 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 13. März 2017, 15:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
13.03.2017  Zitat: Von Bergen: «Wir wären gerne gefährlicher gewesen»
YB-Captain Steve von Bergen spricht über die enttäuschende Nullnummer in Lausanne, die defensive Spielweise der Young Boys und die Schwierigkeit, den blamablen Ausrutscher im Cup gegen Winterthur zu verarbeiten.
Steve von Bergen, YB wollte heute offensichtlich defensiv gut stehen. Immerhin: Dieser Plan ging meistens auf. Steve von Bergen: Ja, wir erhielten in den letzten Wochen sehr viele Gegentore. Heute war es unser oberstes Ziel, stabil zu sein, wenig Chancen zuzulassen, zu null zu spielen. Das haben wir erfüllt. Wir standen viel tiefer als sonst, betrieben wenig Pressing, standen gut. Diese Leistung gibt uns Sicherheit.
Ihr Trainer Adi Hütter ist eigentlich ein Pressingfreund, der offensiven Fussball spielen lässt. Kam die Idee, in Lausanne derart vorsichtig zu spielen, aus der Mannschaft? Wo denken Sie hin? Bei uns entscheidet der Trainer. Aber wir waren uns alle einig, dass es so nicht weitergehen kann. Wir kassierten zuletzt immer zwei oder mehr Gegentore, oft waren es einfache Treffer, ein langer Ball genügte, um uns auszuspielen. Das wollten wir heute verhindern. Wir sprachen über unsere Probleme und übten letzten Woche eine defensivere Spielweise.
Die Young Boys erspielten sich keine gute Torchance. Unser Fokus lag heute klar auf der Defensive. Natürlich wären wir gerne gefährlicher gewesen. In der ersten Halbzeit hatten wir drei, vier sehr gute Kontergelegenheiten, in denen wir nicht präzise genug spielten. Das war schade, da hätten wir ihn Führung gehen können. Und dann hätten wir vielleicht auch mehr Räume vorgefunden. Wie gesagt: Wir wollten heute kein Gegentor erhalten. Und ausser bei Standardsituationen gerieten auch wir nicht in Gefahr.
Es kann dennoch nicht der Anspruch der ambitionierten Young Boys sein, beim verunsicherten Tabellenletzten derart harmlos aufzutreten. In der Regel kommen wir ja zu vielen Chancen. Und es ist klar, dass wir auch wieder offensiv gefährlich sein werden. Es war heute ein kampfbetontes Spiel, auch Lausanne agierte diszipliniert und liess uns wenig Platz.
Auf jeden Fall scheint das blamable Ausscheiden im Cupviertelfinal gegen Winterthur bei YB tiefe Spuren hinterzulassen zu haben. Ja.
Wie äussert sich das? Es war unser grosses Ziel, im Cup weit zu kommen und wenn möglich den Final zu erreichen. Diese Niederlage war wirklich sehr schmerzhaft. Das hat uns getroffen, das spürt man immer noch. Und letztlich kann ich nur für mich sprechen, aber mich beschäftigt das Cupausscheiden noch sehr. Ich kann es nicht einfach verdrängen, es ist immer wieder in meinem Kopf. Wir haben gegen Winterthur leider eine grosse Chance verpasst.
Haben Sie mittlerweile eine Erklärung, wie es YB geschafft hat, gegen das schwache Winterthur zu verlieren? Sie haben das Spiel ja auch gesehen. Wir hatten etwa 24 Schüsse oder noch mehr, der Gegner 4. Es gibt solche Partien, in denen man im Abschluss einfach zu wenig effizient ist. Umso wichtiger wäre es gewesen, defensiv gut zu stehen. Die zwei Treffer Winterthurs innerhalb weniger Minuten fielen auch deshalb, weil wir nicht aufmerksam genug waren. Hätten wir so verteidigt wie heute in Lausanne, wäre das nicht passiert. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31563532
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 13. März 2017, 15:57 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
13.03.2017  Zitat: Ausflug in die Biederkeit
Mit einem eigentümlich defensiven Auftritt weiss YB beim 0:0 gegen Lausanne nicht zu gefallen. Das Comeback von Alexander Gerndt ist eine gute Nachricht in der ereignisarmen Partie.
Einige der 4011 Zuschauer mögen sich gestern auf der Pontaise etwas verwundert die Augen gerieben haben ob dem Gezeigten, oder besser ob dem, was nicht gezeigt wurde: YB stand tief, sehr tief für seine Verhältnisse. Lausanne trat entgegen der Gewohnheit mit einer Viererabwehr an und war offensiver, wacher als das Gegenüber. Die Waadtländer kamen zwar auch nicht zu vielen Grosschancen, aber sie schossen immerhin den einen oder anderen Ball Richtung Gästetor.
Während das Heimteam zufrieden mit Leistung und Punkt war, hinterliess der Auftritt der Young Boys Fragezeichen. Mühsame Spiele auf der Pontaise sind nichts Neues, doch in der Vergangenheit rührte die Torflaute meist von der kompakten Abwehr des Gegners und nicht von der fehlenden Offensivarbeit der Gäste her. Nach Abpfiff erklärte Captain Steve von Bergen das defensive Gebaren seiner Mannschaft: «Unser Ziel war heute zu null zu spielen. Wir haben in den letzten Spielen zu viele Tore erhalten. Wir haben diese analysiert und wollten nun ohne Gegentor bleiben, um wieder Vertrauen zu gewinnen», so der Abwehrpatron.
In den zehn Spielen seit dem letzten «zu null» kassierte YB 20 Tore. Vergangene Woche brauchte Thun drei Minuten, um in Bern zwei Treffer zu erzielen. Winterthur brauchte fünf Minuten, um aus einem 0:2 ein 2:2 zu machen. «Das Cup-Aus ist immer noch in unseren Köpfen», sagte von Bergen, «vielleicht hätten wir in der zweiten Halbzeit gegen Winterthur besser so gespielt wie heute und weniger Pressing betreiben sollen.»
Dem Wunsch nach defensiver Stabilität wurde im Training Rechnung getragen. Anders als sonst hätten sie diese Woche trainiert, erzählt Adi Hütter, «in der Defensive haben wir heute umgesetzt, was wir trainiert haben, aber mit dem Spiel nach vorne können wir nicht zufrieden sein, das war zu wenig». YBs einzig wirklich erwähnenswerte Chance war ein Kopfball von Assalé nach einem Einwurf von Lecjaks. «Aus dem Spiel heraus gab es wenige Tormöglichkeiten. Gefährlich wurde es vor allem nach Standards», sagte Adi Hütter. So hatte YB nach einem Freistoss in der 90. Minute Glück, als Diniz Kopfball nur den Pfosten traf, sonst wäre aus dem «soliden 0:0», wie es von Bergen nannte, eine Niederlage geworden.
«Nichts beschönigen»
Bejubelt wurden von den mitgereisten YB-Fans keine Tore, aber immerhin Alexander Gerndt bei seiner Einwechslung. Kurz vor dem Rückrundenstart hatte sich der Schwede eine Bänderzerrung im linken Knie geholt. Er fühle sich gut, sagte er nach dem Comeback, das bereits sein zweites in dieser Saison ist. Der Stürmer musste in seiner Karriere schon einige Verletzungen hinnehmen, lässt sich von diesen aber nicht bremsen. «Ich werde eben nicht vorsichtiger. Weil ich mich in jede Situation voll reinwerfe, verletzte ich mich immer wieder. Das ist unglücklich, aber es gehört zu meinem Spiel», erläuterte Gerndt.
Zu vorsichtig agierten die Young Boys in Lausanne. «Ich will nichts beschönigen. Das war nicht der Fussball, den wir sehen wollen», befand Hütter und resümierte, «defensiv war das in Ordnung, das Offensivspiel hat mir nicht gefallen.» Nach dem gestrigen Ausflug in die defensive Biederkeit ist die Vorgabe des YB-Trainers für die nächsten Partien klar: «Wir müssen nun die Balance zwischen Defensive und Offensive wieder finden.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/Au ... y/20634146
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |