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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 09:56 
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YBs tiefer Fall auf Rang 7

Wenn es nicht läuft, kommt es knüppeldick. Bei YB herrscht nach der Derbyniederlage Katzenjammer.

Vielleicht sind Floskeln aus der Fussballersprache aufbauend. Also: Das nächste Spiel kommt immer. Der nächste Sieg kommt bestimmt. Irgendwann. Man kann das Positive sehen und erkennen: Immerhin hat YB endlich mal wieder getroffen.

Zynismus, Ironie, Sarkasmus helfen immer in der Krise. Und manchmal tut Galgenhumor gut. «Ich glaube vor jedem Spiel, dass wir einen guten Tag haben», sagt Marco Wölfli nach der 1:2-Heimniederlage gegen Thun. «Da ist es mir egal, ob wir ein Derby bestreiten oder wer Trainer ist.»

«Irgendwann gewinnen wir»

Die Young Boys befinden sich im freien Fall. Und tiefer geht es dabei offenbar immer. Auf Rang 7 stehen die Berner mittlerweile, überholt und geschlagen jetzt auch vom FC Thun. Marco Wölfli muss Woche für Woche als Captain hinstehen und Erklärungen finden für etwas, wofür es kaum Erklärungen gibt. «Ich weiss auch nicht, warum wir so schnell die Linie verlieren, wenn wir ein Tor erhalten», sagt der Goalie. Und: «Wenn es nicht läuft, dann kommt es halt knüppeldick.»

Die gleichen YB-Fussballspieler, die im Herbst in der Europa League brilliert hatten, blamieren sich gerade Runde für Runde. Sieben Tage nach der Heimniederlage gegen Servette (0:2) folgte gestern die Heimniederlage gegen Thun (1:2). «Egal was wir sagen, es hört sich doch nach einer Ausrede an», meint ein frustrierter Spielmacher Moreno Costanzo. «Wir müssen einfach weitermachen. Irgendwann gewinnen wir wieder.»

«Und dann bauten wir ab»

Auch unter dem neuen Trainer Bernard Challandes aber geht die YB-Talfahrt weiter. Der Romand änderte personell und taktisch einiges, nominierte eine überraschend defensive Aufstellung und Alexander Farnerud auf der ungewohnten Position des rechten Flügelspielers. Aber selbst die frühe Führung durch Raphael Nuzzolo beruhigte die Nerven der Stadtberner nicht. «Es lief ja sehr gut», sagt Costanzo, «und dann bauten wir wieder mal ab.»

Thuns Ausgleich vor der Pause kam aus dem grossen Nichts nach einem Freistoss, und Wölfli meint, dass solche Gegentore zur Situation passen würden. «Wir haben fünf Freistösse, wo die Bälle uns vor die Füsse fallen könnten wie Marco Schneuwly vor dem 1:1.»

Besonders schmerzhaft für YB dürfte sein, dass die gut sortierten Thuner nicht einmal extrem überzeugend spielen mussten, um ein wenig glückhaft, aber keineswegs unverdient 2:1 zu siegen. «Wir hätten einen Punkt verdient gehabt», findet Costanzo. «Aber eben, der Schuss von Samuel Afum geht halt an den Pfosten.» Möglicherweise wäre es für YB besser gewesen, wenn Nuzzolo, der gegen Thun zum wiederholten Mal ein Tor via Innenpfosten erzielt hatte, der Autor dieser Szene kurz vor Ende gewesen wäre.

«Wunder gibt es halt nicht»

Insgesamt blieben die Young Boys auch gegen Thun weit unter den Erwartungen. «Wunder gibt es halt nicht», sagt Fredy Bickel, wobei es ja nicht unbedingt ein Wunder wäre, würde YB gegen Thun gewinnen. Sportchef Bickel spricht darauf an, dass ein tief verunsichertes Team wie YB nicht von heute auf morgen und nur wegen eines Trainerwechsels plötzlich völlig befreit aufspielen könne. «Der Einsatz der Spieler war gut», sagt Bickel. Er ist enttäuscht, aber relativ gefasst.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27713104

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 09:57 
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15.04.2013

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YB fällt immer tiefer, sogar im Kanton

Der neue YB-Trainer Bernard Challandes erlebt bei seinem ersten Einsatz ein 1:2 gegen seinen früheren Verein Thun und seinen Nachfolger Urs Fischer. Es ist der Nachmittag von Thun-Stürmer Marco Schneuwly.

Wieder einmal verziehen sich die Spieler der Young Boys an einem Sonntagnachmittag unter Pfiffen des eigenen Anhangs in die Kabine des Stade de Suisse. Bevor sie mit säuerlicher Miene zur Partie gegen Thun – vor allem zu deren Ausgang – Stellung nehmen, versammelt der neue Trainer Bernard Challandes das Team in der Garderobe und spricht ihm Mut zu. Wieder einmal ist es den Stadtbernern nicht gut gelaufen.

Währenddessen befinden sich die Thuner Fussballer noch auf dem Platz. In einer Ecke des Stadions, dort, wo sich ihre Fans befinden, sitzen sie am Boden und lassen sich von den Anhängern feiern, ehe sie in einen ausgelassenen Tanz verfallen. Wieder einmal ist es den Oberländern gut gelaufen. Das 2:1 ist ein grosser Sieg für die Mannschaft von Urs Fischer. Es ist der zweite in Folge gegen den Kantonsrivalen und der dritte in Serie in der Meisterschaft. Der kleine FC Thun hat die grossen Young Boys in der Tabelle überholt, steht neu auf Rang 6 und geniesst diese Momentaufnahme. «Wir blieben heute in jeder Situation cool», sagt Mittelfeldspieler Muhamed Demiri. Er wirkt dabei lässig, wie das Team zuvor auf dem Platz.

Es ist ein Nachmittag der Geschichten. Beispielsweise jene des Thuner Stürmers Marco Schneuwly. Kein begnadeter Techniker, aber ein harter Arbeiter, der bei seinem Stammklub YB bei dessen hochtrabenden Plänen irgendeinmal keine Rolle mehr spielte und schliesslich im Januar 2012 nach Thun wechselte. Getroffen hat er seither in mehr oder weniger regelmässigen Abständen. Zuletzt ist der 28-Jährige aber richtiggehend explodiert. Vor zwei Wochen schoss Schneuwly sein Team beim 1:0 gegen GC zum Sieg, dann traf er zweimal beim 4:2 in Lausanne, und gestern überwindet er YB-Goalie Marco Wölfli doppelt. Der Angreifer ist in der 27.Minute zur Stelle, als der Ball nach einem Freistoss von Mathieu Salamand und dem Kopfballduell zwischen Thomas Reinmann und Dusan Veskovac vor seinen Füssen landet.

Kraftvoll gelingt ihm der Ausgleich zum 1:1. Und es läuft die 71.Minute, als Schneuwly nach einem Ballgewinn von Nelson Ferreira Mass nimmt und den Ball aus knapp 30 Metern zum 2:1 ins Tor schiesst. «Super. Perfekt! Man kann es sich nicht besser vorstellen», sagt Schneuwly, nachdem der Erfolg für Thun und er als Matchwinner feststehen. Wie vor einer Woche – damals hatte Matias Vitkieviez den Sieg Servettes im Stade de Suisse eingeleitet – ist es auch diesmal ein ehemaliger YB-Spieler, der seinen früheren Klub ins Elend stürzt. Mit 9 Toren ist Schneuwly mittlerweile erfolgreicher als alle in dieser Saison von YB eingesetzten Sturmspitzen zusammen. Inklusive dem abgewanderten Raul Bobadilla.

Es ist an diesem Nachmittag auch die Geschichte von Bernard Challandes und Urs Fischer. Die beiden Trainer kennen sich gut. Fischer war Assistent Challandes’ in Zürich und übernahm nach dessen Entlassung den Chefposten beim FCZ. Als Thun nach der Trennung von Challandes einen Nachfolger suchte, konnte sich der zu dieser Zeit arbeitslose Fischer auf die Empfehlung Challandes’ verlassen.

Challandes seinerseits war viereinhalb Monate ohne Anstellung, ehe er vergangene Woche den Trainerposten bei YB anstelle des geschassten Martin Rueda übernahm. Ausgerechnet gegen Thun muss der Feuerwehrmann die Feuertaufe in Bern bestehen. Die Trainer bestreiten indes, dass die Ausgangslage Einfluss auf die Vorbereitung der Partie gehabt hat. «Das Thema wurde an uns herangetragen. Uns kümmerte das nicht», sagt Urs Fischer, der mit Berat Sadik und Marco Schneuwly erstmals zwei Sturmspitzen aufgestellt hat.

Challandes stellt im Vergleich zum letzten Spiel Dusan Veskovac, Thierry Doubai, Alexander Gerndt und Moreno Costanzo in die Startformation. Den Linksfüsser Alexander Farnerud, normalerweise in der Zentrale engagiert, nominiert er als rechten Mittelfeldspieler. Eine Viertelstunde ist gespielt, da registriert Challandes das Führungstor durch Raphael Nuzzolo. Registriert, denn einen Gefühlsausbruch leistet sich der Neuenburger beim 1:0 nicht. Überhaupt gibt sich Challandes, gemessen an seinem Temperament, zurückhaltend. Vielleicht ahnt er, was da noch kommt. Der neue YB-Trainer muss realisieren, wie Fischers Team den Spielstand mit viel Effizienz dreht und den Vorsprung aufopferungsvoll und mit etwas Glück – der Lob von YB-Stürmer Samuel Afum prallt in der 85.Minute vom Pfosten ins Feld zurück – verteidigt.

Beim Versuch, auf den Rückstand zu reagieren, macht Challandes bei YB «fehlende Souveränität» aus. Doch geht er nicht zu harsch mit den Spielern ins Gericht. Er müsse sie vor all jenen schützen, die unzufrieden seien. «Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten», sagt Challandes. «Entweder lassen wir den Kopf hängen, oder wir kämpfen uns zurück. Ich will helfen, dass Letzteres eintrifft. Dafür bin ich da.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14815182

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 09:58 
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15.04.2013

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Die Noten zum Spiel YB gegen Thun

Die Akteure der Young Boys agierten gegen den FC Thun willig, aber blass.

Marco Wölfli: Note 4
Hatte kaum Arbeit. Beim ersten Gegentor chancenlos, beim zweiten Treffer Marco Schneuwlys mit einer ziemlich späten Reaktion. Der Goalie sah den platzierten Schuss allerdings nicht.

Alexander Gonzalez: Note 3,5
Er hätte auf der rechten Seite mit Offensivaktionen für Gefahr sorgen sollen. Es blieb bei der Idee. Der Rechtsverteidiger agierte solid, war aber sehr unauffällig.

Alain Nef: Note 4
Wie immer mit viel Einsatz, rettete bei Thun-Kontern stark. Bei den Freistössen und Eckbällen wie die Mitspieler nicht resolut genug. Am Ende mit Schmerzen (Verdacht auf Nasenbeinbruch).

Dusan Veskovac: Note 4
Eine solide Rückkehr des Innenverteidigers. Vor dem 1:1 jedoch verlor er das Kopfballduell gegen Thomas Reinmann.

Marco Bürki: Note 4
In den letzten Wochen hatte der Defensivspieler im Zentrum gespielt, gegen Thun war er Linksverteidiger und ersetzte Mario Raimondi. Offensiv fiel Bürki kaum auf, er lieferte ein ruhiges Spiel ab, ohne zu glänzen.

Elsad Zverotic: Note 3
Im 4-2-3-1-System hatte der Montenegriner viele Ballkontakte, doch entschied er sich oft für die falsche Idee. Er schoss, wenn er hätte abspielen müssen, und spielte zu spät, wenn ein Direktpass besser gewesen wäre.

Pascal Doubai: Note 3,5
Wurde von Challandes eher überraschend im defensiven Mittelfeld nominiert. Ohne viel Einfluss, aber auch ohne grosse Fehler. Von einem zentralen YB-Aufbauer aber muss in einem Heimspiel gegen Thun mehr kommen.

Alexander Farnerud: Note 3,5
Agierte in ungewohnter Rolle am rechten Flügel. Setzte sich selten durch, und auch wenn er in den letzten Monaten im Zentrum des Mittelfelds nicht überzeugt hatte, dürfte er sich dort wohler fühlen. Der Schwede probierte immerhin bis zum Schluss etwas.

Moreno Costanzo: Note 4,5
Erhielt eine Chance als Spielmacher – und nutzte sie mit einem beherzten Start. Herrliches Solo und toller Schuss vor dem 1:0 Nuzzolos. Danach baute Costanzo ab, blieb aber mit guten Pässen noch ein Aktivposten. Seine Auswechslung kam überraschend.

Raphael Nuzzolo: Note 4,5
Schoss mit einem Abstauber das 1:0, war aktiv, gönnte sich aber auch immer wieder Pausen.

Alexander Gerndt: Note 3
Ein halbherziger Abschluss, ansonsten setzte sich der Stürmer nicht durch – und blieb blass.

Samuel Afum: Note 3,5
Kam nach 59 Minuten für Gerndt. Leicht besser, aber auch umständlich. Viel Pech mit seinem Heber an den Pfosten kurz vor Schluss.

Gonzalo Zarate: Note 3
Kam nach 69 Minuten für Costanzo. Blieb enorm harmlos.

Christian Schneuwly
(77.Minute für Gonzalez) war zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12441347

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 10:03 
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13.04.2013

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Oje, YB

Thuns Schneuwly vermiest Challandes die Premiere

1:2-Niederlage im Kantonsderby gegen Thun! Bittere Premiere für Bernard Challandes (61) als neuem YB-Trainer.

Nur gerade 15 Minuten muss der Trainervulkan Bernard Challandes auf einen Treffer warten. Den Schuss von Costanzo nach einer schönen Einzelleistung lässt Thun-Keeper Faivre abprallen, Nuzzolo ist zur Stelle – und schiesst YB in Front.

Ein Start nach Mass also für Challandes! Der «Feuermann» muss den YB-Stars unter der Woche mächtig eingeheizt haben. Zuvor haben die Berner nämlich in vier Partien die Kiste nicht mehr getroffen – und kein Bein vors andere gebracht.

Nachhaltig wirkt das Feuer von Challandes aber nicht an diesem wunderschönen Sonntagnachmittag. Die Ernüchterung folgt nämlich – wie so oft in dieser Saison bei YB – auf dem Fuss: Nach einem Freistoss aus rund 35 Metern klärt die YB-Verteidigung ungenügend. Der Ball landet zufällig bei Ex-Young-Boy Marco Schneuwly, dieser schiebt seelenruhig zum 1:1 ein (27.). Challandes bleibt ruhig.

Die beste Chance gehört in der zweiten Spielhälfte wiederum den Berner Oberländern. Nach einem Corner klärt Wölfli auf der Linie gegen Ghezal.

Dann wird Challandes erstmals laut an der Linie. Er sieht das Unheil wohl kommen. Und tatsächlich: Nach 70 Minuten schiesst Schneuwly zum zweiten Mal aufs Tor von Marco Wölfli - und trifft herrlich zur Führung! Oje, YB.

Einen kurzen Herzstillstand gibt es bei Challandes dann fünf Minuten vor Schluss, als der eingewechselte Afum nur den Pfosten trifft. Alles Anfeuern bringt nichts. Challandes' Premiere als neuer YB-Trainer geht in die Hosen, YB verliert auch das Kantonsderby gegen Thun, rutscht auf Platz 7 ab. Hinter Thun.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 70286.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 10:05 
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14.04.2013

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Challandes verliert zum Einstand gegen Ex-Klub

Bernard Challandes hat bei seinem ersten Spiel als YB-Trainer gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Thun eine 1:2-Niederlage kassiert. Marco Schneuwly wendete das Blatt im Berner Derby nach frühem Rückstand mit einem Doppelpack zu Gunsten der Oberländer.

Das Matchblatt offenbarte, dass Bernard Challandes neue Akzente setzen wollte. Moreno Costanzo figurierte nach 4 Spielen erstmals wieder in der Startaufstellung und kam in der 15. Minute nach sehenswerter Einzelleistung zum Abschluss. Thuns Goalie Guillaume Faivre liess abprallen und Raphael Nuzzolo schob abgeklärt zum 1:0 ein.

YB unvermittelt mit Problemen bei Standards

Nur 12 Minuten nach der Führung folgte für YB die ernüchternde Erkenntnis, auch unter dem neuen Trainer weiterhin anfällig auf stehende Bälle zu sein. Ein Thun-Freistoss gelangte zum derzeit formstarken Marco Schneuwly, der sich zentral vor dem Tor ungedeckt wiederfand. Das 1:1 war bereits der 8. Gegentreffer der Saison, den YB nach einem Freistoss kassierte. Das bedeutet Ligahöchstwert.

In der Folge waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware und das Spiel plätscherte weitgehend dahin. YB suchte sein Glück fast ausschliesslich durch die Mitte, Thun stand aber kompakt und gab sich keine Blösse.

Schneuwly wieder mit Doppelpack

Nach 70 Minuten setzte Schneuwly der Ereignislosigkeit ein spektakuläres Ende. Aus rund 22 Metern zog er halbhoch ins weite Eck ab und liess YB-Keeper Marco Wölfli dabei keine Chance. Wie bereits in der letzen Runde gegen Lausanne traf der Thun-Stürmer erneut doppelt und hat nun 9 Saisontreffer auf seinem Konto.
Auf Challandes wartet viel Arbeit

YB war in der Folge gewillt, das Blatt zu wenden und kam durch Samuel Afum (83.) noch zu einem Pfostentreffer. Es fehlte insgesamt nicht an Wille und Einsatz, wohl aber an den spielerischen Ideen. Challandes muss sich etwas einfallen lassen, wenn YB den FC Sion im Kampf um den Europa-League-Platz tatsächlich noch abfangen will.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... en-ex-klub

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 10:06 
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14.04.2013

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Die Thuner gewinnen bei YB 2:1

Die Stand-by-Marder

ernard Challandes hat gegen seinen Ex-Klub, den FC Thun, ein missglücktes Début als YB-Trainer gegeben. Die Young Boys unterlagen zuhause den Thunern 1:2.

Warum gibt es Teams ohne Eigenantrieb? Warum wohnt nicht in jedem Fussballer ein solider Siegeswille inne? Warum brauchten die Young Boys einen menschgewordenen Vulkan, damit sie nach Wochen ohne Eruption wieder ein wenig Feuer spien? Mit Betonung auf «ein wenig».

Eine Viertelstunde schien den YB-Spielern gegen Thun präsent zu sein, was ihnen der neue Trainer Bernard Challandes infiltriert hatte: Lust am Angriff, Hunger nach Toren. Sie wieselten und wuselten durch das Stade de Suisse, als seien sie eine Horde orientierungsloser Marder. Nach 15 Minuten waren sie am Ziel: Nach Vorarbeit Moreno Costanzos, die an Wusel-Willen kaum zu überbieten war, traf Raphaël Nuzzolo zum 1:0. Es war das erste YB-Goal nach vier Spielen ohne Tor. Doch als hätten sie nur nach diesem einen Tatbeweis gestrebt, liessen die Young Boys ihr Spiel danach sanft einschlafen und Thun durch Marco Schneuwly ausgleichen (27.).

Und als wäre die Frage, warum ein Team williger Marder plötzlich auf den Stand-by-Modus schaltet, nicht schwierig genug, musste YB nach dem Spiel sogar eine Niederlage und den Fall auf Platz 7 erklären. Just der frühere YB-Spieler Schneuwly schoss Thun mit einem zweiten Tor (71.) zum Sieg. Costanzo sagte, nach dem «blöden 1:1» sei YB in ein verhängnisvolles Fahrwasser geraten, «aber das sind immer dieselben Ausreden». Der Sportchef Fredy Bickel sagte: «Kaum läuft es gegen uns, fällt vieles zusammen.» Und Challandes sagte, die Mannschaft habe bis zuletzt alles gegeben, «aber es war ein wenig chaotisch». Challandes redete bekannt engagiert; er ortete beim Team ein mentales Problem und erachtete sich als Schutzbeauftragten gegenüber Medien und Umfeld – «ich will die Mannschaft nicht töten, ich will ihr helfen».

Doch Challandes ist nicht der erste Trainer, der dieser Mannschaft helfen möchte. Kein Wunder, strebt Bickel nach dem Wechsel auf dem Trainerposten auch im Team nach einer Veränderung. Allein: Mit Mario Raimondi und Christoph Spycher besitzen bloss zwei Spieler auslaufende Verträge, und der 35-jährige Spycher wäre als Führungsspieler weiterhin wertvoll.

Deshalb muss Bickel «Veränderung» anders interpretieren. Er muss einen Geist wecken, der längst im Team schlummern müsste: einen Geist, der besseren Fussball ermöglicht. Doch dieser Geist muss ein einfühlsamer Pädagoge sein, der Spieler versteht, an denen schon mehrere Trainer scheiterten. Gegen Thun standen mit Marco Wölfli, Alain Nef, Alexander Farnerud, Costanzo und Pascal Doubai fünf Spieler in der Startformation, die seit 2011 die Entlassungen von Vladimir Petkovic, Christian Gross und Martin Rueda überdauert haben. Alle ausser Doubai hätten Führungsrollen übernehmen sollen, schafften es aber höchstens partiell. Deshalb fragt sich, wie Bickel aus Spielern Leader machen kann, die schon wiederholt die Verantwortung gescheut haben. Und nebenbei sollte er herausfinden, ob er Challandes auch nächste Saison als Freund und Helfer beschäftigen will. Keine einfache Feldstudie angesichts eine Teams ohne Selbstantrieb.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18064023

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 10:09 
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15.04.2013

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Die YB-Misere geht weiter

Der neue YB-Trainer Bernard Challandes erlebt ein bitteres Comeback. Die Thuner ziehen mit dem 2:1-Sieg im Berner Derby in der Tabelle am grossen Kantonsrivalen vorbei.

Neun Punkte aus den drei Spielen gegen Lausanne, Servette und Thun hatte YB-Sportchef Fredy Bickel als Ziel Anfang Monat herausgegeben. Zu dieser Zeit sass noch Martin Rueda auf der Trainerbank. Resultiert ist ein Punkt - beim 0:0 in Lausanne. Vor einer Woche, nach dem 0:2 im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Servette, hatte Rueda bei den Young Boys noch die Gelegenheit, vor den Medien die zehnte Saisonniederlage zu erklären. Eine Stunde später wurde er entlassen.

Gestern nun sass Bernard Challandes auf demselben Podium, um nach dem 1:2 gegen Thun über die 11. Saisonniederlage für YB zu referieren. «Während der ersten Halbzeit hat mir die Mannschaft gefallen. Wir waren auf einem guten Weg», sagte der Mann aus dem Neuenburger Jura. «Aber in der zweiten Halbzeit war sie nicht mehr da, und ich verstehe nicht weshalb.»

Bemühungen ohne Einfluss

Die Ratlosigkeit geht auch nach dem Trainerwechsel weiter, und die Misere wird immer grösser. YB rutscht in der Tabelle hinter Thun auf Platz 7 ab. Im dritten Meisterschaftsviertel holte YB in neun Spielen acht Punkte, und die Tore sind fast an einer Hand abzuzählen: Es sind sechs. Erstmals seit dem 3. März und nach vier torlosen Spielen erzielten die Young Boys gegen Thun wieder einen Treffer. Raphael Nuzzolo traf in der 15. Minute zum 1:0 für den Heimclub.

Doch dieses Tor reichte nicht. Zu fehlerhaft spielten die Young Boys, und die Thuner schlugen zweimal zu. Der Ausgleichstreffer von Marco Schneuwly praktisch mit der ersten Torchance in der 27. Minute passte genau in den Plan der Oberländer, die auf dem stumpfen und nicht geschnittenen Rasen den Young Boys die Initiative überliessen und sie in ihren meist hilflosen Angriffsbemühungen müde laufen liessen. Und als Nef und González in der 71. Minute den Ball nicht unter Kontrolle brachten, entschied sich Marco Schneuwly zu einem Weitschuss und traf die Torecke zum 2:1 für die Thuner.

«Der Sieg ist etwas glücklich, aber er ist nicht gestohlen», befand Urs Fischer. Der Thun-Trainer dürfte bei dieser Einschätzung vielleicht an den Postentreffer von Afum in der 85. Minute gedacht haben.

Rochaden ohne Wirkung

Challandes, der beim YB-Comeback seinen Vorsatz umsetzen konnte und sich am Spielfeldrand ruhig und besonnen gab, erlebte einen bitteren Nachmittag. Er vermochte den Young Boys und ihren Fans keine Frühlingsgefühle zu bescheren, auch seine Umstellungen verpufften ohne Wirkung. Veskovac kam ins Abwehrzentrum, Bürki rückte nach links. Costanzo spielte im Zentrum, Farnerud rechts im Mittelfeld. Dafür mussten Raimondi und Christian Schneuwly aus der Startformation weichen. Aber nach dem ersten Gegentreffer schien die Verunsicherung die YB-Spieler wieder zu lähmen. «Es gibt keine Wunder», sagte Bickel. «Der Wille der Mannschaft war da, aber zurzeit haben wir zu viele Probleme. Es mangelt an Selbstvertrauen, und heute fehlte uns auch ein wenig das Glück.»

Für Goalie Marco Wölfli ist es bezeichnend, «dass ausgerechnet zwei ehemalige YB-Spieler uns in den letzten beiden Spielen abgeschossen haben». Vergangene Woche erzielte Vitkieviez das vorentscheidende erste Tor für Servette, gestern schlug Marco Schneuwly gleich zweimal zu.

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15.04.2013

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Der böse Abwart und der fehlende Frühling

Super League · YB verliert das Derby gegen Thun 1:2 und fällt in der Tabelle auf Rang 7 zurück.
Die Geschichte erinnert an den bösen Abwart aus der Schulzeit. Der Abwart, der die Kinder vom Schulareal vertreibt, weil sie auf dem gesperrten Rasen «tschutten» wollen und ihnen zur Strafe Ball und Velos wegnimmt.

Auch YB beklagt einen bösen Abwart. Dieser veranlasste, dass vor dem Derby weder der Rasen im Stade de Suisse geschnitten wurde, noch YB darauf trainieren durfte.

YB-Sportchef Fredy Bickel legt Wert darauf, diesen «Rasen-Gate» nicht als Ausrede zu gebrauchen. Aber ganz verschweigen wollte er die Geschichte nicht. «Der Gegner kommt und bedankt sich für den hohen Rasen!», echauffierte er sich, «für was wollen wir den Rasen denn schonen? Für den Cupfinal, in dem wir nicht dabei sind? Es nervt, dass hier nicht alle am gleichen Strick ziehen.»

Der Grund für Bickels Gefühlsverstimmung war natürlich vor allem das 1:2 seines Teams gegen Thun. YB konnte im ersten Spiel unter Trainer Bernard Challandes dem Wetter in Sachen Frühlingsgefühle nicht Paroli bieten. «Es passieren keine Wunder», sagte Bickel, «innerhalb einer Woche wird nicht plötzlich alles gut.»

Trainer Challandes hatte unter der Woche über ein «interessantes» Szenario nachgedacht: «Wie reagiert das Team, wenn es in der zweiten Minute ein Gegentor erhält?» Das Szenario traf ein – nur eben erst in der 71. Minute, als Marco Schneuwly mit einem herrlichen Treffer, seinem zweiten des Nachmittags, zum 2:1 für Thun traf. Und Challandes sah: «Es kam eine Reaktion, immerhin, aber sie war chaotisch.»

Der eingewechselte Afum lupfte den Ball an den Pfosten, Innenverteidiger Nef versuchte à la Dortmund in der Schlussphase sein Glück als Mittelstürmer. Mehr kam nicht von YB. Also musste Challandes analysieren: «Das Team hat gekämpft, im Gegensatz zur Niederlage gegen Servette - aber es hat ein mentales Problem.» Und warum? «Ich habe keine klare Antwort, ich bin weder Gott noch Dalai Lama.»

Wieder startete YB ansprechend, mit einem Moreno Costanzo, der einiges an Kreativität ins Spiel brachte. Nach seinem Vorstoss traf Nuzzolo zum 1:0. Aber wieder reichte eine Aktion, um das YB-Kartenhaus zusammenstürzen zu lassen. Schneuwly traf nach einem Prellball im YB-Strafraum wuchtig zum 1:1. «Danach haben wir aufgehört zu spielen», sagte Challandes, «ich verstehe nicht, warum.»

Farnerud war auf dem rechten Flügel eine Stunde lang verloren, danach in der Mitte nicht besser. Zverotic ist Welten entfernt von seinen glänzenden Auftritten in der Europa League. Die Innenverteidigung um Nef ist ein Panik-Orchester, nur Nuzzolo schiesst neben seinen zahlreichen Unzulänglichkeiten wenigstens ab und zu ein Tor.

Inspiration aus Thun

Als Challandes mit seiner Analyse am Ende war, folgte eine Lobeshymne auf den FC Thun. «Wenn sie in Probleme geraten, bleiben sie ruhig. Hoffentlich inspirieren sie uns.»

Die Berner Oberländer zogen mit dem Sieg in der Tabelle am Rivalen vorbei. Das verdanken sie natürlich nicht zuletzt Schneuwly. Es waren die Tore Nummer vier und fünf in den letzten drei Partien. «So kann es gegen Basel weitergehen», sagte er zufrieden, «aber ich tausche gerne jedes Tor gegen einen weiteren Sieg ein.»


Spiel 1 der neuen Trainer
Datum Trainer Spiel und Resultat
25.08.12 R. Komornicki Servette - Luzern 0:2
16.09.12 M. Decastel Richemond - Sion (Cup) 0:1
16.09.12 S. Fournier Cham - Servette (Cup) 2:1
21.10.12 M. Yakin Luzern - Basel 1:0
04.11.12 P. Schürmann St.Gallen - Sion 0:3
02.12.12 U. Fischer Servette - Thun 0:0
03.02.13 V. Muñoz Kriens - Sion (Cup) 0:4
10.02.13 U. Meier FCZ - Lausanne 2:0
27.02.13 G. Gattuso Lausanne - Sion (Cup) 0:2
13.04.13 C. Bernegger Luzern - Lausanne 1:0
14.04.13 B. Challandes YB - Thun 1:2
Interimstrainer sind nicht berücksichtig

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Der neue Torinstinkt

Thuns Marco Schneuwly leistet Sonderschichten und trifft und trifft
Der ehemalige YB-Stürmer Marco Schneuwly war mit zwei Toren der Matchwinner für Thun im Berner Duell. In den letzten drei Spielen traf er fünf Mal.

Selten trifft die Bezeichnung «Man of the Match» besser zu, als gestern auf Marco Schneuwly. Mit seinem Doppelpack sorgte der bullige Stürmer des FC Thun für die Derby-Entscheidung zugunsten des Underdogs. In der 27. Minute konnte er nach einem stehenden Ball die YB-Führung mit einem satten Schuss aus wenigen Metern ausgleichen. «Ich sah, dass sich zwischen zwei gegnerischen Verteidigern und einem Spieler von uns ein Kopfballduell entwickelt hatte. Ich spekulierte, und der Ball kam schliesslich genau vor meine Füsse.» Schneuwly stellte in dieser Situation seine ausgezeichneten Qualitäten als Strafraumstürmer unter Beweis.

Beim Siegtreffer in der 71. Minute beweis der 28-Jährige zudem eine gute Übersicht. In Ballbesitz wartete er lange und sah, dass sich die YB-Verteidiger nach hinten orientierten und die Passwege schliessen wollten. «Plötzlich hatte ich viel Platz und versuchte es aus der Distanz.» Sein harter Schuss schlug in Wölflis linker unterer Torecke ein. Der YB-Goalie war machtlos. Schneuwly: «Der Ball hat perfekt gepasst. Es freut mich umso mehr, weil wir unter der Woche noch Weitschüsse trainiert hatten.» Im Moment hat Schneuwly einen richtigen Lauf. In den letzten drei Spielen war er stets erfolgreich und erzielte dabei fünf Tore. Und jetzt hat er zum ersten Mal in einem Derby im Stade de Suisse gegen YB getroffen.

Lustrinelli als Mentor

Marco Schneuwly ist der Mann der Stunde, Thun die Mannschaft der Stunde. Die Oberländer sind das einzige Super-League-Team, das die letzten drei Spiele in Folge gewonnen hat. Trainer Urs Fischer hatte das System für das Spiel in Bern umgestellt und mit Schneuwly und Sadik erstmals zwei Stürmer aufgestellt. Fischer: «Wir hatten uns vor dem Spiel schon Überlegungen gemacht. Doch am Ende hat sich die Mannschaft fast selbst so aufgestellt. Wir mussten auch wegen unserer Ausfälle so spielen.» Und für seinen Matchwinner Schneuwly hatte er nur Lob parat: «Er hatte eine lange Durststrecke ohne Tore, eine schwierige Zeit des Haderns und der Zweifel. Doch Schneuwly arbeitete sich zurück, er schiebt unter der Woche unermüdlich Sonderschichten und absolviert Spezialtrainings mit Mauro Lustrinelli. Das hat sich jetzt ausbezahlt.»

Thun hat punktemässig zum FC Zürich und zum 5. Rang in der Tabelle, der wohl zur Europa League berechtigen würde, aufgeschlossen. Schneuwly: «Wir waren in den beiden letzten Jahren jeweils auf dem Platz 5, jetzt versuchen wir natürlich, diese Vorgabe wieder zu bestätigen.» Gestern haben die Oberländer auf jeden Fall klar unterstrichen, dass Fischers Aussage, um die Europa-League-Plätze auch noch ein Wörtchen mitreden zu wollen, nicht ganz aus der Luft gegriffen war.

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. April 2013, 10:16 
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Schneuwlys Tore gegen blasses YB

YB verliert auch unter Bernard Challandes. Stürmer Marco Schneuwly erzielte beide Thuner Tore beim 2:1-Derbysieg.

Er wolle Feuer entfachen, hat Bernard Challandes am Montag bei seinem Amtsantritt gesagt. Die Stadt-Berner begannen unter dem neuen Coach zwar nicht gerade so, als hätten sie Feuer unter dem Hintern, aber doch mutig und entschlossen. Moreno Costanzo bereitete nach einer Viertelstunde mit einem Solo das 1:0 vor. Seinen Schuss liess Thuns Goalie Guillaume Faivre abprallen. Raphaël Nuzzolo verwertete den Nachschuss zum ersten YB-Tor seit dem 3. März.

Doch einen Flächenbrand in der Thuner Abwehrzone vermochten die Young Boys nie zu entfachen. Es war vielmehr ein Strohfeuer, das Marco Schneuwly bald wieder löschte. Thuns Stürmer traf erst zum 1:1 und später zum Siegestreffer. «Besser hätte es nicht laufen können», freute sich der Matchwinner. Dass der Sieg ausgerechnet gegen Challandes – den die Thuner im November nicht mehr wollten – resultierte, spielte für Schneuwly indes keine Rolle. «Das haben wir ausgeblendet. Wir waren nicht auf Genugtuung aus.» Auch Urs Fischer wollte davon nichts wissen. Der Nachfolger in Thun freute sich trotzdem: «Es war ein glücklicher, aber kein gestohlener Sieg.»

Keinen Grund zur Freude hatte natürlich Challandes. «Nach dem 1:2 reagierten wir chaotisch, letztlich war es ungenügend.» Dem Nachfolger von Martin Rueda ist nicht entgangen, «dass die Mannschaft ein mentales Problem hat». Doch Challandes sagte auch: «Ich will die Mannschaft nicht mit Kritik töten, sondern ihr helfen.» Bisher allerdings noch ohne Erfolg.

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