Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 71 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5 ... 8  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 14:46 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
meischter, meischter, schwizermeister !!!! :clap:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:10 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
«Wenn der Gaul mit einem durchgeht»

Riesige Freude bei den Young Boys nach dem 2:1-Sieg über Luzern und 12. Meistertitel. Spieler und Trainer zeigen sich in Interviews überwältigt.

Kurz nach Spielende stand Steve von Bergen für ein Interview vor die Teleclub-Kamera. «Das kann man nur im Sport erleben», sagte der Verteidiger. Angesprochen auf Torhüter Marco Wölfli meinte er: «Seine Geschichte ist so schön!» Unmittelbar darauf betonte von Bergen, wie stolz er auf die Mannschaft sei. «Ich finde keine Worte, das ist einfach Wahnsinn, Wahnsinn!», frohlockte der 34-Jährige daraufhin. Er verspüre nur Emotionen. «Wir haben die ganze Saison gekämpft – unglaublich, das haben wir uns verdient», fügte der ehemalige Nationalspieler noch an.

«Ich kann es nicht realisieren», sagte Christian Fassnacht. Der 24-Jährige fand vor lauter Glücksgefühlen kaum Worte. Einen kurzen Moment hält der Flügelspieler inne und lobt dann den Gegner: «Luzern hat es uns extrem schwer gemacht.» Zumal sein Team etwas unter Druck gestanden sei. «Weil der Rahmen für eine Meisterfeier heute stimmt.» Fassnacht gab zwar zu bedenken, dass jeder gewusst habe, welche Qualität in der Mannschaft stecke. «Unbewusst haben wir uns doch Druck gemacht», gab er offen zu.

Wölfli findet kaum Worte

Jean-Pierre Nsame, der in der 89. Minute den siegbringenden Treffer zum 2:1 erzielte, sprach gegenüber SRF von einem «hochverdienten Erfolg». «Wir haben alle sehr, sehr hart gearbeitet und alle sind mitgezogen», hob der Mittelstürmer hervor. Anschliessend kommentierte er seinen erfolgreichen Torschuss: «Ich kann nicht in Worte fassen, dass ausgerechnet ich für die Entscheidung gesorgt habe.»

Von den Emotionen überrumpelt war auch Marco Wölfi beim Kurz-Interview mit Teleclub. «Ich weiss gar nicht, was dazu sagen», meinte der Goalie zum in der 76. Minute mirakulös parierten Penalty. «Es ist einfach genial» – mehr konnte der 35-Jährige im Freudentaumel nicht mehr von sich geben, auch weil gleichzeitig er mit dem Öffnen einer Champagnerflasche beschäftigt war.

«Wie im Film»

Meistertrainer Adi Hütter erlebte die Partie als «absoluten Krimi». Vor dem Anpfiff hatte er betont, wie wichtig es sei, dass die Mannschaft an ihre Stärken glaube. «Wir müssen Souveränität und Qualität zeigen – und uns auf das Wesentliche konzentieren», hatte seine Vorgabe gelautet. Nachdem die Mannschaft diese erfüllte, ging der Österreicher im Gespräch mit SRF zuerst auf die Glanztat des Torhüters beim Penalty der Luzerner ein: «Wölfli hält uns im Spiel und dann macht Jean-Pierre, der so wichtig für uns ist, das entscheidende Tor.» Danach seien alle Dämme gebrochen. «Auch bei mir», schmunzelte der 48-jährige Coach.

«Wie im Film» wähnte sich während dem Spiel auch Guillaume Hoarau. Und der Streifen endete für alle Berner im Happy-End. Auf SRF gab der Stürmer abschliessend eine Liebeserklärung an alle YB-Fans und die Stadt Bern ab. Diese wird in der Nacht auf Sonntag mit Sicherheit ausgiebig erwidert.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --21716806

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:31 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Skibrillen, Duschen und eine «fucking Legende»

von E. Tedesco, Bern - Wie aus einem Wolf ein Party-Löwe wird. YB feiert den ersten Meistertitel nach 32 Jahren und ganz Bern ist ausser Rand und Band.

Marco Wölfli steigt aus dem Whirlpool in der YB-Kabine, schöpft dabei einen Eimer voll Wasser und verpasst den Fotografen und Kameraleuten eine herzhafte Dusche. Dabei grinst der YB-Keeper vergnügt über das ganze Gesicht, als die Medienschaffenden ihr teures Equipment in Sicherheit bringen müssen.

Der Kult-Keeper hat es geschafft. Er ist seit wenigen Augenblicken Schweizer Meister. Es ist sein erster Titel - mit fast 36 Jahren. Dabei war seine Karriere eigentlich schon zu Ende. Die jungen Keeper Yvon Mvogo und David von Ballmoos haben den Routinier auf die Ersatzbank verdrängt. Dann aber verletzte sich Von Ballmoos im Winter schwer. Wölfli ist bereit für sein Comeback und spielt eine starke Rückrunde.

Pudelnass, streng nach Bier und Champagner riechend tanzt Wölfli in den Katakomben. Ausstaffiert mit einer gelbschwarzen Sonnenbrille, einer gelbschwarzen Uhr und YB-Dächlikappe pafft er an einer Zigarre, als er sagt: «Als ich den Ball nach dem Penalty in der Hand hatte, wusste ich: Jetzt schaffen wir es. Man hat in der ganzen Mannschaft, im ganzen Stadion gespürt – jetzt ziehen wir es durch! Es ist eine unglaubliche Geschichte.»

Ein falscher «Chübel» mit Goldfolie

Die Garderobe steht längst unter Bier und Wasser. Kassim Nuhu leert eine Dose Gerstensaft über Sekou Sanogo. Kevin Mbabu und Loris Benito tanzen mit aufgesetzten Skibrillen auf den Bänken. Captain Steve von Bergen schüttelt eine Flasche Champagner, während Wölfli mit einer Plastikimitation des «Chübels», umwickelt mit goldener Folie, posiert und ausgelassen herumhüpft.

«Ich war in den letzten Minuten richtig geladen. Einer der Jungs hat gerufen: Jetzt erst recht! Es ist einfach nur phänomenal», sucht Wölfli mit rauer Stimme nach Worten, die seine Emotionen nur annähernd beschreiben können. Noch rauer wie sonst schon. «Die ganze Energie des Stadions ist auf uns übergesprungen», sagt er weiter. Vor allem, nachdem Wölfli das Feuer mit einer Heldentat schürte.

Titel-Thriller mit Hitchcock-Drehbuch

In der 76. Minute lenkt Wölfli einen Penalty von Luzerns Gvilia mirakulös an die Latte und wird zum Hauptdarsteller in diesem Titel-Thriller, den der Fussball am Samstag im Stade de Suisse schreibt. Ausgerechnet er, der doch eigentlich zur Personifizierung der Berner Niederlagen geworden ist. Zur Symbolfigur für «veryoungboysen». Das ist nun kalter Kaffee. Der Moderator und Mann von Radio Gelbschwarz stellt den Goalie bei der Spieler-Präsentation auf dem Balkon mit den Worten vor: «Er ist eine fucking Legende!»

«Ich habe immer daran geglaubt und so wie es jetzt geendet hat, ist es ein Märchen. Aber es ist nie um mich gegangen, sondern immer um YB. Und ich sage es auch jetzt wieder - nicht ich habe gewonnen, YB hat gewonnen.» Wölfli nimmt einen Zug von der Zigarre. Dann dreht er sich um und muss auf die Knie gehen. Zwei kleine Wölflis sausen auf ihn zu. Seine Söhne Rio (5) und Yuri (3) sind seine grössten Fans und wollen dem Papa natürlich auch gratulieren. Noch ein Küsschen für Mama Manuela – und dann muss Wölfli aber auch schon weiter. Minuten später taucht er wieder auf – mit zehntausenden Fans ausgelassen tanzend und singend auf dem Balkon des Stade de Suisse.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/16944816

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Das BZ-Extrablatt zum YB-Meistertitel

DownloadDie Young Boys sind Schweizer Meister – das muss gefeiert werden. Die BZ tut dies mit einem Extrablatt.

32 Jahre hat Bern auf einen Meistertitel von YB warten müssen. Am Samstagabend war es nun endlich soweit. Die Berner Zeitung hat aus diesem Anlass ein 22-seitiges Extrablatt zur Meisterschaft produziert, das Sie hier https://files.newsnetz.ch/upload/1/7/172268.pdf downloaden können.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21754579

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Der lange Weg zurück an die Spitze – eine Geschichte in fünf Kapiteln

Die Fussballer der Young Boys werden die Saison 2017/18 auf Rang 1 beenden. 32 Jahre nach dem letzten Meistertitel. Und nach Jahren tiefer Abstürze, lang anhaltenden Depressionen und grossen Verheissungen.

Die Young Boys feiern den Meistertitel, nach 32 Jahren des Wartens, vor allem aber nach Monaten der Ruhe. Oftmals war es anders gewesen in den letzten drei Jahrzehnten, es gab Macht- und Überlebenskämpfe, Träume und Tristesse, Aufbruch und Abbruch – und das 2005 eröffnete neue Stadion als Rettung. Über drei Jahrzehnte YB in fünf Kapiteln.

1986–1993: Erfolgs- und Transferjahre

Rudolf Baer war der letzte meisterliche YB-Präsident, ein Unternehmer, ein Stehaufmännchen aus dem Schweizer Detailhandel, auch beruflich nicht gegen Abstürze gefeit. Baer und seine Adlaten geschäfteten zwischen 1980 und 1993 mit YB. Wegen fehlender Transparenz wusste man nie, inwiefern er Geld gab. Und inwiefern er Geld nahm. Baer wehrte sich zwar gegen Vorwürfe. Aber nie mit offengelegten Zahlen.

Und es klang ein Lied an, das in Bern Bekanntheit erlangen sollte: wichtige YB-Geldgeber ohne Berner Dialekt, früher Baer, später die Brüder Andy und Hans-Ueli Rihs; kaum Transparenz, 1990 wie 2018.

Baer übernahm 1980 den überschuldeten Klub vom Berner Anwalt Ralph Zloczower, der später Präsident des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) werden sollte. In der Ära des Zürcher Unternehmers Baer wurde YB 1986 letztmals Schweizer Meister, 1987 letztmals Cup-Sieger, und es war 1988 letztmals Europacup-Viertelfinalist gegen Ajax Amsterdam. Er sagte einmal: «Wenn’s zu ruhig wird, werde ich unruhig.»

Von ihm stammen auch die Weisheiten: «Alles geht immer irgendwie weiter, und alle sind ersetzbar.» Ihm nicht genehmen Journalisten konnte er auf edlem Briefpapier, das mit seinem Namen und der Adresse «Villa Monbijou, 3145 Niederscherli» gezeichnet war, trocken entgegnen: «Dass Sie sich mit gewissen Zusammenhängen schwertun, ist ja bereits bekannt.» Und Baer war es auch, der junge Studenten in Berner Bars und Restaurants mit seinem Portemonnaie beeindruckte. Es kam vor, dass Baer eine 1000er-Note in der Hand hielt, als er die Rechnung übernahm. Im Portemonnaie waren noch andere solcher Noten zu sehen.

Baer stand zunächst für eine Erfolgsgeschichte im Schweizer Klubfussball. Und für ein konsequent angewandtes Modell, das ihn nachträglich sozusagen zum Wegbereiter von Bernhard Heusler machte, der den FC Basel mit vielen klugen Transfers zu acht Meistertiteln in Serie (2010 bis 2017) führen sollte. Baer verpflichtete über die Jahre Nordländer wie Lars Lunde und Robert Prytz, die das Meisterteam 1986 prägten; später Hasse Holmqvist, Anders Limpar, Roger Ljung oder den Deutschen Peter Közle. Er liess sie für YB spielen und verkaufte sie für einen Millionenbetrag weiter zu Bayern München (Lunde), zu Uerdingen (Prytz), nach Italien (Holmqvist, Limpar) oder zu GC (Közle). Der Verein galt als Durchlauferhitzer, als An- und Verkaufs-GmbH, als Karussell.

Das ist kein neues Lied im Schweizer Fussball: Spieler kaufen, verkaufen, Geld verdienen, Löcher stopfen.

Rudolf Baer scheute sich dabei nicht, die Deals vor allem über einen Kanal abzuwickeln. Der deutsche Spielervermittler Dieter Langhans stand YB während Jahren treu zur Seite. Auch das ist kein neuer YB-Song. Der Klub kettete sich in den Baer-Jahren ähnlich an einen Agenten wie viele Jahre später, als er 2010 fast Meister wurde und den direkten Draht zum Spielervermittler Jean-Bernard Beytrison pflegte. Auch Langhans verdiente mit, war lange Zeit zwar eine sichere YB-Bank, aber auch ein Klumpenrisiko. Einst sagte er, der seinem Draht in den Norden folgte: «In Afrika ist’s heute so, morgen wieder anders.» Oder: «Ich habe Freunde auf der ganzen Welt.»

Im Rückblick ist der Grund des krassen YB-Niedergangs, der in den frühen 1990er Jahren begann und bis zum Abriss des alten Wankdorfs 2001 fast nicht zu stoppen war, von betörender Trivialität. Das Baersche Transfer- und Finanzierungsmodell kam zuerst ins Stocken und bald zum Stillstand.

Der Vorbote der Implosion war der Cup-Final 1991. YB gegen den FC Sion, 50 000 Zuschauer im Wankdorf, brütend heisser Nachmittag, rauschartige Atmosphäre. Die Berner führten zur Pause 2:0, doch danach verloren sie zuerst die Übersicht und danach das Spiel 2:3. Der YB-Norweger Lars Bohinen, vorgesehen für einen baldigen Baer-Transfer, stand kraftlos und mit rotem Kopf auf dem Platz. Der FC Sion erstürmte unter der Leitung des Trainers Enzo Trossero YB, dessen Trainer Martin Trümpler wie paralysiert auf Wechsel verzichtete.

Weber gegenüber dem «Tages-Anzeiger» um Fassung und wollte «den Trainer nicht in die Pfanne hauen». Über Bohinen sagte Weber: «Er nützte der Mannschaft überhaupt nichts mehr.» Und was hat er zur Trainerbank geschrien, was verlangt? «Das, was meiner Meinung nach bitter nötig gewesen wäre: einen zusätzlichen Verteidiger.»

Der Final ging verloren, und einträgliche Transfers gab’s keine mehr, schon gar nicht mit Bohinen. Vielleicht noch Leihgeschäfte.

«Ich will als Profitrainer nicht das Image, mit mir könne man alles machen.»

Zum Knall, der letztlich zum Rücktritt Rudolf Baers führte, kam es im Herbst 1993. Als Baer den Polen Piotr Nowak unmittelbar vor dem Europacup-Spiel gegen Celtic Glasgow über seine Schaltstelle Langhans für 700 000 Franken nach Dynamo Dresden verkaufte, brachte er die Berner Fussballwelt gegen sich und Langhans auf: das Publikum, die Medien, den Trainer, den Sportchef und die Spieler. Martin Weber hoffte, dass «dieser Langhans nie wieder einen Fuss ins Wankdorf setzt». Der Trainer Trümpler wehrte sich offen in den Medien. Danach sagte er dazu: «Ich will als Profitrainer nicht das Image, mit mir könne man alles machen.»

Nowak, der Anfang Dezember 1992 mit einem unvergessenen Tor den grossen und von Leo Beenhakker trainierten GC in die damalige Auf-/Abstiegsrunde verbannt hatte, ging auch deshalb Knall auf Fall, weil YB im Herbst 1993 akute Liquiditätsengpässe bedrängten. Baer führte mit Banken Gespräche über Zusatzkredite, zudem war im Kanton Bern eine Solidaritätsaktion geplant. Schon im Sommer 1992 war in YB-Spielerkreisen wegen ausstehender Lohnzahlungen von Streikdrohungen die Rede, die sich im Frühling 1993 wiederholten. Die durchschnittliche Zuschauerzahl im Wankdorf ging von 8700 (1988) auf 5200 (1993) zurück. Die Probleme summierten sich.

Baer vermochte das Schiff nicht mehr auf Kurs zu halten und trat im September 1993 zurück. Sein vierseitiger Abschiedsbrief ist legendär. Er verteidigte das heute in der Schweiz angewandte Transferkonzept, sich selber, Langhans und schloss mit den Worten: «Nach den massiven Vorwürfen an meine Person, der zwischenzeitlich von breiten YB-Kreisen ablehnenden Haltung gegenüber meinem Transferkonzept, ist mein Rücktritt sicherlich verständlich.»

Als Baer im emotionalen und ökonomischen YB-Durcheinander zurücktrat, konnte niemand wissen, wie lange sich der Klub davon nicht erholen würde.

1993–2001: Zwei Abstiege und lange Depression

Was YB nach Rudolf Baer und zwischen 1993 und 2001 erlebte, war schwer erträglich. Nicht punktuell, sondern jahrelang. Elend griff um sich, sportlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Die Protagonisten der andauernden Depression flüchteten sich in Fatalismus, Ironie und Zynismus, permanent das drohende Ende vor Augen.

«Bei YB kannst du eigentlich nicht Sportchef sein, weil du nichts kaufen kannst», sagte der Sportchef Jean-Marie Conz 1995 in akuter Geldnot. Conz war mit YB 1986 als Captain Meister geworden. «In Bern musste ich über jeden Spieler froh sein, der zum Training kommen konnte», sagte der Trainer Martin Trümpler über seine am Ende von Streikdrohungen begleitete YB-Zeit, nachdem er 1994 nach Lausanne gewechselt hatte. «YB wandelt auf einem Messer, das geschliffen ist. Und wenn YB fällt, wird es zerstückelt», befand ein Berner, der 1994 interimistisch die YB-Führung übernahm.

Nur ärgste Defaitisten hätten Ende 1993 zu prophezeien gewagt, in welchen Turbulenzen sich YB nach der Ära des Präsidenten Rudolf Baer wiederfinden würde. Und vor allem: Wie viele Jahre diese anhalten würden. Anfang 1994 wurde im «Bund» eine Luftaufnahme mit dem gefüllten Wankdorfstadion abgedruckt. Darunter standen die Worte: «Die Strukturbereinigung bei YB soll möglichst bald wieder zu einem vollen Wankdorfstadion führen.» Weit gefehlt.

Stattdessen schien der Niedergang kein Ende nehmen zu wollen. Die Berner stiegen 1997 und 1999 in die zweitoberste Spielklasse ab, siechten als hoffnungsloser B-Klub vor sich hin und erdauerten zig Trainerwechsel. Stockdunkel war’s, wirr, chaotisch, hoffnungslos. Selbst das Abschiedsspiel des YB-Idols Martin Weber geriet zum Schauermärchen. Im Juni 1995 fanden sich 1500 Zuschauer im Wankdorfstadion ein, um dem langjährigen Captain nach 16 Jahren und 499 YB-Spielen letztmals die Ehre zu erweisen. YB verlor gegen Yverdon 0:1. Es war zum Heulen.

Ein halbes Jahr zuvor hatte das Fachblatt «Sport» über YB geschrieben: «Derzeit erklingen die Töne in Moll. Zudem ist das Klavier verstimmt, und es fehlen einige Tasten.» Man meinte damals, YB könne nicht mehr tiefer im Sumpf versinken. Aber es ging immer weiter hinab, und aus Betroffenen wurden reihum Schwarzmaler.

Präsidenten gaben sich die Türklinke in die Hand. Der Radiologe Peter Cerny und eine Crew wollten YB mittelfristig als «nationalen Spitzenklub» und in der «europäischen Elite» etablieren. Weltfremder geht’s nicht.

Sie scheiterten ebenso wie der Blechdosenfabrikant Peter Siegerist, der sich als «Kämpfernatur» und «Fundamental-Arbeiter» beschrieb, der einmal sagte, er sei in der Aare schwimmen gegangen und dabei von allen erkannt worden – «in Bern kennen mich alle»; der schroffe Unternehmer Peter Morgenthaler, der sich in Machtkämpfen aufrieb; oder der in der Wohnwagen- und Reisemobilbranche tätige Martin Maraggia. Hilflosigkeit und Not waren gross, blieben gross. Alle brachten, brauchten und verloren Geld. 1996 sagte ein YB-Kenner: «Im Gespräch mit dem YB-Präsidenten ändert sich das Defizit des Klubs jede Minute um mehrere hunderttausend Franken.»

Der YB-Blues trieb sonderbarste Blüten. 1996 meldete sich Christian Constantin. Der Generalunternehmer und Präsident des FC Sion witterte Geschäfte mit dem zur Debatte stehenden neuen Stadionbau in Bern und stellte YB eine Bankgarantie von 1,2 Millionen Franken in Aussicht. Eingelöst wurde das nie. «Ich komme doch nicht nach Bern, gebe Geld und verschwinde wieder», sagte Constantin. Die YB-Seite konterte, dass Constantin «kein ehrlicher Handelspartner» sei und Informationen an die Boulevardmedien weitergereicht habe – «trotz Stillhalteabkommen». Das kommt einem irgendwie bekannt vor.

In dieser dunklen Zeit gingen YB-Vertreter zum überzeichneten «mea culpa» über, indem sie öffentlich sagten, «überhaupt nichts mehr im Griff zu haben». Als dem Klub wegen einer nicht vorhandenen Spielerlizenz von der Liga zu allem Ungemach noch drei Punkte abgezogen wurden, nannte der temporäre Sportchef Jürg Wittwer, einer der YB-Meister von 1986, einen Lokaljournalisten ein «verräterisches Dreckarschloch». Es kam auch vor, dass der YB-Sportchef Roland Schönenberger, auch er einer der Meister von 1986, nach einer Niederlage gegen den SC Kriens «am liebsten gleich alle Spieler zum Teufel gejagt hätte».

Ähnlich äusserte sich Roger Läubli, einer der vielen YB-Trainer. Nach einem besonders bitteren YB-Match sagte Läubli einmal, dass YB «blinde Kuh» gespielt habe. Sportliche Not wurde stets von ökonomischem Elend überlagert. Das eine führte zum anderen. Und umgekehrt. Jahrelang kursierten Geschichten über mehrmonatige Lohnrückstände des Personals. Das wollte nicht aufhören und mündete in endlose Streikdebatten.

In gewissen Zeiten hatte YB das, was heute manchmal GC hat: defizitäre Heimspiele. Es gab so viele Sammelaktionen, bis die YB-Hilferufe nicht mehr gehört wurden. Es gab ein Stadtfest, das Geld in die chronisch leeren YB-Kassen hätte spülen sollen; stattdessen wurde ein 100 000-Franken-Defizit eingefahren. YB litt unter Dauerschulden, hatte permanent Lizenzprobleme und wurde Ende 1999 ausgerechnet vom FC Luzern gerettet.

«Bei YB kann niemand mit jemandem.»

Leute um den FC Luzern schossen einen Millionenbetrag ein, und Albert Koller, der Präsident des FC Luzern, wurde tatsächlich zum YB-Sanierer. Koller ortete in Bern schnell «zwischenmenschliche Probleme» und sagte im Jahr 2000 in einem Interview im Berner Lokalfernsehen mit Luzerner Dialekt: «Der Kari kann mit dem Seppi nicht, und der Seppi kann mit dem Kari nicht.» Und noch das: «Bei YB kann niemand mit jemandem.»

Die absurde Intervention Constantins und der Zugriff des FC Luzern war nicht auf das Tun barmherziger Samariter zurückzuführen. Nein, da wollte jemand an einem exorbitanten Bauwerk mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Franken partizipieren. Im Hintergrund bahnte sich um die Jahrtausendwende allmählich der Neubau des Wankdorfstadions an, der im Sog des 2001 eröffneten St.-Jakob-Parks schliesslich zum YB-Retter werden sollte. Federführend in Basel wie in Bern war die Marazzi-Generalunternehmung, die sich in Bern lange zurückhielt, die YB-Depression verdeckt als Zuschauer verfolgte und dem paralysierten und traumatisierten Klub jeweils so viel Sauerstoff zuführte, dass er knapp überlebte.

Die lange hoffnungslose Geschichte wurde erst 2001 gestoppt. Die Mannschaft stieg wieder in die obersten Spielklasse auf, das Wankdorfstadion wurde abgebrochen, und YB fand im Neufeld-Stadion am Rand der Stadt eine neue temporäre Heimat. Es war, als könnte der Klub mit dem Abbruch des alten Wankdorfs einen fast zehnjährigen Fluch abschütteln.

2001–2005: Auftrieb dank Stadionbau

Am 7. Juli 2001 fand letztmals ein Fussballspiel im alten Wankdorf statt, YB - Lugano, 1:1. Nach dem Schlusspfiff zerlegten und plünderten Fans, was zu zerlegen und zu plündern war, auf einer Leinwand erschien der Schriftzug «Auf Wiedersehen bis 2004» – in drei Jahren also sollte das neue Stadion bezugsbereit sein, es war nicht der letzte Irrtum auf dem Weg in die Zukunft. Die «Sonntags-Zeitung» schrieb: «Das Wankdorf starb zusammen mit YB ganz langsam vor sich hin, ganz nahe der vollendeten Hoffnungslosigkeit.» Anfang August folgte die Vollendung der Hoffnungslosigkeit: 23 Kilogramm Sprengstoff jagten das Wankdorfstadion in die Luft.

YB zog ins Provisorium im Neufeld, an einer anderen Ecke der Stadt, ein kleines Stadion, man rückte zusammen. Der Sportchef Fredy Bickel und der Trainer Marco Schällibaum verkörperten gewisse Volksnähe, sie wohnten in einer WG, 800 Franken soll die Miete gekostet haben, Trainer und Sportchef als beispielhafte Sparfüchse. YB lebe auf kleinem Fuss, hiess es oft, es bleibe keine Wahl – und doch kamen prominente Verstärkungen, 2002 wechselten die Stürmer-Legende Stéphane Chapuisat und Joël Magnin zu YB.

An Magnins Transfer zeigten sich Konfliktlinien, die YB in der Neufeld-Zeit prägen sollten. Im Mai 2002 übernahm Peter Jauch die Geschäftsleitung der Stadion Wankdorf Management AG und entpuppte sich als finanzieller Hardliner und Konterpart zu Bickel und Schällibaum. Es zeichnete sich ab, dass der Einzug ins neue Stadion erst mit einem Jahr Verspätung möglich würde, auf Wiedersehen bis 2005. Jauch rechnete vor, ein Mehrjahr im Provisorium koste 15 Millionen Franken, wegen tieferer Ticketpreise und weniger Sponsoringeinnahmen. Im Interview mit der «Berner Zeitung» sagte er: «Magnin ist insgesamt einfach zu teuer.» Oder: «Es nützt doch nichts, wenn Schällibaum quengelt.» Und: «Das Geld fliesst nicht wie Wasser aus Indien.»

Auf den Holzbänken im Neufeld blieb ein Schuss Romantik, intern herrschten Misstrauen und Intrigen, Vorwurf um Vorwurf. Es gab Streit um Transfers und Verträge, es ging um Magnin, um die armenischen Publikumslieblinge Harut Vardanjan und Artur Petrosjan, um das einheimische Talent Johan Vonlanthen. Zeitungsredaktionen bekamen Magnins Vertrag zugespielt, Ende 2002 folgte eine Hausdurchsuchung auf der YB-Geschäftsstelle, die Jauch angeordnet hatte und Bickel destabilisieren sollte. Spätestens von da an galt Jauch bei den YB-Fans als Feindbild, Machtkampf gewonnen, Sympathien verloren. Bickel ging, bald darauf stellte der Untersuchungsrichter das gegen ihn eröffnete Verfahren betreffend Urkundenfälschung und ungetreue Geschäftsbesorgung ein; in der Medienmitteilung schrieb das Untersuchungsrichteramt den Namen des Spielers Vardanjan falsch.

Im Sommer 2003 ging Schällibaum zu Servette, ohne Bickel war er isoliert. Vardanjan folgte ihm, Jahre später musste er wegen der Beteiligung an Einbrüchen ins Gefängnis; 2013 schrieb der «Blick», Vardanjan verkaufe nun Zigaretten und Kaugummi in einem Kiosk in Frankreich.

In der Saison 2003/04 oblag die sportliche Leitung dem Trainer Hans-Peter Zaugg und dem Sportchef Reto Gertschen. Das Geld war immer wieder Thema, das knappe Geld, das strukturelle Defizit. Die Saison 2003/04 beendete YB auf Platz 2, im Niemandsland für sich, 13 Punkte hinter Basel, 20 Punkte vor Servette, Torschützenkönig: Chapuisat. YB durfte an der Qualifikation für die Champions League teilnehmen; auf die Frage, ob die Stadion AG die finanzielle Unterstützung deshalb vergrössere, sagte Jauch: «Die Champions League ist eine Gratwanderung, die nicht nur in den siebten Himmel, sondern auch ins Grab führen kann – wobei man dem Grab näher ist als dem Himmel.» YB blieb am Boden und am Leben, scheiterte an Roter Stern Belgrad – und behauptete sich als Platz für Possen.

Wenige Monate vor dem Einzug ins neue Stadion kam ein neuer Sportchef, Marcel Hottiger, nicht sehr renommiert. In der Aussicht auf steigende Einnahmen durfte Hottiger auf dem Transfermarkt wirbeln, Anfang Juni gab’s eine gross angekündigte Pressekonferenz, ein Lokalradio spekulierte, ob Rivaldo zu YB komme, brasilianischer Weltmeister, einst bei Barcelona. Und es kam Tiago Calvano, auch Brasilianer, zuvor in Barcelonas zweiter Mannschaft, angeblich mit Erfahrung in der Champions League. Kurz darauf schrieb die «Berner Zeitung», Tiago habe nie in der Königsklasse gespielt. Hottiger entgegnete: «Ich habe Dokumente, die beweisen, dass Tiago zwei Partien in der Champions League gespielt hat.» Und Tiago selber sagte: «In der Champions League habe ich nie gespielt.»

Bald darauf stellte YB einen neuen Spieler vor, von dem alle wussten, dass er in der Champions League gespielt hatte: Hakan Yakin, der Regisseur des Nationalteams. YB schien der Hoffnungslosigkeit entronnen, auch dank dem gewichtigsten Zuzug, der schon Mitte März getätigt worden war: Damals war der Hörgeräte-Unternehmer Andy Rihs als Investor eingestiegen. Die Stadion-AG hatte von der Jahrtausendwende bis 2005 mindestens 25 Millionen einschiessen müssen, damit sich YB überhaupt ins neue Stadion zu retten vermochte. Und Rihs sagte nun: «Man hat anderswo gesehen, wozu blinde Investitionen führen können. Das ist nicht der Weg, den wir gehen möchten.» Es kam anders.

2005–2010: Verlorene Finalissimas

Auf Wiedersehen bis 2005 also – am 16. Juli fand das erste Spiel im neuen Wankdorfstadion statt, YB - Olympique Marseille, 2:3. Wobei: Wankdorfstadion? Das YB-Stadion hiess ab 2005 Stade de Suisse, womit sich einige Fans bis heute nicht abgefunden haben – wenn sie ein Spiel besuchen, gehen sie ins Wankdorf, wie immer schon.

Aber bei allem Trotz und Retro-Hang: Plötzlich war alles anders und neu, etwa der Stadion-CEO, Stefan Niedermaier, ein Thuner, der Peter Jauch ersetzte, die Ärmel hochkrempelte und sagte: «Wenn ich einen auf der Mistgabel habe, weiss der es.» Er handelte, wie er redete, klar und direkt. Niedermaier machte YB moderner, unter seiner Führung fand plötzlich ein «Ladies Day» statt, ein «Kid’s Day», ein «Christmas Special». Niedermaier vereinfachte überholte Strukturen und schaffte sich Freunde wie Feinde. Noch nach zwei Jahren gab es Leute, die die Nase rümpften und sagten, Sport sei im Stade de Suisse, pardon: Wankdorf, nur noch Nebensache, es gehe um Marketing und Geld, YB sei nicht weiter als 2005.

Aber YB kam weiter als 2005. Es brach die Phase an, die für Jahre die sportlich und kommerziell erfolgreichste werden sollte – es resultierten zwei Cup-Finals (2006, 2009), aber beide gingen verloren, und drei zweite Ränge in der Meisterschaft, aber zwei verlorene Finalissimas (2008, 2010). Man will nicht wissen, wie viele Macht- und Grabenkämpfe stattgefunden haben im Stade de Suisse zu dieser Zeit. Der Neufeld-Trainer Hans-Peter Zaugg musste schon nach wenigen Monaten im neuen Stadion gehen, Gernot Rohr ersetzte ihn und sah sich nach einem knappen Jahr auch schon entlassen, der Sportchef Marcel Hottiger ebenso.

Es waren Geschichten von wechselnden Seilschaften, wer zu wem hielt und wie lange und warum. Der Kurzzeit-Trainer Rohr sagte einmal: «Es gibt strukturelle Unklarheiten. Es ist nicht klar, wer die Nummer eins ist.» Es gab den einheimischen CEO Niedermaier, der immer mehr Bedeutung gewann, auch in sportlichen Fragen, im engen Austausch mit dem Spielerberater Jean-Bernard Beytrison. Es gab aber auch den Vorgänger Jauch, der bis Anfang 2008 im Verwaltungsrat blieb und Einfluss nahm, und den Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig, der jahrelang dabei war und sich immer mehr Anerkennung wünschte, bei den Fans aber ähnlich unbeliebt war wie Jauch. Und es gab Andy Rihs, der mit seinem Bruder Hans-Ueli die Aktienmehrheit übernahm und früher oder später gerne Rendite gesehen hätte.

«Bei der Bank, Gopfriedstutz.»

Es ist eine Eigenart dieses YB-Rihs-Konstrukts, dass keine Zahlen offengelegt werden. Aber es ist durchaus anzunehmen, dass die Berner unter Niedermaier mit der Zeit zumindest keine Verluste einfuhren. Es gab den einen oder anderen Abgang, der Millionensummen einbrachte (Steve Gohouri, Kamil Zayatte); und es gab den Verkauf von Kader Mangane nach Lens, der 5 Millionen Franken in die Kasse spülte, obwohl ihn YB erst kurz zuvor für einen Zwanzigstel dieser Summe von Xamax abgekauft hatte – eine seltsame Wertsteigerung, die manche von einem abgekarteten Spiel reden liess. Es wurde zu einem Running Gag, dass sich YB-Fans fragten, wo denn wohl die Mangane-Millionen seien – Niedermaier sagte dazu einmal: «Bei der Bank, Gopfriedstutz.»

YB erhöhte die Werbeeinnahmen und steigerte die Zuschauerzahlen, der Mix von Neufeld-Groove und Modernität gab dem Klub etwas Kultiges. 2008 gab Züri West nach einem Spiel im Stade de Suisse ein Konzert – als «The Häberlis», in Verehrung des YB-Stürmers Thomas Häberli. Und im Sommer folgte ein wegweisender Personalentscheid.

Der Trainer Martin Andermatt musste nach nur drei Meisterschaftsspielen gehen, Vladimir Petkovic ersetzte ihn und sagte: «Ich will mit YB Meister werden; je früher, umso besser.» Petkovic hatte keine Trainererfahrung auf höchstem Niveau, und manche Leute sahen seine grösste Besonderheit noch darin, dass er bis vor kurzem als Sozialarbeiter gearbeitet hatte.

Petkovic stellte das System von heute auf morgen um und liess YB fortan in einem 3-4-3 spielen. Es resultierte spektakulärer Fussball, manche Spieler waren wie geschaffen für diese Idee, etwa der Ivoirer Seydou Doumbia, der über den Rasen flitzte und Tore schoss, als sei er für nichts anderes nach Bern gekommen. Die Fans widmeten ihm ein Lied, «Doumbia My Lord», nach der Vorlage von «Kumbaya My Lord», und der Lord selber sagte fast in jedem zweiten Satz: «Voilà quoi.»

Voilà quoi, so ist es halt. Das Scheitern 2010 war monumental, die Young Boys sahen lange wie der sichere Meister aus, doch es brauchte wenig, um sie aus der Ruhe zu bringen, ein unruhiger Winter, mit den Abgängen von Doumbia (für viel Geld zu ZSKA Moskau) und Gilles Yapi (ablösefrei zum FC Basel). Beide wechselten erst im Sommer, Unruhe kam doch schon auf.

Und nachdem der Titel im letzten Moment nach Basel gegangen war, plante Niedermaier die Zukunft. Aber die Investoren hatten plötzlich ganz andere Pläne, wie sie Meister werden wollten, je früher, umso besser.

2010–2018: Langer, teurer Weg zum Titel

Nachdem YB seit 2010 dreimal Rang 2 belegt hatte, sagte der Besitzer Andy Rihs im September 2016, soviel er wisse, sei YB in den letzten sechs Jahren viermal die Nummer zwei gewesen. Rihs hatte einst auch gesagt, er habe Christian Gross «sicher nie» als YB-Trainer vorgeschlagen. «Ich habe einfach gehört, dass das einer sein soll, der kommen möchte.» Oder: Im Fussballgeschäft sei er, Rihs, ein «Banause».

So führte der Milliardär Rihs YB über lange Jahre. Es hatte etwas Vertrauensvolles, wie er die Verantwortlichen gewähren liess, immer wechselnde Statthalter, die ihm heute zu diesem rieten und morgen zu jenem – aber es war auch ein Verhängnis. Nachdem YB 2010 das Meisterrennen verloren hatte, gab es Umsturz um Umsturz.

Zuerst läutete der Verwaltungsrat die sogenannte Phase 3 ein, was nach einer jahrelang ausgeklügelten Strategie klang, vielen Menschen aber unbekannt war. In Wirklichkeit ging es darum, Stefan Niedermaier zu entmachten, noch heute ist hier und da von einem Putsch die Rede. Der CEO war für den altgedienten Verwaltungsrat Benno Oertig ein Rivale geworden, einflussreicher, beliebter – aber Oertig gewann den Machtkampf, die fern von Bern stationierten Rihs-Brüder liessen sich überzeugen.

«Für die Young Boys sollen nicht Schweizer Massstäbe gelten.»

Niedermaier musste gehen, von heute auf morgen, eine Woche vor den Champions-League-Play-offs gegen Tottenham. Für Niedermaier kam Ilja Kaenzig, einst in Leverkusen und Hannover, dann Sportchef beim «Blick» – und er sagte: «Für die Young Boys sollen nicht Schweizer Massstäbe gelten. Wir wollen die Besten kopieren. Wir denken in Szenarien, die es in der Schweiz noch nicht gegeben hat.»

Diese Szenarien schafften es nie in die Verwirklichung oder blieben Aussenstehenden unerkannt. Innert kurzer Zeit änderte auf Führungsebene fast alles, Hansruedi Hasler, der langjährige Direktor des Schweizerischen Fussballverbands, kam als Technischer Direktor. Der x-fache GC-und-Basel-Meistermacher Gross übernahm 2011 das Traineramt, Kaenzig bezeichnete ihn als «Titelversprechen» – Ende April 2012 indes musste er schon wieder gehen, nachdem das Team gründlich umgebaut worden war, natürlich auch nach Gross’ Geschmack.

Plötzlich hiess es, Gross sei zu streng, zu laut, zu fordernd, Befürworter wollte niemand mehr so richtig sein. Grotesken und Schmonzetten durften auch nicht fehlen: Alain Baumann etwa, dem Sportchef aus der Ära Niedermaier, wollte YB Ende 2010 künden, doch weil er in den Ferien war, ging die Kündigung zurück an den Absender. Ende Januar informierte YB offiziell über Baumanns Abgang, er erfolge im gegenseitigen Einvernehmen.

Auf gegenseitiges Einvernehmen legten die Berner bei der nächsten Trainerwahl besonders viel Wert, es gab Befürworter für Murat Yakin oder den Dänen Michael Schönberg – und die Wahl fiel auf Martin Rueda, der in der höchsten Liga bisher Aussenseiter wie Aarau und Lausanne trainiert und in 56 Spielen 13-mal gewonnen hatte.

Bei YB gelangen ihm in 26 Spielen 8 Siege, danach folgte die Trennung, was inzwischen nicht mehr Kaenzig verantwortete – er war Ende Oktober 2012 entlassen worden, laut Rihs nach Rückmeldungen der Berner Verwaltungsräte. Die sportliche Leitung ging von Kaenzig zu Fredy Bickel über, der mit dem FC Zürich dreimal Meister geworden war. Gleichwohl sagte er bei seiner Präsentation, in den letzten Jahren sei kaum ein Tag vergangen, an dem er nicht an YB gedacht habe.

Ruedas Nachfolger gab Bickel am 1. Juni 2013 bekannt, am selben Tag, als der GC-Trainer Uli Forte in der NZZ sagte: «Wir haben in dieser Saison ein Fundament gelegt, jetzt bauen wir weiter.» Der neue YB-Trainer? Forte.

Die ersten fünf Meisterschaftsspiele gewann Forte allesamt, und überhaupt blieb die Phase nach der Ausrufung der Phase 3 nicht gänzlich ohne Glanz: In europäischen Spielen gelangen (Teil-)Erfolge gegen Tottenham, Getafe, Stuttgart, Udinese, Napoli oder Schachtjor Donezk. Aber es gab eben auch die anderen Seiten: wiederkehrende Cup-Blamagen gegen Le Mont, Buochs oder Winterthur.

Und Sommer für Sommer ein Theater: 2015 entliess YB kurz nach dem Meisterschaftsstart Forte, nach längerer Suche kam Adi Hütter; 2016 musste Bickel gehen, nach grösserem Chaos kam Christoph Spycher, aufgewachsen in Oberscherli, nicht allzu weit weg von Baers «Villa Monbijou, 3145 Niederscherli».

Bei Bickels Entlassung offenbarte sich die ganze Schwäche des YB-Rihs-Systems: Die Besitzer-Brüder hörten wieder auf neue Einflüsterer, vor allem auf den neuen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler, einen Basler, der verkündete, es sei unrealistisch, den FC Basel anzugreifen, und überhaupt: YB brauche keinen Sportchef.

Damit machte er sich in Bern so gut wie unmöglich, es kam zu so etwas wie einem Rücktritt im gegenseitigen Einvernehmen, die Young Boys schlitterten in die wohl grösste Imagekrise seit dem Einzug ins Stade de Suisse, obwohl sie, na ja, einige Male Zweite geworden waren.

Aus diesen Trümmern also sind die Young Boys auferstanden, über diesen langen Weg sind sie gekommen, 32 Jahre danach – und 13 Jahre nach Rihs’ Einstieg als Investor. Wie hatte er im März 2005 gesagt: «Man hat anderswo gesehen, wozu blinde Investitionen führen können. Das ist nicht der Weg, den wir gehen möchten.» Und wie sagte er im September 2016: 50 Millionen Franken habe ihn YB bisher gekostet, «50 Kisten». Anderthalb Wochen vor dem Titelgewinn starb Rihs, es war die letzte und tragischste Wendung dieser Geschichte.

Vieles ist anders gekommen, als viele immer wieder dachten. Aber vermutlich brauchte es jeden Menschen und jeden Schritt, dass diese Geschichte von 32 Jahren wurde, was sie ist – eine Geschichte für die Ewigkeit.


https://www.nzz.ch/sport/yb-die-zaubermaus-ld.1369862

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:46 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Mbabu gibt den Ton an

So feiert YB in der irren Meisternacht

YB ist Meister, YB ist im Freudentaumel. Nach den Feierlichkeiten im Stadion gehts für die Meisterhelden im Klub Du Théâtre weiter.

In Bern herrscht nach dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren der Ausnahmezustand. «Es ist eine Traum. Es ist ein Märchen.» Die Fans ringen nach Schlusspfiff mit den Worten.

YB-Sportchef Christoph Spycher sagt: «Ganz Bern hat auf diesen Moment gewartet.» Und fordert: «Die Spieler sollen die Korken knallen lassen und die Nacht zum Tag machen.»

Gesagt, getan! Nach der Feier im Stade de Suisse mit den Fans gehts für die YB-Meisterhelden weiter in den Berner In-Klub Du Théâtre. Hier sind die besten Bilder:

Bild



https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 17705.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Das Meisterzeugnis: Fünf Spieler verdienen sich die Bestnote

Die Geschichte der YB-Meistersaison 2017/2018 ist auch die Geschichte der Meisterspieler. Eine Einzelkritik.

Das Märchen vom Wölfli, die glorreiche Rückkehr nach dem Grounding von «Air France» und die Entdeckung des dribbelstarken Dauerbrenners Assalé: Die Geschichte der YB-Meistersaison ist auch die Geschichte der Meisterspieler

Bei allen Partien der Young Boys in der Super League, im Europacup und im Schweizer Cup (ab Achtelfinal) wurden die Spieler ab 20 Minuten Einsatzzeit auch in dieser Saison von der Berner Zeitung benotet. Der Notenschnitt aus all diesen Begegnungen hat aber nichts mit mit dem Meisterzeugnis zu tun. Hier geht es um den Gesamteindruck der Meisterspieler in dieser überaus erfolgreichen Saison.

Jeder Fussballer, der mindestens sechs Pflichtspiele für YB bestritten hat, erhält eine Note. Deshalb sind auch Yoric Ravet und Sven Joss, die nicht mehr in Bern spielen, dabei. Auch sie haben im letzten Sommer und im Herbst ihren Teil zur ersten Meisterschaft der Young Boys seit 1986 beigetragen.

Die Beurteilung der Akteure wurde von der Fussballredaktion vorgenommen. Bei einigen Fussballern war das gar nicht so einfach. Einer wie Jean-Pierre Nsame hätte für seine Leistungen in der Vorrunde die Note 6 verdient – im Frühling kam er aber selten zum Einsatz, weil Topscorer Guillaume Hoarau wieder fit war. Für Hoarau wiederum müsste man wegen dessen herausragender Performance in der Rückrunde im Grunde genommen eine eigene Notenkategorie einführen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18763008

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Sogar der FC Basel verneigt sich

Tausende gratulieren YB auf Twitter zum Meistertitel. Besonders stolz sind auch die Berner Behörden.

Auf Social-Media-Kanälen ist der BSC Young Boys hoch im Kurs, seit der Club am Samstagabend den Meistertitel gewonnen hat. Hier eine Auswahl von Reaktionen aller Art auf Twitter.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/29211130

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
«Sie sind die Besten gewesen, mit Abstand»

YB's Meistertitel hat nichts mit der Schwäche des FC Basel zu tun – Die Berner überzeugten und dominierten in dieser Saison die Liga und haben die Verlierermentalität abgelegt. Eine Presseschau.

Lange mussten die Berner Young Boys auf einen Titel warten. Der letzte Meistertitel datiert vom 24. Mai 1986, ein Jahr später wurden sie Cup-Sieger. Nach Jahren tiefer Abstürze und verpasster Chancen ist YB nach 32 Jahren nun wieder die Nummer 1 und hat das Image des ewigen Zweiten abgelegt. Der Begriff des «Veryoungboysen» dürfte nun endlich der Vergangenheit angehören. «Der Bund» schlägt sogleich eine neue Wortschöpfung vor:

«Mit der Wortschöpfung «Veryoungboysen» wurde die Unfähigkeit, einen Titel zu gewinnen, je länger je mehr schon fast kultiviert. (...) Bis an diesem 28. April 2018, kurz vor neun Uhr, als Jean-Pierre Nsame das späte 2:1-Siegtor gegen Luzern erzielte und das ausverkaufte Stade de Suisse erbeben liess. Augenblicke später war Schluss und YB hatte unter ohrenbetäubendem Jubel das gemacht, was sich alle in Bern seit Wochen so innig wünschten: Geyoungboyst!»

Der Gewinn der Meisterschaft habe nichts mit dem schwächelnden Serienmeister aus Basel tun und die Zukunft werde zeigen, «ob die Young Boys den FC Basel auf nationaler Ebene mit diesem Titelgewinn nur düpiert, eingeholt oder gar überholt haben», so die Kollegen aus Bundeshauptstadt. «Das ändert aber nichts daran, dass YB die Verlierermentalität abgelegt hat und aus dem grossen Schatten des FC Basel getreten ist – nicht auf zufällige, nicht auf glückliche, sondern auf überzeugende, mitunter gar spektakuläre Art.»

https://www.derbund.ch/bern/stadt/geyou ... y/24615565


«Dass die Berner am Ziel sind, hat seine Logik und ist nichts als verdient», konstatiert der «Tages-Anzeiger». Sie seien in dieser Spielzeit das beste Team gewesen. «Niemand ist diese Saison mutiger, überzeugender, offensiver, spektakulärer, geschlossener, gereifter, stabiler aufgetreten als sie, kurz: Sie sind die Besten gewesen, mit Abstand.»

https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/24969271


Laut der «Berner Zeitung» sind es der Sportchef Christian Spycher und der Trainer Adi Hütter, denen ein grosses Lob gebührt. Sie seien die Bausteine für diese wunderbaren Young Boys:

«Adi Hütter hat sein Team trotz regelmässiger Spielerabgänge ständig verfeinert und zur Nummer 1 des Landes veredelt. Die Mischung aus Routiniers und Talenten erwies sich als ideal, und man könnte nun alle Stammspieler würdigen für ihre überzeugenden Darbietungen. (...) Spycher hat die vielen kleinen Dinge richtig gemacht und sich zum Beispiel von Vertretern der teuren Mittelklasse im Kader getrennt. Seine Transferpolitik ist erstklassig. Er ist anständig und bodenständig und teamorientiert, besticht mit Kompetenz, Ruhe, Weitsichtigkeit. Spycher ist Aushängeschild und Sympathieträger der Berner.»

https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25623314


Gleicher Meinung ist das Nachrichtenportal «Watson». Spycher und Hütter hätten stets in Ruhe arbeiten können:

«Heute stehen Hütter und Spycher für eine kontinuierliche sportliche Führung. Sie arbeiten in Ruhe und mit Erfolg. Der Verwaltungsrat lässt sie arbeiten. YB hat keinen Präsidenten, der in der Fussballschweiz bekannt ist wie ein bunter Hund. Keinen Heusler, keinen Burgener, keinen Canepa, keinen Hüppi. Der Name des Namenlosen in Bern ist Hanspeter Kienberger (...).»

https://www.watson.ch/Sport/Analyse/936 ... l-beschert


Für den «Blick» ist ein anderer der Architekt des Erfolges. Der Titel verschmelze vor allem mit einem Namen: Guillaume Hoarau. «Der Franzose hat die Leistungskultur in Bern verändert. Als er hier ankam, war sein Palmarès wohl eindrücklich. Fünffacher französischer Nationalspieler. 38 Tore für PSG. (...) Hoarau ist Profi durch und durch! Er weiss die Grenze so präzis wie mit einem Skalpell zu ziehen zwischen seinen Gesangsvorträgen und dem Fussballplatz. Er zeigte eindrücklich auf, dass ein lockeres Leben als Privatmensch vereinbar ist, wenn die sportliche Hygiene stimmt. Ja dass Spass am Job leistungsfördernd ist. Und dass man ungestraft in Bern sagen darf: Ich gehe erst wieder, wenn ich hier etwas gewonnen habe.

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 16964.html


Die «NZZ» blickt in ihrem grossen YB-Spezial auf die Klubgeschichte zurück und resümiert drei Jahrzehnte YB in fünf Kapiteln:

«Die Young Boys feiern den Meistertitel, nach 32 Jahren des Wartens, vor allem aber nach Monaten der Ruhe. Oftmals war es anders gewesen in den letzten drei Jahrzehnten, es gab Macht- und Überlebenskämpfe, Träume und Tristesse, Aufbruch und Abbruch – und das 2005 eröffnete neue Stadion als Rettung.»

https://www.nzz.ch/sport/yb-die-zaubermaus-ld.1369862


https://www.nzz.ch/sport/sie-sind-die-b ... ld.1381730

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:04 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
29.04.2018

Bild

Zitat:
Ganz Bern im Freudentaumel

Eine gelb-schwarze Feier bis zum Morgenrot

Nach dem 2:1-Last-Minute-Heimsieg der Young Boys gegen Luzern brachen im Stade de Suisse alle Dämme: Platzsturm, Tränen, Gesänge, Getränke, endloser Jubel – das Berner Wankdorf-Quartier versank für eine unvergessliche Nacht im grenzenlosen Freudentaumel.

Endlich wieder! Nach 32 Jahren ist Bern wieder die Nummer 1 im Schweizer Fussball. Gelb-schwarz (und ein Schuss rot) dominierten im Jubel der über 31'000 Fans.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -morgenrot

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 71 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5 ... 8  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 59 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de