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 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. November 2016, 23:39 
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YB jubelt bei Torfestival

Die Young Boys und Sion liefern sich beim 4:3 ein denkwürdiges Duell. Auch etwas Berner Glück war dabei.

Die Meisterschaft ist nach 14 Runden entschieden. Doch die Young Boys sind offenbar fest entschlossen, gegen die Langeweile in der Super League anzukämpfen. Nach dem spektakulären 2:2 vor der Länderspielpause in Luzern lieferten sich YB und Sion am Sonntag im Stade de Suisse ein denkwürdiges Spiel mit sieben Toren. Zweimal glichen die Berner in diesem offenen Schlagabtausch einen Rückstand aus, und in der 79. Minute sorgte Guillaume Hoarau mit einem verwandelten Foulpenalty zum 4:3 für den viel umjubelten Siegestreffer.

Phasenweise schien es, als ob sich beide Mannschaften um die taktischen Richtlinien ihrer Trainer foutierten. Es wurde gekämpft, gespielt, kombiniert und losgestürmt, manchmal leichtsinnig, als ob es kein Morgen gäbe. Das war alles im Sinn der über 23'000 Zuschauer, die, sofern sie YB-Fans waren, ihre helle Freude hatten. Auch YB-Trainer Adi Hütter war guter Laune. «Ich habe ein absolut spektakuläres Spiel gesehen, bei dem es keinen Verlierer hätte geben sollen.»

Dennoch war Hütter natürlich froh, dass die Young Boys mit diesem 4:3 den direkten Gegner Sion in der Rangliste dank dem besseren Torverhältnis wieder überholt haben und auf Platz zwei vorstiessen. Später sprach der YB-Trainer von einem Schlüsselspiel. «Bei einer Niederlage hätten wir sechs Punkte Rückstand auf Sion gehabt.» Die Energie seiner Mannschaft, die Kampfkraft, der Mut, spielerische Akzente zu setzen, haben ihm gefallen. YB investierte viel und bekundete in den Schlüsselszenen auch Glück.

So übersah Schiedsrichter San beim Stande von 3:2 für Sion ein Foul von YB-Abwehrchef von Bergen an Carlitos im YB-Strafraum. Praktisch im Gegenzug fiel nach einem Eckball von Sulejmani durch Thorsten Schick in der 60. Minute das 3:3. Und als Lüchinger in der 79. Minute Hoarau zurückhielt, pfiff der Schiedsrichter Elfmeter. Hoarau, der in der ersten Halbzeit nach einem Kopfballduell etwas benommen schien und in der Pause dem Trainer mitteilte, er wisse nicht, ob er die Partie zu Ende spielen könne, wurde mit seinen zwei Toren erneut zu einem entscheidenden Faktor in diesem Spiel.

Partie mehrmals auf der Kippe

Trotz der Begeisterung, die bei den Bernern nach dem 4:3 herrschte: Die Partie stand mehrmals auf der Kippe. Sion bestätigte im zehnten Meisterschaftsspiel unter Trainer Peter Zeidler seine eklatanten spielerischen und kämpferischen Fortschritte. Was den Wallisern diesmal fehlte, war das Wettkampfglück. Sie scheiterten auch an YB-Goalie Mvogo, der zweimal gegen den starken Konaté rettete und daneben weitere Klasseparaden zeigte.

Den verweigerten Elfmeter kommentierte Sions Veroljub Salatic bemerkenswert gelassen. «Beide Mannschaften machten viele Fehler, und es passieren eben auch dem Schiedsrichter Fehler.» Auch Steve von Bergen war sich bewusst, dass diesmal alles an einem dünnen Faden hing. «Drei Gegentore sind zu viel. In der ersten Halbzeit war Sion besser, wir kassierten zwei Tore über die linke Seite», sagte der Abwehrchef. Nach der Pause haben wir versucht, den Gegner früher anzugreifen und höher zu pressen.»

Erfreulich war auch, dass Alexander Gerndt nach seiner schweren Verletzung, die er am 26. Juli beim Qualifikationsspiel zur Champions League in Lemberg gegen Schachtar erlitten hatte, am Sonntag sein Comeback feiern konnte. Er ersetzte in der 68. Minute Sulejmani. Der Schwede kam gleich zu zwei guten Möglichkeiten, die er aber nicht zu verwerten mochte.

Für YB war es das 26. Wettbewerbsspiel in dieser Saison. Noch fünf Spiele folgen, drei in der Meisterschaft, zwei in der Europa League. Am Donnerstag in Piräus gegen Olympiakos wird YB nicht bestehen können, wenn die Abwehr wieder so löchrig ist wie beim Torfestival gegen Sion.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/12171436

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 15:45 
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«Ein schönes Spiel – speziell für die Zuschauer»

Sieben Tore sind gefallen – zehn hätten es locker sein können. YB gewann gegen Sion spektakulär mit 4:3.

Schon die Torfolge an sich war dramatisch: 1:0, 1:2, 3:3, 4:3. Aber es hätten durchaus noch mehr Treffer fallen können. Es war ein verrücktes Spiel. «Definitiv», bestätigte Sions Vero Salatic. «Es war ein schönes Spiel – speziell für die Zuschauer.» Nach elf Spielen in Cup und Liga unter Peter Zeidler (neun Siege, zwei Unentschieden) verloren die Walliser erstmals. Für Salatic kein Beinbruch. Schon Bayerns Trainer Carlo Ancelotti habe gesagt, einmal komme die erste Niederlage. Die Walliser warten übrigens seit 20 Jahren auf einen Meisterschaftssieg in Bern (2:1 am 17. August 1996).

Wie Salatic störte am Sonntag auf der Gegenseite natürlich auch YB-Verteidiger Scott Sutter die zu vielen Gegentore. «Das müssen wir analysieren und nächstes Mal besser machen», so Sutter. «Aber unsere Moral nach zweimaligem Rückstand war super. So darf es weitergehen.» Dieser Meinung ist auch Captain Steve von Bergen: «Ein unglaubliches, interessantes Spiel. Dieser Sieg gibt uns viel Vertrauen. Wir haben gezeigt, dass wir den zweiten Platz für uns beanspruchen wollen.»


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/30756309

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:28 
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CC nach Pleite bei YB ausser sich

«Die Meisterschaft ist ein einziger Betrug»

Es ist das wohl spektakulärste Spiel der ganzen Saison! Sion verliert es. Wie fast immer in Bern. Und CC schäumt wegen Ref San.

Zwei Szenen sind es, die das Adrenalin-Fass von Christian Constantin zum Überlaufen bringen: Sion hat vor fünf Minuten die Führung dank Akolos 3:2 zurückerobert, als derselbe Spieler die Riesengelegenheit auslässt (58.), das 4:2 zu buchen und das Spiel vorzuentscheiden.

Mvogo ist dann auch gegen Sierro zur Stelle, doch dazwischen säbelt Von Bergen Carlitos um. Klarer Penalty! Und wenn Von Bergen sagt, Carlitos sei schon am Boden gewesen und habe den Penalty sowieso gesucht, dann ist das eine Schutzbehauptung, die von den TV-Bildern wiederlegt wird. Doch Schiri San pfeift nicht.

Er tut das indes in der 71. Minute, als Hoarau nach einem Rencontre mit Lüchinger spektakulär fällt. Der «Täter» sagt – und die TV-Bilder können nicht das Gegenteil beweisen: «Ganz klar kein Foul! Da gebe ich dem Schiri die Schuld.»

Guillaume Hourau ist das sowas von egal. Der Franzose bleibt eiskalt. Verwandelt seinen vierten (!) Penalty gegen Sion im Jahr 2016. Sein achter Saisontreffer ist der letzte eines mitreissenden Spiels, das Sion dadurch verliert.

Und so schäumt CC: «Der Penalty an Carlitos war klar, der an Hoarau keiner. Wir machen ein fantastisches Spiel und werden wieder bestohlen. Wie immer in Bern. Ohnehin ist diese ganze Meisterschaft ein einziger Betrug! Wir spielen um Rang zwei. Und dann das... Da muss man gar nicht mehr viel analysieren. Das scheisst einen richtig an. Denn wir verlangen nicht viel, ja ganz wenig: Nämlich Gerechtigkeit.»

Dieses Gefühl des Betrogen-worden-Seins hatte CC bereits vor acht Monaten, als Sion in Bern ähnlich spektakulär 2:3 verlor. Damals hatte CC danach zu einer Hetzjagd gegen Ref Sascha Amhof geblasen. Und jetzt ist also der Bösewicht im CC-Film wieder der Schiri. Diesmal Fedayi San, wie Amhof Aargauer. So wartet CC seit 20 Jahren auf einen Sieg in Bern. Damals, 1996, gabs ein 2:1 – und Sion wurde Meister.

Derweil sich CC fast nicht mehr einzuklinken vermochte, bewahrten Trainer Peter Zeidler, der im zehnten Meisterschaftsspiel mit Sion erstmals verlor, sowie Vero Salatic die Contenance. Zeidler meinte, es gehe nicht um ihn, die Niederlage sei aber schon ganz, ganz bitter: «Dennoch diskutiere ich nicht über den Ref. Der ist tabu.»

Auch Salatic geht nicht auf San los: «Über weite Strecken haben wir genügend gut gespielt, um hier endlich mal zu gewinnen. Deshalb ist es sehr mühsam.»

YB-Trainer Adi Hütter seinerseits konnte das tun, was einem bei einem Sieg besonders leicht fällt: Das «spektakuläre Spiel» und den «tollen Gegner» loben. Immer und immer wieder. Man hat ja die Punkte. Und Sion nichts.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 86046.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:33 
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Vermummte YB-Hooligans greifen Sion-Fans an

Bei der Welle im Bahnhof Bern sind am Sonntag bei einer Schlägerei sieben Fans des FC Sion verletzt worden.

Nach Ankunft des Zuges kurz vor 13 Uhr habe man sich bei der Welle im Bahnhof Bern ruhig und friedlich die Rolltreppe hinaufbegeben, berichtete ein Walliser in einem Forum des FC Sion. Plötzlich sei man von einer Gruppe von rund 30 vermummten YB-Fans angegriffen worden. Es sei zu Panikreaktionen gekommen. Mehrere Personen seien in der Folge auf der Rolltreppe eingeklemmt worden. Zwei Bahnpolizisten hätten nichts gegen den Angriff unternommen.

Die Kantonspolizei Bern war zu diesem Zeitpunkt nicht präsent. Gemäss einer Medienmitteilung der Polizei wurden beim Angriff sieben Sion-Fans verletzt, einer musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. Beim Eintreffen der Polizei hatten sich die Angreifer bereits aus dem Staub gemacht. Fünf der Verletzten konnten vor Ort medizinisch versorgt und dann in ärztliche Behandlung gebracht werden. Ein Sion-Fan begab sich selbstständig in medizinische Kontrolle.

«Die Täterschaft ist derzeit unbekannt. Sie hat den Tatort fluchtartig verlassen, bevor unsere Einsatzkräfte intervenieren konnten», sagte Polizeisprecher Christoph Gnägi. Die Kantonspolizei hat Ermittlungen zu den Ereignissen am Bahnhof aufgenommen. Für den städtischen Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) handelte es sich «um eine gezielte und geplante Aktion» gegen die Sion-Fans. «Die ausgeübte Gewalt war erheblich.» Nause befürwortet eine Anreise der Gästefans im Sonderzug zur S-Bahn-Station Wankdorf: «So lässt sich eine Trennung der Fangruppen erzielen.»

Der Match zwischen YB und Sion im Stade de Suisse am Sonntagnachmittag verlief dann ohne Zwischenfälle – und endete mit einem 4:3-Sieg der Berner. Der Abzug der Fans nach dem Spiel wurde von den Einsatzkräften eng begleitet. Aus Sicherheitsgründen wurde durch die SBB kurzfristig ein Extrazug am S-Bahnhof Wankdorf bereitgestellt. Der Abzug aus dem Stadion nach der Niederlage wurde vom bereits zitierten Sion-Supporter im Fanforum nicht ohne Bitterkeit kommentiert: Man sei zum Bahnhof eskortiert worden, als seien die Sion-Fans die Schuldigen der Ereignisse gewesen.


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/27038892

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:35 
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Halleluja im Höllenritt dank Hoarau

Die Young Boys und der FC Sion liefern sich am Sonntagnachmittag vor prächtiger Kulisse ein Riesenspektakel, das keinen Verlierer verdient hat. Die spektakuläre Torfolge passt zu einer denkwürdigen Veranstaltung.

Wer zu spät kommt, bestrafen YB und Sion. Vor dem Stade de Suisse herrscht am Sonntag um 13.45 Uhr ein Riesenchaos, Tausende Zuschauer sind noch nicht im Stadion, als das Spektakel beginnt. Jeder Freiburger darf die Begegnung gratis besuchen, rund 3000 Tickets wurden im Kanton abgesetzt.

Viele verpassen also einen furiosen Start der Young Boys, den Miralem Sulejmani nach 9 Minuten mit dem herrlich herausgespielten 1:0 krönt. Einige sind auch noch nicht dabei, als Moussa Konaté nach einer Viertelstunde den Ausgleich erzielt. Erst als Sions Stürmer – erneut dank klugem Laufweg – in der 25. Minute das 1:2 schiesst, dürften die allermeisten der über 23'000 Zuschauer auf ihren Plätzen sein.

2:5, 6:3, 7:7 – 4:3!

Sie sehen einen wilden Ritt auf der Achterbahn, sieben Tore, über 20 Topchancen, unzählige Zweikämpfe, ein intensives, rasantes Spiel, in dem Sion Mitte der zweiten Halbzeit 5:2 führen sollte, YB am Ende 6:3 gewinnen müsste, das Resultat aber auch 7:7 sein könnte. «Das war ein Wahnsinnsspiel», sagt YB-Captain Steve von Bergen. Mitspieler Scott Sutter erinnert sich daran, dass sein Trainer Adi Hütter ja mal in einem Interview gesagt habe, er gewinne lieber 4:3 als 1:0.

Auftrag erfüllt. Obwohl Hütter nach dem Sieg in seiner Analyse der Vollgas-und-Fehler-Sause anmerkt: «Für die Trainer war das natürlich kein so tolles Spiel wie für die Zuschauer.»

Zur Pause deutet allerdings wenig auf einen weiteren YB-Heimsieg hin. Der formstarke FC Sion ist in der ersten Halbzeit nach Stotterstart die bessere, abgeklärtere Mannschaft, führt verdient 2:1 und hat das Geschehen im Griff. «Wir sagten uns in der Kabine, dass wir mehr investieren müssen», erklärt YB-Stürmer Michael Frey nach der Partie, und Sutter lobt den «grossen Kampfgeist und die Willensleistung» der Young Boys nach dem Seitenwechsel.

Und natürlich ist es ganz gut, wenn man einen wie Guillaume Hoarau im Team hat. Nach feiner Vorarbeit Thorsten Schicks gelingt dem französischen Torjäger in der 52. Minute das 2:2, welches aber nur 111 Sekunden Bestand hat. Dann trifft Chadrac Akolo mit einem sehenswerten Schuss zur erneuten Führung der Gäste – unter gütiger Mithilfe der überforderten YB-Abwehr, die sich regelmässig vom Walliser Wirbel düpieren lässt.

Schwache Abwehrreihen

Kurz nach dem 2:3 rettet YB-Goalie Yvon Mvogo mirakulös gegen Akolo, nach dem Abpraller übersieht Schiedsrichter Fedayi San ein klares Foulspiel von Bergens an Carlitos im Strafraum, später scheitert Konaté alleine vor Mvogo. «Manchmal braucht man auch Glück», sagt Adi Hütter schmunzelnd. Weil aber auch die Sion-Defensive fröhlich vogelwild dem Motto «Risiken und Nebenwirkungen» huldigt, liegt der neuerliche Ausgleich jederzeit drin.

Und er fällt bald. Schick befördert den Ball nach einem Eckball in der 60. Minute zum 3:3 über die Linie, es ist der Schlusspunkt unter die vielleicht spektakulärste, unterhaltsamste, beste Stunde Fussball im Stade de Suisse. Und noch sind über 30 Minuten zu absolvieren.

Matchwinner? Klar: Hoarau!

Lange hält der Gleichstand auch beim dritten Mal nicht. Und wenig überraschend entscheidet die Klasse Hoaraus letztlich den Spitzenkampf Dritter gegen Zweiter, der ja mehr ein Verfolgerduell ist. In der 71. Minute holt Hoarau im Duell mit dem jungen Nicolas Lüchinger clever einen Elfmeter heraus, den er souverän zum 4:3 verwandelt.

Nun ist der FC Sion nach seinem kräfteraubenden Auftritt platt, er vermag nicht mehr zu reagieren. Es sind die Young Boys, die nach den Einwechslungen des starken Leonardo Bertone und Alexander Gerndt ausgezeichnete Möglichkeiten besitzen, mindestens ein Tennisresultat her­auszuschiessen. Doch Gerndt vergibt zweimal kläglich.

Treffer des Rückkehrers nach erneut langer Verletzungspause wären der Kitsch auf einen fantastischen Nachmittag gewesen. Doch auch so bleibt die Veranstaltung noch lange in Erinnerung. Selbst jenen, welche die ersten Tore verpasst hatten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18434054

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:36 
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Sion: Vom guten zum schlechten Verlierer

Sion gibt sich am Sonntagnachmittag als fairer Verlierer, trotz schmerzvoller Niederlage gegen YB. Doch dann läuft Club-Präsident Christian Constantin doch noch zu Hochform auf.

«Sion: trotz bitterer Niederlage ein fairer Verlierer», schreibt diese Zeitung zum Spiel vom Sonntag YB gegen Sion. Ein hartes, umkämpftes Spiel war es. 4:3 das Ergebnis zu Gunsten der Berner.

Knapp, inklusive zwei entscheidenden Elfmeter. Einem der den Gästen aus dem Wallis verwehrt und einem, der den Young Boys gegeben wurde. Fairness, gar staatsmännisches Gebaren konstatierte der BZ-Redaktor den Wallisern, allen voran Coach Peter Zeidler und Teamleader Veroljub Salatic. «Alle machen Fehler, auch beide Teams haben heute wieder viele Fehler gemacht», sagte Salatic nach dem Spiel. «Es ist für die Schiedsrichter nicht immer einfach.» Trainer Zeidler meinte, Referees seien für ihn ein Tabuthema.

Doch nichts da. Nun zeigt der angeblich gute Verlierer ein anderes Gesicht. Christian Constantin, Präsident des FC Sion, findet im Boulevardblatt «Blick» Platz, um seinen Unmut über die Niederlage kundzutun. Und dieser richtet sich natürlich gegen den Schiedsrichter Fedayi San.

«Der Penalty an Carlitos war klar, der an Hoarau keiner. Wir machen ein fantastisches Spiel und werden wieder bestohlen. Wie immer in Bern», poltert Constantin. Ohnehin sei diese ganze Meisterschaft ein einziger Betrug. Das scheisse einen richtig an. Sion verlange nicht viel, nur Gerechtigkeit.

Déjà-vu

«Blick» erinnert daran, dass Constantin sich schon mal in Bern betrogen gefühlt hatte. Nämlich vor acht Monaten als Sion in Bern 2:3 verlor. Damals wetterte Constantin über Schiedsrichter Sascha Amhof.

Zusammengefasst: Sion bleibt ein fairer Verlierer, zumal Trainer Zeidler und Teamleiter Salatic Haltung wahren konnten. Nur CC vermochte nicht, seinen Groll im Zaum zu halten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25868823

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:38 
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Rumpelstilzchen Zeidler

Was war denn bei YB – Sion mit dem Ballgirl los?

Es ist ein Spiel, das sonst schon nicht gemacht ist für Leute mit Herzschrittmachern. Und dann hüpft Sion-Coach Peter Zeidler in der Schlussphase des 3:4-Spektakels bei YB herum wie Rumpelstilzchen. Was war denn da los?

Dass Sion nun wieder ein Tor braucht, um den Punkt zu holen, den man – als Minimalertrag - nie hätte verlieren dürfen, ist seit Hoaraus Penaltytor klar. Dass den bärenstarken Wallisern allmählich die Zeit ausgeht, auch.

Doch Detektiv Zeidler stellt fest, dass die Berner die Mätzchen zur Zeitgewinnung aus seiner Sicht über Gebühr strapazieren.

«Ich habe gesehen, wie der Assistent das Ballgirl anwies, sich ja nicht zu beeilen», rapportiert der Deutsche. Ich habe den Bernern gesagt, dass das so nicht gehe.»

Doch: Welcher Assi von Adi Hütter ist denn der Bösewicht im Zeidler-Film? «Dirty» Harry Gämperle oder Christian Peintinger? Zeidler: «Das habe ich so genau nicht gesehen…»

Aber lange Nachwehen hat diese Unsportlichkeit nicht. «Ich habe es mit Adi ausdiskutiert. Alles okay», so Zeidler.

In der Tat war die Umarmung der beiden ehemaligen Red-Bull-Salzburg-Coaches nach Spielende durchaus herzlich. Was nicht hatte erwartet werden dürfen, ist doch der Respekt vor dem anderen nicht unbedingt gegenseitig.

Weniger Respekt hat hingegen Sion-Präsident Christian Constantin. Er wartet seit 20 Jahren (!) auf einen Sieg im Stade de Suisse. Damals, 1996, wurde der FC Sion unter Präsident CC Meister. Heuer sicher nicht. CC weiss warum: «Wir wurden vom Schiedsrichter bestohlen. Wie immer in Bern.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 88115.html

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