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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 5. Oktober 2014, 09:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.10.2014  Zitat: Bei Aarau in Ungnade gefallen, bei YB zum Profi gereift
Für Renato Steffen ist das Spiel FC Aarau - YB von besonderem Reiz: Der bald 23-jährige Flügelstürmer aus Erlinsbach, der als FCA-Junior aufs Abstellgleis gestellt wurde, ist bei den Bernern der Mann der Stunde.
Hobbykicker und Maler mit einer abgeschlossenen Lehre: Das Leben von Renato Steffen aus Erlinsbach verlief lange Zeit in geordneten Bahnen und zufriedenstellend, aber unspektakulär. Er war ein Handwerker. Ein Büezer, der seinen Job liebte. Hin und wieder träumte Steffen von einer Karriere als Profifussballer. Er sehnte sich danach, sein Hobby, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Schliesslich schwärmte er schon als Bub für den englischen Traditionsverein Manchester United und von extravaganten Spielern wie David Beckham und Wayne Rooney. Steffen malte sich aus, was für eine wundervolle Geschichte es wäre, wenn er Tag für Tag Fussball spielen könnte.
Von Erlinsbach zum FC Aarau
Alles nur Wunschdenken? Steffen zweifelte. Nicht ohne Grund. Blenden wir zurück: Als Vierjähriger kreuzte Klein-Renato erstmals im Sportplatz Breite in Erlinsbach auf. Der F-Junior schnappte sich die Nummer 10 und machte seinem Ruf als Ausnahmetalent alle Ehre. Während sechs Jahren war er der kleine Star des FC Erlinsbach. «Ich habe schon als Bub gerne Regie geführt und Verantwortung übernommen», erinnert sich Steffen. Nach dem Wechsel zum FC Aarau ging der Höhenflug weiter. Steffen schoss während zweier Saisons in der U14 ein Tor nach dem andern.
In der U16 war dann aber Schluss mit lustig. Steffen sah sich plötzlich auf der Ersatzbank. Der damalige FCA-Nachwuchschef Jürg Widmer und der Knirps aus Erlinsbach hatten das Heu nicht auf der gleichen Bühne. «Ich war kein einfacher Typ und nie bereit, zu allem Ja und Amen zu sagen», blickt Steffen zurück. «Weil Widmer ein Mann der alten Schule ist und viel Wert auf Disziplin legt, hat ihm meine aufmüpfige Art nicht gefallen.» Natürlich war der Chef am längeren Hebel. «Ich spürte schnell, dass ich unter der Führung von Widmer keine Chance habe. Also musste ich eine neue Herausforderung suchen», fügt Steffen hinzu. «Es tat weh, einfach abserviert zu werden. Ich war damals ziemlich am Boden.»
Von Aarau zum SC Schöftland
Die leidige Geschichte mit dem FC Aarau nagte am Selbstvertrauen. 2006 nahm Steffen beim SC Schöftland einen neuen Anlauf. Bei den B-Junioren hiess sein Übungsleiter Sven Christ. Jener Christ, der heute als Cheftrainer des FC Aarau tätig ist.
«Langsam, aber sicher ging es wieder aufwärts», sagt Steffen. Der Wechsel zum FC Solothurn war ein weiterer, vielleicht sogar der entscheidende Schritt in der Laufbahn. Beim 1.-Ligisten traf er nämlich auf Trainer Roland Hasler. «Hasler war mein grosser Förderer», sagt Steffen. «Er glaubte an mich und gab mir jenes Selbstvertrauen zurück, welches mir beim FC Aarau genommen wurde.»
Profivertrag in Thun
Am 5. November 2011 schlug dann Steffens grosse Stunde: Der Techniker erzielte beim 4:2-Sieg von Solothurn gegen Thun U21 zwei Treffer. Kurze Zeit später bot Thuns Sportchef Andres Gerber dem Flügelstürmer mit dem schnellen Antritt einen Profivertrag an.
Damit nicht genug: Vor der Saison 2013/14 geriet Steffen in den Fokus der Grossklubs FC Basel und YB. Die Young Boys boten Thun eine Ablösesumme von rund einer Million Franken und erhielten den Zuschlag.
Stammspieler bei YB
Nach eher harzigem Beginn hat sich Steffen in den vergangenen Wochen einen Stammplatz erkämpft, ja er wird je länger, je mehr zu einer Teamstütze. Trainer Uli Forte setzt auf den 1,7 Meter grossen und 68 Kilogramm schweren Offensivspieler. «Forte und ich sprechen die gleiche Sprache», sagt Steffen. «Das ist auch kein Wunder. Wir kommen beide aus einfachen Verhältnissen.»
Sportlich ist Steffen ein Typ mit Ecken und Kanten. Ein Aggressivleader, der oft ans Limit geht, hin und wieder sogar darüber hinaus. Im privaten Bereich lässt es der im Sternzeichen des Skorpions geborene Steffen gerne ruhig angehen. «Ich bin ein liebevoller Mensch mit sanften Zügen», sagt Steffen. «Hat man mich mal als Freund, hat man mich als Freund fürs Leben.» Momentan lebt er mit seinen zwei Katzen Lou und Mimi in einer Wohnung in Bümpliz.
Steffens Markenzeichen sind zwei Tattoos. Am rechten Arm hat er sich den Namen Renato in arabischer Schrift tätowieren lassen. Nach dem Wechsel von Solothurn zu Thun gabs ein zweites Tatoo. Unter dem Hals steht der Satz «Nichts ist unmöglich». Wer weiss? Vielleicht wachsen die Bäume tatsächlich in den Himmel? Ein Angebot aus der englischen Premiere League oder aus der deutschen Bundesliga würde Steffen zumindest prüfen. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -128428500
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shalako
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Verfasst: Dienstag 28. Oktober 2014, 22:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.10.2014  Zitat: Bald ein Fall für Petkovic?
Renato Steffen (22) ist Fussballer des Monats
YB-Offensivspieler Renato Steffen ist Fussballer des Monats September. Der Berner setzte sich deutlich vor St. Gallens Yannis Tafer durch.
Knapp 23'000 User haben mitgemacht. Und Die Wahl zum Fussballer des Monats war eine klare Angelegenheit.
31 Prozent der 22 678 BLICK-Leser, die an der Wahl teilnahmen, gaben ihre Stimme Steffen. Auf den Plätzen landeten St. Gallens Yannis Tafer mit 22 Prozent, Steven Lang (Vaduz, 19%), Geoffrey Tréand (St. Gallen, 16%) und Nuzzolo (YB, 12%).
Die YB-Fans haben sich auf Steffen festgelegt, sonst wäre «Nuzz» nicht Letzter geworden.
Es war ein guter YB-Monat, dieser September: Drei Meisterschaftssiege in drei Spielen und Slovan Bratislava in der Europa League gleich mit 5:0 weggeputzt. Bleibt der Cup – doch hüllen wir den Mantel des Schweigens über die Jahrhundert-Blamage bei Zweitligist Buochs.
Steffen selbst traf beim 2:1 gegen den FCZ schon nach fünf Minuten. Gegen Slovan machte das «1,70-Meter-Kopfballmonster» das fast schon obligate Tor per Kopf und lieferte zusätzlich einen Assist.
Wie auch in der magischen Donnerstagnacht beim 2:0 gegen Napoli. Der schnelle Steffen: bald ein Fall für Nati-Coach Vladimir Petkovic? http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 23026.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 4. Januar 2015, 00:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.01.2015  Zitat: Werder will 2 Mio hinblättern
Bremen jagt Renato Steffen!
Von der Aare an die Weser: Flitzt YBs Renato Steffen bald durch die Bundesliga?
Was haben Bayern-Star Thomas Müller und YB-Flügelflitzer Renato Steffen gemeinsam? Sie werden beide von derselben Agentur beraten. Und: Sie könnten schon bald in der gleichen Liga spielen.
BLICK erfuhr: Werder Bremen jagt Steffen, will den 23-Jährigen noch in der Winterpause an die Weser lotsen.
Steffen hat bei YB zwar noch einen Vertrag bis Juni 2016, doch der 16. der Bundesliga ist bereit, rund 2 Millionen Franken für den pfeilschnellen und treffsicheren Aussenläufer hinzublättern. Für YB schoss der Linksfuss in dieser Saison schon 10 Treffer, nun soll er dazu beitragen, dass die Norddeutschen den Tabellenkeller der Bundesliga verlassen.
Werder bietet Steffen einen Vier-Jahres-Vertrag. Klappt der Deal, wäre Steffen ein direkter Konkurrent von Ex-GC-Star Izet Hajrovic. Auch er ist Linksfuss. Auch er ist auf der Aussenbahn zu Hause, auch Hajrovic ist 23 Jahre alt.
In Bremen ist der Bosnier aber noch nicht angekommen, stand in der Vorrunde nur in sechs Spielen in der Startformation. Stattdessen spielte der Österreicher Zlatko Junuzovic, dieser dürfte Bremen aber in Richtung Gladbach verlassen.
Dann wäre Platz für Steffen, dem die Bremer gerne einen Vierjahresvertrag unterbreiten würden.
Der Aargauer selbst scheint sich zurzeit nicht mit solchen Gedanken zu beschäftigen, stattdessen geniesst er seine Ferien.
Vor Weihnachten schickt Steffen Urlaubsgrüsse aus Dubai, kurz vor Neujahr ein Bild aus Wien. Mit YB startet er am 5. Januar in die Rückrunde, am 14. Januar fliegen die Berner in die Südtürkei nach Belek. http://www.blick.ch/sport/fussball/werd ... 82286.html
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Hauptstadt
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Verfasst: Sonntag 4. Januar 2015, 14:55 |
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shalako
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Verfasst: Freitag 23. Januar 2015, 00:23 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.01.2015  Zitat: Steffen bleibt bei YB
«Wir schauen im Sommer weiter»
Zu Werder Bremen schrieb man ihn. Zu Lucien Favres Gladbach. Im Camp in Belek spricht YB-Flitzer Renato Steffen zu den Wechselgerüchten um seine Person.
Ende letzter Saison ging ihm der Knopf auf. Seither schloss er sich nie wieder. Steffen gehörte in der Vorrunde zu den YB-Leistungsträgern: 5 Tore hat er gemacht und mit seinen Eckbällen einige Tore direkt oder indirekt vorbereitet. Mittlerweile steht sein Name auch auf Vladimir Petkovics Zettel mit Kandidaten fürs erweiterte Nati-Kader. Und auf Einkaufslisten ausländischer Klubs.
So sollen Bremen und Mönchengladbach Interesse am Aargauer haben. «Ich persönlich weiss auch nicht so viel. Es ist viel geschrieben worden», sagt der Spieler. «Aber so gross kann das Interesse nicht sein, den mein Berater hat alles dementiert und auch mir nichts gesagt.»
Der Berater heisst Ludwig Kögl, spielte einst bei den Bayern und beim FCL und sagte unlängst deutsch und deutlich: «Renato spielt die Saison bei YB zu Ende.» Das sagt auch Steffen: «Warten wir ab. Schauen wir dann im Sommer, was allenfalls passiert.»
Auch für Coach Uli Forte ist klar: «Es geht bei jungen Spielern darum, den richtigen Moment für einen Auslandtransfer zu erwischen. Für Renato ist es zu früh. Die Jungen dürfen sich den Kopf nicht verdrehen lassen. Aber da kann ich nur mit ihnen sprechen und ihnen sagen, dass ihre persönliche Entwicklung wichtiger ist. Wenn die stimmt, kommt das grosse Geld von alleine.» http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 27342.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 11:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.02.2015  Zitat: Steffens Treffer wird ausgezeichnet
Shkelzen Gashi ist an der SFL-Award-Night zum besten Spieler erkoren worden; nebst dem Basler Stürmer wurden auch Renato Steffen (YB) und Urs Fischer (Thun) ausgezeichnet.
Die Schweizer Fussballliga lud am Montagabend zur Award-Night, und die Protagonisten, die ab nächstem Wochenende wieder die Zuschauer in den Stadien entzücken wollen, kamen in Scharen. Im Foyer des edlen Luzerner KKL war so manch bekanntes Gesicht zu entdecken.
Hier Uli Forte, der in seiner gewohnt kommunikativen Art Bekannte begrüsste, dort die früheren Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld und Köbi Kuhn, die für Fotografen posierten. Nebst dem Sehen und Gesehenwerden ging es um Auszeichnungen in den Kategorien Best Player, Best Youngster, Best Coach und Best Goal des vergangenen Jahres. Ebenso wurden die Dream-Teams der beiden Profiligen gekürt. Aus Berner Sicht durften sich drei Akteure Hoffnungen machen. Thuns Urs Fischer für den Award als bester Trainer sowie Yvon Mvogo (Best Youngster und Dream-Team), Milan Vilotic (Dream-Team) und Renato Steffen (Tor des Jahres und Dream-Team) von den Young Boys. Die Berner waren effizient, Steffen erhielt für seinen sehenswerten Treffer gegen Aarau im Oktober den Best-Goal-Award und wurde zudem ins Super-League-Dream-Team gewählt.
Urs Fischer wurde als bester Trainer ausgezeichnet. «Damit hätte ich natürlich nicht gerechnet, und schliesslich ist auch dieser Preis eine Teamleistung», sagte der charismatische Thuner Coach nach der Preisverleihung und betonte die Vorzüge eines kleinen Vereins wie Thun.
Erfolgreicher Embolo
Renato Steffen gewichtete den gewonnen Dream-Team-Award höher als jenen für das schönste Tor: «Mein Treffer ist zwar immer noch präsent, aber ins Team der Saison wurde ich wegen meiner konstanten Leistungen gewählt, das zählt mehr», sagte der YB-Mittelfeldspieler. Seine Teamkollegen Mvogo und Vilotic gingen indes leer aus.
Zum Spieler des Jahres wurde der Basler Offensivallrounder Shkelzen Gashi gewählt. Der albanische Nationalspieler, der im Sommer von GC zu Basel gewechselt hatte, erzielte 2014 für beide Klubs 25 Ligatore. Sein jetziger Teamkollege Breel Embolo wurde Nachfolger von Michael Frey als bester junger Spieler und sicherte sich durch Publikumswahl die Auszeichnung «Mein Spieler 2014». http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27614202
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Gonzo
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Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 12:49 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Freitag 6. Februar 2015, 14:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.02.2015  Zitat: Noch ist er nicht gegangen
Renato Steffen hat sich in dieser Saison bei den Young Boys als Stammkraft etabliert.
Sein Aufstieg verlief steil, mittlerweile lockt das Ausland.
Heiss begehrt ist er, sei es am Mediennachmittag von YB zum Abschluss der Winterpause oder an der Award Night der Swiss Football League. Renato Steffen hat sich an solche Auftritte gewöhnt, er meistert sie mittlerweile souverän.
Lange sind sie noch nicht Teil seines Fussballerlebens: Im Sommer 2013 war er beim BSC Young Boys angekommen. Einen wie ihn könne YB unmöglich an Bern vorbei in die weite Welt ziehen
lassen, hatte Sportchef Fredy Bickel
damals gesagt. Etwas überrumpelt war Steffen an seinem ersten Trainingstag bei YB gewesen ob der Grösse und Professionalität des Vereins, nervös und gar leicht eingeschüchtert hatte er gewirkt.
Zunächst Steine im Weg
Kein Wunder, der gelernte Maler hatte schon einen steilen Aufstieg hinter sich. Aus den Niederungen des Amateurfussballs erfolgte 2012 der Transfer zum
FC Thun, dort blieb er lediglich ein Jahr, ehe Steffen in die Hauptstadt wechselte. Seine Unbekümmertheit wolle er behalten, dort anknüpfen, wo er im Oberland aufgehört habe, hatte er nach seiner
Ankunft in Bern gesagt. Nicht immer gelang ihm dies, seine erste YB-Saison verlief harzig und nicht ohne Rückschläge. Er bekundete Mühe, sich zurechtzufinden, ein rüdes Foul an seinem früheren Mitspieler und Thun-Captain Dennis Hediger zog kurz vor der Winterpause einen Platzverweis und drei Spielsperren nach sich. Wenige
Wochen später handelte er sich gegen GC auf leichtsinnige Art und Weise einen weiteren Ausschluss ein, legte sich so wieder Steine in den Weg. Uli Forte
bezeichnet Steffens erste Saison bei YB denn auch unumwunden als «für die Katz». Doch Steffen zog seine Lehren daraus. Zum Abschluss der Spielzeit 2013/14 erzielte er in den letzten drei Partien drei Tore.
Das Interesse als Kompliment
Sein Reifeprozess ging weiter, in dieser Saison avancierte der Flügelspieler zum Leistungsträger. In jeder Pflichtpartie wurde er eingesetzt, nur einmal musste er wegen einer Gelbsperre zuschauen. Mit wettbewerbsübergreifend zehn
Treffern ist er der aktuell erfolgreichste Torschütze seines Teams. Dies weckte auch auf dem Transfermarkt Begehrlichkeiten, mit diversen Clubs im Ausland wurde er in Verbindung gebracht, mit Borussia Mönchengladbach und dessen Schweizer Trainer Lucien Favre etwa, auch der Name Werder Bremen wurde herumgereicht.
Mittlerweile ist das internationale Transferfenster zu und Steffen noch bei YB. Es ist bei Gerüchten geblieben,
konkrete Angebote hätten keine vorgelegen, sagt er. Er habe den Rummel um seine Person mitbekommen, sei stets mit seinem Berater in Kontakt gewesen. «Das Interesse an mir empfinde ich als Kompliment. Doch ich fühle mich wohl bei YB.» Und Steffen wird nicht müde
zu betonen, er wolle nicht bei der erstbesten Gelegenheit wechseln. Es gelte, mit YB den dritten Platz in der Meisterschaft zu sichern, vielleicht sogar
noch mehr zu erreichen. «Wir haben Luft nach oben.»
Mindestens noch bis im Sommer wird der 23-Jährige für den BSC Young Boys auf Torejagd gehen. Er, der am letzten Montag an der SFL Award Night zweifach ausgezeichnet wurde. Sein herrlicher Treffer per Seitfallzieher in der 10. Runde gegen den FC Aarau wurde als
Tor des Jahres 2014 gekürt, zudem wurde er als einziger YB-Akteur ins
Super-League-Team des letzten Jahres gewählt. Knüpft Steffen im Frühjahr
an seine Leistungen an, wird sich sein Aufstieg fortsetzen. Und die Rückrunde vielleicht seine vorläufig letzte im Dress von YB sein. http://www.derbund.ch/sport/fussball/No ... y/11973646
_________________ For Ever
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Gonzo
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Verfasst: Montag 23. März 2015, 17:32 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Freitag 24. April 2015, 11:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.04.2015  Zitat: «Niemand traute es mir zu, Profi zu werden»
Renato Steffen ist der YB-Aufsteiger der Saison. Ein rassiges Interview über seinen beschwerlichen Werdegang und seine Rolle als Reizfigur, über das Ausland und das Nationalteam.
Renato Steffen, sind Sie gerne eine Reizfigur? Renato Steffen: Ich suche mir das nicht aus. Meine Spielweise ist halt aggressiv, ich kämpfe um jeden Ball und gehe hart ans Limit.
Spornt es Sie an, wenn Sie, wie von den Thun-Anhängern, ausgepfiffen und beleidigt werden? Ich spielte in Thun, die Fans haben mir den Wechsel zu YB nicht verziehen. Sie pfiffen mich schon aus, als ich für ihr Team spielte und mein Transfer feststand. Das gehört zum Fussball.
Und warum mögen sich Thuns Dennis Hediger und Sie nicht? Ich will das nicht dramatisieren. Wir waren nie die besten Freunde, dann gab es einige Zwischenfälle, ich flog einmal mit einer Roten Karte vom Platz, nachdem ich ihn gefoult hatte. Und er spielt auch immer ziemlich hart gegen mich.
Waren Sie immer schon ein Heisssporn auf dem Platz? Ja, das gehört zu meinem Stil. Ich bin auf dem Rasen impulsiv, rede viel, auf dem Platz wird provoziert. Ich sah früher einige Rote Karten deswegen, aber ich habe mich gebessert. Viel ruhiger bin ich aber nicht geworden, das wäre nicht gut, dann würde meiner Spielweise etwas fehlen. Ich gebe auch in jedem Training Vollgas.
Hat Ihre ausgeprägte Kämpfermentalität damit zu tun, dass Sie sehr früh als gescheitert galten? Vielleicht. Mein Motto lautet: Wenn ich etwas erreichen will, schaffe ich das auch. Selbst wenn es länger dauert.
Mit 15 Jahren wurden Sie beim FC Aarau weggeschickt... ...das war schmerzhaft, ich brauchte über ein Jahr, um mich zu erholen. Aber dann sagte ich mir: Mein Traum als Bub war es, für Aarau zu spielen. Das gelang mir. Also schaffe ich es wieder, zu einem grösseren Klub zu gehen.
Vorerst spielten Sie bei Schöftland in der 2. Liga inter und absolvierten eine Malerlehre. Das war weit weg vom Profifussball. Das stimmt, ich war teilweise ziemlich verzweifelt. Allerdings wusste ich, dass ich Schritt für Schritt nehmen muss. Niemand traute es mir zu, Profi zu werden, aber ich gab den Traum nicht auf. Mit 16 Jahren spielte ich für Schöftland in der 2. Liga inter und merkte, dass das nicht das Ende sein muss. Und dann wechselte ich zu Solothurn in die 1. Liga...
...wo das Spiel gegen Thun kam. Das war gegen das zweite Team. Ich spielte eine starke Saison, gegen Thun schoss ich zwei Tore, zudem bereitete ich einen Treffer vor. Nach dem Spiel sagte mir Rüdiger Böhm, Thuns U-21-Trainer, dass ich Qualitäten habe. Und so landete ich bei Thun, andere Interessenten gab es nicht. Aber einfach war es dort nicht.
Wie meinen Sie das? Ich war jung und machte nicht alles richtig. Den Respekt bei den Teamkollegen musste ich mir jedenfalls hart erarbeiten.
Ihr Werdegang hört sich beschwerlich an. Dachten Sie nie daran, aufzugeben? Nein, nie, ich war und bin fussballbesessen. Ich hätte es mir nie verziehen, hätte ich nicht alles versucht. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man schliesslich den Durchbruch geschafft und es den Kritikern gezeigt hat.
Am Ende Ihrer Thuner Zeit buhlten die Young Boys, Basel, Luzern und GC um Sie. Warum haben Sie sich für YB entschieden? Ich hatte das Gefühl, dass YB der richtige Verein für mich ist. Ich sah die grosse Chance, mich hier zu etablieren. Aber auch in Bern lief es zuerst nicht perfekt.
Sie spielten zu Beginn wenig. Das war frustrierend, weil ich fand, dass ich gut trainierte und es verdient hätte, mehr eingesetzt zu werden. Der Trainer sah es anders, diese schwierige Phase gehörte zu meinem Lernprozess.
Trainer Uli Forte meinte, Ihr Fokus sei nicht voll auf dem Fussball. Es war ein grosser Schritt zu YB, ich hatte das ein wenig unterschätzt. Ich schottete mich ab und sprach auch mit der Familie nicht darüber. Heute bin ich offener, wenn mich etwas belastet.
Mittlerweile bezeichnet Sie Uli Forte als Aggressivleader, Sie sind Leistungsträger. Sind Sie gerade in der Form Ihres Lebens? Das weiss ich heute noch nicht, ich bin ja erst 23 Jahre alt. Ich habe Selbstvertrauen, der Ball läuft für mich. Wie im Derby gegen Thun, als ich zwei Tore erzielte, weil ich richtig spekuliert hatte.
Und jetzt sind Sie einer der auffälligsten Super-League-Spieler. Können Sie das angesichts Ihrer komplizierten Vorgeschichte überhaupt richtig realisieren? Ich gab nie auf und glaubte immer daran. Aber mir wurde nichts geschenkt, deshalb sind Genugtuung und Freude umso grösser.
Man hört, Sie würden bei aller Leidenschaft für den Fussball auch einige Flausen besitzen... (lacht)...klar, Spass muss sein. Ich bin aber älter geworden, es ist mir wichtig, den noch jüngeren Spielern bei uns ein Vorbild zu sein. Und da kann ich mir nicht mehr so viele Scherze erlauben.
Bald sind Sie Nationalspieler. Wie sehen Sie Ihre Chancen? Nationaltrainer Vladimir Petkovic soll einige Spiele von uns beobachtet haben. Ich hoffe, dass ich ihm aufgefallen bin.
Schnelle Flügelspieler wie Sie gibt es im Nationalteam nicht viele. Mit wem würden Sie selber Ihre Spielweise vergleichen? Als Linksfuss spiele ich am rechten Flügel und ziehe gerne schnell in die Mitte. Arjen Robben hat das perfektioniert, er agiert auf sensationellem Niveau.
Sie haben sich an jeder Station durchgesetzt. Wann kommt der Wechsel ins Ausland? Wenn ich ein konkretes Angebot erhalten habe, das mich interessiert. Ich werde nicht im erstbesten Moment wechseln, nur damit ich im Ausland gespielt habe. Die Premier League und die Bundesliga reizen mich, aber ich habe Geduld und muss nichts erzwingen.
Viele Klubs beobachten Sie, Bremen sei stark interessiert... ...konkret war bisher nichts. Zudem denke ich, dass es mir nicht schaden würde, bei YB zu bleiben. Wir haben ein starkes Team und können viel erreichen.
Also spielen Sie nächste Saison noch bei den Young Boys? Das ist gut vorstellbar. Doch es wäre ungeschickt, ein solches Versprechen abzugeben. Man weiss im Fussball nie, was kommt.
Wechseln Sie nicht, dürften Sie den Vertrag im Sommer zu besseren Bezügen verlängern, Ihr Kontrakt endet ja 2016. Sonst könnten Sie in einem Jahr ablösefrei gehen, was kaum im Sinn der Young Boys wäre. (lacht laut) Das tönt realistisch. Ich habe ein gutes Verhältnis zum Verein, wir finden eine Lösung, die für alle stimmt.
Zur Person
Renato Steffen ist der Aufsteiger der Saison bei YB. In 40 Pflichtspielen hat er 23 Skorerpunkte gesammelt (13 Tore, 10 Assists), zuletzt traf der 23-Jährige zweimal beim 4:0-Sieg gegen Thun. Der Aargauer wurde als 15-Jähriger beim FC Aarau aussortiert, schaffte aber über Schöftland (2. Liga inter) und Solothurn (1. Liga) und nach Beendigung seiner Malerlehre doch noch den Sprung in den Profifussball. 2012 wechselte Steffen zu Thun, und nach nur einem Jahr ging es schon die nächste Stufe in der Karriereleiter hoch. Nach Anfangsschwierigkeiten hat sich der Dribbler bei YB als Stammkraft etabliert. Im Gespräch in der Berner Altstadt sowie beim Fototermin auf der Münsterplattform ist Steffen zuvorkommend und redselig. Er ist gerade eine sehr gefragte Person, ein TV-Team von SRF trifft sich ebenfalls mit ihm für einen Beitrag. Der 170 Zentimeter grosse, sehr schnelle Offensivspieler wird regelmässig mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10357172
_________________ For Ever
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