Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Montag 21. März 2005, 07:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39
Beiträge: 801
Wohnort: Bernensis
YB-Viertelstunde kam zu spät

Erste Niederlage in diesem Jahr: Die Young Boys mussten sich St. Gallen 2:3 (0:1) geschlagen geben
Die Young Boys haben es verpasst, sich durch einen dritten Erfolg in Serie auf Kosten des spielfreien Xamax auf einen Europacup-Platz vorzuschieben: Die Berner verloren im Neufeld gegen St. Gallen mit 2:3 (0:1).
Die heftigen Schneefälle bis in tiefe Lagen im Februar und Anfang März sowie der Konkurs von Servette sorgen nebst der Länderspielpause am kommenden Osterwochenende dafür, dass sich der Spielplan der Young Boys reichlich ungewohnt präsentiert: Zwischen den ersten drei Ernstkämpfen in diesem Jahr lagen jeweils zwei Wochen Pause, die gestrige Partie gegen St. Gallen war die dritte innert acht Tagen – nun folgt eine zweieinhalbwöchige Wettkampfpause (mit Testspielen gegen Luzern und Wil), ehe das Team von Trainer Hans-Peter Zaugg ab dem 6. April innert vier Wochen in Meisterschaft und Cup achtmal anzutreten hat. Nicht zuletzt mit Blick auf das bevorstehende Programm trauerte man bei YB nach der 2:3-Niederlage gegen St. Gallen der verpassten Chance nach, den Platz in der vorderen Tabellenhälfte abzusichern und sich den FCZ und GC vom Leib zu halten – und sprach Zaugg anschliessend von einem «Rückschlag» und davon, dass «uns offenbar die spielerische Klasse fehlt, um uns gegen stark defensiv orientierte Gegner durchzusetzen». Statt sich auf einem Europacup-Platz zu befinden verblieben die Berner auf Rang 4 und sehen sich weiterhin dicht bedrängt von den Zürcher Klubs.

Effiziente St. Galler

Dabei wäre für YB der Gewinn dreier Punkte gegen die Ostschweizer durchaus möglich gewesen. Das Team von Trainer Heinz Peischl, das zuletzt zweimal 0:0 gespielt hatte und in diesem Jahr in der Meisterschaft noch ungeschlagen ist, vertraute wie schon beim 1:0-Sieg im Neufeld im letzten September vorerst primär seinen defensiven Qualitäten. Es überliess YB weitgehend das Spieldiktat – eine Taktik, die schon im Herbst beim 1:0 in Bern funktioniert hatte. Die Gastgeber waren (zumindest vorerst) erneut nicht in der Lage, aus ihrer optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Obwohl mehrheitlich in Ballbesitz, agierten sie offensiv zu ideenlos, zu wenig variantenreich, mit zu wenig Tempo – und brachten deshalb sehr wenig zustande. Ein Umstand, der seinen Grund wohl auch in Gürkan Sermeters und Adrian Eugsters Absenz auf der rechten Seite hatte; der Mittelfeldspieler musste wegen Adduktoren-Problemen passen, der Verteidiger war gesperrt.
Die 7650 Zuschauer im Neufeld sahen erst in der 43. Minute die erste hochkarätige Chance – dafür innert weniger Sekunden deren zwei: Erst lenkte St. Gallens Goalie Stefano Razzetti den Kopfball Joël Magnins über die Latte, dann landete Magnins Aufsetzer-Kopfball an der Latte. Danach nahm für YB das Unheil seinen Lauf: In der 45. Minute fand ein harmlos wirkender Freistoss von Julio Lopez aus rund 30 Metern den Weg ins YB-Tor (es war die erste echte Chance St. Gallens), und nach dem Seitenwechsel schlossen die Ostschweizer zwei sehenswerte, schnell vorgetragene Konter durch Moreno Merenda (63.) und Dusan Pavlovic (69.) erfolgreich ab.

Erneut fünf Tore

Angesichts dieses klaren Spielstands erinnerte sich in diesem Moment manch einer bei YB der Ereignisse vor Wochenfrist, als man im Letzigrund den FCZ 5:0 bezwungen hatte. Tatsächlich fielen im Neufeld noch zwei weitere Tore – jedoch für die Platzherren, die nun wohl nicht zwingend besser agierten, aber zumindest noch vehementer ihr Glück im Angriff suchten. Dies veranlasste Zaugg letztlich doch zu einem Kompliment an die Adresse seiner Mannschaft. «Der Weg vom 0:3 zum 0:5 ist nicht sehr weit. Umso schöner ist, dass das Team nicht aufgesteckt und bis zuletzt alles probiert hat. Dadurch konnten wir den Schaden in Grenzen halten.» Verantwortlich dafür zeichneten Gabriel Urdaneta, der just mit Beginn der «YB-Viertelstunde» aus 16 Metern das 1:3 erzielte, sowie Stéphane Chapuisat, der in der 87. Minute genau wie zuvor sein südamerikanischer Teamkollege die Vorarbeit Thomas Häberlis vollendete. Allein: Dieses Mal hätte YB «seine» Viertelstunde etwas früher benötigt.

Der Bund, 21.03.2005


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Montag 21. März 2005, 07:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39
Beiträge: 801
Wohnort: Bernensis
Wenn Aufstellungen lügen

Herber Rückschlag für YB. Gegen «Angstgegner» FC St. Gallen setzte es im Neufeld eine 2:3-Niederlage ab. Trotz offensiver Ausrichtung beider Teams wars lange Zeit eine flaue Partie. YB schoss seine Tore erst kurz vor Schluss.

Aufstellungen lügen nicht. Es war keine Überraschung, dass es zwischen YB und St. Gallen fünf Tore zu verzeichnen gab. Beide Trainer setzten auf ein identisches System mit zwei Angreifern und drei offensiv ausgerichteten Aufbauern.

Aufstellungen lügen doch. Denn trotz fünf Treffern und ungewöhnlich vielen Offensivakteuren wars eine lange Zeit sehr flaue Begegnung. Wenn ein Trainer wie St. Gallens Heinz Peischl Ausdrücke wie «geschlossene Teamleistung», «kompakt», «solid» und «grösserer Wille» benutzt, um den Sieg zu erklären, dann weiss der Zuhörer sofort, dass es sich bei der Partie nicht um ein Fussballfest gehandelt haben kann.

Tor in der Nachspielzeit

Und so bleibt als Fazit der Partie im Neufeld, dass Aufstellungen nicht immer die Wahrheit bedeuten müssen. Denn bis zur 44. Minute mussten die Torhüter Patrick Bettoni und Stefano Razzetti kein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Die Zuschauer verstanden nach den starken YB-Angriffsvorstellungen in Zürich (5:0) und gegen Xamax (1:0) die Welt nicht mehr. Und so spendeten die Besucher auf der Haupttribüne mangels Applausalternativen spontan Beifall, als St. Gallens Verteidiger Mijat Maric nach 38 Minuten ohne fremde Hilfe in die Garderobe laufen konnte. Maric war nach einem wüsten Zusammenprall mit Patrick De Napoli minutenlang liegen geblieben und musste mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgewechselt werden. Das gleiche Schicksal ereilte De Napoli wenig später zur Pause.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste überraschend 1:0. Ein Freistoss von Julio Lopez rauschte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an allen Spielern vorbei durch den YB-Strafraum in die entferntere Torecke. «Wir gingen glücklich und zu einem wichtigen Zeitpunkt in Führung», sagte Peischl. Sein Antipode Hans-Peter Zaugg nannte das 0:1 «eine entscheidende Spiellenkung in einem für uns unglücklichen Moment». Kurz vor dem 0:1 hatte Joël Magnin zweimal knapp das 1:0 mit dem Kopf verpasst.
Mit zwei fein herausgespielten Toren durch Moreno Merenda und Dusan Pavlovic Mitte der zweiten Halbzeit optimierten die St. Galler ihre Chancenauswertung. «Heute haben wir erlebt, wie kurz der Weg vom 0:1 zum 0:3 oder einem noch höheren Rückstand sein kann», sagte Zaugg. Eine Woche zuvor lief die Partie in Zürich nach einem für YB perfekten Drehbuch, gestern in Bern wars genau umgekehrt. «Ich bin aber froh, dass wir noch einmal reagiert und alles versucht haben», sagte Zaugg. Die Tore durch Gabriel Urdaneta und Stéphane Chapuisat in der letzten Viertelstunde sorgten für eine dramatische Nachspielzeit. Francisco Neri verpasste einen letzten langen Ball nur um Zentimeter, diese Szene schien irgendwie symptomatisch für den zuletzt so treffsicheren YB-Torjäger. «Einigen Akteuren hat heute die Frische gefehlt», sagte Zaugg, «deshalb haben wir uns auch in den 1-gegen-1-Situationen nicht durchsetzen können.»

Ungenügender YB-Auftritt

Der FC St. Gallen siegte letztlich verdient zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts. Bereits in der Vorrunde gelang Peischls Ensemble ein 1:0-Erfolg in … Bern. Zaugg sprach von «einem Rückschlag» und erklärte, man habe gesehen, wie schwierig der Monat April für YB werde. Einige Wochen lang werden die Berner jeweils dreimal in acht Tagen antreten müssen. Nach den Partien gegen Zürich und Xamax wirkten einige YB-Fussballer gestern müde und unkonzentriert. Viele Fehlpässe der Defensivspieler (Geiser und Rochat), fehlende Aggressivität im Aufbau und mangelndes Durchsetzungsvermögen vorne führten zu einem ungenügenden Auftritt vor der Länderspielpause.

In zweieinhalb Wochen steht YB bei Aufsteiger Schaffhausen damit unter Siegesdruck, soll die Aufholjagd wieder aufgenommen werden. «Gegen St. Gallen tun wir uns immer schwer», sagte Zaugg abschliessend, «das Team ist gut organisiert.» Nicht nur die Aufstellung der Gäste, sondern auch die Einstellung hat gestimmt, während bei den Young Boys nicht nur die nötige Balance zwischen Defensive und Offensive fehlte.Fabian Ruch

Berner Zeitung, 21.03.2005


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Montag 21. März 2005, 09:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
NZZ, 21.3.2005

Der logische Sieger nach einer unlogischen Partie

Erste Niederlage der Young Boys in diesem Jahr - 2:3 gegen St. Gallen

Es war ein seltsames Spiel, mit einer eigenwilligen Rollenzuweisung, eine Partie, die nicht immer logisch und in ihrer Entwicklung selten vorhersehbar war. Einzig der Sieger, darin herrschte Einigkeit, war nach allen Wirrungen der richtige: Der FC St. Gallen hat mit dem 3:2 gegen die Young Boys einen Schritt aus seiner schwierigen Tabellenlage getan und den Bernern, etwas voreilig bereits als das Team des Frühlings bezeichnet, die erste Niederlage des Jahres 2005 zugefügt. Es dauerte jedoch lange, bis alle Tücken und Tricks dieses amüsanten Matches ausgestanden waren und das Schlussresultat feststand. Und wenn in der Rückschau davon gesprochen werden wird, dass die St. Galler clever, effizient und solid gewesen waren und deshalb alles auf einen Erfolg hingedeutet hatte, dann ist das nur die halbe Wahrheit.

Hassli schmerzlich vermisst
Heinz Peischl schüttelte missmutig den Kopf und notierte ununterbrochen die Unterlassungssünden seiner Mannschaft in seinen Notizblock. Ohne den am Samstag im Training verletzt ausgeschiedenen Goalgetter Hassli (Gehirnerschütterung) fand sein Team nicht ins Spiel, und als der Stellvertreter des gesperrten Abwehrchefs Wolf, der Innenverteidiger Maric, nach einem heftigen Zusammenprall mit De Napoli (Nackenprellung) den Rasen verletzt verlassen musste, schienen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Montandon rückte ins Abwehrzentrum und verrichtete dort gute Arbeit. Dennoch ruderte Peischl unzufrieden mit den Armen - und durfte dann urplötzlich zur Kenntnis nehmen, dass der FC St. Gallen 1:0 führte. Nichts hatte in diesem Moment darauf hingedeutet, dass die Zauderer und Zögerer in seiner Mannschaft auch nur in die Nähe des gegnerischen Tores hätten gelangen können, «ja eigentlich müssten wir zu diesem Zeitpunkt 0:1 in Rückstand liegen», sagte der Trainer der Ostschweizer.

Doch dann musste der YB-Goalie Bettoni tatsächlich hinter sich greifen. Der Chilene Lopez hatte bei einem Freistoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus einiger Distanz Anlauf genommen, und der Ball holperte an vielen Beinen vorbei ins Netz. Es war der erste Torschuss der St. Galler gewesen, nur Minuten zuvor war der Berner Magnin einmal am hervorragenden Keeper Razzetti gescheitert, Sekunden später traf er nur die Latte.

Eine Viertelstunde vor Ende sass Peischl entspannt auf der Rückenlehne einer hölzernen Parkbank, die er sich an die Seitenlinie gestellt hatte. 3:0 führte seine Mannschaft, und jetzt, wo die Arbeit getan und die Tore geschossen waren, begann sie gut Fussball zu spielen. Mit eiskalter Effizienz hatte zuvor Merenda nach guter Vorarbeit von Lopez und Sutter, der den Vorzug vor Callà erhielt, das 2:0 erzielt. Wenig später war die Sache anscheinend besiegelt, als Pavlovic mit elegantem Heber zum 3:0 traf. Die Young Boys hatten nicht aus ihrer Lethargie gefunden, emotionslos spulten sie das Pensum ab; kaum vernehmbare Lebenszeichen im Angriff von Neri und Chapuisat, viele Fehler in der Spielentwicklung im Mittelfeld, kein erkennbarer Wille zur Besserung - es sprach alles für eine gemütliche St. Galler Schlussviertelstunde, die Gegner und Spiel unter Kontrolle zu haben schienen. Schienen.

Spätes Spektakel
Dass YB-Trainer Zaugg nach dem Schlusspfiff dennoch von einem «Spektakel am Ende» sprechen durfte, war eine weitere, nicht erwartete Wendung. Urdaneta war auf Zuspiel des eingewechselten Häberli (75.) das 1:3 gelungen, das entgegen der Meinung der Mehrheit der 7650 Zuschauer mehr war als ein blosser Ehrentreffer. Chapuisat setzte drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit entschlossen nach und trug mit dem Anschlusstreffer zum ersten Mal Spannung ins Neufeld-Stadion. Einen Punkt hatte sich YB trotz der Leistungssteigerung in den Schlussminuten aber nicht verdient.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Montag 21. März 2005, 16:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12
Beiträge: 3258
Wohnort: Bern
Hätte ehrlich gesagt nicht mit dieser Niederlage gegen St. Gallen gerechnet. Das sind dann halt die Schattenseiten eines Kantersieges wie gegen Zürich. Man meint die Mannschaft habe einen Lauf und spielt dann derart grottenschlecht, wie schon gegen Xamax. Das der Freistoss von Lopez durch Mann und Maus druchging war auch Pech. Wenn Magnin eine seiner beiden Chancen verwertet hätte, wär das wohl ein ganz anderes Spiel geworden. :roll:

Ach ja, Ado Smajic war wieder im Neufeld. Sypmathischer Kerl, hoffe für ihn er kann eines Tages wieder ein Traineramt übernehmen.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 41 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de