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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 00:51 |
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25.02.2017  Zitat: GC steckt noch tiefer im Abstiegssumpf
Trotz ansprechender Leistung verlieren die Zürcher das Heimspiel gegen die Young Boys 2:3. Matchwinner für die Gäste war Stürmer Roger Assalé mit zwei Toren.
Für seine ersten drei Tore für die Young Boys benötigte Assalé eine Spielzeit von 52 Minuten. Die Tore Nummern 2 und 3 des 23-Jährigen von der Elfenbeinküste brachten die Grasshoppers nach weniger als einer halben Stunde im Letzigrund 0:2 in Rückstand und führten sie schliesslich in die vierte Niederlage im vierten Spiel des Jahres.
So muss Trainer Pierluigi Tami feststellen, dass seine Mannschaft bestenfalls in kleinen Schritten vorankommt. Immerhin sind die ersten zwei Torerfolge 2017 da. Standesgemäss traf der wieder verpflichtete Goalgetter Munas Dabbur. Dieses Tor war indessen ein reines Geschenk der Berner Defensivspieler Sven Joss und Kasim Nuhu. Für Tamis Antipoden Adi Hütter auf Berner Seite dürfte dieses zwischenzeitliche 1:2 ein Ärgernis gewesen sein.
GC im Abstiegskampf – Assalé auf den Spuren Doumbias
Für die Grasshoppers folgen nun das schwierige Auswärtsspiel gegen Luzern und gleich danach das eminent wichtige Heimspiel gegen Schlusslicht Vaduz. Bis dorthin müsste den Grasshoppers etwas gelingen, falls nicht sowohl die Mannschaft als auch Trainer Tami in Nöte geraten sollen. Gegen die Young Boys spielten die Zürcher wie zuletzt beim 0:1 gegen Sion gefällig. Mehr aber nicht. Sie sind nach wie vor im Abschluss zu harmlos.
Im Stade de Suisse wird man Roger Assalé schon im nächsten Spiel gegen Thun mit dessen Landsmann Seydou Doumbia vergleichen, der vor neun Jahren als damals 21-Jähriger in Bern einschlug - und später zweimal Torschützenkönig wurde. Wie seinerzeit Doumbia ist Assalé schnell, wendig und trickreich. Wenn Assalé dem Versprechen in seinen beiden Einsätzen weitere Taten folgen lässt, werden die Berner über ein ungemein gefährliches Angriffsduo verfügen. Gegen die Grasshoppers erzielte der Franzose sein 16. Saisontor kurz vor der Pause auf Foulpenalty. Es war die Entscheidung im Match, denn das 2:3 von Caio kam erst in der 94. Minute, wenige Sekunden vor dem Abpfiff.
Grasshoppers - Young Boys 2:3 (1:3) 5000 Zuschauer. - SR San. Tore: 22. Assalé (Ravet) 0:1. 29. Assalé (Schick) 0:2. 32. Dabbur 1:2. 41. Hoarau (Foulpenalty) 1:3. 94. Caio (Sigurjonsson) 2:3. Grasshoppers: Vasic; Lavanchy, Pnishi, Bergström, Antonov; Brahimi, Sigurjonsson; Andersen (65. Fazliu), Caio, Gjorgjev (46. Munsy); Dabbur (72. Tabakovic). Young Boys: Mvogo; Joss (78. Sutter), Nuhu, Von Bergen, Lecjaks; Zakaria (87. Sanogo); Schick (82. Seferi), Bertone, Ravet; Hoarau, Assalé. Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic und Sherko (beide verletzt). Dabbur verletzt ausgeschieden. Young Boys ohne Gerndt, Benito, Wüthrich (alle verletzt), Mbabu und Sulejmani (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 35. Brahimi (Foul), 43. Zakaria (Ballwegschlagen), 56. Lavanchy (Foul), 56. Assalé (Foul), 64. Von Bergen (Foul), 69. Sigurjonsson (Reklamieren), 75. Caio (Foul), 91. Hoarau (Foul). http://www.20min.ch/sport/fussball/story/22366582
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 00:52 |
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25.02.2017  Zitat: GC verbessert, aber nicht gut genug
Die Grasshoppers bleiben in der Krise. Trotz ansprechender Leistung verlieren die Zürcher das Heimspiel gegen die Young Boys 2:3.
Der Trainer des Grasshopper-Clubs, Pierluigi Tami, hoffte gegen die Young Boys nach einer Leistungssteigerung im Heimspiel gegen Sitten (0:1) auf «Tore und Punkte». Lang waren die Zürcher in jüngster Vergangenheit ohne Torerfolg geblieben, aber nach 450 Minuten luden die Berner Verteidiger Sven Joss und Kasim Nuhu den leihweise verpflichteten Hoffnungsträger Munas Dabbur ein, seine Ruhe vor dem Tor unter Beweis zu stellen. Er wartete lange und traf im Stile eines Stoikers zum 1:2.
YB hatte den Zürchern schnell den Mut und auch etwas den Atem genommen. Innerhalb von sieben Minuten fand Roger Assalé zweimal grosszügig den Raum vor, um seine Gefährlichkeit unter Beweis zu stellen. Es waren bereits seine Tore 2 und 3 im Dress der Gelb-Schwarzen, vor einer Woche hatte der neu Verpflichtete als Einwechselspieler getroffen. Ein Beobachter auf der Tribüne meinte, dass der Mann aus Côte d’Ivoire für Interessenten ein teurer Spieler werden könnte. Das kann sein, allerdings müsste Assalé als Passgeber noch einige Fortschritte tätigen.
GC wirkte homogener und gefestigter als noch im Spiel in Lugano. Der CEO Manuel Huber schämte sich damals für die Performance seines Teams. Das braucht er jetzt nicht mehr zu tun. Caio und Dabbur geben der Mannschaft ein Stück mehr Stabilität, als es die jungen Nedim Bajrami und Haris Tabakovic es im Tessin tun konnten. Und solange der Tabellenletzte Vaduz nicht mehr Punkte holt, braucht im GC keine Panik auszubrechen. Aber ein paar Gedanken dürfen sich die Zürcher trotzdem machen: Dass die Berner zentral vor dem Tor Raum für die Tore vorfanden, zeugte nicht von konzentrierter defensiver Arbeit.
Aber GC lehnte sich trotz Zwei-Tore-Rückstand (Hoarau traf mit einem Foulpenalty) gegen die Niederlage auf, nicht immer mit beeindruckender Kreativität, aber das Spielglück lag auch nicht auf Zürcher Seite. Nach knapp 70 Minuten half Denis Zakaria im Strafraum sogar fahrlässig mit der Hand mit, um sich des Balls anzunehmen: Handspenalty und die gelb-rote Karte für den Sünder wäre ein vertretbares Verdikt gewesen. GC hätte mit dem Anschlusstor nochmals psychischen Auftrieb erhalten, der Anschlusstreffer von Caio fiel dann erst in der Nachspielzeit.
Das war zu spät, um noch reagieren zu können. Der GC-Mittelfeldspieler Mergim Brahimi stellte Fortschritte im Spiel fest, es habe gutgetan, wieder einmal Tore zu erzielen, aber irgendwann müsse man dann schon wieder Punkte holen. Dass es gegen ein auf bescheidenem Niveau agierendes YB nicht gelang, lag auch «an unseren Eigenfehlern», wie Brahimi richtig analysierte.
Der Trainer der Berner, Adi Hütter, wollte mehr vertikal spielen als in den vergangenen Wochen, aber der Österreicher dürfte mit der Umsetzung kaum zufrieden gewesen sein. Er sprach von einem intensiven Spiel mit vielen strittigen Szenen, war aber happy, wieder einmal gewonnen zu haben. Tami sagte, GC sei nicht schwächer als der Gegner gewesen, Details hätten entschieden. Eben, diese kleinen Dinge macht GC nach wie vor nicht gut, darum lässt der erste Sieg in der Rückrunde auf sich warten.
Grasshoppers - Young Boys 2:3 (1:3). 5000 Zuschauer. - Schiedsrichter: San. - Tore: 22. Assalé 0:1. 29. Assalé 0:2. 32. Dabbur 1:2. 41. Hoarau (Foulpenalty) 1:3. 94. Caio 2:3. Grasshoppers: Vasic; Lavanchy, Pnishi, Bergström, Antonov; Brahimi, Sigurjonsson; Andersen (65. Fazliu), Caio, Gjorgjev (46. Munsy); Dabbur (72. Tabakovic). Young Boys: Mvogo; Joss (78. Sutter), Nuhu, Von Bergen, Lecjaks; Zakaria (87. Sanogo); Schick (82. Seferi), Bertone, Ravet; Hoarau, Assalé. Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic und Sherko (beide verletzt). Dabbur verletzt ausgeschieden. Young Boys ohne Gerndt, Benito, Wüthrich (alle verletzt), Mbabu und Sulejmani (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 35. Brahimi (Foul), 43. Zakaria (Ballwegschlagen), 56. Lavanchy (Foul), 56. Assalé (Foul), 64. Von Bergen (Foul), 69. Sigurjonsson (Reklamieren), 75. Caio (Foul), 91. Hoarau (Foul). https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag ... -ld.147774
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 22:38 |
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26.02.2017  Zitat: YB-Noten: Assalé überragend, Nuhu fehlerhaft
Beim 3:2-Sieg in Zürich gegen GC zeigen die Young Boys eine durchzogene Leistung. Dank der Effizienz und Klasse von Roger Assalé reicht es dennoch zu drei Punkten.
Yvon Mvogo: Note 4,5 Sichere Leistung, strahlte meistens Souveränität aus, packte zu. Unglückliche Aktion beim zweiten Gegentor wenige Sekunden vor Spielende, als der Ball vom Pfosten an seine Schulter und dann ins Tor prallte.
Sven Joss: Note 3,5 Teilweise überzeugend in den Zweikämpfen, aber auch mit einigen Fehlern. Leitete den ersten Gegentreffer mit einem unpräzisen Rückpass ein.
Steve von Bergen: Note 4,5 Der beste YB-Verteidiger. Resolut, gutes Stellungsspiel, robust. Manchmal zu ungestüm.
Kasim Nuhu: Note 3 Eigentlich mit vielen gelungenen Szenen. Aber auch mit äusserst schwachen, unkonzentrierten Aktionen, zum Beispiel vor dem GC-Anschlusstor zum 1:2, als ihm der Ball vom Fuss springt.
Jan Lecjaks: Note 4 Solid, ohne grosse Impulse nach vorne, aber auch ohne nennenswerte Mängel.
Leonardo Bertone: Note 4 Kurbelte das YB-Spiel an, streute aber auch zu viele Fehlpässe ein.
Denis Zakaria: Note 4 Zuweilen etwas wild, legte sich den Ball mehrmals zu weit vor. Mit seinen langen Beinen gewann er jedoch auch viele Zweikämpfe, an der Entstehung des 0:1 und des 1:3 beteiligt. Hätte auch die Gelb-Rote Karte sehen können – und mit ein bisschen Glück, führte sein Handspiel im eigenen Strafraum nicht zu einem Elfmeter für GC.
Thorsten Schick: Note 3 Erneut keine gelungene Darbietung des Österreichers. Blieb oft hängen, ohne Durchsetzungsvermögen.
Roger Assalé: Note 5,5 Mit Abstand bester Spieler auf dem Rasen. Schnell, wirblig, kaum vom Ball zu trennen, laufstark. Kaltblütig bei seinen Toren zum 0:1 und 0:2, später mit weiteren auffälligen Szenen.
Yoric Ravet: Note 4,5 Probierte einiges, sein Schuss ermöglichte das Führungstor Assalés. Holte später den Penalty heraus. Danach fiel der Franzose nicht mehr gross auf. Das lag aber auch daran, dass YB wenig in die Offensive investierte.
Guillaume Hoarau: Note 4 Oft anspielbar, aber erhielt eher wenig brauchbare Zuspiele. Dennoch schoss Hoarau sein obligatorisches Tor – erneut, wie eine Woche zuvor gegen St. Gallen, mit einem Elfmeter.
Scott Sutter (78. Minute für Joss), Taulant Seferi (82. Minute für Schick) und Sékou Sanogo (87. Minute für Zakaria) waren für eine Benotung zu kurz im Einsatz.
Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31917304
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 22:41 |
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26.02.2017  Zitat: «Es ist unmöglich, dass wir immer verlieren»
GC schiesst wieder Tore, unterliegt beim 2:3 gegen YB aber zum vierten Mal. Trotzdem scheint der Trainer Tami nicht unzufrieden.
Es hätte anders, besser kommen können für den Grasshopper-Club beim 2:3 gegen insgesamt bescheidene Young Boys. Das ist eine gute Nachricht. Denn wer GC im Abstiegskampf in Lugano vor zwei Wochen gesehen hatte, fragil und mit Angst im Nacken, musste sich ernsthaft Sorgen machen. Sogar der sonst geerdete Trainer Pierluigi Tami verriet Anzeichen von Nervosität und gab zu verstehen, dass man «so» nicht spielen könne. Das hatte jeder gesehen. Der CEO Manuel Huber schämte sich ob der Performance, erhörte aber den unterschwelligen Hilferuf und verpflichtete in einer glücklichen Fügung leihweise Munas Dabbur, der in Salzburg das Glück noch nicht gefunden hatte.
Und dieser Dabbur zeigte, wie wertvoll er für GC noch werden könnte. Er traf gegen YB nach 450 Minuten ohne GC-Tor endlich wieder. Lange wartete Dabbur mit dem Abschluss, so lange, wie nur ein Routinier im Strafraum warten kann: nur noch 1:2 nach 32 Minuten.
GC hoffte wieder, wehrte sich auch nach der Pause trotz einem Zweitorerückstand (Hoarau traf vom Elfmeterpunkt) gegen die vierte Niederlage in dieser Rückrunde – vergeblich zwar, aber immerhin war Widerstand auszumachen.
«Diese Eigenfehler müssen wir abstellen»
Sie seien nicht schwächer gewesen als der Gegner, sagte der Trainer Tami an der Pressekonferenz, nur Details hätten verhindert, dass der Aufwand belohnt worden wäre. Mit «Details» meinte Tami, dass dem Berner Stürmer Roger Assalé bei seinen Toren zur 2:0-Führung zu viel Raum gewährt worden ist – und dass man eigene Möglichkeiten im gegnerischen Strafraum nicht genügend wahrgenommen hat. Der Brasilianer Caio, in verbesserter Form, schoss in der Nachspielzeit ein zweites Tor. Dies tue gut, «gerade unseren Topleuten», sagte der fleissige und um Spielstruktur bemühte Mittelfeldspieler Mergim Brahimi. Aber irgendwann müsse man dann schon wieder einmal ein Spiel gewinnen, sagte er, «diese Eigenfehler müssen wir abstellen». Tami ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird, «es ist unmöglich, dass wir immer verlieren, wenn wir so spielen», sagte er und wirkte wieder geerdeter als in Lugano.
GC scheint aus der Schockstarre zu erwachen
Die Zuversicht ist zurück, dass GC vielleicht doch nicht so arg in den Abstiegskampf gerät – oder ihn aber bestehen kann. Tami ist mit der Entwicklung zufrieden, er stellt gar «grosse Fortschritte» fest. Das kann man so sehen. Allerdings waren die Anfangsleistungen in der Rückrunde auf tiefem Niveau, Brahimi nannte sie «eine Katastrophe». GC scheint das Gleichgewicht langsam zu finden, der Klub scheint aus der Schockstarre zu erwachen, die der schmerzhafte Abgang von Kim Källström ausgelöst hat. Es ist eine existenzielle Erfahrung: Das Leben geht weiter.
Was noch anzumerken ist: GC spielte gegen einen uninspirierten Gegner. Der Trainer Adi Hütter versuchte mit ein paar Rotationen in der Startaufstellung Dynamik zu erzeugen. Er sah allerdings nur Assalé, der hellwach vor dem Tor agierte. So wie er sich auf dem Platz bewegt, scheint sich der Ivoirien heimisch zu fühlen in seinem neuen Team. Anders als in der Stadt Bern. Nach dem Einstand vor gut einer Woche gegen St. Gallen sagte Assalé, er wisse noch nicht genau, wo er wohne. Aber «Obstberg» ist auch ein schwieriges Wort. https://www.nzz.ch/sport/grasshoppers-e ... -ld.147855
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 22:43 |
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26.02.2017  Zitat: YB: Dank Assalé wieder in der richtigen Spur
Der neue Stürmer führt YB mit zwei Treffern zum 3:2 gegen GC. Die Berner wirken gerüstet für die erste wichtige Aufgabe der Rückrunde im Schweizer Cup.
Drei Tage sind im Rückrundenkalender des BSC Young Boys dick angestrichen: der 1. März, der 5. April und der 25. Mai. Das sind die Daten, an denen im Schweizer Cup die Viertelfinals, die Halbfinals und der Final ausgetragen werden.
Beim Berner Stadtclub sind Spieler wie sportliche Führung zwar bemüht, die Bedeutung eines guten Abschneidens in der Super League, die Absicherung von Platz 2 zu betonen. Das ist verständlich. Intern jedoch gilt der Fokus dem Cup. Die Aussichten, erstmals seit 30 Jahren wieder einmal eine Trophäe zu gewinnen, waren seit Jahren nie mehr so gut.
Wie der Cup bereits in den Köpfen der Spieler herumgeistert, zeigten am Samstag nach dem 3:2 gegen GC die Aussagen von zwei Exponenten des Teams. «Das war ein wichtiger Sieg vor einer wichtigen Woche», bemerkte Captain Steve von Bergen. «Wir haben in den letzten zwei Spielen nur einen Punkt geholt. Dieser Erfolg kommt zum richtigen Zeitpunkt, weil wir eine grosse Woche vor uns haben», sagte Topskorer Guillaume Hoarau, der beim 3:1 mittels Penalty seinen 16. Saisontreffer verbuchte.
Mit der grossen Woche meinte der Franzose aber weniger das Derby gegen Thun vom nächsten Samstag, das er wegen seiner vierten Gelben Karte verpassen wird. Für Hoarau und sein Team zählt primär der Mittwoch, wenn um 19.30 Uhr der unterklassige FC Winterthur zum Cup-Viertelfinal im Stade de Suisse aufkreuzt.
Auf dem Papier scheint dies eine einseitige Sache zu werden: Der Tabellenzweite der Super League gilt gegen den kriselnden Drittletzten der Challenge League als haushoher Favorit und kann dazu auf den Heimvorteil zählen. Nur: YB hat in den letzten Jahren im Cup für viele Schlagzeilen gesorgt – und zwar ausschliesslich für negative. Sogar Mannschaften wie der SC Buochs aus der 2. Liga Interregional wurden zu unüberwindbaren Hürden.
Es ist zwar nicht so, dass YB derzeit so überzeugend auftritt wie noch in der zweiten Hälfte der Vorrunde. Dennoch sind im Moment keine Indikatoren auszumachen, dass am Mittwoch im Cup abermals etwas schieflaufen könnte. Die Mannschaft hat sich am Samstag nach dem blamablen 1:4 in Luzern und dem mageren 2:2 gegen St. Gallen im Stile einer Spitzenmannschaft zurückgemeldet. YB brillierte nicht, überzeugte aber mit Effizienz und guter Organisation.
Die Berner ruhten sich diesmal nicht auf einer frühen Führung aus, sie sorgten schon vor der Pause für die entscheidende Zäsur. «Dass wir nach dem 1:0 gleich nachlegen konnten, hat uns gutgetan», bestätigte von Bergen. Und sie hätten nach dem «geschenkten Tor» an GC sofort mit dem 3:1 antworten können. Das sei die entscheidende Phase des Spiels gewesen. Nicht zufrieden war der Captain einzig mit dem Konterspiel nach der Pause, «dieses hat nicht optimal geklappt».
Eine traumhafte Bilanz
Nach dem kurzen Durchhänger in den Runden 20 und 21 konnte YB also rasch wieder Tritt finden. Ein Spieler hat daran massgeblichen Anteil: Roger Assalé. Der kleine Ivorer hatte den Bernern bei seinem Einstand gegen St. Gallen mit dem Tor zum 2:2 einen Punkt gerettet, im Letzigrund war er nun gar der Matchwinner. Beim ersten Treffer bewies er nach einem Abpraller von GC-Goalie Vaso Vasic gute Antizipierfähigkeiten, beim zweiten brillierte er mit einer gekonnten Drehung vor dem Torschuss.
Zum Zeitpunkt (28.), als dieses 2:0 fiel, hatte der neue Stürmer erst 41 Minuten im YB-Dress gespielt und bereits drei Tore erzielt – eine rekordverdächtige Quote. «Assalé ist im Team sehr gut aufgenommen worden, mit diesen drei Treffern hat er dies jetzt schon zurückgezahlt», freute sich Adi Hütter. Der neue Stürmer habe gezeigt, «dass er nicht nur schnell ist, sondern auch Tore machen kann».
Ob YB mit Assalé tatsächlich das grosse Los gezogen hat, werden die nächsten Wochen zeigen. Mit seiner frechen und frischen Art ist er zweifellos eine Bereicherung für die Mannschaft und eine stete Gefahr für den Gegner. Trotz seinen 23 Jahren ist er aber noch nicht ausgereift: Seine Klasse hat er bisher vor allem im Strafraum bewiesen. Bei der Passqualität, der Spielübersicht und den Laufwegen ist noch Steigerungspotenzial auszumachen.
Fürs Erste ist man bei den Bernern aber zufrieden, dass der neue Stürmer so einen Traumeinstand hingelegt hat. Seine drei Tore haben wesentlich dazu beigetragen, dass bei YB vor dem ersten wichtigen Termin 2017 am Mittwoch keine Unruhe aufgekommen ist. http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/20766891
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shalako
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Verfasst: Sonntag 26. Februar 2017, 22:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.02.2017  Zitat: Alles Roger bei den Young Boys
YB siegt bei GC 3:2 – ohne zu überzeugen. Der neue Ausländer Roger Assalé trifft zweimal früh, erinnert an einen früheren Strafraumspezialisten («kleines, flinkes Assalé») und weist eine weltrekordverdächtige Torquote auf.
Die Young Boys haben die Pflicht mit einem schmucklosen 3:2-Sieg in trister Ambiance im kalten Letzigrund gegen das kriselnde GC erfüllt. Es war kein besonders gelungener Vortrag von YB in einer hektischen Partie mit umstrittenen Entscheidungen der Spielleiter.
Am Ende spielte es keine Rolle, wer einen Handelfmeter verdient gehabt hätte und ob es nicht jeweils eine Rote Karte hätte geben müssen – die Gäste siegten verdient, obwohl sie nicht restlos überzeugten.
Trainer Adi Hütter war zufrieden mit seinem Team, Captain Steve von Bergen sprach von einem «wertvollen Sieg» und Torjäger Guillaume Hoarau davon, dass es wichtig gewesen sei, nach zwei sieglosen Partien reagiert zu haben.
Ein Abend der Geschenke
Lange werden sich die Young Boys nicht mit der Partie in Zürich aufhalten. Es war ein Abend der vielen Geschenke, wobei GC die grösseren Gaben bereithielt. Beispielsweise Torhüter Vaso Vasic, der nach verhaltener YB-Startphase einen Yoric-Ravet-Schuss ungenügend abwehrte.
Roger Assalé profitierte ebenso davon wie kurz darauf von der Schlaftrunkenkeit der GC-Abwehr nach einem weiten Einwurf. «Leider offerierten wir GC danach auch ein Tor», sagte von Bergen. Er sprach jene Szene an, in der Sven Joss mit einem ungenügenden Pass und Kasim Nuhu mit einem Ballverlust Pate standen bei Munas Dabburs Anschlusstor. Es war der erste GC-Treffer nach 450 Spielminuten.
Noch vor der Pause erhielten die Young Boys das nächste Präsent, als Alban Pnishi im eigenen Strafraum mit einer dämlichen Aktion Ravet zu Fall brachte. Guillaume Hoarau verwandelte den Elfmeter souverän, danach stellte YB den Spielbetrieb weitgehend ein.
Und erzielte weit in der Nachspielzeit den letzten Treffer grosszügigerweise gleich selber, als Goalie Yvon Mvogo einen Pfostenkopfball Caios ins eigene Tor lenkte. Es war das letzte Geschenk, ohne Schleifchen, als Aufmunterung für die Gastgeber, die im Abstiegskampf stecken.
«Wenn wir solche Leistungen zeigen», meinte GC-Trainer Pierluigi Tami, «werden wir einige Spiele gewinnen.» Es war eine optimistische Aussage, fehlte es den willigen, aber harmlosen Zürchern doch stark an Qualität.
Lob für schnelle Integration
Bei YB wiederum stand erneut Roger Assalé im Mittelpunkt. Wie eine Woche zuvor, als der erst kürzlich verpflichtete Ivorer nach seiner Einwechslung gegen St. Gallen (2:2) überzeugt und den Ausgleich erzielt hatte. Nach seinem 2:0 gegen GC wies er einen Schnitt von 17 Minuten pro Tor für YB auf, es war eine weltrekordverdächtige Quote.
Mittlerweile steht er bei 38 Minuten, was immer noch selbst Superstars wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi in den Schatten stellt. Vor allem aber ist Assalé auf schnellstem Weg, sich als zweiter Topskorer bei YB neben Hoarau zu etablieren. «Er hat sich gut integriert, zumal viele mit ihm Französisch sprechen können», sagte von Bergen.
Auch Coach Hütter lobte die Integration des Afrikaners, der ein «pflegeleichter, freundlicher Typ» sei. Assalé wiederum freute sich selbstredend über seinen gelungenen Einstand, gab sich aber bescheiden. «Es freut mich, dem Team helfen zu können.»
Bereits wird der 23-jährige Offensivspieler wegen seiner Schnelligkeit und Torgefährlichkeit mit seinem Landsmann, dem früheren YB-Publikumsliebling und heutigen Basel-Angreifer Seydou Doumbia, verglichen. Gemessen an seinen Toren am Samstag, erinnerte Assalé sogar an den allerbesten Strafraumstürmer der Fussballgeschichte.
Nun, ja, zumindest ein bisschen. In Gerd-Müller-Manier vollstreckte er zweimal, beim 2:0 sogar mit formvollendeter Müller-Blitzdrehung. Der deutsche Weltmeister wurde «kleines, dickes Müller» gerufen, vielleicht wäre «kleines, flinkes Assalé» ganz passend für den 167-Zentimeter-Sprinter aus der Elfenbeinküste.
Bereits am Mittwoch werden Assalé und seine Kollegen wieder gefordert sein. Verlieren sie den Cupviertelfinal zu Hause gegen Challenge-League-Klub Winterthur, wird bei YB nichts mehr Roger sein.
Überraschend im Team, überraschend selbstkritisch
Die Chance für Sven Joss kam früher als erwartet. Der YB-Verteidiger stand in Zürich gegen GC in der Startformation – und war überhaupt nicht zufrieden mit seiner Leistung.
Der junge Mann ist medial noch nicht abgeschliffen, und das ist ganz gut so. «Nicht gut, sondern schlecht» sei seine Leistung gewesen, sagt Sven Joss, und weil man nicht sicher ist, ob der Fussballer das wirklich genau so meint, wie er es gesagt hat, fragt man leicht irritiert nach. «Ja, klar, ich bin nicht zufrieden mit mir», sagt Joss, «ich war defensiv zu wenig solid, habe zu viele Zweikämpfe verloren und nach vorne viel zu wenig gemacht.»
Einsatz verdient
Es sind kritische, selbstkritische Voten, die man selten von Fussballern hört. Und mal abgesehen davon, dass sie zu kritisch und zu selbstkritisch sind, erstaunen sie ohnehin sehr, weil YB bei den Grasshoppers gerade relativ mühelos 3:2 gewonnen hat. Und weil Sven Joss eigentlich keiner ist, der grosse Töne spuckt. Im Gegenteil: Der ruhige Berner spricht überlegt, nachdenklich, seine Antworten fallen sehr sparsam aus, er redet in der Regel nicht mehr, als unbedingt nötig ist.
Sven Joss stand am Samstagabend in Zürich eher überraschend in der YB-Startaufstellung. Manchmal geht es halt schneller, als man denkt. In der internen Hierarchie der Rechtsverteidiger lag der Youngster auf Rang 3, hinter dem gesetzten Routinier Scott Sutter und knapp hinter Wirbelwind Kevin Mbabu.
Joss aber trainierte nach seiner Verletzungsserie im letzten halben Jahr zuletzt gut und verdiente sich eine Spielgelegenheit. Im August hatte er sich ja an der Schulter und im November am Knie verletzt – und nach seiner Rückkehr aus Thun im letzten Sommer erst knapp 10 Super-League-Minuten im YB-Dress absolviert.
Nun erfuhr Joss am Samstag rund 90 Minuten vor Spielbeginn von seiner Nomination. «Ich war überrascht, aber nicht nervös», sagt Joss, aber natürlich sei er zuvor ein bisschen enttäuscht gewesen, in den ersten Partien des Jahres 2017 nicht eingesetzt worden zu sein. «Doch ich stieg im Januar erst Mitte der Vorbereitung ins Training ein und musste mich deshalb gedulden.»
Ziel: Durchbruch bei YB
Die Leistung von Joss im Letzigrund war mässig wie jene seines Teams, aber nicht so schlecht, wie sie der Protagonist dieser Geschichte selber beurteilt. Er stand mit einem missglückten Rückpass am Ursprung des ersten Gegentores, wobei der sorglose Kasim Nuhu in dieser Szene noch schlechter agierte. «Das war nicht ideal von mir», sagt Joss, «und es ärgert mich, war GC nach diesem Tor zum 1:2 wieder im Spiel.»
Der enge Kampf um Einsatzzeiten auf der rechten Defensivseite hat sich trotz der nicht brillanten Darbietung von Joss verschärft. Der 22-Jährige sieht sich in der Hierarchie hinter Sutter und gleichauf mit Mbabu. «Und ich kann auch hinten links spielen, selbst wenn mein rechter Fuss besser ist. Dort war ich am Ende ja auch in Thun aufgestellt worden.»
Bei aller Zurückhaltung weiss Sven Joss genau, was er will: den Durchbruch bei den Young Boys. Eine weitere Ausleihe im Sommer sei nicht geplant, er wolle sich in Bern behaupten. «Es war immer mein Ziel, bei YB zu spielen.» http://www.davidschweizer.ch/bilder/ref ... eitung.png
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