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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. November 2014, 08:34 
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«YB sorgt halt für Aufsehen»

Vor dem Europa-League-Spiel bei Slovan Bratislava spricht YB-Trainer Uli Forte über Schicksalsspiele und den Vergleich mit dem FC Thun, über seine Handschrift und das Prunkstück der Young Boys.

Waren Sie am Zibelemärit?
Uli Forte: Klar, das ist in Bern ein Pflichttermin. Viele Leute von YB waren zusammen unterwegs. Und weil wir am Tag vorher in Thun 1:0 gesiegt hatten, war es angenehm in der Stadt (lacht).

Ihnen wurde kürzlich in den Medien vorgeworfen, Sie würden sich zu oft im Ausgang zeigen...
(ungehalten) Entschuldigung, aber das ist ein Witz. Ich war in den eineinhalb Jahren in Bern vielleicht fünfmal am Abend weg. In den Länderspielpausen besuchte ich in diesem Herbst zum Beispiel einmal das Energy Air im Stade de Suisse sowie einmal die Miss-Schweiz-Wahl auf dem Bundesplatz. Das waren Einladungen in der Stadt unseres Vereins. Wenn mir so etwas vorgehalten wird, ist das schade. Aber YB sorgt halt für Aufsehen.

Wie meinen Sie das?
YB interessiert im ganzen Land. Das kann positiv sein oder auch nicht. Wenn wir zweimal nacheinander verlieren, wird mein Job von aussen infrage gestellt

Vor dem Heimspiel gegen Sion vor bald drei Wochen, als YB 2:1 gewann, ist der Druck auf Sie besonders gross gewesen...
... ja, das bauschte sich irgendwie auf, plötzlich stand ich angeblich vor einem Schicksalsspiel. Die einen Zeitungen benutzen halt grössere Buchstaben als die anderen, daran habe ich mich gewöhnt.

Für Sie war es also trotz YB-Krise kein Schicksalsspiel?
Nein, ich spürte immer die Unterstützung aller im Verein.

Und wenn die Young Boys gegen Sion 0:3 verloren hätten...
... mit solchen Szenarien beschäftige ich mich nicht. Ich denke immer positiv, zudem erledigten die Spieler ihre Aufgabe zuletzt gegen Sion und in Thun ausgezeichnet. Wir glaubten an den Sieg und erzielten jeweils in der Schlussphase ein Kopftor.

Vor der Partie gegen Sion erklärten auch Sie, die Bilanz von YB sei in dieser Saison ungenügend. Ist jetzt, zwei knappe Siege später, vieles besser?
Auf dem Papier sieht die Ausgangslage jetzt ordentlich aus, wir sind vorne dabei. Es geht so schnell im Fussball, das sieht man auch am Beispiel Thuns.

Warum?
Seit ich bei YB bin, werde ich gefragt, was die Thuner machen, um mit deutlich weniger Möglichkeiten so viel mehr als wir herauszuholen. Und es hiess immer, Thuner Spieler würden sich nicht durchsetzen bei uns. Jetzt haben wir sie geschlagen und liegen wieder vor ihnen, obwohl wir ein Spiel weniger bestritten haben. Das ist das eine, wir wollen und müssen am Ende vor Thun sein. Vor allem aber haben wir mit Renato Steffen und Sékou Sanogo jetzt zwei Spieler, die von Thun zu uns kamen und hervorragende Leistungen zeigen.

Sanogo entwickelt sich immer mehr zum Chef im Mittelfeld.
Er ist der Chef im Mittelfeld! Seine Präsenz und sein Zweikampfverhalten sind sensationell. Das freut mich, weil ich mich genau daran erinnere, wie Sportchef Fredy Bickel und ich im Sommer an einen YB-Fantalk eingeladen waren und die Anhänger ein wenig die Nase rümpften. Sie hatten einen grossen Namen erwartet fürs Mittelfeld und waren nicht so begeistert von Sanogo wie wir.

Und für welche Spielweise steht YB? Oder anders gefragt: Wo sieht man Ihre Handschrift?
Wir wollen das Spiel gestalten, offensiv und dynamisch agieren. Das gelingt uns nicht immer. Aber wir sind auf einem guten Weg. Ein Sinnbild ist vielleicht Florent Hadergjonaj, der sich als Rechtsverteidiger immer wieder nach vorne einschaltet und gefährliche Situationen kreiert.

Ist das 4-2-3-1-System, welches Sie meistens praktizieren, die beste Lösung für YB? Als Spielmacher drängt sich keiner auf.
Man kann das so sehen, ja, allerdings denke ich, dass wir mit diesem System, das auch als 4-3-3 interpretiert werden kann, am stärksten aufgestellt sind. Wichtig ist ohnehin, dass wir flexibel bleiben und hinten auch mit einer Dreierkette agieren können.

Die Spielmacher Moreno Costanzo und Yuya Kubo besitzen viel Potenzial, haben aber zuletzt nicht restlos überzeugt.
Beide sind ausgezeichnete Fussballer, welche diese Rolle ausfüllen können. Und man darf nicht vergessen, dass Kubo erst 20 Jahre alt ist. Er steckt mitten in seiner Entwicklung und wird uns noch viel Freude bereiten.

Costanzo ist seit einigen Jahren bei YB, hat seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten aber selten konstant ausspielen können.
Er wird sehr kritisch gesehen, von den Medien wie vom Publikum, das ist streng für ihn. Costanzo hat sehr gute Partien gezeigt, und er wird das weiter tun.

Vor einem Jahr galt Costanzo als Ihr Lieblingsspieler...
... das ist der falsche Ausdruck: Ein Trainer darf keinen Lieblingsspieler haben. Wir kannten uns aus gemeinsamen St.Galler Zeiten, mehr war da nicht. Aber natürlich ist er ein Fussballer, den man als Trainer mag, weil er Akzente setzen kann.

Wieso läuft es der Offensive derzeit schlechter als der Defensive?
Bei uns fallen immer wieder Akteure aus, jetzt verzögert sich ja auch die Rückkehr von Alexander Gerndt im Sturm erneut. Er ist für uns mit seiner laufintensiven Spielweise enorm wichtig. Aber klar, hinten sind wir sehr stabil.

Ist die Innenverteidigung mit Steve von Bergen und Milan Vilotic das Prunkstück des Teams?
Sie sind hervorragende Verteidiger, aber das wussten wir ja. Ich werde jetzt oft auf Vilotic angesprochen, der lange verletzt ausfiel. Mir war immer klar, dass er eine absolute Verstärkung ist, deshalb bin ich erstaunt, sind so viele Leute überrascht über seine starken Leistungen. Als ich bei GC war, trainierte ich ihn bereits, damals war er für mich der beste Abwehrspieler der Super League.

Was ist denn in der Liga noch möglich? Kann YB den FC Basel und den FC Zürich attackieren?
Diese Saison dauert noch so lange, da kann viel passieren. Wir wollen nun in Bratislava ein gutes Spiel zeigen und gewinnen, damit es in der Europa League gegen Sparta Prag zu einem Final ums Weiterkommen kommt. In der Liga gilt es, Rang 3 zurückzuerobern, am Sonntag können wir das mit einem Heimsieg gegen St.Gallen realisieren. Und dann wollen wir die Vorrunde gut beenden und uns, hoffentlich ohne neue Verletzte, perfekt auf die Rückrunde vorbereiten. Es bringt nichts, ständig die Ziele zu revidieren. Klar, wir haben im Cup in Buochs versagt, ansonsten sind wir solid unterwegs.

Mit dem Kader sind Sie also weitgehend zufrieden?
Wir haben ein starkes Team, wobei ein Trainer immer neue Spieler möchte (lacht). Mit dem gerade erst 18 Jahre alt gewordenen Taulant Sulejmanov erhalten wir im Januar einen hoffnungsvollen Stürmer, sonst dürfte die Mannschaft zusammenbleiben. Und das stimmt mich optimistisch.

Inwiefern?
(energisch) Schauen Sie unser Kader an! Es hat so viele junge Fussballer, die erst 20 Jahre alt sind oder etwas älter, beispielsweise Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone, Yuya Kubo oder Renato Steffen, auch andere sind nicht viel älter.

Die Gefahr ist gross, dass nach Michael Frey weitere Talente YB Richtung Ausland verlassen.
Jeder Wechsel ist auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir jetzt etwas aufbauen können.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30549037

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Samstag 13. Dezember 2014, 01:08 
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RGS Interview - Der RGS-Hinrunden-Rückblick mit Uli Forte

https://soundcloud.com/radio-gelb-schwa ... -uli-forte


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Montag 22. Dezember 2014, 23:54 
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YB-Coach Uli Forte

«Ich habe die Berner Mentalität verändert»

Nach sieben Siegen in Serie ist YB-Trainer Uli Forte wieder ganz der Coole. Er spricht über Angst, Pulsuhren und Grammpreise. Und verrät, weshalb sein Mami wenig Freude an seinen Weihnachts-Plänen hat.

BLICK: Uli Forte, was war Ihr Höhepunkt in dieser Saison?
Uli Forte (40): Schon der Sieg gegen Napoli.

Kurz darauf folgte die Krise. Zweifelten Sie nie an Ihrer Arbeit?
Nein! Ich kannte ja den Charakter und die Mentalität der Jungs. Sie mussten das nur wieder auf den Platz bringen. Und ich wusste, wie der Verwaltungsrat tickt. Das sind vernünftige Leute. Die wollen bei YB Langfristiges aufbauen.

Das hiess es auch, als man Christian Gross holte. Der überlebte nicht mal eine Saison.
Es ist nicht ganz dasselbe. Vielleicht hat man bei YB daraus auch etwas gelernt. Wir steckten ja nicht in einer Spielkrise, sondern in einer Ergebniskrise. Als am Tag nach dem 0:1 gegen Vaduz Captain Steve von Bergen morgens um zehn vor die Mannschaft stand und sagte: Wir haben jetzt noch fünf Spiele. Von denen gewinnen wir vier! Da dachte ich: Jetzt ändert es sich, jetzt kommen wir aus diesem Schlamassel raus.

Haben Sie in den 18 Monaten die YB-Mentalität verändern können?
Ich denke schon. Vor allem jetzt, nach der Phase mit der Resultatkrise. Deshalb habe ich auch gesagt, dass diese Mannschaft die beste in meiner Ära sei. So zurückzukommen, ist grosse Klasse. Wenn wir darauf aufbauen können, wird es interessant in der Zukunft.

Kann YB diese Saison sogar noch Meister werden?
Im Fussball ist vieles möglich. Aber es bringt nichts, nun allzu weit nach vorne zu schauen.

Ausser es springt im Winter der eine oder andere Topspieler ab.
Im Moment gibt es keine Indizien dafür.

Aber am Ende des Tages entscheidet nicht der Trainer.
Das weiss ich auch. Es wäre für mich frustrierend, weil es einen beim Aufbau eines Teams zurückwerfen würde.

Trainer sind Gambler. Sie auch?
Ich bin kein guter Kartenspieler. Vielleicht ist der Fussball mein Jassen und Blackjack.

Bevor Sie mit Ihrem Bruder irgendwo nach Asien in die Ferien gehen, haben Sie den Spielern die Trainingspläne für die Festtage verteilt. Wie sehen diese aus?
Zuallererst habe ich ihnen zum Weiterkommen gegen Sparta gratuliert. Dann haben wir ihnen Pulsuhren mitgegeben. Zuerst sollen sie ein paar Tage runterfahren. Und dann das Training wieder aufnehmen. Laufen und Krafttraining.

Was ist der Preis für ungenügendes Ferientraining?
Die Toleranz liegt bei anderthalb Kilo Mehrgewicht. Danach kostet jedes Gramm einen Franken.

Wie verbringen Sie Heiligabend?
Mit meinem Bruder unter einer Palme bei einem Cocktail. Auch wenn mein Mami nicht so Freude daran hat.

Silvester?
Dann bin ich zurück, gehe mit Kollegen essen und stosse mit ihnen um Mitternacht an.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 55126.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Sonntag 25. Januar 2015, 23:32 
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YB-Forte beruhigt die Fans

«Gehe davon aus, dass Hoarau bleibt»

Heute Sonntag fliegt YB aus Belek zurück in die Schweiz. Uli Forte zieht Camp-Bilanz. Und sagt, warum es normal sei, in die Champions League zu wollen.

Uli Forte, uns ist aufgefallen, wie intensiv Sie haben Pressing trainieren lassen.

Forte: Das stimmt. Ich will unser Pressing verbessern. Wir haben es ja schon in der Vorrunde angewandt, hatten aber wegen der vielen englischen Wochen kaum Zeit es zu trainieren.

Sie haben im Training unglaublich hoch pressen lassen, schon auf Höhe des gegnerischen Sechzehners.
Wenn möglich wollen wir tatsächlich dort angreifen. Aber es kommt auf den Gegner drauf an. Der FC Basel ist sich das gewöhnt, auch von den Spielen gegen Gegner wie Real Madrid. Die finden Lösungen. Aber es gibt ja nur einen FCB in der Liga.

Die meisten Teams stehen im Stade de Suisse ohnehin bloss hinten hinein. Den Ball hat meistens YB...
Das stimmt und es ist ungemein schwierig, sich da durchzusetzen. Doch auch das haben wir trainiert, hier spielerisch Lösungen zu finden.

Ihr Neuzugang Taulan Sulejmanov ist bereits verletzt.
Es sind leichte Kniebeschwerden, nichts Schlimmes. In dieser Intensität hat er noch nie trainiert, dann sind solche Dinge normal. Aber er arbeitet mit. Im Dezember haben wir ihm ein individuelles Trainingsprogramm für die Feiertage mitgegeben. Er kam auf einem besseren Level zurück.

Haben Sie ihre Stammelf bereits gefunden – mit Alex Gerndt hinter den Spitzen?
Nicht so schnell! Stand jetzt wäre es für Alex noch zu früh, von Beginn weg zu spielen. Er kann ohnehin auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden, auch auf der Seite.

Was auch auffiel: Guillaume Hoarau auferlegt sich in den Trainings durchaus eine gewisse Zurückhaltung.
Er ist ein Matchtyp! Kommt hinzu, dass auch er seit längerem keine richtige Vorbereitung mehr mitgemacht hatte. Ich habe ihm gesagt, er solle es ein bisschen piano nehmen, wenn er etwas spüre – ja nicht übertreiben!

Ist es sicher, dass er bleibt? Das Transferfenster ist immer noch offen.
Ich gehe schwer davon aus, dass nichts mehr passiert.

Wie nahe ans Limit sind Sie in Belek gegangen?
Ich könnte die Spieler schon noch stärker pushen, aber ich will es nicht überreizen. Sonst lupft es den einen oder anderen. Ich spüre, dass wir auf einem sehr guten Niveau sind. Was auch damit zusammenhängt, dass wir das Team haben zusammenhalten können. Diese Kontinuität ist das Wichtigste überhaupt im Fussball.

Das Saisonziel kann nun einzig Champions-League-Qualifikation heissen?
Es wäre schön, würden wir das erreichen. Es stimmt schon, wir können jetzt, da wir punktgleich auf Platz zwei liegen, schlecht sagen, wir wollten Dritter werden.


http://www.blick.ch/sport/yb-forte-beru ... 32777.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. Januar 2015, 18:28 
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Uli Forte: «Das Team hat sehr gut reagiert»

In den vergangenen zehn Tagen haben die Young Boys in Belek den Grundstein für ein erneut anforderungsreiches Fussballjahr gelegt. Trainer Uli Forte nahm sich Zeit für ein Interview.

Das 2:4 gegen Greuther Fürth im letzten Testspiel in Belek war ein resultatmässiger Rückschlag für YB. Sie wirken aber nicht allzu beunruhigt.
Uli Forte: Nein, das bin ich auch nicht. Es ist immer schön, ein Spiel zu gewinnen. Aber es war eine gute Lektion für uns, wir haben gesehen, dass wir gerade gegen einen solchen Gegner physisch noch intensiver auftreten müssen. Wir waren aber nach all den intensiven Trainings etwas müde, und jetzt bleibt uns noch genügend Zeit für den Feinschliff.

Wie wichtig ist für Sie ein Trainingslager generell?
Sehr wichtig, und zwar nicht primär wegen des spielerischen Aspekts. Für mich ist das Zusammenleben entscheidend, der Teamgedanke, wir wollen in dieser Zeit einen Kern schaffen, eine Einheit bilden.

Es sieht so aus, als ob Sie damit zufrieden seien.
Ja, absolut. Ich habe dem Staff schon nach zwei Tagen gesagt, dass ich ein sehr gutes Gefühl habe. Wir konnten sehr gut trainieren, sehr intensiv. Das lag daran, dass die Spieler bei Trainingsbeginn schon auf einem guten Niveau waren. Man hat vom ersten Tag an gemerkt, dass sie ihr Programm in den Ferien seriös durchgezogen haben.

Die Mannschaftskasse, die pro Gramm Übergewicht über der Toleranzgrenze mit einem Franken gefüllt wird, wurde demnach nicht prall gefüllt?
Nein, es gab nur ein paar Hundert Gramm Übergewicht, und das ist nicht so schlimm. Wenn einer an Silvester zweimal ans Dessertbuffet geht, dann sind schnell ein paar Hundert Gramm da.

Wer hier in Belek die Trainings beobachtet, stellt fest: Sie legen weiterhin grossen Wert auf Pressing und Direktspiel.
Ja, diese Spielweise haben wir bereits im letzten Jahr praktiziert, und natürlich wollen wir uns diesbezüglich weiter verbessern. Entscheidend ist die Entwicklung, und da ist die Mannschaft auf gutem Weg.

Wenn Sie nun mit etwas Distanz auf die Vorrunde zurückschauen: Auf welche Fragen, die Sie sich gestellt hatten, haben Sie Antworten bekommen?
Zuerst einmal war da der Wechsel von Michael Frey kurz nach Saisonstart nach Lille, es brauchte Zeit, das zu verarbeiten. Dann kam die Baisse, die keine spielerische Baisse war, sondern eine Resultatkrise. Das Team hat sehr gut reagiert und gezeigt, über welches Potenzial wir verfügen. Wer so in der Kritik steht wie wir und sich dann so befreit, der hat die beste Antwort gegeben.

YB war ja in der Vergangenheit nicht gerade für solche Befreiungsschläge bekannt. War das ein Zeichen der gewachsenen Leistungskultur?
Ja, davon bin ich überzeugt. Es sind nicht die Resultate allein, ich sehe es jeden Tag auf dem Platz, wie die Spieler miteinander reden, wie sie sich austauschen, wie sie bei Bedarf auch streiten. Ich kann ja nur von den eineinhalb Jahren reden, seit ich hier bin. Ich bin sicher, dass wir bezüglich Mentalität Fortschritte gemacht haben und weiter machen werden.

Welche Ziele haben Sie für die Rückrunde fixiert?
In erster Linie wollen wir weiter vorwärtskommen. Unser Ziel vor der Saison war es, den 3. Platz zu bestätigen und wieder europäisch zu spielen. Dieses Jahr haben wir mit dem Überstehen der Gruppenphase unser Ziel im Europacup schon übertroffen, jetzt wollen wir natürlich in die Achtelfinals, auch wenn Everton gegen uns der klare Favorit ist. Und in der Meisterschaft haben wir den grossen Rückstand auf den FCZ aufgeholt und wollen auf diesem Weg weitermachen.

Im Sommer laufen wieder einige Verträge aus. Beschäftigen Sie sich jetzt schon mit dem Kader für die nächste Saison?
Noch nicht, der Fussball ist so schnelllebig, in der Rückrunde kann noch so viel passieren. Fredy Bickel ist für die langfristige Planung zuständig. Den Spielern, deren Vertrag ausläuft, sage ich aber: Zeig du mir, was ich machen soll, nimm du mir die Entscheidung ab, wie ich aufstellen soll. Gib Vollgas, damit wir bei der Planung nicht an dir vorbeikommen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17193002

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. April 2015, 08:12 
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24.04.2015

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«Bisher Walzer – nun hoffentlich Rock 'n' Roll»

Uli Forte hat mit YB Rang zwei gefestigt. Nun nimmt der Trainer bereits die Champions League ins Visier.

Uli Forte, Sie sind seit 692 Tagen YB-Trainer. Nur Vladimir Petkovic war mit 1000 Tagen im Stade de Suisse länger im Amt.
Ich habe ja noch ein Jahr einen Vertrag. Vlado zu schlagen, ist eines meiner Ziele (lacht).

Das bedeutet, Sie erfüllen den Vertrag, auch wenn plötzlich im Sommer ein Angebot kommt?
Davon gehe ich aus. Wir sind bei YB sehr gut aufgestellt. Von den Besitzern Andy und Jöggi Rihs über den Verwaltungsrat, CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel bis zum Staff. Das ist die Bedingung, um erfolgreich sein zu können. Wir haben bei YB etwas aufgebaut, das jetzt langsam Früchte trägt. Jetzt wird es erst lustig, jetzt beginnt die Musik zu spielen. Ich hoffe, Rock-'n'-Roll-Musik. Bisher war es Walzer (lacht). Ich wäre deshalb schlecht beraten, wenn ich gehen würde.

Auch, wenn die Bundesliga rufen würde?
Ja. Erstens läuft hier noch ein Projekt, zweitens wollen Fredy und ich hier etwas reissen, und drittens muss auch ich mir noch viel Rüstzeug für die Bundesliga aneignen. Das sage ich auch immer den Spielern. Nur gilt das für einen Trainer noch mehr. Denn um in der Bundesliga bestehen zu können, muss man brutal bereit sein.

Bickel kündigte bei seiner Ankunft einen Titel innerhalb von drei Jahren an, nächste Saison ist das dritte Jahr.
Als Trainer will man jedes Jahr einen Titel. Aber man kann nicht zaubern. Titel muss man vorbereiten und sich erarbeiten. Ich will mit YB ja nicht einen Titel erreichen und dann ist alles wieder vorbei. Sondern wir wollen YB auf ein Level bringen, damit der Klub jedes Jahr als Titelanwärter gilt.

Was fehlt dazu noch?
Wir sind eine gute Truppe, aber wir müssen uns noch stärker entwickeln. Ich rede nicht von Flanken mit dem linken oder rechten Fuss. Ich spreche von der Kompaktheit, von der Homogenität innerhalb des Teams.

Sprechen Sie die Mentalität an?
Auch. Wir sind im Herbst gestärkt aus der Krise gekommen. Das war mitentscheidend, dass wir nun über eine viel grössere Stabilität verfügen. Aber der Mentalitätswechsel hin zum Siegerteam muss noch ausgeprägter werden. Wir hatten im ersten Jahr extreme Schwankungen, jetzt auch noch, wenn auch viel weniger. Solche Einbrüche dürfen wir uns nicht mehr erlauben, denn drei Niederlagen in Serie verträgt es nicht.

Was fehlt sonst noch?
Entscheidend ist das Kader. Wir brauchen punktuelle Verstärkungen wie Hoarau. Was wir nicht dürfen, ist das Kader mit Ergänzungsspielern auffüllen. Die Zuzüge müssen besser sein als die Abgänge. Aber das haben Sportchef Fredy Bickel und Chefscout Stéphane Chapuisat gut im Griff.

Wie bringt man Topspieler nach Bern?
Die Champions League wäre ein wichtiger Köder, ein riesiger Trumpf. Die Schwierigkeit ist aber, dass man diesen Trumpf dann auch wirklich spielen kann.

Wären auch Leihspieler eine Option?
Kurzfristig einen Leihspieler im Team zu haben, ist immer eine Möglichkeit. Aber langfristig eher nicht. Wir wollen keine Söldnertruppe, denn solche Spieler gehen nicht unbedingt vorneweg, wenn es schlecht läuft.

Könnte YB Abgänge von Steffen, Sanogo oder Mvogo verkraften?
Sicher würden uns diese schmerzen. Ich sage den Spielern stets: Geht nicht zu früh. Für mich ist klar, dass Steffen und Mvogo sicher noch ein Jahr bleiben sollten. Sie müssen noch besser werden und sich weiterentwickeln, um dann im Ausland wirklich bestehen zu können.

Wo liegt der Fokus bis zum Saisonende, nachdem Platz 2 so gut wie fix ist?
Auf keinen Fall dürfen wir uns jetzt zurücklehnen. Die Champions-League-Qualifikation steht nächste Saison an. Dahin schielen wir. Denn wir wollen wieder in eine europäische Gruppenphase. Aber das ist immer eine riesige Herausforderung.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/29931092

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. April 2015, 13:42 
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28.04.2015

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«In Bern ist es gemütlicher»

YB-Trainer Uli Forte kann Menschen unterhalten. Das bewies er auch im Gespräch am BZ-Stand an der BEA.

Am Sonntag bekam ihre Mannschaft bei GC spät den 2:2-Ausgleich. Wie viel haben Sie danach geschlafen?
Uli Forte: Nicht viel, wie immer nach einem Spiel. Ist das Resultat dann auch noch enttäuschend, schlafe ich noch weniger. Nach einer Partie ist aber immer viel Aufregung, viel Adrenalin dabei.

Wie gewinnen Sie Abstand davon?
Beim Laufen an der Aare. Die Aare ist sehr schön. Ins Marzilibad habe ich es aber leider noch nicht geschafft. Das will ich in diesem Sommer unbedingt nachholen. Es ist ja eine Kultstätte der Berner

Wie die BEA. Man hat es hier gesehen. Sie werden sofort erkannt, die Menschen wollen ein Foto von Ihnen, haben Autogrammwünsche. Im Marzili wäre dies wohl nicht anders.
Bei den Spielern ist dies noch viel extremer. Aber das ist auch richtig so. Das zeigt, wie stark sich die Berner mit YB identifizieren. YB ist überall in der Region ein Thema. Das ist auch ein Grund, warum ich zu YB gewechselt bin.

Sie stammen aus dem Raum Zürich. Sie können es beurteilen: Stimmt das Klischee, dass hier alles etwas gemächlicher zu und her geht?
Durchaus. Habe ich Termine in Zürich, nehme ich jeweils den Zug. Steigt man dort am Hauptbahnhof aus, wird man beinahe über den Haufen gerannt. So gross ist die Hektik. In Bern ist es gemütlicher.

Ihre Eltern sind 1969 aus Süditalien nach Bassersdorf bei Zürich ausgewandert. Wo fühlen Sie sich heimisch?
Man sagt ja, die Heimat ist dort, wo man lebt. Meine Eltern wohnen noch immer im Raum Zürich. Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich jeweils am Abend vor einer Partie nach Hause, um mit ihnen und meinem jüngeren Bruder zu essen. Das ist mein Rückzugsort, meine Oase. Auch weil in diesen Momenten der Fussball sekundär ist.

Ihr Bruder ist sechs Jahre jünger. Ist er noch immer der Kleine?
Mittlerweile ist das ganz anders. Er ist sehr reif, mein grösster Vertrauter. Mit ihm kann ich über alles reden. Und das Wichtigste: Er hält mir den Spiegel vor. Das ist enorm wertvoll.

Inwiefern?
Ab gewissen Führungspositionen getrauen sich die Menschen nicht mehr, einem die Meinung zu sagen. Mein Bruder tut genau dies.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/11743610

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. April 2015, 00:39 
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trotz däm 2:2 gäg aarau happy birthday uli forte! d'spieler hät dir auso scho äs schöners geburi gschänk dörfe mache. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Freitag 15. Mai 2015, 10:42 
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15.05.2015

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«Der FCB ist uns eine Nasenlänge voraus»

von Eva Tedesco, Peter Berger - YB möchte Basel in Zukunft ein Bein stellen. Trainer Uli Forte erklärt, warum YB mit dem FCB nicht auf Augenhöhe ist.

Uli Forte, wo liegt der Unterschied zwischen YB und dem FC Basel?
Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Konstanz. Wir haben immer noch zu viele Leistungseinbrüche – wie im Herbst, als wir drei Spiele in Serie verloren haben. Der FCB zeigt auch nicht immer Galavorstellungen, aber er gewinnt trotzdem und holt am Ende die drei Punkte. Dieses Selbstverständnis hat sich der FCB in den letzten Jahren erarbeitet und verdient.

Ist das auch eine Frage des Kaders?
Ja. Ein Spieler wie Basels Gashi macht aus dem Nichts ein Tor und sorgt eben für das 1:0. Was das Kader betrifft, ist uns der FCB eine Nasenlänge voraus. Das ist auch normal, schliesslich planen die Basler jedes Jahr mit der Champions League, in dieser Klasse herrscht eine andere Gangart als in der Europa League. Dafür braucht es gezwungenermassen ein breiteres Kader.

Hoffen Sie demnach, dass der FCB im Sommer durch allfällige Abgänge von Schär oder Frei geschwächt wird?
Ich hoffe einzig, dass wir bei YB den eingeschlagenen Weg weitergehen können. Die Basler beweisen seit Jahren, dass sie solche Abgänge auffangen können. Ich erinnere an Alex Frei, Shaqiri, Xhaka, Sommer. In diesem Winter verliessen Diaz, Sio oder Serey Die – alles Nationalspieler – das Team. Haben Sie davon etwas bemerkt? Ich nicht. Natürlich ist es unser Ziel, dem FCB näherzukommen. Aber nicht dadurch, dass er schlechter wird, sondern, weil wir uns verbessern. Wir wollen den BSC Young Boys vorwärtsbringen und nicht warten, bis der FCB zurückfällt. Denn niemand weiss, ob das tatsächlich geschehen wird.

Benötigt YB eine Initialzündung, um zu merken, dass man den FCB konkurrenzieren kann und titelfähig ist?
Die gab es schon. Wir haben die Basler vor einem Jahr geschlagen, weil wir unbedingt vermeiden wollten, dass sie in unserem Stadion den Titel feiern. Wir haben sie im Frühjahr wieder zuhause geschlagen. Aber wir müssen nicht nur den Direktkampf mit Basel positiv gestalten, sondern die anderen Spiele gegen Aarau, Vaduz, Thun, St. Gallen etc. entscheiden die Meisterschaft. Da liegt der Hase im Pfeffer.

Bedeutet ein Schritt vorwärts für YB, dass man nächste Saison Champions statt Europa League spielt – oder höchstens zwei, drei Zähler statt wie jetzt elf hinter Basel liegt?
Die Champions League wäre der Optimalfall. Bloss, im Fussball lässt sich das nicht planen. Da verletzen sich plötzlich Topspieler und schon gerät das Team in eine Baisse. Und da sind wir wieder beim Kader. Der FCB kann derartige Ausfälle sehr gut abfedern.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/15305967

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Samstag 16. Mai 2015, 17:02 
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16.05.2015

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Forte zu den Wechselgerüchten

''Ich wäre ja der grösste Idiot''

Vor dem wichtigen Spiel am Sonntag gegen den FC Basel machten bei YB Wechselgerüchte um Coach Uli Forte die Runde. So soll Red-Bull-Sportchef Ralf Rangnick beim 41-Jährigen angeklopft haben. Der Zürcher hält jedoch fest, dass er nicht wechseln will.

"Ich habe im nächsten Jahr noch Vertrag bei YB und bin mit Leidenschaft dabei. Ich will mit YB noch Einiges erreichen", gibt Forte gegenüber "Radio Gelb-Schwarz" gleich mal ein Statement ab. Er würde gerne weiterhin bei YB bleiben, aber natürlich brauche es immer zwei Parteien

"Das gehört zum Business"

"Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind", analysiert der Zürcher weiter. Man habe zwar schwierige Zeiten durchgemacht, aber das gebe es immer. "Jede Person kennt das. Aber wir haben diese Phase durchgestanden", erklärt der Italo-Schweizer weiter. Er wäre ja "der grösste Idiot, wenn ich das hier jetzt unterbrechen würde, nur weil sich irgendwelche Leute bei mir melden", gibt Forte unverblümt an.

Auf die Frage, ob ihn diese Gerüchte denn nicht nerven würden, antwortete er nur: "Das darf es nicht, denn es gehört zum Business. Wir sind zwar im Sport, aber gehören auch zur Unterhaltungsbrache. Dazu gehört das Durchstehen solcher Situationen." Man müsse "einfach cool bleiben."

Forte gibt Kompliment weiter

Dennoch schmeichelt ihm das Interesse, doch der wortgewandte 41-Jährige gibt das Kompliment gleich an die ganze Mannschaft und den Staff weiter. "Ich bin keine 'One-Man-Show'", erklärt Forte. Trotz den schönen Worten darf man sicherlich weiter gespannt auf die Vorkommnisse um die Person Forte schauen. Und wehe YB siegt am Sonntag gegen Basel. Das Interesse würde sicherlich nicht kleiner werden...


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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