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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:48 
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1:1 bei Olympiakos Piräus

YB scheidet aus der Europa League aus

Tolles Spiel, guter Kampf, aber kein Sieg. Die Sechzehntelfinals der Europa League sind für die Berner Young Boys nach dem 1:1 bei Olympiakos Piräus nicht mehr zu erreichen.

Das Spiel: Rassiger Beginn im Stadion Georgios Karaiskakis in Athen! Vor allem auch, weil YB mutig die Offensive sucht. Olympiakos steht enorm hoch – und läuft Gefahr, in einen Konter zu laufen. Doch Fortuna ist den Bernern in der ersten Hälfte nicht hold. Ganz im Gegensatz zu Fortounis auf Seiten der Griechen! Sein Traumtor per Freistoss nach der Pause schmerzt YB. Aber nur rund zehn Minuten bis zum Ausgleich durch Hoarau – sein viertes Tor im fünften Spiel. Dann zählt ein Abseitstor durch den Ex-Xamaxien Brown zu recht nicht. Und als Hoarau erneut trifft, weht wieder die Flagge des Linienrichters. Auch hier – haarscharf – zu recht. Dann trifft Tarek Elyounoussi (Cousin von FCB-Elyounoussi) aus drei Metern das leere Tor nicht! Zum Schluss versuchen die Berner nochmals alles, doch es reicht nicht mehr. Das Europa-League-Aus ist besiegelt.

Die Tore:
48. Minute, 1:0 – Fortounis: Was für ein Super-Freistoss! Fortounis läuft aus rund 25 Metern von halbrechts an. Statt einer Flanke aber schiesst er scharf aufs Tor – und trifft tatsächlich oben rechts ins Netz! Mvogo sieht dabei etwas unglücklich aus.
58. Minute, 1:1 – Hoarau: Toller Ball von Lecjaks in die Spitze auf den YB-Topstürmer. Der Ball setzt einmal auf, Hoarau zieht ab – und trifft links unten zum Ausgleich!

Der Beste: Kostas Fortounis ist ein grosses Talent. Doch bei Kaiserslautern konnte sich der griechische Nationalspieler und Mann mit dem höchsten Marktwert im Olympiakos-Kader (geschätzte zehn Millionen Euro) nie richtig durchsetzen. In der Heimat läuft es ihm wieder besser. Und seine Schusstechnik ist fabulös, auch wenn Yvon Mvogo beim 1:0 der Griechen an Fortounis’ Geschoss merkwürdig vorbeisegelt.

Der Schlechteste: Mohamed Elyounoussi lässt die beste FCB-Chance bei Basels schwachem 0:0 bei Ludogorets aus. Sein Cousin Tarik toppt das locker! In der 81. Minute semmelt er einen Ball übers leere Tor. Die Szene, welche die YB-Hoffnungen bis in die vierte Nachspielminute aufrecht halten. Erfüllt werden sie indes nicht.

Das gab zu reden: Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss gibt Loris Benito sein Comeback im Dress der Berner. Der eigentliche Linksverteidiger spielt in der Innenverteidigung neben Steve von Bergen und liefert eine solide Partie ab.

So gehts weiter: Im letzten Spiel der diesjährigen Gruppenphase kommts am Donnerstag, 8. Dezember um 19 Uhr zum Aufeinandertreffen der Young Boys mit Astana im Stade de Suisse in Bern. Zeitgleich empfängt Apoel Nikosia die Griechen von Olympiakos.

http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 07229.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:49 
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Aus der Traum für YB

Die Young Boys müssen den europäischen Fussball für nach der Winterpause abschreiben. Ein 1:1 bei Olympiakos Piräus reichte nicht, um sich im Kampf für die K.o.-Runde zurückzumelden.


- Frust pur: YB spielt beim griechischen Meister gut, aber eben nicht gut genug
- Eine Runde vor Schluss liegen mit 5 Punkten die Sechzehntelfinals ausser Reichweite
- Im bedeutungslosen letzten Spiel gegen Astana geht es nur noch um Rang 3

45 Minuten lang hatte YB bei Olympiakos vieles richtig gemacht. Dem engagierten und mutigen Auftritt fehlte zwar noch der Torerfolg, doch nährte er die Hoffnung auf den nötigen Coup.

Kaum war in Piräus die Partie allerdings wieder angepfiffen, wurde diese Hoffnung jäh zerstört. Mit voller Wucht hämmerte Kostas Fortounis einen Freistoss aus rund 20 Metern sehenswert in die Maschen (48.).

Zurückgekämpft – und doch gescheitert

Exakt 10 Minuten später liess Guillaume Hoarau den Glauben nochmals aufflammen. In seiner gewohnt abgeklärten Manier skorte der Torschütze vom Dienst zum 1:1-Ausgleich. Doch die Berner brauchten einen Sieg, um sich noch Chancen auf das europäische Geschäft im Frühjahr ausrechnen zu können.

Und dieser sollte ihnen gegen einen weitgehend minimalistischen griechischen Meister nicht mehr gelingen. Damit wartet das Team von Adi Hütter in der Meisterschaft und auf internationaler Bühne nun schon seit 11 Partien auf einen Vollerfolg in der Fremde.

Das gleiche Schicksal

Im anderen Spiel der Gruppe B schlug Astana trotz Rückstand Nikosia mit 2:1 – und gehörte gleichwohl zu den Verlierern. Denn wie YB können sich auch die Kasachen nicht mehr auf den 2. Rang verbessern. Somit hat die Partie am 8. Dezember im Stade de Suisse Kehraus-Charakter.


http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... um-fuer-yb

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:51 
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Young Boys trotz 1:1 in Piräus out

Anstelle des unabdingbaren Sieges schaut nur ein 1:1 heraus: Die Young Boys zeigen bei Olympiakos Piräus eine gute Leistung, aber das Weiterkommen in der Europa League ist nicht mehr möglich.

Auch ein noch so hoher Sieg im abschliessenden Heimspiel in zwei Wochen gegen Astana - das Hinspiel in Kasachstan endete 0:0 - würde der Mannschaft von Trainer Adi Hütter ebenso wenig nützen wie die stolzen vier Tore, die Goalgetter Guillaume Hoarau in drei Europa-League-Spielen erzielt hat, das Tor zum 1:1 bei Olympiakos mitgezählt.

Die durchaus mögliche Qualifikation für die K.o-Phase der Europa League vom Frühling haben die Young Boys gerade in den beiden Begegnungen mit dem griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus vergeben. Zieht man die Leistungen und Chancen beider Spiele heran, würde die gerechte Punkteaufteilung 2:2 lauten, niemals aber 1:4.

Die einzige zwingende Torchance der ersten Halbzeit hatten die Berner. In der 17. Minute scheiterte Hoarau mit einem Abschlussversuch mit dem linken Fuss aus kurzer Distanz an einem Reflex des jungen Torhüters Nicola Leali. In der eigenen Zone liessen die Berner zumindest in der ersten Hälfte wenig zu. Der seit kurzem genesene Loris Benito, als Partner von Steve von Bergen im Abwehrzentrum eine Notlösung, machte seine Sache gut.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren aus Sicht der Berner fatal. Zuerst wehrte Goalie Yvon Mvogo einen Versuch des Brasilianers Seba auf die exakt gleiche Weise ab wie zuvor Leali gegen Hoarau. Unmittelbar danach jedoch liess Mvogo aus beträchtlicher Distanz einen raffiniert getretenen und zugleich wuchtigen Freistoss von Konstantinos Fortounis passieren. Ob Mvogo einen Teil der Schuld auf sich laden muss, war schwer zu beurteilen. Es war aber bezeichnend, dass das erste Tor auf eine Standardsituation zustande kam. Zehn Minuten später nutzte Hoarau auf ein schönes Zuspiel von Jan Lecjaks seine zweite grosse Chance des Spiels zum bis dorthin verdienten Ausgleich.

Das notwendige Siegestor verpassten die Young Boys nach 75 Minuten um wenige Zentimeter. Der Assistent entschied auf ein sehr knappes Offside des eingewechselten Alexander Gerndt, als dieser eine wunderbare Hereingabe auf den vermeintlichen Doppeltorschützen Hoarau schlug. Der Schiedsrichter unterbrach erst, als der Ball schon im Tor lag. Auch mit den TV-Bildern war nicht auszumachen, ob wirklich ein Offside vorlag. Die Berner hätten möglicherweise aus dem ganzen Spiel mehr herausholen können, wenn sie mit der Abseitsfalle der Griechen besser zurechtgekommen wären. Einige vielversprechende Angriffe verpufften auf diese Weise. Die Griechen ihrerseits vergaben nach 80 Minuten eine riesige Chance zum 2:1.

Trotz der Absenzen der verletzten Offensivkräfte Yoric Ravet und Yuya Kubo waren die Young Boys aufgrund der eindeutigen Ausgangslage gezwungen, im Spiel nach vorne einiges zu zeigen und vor allem Tore zu schiessen. Trainer Hütter versuchte dies mit einer Balance, einem Kompromiss zu erreichen: einerseits die ersatzgeschwächte Innenverteidigung unterstützen, andererseits vor allem über die oft rochierenden Zangenspieler Thorsten Schick und Miralem Sulejmani vorpreschen. Das funktionierte an sich gut. Der Fluch der Auswärtsspiele hätte besiegt werden können. In den vergangenen Wochen hatten die Berner in fremden Stadien nicht selten gut gespielt. Dennoch gewannen sie kein einziges der letzten zehn von insgesamt elf Auswärtsspielen dieser Saison im Europacup und in der Super League.

Telegramm:

Olympiakos Piräus - Young Boys 1:1 (0:0)

21'000 Zuschauer. - SR Zelinka (CZE). - Tore: 48. Fortounis (Freistoss) 1:0. 58. Hoarau (Lecjaks) 1:1.

Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Botia, Da Costa, Retsos; Martins, Milivojevic; Fortounis; Elyounoussi (84. Manthatis), Brown, Seba.

Young Boys: Mvogo; Sutter, Von Bergen, Benito, Lecjaks; Sanogo (77. Duah), Zakaria; Schick (88. Frey), Bertone, Sulejmani (59. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Olympiakos Piräus ohne Marin, Cardozo, Kapinos, Maniatis und De La Bella (alle verletzt). Young Boys ohne Nuhu, Mbabu (beide gesperrt), Ravet, Kubo, Rochat und Wüthrich (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Figueiras (Foul), 30. Elyounoussi (Foul), 31. Lecjaks (Foul/für das Heimspiel gegen Astana gesperrt), 53. Von Bergen (Foul), 61. Botia (Foul), 69. Da Costa (Spielverzögerung).

Gruppe A: FC Astana - APOEL Nikosia 2:1 (0:1). - Rangliste: 1. APOEL Nikosia* 5/9 (6:6). 2. Olympiakos Piräus* 5/8 (7:4). 3. Young Boys+ 5/5 (4:4). 4. FC Astana+ 5/5 (5:8).


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -130743946

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:52 
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YB spielt gut und verpasst das Ziel

Die Berner Young Boys spielen gegen Olympiakos Piräus 1:1. Das ist zu wenig, um die Gruppenphase der Europa League zu überstehen.

Auch ein noch so hoher Sieg im abschliessenden Heimspiel in zwei Wochen gegen Astana würde den Young Boys ebenso wenig nützen wie die vier Tore, die Goalgetter Guillaume Hoarau in drei Europa-League-Spielen erzielt hat.

Die Qualifikation für die K.o-Phase der Europa League haben die Young Boys in den beiden Begegnungen mit dem griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus vergeben. Zieht man die Leistungen und Chancen beider Spiele heran, würde die gerechte Punkteaufteilung 2:2 lauten, nicht 1:4.

Die einzige zwingende Torchance der ersten Halbzeit hatten die Berner. In der 17. Minute scheiterte Hoarau mit einem Abschlussversuch mit dem linken Fuss aus kurzer Distanz am jungen Torhüters Nicola Leali. In der eigenen Zone liessen die Berner zumindest in der ersten Hälfte wenig zu. Der seit kurzem genesene Loris Benito, als Partner von Steve von Bergen im Abwehrzentrum eine Notlösung, machte seine Sache gut.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren aus Sicht der Berner fatal. Zuerst wehrte Goalie Yvon Mvogo einen Versuch des Brasilianers Seba auf die exakt gleiche Weise ab wie zuvor Leali gegen Hoarau. Unmittelbar danach jedoch liess Mvogo aus beträchtlicher Distanz einen raffiniert getretenen und zugleich wuchtigen Freistoss von Konstantinos Fortounis passieren. Ob Mvogo einen Teil der Schuld auf sich laden muss, war schwer zu beurteilen. Es war aber bezeichnend, dass das erste Tor auf eine Standardsituation zustande kam. Zehn Minuten später nutzte Hoarau auf ein schönes Zuspiel von Jan Lecjaks seine zweite grosse Chance des Spiels zum verdienten Ausgleich.

Das notwendige Siegtor verpassten die Young Boys nach 75 Minuten um wenige Zentimeter. Der Assistent entschied auf ein sehr knappes Offside des eingewechselten Alexander Gerndt, als dieser eine Hereingabe auf Hoarau schlug. Der Schiedsrichter unterbrach erst, als der Ball schon im Tor lag. Auch in den TV-Bildern war nicht auszumachen, ob wirklich ein Offside vorlag. Die Berner hätten möglicherweise aus dem Spiel mehr herausholen können, wenn sie mit der Abseitsfalle der Griechen besser zurechtgekommen wären. Einige vielversprechende Angriffe verpufften auf diese Weise. Die Griechen ihrerseits vergaben nach 80 Minuten eine Chance zum 2:1.

Trotz der Absenzen der verletzten Offensivkräfte Yoric Ravet und Yuya Kubo waren die Young Boys aufgrund der eindeutigen Ausgangslage gezwungen, im Spiel nach vorne einiges zu zeigen und vor allem Tore zu schiessen. Trainer Adi Hütter versuchte dies mit einem Kompromiss zu erreichen: einerseits die ersatzgeschwächte Innenverteidigung unterstützen, andererseits vor allem über die oft rochierenden Zangenspieler Thorsten Schick und Miralem Sulejmani vorpreschen. Das funktionierte an sich gut. Der Fluch der Auswärtsspiele hätte besiegt werden können. In den vergangenen Wochen hatten die Berner in fremden Stadien nicht selten gut gespielt. Dennoch gewannen sie kein einziges der letzten zehn von insgesamt elf Auswärtsspielen dieser Saison im Europa-Cup und in der Super League.

Olympiakos Piräus - Young Boys 1:1 (0:0)
21'000 Zuschauer. - Schiedsrichter Zelinka (CZE). - Tore: 48. Fortounis (Freistoss) 1:0. 58. Hoarau (Lecjaks) 1:1.
Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Botia, Da Costa, Retsos; Martins, Milivojevic; Fortounis; Elyounoussi (84. Manthatis), Brown, Seba.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Von Bergen, Benito, Lecjaks; Sanogo (77. Duah), Zakaria; Schick (88. Frey), Bertone, Sulejmani (59. Gerndt); Hoarau.
Bemerkungen: Olympiakos Piräus ohne Marin, Cardozo, Kapinos, Maniatis und De La Bella (alle verletzt). Young Boys ohne Nuhu, Mbabu (beide gesperrt), Ravet, Kubo, Rochat und Wüthrich (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Figueiras (Foul), 30. Elyounoussi (Foul), 31. Lecjaks (Foul/für das Heimspiel gegen Astana gesperrt), 53. Von Bergen (Foul), 61. Botia (Foul), 69. Da Costa (Spielverzögerung).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/europa ... -ld.130600

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:54 
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YB wird europäisch nicht überwintern

YB kommt in Piräus nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Möglichkeiten zum Sieg waren vorhanden, wurden aber nicht genutzt.

Auch ein noch so hoher Sieg im abschliessenden Heimspiel in zwei Wochen gegen Astana - das Hinspiel in Kasachstan endete 0:0 - würde der Mannschaft von Trainer Adi Hütter ebenso wenig nützen wie die stolzen vier Tore, die Goalgetter Guillaume Hoarau in drei Europa-League-Spielen erzielt hat, das Tor zum 1:1 bei Olympiakos mitgezählt.

Die durchaus mögliche Qualifikation für die K.o-Phase der Europa League vom Frühling haben die Young Boys gerade in den beiden Begegnungen mit dem griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus vergeben. Zieht man die Leistungen und Chancen beider Spiele heran, würde die gerechte Punkteaufteilung 2:2 lauten, niemals aber 1:4.

YB in erster Halbzeit überlegen

Die einzige zwingende Torchance der ersten Halbzeit hatten die Berner. In der 17. Minute scheiterte Hoarau mit einem Abschlussversuch mit dem linken Fuss aus kurzer Distanz an einem Reflex des jungen Torhüters Nicola Leali. In der eigenen Zone liessen die Berner zumindest in der ersten Hälfte wenig zu. Der seit kurzem genesene Loris Benito, als Partner von Steve von Bergen im Abwehrzentrum eine Notlösung, machte seine Sache gut.

Fataler Start in zweite Hälfte

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren aus Sicht der Berner fatal. Zuerst wehrte Goalie Yvon Mvogo einen Versuch des Brasilianers Seba auf die exakt gleiche Weise ab wie zuvor Leali gegen Hoarau. Unmittelbar danach jedoch liess Mvogo aus beträchtlicher Distanz einen raffiniert getretenen und zugleich wuchtigen Freistoss von Konstantinos Fortounis passieren. Ob Mvogo einen Teil der Schuld auf sich laden muss, war schwer zu beurteilen. Es war aber bezeichnend, dass das erste Tor auf eine Standardsituation zustande kam. Zehn Minuten später nutzte Hoarau auf ein schönes Zuspiel von Jan Lecjaks seine zweite grosse Chance des Spiels zum bis dorthin verdienten Ausgleich.

Abseitsposition verhinderte YB-Sieg

Das notwendige Siegestor verpassten die Young Boys nach 75 Minuten um wenige Zentimeter. Der Assistent entschied auf ein sehr knappes Offside des eingewechselten Alexander Gerndt, als dieser eine wunderbare Hereingabe auf den vermeintlichen Doppeltorschützen Hoarau schlug. Der Schiedsrichter unterbrach erst, als der Ball schon im Tor lag. Auch mit den TV-Bildern war nicht auszumachen, ob wirklich ein Offside vorlag. Die Berner hätten möglicherweise aus dem ganzen Spiel mehr herausholen können, wenn sie mit der Abseitsfalle der Griechen besser zurechtgekommen wären. Einige vielversprechende Angriffe verpufften auf diese Weise. Die Griechen ihrerseits vergaben nach 80 Minuten eine riesige Chance zum 2:1.

Trotz der Absenzen der verletzten Offensivkräfte Yoric Ravet und Yuya Kubo waren die Young Boys aufgrund der eindeutigen Ausgangslage gezwungen, im Spiel nach vorne einiges zu zeigen und vor allem Tore zu schiessen. Trainer Hütter versuchte dies mit einer Balance, einem Kompromiss zu erreichen: einerseits die ersatzgeschwächte Innenverteidigung unterstützen, andererseits vor allem über die oft rochierenden Zangenspieler Thorsten Schick und Miralem Sulejmani vorpreschen. Das funktionierte an sich gut. Der Fluch der Auswärtsspiele hätte besiegt werden können. In den vergangenen Wochen hatten die Berner in fremden Stadien nicht selten gut gespielt. Dennoch gewannen sie kein einziges der letzten zehn von insgesamt elf Auswärtsspielen dieser Saison im Europacup und in der Super League.

Olympiakos Piräus - Young Boys 1:1 (0:0)

21'000 Zuschauer. - SR Zelinka (CZE).

Tore: 48. Fortounis (Freistoss) 1:0. 58. Hoarau (Lecjaks) 1:1.

Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Botia, Da Costa, Retsos; Martins, Milivojevic; Fortounis; Elyounoussi (84. Manthatis), Brown, Seba.

Young Boys: Mvogo; Sutter, Von Bergen, Benito, Lecjaks; Sanogo (77. Duah), Zakaria; Schick (88. Frey), Bertone, Sulejmani (59. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Olympiakos Piräus ohne Marin, Cardozo, Kapinos, Maniatis und De La Bella (alle verletzt). Young Boys ohne Nuhu, Mbabu (beide gesperrt), Ravet, Kubo, Rochat und Wüthrich (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Figueiras (Foul), 30. Elyounoussi (Foul), 31. Lecjaks (Foul/für das Heimspiel gegen Astana gesperrt), 53. Von Bergen (Foul), 61. Botia (Foul), 69. Da Costa (Spielverzögerung).


http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/26816016

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 01:56 
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Kein Überwintern in der Europa League

Trotz einem Unentschieden in Piräus: YB ist aus der Europa League ausgeschieden. Die Olympiakos-Führung durch Fortounis kurz nach der Pause konnte Hoarau zwar noch ausgleichen, doch der benötigte Sieg blieb den Gästen verwehrt.

Die Young Boys zeigen bei Olympiakos Piräus eine gute Leistung, aber das Weiterkommen in der Europa League ist nicht mehr möglich. Auch ein noch so hoher Sieg im abschliessenden Heimspiel in zwei Wochen gegen Astana - das Hinspiel in Kasachstan endete 0:0 - würde der Mannschaft von Trainer Adi Hütter ebenso wenig nützen wie die stolzen vier Tore, die Goalgetter Guillaume Hoarau in drei Europa-League-Spielen erzielt hat, das Tor zum 1:1 bei Olympiakos mitgezählt.

Die durchaus mögliche Qualifikation für die K.o-Phase der Europa League vom Frühling haben die Young Boys gerade in den beiden Begegnungen mit dem griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus vergeben. Zieht man die Leistungen und Chancen beider Spiele heran, würde die gerechte Punkteaufteilung 2:2 lauten, niemals aber 1:4.

Die einzige zwingende Torchance der ersten Halbzeit hatten die Berner. In der 17. Minute scheiterte Hoarau mit einem Abschlussversuch mit dem linken Fuss aus kurzer Distanz an einem Reflex des jungen Torhüters Nicola Leali. In der eigenen Zone liessen die Berner zumindest in der ersten Hälfte wenig zu. Der seit kurzem genesene Loris Benito, als Partner von Steve von Bergen im Abwehrzentrum eine Notlösung, machte seine Sache gut.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren aus Sicht der Berner fatal. Zuerst wehrte Goalie Yvon Mvogo einen Versuch des Brasilianers Seba auf die exakt gleiche Weise ab wie zuvor Leali gegen Hoarau. Unmittelbar danach jedoch liess Mvogo aus beträchtlicher Distanz einen raffiniert getretenen und zugleich wuchtigen Freistoss von Konstantinos Fortounis passieren. Ob Mvogo einen Teil der Schuld auf sich laden muss, war schwer zu beurteilen. Es war aber bezeichnend, dass das erste Tor auf eine Standardsituation zustande kam. Zehn Minuten später nutzte Hoarau auf ein schönes Zuspiel von Jan Lecjaks seine zweite grosse Chance des Spiels zum bis dorthin verdienten Ausgleich.

Das notwendige Siegestor verpassten die Young Boys nach 75 Minuten um wenige Zentimeter. Der Assistent entschied auf ein sehr knappes Offside des eingewechselten Alexander Gerndt, als dieser eine wunderbare Hereingabe auf den vermeintlichen Doppeltorschützen Hoarau schlug. Die Berner hätten möglicherweise aus dem ganzen Spiel mehr herausholen können, wenn sie mit der Abseitsfalle der Griechen besser zurechtgekommen wären. Einige vielversprechende Angriffe verpufften auf diese Weise. Die Griechen ihrerseits vergaben nach 80 Minuten eine riesige Chance zum 2:1.

Trotz der Absenzen der verletzten Offensivkräfte Yoric Ravet und Yuya Kubo waren die Young Boys aufgrund der eindeutigen Ausgangslage gezwungen, im Spiel nach vorne einiges zu zeigen und vor allem Tore zu schiessen. Trainer Hütter versuchte dies mit einer Balance, einem Kompromiss zu erreichen: einerseits die ersatzgeschwächte Innenverteidigung unterstützen, andererseits vor allem über die oft rochierenden Zangenspieler Thorsten Schick und Miralem Sulejmani vorpreschen. Das funktionierte an sich gut. Der Fluch der Auswärtsspiele hätte besiegt werden können. In den vergangenen Wochen hatten die Berner in fremden Stadien nicht selten gut gespielt. Dennoch gewannen sie kein einziges der letzten zehn von insgesamt elf Auswärtsspielen dieser Saison im Europacup und in der Super League.

Olympiakos Piräus - Young Boys 1:1 (0:0)

21'000 Zuschauer. - SR Zelinka (CZE). - Tore: 48. Fortounis (Freistoss) 1:0. 58. Hoarau (Lecjaks) 1:1.

Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Botia, Da Costa, Retsos; Martins, Milivojevic; Fortounis; Elyounoussi (84. Manthatis), Brown, Seba.

Young Boys:Mvogo; Sutter, Von Bergen, Benito, Lecjaks; Sanogo (77. Duah), Zakaria; Schick (88. Frey), Bertone, Sulejmani (59. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Olympiakos Piräus ohne Marin, Cardozo, Kapinos, Maniatis und De La Bella (alle verletzt). Young Boys ohne Nuhu, Mbabu (beide gesperrt), Ravet, Kubo, Rochat und Wüthrich (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Figueiras (Foul), 30. Elyounoussi (Foul), 31. Lecjaks (Foul/für das Heimspiel gegen Astana gesperrt), 53. Von Bergen (Foul), 61. Botia (Foul), 69. Da Costa (Spielverzögerung).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/yb ... y/11593069

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Ein paar Zentimeter

YB scheidet in der Europa-League-Gruppenphase aus. Beim 1:1 in Piräus gegen den grossen Favoriten Olympiakos gelingt den Young Boys aber eine gute Leistung.

Die Fussballgötter meinen es mit YB in Griechenland nicht gut. Dabei fehlt nicht viel. Ein bisschen mehr Präzision bei einem Pass hier, ein bisschen mehr Überzeugung bei einer Flanke da, einige Zentimeter dort – vor allem beim vermeintlichen Siegtor Guillaume Hoaraus eine Viertelstunde vor Spielende.

Passgeber Alexander Gerndt stand – wenn überhaupt – haarscharf im Abseits. Näher kommen die Young Boys dem 2:1 in Piräus gegen Olympiakos nicht mehr. Sie verpassen den Sieg und scheiden in der Europa League nach überzeugendem Vortrag in Griechenland aus. Das Heimspiel gegen Astana am 8. Dezember verkommt zur Bedeutungslosigkeit.

Hoaraus Chance

Die Erwartungshaltung vor der Begegnung in Piräus war ja ungefähr so: YB ist vermutlich chancenlos, eine hohe Niederlage realistischer als ein Coup. Zu stark ist Olympiakos besetzt, zu viele Spieler fehlen den Young Boys gesperrt oder verletzt, zu harmlos präsentierten sich die Berner in dieser Saison auswärts. Im sehr gut gefüllten, stimmungsvollen Karaiskakis-Stadion begann YB vorsichtig, aber gut organisiert – und entschlossen nach Balleroberungen.

Bereits nach wenigen Minuten erhielt man den Eindruck, dass hier an diesem Abend eine Sensation möglich sein könnte, zumal die Gastgeber enorm fahrig agierten, die fehlende Spielpraxis angesichts der ruhenden Liga nicht kaschieren konnten und defensiv Mängel offenbarten. Olympiakos verteidigte äusserst hoch, YB lief oft ins Abseits, aber eben nicht immer.

Und so präsentierten sich den Gästen erstaunlich viele Freiheiten. Nach 17 Minuten bot sich Hoarau die glänzende Gelegenheit zur frühen Führung, doch der Torjäger liess – für einmal – die Coolness vermissen und scheiterte an Torhüter Nicola Leali. Kurz darauf wäre es besser für YB gewesen, wäre Hoarau in der Mitte nach einem zügigen Angriff völlig frei gewesen – und nicht Miralem Sulejmani. Der Serbe kann es besser mit dem linken Fuss als mit dem Kopf und köpfelte meterweit vorbei.

Mvogos Fehler

Vielleicht waren die Akteure von Piräus irritiert wegen des starken, konzentrierten, bissigen Auftritts des Aussenseiters. Jedenfalls gelang Olympiakos wenig, bald ertönten die ersten Pfiffe von den Rängen, was wenig änderte am Geschehen unten auf dem Rasen.

Ein unpräziser Abschluss Tarik Elyounoussis, ein Kopfball Alberto Botias nach einem Eckball neben das Tor sowie ein Weitschuss des früheren Xamax-Stürmers Ideye Brown blieben die einzigen erwähnenswerten Aktionen des griechischen Topklubs vor der Pause.

YB überzeugte mit Solidarität und kluger Raumaufteilung, liess aber die Genauigkeit vermissen. Und so versandeten mehrere gute Kontergelegenheiten bereits an der Mittellinie im Ansatz.

Und dann kam Olympiakos wie verwandelt aus der Kabine. Nun wankte YB, nun erspielte sich Piräus gute Möglichkeiten. Goalie Yvon Mvogo rettete sein Team mit einem starken Reflex gegen Seba, hinterliess dann aber bei einem Freistoss von Kostas Fortounis aus 25 Metern keine gute Figur.

Es war nach 48 Minuten das 1:0, nun benötigten die Young Boys schon zwei Tore, um nicht vorzeitig aus dem Kampf ums Weiterkommen in der Europa League auszuscheiden.

Hoaraus Treffer

Beinahe hätte Seba die Partie zwei Minuten nach der Führung entschieden, doch der Flügel verfehlte das Tor um wenige Zentimeter. Und wie aus dem Nichts schlugen die Gäste in der 58. Minute zurück. Jan Lecjaks lancierte Hoarau, und der Goalgetter liess sich am Donnerstagabend nicht zweimal bitten.

Er traf zum 1:1. Die Hoffnung lebte wieder bei den Young Boys, doch weil ihnen in der Schlussphase kein zweites Tor gelang, sind sie in der Europa League gescheitert. Olympiakos auf Rang 2 hat eine Runde vor Ende drei Zähler mehr – und bei Punktgleichheit entscheidet die bessere Bilanz aus den Direktbegegnungen. Piräus hatte das Hinspiel in Bern im September glückhaft 1:0 gewonnen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25701855

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Benitos starkes Comeback in ungewohnter Rolle

Über neun Monate fehlte Loris Benito wegen eines Kreuzbandrisses. In Piräus rückt der Linksverteidiger bei seiner Rückkehr in die YB-Abwehrzentrale. Und überzeugt mit einer sehr gelungenen Vorstellung.

Loris Benito ist bei YB der grosse Verletzungs-Pechvogel. Seit seinem Wechsel zu den Young Boys im Sommer 2015 war der dynamische Defensivspieler öfter verletzt als spielbereit. Im Jahr 2016 bestritt Benito erst einen Match für die erste Mannschaft, das war Anfang Februar gegen GC (1:1).

Kurz darauf riss bei ihm im Training unter anderem das Kreuzband – und mal wieder fiel der Linksverteidiger monatelang aus. Der 24-Jährige kämpfte sich zurück, bestritt zuletzt zwei Einsätze im U-21-Team, darunter knapp 70 Minuten als Innenverteidiger, nachdem sich Alain Rochat verletzt hatte.

Dabei überzeugte Benito, und so war es nur eine kleine Überraschung, stellte ihn Trainer Adi Hütter am Donnerstag in Piräus gleich ins Abwehrzentrum. Mit Kasim Nuhu (gesperrt) sowie den verletzten Rochat, Grégory Wüthrich und Milan Vilotic fielen gegen Olympiakos ja gleich vier Innenverteidiger aus.

Einzige Alternative an der Seite von Captain Steve von Bergen wäre der junge, unerfahrene Nicolas Bürgy gewesen.Loris Benito wusste gegen Olympiakos zu gefallen, mit gutem Stellungsspiel, schnellen Bewegungen, starker Antizipation, kluger Spielauslösung, Kopfballgeschick und ausserordentlicher Athletik.

Es war, als hätte der frühere Benfica-Lissabon-Spieler seit Jahren auf dieser Position agiert. «Am liebsten würde ich im Abwehrzentrum spielen», hatte Benito in einem Interview mit dieser Zeitung ja einmal gesagt, «und nicht als Linksverteidiger. In der Mitte hat man mehr Ballkontakte und kann deutlich stärker Einfluss nehmen.»

Das Lob des Trainers

Und nach dem 1:1 am Donnerstagabend gegen Piräus meint Benito nach Mitternacht Ortszeit: «Ich bin zwar glücklich, endlich wieder ein Spiel mit YB bestritten zu haben. Und ich war auch zufrieden mit meiner Leistung. Doch ich glaube, für uns wäre heute sogar noch mehr möglich gewesen.»

«Ich bin glücklich, endlich wieder ein Spiel mit YB bestritten zu haben.»
Loris Benito


Leider habe im Abschluss teilweise die Entschlossenheit gefehlt. Das findet auch Adi Hütter: «Am Ende fehlten uns ein wenig der Mut und die Überzeugung. Aber wir haben insgesamt eine gute Leistung gezeigt.» Benitos Vorstellung findet der Coach sogar sehr gelungen. «Erst recht, wenn man überlegt, wie lange er ausgefallen war.»

Und so dürfte Benito mit grosser Verzögerung doch noch zur Verstärkung bei den Young Boys werden – wenn er sich nicht wieder verletzt. Und gegen Astana im letzten Europa-League-Gruppenspiel könnte er dann wieder hinten links agieren – Jan Lecjaks wird nach einer Verwarnung am Donnerstag gegen Piräus am 8. Dezember in Bern gesperrt sein.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24974117

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 11:32 
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Gescheitert – aber mit Stil

YB zeigt in Piräus eine starke Leistung und kämpft bis zur letzten Sekunde. Das 1:1 reicht trotzdem nicht: Die Berner sind aus der Europa League ausgeschieden.

In Piräus geht das Leben erst spät so richtig los. Das scheint auch für Fussballspiele in der Hafenstadt zu gelten. Obwohl die Partie erst um 22.00 Uhr Ortszeit begann, ging es erst eine Stunde vor Mitternacht so richtig zur Sache. Dann aber wie: Olympiakos, das zuvor von clever agierenden Young Boys erstaunlich sicher in Schach gehalten worden war, schien nach der Pause eine neue Mannschaft auf den äusserst gepflegten Rasen geschickt zu haben. Jetzt legten die Griechen los, wie man das schon zu Spielbeginn erwartet hatte. Nur Sekunden nach Wiederbeginn konnten Mvogo und von Bergen mit zwei Rettungstaten ein Gegentor verhindern. Drei Minuten später war es dennoch so weit: Fortounis setzte einen Freistoss aus 25 Metern ins YB-Tor. Diesmal machte der Berner Goalie nicht die beste Figur. Und hätte Seba einige Augenblicke später seinen Schuss nicht knapp neben den Pfosten gesetzt, wäre YB innert fünf Minuten aus der Europa League ausgeschieden.

Doch auch den Young Boys schien es zu gefallen, so spät in der Nacht noch Fussball zu spielen. Sie reagierten postwendend mit dem 1:1. Lecjaks hatte Hoarau lanciert. Und diesmal machte es der Franzose, der nach 17 Minuten eine erstklassige Chance zur Führung nicht genutzt hatte, wesentlich besser. Er verschaffte sich gekonnt freie Schussbahn und traf überlegt.

Olympiakos wäre zu schlagen gewesen

Das erst zweite Auswärtstor der Young Boys in der laufenden Europacup-Saison war der Auslöser für einen packenden Schlagabtausch. Adi Hütter brachte Gerndt für den fahrigen Sulejmani und später mit Duah und Frey noch zwei weitere Offensivkräfte. Die Berner versuchten also alles. Und weil Olympiakos reihenweise beste Konterchancen ausliess, durften die Gäste bis zur 94. Minute hoffen. Es fehlte aber trotz generösem Engagement die ganz grosse Torchance zum späten Lucky Punch. «Es hätte für den Sieg eine Extraportion Entschlossenheit im Abschluss gebraucht, das haben wir nicht gebracht», sah Hütter als Grund für den verpassten Sieg.

Das 1:1 beim Gruppenfavoriten ist zwar ein Achtungserfolg, es ist aber nicht jenes Resultat, das YB gebraucht hätte. Nur ein Sieg hätte die Berner im Rennen um einen der ersten beiden Plätze gehalten. Der verdiente Beifall der über 500 mitgereisten Fans war eine schöne Geste, gleichzeitig aber nur ein schwacher Trost. Denn YB hatte lange vieles richtig gemacht. Nicht unerwartet entschied sich Adi Hütter anfänglich für ein dosiertes Risiko. Er rückte vom gewohnten 4:4:2-System ab und verstärkte mit Bertone als fünftem Mittelfeldspieler das Zentrum. Und bei der nach Nuhus Sperre und Rochats Verletzung entstandenen Vakanz auf der zweiten Innenverteidiger-Position setzte der YB-Trainer auf den erfahrenen Rückkehrer Benito statt auf den jungen Bürgy. Es waren Massnahmen, die sich bewährten, die am Ende aber doch nicht reichten, weil sich die Young Boys von der 46. bis zur 50. Minute eine kurze Auszeit nahmen, die sie teuer zu stehen kam. Olympiakos, und das war die bittere Erkenntnis für YB kurz vor Mitternacht, wäre am Donnerstag zu schlagen gewesen.

Mehr als ein Kehrausspiel

Somit wird die Europa-League-Saison für YB am 8. Dezember mit dem letzten Spiel im Stade de Suisse gegen Astana zu Ende gehen. Reinen Kehraus-Charakter wird diese Partie aber nicht haben. Bei einem Heimsieg kassieren die Berner immerhin nochmals 360'000 Franken als Punkteprämie. Ausserdem ist ein positives Resultat längerfristig auch wichtig für den Uefa-Koeffizienten. Und da wäre auch noch die Frage nach dem Stolz: Tabellenletzter dürfen und wollen die Berner in dieser nicht hochkarätigen Gruppe nicht werden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ge ... y/22848610

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 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2016, 11:36 
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So knapp stand Gerndt im Abseits

Es wäre die Führung gewesen für YB und womöglich der Siegtreffer in Piräus: Doch der Schiedsrichterassistent hob – einmal mehr – die Fahne.

Die Schiedsrichterassistenten bei der Partie Olympiakos Piräus gegen die Young Boys standen regelmässig im Fokus: Ein Dutzend Offsides verbuchten die Berner bei ihrem Gastspiel in Griechenland – und eines schmerzt ganz besonders: In der 74. Minute passt Leonardo Bertone auf Alexander Gerndt am linken Flügel, dessen Flanke verwertet Guillaume Hoarau zum 2:1.

Zum vermeintlichen 2:1, denn noch bevor der Franzose den Ball im Netz versenkt, pfeift der Schiedsrichter Abseits. Eine Zentimeterentscheidung, doch Gerndt war wohl den Bruchteil einer Sekunde zu früh gestartet. Das tschechische Schiedsrichtergespann kennt keine Gnade, nichts von «im Zweifel für den Angreifer».

Und so bleibt es beim 1:1. Ein Achtungserfolg für YB, der den Bernern aber freilich nichts bringt. Zwar könnten sie punktemässig noch zu den Griechen aufschliessen, diese stehen aber aufgrund des Sieges im Hinspiel im direkten Vergleich besser da und qualifizierten sich nach dem Unentschieden vorzeitig für die K.O.-Runde.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22553842

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