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 Beitrag Verfasst: Freitag 29. August 2014, 15:16 
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BSC Young Boys - SSC Napoli

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Stadion Wankdorf, Bern
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Zeit: 19:00 Uhr

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Webseiten SSC Napoli:
http://www.sscnapoli.it
http://www.transfermarkt.ch/ssc-neapel/ ... erein/6195
http://de.wikipedia.org/wiki/SSC_Neapel
http://en.wikipedia.org/wiki/S.S.C._Napoli
https://it-it.facebook.com/SSCNapoli
https://twitter.com/sscnapoli
http://www.tuttonapoli.net
http://www.calcionapoliblog.it
http://www.sscnapoli-fans.de
http://www.ultrasnapoli.it
https://it-it.facebook.com/pages/ULTRAS ... 1174668938
http://de.wikipedia.org/wiki/Stadio_San_Paolo
http://en.wikipedia.org/wiki/Stadio_San_Paolo


Forum SSC Napoli:
http://www.sscnapoli.it/forum
http://forum.calcionapoli24.it
http://www.xtratime.org/forum/forumdisplay.php?f=430


Statistiken SSC Napoli:
http://int.soccerway.com/teams/italy/ssc-napoli/1270
http://de.soccerway.com/matches/2014/10 ... li/1924313


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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Oktober 2014, 21:47 
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Weiss jemand wieiviele Tickets bereits verkauft wurden?


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2014, 16:15 
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Ein Stück Napoli in Bern-Ost

Bei Esperia Napoli Berna spielen ein paar gebürtige Neapolitaner mit. Sie fiebern und leiden mit Napoli, das wie YB seit über 20 Jahren nicht mehr Meister wurde.

Die Bezeichnung SCI Esperia Napoli Berna deutet auf eine enge Bande zur süditalienischen Metropole hin, dessen berühmtester Fussballklub morgen Abend im Stade de Suisse gegen YB ­antritt. Das ist nur teilweise richtig, wie sich bei einem Besuch in der Hochhaus-Siedlung Wittigkofen herausstellt, wo der älteste Ausländerverein Berns beheimatet ist. Der Name sei im Zuge der Fusion mit der AS Napoli Berna entstanden, klärt Präsident Vito Zingarello auf. Eine wirkliche Affinität zu der SSC Napoli hätten nur ein paar wenige Klubmitglieder.

Zingarello ist eine streitbare ­Persönlichkeit, die sich mit Haut und Haaren der SCI Esperia Napoli Berna verschrieben hat. Er wäscht die Trikots, gibt den Trainer Tipps, fädelt Transfers ein, verhandelt mit Sponsoren, diskutiert mit Schiedsrichtern, reibt sich mit Verbandsfunktionären. «Mein Herz schlägt nur für Esperia, für immer und ewig», verkündet er pathetisch. Schallendes Gelächter im kleinen Klublokal, wo sich die Veteranen versammelt haben nach dem letzten Match der Vorrunde. «E’ vero! E’ vero!», ruft der charismatische Präsident

Der Goalie

«Wenn Sie etwas über Napoli wissen wollen, dann müssen Sie unseren Goalie fragen.» Zingarello deutet auf einen Tisch in der Ecke. Dort sitzt Marco Lumachini, neben ihm haben sein Bruder Gianni und Vincenzo Formino Platz genommen. Bei allen ist der Fixpunkt auf dem Fussballplaneten die SSC Napoli. «Schon mein Vater war grosser Napoli-Fan», erzählt Marco Lumachini, der rund 80 Kilometer südlich von Neapel aufgewachsen ist. Der heute 25-Jährige erlebte die ganz struben Zeiten, als der Klub nach der Jahrtausendwende in Konkurs ging und in den Niederungen der Serie C1 einen Neustart machen musste. «Das war heftig, doch wir sind wieder aufgestanden.»

Seit Marco Lumachini vor sieben ­Jahren seinem ältesten Bruder in die Schweiz gefolgt ist, sind die Besuche in der veralteten Betonschüssel des San Paolo rar geworden. Zwei- bis dreimal im Jahr leistet er sich einen Flug, um in die aufgeheizte Atmosphäre des San Paolo einzutauchen. Das Napoli der Saison 2014/15 macht Marco nicht wirklich glücklich. «Zu viele durchschnittliche Söldner, zu wenige Neapolitaner», kritisiert er. Bruder Gianni nickt. Nach dem Abgang von Paolo Cannavaro stehe mit Lorenzo Insigne nur noch ein Einheimischer im Kader, fügt er an.

Vincenzo Formino ist es egal, woher die Spieler stammen, solange sie gute Leistungen bringen. Sehr zufrieden ist er mit dem Slowaken Marek Hamsik: «Er ist unser zukünftiger Captain.» Gute Noten gibt er auch dem Belgier Dries Mertens. Und wie sieht es mit Gökhan Inler aus? Formino verdreht die Augen. «Ich habe ehrlich gesagt mehr erwartet von ihm.» Auch Marco Lumachini hat den Captain der Schweizer Nationalmannschaft nicht ins Herz geschlossen: «Mir wäre lieber gewesen, sie hätten ihn verkauft statt des Kämpfers Behrami», fügt Marco Lumachini an. Der Tessiner wurde im August zum HSV transferiert.

Maradona ist allgegenwärtig

Wann immer von der SSC Napoli die Rede ist, fällt früher oder später der Name Diego Armando Maradona, der den Süditalienern zu den einzigen zwei Meistertiteln verholfen hat in den Jahren 1987 und 1990. Keiner hat die Helden­taten des kleinen Argentiniers mit den grossen Drogenproblemen vergessen. «Diego war ein Phänomen», erzählt Vincenzo Formino. Als er Napoli zum ersten Titel schoss, sass Formino in Begleitung seines Vaters im San Paolo. «Was damals abgegangen ist, lässt sich nicht in Worte fassen.»

Formino erinnert daran, dass in Neapel nur zwei Dinge etwas zählen: «der Scudetto und ein Sieg gegen Juventus». Die aktuelle Mannschaft müsste theoretisch eigentlich um den Titel mitspielen. «Das glaubst du ja selber nicht», wendet Gian­ni Lumachini ein. Weil Präsident De Laurentiis einen rigorosen Sparkurs verfolge, müsse Napoli immer wieder die besten Spieler verkaufen. «Deshalb werden wir noch ewig auf einen Titel warten.» Formino gibt sich geschlagen und weicht auf eine andere Bühne aus. «Zumindest für den Europa-League-Titel hat das Team genügend Klasse.» Die Gebrüder Lumachini haben da ihre Zweifel.

Vorerst aber freuen sie sich auf die morgige Begegnung im Stade de Suisse. «Das wird eine enge Sache», prophezeit Marco Lumachini. Bedeutend kecker ist Vincenzo Forminos Sohn Alex: Er tippt auf einen 5:0-Sieg für Napoli.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/15358578

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2014, 16:16 
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«Mamma, ich habe Maradona gesehen»

Der SSC Neapel, am Donnerstag in Bern YB-Gegner, ist der wohl schillerndste italienische Klub. Mit dem genialen Argentinier Diego Maradona feierte das fussballverrückte Napoli einst zwei Meisterschaften.

Nennt sich Barcelona gern «més que un club», dann ist Napoli gar kein Klub, sondern der Seelenzustand einer Stadt. Einer Stadt, die Aussenstehende nur schwer begreifen. Um sie zu erfassen, muss man aus ihr kommen, um den Dialekt zu verstehen, sowieso. Man kann sich inmitten infernalem Lärms, organisiertem Chaos und atemberaubenden Bildern auf die Stadt einlassen –oder fliehen.

Aberglaube, Erniedrigung und Improvisation zählen in Neapel, dieser Hochburg des Lotto, bei dem ein kategorisches Regelwerk Träume in Zahlen verwandelt. Träumst du von Blut, musst du die 18 spielen, bei einem hübschen Mädel die 78. Und bei Maradona? Natürlich die 10.

«Tuberkulose und Cholera»

Neapel steht sich zuweilen selbst im Weg, die Jugend emigriert enttäuscht Richtung Norden. Tragik kratzt an der entwaffnenden Anmut und am Lebenswillen der wirtschaftlich gebeutelten Stadt. «Wenn du kommst, weinst du zweimal», heisst es. «Bei der Ankunft und bei der Abreise.» Viele Italiener fühlen sich in Napoli, als müssten sie den Reisepass hervorkramen, weil sie exotisches Terrain betreten. Andere treten die Reise erst gar nicht an.

In den Stadien des Nordens hängen sie hämische Transparente auf, wenn Napoli zu Gast ist: «Benvenuti in Italia», «Neapel – Tuberkulose und Cholera» und «Forza Vesuvio!». Der Vesus möge Stadt und Umgebung endlich mit Lava überschwemmen. Die Napoli-Tifosi begegnen den geschmacklosen Hasstiraden mit köstlichem Sarkasmus.

In Shakespeares imaginärer Heimat von Romeo und Julia, Verona, rollte man ein Spruchband aus: «Giulietta è una zoccola!» – «Julia ist eine Nutte!» Der Norden bleibt trotzig abfällig. Er palavert von «terroni» (Erdfressern) oder «Afrikanern», da manche alles unterhalb Roms vom Stiefel sezieren möchten. So lautet das Schicksal der Neapolitaner, dass sie seit der Vereinigung Italiens 1861 nicht nur geografisch nach oben blicken müssen, während der potente Norden auf sie herabschaut.

Nach jahrzehntelanger Desillusionierung erspielte der SSC Neapel unter Diego Armando Maradona immerhin endlich eine Bedeutung auf nationaler Bühne. «Mitten ins Gesicht des anderen Italiens!», feixte ein Plakat 1987 – dem Jahr der ersten Meisterschaft des SSC Neapel. Unter dem spirituellen und romantisierten Anführer «Dieguito» hatte man es den Hochnäsigen aus Mailand und Turin endlich gezeigt und schwebte durch eine diamantene Erfolgsepoche mit zwei Scudetti, einer Coppa und einem Uefa-Pokal. Legendär bleibt bis heute die zehntägige Stadtparty des ersten Scudetto.

«Zehnte von Beethoven»

Am letzten Spieltag fehlte gegen die Fiorentina ein Punkt zum Titel –und die Stadt fieberte am 10.Mai 1987. Diego Maradona verhängte per Aufruf ein Fahrverbot für Neapel. Die Tifosi machten sich artig zu Fuss auf, Zehntausende pilgerten um 8 Uhr zum Teamquartier «Centro Paradiso». Ein königlicher Geleitzug eskortierte den Teambus bis zum Stadion – in Schrittgeschwindigkeit benötigte er durch ein endloses Fahnenmeer vier Stunden für zehn Kilometer.

Am Theater San Carlo hing ein Plakat: «Ihr seid wie die Zehnte von Beethoven.» Dank Espressokonsum und Hingebung brachte TV-Journalist Michele Plastico auf dem Lokalsender «Teleoggi» Beispielloses hinter sich: Er hatte von Samstag 9 Uhr morgens bis Sonntag 15 Uhr ununterbrochen durch einen Vorspielmarathon geführt.

Ins Stadion San Paolo zwängten sich offiziell 90'000 Menschen, inoffiziell erreichte man eine sechsstellige Zahl. Verfolger Inter patzte, Napoli siegte, Maradona triumphierte. «Das ist der schönste Tag meines Lebens, schöner als der Gewinn des WM-Titels, den ich nicht in meiner Heimat feiern durfte. Heute feiere ich zu Hause, in Neapel», sagte der argentinische Goldjunge.

In der Kabine hüpften die Spieler und sangen «Mamma, Mamma, Mamma, ich habe Maradona gesehen und mich verliebt». Kurz nach Spielende erschien die Montagausgabe des «Giornale di Napoli». Warum warten, wenn es keine weiteren erwähnenswerten Nachrichten gibt? Über 9 Spalten zogen sich die Buchstaben «È nostro!» – der Titel gehört uns.

«Habt ihr was verpasst!»

Und der Wahnsinn in Blau-Weiss mit Gratispizzen für alle in der Stadt der Pizzen dauerte tagelang. Über Nacht bemalten Fans eine Linienmaschine azurblau – die Alitalia hob koloriert ab. Auf einem fünfstöckigen Haus war eine überdimensionale Maradona-Figur zu sehen – bis auf ein Fensterchen am Herzen. Der Statue des Stadtheiligen San Gennaro wurden drei Finger abgemeisselt, sie präsentierte das Victoryzeichen. Ein Tifoso schluchzte unter Tränen, er wolle sterben, um seinem verstorbenen Papa von diesem Tag zu berichten. Auf die Friedhofsmauer kritzelte jemand «Habt ihr was verpasst!». Sehr bald stand darunter: «Woher wollt ihr das wissen?»

Der meistfotografierte Spruch hing einige Strassen weiter, die Zeile einer neapolitanischen Canzone der 1930er: «E me diciste sì ’na sera ’e maggio» – Und du sagtest mir Ja, eines Abends im Mai. Manch einer mag glauben, das Paradies könne warten. Der SSC Neapel erlebte es 61 Jahre nach der Gründung.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26538656

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2014, 16:18 
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Fortes Traum von Napoli

Für das Europa-League-Spiel zwischen den Young Boys und Napoli wurden im Vorverkauf bereits 22'000 Tickets abgesetzt. Einer der grössten Fans des Gästeteams sitzt ausgerechnet auf der YB-Bank.

Spricht YB-Trainer Uli Forte über den SSC Napoli, dann leuchten seine Augen. Er macht keinen Hehl aus seiner Liebe zu seinem nächsten Gegner. «Ich bin in gewisser Weise Napoli-Fan», sagt er an der Medienkonferenz vor dem morgigen Spiel im Stade de Suisse. «Es ist ein Traum von mir, einmal Napoli trainieren zu dürfen.»

Ähnlich geht es Raphaël Nuzzolo. Auch er hegt grosse Gefühle für den morgigen Gegner. Selbst als der Club 2004 neu gegründet und in die Serie C hinuntergestuft wurde, blieb Nuzzolo Fan. «Ich bin Napoli immer treu geblieben, hatte immer alle Trikots und fieberte mit.»

«Nichts zu verlieren»

Trotz aller Begeisterung für den Gegner – die Berner wollen keine Geschenke verteilen. «Wir wollen ein gutes Spiel zeigen und sind überzeugt, dass wir die Überraschung schaffen können.», sagt Uli Forte. Auch Nuzzolo ist zuversichtlich, «schliesslich konnten wir auch Udinese zweimal bezwingen.»

Die Young Boys agierten zuletzt in der Meisterschaft etwas glücklos. Die letzten beiden Spiele gegen Aarau und Basel verloren sie. Forte glaubt nicht, dass diese Niederlagen einen negativen Einfluss auf sein Team hatten. «Gegen Napoli haben wir nichts zu verlieren und können frisch von der Leber weg spielen.»

Die Young Boys und der SSC Napoli sind Leidensgenossen. Beide Vereine warten schon seit über 20 Jahren auf den nächsten Meistertitel. Ist YB das Napoli der Schweiz? Forte will den Vergleich nicht ganz gelten lassen. «In Napoli ist alles grösser. Die dortigen Fans sind noch verrückter als in Bern, fast schon übertrieben verrückt.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fo ... y/16335420

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2014, 16:19 
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«Die Vorfreude auf die Partie ist riesig»

YB-Trainer Uli Forte und Raphaël Nuzzolo äusserten sich am Mittwoch zur Partie gegen Napoli. Die beiden YB-Exponenten gerieten ob dem italienischen Traditionsverein ins Schwärmen.

Eigentlich wäre an der Pressekonferenz vor der morgigen Partie in der Europa League gegen Napoli (19 Uhr) auch ein Dolmetscher zugegen gewesen, doch YB-Trainer Uli Forte übernahm die Aufgabe gleich selbst. Er übersetzte die Fragen, die ihm selbst gestellt wurden, mal auf Deutsch, mal auf Italienisch, und antwortete dann in beiden Sprachen. Die Journalisten, die aus Italien angereist waren, fanden rasch ihren Gefallen am YB-Coach.

Und so erinnerte die Medienkonferenz oftmals eher an ein Gespräch, den an ein gewöhnliches Frage-und-Antwort-Spiel. «Die Vorfreude auf die Partie ist riesig», sagte Forte zu Beginn einmal. Doch schon bald drehte sich die Konversation mit den Medienvertretern um Diego Maradona, dem argentinischen Weltfussballer, der zwischen 1984 und 1991 bei Napoli unter Vertrag gestanden hatte und seither glühend verehrt wird.

Als Knirps bei Maradona

Fortes Eltern stammen aus Salerno, eine Hafenstadt, die hundert Kilometer südlich von Neapel liegt. Er sei als 10-Jähriger im Stadion gewesen, als Maradona bei Napoli vor 71'000 Zuschauern vorgestellt worden war, erzählt Forte mit einem Leuchten in den Augen. Und man könne ihn durchaus als Fan des Klubs bezeichnen.

Die Frage nach dem Leibchentausch

Dasselbe gelte auch für ihn selbst, sagte Raphaël Nuzzolo. Des Flügelspielers Wurzeln liegen ja ebenfalls in Süditalien. Nuzzolo sass heute Mittag an der Pressekonferenz neben Forte und gab ebenso zweisprachig Auskunft. «Früher habe ich von meinem Vater immer das neuste Napolitrikot erhalten», sagte der 31-Jährige. Auf die Frage eines italienischen Journalisten, mit welchem Spieler er morgen gerne das Leibchen tauschen würde, wich Nuzzolo zwar aus, um dann aber dennoch über Marek Hamsik, Lorenzo Insigne oder Gonzalo Higuian ins Schwärmen zu geraten.

Viele Wechsel bei Napoli

Dass alle drei der prominenten Napoli-Offensivakteure am Donnerstag zum Einsatz kommen, ist unwahrscheinlich. «Ich habe Freunde in Neapel, die den Verein Tag und Nacht verfolgen. Und die sprechen davon, dass Trainer Rafael Benitez im Vergleich zur Partie vom Sonntag gegen Inter gleich sieben Wechsel vornehmen will», erzählte der YB-Trainer. Für die Italiener stellt die morgige Partie denn auch ein Pflichttermin dar. Für Forte, Nuzzolo und die Young Boys ist sie derweil viel mehr.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14701992

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Oktober 2014, 16:28 
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Vorschau auf YB - Napoli

BSC Young Boys - SSC Napoli, Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19:00 Uhr (Stadionöffnung 17:30 Uhr), Stade de Suisse, Bern.

Verletzt: Florent Hadergjonaj, Marco Bürki, Alexander Gerndt, Matias Vitkieviez.

Bisher wurden rund 22'300 Tickets (davon 8'600 Europa-League-Packages) verkauft.

Rund um das Stadion stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung. Die Matchbesucher werden gebeten, den öffentlichen Verkehr zu benutzen.

Das Spiel wird live übertragen unter www.radiogelbschwarz.ch. Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. Oktober 2014, 07:03 
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23.10.2014

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Ein grosses Spiel für YB

Für die Young Boys ist das heutige Spiel in der Europa League gegen Napoli ein Saison-Höhepunkt. YB-Trainer Uli Forte trifft auf die Liebe seiner Kindheit.

Wenn die Young Boys heute die Süditaliener empfangen, steht einer im Fokus, für den Napoli mehr ist als bloss einer von vielen Gegnern im Saison-Programm: YB-Trainer Uli Forte ist seit immer ein Fan der "Azzurri". Deshalb hält Forte seine Wünsche nicht für sich: "Es wäre ein Traum, einmal Trainer von Napoli zu sein", sagt er und man merkt, dass sich Forte riesig freut auf dieses Spiel, diesen Gegner, die Atmosphäre mit vielen Italienern im Stadion. Diese Freude will er in den kommenden Stunden auf die Mannschaft übertragen. "Wir wollen frisch von der Leber weg spielen", so Forte.

YB soll das Publikum glücklich machen. Gerade in internationalen Spielen ist das immer mal wieder gelungen. Die notorisch erfolglosen Berner warten zwar seit über 27 Jahren auf einen Titel, weisen aber im Stade de Suisse eine beachtliche Europacup-Bilanz aus. Seit dem Bezug des neuen Stadions 2005 hat YB nur drei von 24 Heimspielen verloren. Besiegt wurden dabei nicht nur Gegner aus Ungarn, Armenien und Zypern. Auch Tottenham Hotspur, der VfB Stuttgart, Udinese oder Zenit St. Petersburg verliessen die Bundeshauptstadt geschlagen.

Gelingt ein Heimsieg auch gegen Napoli, den verlustpunktlosen Leader der Gruppe I, wären dies so genannte Big Points auf dem Weg in die 1/16-Finals. Forte liess durchblicken, dass er die Aufgabe mit einer Dreier-Abwehr angehen könnte. Diese Taktik missriet zwar vor drei Wochen beim 1:3 gegen Sparta Prag. Doch Forte sagte: "Gegen grosse Teams lasse ich gerne in diesem System spielen."

Es ist Forte zuzutrauen, dass er die richtige Taktik gegen Napoli an sich kennt. Doch die Frage bleibt: Gegen welches Napoli? "Ich habe Freunde in Neapel, die den Verein Tag und Nacht verfolgen. Und die sprechen davon, dass Trainer Rafael Benitez im Vergleich zur Partie vom letzten Sonntag gegen Inter Mailand bis zu sieben Wechsel vornehmen will", sagte Forte.

Denn während sie in Bern von einem "Riesen-Spiel" sprechen, ist der Auftritt im Stade de Suisse für Napoli eher ein Pflichttermin. Schlüsselspieler wie der Flügel José Callejon, der bisher in jedem Pflichtspiel eingesetzt wurde, und der Mittelstürmer Gonzalo Higuain, der für Napoli in der Serie A seit über 600 Minuten nicht mehr getroffen hat, werden nicht von Beginn weg spielen. Auch der Einsatz von Gökhan Inler, der am Sonntag für seine Leistung in Mailand von den italienischen Medien hart kritisiert wurde, ist ungewiss. Beobachter erwarten im Mittelfeld eher den Italo-Brasilianer Jorginho und den Holländer Jonathan De Guzman.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -128485960

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. Oktober 2014, 07:04 
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23.10.2014

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Mythos Napoli in Bern

Ein Paket aus Neapel

Die SSC Napoli und ihre goldene Vergangenheit mit Diego Maradona werden am Donnerstag das Stade de Suisse gut füllen. Für Uli Forte ist das Spiel ein Rencontre mit seinen Wurzeln.

Bekommt man in Neapel einen «pacco», heisst das nichts Gutes. Das sogenannte «Paket» ist kein Geschenk, sondern Synonym für Trickbetrug. Opfer eines solchen wurde vor vielen Jahren auch der YB-Trainer Uli Forte während eines Aufenthalts in der Heimat seiner Eltern. In den Gassen Neapels seien ihm ein Handy und eine HD-Videokamera für nur 200 Euro feilgeboten worden, erzählt Forte, nicht ohne zu schmunzeln. «Ich hielt das für ein super Schnäppchen. Doch in der Tasche fand ich dann nur zwei Ziegelsteine und sehr viel Zeitungspapier.»

Der «pacco» hat trotz Dreistigkeit in Italien eine sympathische Note bekommen. Er steht für den Einfallsreichtum der Neapolitaner, ihre Kunst, sich irgendwie durchzuschlagen. Deshalb gab es viel Gelächter, als Uli Forte aus der Grossstadt wieder zurück ins Dorf seiner Eltern kam und den Verwandten dieses Stück Napoletanità weitererzählte. Die Fortes stammen ebenso aus der Region Kampanien, deren Hauptort die Metropole Neapel ist. Aber Massicelle und Montano Antilla, die Heimatorte von Uli Fortes Eltern, liegen in der Provinz Salerno, rund zweieinhalb Stunden südlicher, am Rande des Nationalparks Cilento. Dorthin fuhren die Fortes jeweils aus Brüttisellen in die Ferien, mit einem so vollgepackten Kombi, dass die Pneus kaum mehr Profil hatten, wie Forte bildhaft erzählt.

Und dort sind nicht nur seine familiären Wurzeln zu finden, sondern auch Teile seiner fussballerischen Sozialisation. «In den Ferien 1982, im Alter von acht Jahren, erlebte ich dort den WM-Sieg Italiens», sagt der heute Vierzigjährige, «und als ab 1984 Diego Maradona für Napoli spielte, da spürte ich Sommer für Sommer die Euphorie vor Ort.» In der Provinz Salerno unterstützt man zwar die Salernitana, die nur drei Saisons in der Serie A erlebt hat und derzeit in der Lega Pro spielt. Daneben hat aber die SSC Napoli wie in ganz Kampanien den höchsten Stellenwert.

Auch für Uli Forte und seine Verwandtschaft. Deshalb ist das Los Napoli in der Europa League ein Geschenk für ihn. «Es ist verrückt», sagt Forte, «als Teenager habe ich diesen Klub so sehr verfolgt, jetzt werde auch ich Teil vom Ganzen.» Es schwingt auch Genugtuung mit für den Auswanderersohn, der ohne grosse Fussballerkarriere als Trainer hart gearbeitet hat. Teil davon war wiederum Napoli: Nach der Entlassung in St. Gallen hospitierte Forte 2011 unter anderem auch in Neapel, zehn Tage lang beim damaligen Trainer Walter Mazzarri. «Ich konnte runterfahren, verarbeiten und vieles mitnehmen.» Sein Neustart mit GC war erfolgreich.

Und nun ist im Cilento die Partie YB - Napoli wegen Forte ein beliebtes Gesprächsthema. «Mehrere Dutzend Cousins, Tanten, Onkel und Bekannte fahren mit einem Car nach Bern», sagt er. Die Grossmutter musste aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben. Über 22 000 Karten hat YB schon abgesetzt – Napoli ist mit dem mitschwingenden Mythos Maradona und der grossen süditalienischen Gemeinschaft in der Schweiz zugkräftig. «Fürs Rückspiel brauche ich einen eigenen Sektor im San Paolo», sagt Forte. Und weitere für die Verwandten des Goalie-Trainers Collaviti sowie der Spieler Nuzzolo, Bertone und Costanzo. Sie alle haben Wurzeln in Kampanien. Bestimmt wollen sie keinen «pacco» von Napoli bekommen.


Das Remis vom Sonntag fühlte sich wie eine Niederlage an: Zweimal hatte Napoli im San Siro geführt, zweimal glich Inter aus. Für die Neapolitaner war es eine weitere bittere Partie in einer enttäuschenden Saison. Nach Rang 3 in der vergangenen Spielzeit sollte im zweiten Jahr unter dem renommierten Trainer Rafael Benitez endlich ein ernsthafter Angriff auf den dritten Meistertitel nach 1987 und 1990 gestartet werden. Und natürlich lechzt das heissblütige Publikum nach Nächten in der Sterne-Liga. Doch schon Mitte September brodelte es unter dem Vesuv: in der Champions-League-Qualifikation ausgeschieden, in der Serie A die Spitze aus den Augen verloren. Mit dem derzeitigen Rang 7 rechnet man sich höchstens wieder einen 3. Platz aus. Mehr hatten die Neapolitaner auch von Gökhan Inler nach einer starken WM mit der Schweiz erwartet, doch dieser spielt derzeit offenbar nur, weil der bevorzugte Gargano verletzt ist. Higuain und Hamsik haben im «Campionato» ihre Torgefahr vollkommen abgelegt und erst europäisch getroffen, der Spanier José Callejon ist derzeit der gefährlichste Offensivmann. Doch ob er in Bern spielen wird, ist ungewiss. Benitez wird grosszügig rotieren, auch wenn Napoli mit einem Sieg und folglich 9 Punkten glänzende Aussichten auf ein Überwintern in der Europa League hätte. Das wäre ein kleiner Trost in einer bisher kargen Saison.

http://www.nzz.ch/sport/fussball/ein-pa ... 1.18409382



http://www.nzz.ch/sport/fussball/ein-gr ... 1.18409587

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. Oktober 2014, 07:07 
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Viel Respekt vor dem Plastik

Der Kunstrasen sei ein Vorteil für YB, sagt Napoli-Spieler Gökhan Inler. Sein Einsatz heute in Bern ist ungewiss.

Pressekonferenzen und Interviews
geben ist für Gökhan Inler eine lästige Pflicht. Es sind Dinge, die er tut, weil er sie tun muss. Im Verlauf seiner Karriere hat er etliches im Stehsatz gespeichert, das er bei Bedarf abrufen kann.

So funktionierte er auch gestern im Stade de Suisse die meiste Zeit, als er in Begleitung von Trainer Rafael Benítez den Medientermin vor der Europa-League-Begegnung gegen die Young Boys wahrnahm. Zuweilen verliess der 30-Jährige für kurze Zeit die ausgetretenen Pfade. Etwa, als er auf den Kunst­rasen im Stade de Suisse zu sprechen kam. Napoli sei es nicht gewohnt, auf dieser Unterlage zu spielen. «Das ist ein Vorteil für YB.» Er wisse, dass der Ball weniger hoch springe und das Spiel schneller sei als auf einem herkömmlichen Rasen.

Beim Boxen Druck abgebaut

Etwas länger äusserte sich der Captain des Schweizer Nationalteams zudem zum heutigen Gegner. Er liess die zahlreichen italienischen Journalisten wissen, dass die Berner ein junges Team
hätten, das heimstark sei. Da schon über 20 000 Tickets verkauft seien, werde die Stimmung gut sein. Unter ihnen dürften etliche Familienangehörige und alte
Kollegen aus Olten sein, wo Inler seine Jugend verbracht hat.

Inler gehört bei Napoli zu den teuersten Einkäufen, die Präsident Aurelio De Laurentiis getätigt hat. Fast 18 Millionen Euro soll der exzentrische Filmproduzent 2011 an Udinese Calcio überwiesen haben. Dort erwarb sich der robuste Mittelfeldspieler, der trotz zwei Meistertiteln mit dem FCZ als Namenloser ausgezogen war, einen exzellenten Ruf. Die «Gazzetta dello Sport» kürte ihn im Frühjahr 2008 zum besten ausländischen Zugang in der Serie A. Vier Jahre blieb Inler im Friaul, bestritt über 160 Einsätze in der Serie A. In Neapel, wo die Tifosi heissblütig sind wie sonst nirgendwo im Land, bekam der scheue
Oltner zu spüren, was von einem hoch bezahlten Söldner erwartet wird: Woche für Woche Topleistungen.

«Das erste Jahr war sehr intensiv, auch mental. Ich hatte Riesendruck», verriet Inler diesen Sommer der NZZ. Doch Inler lernte sich abzugrenzen, begann in der Freizeit zu boxen. Er zog schwächere Phasen ein, auf die Ersatzbank musste er aber nie für länger. Coach Benítez schätzt die Zuverlässigkeit und die sehr professionelle Einstellung des zurückhaltenden «Svizzero». «Deshalb habe ich ihn in den Mannschaftsrat berufen», erklärte er. Ob Inler heute in der Startformation steht, ist
ungewiss. Ginge es nach der einheimischen Presse, müsste er auf die Ersatzbank. Beobachter erwarten im Mittelfeld eher den Italo-Brasilianer Jorginho und den Holländer Jonathan de Guzmán. Benítez selber trug nichts zur
Lösung des Rätsels bei. Ganz im Gegenteil: Er verriet nur die Namen der drei Akteure, die gegen YB ganz bestimmt nicht spielen werden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Vi ... y/16588308

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