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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2013, 22:53 
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Zitat:
Forte in der Galerie der Verlierer

Das 1:4 im Achtelfinal des Cups gegen den Erstligisten Le Mont ist ein neuer Tiefpunkt für die Young Boys.

Es ist noch kein halbes Jahr her. Da zeigte sich Uli Forte mit seinen damaligen Spielern von GC in Jubelpose. Am 20. Mai wurden die Grasshoppers im Penaltyschiessen gegen den FC Basel im Stade de Suisse zum 19. Mal Cupsieger. Es war der erste Titel für den Trainer Uli Forte.

Am Samstagabend fanden im Morast von Le Mont die Cuphoffnungen des BSC Young Boys wieder einmal ein abruptes Ende. Das 1:4 gegen den zwei Ligen tiefer spielenden FC Le Mont-sur-Lausanne ist für Forte ein Schlag ins Gesicht. Dreimal hatte er in den vergangenen Wochen den Leader der 1. Liga Promotion beobachtet; er hatte dessen Kader durchleuchtet, in dem 14 Spieler mit Erfahrungen in der Super League und Challenge League figurieren. Er hatte seinen Young Boys über Whatsapp auch Bilder über den prekären Platz im Centre Sportif du Châtaignier zukommen lassen und vor dem Spiel gesagt: «Gegen diesen Gegner müssen wir alles aufbieten, was wir haben, wir dürfen uns nicht die kleinste Nachlässigkeit leisten.»

Ohnmächtige Predigt

Seine Spieler aber sprachen darauf nicht an. Einige waren nicht in der Lage, wie Costanzo oder Zárate, sich auf die Bedingungen einzustellen; auf einen Gegner, der fighten, aber auch Fussball spielen kann, auf den Morast, auf das schale Scheinwerferlicht. «Man kann predigen, predigen, predigen, aber die Spieler müssen das auch annehmen und willens sein, es umzusetzen.» In den Worten von Forte klang Frust, aber auch Ohnmacht. Selbst den grosszügig gepfiffenen Penalty kurz vor der Pause vermochte YB nicht zu nutzen. Beim Stande von 1:2 scheiterte Costanzo am glänzend reagierenden Goalie Gentile.

Forte sprach von einer bitteren Niederlage für YB. Es ist aber auch für ihn ein schwerer Rückschlag. Dieses 1:4 bedeutet nicht nur das Ausscheiden aus dem Cup, es ist ein Debakel. Und er erlebt nun als Trainer von YB das, was seine Vorgänger bereits erlitten haben.

Lausanne, Winterthur, Wil

Im Dezember 2009 schied YB im Cup mit Vladimir Petkovic als Trainer gegen den damaligen Challenge-League-Verein Lausanne ebenfalls mit 1:4 aus. Dabei war das Spiel von der Pontaise auf den Kunstrasen des Stade de Suisse verlegt worden. Ein Platzabtausch, den die Regeln nun nicht mehr gestatten.

Vor zwei Jahren erlebte Christian Gross mit YB auf der Winterthurer Schützenwiese sein «Waterloo», als die YB-Spieler im Penaltyschiessen gegen den FCW aus der Challenge League kläglich versagten.

Vor einem Jahr lag YB in St. Gallen unter Martin Rueda gegen Wil im Schneetreiben 0:3 zurück, glich zum 3:3 aus – und verlor in der Verlängerung 3:4.

Das, was sich aber am Samstagabend in Le Mont zugetragen hat, ist der Tiefpunkt des Versagens. Für dieses Kapitel zeichnen die Spieler von YB – aber auch Cupsieger Uli Forte.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fo ... y/21631842

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. November 2013, 15:12 
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Uli der Zocker 8)

Zitat:
Aus sportlicher Sicht ist YB-Cheftrainer Uli Forte derzeit nicht gerade zu beneiden: Am letzten Wochenende schied sein Verein im Schweizer Cup gegen den Lausanner Erstligisten Le Mont sang- und klanglos mit 1:4 aus. Und auch in der Meisterschaft läuft es den Bernern trotz eines Traumstarts im Sommer und dem aktuell dritten Tabellenplatz nicht gerade rund.

Deutlich erfolgreicher ist Forte aber, wenn es um die eigenen finanziellen Angelegenheiten geht. Der Zürcher gehört zu jenen Anlegern, die dieses Jahr von der starken Börsenhausse profitieren können. Seit Anfang Jahr hat der Schweizer Aktienmarkt über 20 Prozent zugelegt. "Ja, ich bin hauptsächlich in Aktien investiert, vor allem in Blue-Chips-Titeln", sagt Uli Forte im cash-Video-Interview. Ausser in Aktien halte er den Rest des Vermögens als Festgeld auf dem Konto, andere Anlagen hält er nicht. "Ich bin ein langfristig denkender Anleger", sagt Forte.

Beinahe Banker geworden

Sein Interesse für das Geschehen an den Finanzmärkten kommt nicht von ungefähr: 2002 - noch vor dem Start seiner Trainer-Laufbahn - nahm Forte an der Universität Zürich ein Wirtschaftsstudium mit Fachrichtung Finance auf, das er vier Jahre später aber zugunsten des Sports vorerst wieder aufs Eis legte. Um ein Haar wäre aus aus dem Trainer Forte womöglich der Banker Forte geworden. "Hätte es mit dem Fussball nicht geklappt, wäre ich sicher in der Bankbranche gelandet", sagt er.

Als bestes Investment bezeichnet Uli Forte den Kauf von Apple-Aktien. "Da hatte ich ein paar Shares drin", so der YB-Trainer. Leider habe er es aber verpasst, seine ganze Position rechtzeitig zu verpassen. Die Titel des US-Technologiekonzerns hatten sich im letzten Jahr auf das Rekordhoch von 702 Dollar beinahe verdoppelt, ehe der Aktienkurs wieder deutlich korrigierte. Inzwischen haben sich die Notierungen wieder leicht erholt.

Erst kürzlich hatte sich Forte zudem über einen verpassten Kauf geärgert. "Beim Twitter-Börsengang wäre ich gerne dabei gewesen. Ich hatte mich sehr aufgeregt, dass es nicht geklappt hatte", so Forte. Der Internet-Kurznachrichtendienst ist vor einer Woche an die Börse gegangen. Bereits am ersten Handelstag zogen die Titel um über 70 Prozent an.

Immobilien (noch) kein Thema

Forte ist nicht der einzige Trainer in der Super League, der seine Finanzangelegenheiten publik macht. Bereits im Juli gewährte der FC-Basel-Coach Murat Yakin einige Einblicke. Er investiere eigentlich nur in Immobilien, sagte Yakin damals gegenüber der Basler Zeitung. Ihn hätten Mauern schon immer fasziniert - im Gegensatz zu einem Stück Papier. "Eine Aktie ist einfach ein Wisch mit Unterschriften und Zahlen. Da werde ich misstrauisch", so Yakin weiter.

Immobilien könnten auch für Forte zu einem Anlagethema werden. "Das ist sicher auch eine Möglichkeit", sagt er im Video-Interview. Er sei aber noch nicht dazu gekommen, ein passendes Haus zu finden. "Ich halte die Augen offen und habe mir bereits ein, zwei Objekte angeschaut. Sie entsprachen aber nicht meinen Vorstellungen", so Forte.

Und wie steht es um seine Spieler? Wie investieren die YB-Stars? "Das ist in der Mannschaftskabine kaum ein Thema", sagt Forte. Die meisten seiner Spieler seien zu jung, um bereits ans Anlegen zu denken. Bei erfahreneren Spielern wie beispielsweise Nationalmannschaftstorhüter Marco Wölfli oder Christoph Spycher könne er sich aber schon vorstellen, dass die sich Gedanken über Investments machen würden.

Dubiose Machenschaften

Gerade jüngere Spieler müssten aber aufpassen, dass sie sich verspekulieren. Es passiere immer wieder, dass diese auf unseriöse Machenschaften aufspringen würden. "Dann ist es mir lieber, wenn sie ihr Geld auf dem Konto lassen, auch wenn der Zins derzeit sehr niedrig ist", sagt Forte.

Seine Sorge kommt nicht von ungefähr. Denn die Liste jener Ballvirtuosen, die mit kolossalen Fehlinvestments viel Geld liegen gelassen haben, ist lang. Unvergessen bleibt der Fehltritt von Italiens Fussball-Legende Roberto Baggio Mitte der 90-er Jahre. Baggio war Kunde einer dubiosen Investment-Firma in Jamaika, die sämtliches Geld ihrer Anleger veruntreute. Dies brachte dem italienischen Fussballstar einen Verlust von rund sechs Millionen Franken ein.



http://www.cash.ch/news/front/so_legt_y ... 144241-449

Video-Interview:

http://www.youtube.com/watch?v=AHo0UqH2eiI


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Freitag 29. November 2013, 11:16 
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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Montag 16. Dezember 2013, 17:15 
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RGS Interview - Die grosse Vorrundenbilanz mit Uli Forte

https://soundcloud.com/radio-gelb-schwa ... bilanz-mit


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Dienstag 17. Dezember 2013, 13:01 
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16.12.2013

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Forte: GC-Fans ''total unter dem Niveau''

Seit seinem Wechsel zu YB ist Uli Forte bei vielen GC-Fans ein rotes Tuch. Bei seinem letzten Spiel als Coach der Hoppers wurde er vom blau-weissen Anhang mit Schmährufen eingedeckt. Nun schlägt er gegenüber ''Radio Gelb-Schwarz'' verbal zurück...

Auf die Frage, wie er die Fankultur bei den Young Boys im Vergleich zu seinen bisherigen Stationen einschätze, findet der Brüttiseller klare Worte.

''GC fällt ganz klar ab''

''Wenn ich die drei Vereine anschaue, die ich bis jetzt trainiert habe, fällt GC ganz klar ab. Obwohl es im Klub sehr viel Tradition und Historie gibt, sind die Fans einfach total unter dem Niveau, das GC eigentlich verdienen würde.''

Dies habe ''wahrscheinlich auch mit dem Letzigrund zu tun'', der für viele GC-Anhänger nicht als Heimstätte akzeptiert werde, so Forte weiter. ''Das muss man akzeptieren.''

''Ostkurve ist immer da''

In St. Gallen oder eben nun in Bern habe er dagegen die tiefe Verwurzelung der Vereine in der Region immer wieder gespürt, wobei ''YB noch eine Stufe höher'' sei.

Die Fans seien auch in den Besprechungen mit den Spielern immer wieder Thema. ''Ich habe meinen Spielern oft gesagt: Egal ob wir 5:0 gewinnen oder 5:0 verlieren, die Ostkurve ist immer da.'' Deshalb sei es auch wichtig, sich immer wieder bei den Anhängern zu bedanken. Mit guten Leistungen - oder wie nach dem Ende der Hinrunde mit Transparenten.

Unabhängig davon, ob Fortes Aussagen zutreffend sein mögen oder nicht - viele Freunde dürfte er bei der GC-Fangemeine nicht dazu gewinnen.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. Januar 2014, 23:58 
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YB-Forte zur Konkurrenz

«Fürchtet den Bart!»

Den Bart solle man weiter fürchten, meint ein bärtiger YB-Trainer Uli Forte gutgelaunt. Und wegen Thun-Trainer Urs Fischer könne er nicht mehr schlafen. Das Interview zum Rückrundenstart gegen Thun.

Blick.ch: Uli Forte, dieser neue Look, der Vollbart, bleibt das nun so?
Uli Forte: Nein, nein. Ich hatte im Trainingslager einfach keine Zeit zum Rasieren. Der Barbier ist halt in Sevilla. Und es gilt ja immer noch: Fear the beard! (Zu Deutsch: Fürchtet den Bart!) Oder nun: The return oft the beard! (Zu Deutsch: Die Rückkehr des Bartes)

Zum Start gibts gleich das Derby.
Das wird kein Spaziergang. Das Derby ist fast brisanter als ein Spiel gegen Basel. Thun hat uns schon das eine oder andere mal Kopfzerbrechen bereitet. Das wollen wir verhindern. Zudem haben wir noch eine Rechnung offen vom 0:1 in Thun. Das wird heiss! Thun ist heiss. Wir sind heiss. Heiss und heiss macht: heisser!

Was macht Thun richtig?
Die machen das sehr clever. Das letzte Beispiel: Sie haben Martinez verloren und ersetzen ihn nun mit Nikci durch einen ähnlichen Typen.

Sie haben gegen Urs Fischer sechs von sieben Spielen verloren. Wussten Sie das?
Nein. Jesses Gott! Ich schlafe wegen unserer personellen Probleme in der Abwehr schon schlecht. Jetzt schlafe ich wohl gar nicht mehr! Dann ist Urs ja mein privater Angstgegner. Er hat mir schon den Meistertitel mit GC versaut. Aber mein Team wird am Sonntag diese Statistik ein bisschen verbessern.

Wie lösen Sie die Probleme in Ihrer Abwehr?
Ich habe meinen Pass beantragt. Der ist bei den Senioren von Brüttisellen. Aber die pokern um die Ablösesumme. Es soll sich um einen sechsstelligen Betrag in türkischen Lira handeln – vor der Abwertung.

Und wenns nicht klappt?
Dann spielt entweder Gajic, Bertone oder der junge Wüthrich an der Seite von Rochat. Es geht nun darum, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich will aber zuerst darüber schlafen.

Und ausgerechnet in dieser Situation steht mit Yvon Mvogo ein 19-Jähriger als Stammgoalie zwischen den Pfosten.
Yvon ist eine absolut coole Socke! Er ist bereit. Er hat schon total cool reagiert, als er in Thun Marco Wölfli ersetzen musste.

Haben Sie schon mal solch einen Typen trainiert?
Ich denke, das ist schon eine Gabe der schwarzen Spieler, das liegt ihnen im Blut, der Rapper-Style, der Gangsta-Style. Anatole war auch so einer. Neben dem Platz hatte man fast den Eindruck, der schlafe demnächst ein.

Wann stand für Sie fest, dass Mvogo in der Rückrunde die unbestrittene Nummer eins sein würde?
Eigentlich schon nach dem Spiel in Thun. Zudem wollen wir den Nachwuchs fördern. Wir hätten einen Tim Wiese haben können, der bei Hoffenheim nur auf der Tribüne sass. Und das für wenig Geld. Aber das ist nicht unsere Philosophie.

Wie ist das Standing von Josef Martinez, der als Liga-Topskorer zu YB zurückkehrt?
Hoch! Er hat in der letzten Halbsaison gezeigt, was er drauf hat. Er sei extrem gereift, sei selbstsicherer geworden, hat man mir gesagt. Aber auch er muss sich reinkämpfen, das habe ich ihm auch gesagt. Wir rollen ihm den Roten Teppich auch als Topskorer der Liga nicht aus.

Sollte Alexander Gerndt tatsächlich ausfallen, hätten Sie das Problem, dass Martinez nur Ersatz ist, umschifft?
Dann wäre es elegant gelöst, ja, denn Martinez kann mit seiner enormen Sprungkraft Sturmspitze spielen, aber auch links, rechts oder hinter der Spitze. Aber ich habe lieber schlaflose Nächte wegen der Aufstellung, das muss so sein. Schlafe ich zu gut, stellt sich das Team von selber auf – und jeder lagert die Beine dann hoch.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 48537.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2014, 11:55 
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Fortes Kampf um Erfolg und Ansehen

Die Young Boys spielen eine sehr verwirrende Saison – und der Trainer steht besonders unter Beobachtung.

Es sind nur acht Tage im Leben der Young Boys, aber was für acht Tage. Sonntag: 0:5 bei GC nach Platzverweisen gegen Zarate und Rochat, Vilotic am Fuss operiert. Mittwoch: 2:2 gegen Aarau nach kurzfristigem Blackout, Nuzzolo mit gebrochenem Schlüsselbein, Spycher mit gebrochener Nase.

«Im Moment kommt alles zusammen», sagt Trainer Uli Forte. Und der Moment ist sehr ungünstig, weil die Young Boys noch hart um einen Platz in der Qualifikation zur Europa League kämpfen müssen und damit um das Erreichen ihres offiziellen Saisonziels. Das Restprogramm ist tückisch. Heute kommt der FC Basel nach Bern, der nicht das 16. Remis sucht, sondern den Sieg, um Meister zu werden. Am Donnerstag steht der Ausflug nach Thun an, zum kleinen Rivalen, der YB bedrohlich im Nacken sitzt. Zum Abschluss wartet St. Gallen.

Was in den nächsten acht Tagen herauskommt, wird bei YB bedeutend sein für die Beurteilung dieser Saison. Ein Platz im Europacup kann schönen, was in den letzten Monaten alles falsch oder unglücklich gelaufen ist. Ein Abrutschen auf Platz 5, noch hinter Thun, wäre ein bitterer Schlag: für den ganzen Verein, natürlich, aber besonders auch für den Trainer. Der steht unter Beobachtung wie kein Angestellter sonst.

Wenn die Nerven in wichtigen Momenten versagen

«Ich versuche, cool zu bleiben», sagt Forte. Und redet davon, was es an Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung brauche, um sich von einer kritisch gewordenen Grundstimmung nicht anstecken zu lassen. Er glaubt, dass ihm das gelingt.

Mehr Mühe bereitet ihm, wenn ein Gonzalo Zarate wie letzten Sonntag die Nerven verliert, erst Gashi mit der Hand an den Kopf schlägt und dann wutentbrannt auf den Schiedsrichter losgehen will. «Wir lagen 0:1 hinten, ich war nervös», erklärt er sich später seinem Trainer. Worauf der ihm verständnislos sagt: «Das geht doch nicht.»

Zarate, intern gebüsst und in den Nachwuchs delegiert, fehlt im Schlussspurt. Ein grosser Verlust braucht das nicht zu sein, der Argentinier spielt eine durchwachsene Saison. Das macht ihn nun nicht zur Ausnahme in diesem teuren Berner Kader, er steht viel eher für das, wofür YB auch in dieser Saison steht: für ein Potenzial, das nicht genügend ausgeschöpft wird, für Nerven, die in wichtigen Momenten der Belastung nicht standhalten.

Der Fehler mit Vilotic, dem 4-Millionen-Spieler

Die Meisterschaft ist ein verwirrendes Auf und Ab. Zum Start fünf Siege in Serie, dann sieben Runden ohne Sieg; oder im Frühjahr: ein Punkt aus vier Spielen, danach Erholung mit vier Spielen ohne Niederlage, bis das Debakel gegen GC folgte.

In der Vorrunde war die Mannschaft zumindest noch so stabil, dass sie nie auseinanderbrach. 18 Gegentore waren ein hervorragender Wert und die Basler als Leader nur zwei Punkte entfernt. Seit Februar folgten die Einbrüche, das 0:3 in Sitten, das 0:4 und 0:5 gegen GC, in der Rückrundentabelle ist YB nur Siebter. «Und jetzt», sagt Forte, «wie viele Gegentore haben wir jetzt? Bitte sagen Sie es nicht …» Es sind 31 mehr.

Vor dem Match diesen Mittwoch gegen Aarau sprach Forte mit der Mannschaft «viel über die Psyche». Dass sie sich standhaft zeigt, wenn einmal etwas Negatives vorfällt, dass sie sich nicht gleich einredet: «Oh Mist, nicht schon wieder …» Sie führte 2:0, hatte so weit alles im Griff und wurde schliesslich doch wieder aus der Bahn geworfen. Fortes Gesicht nach den Gegentoren drückte Fassungslosigkeit aus.

Zwei Tage später sitzt Forte hoch oben in der Presidents Lounge des Stade de Suisse. Das YB der Neuzeit wird hier besonders spürbar: seine mondäne Seite, sein Anspruch, zu alter sportlicher Grösse zurückzufinden. Der Trainer gibt sich aufgeräumt. Er sagt: «Wir erreichen unser Ziel, davon bin ich absolut überzeugt.»

Die Sorgen sind trotzdem da und unübersehbar. Forte versucht zu erklären, warum trotz Rang 3 vieles nicht so ist, wie es sein könnte oder sollte. Stichworte fallen: der Druck der Erwartungen, das Pech, dass Spieler wie Wölfli und Gerndt schon monatelang ausfallen, der Wechsel von Zverotic zu Fulham, das Problem der vielen Umstellungen in der Abwehr, der Fehler mit Milan Vilotic.

YB zahlte für den Serben von GC 2 Millionen Franken sofort, dazu folgt 1 weitere Million diesen Sommer (und weil Gebühren für Agent und Spieler dazukommen, rechnet sich dieser Transfer auf 4 Millionen hoch). Aber Vilotic kam verletzt nach Bern, trainierte kaum und wollte dennoch spielen. Er bekam seinen Willen, war aber nie der erwartete Leader in der Abwehr, er konnte es mit seinem verletzten Knöchel gar nie sein. Heute sagt Forte: Mit dem Entscheid, ihn einzusetzen, «habe ich dem Spieler, mir, dem Verein, der Mannschaft keinen Gefallen getan».

«Ich spüre null Misstrauen im Verein» So viel an Selbstkritik ist immerhin. Wenn Forte aber auch von «höheren Mächten» redet, die gegen YB seien, von «jemandem da oben», der es nicht gut meine, wenn er so daherredet, drückt das auch Hilflosigkeit aus. Und liefert den Spielern das, was sie nie haben sollten: ein Alibi für fehlenden Erfolg.

Forte hatte letzten Sommer mit dem Gefühl von Zürich nach Bern gewechselt, hier «ein unheimliches Vertrauen» der Verantwortlichen zu spüren. Er bekam einen Vertrag bis 2016 und fühlte sich besser aufgehoben als bei GC, das ihn mit einem Jahresvertrag kurzhalten wollte.

Und heute? Spürt er weiter das Vertrauen der Chefs? «Das spüre ich», sagt er, «ich spüre null Misstrauen.» Was ihm in diesem Moment aber fehlt, ist die Kraft in der Stimme, die Kraft der Überzeugung.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fo ... y/12984256

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RGS Interview - Die grosse Saisonbilanz mit Uli Forte

https://soundcloud.com/radio-gelb-schwa ... -uli-forte


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YB-Forte gesteht Fehler ein

«Würde nicht mehr neunmal wechseln»

YB-Trainer Uli Forte äussert sich nach der Cup-Blamage gegen den SC Buochs und erklärt, wie man sich am Mittwoch gegen Sion erholen will.

Uli Forte, würden Sie wieder auf neun Positionen umstellen?
Uli Forte: Auch ich muss meinen Teil der Verantwortung übernehmen und sage deshalb: Nein! Ich würde es nicht mehr machen. Das war nicht gut. Das muss ich auf meine Kappe nehmen.

In Le Mont sind Sie allerdings letzte Saison mit der Topelf ausgeschieden?
Ja. Aber wenn es nicht gut herauskommt, muss man diese Wechsel in Frage stellen.

Was lief nach dem Spiel so ab?
Es ging drunter und drüber, was normal ist. Was da an SMS, an Mails und Whatsapp reinkam, was auf Facebook ablief – da ist es noch heilig ausgedrückt, wenn man von einem Shitstorm spricht. Aber ich verstehe jeden einzelnen Fan.

Sie sprachen von einem Ereignis, das YB um Lichtjahre zurückwirft.
Das war in der Emotion und sicher ein bisschen übertrieben. Aber ein Rückschlag wars, ganz klar. Wir waren zuvor ja auf einem sehr guten Weg. Wir haben gopfertammi nomal unnötig eine Riesendelle eingefangen.

Kann dieser Rückschlag Langzeit-Schäden verursachen?
Das glaube ich nicht. Damit es allerdings nicht so ist, müssen Resultate her.

Am Mittwoch in Sion, das nach drei Niederlagen unter Druck steht.
In Sion ist es immer schwierig, egal ob die vier Mal gewonnen oder verloren haben. Es wird wieder mehr oder weniger dasjenige Team spielen, das gegen Slovan Bratislava gewonnen hat. Ich hoffe, die Jungs können den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen. Klar ist: Dieses Spiel ist entscheidend, um das in Buochs Geschehene zu korrigieren. Auch wenn es unglaublich brutal ist – aber wir müssen den Cup abhaken. Wir dürfen das nicht lange mit uns herumtragen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 49443.html

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