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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 10:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: Erst das Dessert, dann das Schicksalsspiel
von Peter Berger - Das Gastspiel in der Europa League bei Napoli ist für YB ein Dessert. Doch um die Wurst, beziehungsweise um Uli Fortes Job, geht es am Sonntag in der Liga gegen Sion.
Passend zum Zustand von YB erlebte die Mannschaft auf dem Flug nach Neapel heftige Turbulenzen. Die Helvetic-Maschine wurde zeitweise arg durchgeschüttelt. Ähnlich eben wie YB. Nach zuletzt drei Niederlagen in der Super League in Serie wird am Sonntag die Partie gegen Sion zum Schicksalsspiel für Trainer Uli Forte. Verliert YB, wäre Forte der erste Trainer im Stade de Suisse (seit Sommer 2005), der vier Meisterschaftsspiele in Serie eine Schlappe erleiden würde und der erste seit Vladimir Petkovic, der drei Liga-Heimspiele in Folge verlieren würde. Petkovic kostete dies im Mai 2011 den Job.
Getrübte Vorfreude
«Das Sion-Spiel ist definitiv wichtiger. Napoli ist nur das Dessert», weiss Forte. Weil einige Spieler wie auch Forte in Süditalien ihre Wurzeln haben, ist der Auftritt im San Paolo sehr speziell. Ein Dessert eben, das nach dem 0:1 am vergangenen Sonntag gegen Vaduz jedoch nicht richtig schmecken mag. «Diese Niederlage hat die Vorfreude getrübt und das Napoli-Spiel in den Schatten gestellt», so Forte. Dabei darf der Auftritt beim einstigen Maradona-Klub getrost als Saison-Highlight bezeichnet werden. Bloss der Zeitpunkt ist wegen der Krise in der Liga ungünstig.
Bickels Warnung
Sportchef Fredy Bickel betont zwar, dass man auch in der Europa League überzeugen wolle. Doch er betont noch viel mehr, «dass wir uns gegen Sion keine Heimniederlage leisten können». Was dann passieren würde, lässt Bickel offen. Es ist aber kaum anzunehmen, dass Forte im Amt gehalten werden könnte. Wer in einem Jahr zweimal im Cup an Amateuren scheitert (Le Mont und Buochs) und in der Liga vier Mal in Folge verliert, erfüllt die YB-Ansprüche nicht. Das weiss auch Forte. Gedanken an eine Entlassung verschwendet er jedoch nicht. «Das würde mich nur hemmen. Klar ist: Wir brauchen Siege.» Nicht unbedingt in Neapel, aber ganz sicher gegen Sion. http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/31623504
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 10:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: Kleine Freuden hier, grosse Gesten da
Nachdem sich das Tief in der Meisterschaft mit der Niederlage gegen Vaduz akzentuiert hat, stehen die Young Boys heute Donnerstag vor einem Saisonhöhepunkt: In der Europa League treten sie zum Vergleich mit dem grossen Napoli an.
Die Wochen des Wartens nehmen ein Ende, als Uli Forte um 17.30Uhr die Tür zum Pressesaal aufstösst. Seit der Auslosung Ende August war klar, dass ein Höhepunkt der Young Boys auf ihrer diesjährigen Reise durch Europa hier stattfinden würde, im Stadio San Paolo zu Napoli, im Zentrum des süditalienischen Fussballs. «Wir sind alle ganz aufgeregt, hier zu sein», sagt der YB-Trainer stellvertretend für alle.
Vorne im Raum sitzen Sportchef Fredy Bickel und Präsident Werner Müller, hinten erstreckt sich eine beachtliche Berner Edelfangemeinde, das Spiel in Napoli ist der Saisonhöhepunkt für YB – doch für die in der Meisterschaft mit zuletzt drei Niederlagen in Folge ins Straucheln geratenen Young Boys kommt er zur Unzeit. «Wadutse» – die italienisch wunderbar lang gezogene Version des letzten YB-Gegners Vaduz macht an diesem Vorabend oft die Runde.
Von Bergens Erinnerung
0:1 ging der Vergleich am Wochenende verloren, und so will ein italienischer Journalist von Trainer Forte wissen, wie das denn ginge, 2:0 gegen Napoli zu gewinnen, um dann gegen den Kleinklub aus dem Fürstentum zu verlieren. «Diese Kritik müssen wir uns gefallen lassen», sagt Forte.
Auch weil die Sprachbarriere gar nicht erst gefallen ist, scheint der Italo-Schweizer gut anzukommen bei den örtlichen Journalisten, ebenso Steve von Bergen, der bei Cesena und Palermo insgesamt drei Jahre im italienischen Fussball verbracht hat. Was ihm denn aus dem San Paolo so geblieben sei, wird der YB-Captain gefragt. «Vor allem, dass ich hier nie gewinnen konnte», antwortet er trocken.
Von Bergen und seine Mitspieler schlagen sich vor einem ihrer Karrierehöhepunkte also mit Sorgen aus der Meisterschaft herum, die Partie am Sonntag gegen Sion ist vor diesem Hintergrund bedeutsamer. «Die Ausgangslage in der Europa League bleibt vielversprechend, spannender könnte es kaum sein», erinnert von Bergen an den Dreikampf um den Gruppensieg, den YB, Napoli und Sparta Prag mit je sechs Punkten bestreiten.
Ob Forte nach der Enttäuschung gegen Vaduz kräftig oder moderat rotiert, bleibt offen – eine Alternative bildet der wiedergenesene Florent Hadergjonaj, verzichten muss YB aber auf Moreno Costanzo (Rückenprobleme). 800 Fans aus Bern werden heute in Napoli erwartet, viele von ihnen treten nach Spielschluss bereits wieder die Rückreise nach Rom an – für Fans eines anderen Vereins gilt Neapel als hartes Pflaster.
Zwischen Rom und Fiorentina
Rund 30 Kilometer nördlich, in Castel Volturno, spielt sich einige Stunden zuvor der ganz normale Wahnsinn rund um die SSC Napoli ab. Hier, zwischen Golfklub und Sandstrand, bildet die 2006 in Betrieb genommene, piekfeine Anlage den Kontrast zum etwas maroden Stadion in der Neapolitaner Innenstadt. Fussball, das ist in Italien auch und vor allem Selbstinszenierung – und eine Pressekonferenz der SSC Napoli versteht sich als Zeremonie, als Schauspiel, als Ereignis.
Mit rund 60 Berichterstattern ist der Aufmarsch diesmal noch verhalten, für die meisten Pressevertreter scheint die Europa League vor allem dazu zu dienen, mit Vertretern der Mannschaft auch unter der Woche noch über die vergangene Partie gegen Roma (2:0) und den anstehenden Match gegen Fiorentina zu diskutieren. Gut 20 Minuten vergehen, bis Trainer Rafael Benitez und Mittelfeldspieler Walter Gargano erstmals zum Vergleich mit den Young Boys befragt werden.
Hochwürdige Mienen
Doch schnell einmal schwenkt das Thema wieder um, zu Napoli, das – wie YB – in dieser Saison schon zweierlei Gesichter gezeigt hat. Mal 0:2 in Bern, mal 2:0 gegen die Roma, die Journalisten wollen von Benitez wissen, wie sein Team denn am Donnerstag auftrete. Der Pressechef – mit hochwürdiger Miene ist er längst zum Zeremonienmeister avanciert – portioniert die Fragen unerbittlich, in scharfem Ton gibt er jeweils bekannt, wer denn nun als Nächstes die Ehre habe.
«Ich rotiere doch nicht zum Spass», entfährt es Benitez einmal, als das Interesse an der Aufstellung gegen YB konkreter wird. Marek Hamsik fehlt krank, José Maria Callejon und Gonzalo Higuain werden wohl vorerst auf der Bank sitzen. So diskutieren es die Journalisten am anschliessenden Mittagstisch in der Osteria neben dem Trainingsgelände bis in den späten Nachmittag hinein. Der Rummel ist zu Ende, ein paar Fans winken mit leeren Autogrammkarten. Einige Stunden später betritt Uli Forte im Stadio San Paolo den Pressesaal. Die kleine Vorfreude dominiert, die grossen Gesten bleiben aus. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21274088
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 10:56 |
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06.11.2014  Zitat: «Rache für die Beleidigung von Bern»
Rafa Benítez hat im Hinspiel ein gutes Spiel seiner Elf gesehen und will seine Stars erneut schonen.
Das San-Paolo-Stadion ist in die Jahre
gekommen. Aber wer in diesem riesigen Betonkessel arbeitet, ist immer noch wichtig. Und eingefleischter Napoli-Fan. Der Pförtner kann sich ein mitleidiges Lächeln nicht verkneifen. «Aha, aus Bern», sagt er, «ihr habt gegen Vaduz verloren.» Als würde er diesen Club
bestens kennen. Ein richtiger Fan ist eben informiert. Auch über die Gegner der Gegner, und sind sie noch so klein.
Die Mannschaft hat sich derweil in Castel Volturno auf das Spiel vorbereitet. Das liegt 50 Kilometer ausserhalb der Stadt. Feudale Anlage, fantastische Umgebung. Der Trainer lobt den Gegner. «Bern hat ein gutes Team mit guten Stürmern.» Als er den Clubnamen Young Boys sagen will, guckt er kurz auf einen Zettel: Spicken ist erlaubt, wenn der Gegner nicht Real Madrid oder Bayern München heisst.
«Keine Tragödie»
Nach dem Hinspiel in Bern hat Rafael Benítez klare Worte gebraucht. Die
Intensität habe gefehlt, das Tempo ebenso und auch der Wille zum Sieg. Jetzt, im Rückblick, sieht er die Sache anders. «Unser Spiel war nicht schlecht.» Sie hätten sich viele Chancen erarbeitet, aber das Glück habe gefehlt. Zwei
Wochen liegen zwischen diesen zwei Ansichten.
In Neapel ist man im Zwiespalt. Die Europa League ist eigentlich unter ihrer Würde. Man sieht sich in der Champions League, und die Fans hören es nicht gerne, wenn Benítez sagt, es sei «keine Tragödie», wenn man nicht in der
Königsliga spiele. «Auch die Europa League ist ein Ziel», pflegt er zu sagen. Aber auch wenn sie mit Verachtung auf diesen Wettbewerb blicken: Verlieren wollen sie trotzdem nicht. «Rache für die Beleidigung von Bern» fordert der «Corriere dello Sport».
Für Forte nur von Vorteil
Ebenso wenig mögen sie es, wenn Benítez nicht die besten Spieler nominiert. Aber genau das wird der spanische Startrainer im Spiel von heute Abend erneut tun. Hamsik habe Fieber, sagt er. Der spielt also schon mal nicht. Und dann spricht Benítez lange davon, wie wichtig es sei, dass das ganze Kader genutzt werde. Sonst würden sie die lange Saison nicht durchstehen. Aha,
Higuain und Callejon werden also auch nicht von Beginn weg auf dem Feld
stehen. Die drei haben in den letzten drei Spielen zusammen neun Tore erzielt. YB-Trainer Uli Forte wird später trocken bemerken: «Das kann für uns nur ein Vorteil sein.»
«Ihr habt trotzdem keine Chance», sagt der Pförtner. Aber als Mitarbeiter ist er Fan und darf nichts anderes sagen.
Mögliche Napoli-Aufstellung: Rafael; Mesto,
Henrique, Koulibaly, Britos; Gargano, Inler; De Guzman, Insigne, Mertens; Zapata. – Ohne Lopez, Michu, Zuñiga (alle verletzt) und Hamsik (krank),
http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ra ... y/20216192
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JFK
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 11:46 |
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gemäss italienischen quellen sollen heute abend nur ca. 10'000 zuschauer im san paolo sein. ist ein wenig enttäuschend. 
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 16:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: Maradona statt Maria in der Krippe sehen
Am Donnerstag tritt YB in der Europa League beim ruhmreichen SSC Napoli an. In der pulsierenden Stadt Neapel gelten eigene Gesetze, wie ein Augenschein zwischen Kultur und Kulinarik zeigt.
Neapel sehen und sterben. Seit bald 250 Jahren und der «Italienischen Reise» von Johann Wolfgang von Goethe ist das eine bekannte Redensart. Heute Abend tritt YB im San-Paolo-Stadion an, der Berner Klub ist mal wieder in einer schwierigen Phase, und doch ist die Reise in die pulsierende Metropole am Vesuv ein Vereinshöhepunkt.
Neapel, die Stadt mit ihren offiziell knapp eine Million Einwohnern, ist keine Schönheit. Sie präsentiert sich rau, unverstellt, das wuselige Strassentreiben ist unterlegt mit einem konstanten Lärmteppich aus Polizeisirenen und Hupkonzerten, an den man sich überraschend schnell gewöhnt. Gerne gezeichnet wird ja ein Neapel-Bild mit Armut und Schmutz, Verkehrschaos und organisierter Kriminalität – falsch ist das nicht in dieser Stadt der riesigen Abfallberge und erschreckenden Jugendarbeitslosigkeit.
Beinahe 50 Prozent der Jungen finden in Neapel keine Arbeit. Am chaotischen Hauptbahnhof mitten in der Stadt stehen auch am Mittwochnachmittag viele von ihnen herum, zu tun gibt es wenig. In einem der zahlreichen Fanshops des lokalen Fussballklubs läuft der Verkauf aber glänzend, bald ist Weihnachten. Feilgeboten werden jede Menge Souvenirartikel von Trikots, Jacken, Schals über Babyschnuller, Kugelschreiber, Computermausmatten bis zu Taschen, Golfbällen, Kaffeetassen.
Die freundliche Verkäuferin sagt, die begehrtesten Leibchen seien jene von Gonzalo Higuain, Marek Hamsik und José Callejon, der Schweizer Gökhan Inler sei nicht so angesehen, dagegen seien Shirts von Diego Maradona immer noch beliebt. Ihren Namen will die Frau nicht verraten, und als sie gefragt wird, ob man ein Bild von ihr machen dürfe, reagiert sie verängstigt – als wolle man ihre Meinung zur Camorra wissen. Die «Società» erlaube das nicht, erklärt sie.
Die Società Sportiva Calcio Napoli S.p.A. – weltbekannt als SSC Neapel – gibt vielen Leuten in der Region Halt. Sie ist der Fussballstolz Süditaliens. Und Neapel sehen und sterben, diese Redewendung wird gerne verwendet, wenn man etwas Magisches, Wunderschönes gesehen hat. Beispielsweise den Klubheiligen Maradona oder andere Fussballhelden im alten, lauten, mythischen San Paolo.
«Die Erinnerung an Maradona gibt uns tatsächlich Kraft», sagt Franco. Der leidenschaftliche Fussballfan («Napoli spielt in dieser Saison oft zu kompliziert») ist Architekturstudent, wie er sagt, kellnert aber in erster Linie in einem kleinen Lokal, um das Leben wenigstens halbwegs finanzieren zu können. «Es ist für uns sehr schwierig, die wirtschaftliche Lage ist katastrophal», sagt Franco. «Es ist für Aussenstehende nicht vorstellbar, welche Probleme wir hier leider haben.»
Roberto Saviano kennt die Verhältnisse in Neapel aus leidvoller Erfahrung bestens. Der 35-jährige Schriftsteller und Journalist beschäftigt sich in seinen teilweise epischen Texten mit dem grenzenlosen Einfluss der neapolitanischen Mafiaorganisation Camorra. Saviano wuchs in der Camorra-Hochburg Casal di Principe nördlich von Neapel auf – und lebt seit seinem aufsehenerregenden Buch «Gomorrha» 2006 im Untergrund, auf der Flucht und an ständig wechselnden Orten.
Saviano beschreibt in seinem in 51 Sprachen übersetzen Monumentalwerk detailliert die Praktiken des organisierten Verbrechens, dessen Vernetzung mit legalen Wirtschaftsstrukturen sowie der Politik. «Ich bereue, das Buch geschrieben zu haben», sagt Saviano im neuesten «Red-Bull-Magazin». «Ich habe das Leben meiner Familie damit sehr schwergemacht.»
Wenn man in den Abgrund blicke, erklärt der mutige Autor, werde man früher oder später zu einem Ungeheuer. «Und wenn man sich mit der mächtigen Camorra befasst, lernt man zu denken wie ein Mafioso.» Auch er habe enorme Mühe, echte menschliche Beziehungen aufzubauen und Leuten zu vertrauen. «Ich habe mir angewöhnt, immer nur die dunklen Seiten zu sehen», sagt Saviano. Und für Heranwachsende in Neapel sei es beinahe unmöglich, an das Gute im Leben zu glauben.
Die Menschen in Neapel sind eigentlich für ihre aussergewöhnliche Freude bekannt. Läuft man durch die Strassen und das Gässchengewirr, blickt man am Mittwoch jedoch in viele trübe Gesichter. So klischiert das klingen mag, so wahr ist es, dass wenigstens der SSC Neapel Menschen hier einen Lebensinhalt bietet. Der Fussballklub ist allgegenwärtig an den Marktständen, im Radio oder in den Frühstücksbars, wo die Leistungen der Mannschaft akribisch und kontrovers und lautstark besprochen werden. «Wenn Higuain nicht endlich wieder zum Torjäger wird», sagt Francesco, Abwart und Kettenraucher, «werden wir auch nächste Saison in der Europa League spielen müssen.»
Die Leute hier sind seit den Hochzeiten Maradonas, der den SSC zweimal zum Titel führte, verwöhnt, sie betrachten Napoli weiter als kontinentalen Riesen. In der Champions-League-Qualifikation aber scheiterte das Team im August knapp an Bilbao, jetzt geht es im Europacup nicht gegen Real Madrid, Chelsea oder Bayern München, sondern gegen Sparta Prag, Slovan Bratislava und YB. «Das ist eine Schande», sagt Francesco. Und er fragt: «Wer will das denn sehen?»
Man kann auch ohne Champions League viele wunderbare Dinge erleben in Neapel und Umgebung. Die bezaubernde Amalfiküste ist nicht weit weg, die Ferieninseln Ischia und Capri sind traumhaft, im edlen Viertel Chiaia laden schicke Boutiquen von Weltmarken wie Armani, Gucci, Louis Vuitton und Bulgari zum Kreditkartenglühen ein.
An den Wühltischen auf den chaotischen Märkten in der antiken Innenstadt sind die Imitate der Luxusmarken bereits für eine Handvoll Münzen zu haben. Und in der kleinen, famosen Antica Pizzeria Da Michele wird die weitherum populäre Pizza Napoletana seit 1870 zu äusserst moderaten Preisen angeboten. Mehr als 5 Euro bezahlt man nicht, das Lokal ist anspruchslos eingerichtet, es geht um den puren Pizzagenuss, erhältlich sind einzig die Sorten Margherita und Marinara. Das Da Michele ist längst ein Touristenhotspot, zu Spitzenzeiten kann die Wartezeit auf eine Teigdelikatesse länger als ein Fussballspiel betragen.
Der berühmte Opernsänger Enrico Caruso, in der Stadt geboren, sagte einmal: «Eines Tages werde ich nach Neapel zurückkehren, weil es meine Heimat ist, die ich liebe. Aber nicht, um zu singen, sondern um Pizza zu essen.»
Pizzas, die Camorra und den SSC wird es in Neapel vermutlich immer geben. Und Weihnachtskrippen. Seit Jahrhunderten werden in der Krippenstrasse im Zentrum individuell gestaltete Kunstwerke verkauft. In der Via San Gregorio Armeno gibt es detailgetreue Nachbildungen mit Tieren, Bauwerken, Geschichtssujets und zeitgenössischen Figuren – wie Ikone Maradona oder anderen Fussballern. Die Krippen zeigen oft das Alltagsleben des neapolitanischen Volkes im 18. Jahrhundert, religiöse Szenen sind in den Hintergrund getreten.
Maradona statt Maria auf dem Altar. Zu einer Art Ersatzreligion für viele ist der SSC Neapel geworden. Auch als der Klub in Konkurs gegangen war und vor 10 Jahren einen Neustart in der Drittklassigkeit lancieren musste, lag der Zuschauerschnitt bei über 37000 Besuchern. In der Serie C1! «Wir tragen Napoli immer im Herzen», sagt Abwart Francesco. «Da kann passieren, was will.»
Erstaunlicherweise ist der einstige Skandalklub Napoli heute der wirtschaftlich bestgeführte Verein Italiens. Seit Jahren schreibt er keine Verluste mehr, Präsident und Filmproduzent Aurelio de Laurentiis legt Wert auf gesunde Finanzen. Er ist gewissermassen der ökonomische SSC-Schutzpatron. Dafür wird er von den emotionalen Tifosi teilweise verflucht, schliesslich wünschen sich viele mindestens den nächsten Maradona als Fantasista ins San Paolo zurück.
Fussball in Neapel, das ist mit Irrationalität, Leidenschaft, Tränen verbunden. «Mir tritt der Klub heute zu vernünftig auf», sagt ein Strassenhändler, der aus Guinea kommt und sich Joe nennt. Joe ist einer der vielen Burschen, die das Stadtbild prägen und nahezu jeden Wunsch erfüllen können – vom Gucci-Portemonnaie bis zum Maradona-Trikot aus dem Jahr 1987 mit garantiert echter Originalunterschrift. Gar in Mannschaftsstärke streifen afrikanische Dealer umher.
Neapel sehen und sterben, das besitzt auch eine traurige Bedeutung. Die Polizei ist zwar am Tag ständig unterwegs (und zu hören), in der Nacht kann es aber einer Schatzsuche gleichen, will man Sicherheitskräfte finden. Werde es dunkel, gleiche die Stadt einem rechtsfreien Raum, hört man warnend. «Gästefans sollten ihre Trikots im Hotelzimmer lassen», sagt Joe. Er tippt übrigens auf einen 4:1-Sieg Napolis am Donnerstag gegen YB – und ist damit der einzige von zehn befragten Menschen, die den Svizzeri überhaupt ein Tor zutrauen. Zehn Napoli-Erfolge ergibt die Strassenumfrage wenig überraschend bei 29:1-Treffern.
Für ein Bild von ihm verlangt Joe zuerst 10, später 5 Euro, was zwar einen abenteuerlichen Eintrag auf der Spesenabrechnung darstellen würde, vor allem aber ein Wucherpreis ist. Diesen Betrag investiert man in Neapel besser in eine authentische Pizza. Und sollte Napoli heute sensationell erneut gegen YB verlieren, würde das die Stadt nicht in ihren Grundfesten erschüttern. Der tägliche Wahnsinn und Überlebenskampf ginge am Freitag ganz normal von neuem los. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26510630
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 6. November 2014, 17:54 |
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06.11.2014  Zitat: Gedämpfte Vorfreude im YB-Lager
Das Auswärtsspiel im Stadion San Paolo gegen Napoli sollte eigentlich ein Highlight für die Young Boys in dieser Saison sein. Doch nach den zuletzt schlechten Ergebnissen in der Super League kommt der Knüller gegen die Süditaliener zur Unzeit.
YB-Coach Uli Forte findet sich vor dem Europa-League-Knüller in Neapel in einem Dilemma wieder. Eigentlich gilt der Fokus nach den zuletzt schwachen Auftritten in der Super League dem Heimspiel vom Sonntag gegen Sion. Doch in Neapel könnte YB einen weiteren wichtigen Schritt Richtung K.o-Phase der Europa League machen.
Forte: «Das stellt die Vorfreude in den Schatten»
Forte hat durchblicken lassen, den einen oder anderen Spieler schonen zu wollen. Sicher ist: Das Selbstvertrauen der Berner ist nach dem Fehltritt gegen Aufsteiger Vaduz angenagt. «Das dämpft die Vorfreude auf dieses spezielle Spiel», sagte Forte.
Obwohl die Leistungen und Resultate zuletzt nicht gestimmt haben, rechnen sich die Berner nach dem 2:0-Sieg im Heimspiel auch am Fusse des Vesuvs Chancen auf eine Überraschung aus. «Wir treten nicht mit kleineren Erwartungen an», versprach Forte, und meinte, dass das Team auch in Neapel sein Spiel aufziehen könne.
Napolis Formkurve zeigt nach oben
Besser in Form präsentiert sich Napoli. In der Meisterschaft ist die Equipe von Rafael Benitez seit 7 Spielen ungeschlagen, ebenso in Europacup-Heimspielen. Eine zweite Niederlage gegen die Young Boys kann und will sich Napoli nicht leisten. «Wir wollen gewinnen, um der Qualifikation für die K.o.-Phase einen Schritt näherzukommen», sagte Benitez.
Der Spanier muss unter anderem auf den kranken Captain Marek Hamsik verzichten. Benitez wird, wie in Bern, einigen Spielern der zweiten Garde eine Chance geben. «Wenn man nur 15 Spieler einsetzt, ist es schwierig, in drei Wettbewerben gut dazustehen. Deshalb müssen wir die Breite des Kaders ausnützen.» http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... m-yb-lager
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. November 2014, 00:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.11.2014  Zitat: YB von Napoli klar geschlagen
Im vierten Europa-League-Einsatz kassieren die Young Boys in Neapel eine 0:3-Niederlage. Der Fünfte der Serie A bestimmt Tempo und Gangart zu jedem Zeitpunkt.
YB war mit den drei Gegentoren durch Jonathan de Guzman in der 45., 65. und 83. Minute am Ende sehr gut bedient. Die Niederlage hätte noch heftiger ausfallen können, wenn Napoli im Abschluss konsequenter vorgegangen wäre.
Die Young Boys wurden direkt nach Anpfiff in die Defensive gedrängt. Die Hauptarbeit bestand darin, sich seitlich und nach hinten zu verschieben. Das Heimteam war drückend überlegen, erspielte sich allein vor der Pause fünf gute Torchancen. Bei all diesen Möglichkeiten hatten entweder Lorenzo Insigne oder Jonathan de Guzman die Füsse, respektive einmal (23.) den Kopf, im Spiel.
Mindestens ein halbes Dutzend Mal musste YB-Goalie Yvon Mvogo entscheidend eingreifen, bei allen Aktionen hinterliess die junge Nummer 1 einen sicheren Eindruck. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aber spielte der böige Wind dem Freiburger einen bösen Streich. Mvogo, leicht zu weit vor dem Tor postiert, unterschätzte womöglich Distanz und Wucht von De Guzmans Kunstschuss von der seitlichen Strafraumgrenze aus und musste sich vom Holländer ein erstes Mal bezwingen lassen. Offensiv hatten die Young Boys im spärlich besetzten San Paolo kaum etwas zu bieten. Dass der eingewechselte Adrian Nikci in der 63. Minute den ersten (harmlosen) Berner Torschuss und kurz vor Schluss den zweiten verzeichnete, sagte im Prinzip alles aus. Als die Young Boys ihre Prinzipien über Bord warfen, wurden sie nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung ausgekontert. De Guzman schloss einen Querpass freistehend ab. "Napoli B", wie die "Gazzetta dello Sport" am Matchtag wegen der acht Änderungen in der Startformation schrieb, relativierte mit dem diskussionslosen Erfolg den Hinspielsieg von YB vom 23. Oktober wieder. Nach einem Fehler von Alain Rochat erzielte De Guzman in der Schlussphase sogar noch das 3:0.
Die Chancen, sich in der Europa League aus eigener Kraft für die Sechzehntelfinals zu qualifizieren, sind weiter intakt. In den letzten beiden Auftritten bei Slovan Bratislava (am 27. November) und gegen Sparta Prag (am 11. Dezember) muss YB sicher punkten.
Napoli - Young Boys 3:0 (1:0)
15'000 Zuschauer. - SR Hansen (Dä). - Tore: 45. De Guzman 1:0. 65. De Guzman (Zapata) 2:0. 83. De Guzman 3:0.
Napoli: Rafael; Mesto, Henrique, Koulibaly, Britos (38. Ghoulam); Gargano, Inler; Mertens, De Guzman, Insigne (73. Callejon); Zapata (79. Higuain).
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, von Bergen, Rochat; Sanogo; Steffen, Gajic (60. Kubo), Bertone, Nuzzolo (60. Nikci); Hoarau (68. Afum).
Bemerkungen: Napoli ohne Lopez, Michu, Zuñiga (verletzt) und Hamsik (krank), Young Boys ohne Bürki, Costanzo, Gerndt, Vitkieviez (alle verletzt) und Wüthrich (Sportler-RS). Keine Verwarnungen. 21. Schuss von De Guzman an die Oberkante der Latte. http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... 3461199548
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. November 2014, 00:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: 0:3-Pleite in Neapel
De Guzman schiesst zu scharf für YB
Die Young Boys müssen eine weitere Enttäuschung hinnehmen. Am Fusse des Vesuvs setzt es in der Europa League gegen ein überlegenes Napoli eine klare Niederlage ab.
Das Spiel: Die Neapolitaner nehmen das Heft von Anfang an in die Hand und zwingen die Berner zu viel Defensivarbeit. Mvogo hält sein Team im Spiel – bis er Sekunden vor der Pause von de Guzman düpiert wird. Obwohl noch 45 Minuten bleiben, ist es bereits die Entscheidung in dieser Partie.
Die Tore: 1:0, 45.(+2) Minute: Nachdem Mvogo mehrmals glänzend pariert, wird er von einer Schuss-Flanke von de Guzman überrascht. Der Holländer trifft von links aus grosser Distanz über den jungen YB-Schlussmann hinweg ins weite Eck.
2:0, 65. Minute: Steffen mit dem kapitalen Ballverlust, Napoli mit dem blitzschnellen Konter. Zapata legt quer, de Guzman braucht nur noch einzuschieben.
3:0, 83. Minute: Das ging mächtig schief – Rochat will im Strafraum klären, schafft dies jedoch nur bis zu de Guzman, der seinen dritten persönlichen Treffer und das Schlussresultat erzielt.
Das gab zu reden: 17. Minute: Nuzzolo will eine Hoarau-Flanke direkt nehmen, trifft aber nicht den Ball sondern den Kopf von Britos – und das mit voller Wucht! Der Uruguayer muss in der 38. Minute benommen raus.
Der Beste: Es ist der grosse Abend des holländischen WM-Teilnehmers Jonathan de Guzman. Zuerst vergibt er zwei dicke Chancen. Dann überlistet er Yvon Mvogo mit einem wohl als Flanke gedachten Schuss. Und nach der Pause macht er den Sack mit zwei weiteren Treffern zu.
Der Schlechteste: YB-Goalietalent Yvon Mvogo spielt lange Zeit sackstark. Dann kassiert der Fribourger dieses dämliche 0:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Brutal für einen Keeper: Sein erster kleiner Fehler führt zu einem Tor. Er steht am Ursprung des 0:3.
So gehts weiter: Die Berner können sich eine Slowakei-Landkarte kaufen – am 27. November (19 Uhr) gehts erneut auswärts gegen Slovan Bratislava. Napoli - YB 3:0 (1:0)
Stadio San Paolo – 15 000 Fans – SR: Hansen (Den)
Tore: 45. De Guzman 1:0, 65. De Guzman (Zapata) 2:0, 83. De Guzman 3:0
Aufstellungen: Napoli: Rafael; Mesto, Henrique, Koulibaly, Britos (38. Ghoulam); Inler, Gargano; Mertens, De Guzman, Insigne (73. Callejon); Zapata (79. Higuain).
YB: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Rochat; Sanogo; Steffen, Gajic (60. Kubo), Bertone, Nuzzolo (60. Nikci); Hoarau (68. Afum). http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 53508.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. November 2014, 00:33 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: Harmlos und Ohne Esprit
Im vierten Match der Europa League verliert YB in Neapel 0:3. Die Equipe präsentiert sich in einer schlechten Verfassung. Die nächsten Spiele werden zu einer Probe. Auch für den Trainer Forte.
Die Taktik der Berner in Neapel war von Vorsicht geprägt. Der Trainer Uli Forte verstärkte mit Bertone, Gajic und Sanogo das defensive Zentrum vor einer Vierer-Abwehr. Vorne sollten der grosse Hoarau und die Aussenspieler Nuzzolo und Steffen für Impulse sorgen. Nur nicht nochmals eine Peinlichkeit erleiden. Napoli war spielerisch auch mit einer B-Equipe (ohne Hamsik und lange ohne Higuain und Callejon) gefährlicher und initiativer, aber die taktische Marschrichtung der Young Boys wäre vorerst aufgegangen, hätte nicht De Guzman in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Flankenball geschlagen, der sich – vom Wind getragen? – in die entfernte Ecke senkte (47.). Der Torhüter Mvogo sah nicht sonderlich gut aus, streckte sich trotz seiner Gardemasse vergeblich. 1:0 für Napoli spiegelte aber die Geschehnisse auf dem Rasen, 19:5 Angriffe notierte der Statistiker zugunsten der Italiener bis zu diesem Zeitpunkt. Es sollte nicht viel besser werden. In gefährlicher Schräglage
Viele überzeugende Spielszenen waren im Spiel der Berner nicht zu sehen. Ein einziger (später) Torschuss von Nikci war die spärliche offensive Ausbeute. Zeichen von grösserer Verunsicherung? Die Zeichen sind untrüglich. Die Stimmung befindet sich in Bern in einer Kipp-Lage. Die Young Boys begeben sich nach der 0:1-Heimniederlage gegen das im Vergleich mittellose Vaduz in wegweisende Wochen und Spiele. Das Spiel in der Europa League im Stadio San Paolo gegen Napoli gab den misslungenen Auftakt, aber man munkelt, dass das Heimspiel vom Sonntag gegen Sitten noch wichtiger sein wird. Erstmals seit der Trainer Forte das Zepter schwingt, wird sein Schaffen ernsthaft hinterfragt. Der Sportchef Fredy Bickel mag sich über Bedenken nicht beklagen und sagt, dass es falsch sei, jetzt «auf den Trainer loszugehen», stellt aber gleichzeitig in Aussicht, in der Winterpause die Performance einer gründlichen Analyse zu unterziehen. Die ökonomische Klippe
Man braucht nicht das Orakel von Delphi zu befragen, welches die Massstäbe für eine Einordnung sein werden. Im Cup ist YB gegen den Zweit-Ligisten Buochs ausgeschieden – schon einmal nicht gut –, in der Meisterschaft müssen die Berner aufpassen nicht im Mittelmass verloren zu gehen. Man weiss es von früher, dass das Stade de Suisse im Durchschnitt halb gefüllt sein muss (ungefähr 15 000 Zuschauer), um nicht rote Zahlen in der Bilanz zu notieren. Doch genau das droht, wenn YB in der Meisterschaft nach drei Niederlagen in Folge weiterhin patzt. Forte wäre nicht der erste Trainer in Bern, der diesem ökonomischen Grenzwert zum Opfer fiele.
In Neapel war man gespannt, ob YB nach dem Rückstand noch Widerstandskraft in sich hat. Forte veränderte nach einer Stunde auf ein 4-2-3-1--System, brachte die offensiv orientierten Nikci und Kubo. Aber am Geschehen änderte sich wenig. De Guzman traf nach einem schnell vorgetragenem Konterangriff zum 2:0, später zum 3:0. YB scheint nur in Ausnahmefälle zu funktionieren. Wenig Dynamik ist festzustellen.
Napoli - Young Boys 3:0 (1:0)
15'000 Zuschauer. - SR Hansen (Dä). - Tore: 45. De Guzman 1:0. 65. De Guzman (Zapata) 2:0. 83. De Guzman 3:0.
Napoli: Rafael; Mesto, Henrique, Koulibaly, Britos (38. Ghoulam); Gargano, Inler; Mertens, De Guzman, Insigne (73. Callejon); Zapata (79. Higuain).
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, von Bergen, Rochat; Sanogo; Steffen, Gajic (60. Kubo), Bertone, Nuzzolo (60. Nikci); Hoarau (68. Afum).
Bemerkungen: Napoli ohne Lopez, Michu, Zuñiga (verletzt) und Hamsik (krank), Young Boys ohne Bürki, Costanzo, Gerndt, Vitkieviez (alle verletzt) und Wüthrich (Sportler-RS). Keine Verwarnungen. 21. Schuss von De Guzman an die Oberkante der Latte. http://www.nzz.ch/sport/fussball/live-n ... 1.18419942
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shalako
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Verfasst: Freitag 7. November 2014, 00:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.11.2014  Zitat: De Guzmán erledigt YB – Sparta Prag ohne Mühe
Die Berner Young Boys verlieren gegen Napoli 0:3. De Guzmán darf sich alle Treffer gutschreiben lassen. Sparta Prag lässt biem 4:0-Sieg Slovan Bratislava keine Chance.
YB war mit den drei Gegentoren durch Jonathan de Guzman in der 45., 65. und 83. Minute am Ende sehr gut bedient. Die Niederlage hätte noch heftiger ausfallen können, wenn Napoli im Abschluss konsequenter vorgegangen wäre.
Die Young Boys wurden direkt nach Anpfiff in die Defensive gedrängt. Die Hauptarbeit bestand darin, sich seitlich und nach hinten zu verschieben. Das Heimteam war drückend überlegen, erspielte sich allein vor der Pause fünf gute Torchancen. Bei all diesen Möglichkeiten hatten entweder Lorenzo Insigne oder Jonathan de Guzman die Füsse, respektive einmal (23.) den Kopf, im Spiel.
Die Chancen auf die K.o.-Phase sind weiter intakt
Mindestens ein halbes Dutzend Mal musste YB-Goalie Yvon Mvogo entscheidend eingreifen, bei allen Aktionen hinterliess die junge Nummer 1 einen sicheren Eindruck. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aber spielte der böige Wind dem Freiburger einen bösen Streich. Mvogo, leicht zu weit vor dem Tor postiert, unterschätzte womöglich Distanz und Wucht von De Guzmans Kunstschuss von der seitlichen Strafraumgrenze aus und musste sich vom Holländer ein erstes Mal bezwingen lassen. Offensiv hatten die Young Boys im spärlich besetzten San Paolo kaum etwas zu bieten.
Dass der eingewechselte Adrian Nikci in der 63. Minute den ersten (harmlosen) Berner Torschuss und kurz vor Schluss den zweiten verzeichnete, sagte im Prinzip alles aus. Als die Young Boys ihre Prinzipien über Bord warfen, wurden sie nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung ausgekontert. De Guzman schloss einen Querpass freistehend ab. «Napoli B», wie die «Gazzetta dello Sport» am Matchtag wegen der acht Änderungen in der Startformation schrieb, relativierte mit dem diskussionslosen Erfolg den Hinspielsieg von YB vom 23. Oktober wieder. Nach einem Fehler von Alain Rochat erzielte De Guzman in der Schlussphase sogar noch das 3:0.
Die Chancen, sich in der Europa League aus eigener Kraft für die Sechzehntelfinals zu qualifizieren, sind weiter intakt. In den letzten beiden Auftritten bei Slovan Bratislava (am 27. November) und gegen Sparta Prag (am 11. Dezember) muss YB sicher punkten.
Bratislava geht unter
In der gleichen Gruppe trifft zur selben Zeit Slovan Bratislava in der tschechischen Hauptstadt auf Sparta Prag. Die Slowenen stehen bislang mit null Punkten auf dem Konto da. Und dies ändert sich auch nicht. Den klaren 4:0-Sieg für Prag besorgen mit einem Doppelpack David Lafata, sowie Ladislav Krejčí und Costa Nhamoinesu. Bratislava findt sich somit weiterhin hoffnungslos am Tabellenende der Gruppe I wieder.
Napoli - Young Boys 3:0 (1:0) 15'000 Zuschauer. - SR Hansen (Dä). Tore: 45. De Guzman 1:0. 65. De Guzman (Zapata) 2:0. 83. De Guzman 3:0. Napoli: Rafael; Mesto, Henrique, Koulibaly, Britos (38. Ghoulam); Gargano, Inler; Mertens, De Guzman, Insigne (73. Callejon); Zapata (79. Higuain). Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, von Bergen, Rochat; Sanogo; Steffen, Gajic (60. Kubo), Bertone, Nuzzolo (60. Nikci); Hoarau (68. Afum). Bemerkungen: Napoli ohne Lopez, Michu, Zuñiga (verletzt) und Hamsik (krank), Young Boys ohne Bürki, Costanzo, Gerndt, Vitkieviez (alle verletzt) und Wüthrich (Sportler-RS). Keine Verwarnungen. 21. Schuss von De Guzman an die Oberkante der Latte.
Sparta Prag - Slovan Bratislava 4:0 (2:0) 15'000 Zuschauer. - SR Eskow (Russ). Tore: 29. Lafata 1:0. 32. Krejci 2:0. 75. Nhamoinesu 3:0. 84. Lafata 4:0. Sparta Prag: Bicik; Kaderabek, Brabec, Holek, Nhamoinesu; Vacha (79. Maracek); Dockal (72. Vacek), Matejovsky; Konaté, Lafata (89. Bednar), Krejci. Slovan Bratislava: Pernis; Bagayoko, Kolcak, Ninaj, Cikos; Lasik, Grendel (82. Stefanik); Zofcak, Milinkovic, Kubik (73. Vittek); Peltier (46. Soumah) Bemerkungen: Sparta Prag ohne Husbauer, Nespor und Schick (alle verletzt). Verwarnungen: 39. Peltier (Foul). 60. Bagayoko (Foul). http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/17563658
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