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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:24 |
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23.11.2017  Zitat: YB muss sich von der europäischen Bühne verabschieden
Für die Young Boys ist das Europa-League-Abenteuer frühzeitig zu Ende gegangen. Die Berner unterliegen Partizan Belgrad auswärts mit 1:2.
- Zwei frühe Tore in der ersten respektive zweiten Halbzeit brechen YB das Genick - Ngamaleu gelingt der zwischenzeitliche Ausgleich, zu mehr reicht es aber nicht - Damit ist das Out der Berner bereits vor dem letzten Gruppenspiel besiegelt
Noch einmal kombinierte sich YB vor das Partizan-Tor, versuchte verzweifelt, den so dringend benötigten Ausgleich zu erzielen. Doch Christian Fassnacht setzte eine Hereingabe neben den Pfosten, wenig später war die Partie zu Ende.
Gute Vorsätze, doch kalte Dusche
Damit war das Out der Berner in der Europa League besiegelt. Vor dem letzten Gruppenspiel hat der Super-League-Leader uneinholbare 5 Punkte Rückstand auf Platz 2.
Viel hatte sich YB im Hexenkessel von Belgrad vorgenommen, «wir versuchen, auf Sieg zu spielen», hatte Adi Hütter im Vorfeld gesagt. Die guten Vorsätze wurden aber schnell zu Makulatur:
- Bereits nach 12 Minuten klingelte es erstmals im YB-Tor: Eine perfekt getimte Flanke von Jankovic fand Stürmer Kana Tawamba, der per Kopf zum 1:0 einnetzte.
Die Reaktion der Berner liess nicht lange auf sich warten. Nach 25 Minuten musste der Stadionsprecher eher widerwillig den 1:1-Ausgleich der Gäste verkünden. Moumi Ngamaleu hatte nach einem Durcheinander im Strafraum keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen.
Doch wie schon in Halbzeit eins erwischten die Berner auch nach der Pause einen Kaltstart:
- Partizan brauchte nur gerade 8 Minuten, um die erneute Führung zu erzielen. Ognjen Ozegovic veredelte einen herrlich vorgetragenen Angriff mit dem Siegtreffer. https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... abschieden
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:25 |
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23.11.2017  Zitat: Hütter: «Haben zu billige Tore erhalten»
YB-Coach Adi Hütter stellte seiner Mannschaft trotz Europa-League-Out ein gutes Zeugnis aus. Über einen Versprecher muss er selbst schmunzeln.
Adi Hütter hatte nach dem 1:2 gegen Partizan Belgrad keine Mühe, die richtigen Worte zu finden. Nur einmal geriet der YB-Trainer ins Stottern. Als er davon sprach, seine «Burschen» im Hinblick auf das nächste Spiel wieder «hinzurichten»
Optimismus trotz Ausscheiden
Ein Freudscher Versprecher, bei dem Hütter selbst schmunzeln musste. Er meinte natürlich «herrichten». Die gute Laune war dem Österreicher trotz Europa-League-Ausscheiden keinesfalls vergangenen. Zu sehr gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft:
« Ich habe eine Mannschaft gesehen, die besser war als Partizan. »
« Wir haben hier in der Höhle des Löwen bestanden, die jungen Spieler haben es sehr gut gemacht. »
« Mich stimmt positiv, dass wir eine Stabilität in unserem Spiel haben. »
Zwei Unaufmerksamkeiten hätten den Unterschied ausgemacht. «Wir haben zu wenig aufgepasst und zu Beginn der beiden Hälften zu billige Tore erhalten», analysierte Hütter. Es sei deshalb schon bitter, bereits ausscheiden zu müssen. https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... e-erhalten
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:29 |
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23.11.2017  Zitat: International an Grenzen gestossen
Ein Kommentar von Sportredaktor Fabian Ruch zum Ausscheiden der Young Boys aus der Europa League nach der 2:1-Niederlage gegen Partizan Belgrad.
Die Young Boys haben ein internes Saisonziel deutlich verpasst. Sie überwintern erneut nicht im Europacup – und sind in der Europa League kläglich gescheitert. 3 Punkte und kein Sieg nach fünf Spieltagen in einer bescheiden besetzten Gruppe sind eine ungenügende Ausbeute. YB hat Lehrgeld bezahlt, die alternativlose Philosophie, auf junge, entwicklungsfähige, aber unerfahrene Fussballer zu setzen, stiess auf kontinentaler Ebene an Grenzen.
Alle Spiele verliefen umkämpft, das Torverhältnis von 5:7 unterstreicht das. YB scheiterte auch an mangelnder Effizienz. Gerade international wären Routine, Klasse und Kaltblütigkeit des lange verletzt gewesenen Guillaume Hoarau wertvoll gewesen. Durch das Out entgehen YB einige Millionen Franken Einnahmen.
Dennoch ist die Europacupkampagne von YB nicht nur negativ zu bewerten. Mit dem Coup gegen Dynamo Kiew setzten sie in der Champions-League-Qualifikation ein Ausrufezeichen, gegen ZSKA Moskau schnupperten sie an der Königsklasse. Und 2018 dürfen sie wohl den nächsten Anlauf Richtung Champions League nehmen. Als Meister wären sie auf dem Champions-Weg gegen Titelhalter aus kleineren Ligen sogar favorisiert.
Bezüglich der Super League könnte sich das Ausscheiden ohnehin als hilfreich erweisen. YB darf sich im Frühling auf die Liga konzentrieren, Basel könnte dank seines sensationellen Höhenflugs in der Champions League wochenlang mit den attraktiven Achtelfinals beschäftigt sein. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25761039
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:30 |
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24.11.2017  Zitat: Wieder bemüht, wieder ausgeschieden
Wie im letzten Jahr verabschiedet sich YB nach fünf Spieltagen von der europäischen Bühne. Gegen Belgrad setzt es eine 1:2-Niederlage ab.
Die Young Boys hätten mindestens ein Remis gebraucht, um die Chance auf das Überwintern im Europacup aufrecht zu erhalten. Zwar reagierten sie auf den ersten Rückstand aus der 12. Minute überzeugend, nahmen das Heft in die Hand und belohnten sich in der 25. Minute mit dem Ausgleich von Nicolas Moumi Ngamaleu. Auf den erneuten Rückstand nach einer herrlichen Kombination der Gastgeber keine zehn Minuten nach der Pause konnte YB nicht mehr reagieren. Den Berner Angriffen in der letzten Viertelstunde fehlte es trotz der Einwechslung von Guillaume Hoarau an Präzision.
Die Young Boys haben allen Grund sich zu ärgern. Denn nachdem sie zum vierten Mal im fünften Gruppenspiel mit 0:1 in Rückstand geraten waren, fiel die Reaktion beeindruckend aus. Eine halbe Stunde lang machte der Super-League-Leader fast alles richtig, legte seine anfängliche Zurückhaltung ab und dominierte vor allem auch körperlich. Zudem hatte er das Glück, das gleich die erste Torchance zum Ausgleich führte. Nach einer missglückten Abwehr eines Serben nach einem Eckball stand Moumi Ngamaleu genau richtig.
Die Pause tat den Young Boys aber nicht gut. Der FC Basel war am Mittwoch gegen Manchester United positiv verwandelt aus der Kabine gekommen, die Young Boys schienen derweil vergessen zu haben, was noch in der ersten Halbzeit funktioniert hatte. Sie verfielen minutenlang in die Passivität der ersten Viertelstunde, dabei hätten sie allen Grund gehabt, den Siegtreffer weiter anzustreben. Ein Remis hätte zwar die Chancen auf ein Weiterkommen aufrecht erhalten, mehr aber auch nicht.
Partizan war nicht übermächtig
Partizan Belgrad trat keineswegs überragend auf. Der Zweite der serbischen Meisterschaft hinter Stadtrivale Roter Stern tat sich sehr schwer, wenn YB aggressiv spielte. Auch ohne den in diesem Bereich besonders starken Sekou Sanogo gewannen die Berner die meisten Zweikämpfe. Die beiden Schwächephasen zu Beginn der Halbzeiten sind wohl auch auf ein Mangel an Erfahrung zurückzuführen. Mit Steve von Bergen fehlte der Abwehrchef und Captain wegen einer Prellung im Rückenbereich.
Die Defensive von YB geriet auch ohne von Bergen selten in Bedrängnis, was die Niederlage noch schmerzhafter macht. Bloss zweimal, bei den beiden Gegentoren, war die Defensive überfordert. Beim 0:1 kam der Kameruner Léandre Tawamba nach einer Standardsituation freistehend zum Kopfball und beim 1:2 liessen sich die Berner auskontern. Mit einer Tempoverschärfung und drei intelligenten Pässen wurde Ognjen Ozegovic ideal freigespielt.
YB spielt am 7. Dezember daheim gegen die Albaner von Skenderbeu nur noch um die Ehre und einen ersten Sieg in der laufenden Gruppenphase. Mit drei Remis und zwei Niederlagen ist die Bilanz der national überzeugenden Berner ausgesprochen enttäuschend. Sie liegen nach fünf Runden auf dem letzten Platz, weil Skenderbeu gegen das bereits qualifizierte Dynamo Kiew einen überraschenden Heimsieg feierte.
Partizan Belgrad - Young Boys 2:1 (1:1) SR Bognar (HUN). Tore: 12. Tawamba 1:0. 25. Moumi Ngamaleu 1:1. 54. Ozegovic 2:1. Partizan Belgrad: Stojkovic; Vulicevic, Nemanja R. Miletic, Mitrovic, Nemanja G. Miletic; Jankovic, Everton, Jevtovic, Pantic (81. Ilic); Ozegovic (79. Radin), Tawamba (88. Ostojic). Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Wüthrich (83. Fassnacht), Benito; Moumi Ngamaleu, Sow, Aebischer, Sulejmani; Assalé, Nsame (66. Hoarau). Bemerkungen: Partizan Belgrad ohne Tosic (gesperrt). Young Boys ohne von Bergen, Sanogo, Bertone, Seferi und Wölfli (alle verletzt). Verwarnungen: 33. Mitrovic. 63. Assalé. 82. Everton. 87. Miletic. 92. Vulicevic (alle Foul). https://static01.20min.ch/sport/dossier ... n-12921933
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:35 |
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24.11.2017  Zitat: Jung, kampfstark, aber zu wenig effizient
YB ist in der Europa League ausgeschieden. Trotz einer kämpferisch starken Leistung verlieren die sehr jungen Young Boys beim nicht besonders überzeugenden Partizan Belgrad 1:2.
Auch die zweite Halbzeit beginnt für die Young Boys mit einer kalten Dusche. Partizan Belgrad kombiniert sich in der 53. Minute herrlich zum 2:1. Leandre Tawamba lanciert – aus allerdings abseitsverdächtiger Position – den rasanten Angriff, den schliesslich Sturmpartner Ognjen Ozegovic mit einem Kopfball vollendet. Es ist die mit weitem Abstand beste Kombination Partizans.
Danach verlegen sich die Belgrader wieder aufs Defensivspiel, wobei sie keineswegs einen unwiderstehlichen Eindruck hinterlassen. Partizan ist keine grosse Mannschaft, im Gegenteil, die Gastgeber geraten vor allem in der hektischen Schlussphase in erhebliche Schwierigkeiten. Im Abschluss allerdings sind die tapferen, kampfstarken Young Boys zu umständlich. Sie rennen erfolglos dem Rückstand hinterher.
Durch die 1:2-Niederlage sind sie bereits nach fünf Spieltagen und mit nur drei Unentschieden auf dem Konto aus der Europa League ausgeschieden. Im letzten Gruppenspiel am 7. Dezember zu Hause geht es für YB nur noch darum, den albanischen Vertreter Skenderbeu, der gestern Leader Dynamo Kiew überraschend 3:2 schlug, wieder auf den letzten Platz zu verweisen. Und um europäische Punkte für den Schweizer Klubfussball. Die leidenschaftlichen Supporter Partizan Belgrads dagegen feiern am späten Donnerstagabend frenetisch das erstmalige Überwintern im Europacup seit 13 Jahren.
Reaktion nach Rückstand
Der Abend in Belgrad begann bereits äusserst stimmungsvoll. Vor der Partie schmetterten die einheimischen Zuschauer mit Inbrunst die Partizan-Vereinslieder, die Stimmung war elektrisierend, wie erwartet laut und wild und euphorisch präsentierten sich die Fans des serbischen Traditionsklubs. Die Young Boys erwischten vor etwas mehr als 20 000 Zuschauern einen eher unruhigen Start, und wie im Hinspiel gerieten sie früh in Rückstand. Damals hatte Partizan beim 1:1-Unentschieden nach elf Minuten getroffen, gestern erzielte der kräftige Angreifer Tawamba nach einem Freistoss in der 12. Minute mit einem Kopfball das 1:0.
Wie beim Duell in Bern liessen sich die Young Boys durch das Gegentor jedoch nicht beeindrucken. Nach rund einer Viertelstunde Spielzeit fanden sie in die Begegnung, sie agierten passsicherer und abgeklärter als Partizan – und erzielten erneut bald den Ausgleich. Im Stade de Suisse hatte Christian Fassnacht nach 14 Minuten das 1:1 erzielt, gestern reüssierte Nicolas Ngamaleu in der 25. Minute nach einem Eckball Miralem Sulejmanis und ungenügender Abwehr Tawambas mit einem Flachschuss aus rund zehn Metern.
YB-Durchschnittsalter: 22,9!
Ngamaleu war für Christian Fassnacht in die gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Zürich am Sonntag auf vier Positionen veränderten YB-Mannschaft gerückt. Die Routiniers Steve von Bergen (Rückenbeschwerden) und kurzfristig auch Sékou Sanogo (Adduktorenschmerzen) fielen gestern aus, sie wurden durch Grégory Wüthrich und Michel Aebischer ersetzt. Und damit die sehr jungen Young Boys zumindest ein bisschen erfahrener waren, spielte hinten links Loris Benito für Jordan Lotomba. Benito war mit 25 Jahren der zweitälteste Akteur in der Berner Startformation, die ein für internationale Begegnungen rekordverdächtig tiefes Durchschnittsalter von 22,9 aufwies. Die Young Boys agierten ganz in weiss gewandet, unschuldig und rein irgendwie und ganz passend zum jugendlichen Gesicht.
Sulejmani als Captain
Mit Abstand ältester YB-Akteur war Miralem Sulejmani, der in seinem Heimstadion gegen seinen Juniorenklub vor vielen Freunden und Bekannten auf der Tribüne die Captainbinde trug. Sulejmani hatte seine Teamkollegen vor der faszinierenden Ambiance im baufälligen Partizan-Stadion gewarnt, dennoch überraschte es, wie kühl und souverän die Young Boys grösstenteils agierten. Sie liessen sich von den rustikalen Gastgebern selten aus der Ruhe bringen, kombinierten relativ flüssig und blieben über weite Strecken das bessere Team.
Im gegnerischen Strafraum aber agierte YB zu wenig entschlossen. Oder zu eigensinnig, als Roger Assalé den besser postierten Ngamaleu kurz vor Spiel-ende übersah. Und so verpassten die Young Boys gegen ein mediokres Partizan eine grosse Chance. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23896861
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:36 |
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24.11.2017  Zitat: Gut, aber nicht gut genug
Eine junge YB-Mannschaft macht gegen Belgrad keine schlechte Figur, verliert aber 1:2 und scheidet aus.
Es war ohrenbetäubend und faszinierend, was die heissblütigen Partizan-Fans stimmungsmässig beim Einlauf der beiden Mannschaften aufführten. Und es wurde noch lauter, als dem Kameruner Tawamba schon früh der Führungstreffer gelang, weil ihm Sow und Wüthrich nach einer Freistossflanke zu viel Raum gewährten. Zwölf Minuten waren erst gespielt, und doch kamen schon grosse Bedenken auf, ob YB in dieser Atmosphäre bestehen würde.
Diese Zweifel wurden bestärkt durch einen Blick aufs Matchblatt. Aufgrund der Ausfälle des durch Rückenschmerzen verhinderten Steve von Bergen (35 Jahre) und des von Adduktoren geplagten Sékou Sanogo (28) sowie der Jokerrolle des eben erst genesenen Guillaume Hoarau (33) musste YB die kapitale Partie ohne die erfahrene Achse im Zentrum beginnen. 22; 22, 22, 22, 25; 23, 20, 20, 28; 24, 24 – so las sich die Berner Startformation gestern in Alterszahlen. Was umgerechnet einen Schnitt von 22,9 Jahren ergab.
Die Befürchtungen, dass diese «Young Boys» – für einmal im wahrsten Sinne des Wortes – eine Lektion erhalten könnten, verflogen aber schnell. Erstaunlich gelassen steckten die Gäste den Rückstand weg, begannen die Zweikämpfe für sich zu entscheiden und gar die Kontrolle der Partie zu übernehmen. Das 1:1 von Ngamaleu (25.), der einen haarsträubenden Fehler der Serben im Anschluss an einen Corner nutzte, gab den Bernern noch mehr Selbstvertrauen. Und die rasch verunsicherten Partizan-Spieler bekamen alsbald auch Pfiffe zu hören.
YB hatte die Vorteile nun auf seiner Seite, der Gegner schien bereits leicht angezählt – bis sich die Berner Abwehr in der 53. Minute von einem schnellen Gegenstoss ausspielen liess. Der wirblige Ozegovic schloss die sehenswerte Kombination über mehrere Stationen mit einem Kopfballtreffer zur neuerlichen Führung ab. Die Berner, mit dem vorzeitigen Aus vor Augen, versuchten, nochmals ins Spiel zurückzufinden. Der spielfreudige Miralem Sulejmani, einst im Dress von Partizan und bei YB diesmal gar Captain, versuchte seine Mitspieler nochmals mitzureissen. Sie taten das sehr beherzt, sie kamen durch Ngamaleu (75.) und Assalé (82.) zu Ausgleichschancen, sie konnten die nun massierte Partizan-Abwehr aber kein zweites Mal mehr überwinden. Auch die Hereinnahme von Hoarau und Fassnacht blieb ohne die erhoffte Wirkung. Und so stehen die nach fünf Spielen noch sieglosen Berner gar am Tabellenende der Gruppe B, weil Skënderbeu das Heimspiel gegen Dynamo Kiew mit 3:2 für sich entschied.
Das vorzeitige Ausscheiden schmerzt, gab Partizan doch einen alles andere als souveränen Gegner ab. Die Serben, seit dem 28. September und dem 2:3 gegen Kiew in 11 Pflichtspielen (9 Siege und 2 Unentschieden) ungeschlagen, zitterten sich förmlich über die Zeit, bis die Fans den erlösenden und abermals Gänsehaut erzeugenden Siegesjubel in die Arena hinausschreien konnten.
Das Warten auf einen Platz in den Sechzehntelfinals geht für die Young Boys damit weiter. Zuletzt war dies den Bernern in der Saison 2014/15 gelungen. Dort scheiterten sie zum Auftakt der Knock-out-Phase allerdings klar am FC Everton mit dem Gesamtskore von 2:7.
Die Young Boys beschliessen die diesjährige Europacup-Kampagne, die als Höhepunkt den neuerlichen Vorstoss ins Champions-League-Playoff brachte, am 7. Dezember mit dem Heimspiel gegen Skënderbeu. Als Anreiz für einen erfolgreichen Abschluss dienen ein Verbessern der Punktzahl im Uefa-Ranking und eine allfällige Siegprämie von 360 000 Franken.
So stimmungsvoll und leidenschaftlich, wie es gestern in der mit 20 000 Zuschauern gefüllten Partizan-Stadion der Fall war, wird es an diesem Dezemberabend bei der Europa-League-Dernière 2016/17 von YB im Stade de Suisse aber sicher nicht mehr zugehen. https://www.derbund.ch/sport/gut-aber-n ... y/29103182
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:38 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.11.2017  Zitat: YB-Noten: Captain und Sow stark
Bei der 1:2-Niederlage in Belgrad gegen Partizan enttäuschen die Young Boys nicht. Aber sie sind insgesamt zu wenig zwingend.
David von Ballmoos: Note 4,5
Bei den zwei Gegentoren chancenlos. Sonst sicher, zupackend, souverän, ohne wirklich gross gefordert zu werden. Eine gute Parade dann kurz vor Schluss.
Kevin Mbabu: Note 4,5
Kämpferisch stark, mit gelungenen Interventionen. Offensiv war der Rechtsverteidiger nicht so aktiv wie oft in der Super League.
Grégory Wüthrich: Note 4
Mit zwei, drei Unsicherheiten, insgesamt aber ein ordentlicher Ersatz des angeschlagenen Captains Steve von Bergen in der Innenverteidigung. Beim ersten Gegentor sieht er nach dem Partizan-Freistoss auch nicht besonders gut aus. Steigerte sich aber nach holprigem Start ziemlich.
Kasim Nuhu: Note 4,5
Souveräner Auftritt. Robust in der Defensive, nach vorne mit guten Seitenverlagerungen.
Loris Benito: Note 4
Eine Darbietung mit Licht und Schatten. Setzte seinen Körper mehrmals resolut und stark ein. Beim 2:1 Partizans jedoch griff er zu forsch an der Mittellinie an – und fehlte danach hinten.
Nicolas Ngamaleu: Note 4,5
Engagierte Leistung, schoss das 1:1. Setzte sich später gegen die zweikampfstarken Partizan-Verteidiger nicht mehr gross durch. Umständlich bei einer guten Möglichkeit in der 75. Minute.
Djibril Sow: Note 5
Umsichtige Leistung des Technikers. Blieb ruhig am Ball, passgenau und stilsicher. Nach der Pause auch mit weniger Einfluss aufs Geschehen. Aber toller Pass auf Ngamaleu vor dessen Topchance.
Michel Aebischer: Note 4
Rückte für den angeschlagenen Vorkämpfer Sékou Sanogo ins Team. War bemüht, setzte im Zentrum einige Akzente, wobei am Ende oft die Entschlossenheit in den Aktionen fehlte.
Miralem Sulejmani: Note 5
Es war ein spezielles Spiel für den Serben gegen seinen Juniorenklub und Herzensverein. Trug wegen der prominenten Abwesenden erstmals von Beginn an die Captainbinde. Sulejmani bewies seine gute Form, war spielfreudig und ein Aktivposten. Schlug den Eckball vor dem 1:1.
Jean-Pierre Nsame: Note 3,5
Es war ein schwieriger Abend für den kräftigen Stürmer. Ihm fehlte die Schnelligkeit, um sich von den hartnäckigen Gegenspielern abzusetzen. Verschuldete den Freistoss vor dem 1:0 mit einem dämlichen Foul. Später holte er den Corner vor dem 1:1 heraus.
Roger Assalé: Note 4,5
Auffällig und wirblig wie gewohnt. Verzettelte sich dann aber meistens in Strafraumnähe. Blieb ein ständiger Gefahrenherd.
Guillaume Hoarau: Note 4
66. Minute für Nsame. Sofort im Spiel, probierte einiges, blieb aber auch hängen.
Christian Fassnacht: ohne Note
83. Minute für Wüthrich
Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22532812
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.11.2017  Zitat: 1:2-Pleite bei Partizan Belgrad
YB wird nicht europäisch überwintern
Nach Lugano ist auch für YB die Europa League nach der Gruppenphase zu Ende. Die Niederlage in Belgrad beendet alle Rechnereien: Die Berner können die Sechzentelfinals nicht mehr erreichen.
Mindestens einen Punkt hätte YB in Belgrad gebraucht, um im letzten Gruppenspiel gegen Skenderbeu noch um die Sechzehntelfinals der Europa League spielen zu können. Nach dem 1:2 ist klar: Die Berner können sich sich ab sofort vollumfänglich auf die Super League konzentrieren.
Das Spiel: Die ersatzgeschwächte YB-Truppe (unter anderem fehlen Sanogo und Von Bergen) wird zwei Mal eiskalt geduscht: Einmal zu Spielbeginn, einmal kurz nach der Pause. Gegen kampfstarke und defensiv solide Serben kommt alles in allem zu wenig von den Bernern, um das Spiel-Ruder herumzureissen. Eine Mini-Druckphase in der YB-Viertelstunde und Star-Joker Hoarau sind zu wenig.
Die Tore: 12. Minute I 1:0 I Leandre Tawamba. Neun YB-Spieler sind beim Freistoss von Partizans Jankovic im eigenen Strafraum. Aber keiner bei Tawamba, der die Serben in Führung köpfelt. 25. Minute I 1:1 I Nicolas Ngamaleu. Einen harten Sulejmani-Eckball kann die Partizan-Hintermannschaft nicht klären. Nutzniesser Ngamaleu nimmt das Geschenk an und haut den Ball halb-volley in die Maschen. 53. Minute I 2:1 I Ognjen Ozegovic. Das Tor des Abends! Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld spielt Partizan die Berner Abwehr nach allen Regeln der Kunst aus. Am Ende der Passkette verwertet Ozegovic per Kopf. Das Problem: starker Abseits-Verdacht.
Der Beste: Danilo Pantic. Ist der Junge talentiert! Sensationell, wie der ehemalige serbische Nachwuchs-Internationale das zweite Tore vorbereitet, das dann Ozegovic per Kopf macht.
Der Schlechteste: Grégory Wüthrich macht seine Sache gut, als er nach Von Bergens Verletzung gegen den FCZ hereinkommt. Doch gegen die abgezockten Partizan-Spieler ist der Berner Giel überfordert.
Das gab zu reden: Guillaume Hoarau versucht nach seinem ersten echten Comeback in der 66. Minute wohl das Spiel demonstrativ an sich zu reissen. Doch AirFrance bleibt als Spieler wirkungslos. So gehts weiter: Fürs letzte Gruppenspiel empfängt YB am 7. Dezember die Albaner von Skenderbeu (19.00 Uhr). In der Super League gastieren die Berner bereits am Sonntag in Lugano (16.00 Uhr). ********** Partizan Belgrad – BSC Young Boys 2:1 (1:1) Stadion Partizana – 22'000 Fans – SR: Bognar (Un) Tore: 12. Tawamba (Jankovic) 1:0. 25. Ngamaleu (Sulejmani) 1:1. 53. Ozegovic (Pantic) 2:1. Einwechslungen: Partizan: Radin (79. für Ozegovic). Ilic (82. für Pantic). Ostocic (88. für Tawamba). YB: Hoarau (66. für Nsame). Fassnacht (83. für Wüthrich). Gelb: 33. Mitrovic. 63. Assalé. 81. Everton. 88. Miletic 2. 91. Vulicevic (alle Foul).
Aufstellungen: Partizan: Stojkovic; Vulicevic, Miletic 1, Mitrovic, Miletic 2; Jankovic, Everton, Jevtovic, Pantic (82. Ilic); Ozegovic (79. Radin), Tawamba (89. Ostojic). YB: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Wüthrich (83. Fassnacht); Ngamaleu, Sow, Aebischer, Sulejmani; Nsame (66. Hoarau), Assalé. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 41427.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 09:47 |
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24.11.2017  Zitat: National muss es mehr sein
Nach dem Europa League-Aus kann sich YB auf die Meisterschaft konzentrieren.
Bis spät in den November hinein in allen drei Wettbewerben noch «im Geschäft zu sein», ist den Young Boys lange nicht mehr gelungen. Gestern nun hat YB in Belgrad gegen Partizan die Chance auf den Vorstoss in die Sechzehntelfinals der Europa League verspielt. Damit gehen nicht nur zusätzliche Einnahmen verloren, es wurde auch die Möglichkeit vertan, auf einen Gegner mit viel Renommee zu treffen wie Arsenal, Lazio Rom oder allenfalls gar Dortmund. Gerade von so einem spektakulären Duell hat mancher YB-Fan geträumt, nach dem Lospech mit den vielen unattraktiven Gegnern in der Europa League in den letzten beiden Jahren.
Eine herbe Enttäuschung ist das vorzeitige Scheitern nicht. Indes wäre es kein Ding der Unmöglichkeit gewesen, in dieser substanzmässig guten, aber nicht hochkarätig besetzten Gruppe B weiterzukommen. YB patzte insbesondere in den Heimspielen, aus denen bisher nur ein magerer Punkt resultierte. Da muss sich die Mannschaft Abstriche gefallen lassen. Das Spiel in Belgrad werde zeigen, ob YB in der sportlichen Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht habe, sagte Trainer Adi Hütter vor der Partie. Der gestrige Abend hat die Erkenntnis gebracht, dass dem noch nicht so ist – zumindest auf internationaler Ebene. Noch fehlt der jungen Mannschaft die nötige Reife, die in entscheidenden Momenten meist den Ausschlag gibt.
Die Bestätigung der Fortschritte muss jetzt in den beiden nationalen Wettbewerben gelingen, soll die starke erste Saisonhälfte am Ende abermals nicht mehr als eine nette Randnotiz bleiben. Die wegfallende Dreifachbelastung wird es YB ermöglichen, in Liga und Cup einen noch höheren Rhythmus anzuschlagen. Die Konstellation ist für die Berner ausgezeichnet – nur muss sie jetzt auch zu einem Titelgewinn führen. Denn besser werden die Perspektiven so schnell nicht wieder. https://www.derbund.ch/sport/national-m ... y/28868505
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. November 2017, 14:28 |
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23.11.2017  Zitat: «Wir haben in der Höhle des Löwen bestanden»
Darum redet Hütter die YB-Pleite schön
YB versagt europäisch. Neun Spiele, ein einziger Sieg. Das ist eine miserable Bilanz. Doch Adi Hütter redet das 1:2 bei Partizan Belgrad schön. Aus strategischen Gründen.
Es ist ein bitterer Abend für die Berner. Einer mehr. Es gab eigentlich in Champions-League-Quali und Europa League nur bittere Abende.
Die grosse Ausnahme ist dieses 2:0 gegen Dynamo Kiew, mit welchem YB den Ukrainern den Weg in die Königsklasse versperrt und sich die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase sichert. Doch sonst?
Niederlagen in Kiew, in Moskau, in Belgrad, zuhause gegen Dynamo und ZSKA. Unentschieden in Albanien, in der Ukraine und zuhause gegen Partizan. Das ist nicht der Arbeitsausweis eines Teams mit europäischen Ambitionen. Das ist im Gegenteil total ungenügend. Hütter bedauerte gestern nach dem Spiel, dass man habe ausscheiden müssen. Er stellte fest, dass drei Punkte nicht genügten, um weiterzukommen. Eine spezielle arithmetische Begabung braucht es dafür nicht. Insgesamt aber brach der Österreicher vor den Kameras von SRF den Stab über sein Team nicht. Im Gegenteil! «Wir haben alles gegeben, uns aufgerieben. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die besser war als Partizan. Wir haben in der Höhle des Löwen bestanden und hätten uns ein Remis verdient. Das junge Mittelfeld mit Sow und Aebischer hat gut dagegengehalten. In gewissen Momenten waren wir aber ein bisschen zu grün.»
Dann wird meistens schnell vergessen, dass bei einem Gegner wie den Serben auch nicht alles nur Routiniers kicken. Supertalent Pantic und Jankovic im Partizan-Mittelfeld sind auch erst 21 resp. 22 Jahre jung.
Quintessens Hütter: «Manchmal braucht es Rückschläge und Enttäuschungen, um einen Schritt vorwärts zu machen.»
Europäisch hat YB einen weiteren zurück gemacht. Ein beängstigender Negativtrend, der seit der Saison 2014/15 anhält, als man die Gruppenphase gegen weit stärkere Gegner (Napoli, Sparta Prag) als die beiden letzten Jahre überstand.
Doch heuer zählt ohnehin nur die Meisterschaft. Und da wird Hütter einen Teufel tun und seine Jungs kritisieren. Nicht bei der Ausgangslage mit sieben Punkten Vorsprung auf Basel und bei der aktuellen nationalen Form seines Teams. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 43761.html
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