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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. Mai 2017, 00:17 
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17.05.2017

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YB-Noten: Schwacher Auftritt

Bei der 0:1-Niederlage in Vaduz hinterlassen die Akteure der Young Boys einen uninspirierten Eindruck.

Yvon Mvogo: Note 4,5
Lange Zeit sehr sicher, ohne vorerst grosse Prüfungen bestehen zu müssen. In der 60. Minute parierte der Goalie einen Kopfball von Aldin Turkes aus wenigen Metern mit einem starken Reflex. Beim Gegentor hinterliess Mvogo nach einem Eckball keinen souveränen Eindruck, es war für ihn im Gewühl aber auch schwierig.

Sven Joss: Note 3
Weil der in den letzten Wochen überragende Kevin Mbabu nach seiner 12. Gelben Karte (!) gesperrt war, erhielt der Youngster eine Chance hinten rechts. Joss nutzte sie nicht. Fahrig, einige Ballverluste, zu überhastet.

Steve von Bergen: Note 4
Rieb sich in vielen Zweikämpfen mit dem kräftigen Turkes auf. Insgesamt solid, bereinigte einige Situationen mit seiner Erfahrung, ohne Aussetzer.

Kasim Nuhu: Note 4
Hinten wenig gefordert, schaltete sich vor allem vor der Pause oft in den schleppenden Aufbau ein. Einmal schoss er aus rund 30 ­Metern knapp am Tor vorbei.

Jan Lecjaks: Note 4
Ersetzte den gegen Luzern überzeugenden Loris Benito. Lecjaks fiel nicht ab, aber auch selten auf.

Michel Aebischer: Note 4,5 Noch der kreativste YB-Spieler. Einige gute Ideen, starke Pässe. In der Schlussphase mit Pech, als sein Innenristschuss an den Aussenpfosten ging.

Leonardo Bertone: Note 3
Vergab zweimal wegen technischer Mängel eine aussichtsreiche Schusschance. Und dem Aufbauspiel vermochte der zentrale Mittelfeldspieler kaum Impulse zu verleihen.

Thorsten Schick: Note 3
Durfte mal wieder am Flügel ­beginnen. Viel gelang dem Österreicher nicht, setzte sich kaum durch, blieb blass.

Miralem Sulejmani: Note 3
Der gegen Luzern noch überragende Serbe (zwei Tore, zwei Vorarbeiten) zog einen Ruhetag ein. Seine Dynamik und Spielfreude hatte Sulejmani nicht mit nach Liechtenstein genommen.

Michael Frey: Note 3
Wie immer lauffreudig, aber seine Laufwege korrespondierten nicht mit den Ideen der Mitspieler. Bei seiner besten Chance schoss der Stürmer aus rund 12 Metern und unbedrängt zu hoch.

Alexander Gerndt: Note 3,5
Ein smarter Trick, der Schuss ­danach aber missriet dem Schweden. Durfte durchspielen, kämpfte beherzt, aber glücklos.

Yoric Ravet: Note 3,5
63. Minute für Sulejmani. Auch dem Franzosen gelang wenig, ein feiner Schlenzer.

Roger Assalé: Note 4
63. Minute für Frey. Engagiert, tolles Solo, dann tauchte er ab.

Taulant Seferi: ohne Note
78. Minute für Joss.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31704106

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. Mai 2017, 00:20 
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17.05.2017

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Ein Berner Geschenk für Vaduz

YB zeigt in Vaduz eine sehr schwache Leistung und verliert 0:1. Trotz des Siegs steht der Liechtensteiner Verein kurz vor dem Abstieg.

Es gab an diesem wunderbaren Mittwoch ganz viele Möglichkeiten, den Abend zu verbringen. Tapfer waren die 3684 Menschen, die den Gang in den Rheinpark in Vaduz antraten. Die Einheimischen wollten das möglicherweise zweitletzte Heimspiel in der Super League vor dem Abstieg ­erleben, die rund 200 Fans aus Bern haben eine Treuemedaille der Young Boys redlich verdient.

Und jene, die sich entschieden, nicht ins Stadion zu gehen, haben vieles richtig gemacht.

Denn es entwickelte sich bei immer noch sommerlichen Bedingungen eine müde, schwache Begegnung. Die Vaduzer legten nach 71 Gegentoren in 32 Partien den Fokus auf eine stabile Defensive. Und die Young Boys, bei denen Trainer Adi Hütter die Personalrotation auf Hochtouren drehen liess, verfielen ebenfalls nicht in einen Kreativitätsrausch.

Nuhu, der Alleinunterhalter

Und so ist die Geschichte der ersten Halbzeit schnell erzählt. Vaduz kam zweimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, YB ebenfalls, wobei Michael Frey die beste Gelegenheit nach einer schönen Kombination über Michel Aebischer und Alexander Gerndt vergab, als er knapp übers Tor schoss. Und wenigstens haben die Young Boys mit Kasim Nuhu einen Akteur im Kader, dem es zu bunt wird, wenn das Geschehen vor sich hin plätschert.

Der zuweilen noch zu wilde Ghanaer gönnte sich vor der Pause mal wieder zwei unbeschwerte Ausflüge weit in die gegnerische Hälfte und sorgte damit für ein bisschen Unterhaltung. Einmal schoss er aus rund 30 Metern mangels Bewegung seiner Mitspieler aufs Tor – und verfehlte den Winkel um Zentimeter.

Nicht alle Akteure liessen Nuhus Sturm-und-Drang-Mentalität erkennen. Die Zuschauer genossen derweil den herrlichen Sonnenuntergang in idyllischer Umgebung. Und als die Sonne zu Beginn der zweiten Hälfte hinter den Hügeln und Bergen verschwunden war, blieb die Hoffnung, die Vaduzer würden ihre Reduit-Taktik und die Young Boys ihr Spaziergänger-Tempo aufgeben. Zumindest Vaduz war gefordert, weil Lausanne, der letzte Konkurrent im Abstiegskampf, in Luzern 2:0 in Führung lag.

Hütters Kritik

Kurz nach der Pause erzielte Lausanne beim inferioren FCL das dritte Tor, einen Totomat allerdings gibt es im Rheinpark nicht. Still und leise näherte sich Vaduz der Challenge League. Beide Trainer trotzten der Lethargie mit einem Doppelwechsel, was zu je einer Chance führte. Aldin Turkes stand nach einer Stunde dem 1:0 sehr nahe, Yvon Mvogo parierte den Kopfball mirakulös. Fünf Minuten später überraschte bei YB der eingewechselte Roger Assalé mit Energieanfall und Torschuss, Vaduz-Torhüter Benjamin Siegrist rückte erstmals ins Blickfeld.

Aber nicht für lange Zeit. Die Vaduzer wurden für ihre Miniportion Extraengagement gegen Spielende in der 72. Minute belohnt. Nach einem Eckball und grossem Durcheinander war Thomas Konrad der Torschütze. In der Schlussphase bäumten sich die Young Boys halbherzig auf, die beste Gelegenheit vergab mit Aebischer ihr auffälligster Akteur. Sein Schuss landete am Aussenpfosten, kurz darauf war die unansehnliche Veranstaltung endlich Geschichte.

Adi Hütter sprach nach der Niederlage von einem «schlechten Spiel» und davon, dass sein Team irgendwann den Faden verloren habe. «Wir haben nicht gut gespielt», sagte der YB-Trainer. Wenigstens müssen sich die Gäste nicht vorwerfen lassen, keine Geschenke ins Fürstentum mitgebracht zu haben.

Drei Runden vor Saisonende allerdings liegen die Vaduzer weiter fünf Punkte (plus deutlich schlechtere Tordifferenz) hinter Lausanne. Die Sonne geht auch an schönen Tagen unter.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21522146

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. Mai 2017, 09:00 
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Einfach nur enttäuschend

YB lässt die kurze Siegesserie mit einem 0:1 in Vaduz abreissen. Damit bleibt den Liechtensteinern ?ein kleiner Funke Hoffnung auf den Ligaerhalt.

ie hatte das 4:1 am Sonntag gegen Luzern Spass gemacht, die Young Boys schienen wieder Lust zu haben auf spektakulären und schönen Fussball. Gestern, nur drei Tage später, liess YB aber bereits wieder jegliche Spielfreude vermissen. Es war, insbesondere nach der Pause, gar enttäuschend, was die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Berner beim Tabellenletzten boten.

Adi Hütter hatte, wie angekündigt, kräftig rotiert und seine Mannschaft gleich auf sechs von elf Positionen umgebaut. Neben dem gesperrten Mbabu mussten Rochat, Benito, Zakaria, Ravet und Assalé vorerst auf der Bank Platz nehmen. Dies war den Automatismen im Berner Spiel alles andere als förderlich. «Ich habe das gemacht, weil ich in diesem Spiel das eine oder andere sehen wollte», nahm der YB-Trainer einen Teil der Schuld für den missratenen Abend auf sich.

Es war bieder, was die Berner vor allem in offensiver Hinsicht ablieferten. Miralem Sulejmani beispielsweise war gegenüber dem Sonntagspiel nicht wiederzuerkennen. Er bewegte sich diesmal kaum, verlor viele Bälle und blieb ohne Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft. Aber auch andere Angreifer enttäuschten: Alexander Gerndt war nur einmal torgefährlich, Michael Frey ebenso, Thorsten Schick brachte kaum eine Flanke gefährlich vors Tor. Und auch aus dem Zentrum kamen kaum brauchbare Impulse, obwohl der junge Michel Aebischer immer wieder bemüht war, Bälle flach in die Tiefe zu spielen. Nur fanden die Pässe zu selten den Adressaten oder wurden vorne leichtfertig wieder preisgegeben.

Weil auch Vaduz eine Stunde lang nie den Eindruck hinterliess, sich vehement gegen den drohenden Abstieg zu stemmen, sahen die 3600 Zuschauer trotz besten Bedingungen «kein gutes Super-League-Spiel», wie gleich beide Trainer in ihren Statements bemerkten. Erst als sich Vaduz endlich aufbäumte und in der letzten halben Stunde besser ins Spiel fand, wurde die Partie doch noch etwas lebendiger. Der Lohn war das auf glückliche Art realisierte Siegtor in der 72. Minute nach einem Eckball. Auch nach dem Spiel wurde noch gerätselt, ob nun Thomas Konrad oder Mario Bühler den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie gedrückt hatte.

Verhaltene Vaduzer Freude

Während Adi Hütter anzusehen war, dass ihm das Gebotene alles andere als Spass gemacht hatte, konnte Roland Vrabec wenigstens mit dem Resultat zufrieden sein – allerdings nur bedingt. «Einerseits war es schön, dass wir im Abschluss wieder einmal das Glück hatten, das uns zuletzt häufig gefehlt hat, andererseits ist es natürlich schade, dass Lausanne auch gewonnen hat», sagte der Vaduzer Trainer. Nach 33 Runden liegt sein Team noch immer fünf Punkte hinter den Westschweizern und hat auch das schwächere Torverhältnis. Dazu kommt, dass die Liechtensteiner nun in Lugano und Luzern gleich zweimal auswärts antreten müssen. Es müsste im Saisonfinale also schon sehr vieles zusammenkommen, damit der FC Vaduz dem Abstieg noch entrinnen könnte.

Während die Liechtensteiner also weiter mit dem Rücken zur Wand stehen, könnten die Young Boys eigentlich locker und befreit aufspielen. Diesmal blieben die Berner fast alles schuldig. Hütter versprach, dass sich YB am Sonntag im vorletzten Heimspiel gegen Basel wieder in anderer Verfassung präsentieren werde. Das dürfte nach dem schwachen Auftritt von gestern nicht allzu schwierig sein.


http://www.derbund.ch/news/standard/Ein ... y/11900455

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