bot so einem Betrunkenen stützenden Halt.

Andere waren mit dem Tram unterwegs in Richtung Stadtzentrum. Eines war derart vollgestopft, dass es einer jungen Frau vor Angst die Tränen in die Augen trieb. Eine Station nach dem Stadion verschaffte sich ein Mann mit Nachdruck Zugang zum Tram, was in einer kleinen Schlägerei mündete und eine blutige Nase zur Folge hatte.

Für Aufheiterung sorgte in diesem Moment der legendäre Basler Schnitzelbank der Anggebliemli von 1973: «Drämmli uff di wart y nämmli», sang eine kleine Gruppe YB-Fans in Basler Dialekt – zu Ehren des FC Basel, dem Unterlegenen in diesem Meisterrennen.

Auch das waren Szenen einer Nacht, die nichts als Freude in die Bundesstadt trug.

Zur Sicherheit mal die königliche Hochzeit ankündigen

An mehreren Orten in der Stadt bildeten sich feiernde Gruppen. Eine eigentliche Meisterfeier mit einem einzigen Hotspot, wie das in Basel der Barfüsserplatz ist, gab es aber zumindest bis um Mitternacht nicht. Und was in dieser Nacht alles passieren sollte, wussten viele Menschen noch immer nicht.

Die Stadt hatte im Vorfeld nichts geplant, aber eine Freinacht bewilligt. Bern kennt solche zwar von den Titeln der Eishockeyaner des SC Bern. Aber was das im Falle eines Fussballtitels heisst, weiss die Stadt nach drei Jahrzehnten ausbleibenden Erfolgs nicht mehr. Zumindest sagten das verschiedene Betreiber von Gastronomiebetrieben in der Innerstadt.

Eine Barchefin, eingekleidet mit dem vom Bruder ausgeliehenen Trikot des einstigen YB-Stürmers und aktuellen Chefscouts Stephane Chapuisat, hatte keine Ahnung, wie viele Gäste sie erwarten solle. Aber vielleicht ist ihre Bar ohnehin nicht der richtige Ort für Fussballfeierlichkeiten, kündigt das Lokal doch schon jetzt an, am 19. Mai die königliche Hochzeit zwischen dem englischen Prinzen Harry und seiner Verlobten Meghan Markle live zu übertragen.

Naturschauspiele und die verbannte Ruhe

Da bietet sich die Kleine Schanze eher an, dieser Gastronomiebetrieb mit Aussenbereich ganz in der Nähe des Bundeshauses. Der Wirt glaubte am Nachmittag zwar noch nicht, dass viele Fans sein Lokal aufsuchen würden. Nur wissen konnte er es nicht, schliesslich ist so nahe an der Bundesterrasse doch alles möglich, wenn man dem Berner Chansonnier Mani Matter und seinem Lied «Dynamit» Glauben schenken will.

Von der Bundesterrasse aus waren am Nachmittag bei bestem Wetter die Berner Alpen zu sehen, mit der Jungfrau als prominenter Spitze. Wenige Meter unter der Terrasse fliesst die Aare hindurch, dieses Berner Wahrzeichen, dessen Meander der Stadt ihr spezielles landschaftliches Bild verleiht. Beide Naturschauspiele strahlten Stunden vor dem Titelgewinn eine Ruhe aus, die in Bern an diesem Abend aus der Stadt verbannt wurde.


https://tageswoche.ch/sport/geklauter-t ... 32-jahren/

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YB-Fans feiern auf dem Rasen

«Wie 32 Jahre Sex ohne Orgasmus»

Die Erlösung der Berner Fans nach dem ersten Meistertitel seit 1986 ist riesig. Wir haben die Emotionen eingefangen.

Die besten Zitate vom Rasen des Stade de Suisse:

- «Ich hatte letzte Nacht einen Traum: Wölfli hält einen Penalty und wir gewinnen 2:1. Und was ist passiert? Wölfli hat einen gehalten und wir haben gewonnen!»
- «Es ist wie 32 Jahre lang Sex ohne Orgasmus – und dann ‹chlöpfts› auf einmal.»
- «Ich bin schon zweimal zu früh aufs Feld gerannt, sie mussten mich holen. Jetzt bin ich kurz vor einem Herzinfarkt.»
- «Schwiizer Meister! SCB ... ah nein, YB!»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... e-orgasmus

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Die YB-Helden tanzen halbnackt auf dem Balkon

Die YB-Fans feiern. Die Berner sind Schweizer Fussballmeister.


http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/YB-17987870

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Das sind die erstaunlichsten Fakten zur YB-Meistersause

BernMehr als eine halbe Million Fernsehzuschauer, glückliche Bierverkäufer und ein lädierter Rasen im Stade de Suisse: Hier kommt die Bilanz der Berner Freinacht.

Die Stadt war voll mit Ghüder

Wo kräftig gefeiert und getrunken wird, da fällt viel Abfall an: 3,5 Tonnen mehr Ghüder als an einem normalen Wochenende mussten die Putzequipen am Morgen nach der Meisterfeier aufräumen. Es handelte sich wenig überraschend vor allem um viele Flaschen, Dosen und Scherben, teilt das Tiefbauamt der Stadt Bern auf Anfrage mit.

Wie jeden Sonntagmorgen standen 1elf Mitarbeiter im Einsatz, einzig in den Aussenquartieren wurden zur Unterstützung weitere vier Leute aufgeboten, die eigens wegen des YB-Meistertitels ausrückten.

Eine halbe Million Zuschauer vor den Fernsehern

Das Spiel am historischen YB-Abend lockte nicht nur tausende Fans ins Stadion, sondern auch vor den Fernseher: SRF teilt auf Anfrage mit, dass durchschnittlich 337'000 Fussballfans den Match am Bildschirm verfolgt haben, dies entspricht einem Marktanteil von 30,5 Prozent. Den Spitzenwert gab es kurz vor dem Schlusspfiff, als 554'000 Personen zugeschaltet waren (Marktanteil: 38,8 Prozent).

In der Halbzeitpause stieg der Wasserverbrauch markant an

Zur Halbzeitpause deutete noch nichts auf einen YB-Sieg gegen den FC Luzern hin: Es stand nach wie vor 0:0. Wie auch immer: Vielen Zuschauern kam die Pause gelegen, sie nutzten die 15 Minuten, um sich auf der Toilette zu erleichtern. Dies zeigt eine Grafik, die von Energie Wasser Bern eruiert wurde: Während der Halbzeitpause stieg der Wasserverbrauch in der Stadt Bern signifikant an – um rund 5000 Liter pro Minute. «Der Anstieg ist sicherlich auf die Halbzeitpause des Spiels zurückzuführen», sagt Raphaël Wyss, Medienverantwortlicher bei Energie Wasser Bern.

Der Rasen muss nicht ausgewechselt werden

Einer der Hauptakteure dürfte noch ein paar Tage brauchen, um sich von den Folgen der Meisternacht zu erholen: der Kunstrasen. Ihm sieht man die Folgen der unzähligen Pyros, Stumpen und tanzenden Füssen an. «Momentan ist putzen, flicken und ausbessern angesagt», erzählt YB-Platzwart Michiel van der Tuin.

Um die Brandlöcher herum würden 20-Zentimeter-Rasenstücke herausgeschnitten und danach neue eingeleimt. Insgesamt um die 50 solcher beschädigten Stellen weise der Rasen auf, bestätigt YB-Sprecher Albert Staudenmann. Die gute Nachricht: «Er hat zwar einen Kater, wie andere Bernerinnen und Berner nach dieser Wahnsinns-Party vermutlich auch. Aber ersetzt werden müssen nur kleine Einzelstücke.» Die Fachleute von YB seien nun daran, gemeinsam mit Mitarbeitern der Sportplatzfirma Bächler + Güttinger den Rasen wieder auf Vordermann zu bringen.

«Beim Heimspiel gegen Lugano in knapp zwei Wochen wird er wieder tadellos sein», versichert YB-Sprecher Staudenmann. Via Facebook wendet sich der Club an die Souvenirjäger dieser denkwürdigen Nacht. YB fordert sie auf, erbeutete Andenken wie Eckfahnen oder Softbanden doch im Tausch gegen ein Meister-Shirt zurückzubringen, falls es Zuhause dafür zu eng sei.

Das Bier floss in rauen Mengen

Für die Bierbrauer war das Wochenende in Bern äusserst lukrativ: «Wir gehen davon aus, dass im Stade de Suisse am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag 70'000 Liter Bier konsumiert wurden», sagt Gabriela Gerber, Mediensprecherin der Feldschlösschen AG.

Auch die Berner Brauerei Felsenau profitierte von der Meister-Party. Zwar durfte diese im Stade de Suisse kein Bier verkaufen, setzte aber auf dem Quartierplatz vor dem Stadion, im Breitenrain und in der Innenstadt «mehrere tausend Liter» ab, wie Verkaufsleiter Pierre Dubler bestätigt. Die Besucher der Turnhalle im Progr hätten «den Vogel abgeschossen», so Dubler weiter.

Ungefähr 500 Leute haben das Fussballspiel auf Grossleinwand in der Turnhalle geschaut – und dabei fast alle Biervorräte leergetrunken. «Ende letzte Woche haben wir die Biervorräte im Progr aufgefüllt», so Dubler. «Normalerweise reicht das für drei Wochen – wegen der YB-Nacht müssen wir diese Woche bereits wieder nachtanken.» Acht Wochen Vorlauf brauchte die Brauerei Felsenau, um für die Meisternacht mehr Bier zu brauen.

Massenhaft Menschen in der Stadt

Eines steht fest: In der Nacht auf Sonntag waren sehr, sehr viele Menschen in der Berner Innenstadt und feierten den Meistertitel der Young Boys ausgelassen, friedlich und feuchtfröhlich. Doch: Wie viele Leute waren es tatsächlich, die in Berns Gassen feierten? Die Kantonspolizei Bern kommuniziert keine Schätzungen.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass die allermeisten YB-Fans, die das entscheidende Spiel im Stadion verfolgt hatten, anschliessend auch in der Stadt anzutreffen waren. Das Stadion war restlos ausverkauft – also waren 31'120 Fussballfans im Stadion. Zwar dürften sich einige wenige Anhänger des FC Luzern nicht an der YB-Meisterfeier beteiligt haben. Diese werden wohl aber locker durch all die Fans kompensiert, die sich das Spiel zuhause oder in der Stadt im Fernsehen angesehen und anschliessend an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten.

Schnelle Berner

Der BSC Young Boys legte die drittschnellste Meister-Entscheidung in der Geschichte der Swiss Football League (seit 2003) hin. Nur der FC Basel war zweimal noch schneller, und zwar in den Saisons 15/16 und 16/17.

20'000 BZ-Extrablätter

Bis jetzt wurden rund 20'000 Exemplare des BZ-Extrablatts zum Meistertitel verteilt. Wer noch keines ergattert hat, kann am Empfang der Redaktion am Dammweg 9 in Bern vorbeikommen und sich sein Gratis-Extrablatt sichern. Die restlichen Exemplare werden an der offiziellen Meisterfeier verteilt. Wer das Extrablatt lieber digital möchte: Das PDF dazu kann hier heruntergeladen werden.

YB-Fanartikel gehen weg wie warme Weggli

«Derzeit werden wir von Bestellungen nur so überrannt, der Ansturm auf die Meisterartikel ist riesig»: Diese Meldung erhält, wer derzeit die Website des YB-Fanshops aufrufen möchte. Die Konsequenz: Aus logistischen Gründen sind im Meistershop derzeit nur die Trikots und Meisterartikel aufgeschaltet. Das komplette YB-Sortiment kann aber weiterhin im YB-Fanshop im Wankdorf-Center und an den Heimspielen bezogen werden.

«Gerade die Nachfrage nach Trikots und Schals hat in den letzten Wochen massiv zugenommen», sagte Marc Schmidt, Verantwortlicher für den Vertrieb von Fanartikeln, am Sonntag gegenüber dieser Zeitung. Sie liegt deutlich über derjenigen der Vorjahre.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/30960053

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 22:22 
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Zitat:
Basel

«Man kann nur gratulieren»

Seit Samstagabend ist es offiziell: YB ist Schweizermeister 2018. Das ist hart für den Serienmeister FCB, aber dieser gratuliert dem Rivalen.

Während die Berner Innenstadt Samstagnacht voll war, sich die Menschen in den Armen lagen und die gelbschwarze Masse ihre Helden feierten, war es vor dem gestrigen Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun rund ums Joggeli eher ruhig. Trauern die Basler dem verpassten Meistertitel nach?

Nichts als Gratulationen

Telebasel hat sich bei den Fans und auch bei den Spielern des FCBs umgehört, da ist aber nicht viel Trauer vorhanden. Gratulationen werden nach Bern geschickt, fast jeder scheint es den Hauptstädtern nach 32 titellosen Jahren zu gönnen. Die Bilder der Meisterparty «tun weh» sagt Raphael Wicky, aber es ist klar: Keiner hat diese Saison den Meistertitel mehr verdient als YB.

Fans und Spieler gratulieren dem BSC YB zum Titelgewinn. Nur die U10 des FCB kann sich mit dem Schweizermeister Young Boys nicht wirklich abfinden. «Nächste Saison greifen wir wieder an.»


https://telebasel.ch/2018/04/30/man-kan ... atulieren/

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