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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Greco
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Verfasst: Freitag 23. November 2012, 10:28 |
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Registriert: Montag 15. November 2004, 11:11 Beiträge: 69 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.11.2012  Zitat: YB holt wichtigen Punkt in Liverpool
Young Boys zeigen in der Europa League erneut eine starke Leistung. Dank dem sensationellen 2:2 beim FC Liverpool besitzen die Berner noch Optionen auf das Weiterkommen.
Zverotic hält Hoffnungen auf das Weiterkommen am Leben. YB empfängt in der letzten Runde noch das bereits für die Sechzehntelfinals qualifizierte Anschi. Wegen der schlechteren Bilanz aus den Direktvergleichen benötigen die Berner ein besseres Resultat als das punktgleiche Liverpool, das sich noch mit Schlusslicht Udinese duelliert. Die Friauler müssen also Schützenhilfe leisten.
Die Young Boys waren an der Anfield Road frech und schwungvoll gestartet. Gonzalo Zarate bot sich bereits nach rund zehn Sekunden (!) die Chance auf den Führungstreffer. Einfach war es nicht gewesen für den Argentinier, weil er mit dem Rücken zum Tor stand.
In der Anfangsphase waren die Berner die bessere Mannschaft. Raphael Nuzzolo erarbeitete sich in der 5. Minute ebenfalls eine gute Möglichkeit. Sein Schuss war etwas zu unplatziert.
Nach rund einer Viertelstunde sollte sich aber das Blatt wenden. Der haushohe Favorit Liverpool fand langsam aber sicher in den Rhythmus und YB liess nach. Den Gästen kam mit Bestimmtheit auch nicht gelegen, dass sich Innenverteidiger Dusan Veskovac verletzungsbedingt auswechseln lassen musste. Für ihn betrat der Finne Juhani Ojala den Rasen.
YB verkraftete die Umstellungen in der Defensive nicht ideal. Die Abwehr war schon zu Beginn geschwächt gewesen, weil Christoph Spycher nicht zur Verfügung stand. Nach dem frühen Wechsel geriet die YB-Abwehr dann etwas aus dem Konzept. Und Liverpool nützte dies aus. Henderson scheiterte noch am glänzend reagierenden Keeper Marco Wölfli. In der 33. Minute konnte aber auch der YB-Captain nichts mehr ausrichten. Wölfli wurde von Joe Cole überlupft, und dessen Flanke drückte Shelvey per Kopf über die Linie des verwaisten Gehäuses.
Liverpool hätte zur Pause sogar noch höher führen können. Nuzzolo verhinderte für YB Schlimmeres, als er auf der eigenen Torlinie klärte (37.) Und wenig später vergab Suso eher kläglich (43.). Den "Reds" tat die Hereinnahme von Mittelfeld-Star Steven Gerrard gut. Er war schon nach einer halben Stunde von Trainer Brendan Rodgers eingewechselt worden.
Zverotic mit Ausgleich in der Schlussminute
Trotz der schwierigen Situation verloren die Young Boys den Mumm nicht. Sie mussten nach dem Seitenwechsel etwas riskieren, wussten sie doch, dass eine Niederlage in Liverpool gleichbedeutend ist mit dem Ausscheiden aus der Europa League. Alexander Farnerud und Elsad Zverotic verfehlten das Ziel noch knapp, nicht aber Goalgetter Raul Bobadilla. Der bullige Südamerikaner traf in der 52. Minute mit einem satten Schuss aus eigentlich ungünstigem Winkel. Es war sein 5. Tor in der laufenden Europa-League-Saison. Die Scouts aus den europäischen Top-Ligen dürften diese Bilanz registrieren.
In der Schlussphase war Liverpool wieder die bestimmende Mannschaft. Der Druck auf das YB-Tor nahm zu. Und in der 74. Minute war es soweit. Cole schloss mit einem Schuss aus der Drehung eine herrliche Kombination zum 2:1 ab. Den überraschenden Ausgleich kurz vor Schluss besorgte Zverotic mit einem noch leicht abgefälschten Weitschuss.
Liverpool - Young Boys 2:2 (1:0)
Anfield. - 37'810 Zuschauer. - SR Yefet (Isr). - Tore: 33. Shelvey (Cole) 1:0. 52. Bobadilla (Farnerud) 1:1. 72. Cole (Gerrard) 2:1. 88. Zverotic (Bobadilla) 2:2.
Liverpool: Reina; Wisdom (31. Gerrard), Skrtel, Carragher, Downing; Sahin, Henderson; Cole (75. Sterling), Suso (61. Suarez), Assaidi; Shelvey.
Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Veskovac (23. Ojala), Lecjaks; Zverotic; Christian Schneuwly (82. Vitkieviez), Zarate, Farnerud, Nuzzolo (77. Frey); Bobadilla.
Bemerkungen: Liverpool ohne Borini, Kelly (beide verletzt) und Lucas (rekonvaleszent), Young Boys ohne Benito, Simpson, Spycher (alle verletzt) und Raimondi (gesperrt). 22. Veskovac verletzt out (Muskel im rechten Oberschenkel). 37. Nuzzolo klärt auf der Torlinie. Verwarnungen: 78. Sahin (Reklamieren). 89. Zverotic (Unsportlichkeit). http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25984528
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:21 |
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23.11.2012  Zitat: Zverotic: «Ich bin unheimlich stolz auf uns»
Bei YB herrscht nach dem 2:2 in Liverpool zwar grosse Freude und Stolz, aber keine Euphorie.
In Liverpool ist die Bank ein Stuhl. Als Brendan Rodgers, Trainer der Engländer, seinen zunächst geschonten Starspieler Steven Gerrard früh zum Einlaufen schickt, zieht sich das Klubidol die Trainerhose kaum einen Meter vor den YB-Einwechselspielern aus. Die Young Boys gehen beim grossen Auftritt in der Europa League bei Liverpool mit dem Gegner auf Tuchfühlung – auch neben dem Feld. An der Anfield Road bilden je drei Stuhlreihen die Ersatzbank für beide Teams, die Trainer teilen sich die Coachingzone. «Alles ein wenig grösser» – die Devise gilt beim Traditionsverein nicht.
Der überglückliche Torschütze
Gefahr, vor dem berühmten Gegner aus der Premier League zu viel Respekt zu zeigen, liefen die Young Boys ohnehin nicht. Dem engagierten Beginn liessen sie ein für die vielen mitgereisten Fans stimmungsvolles Finale folgen – Elsad Zverotic beförderte mit seinem Schuss den YB-Tross in Ekstase. «Ich bin unheimlich stolz auf uns und unsere Leistung», sagte der Torschütze. «Ich habe es zwei-, dreimal erfolglos aus der Distanz probiert, dann klappte es doch noch», sagte Zverotic, der aus dem Mittelfeld den im Abschluss ab und an zögerlichen Bernern vor dem Tor die Marschrichtung vorgab. «Es ist ein super Gefühl», beschrieb Zverotic seine Emotionen.
Der professionelle Rueda
Auch YB-Coach Martin Rueda war der Stolz über den erreichten Punkt anzumerken. Nach Spielschluss herzte er auch den späten Torschützen Zverotic und sprach von einer «leidenschaftlichen, starken Leistung» und einem «denkwürdigen Abend». Diesen wolle er nun so richtig geniessen, meinte Rueda, bevor er, in aller Professionalität, an die am Sonntag anstehende Partie in Lausanne erinnerte. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19360316
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:23 |
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23.11.2012  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen Liverpool
YB konnte in Liverpool vor allem auf Goalie Marco Wölfli und Mittelfeldkämpfer Elsad Zverotic zählen.
Marco Wölfli: Note 5 Der Captain ging noch immer leicht angeschlagen ins Spiel, da er vergangenen Sonntag gegen St. Gallen (0:0) eine Muskelverhärtung erlitten hatte. Erhielt viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen und hielt YB lange im Spiel.
Scott Sutter: Note 4,5 Der englisch-schweizerische Doppelbürger wurde in Liverpool vor allem in der Defensive gefordert. Mit einem Energieanfall leitete er dann aber kurz vor Schluss Zverotics 2:2 ein.
Alain Nef: Note 5 Nefs Prüfstein kam in der 61. Minute in der Gestalt von Topstürmer Luis Suarez aufs Feld. Nef behauptete sich aber gegen den Torjäger aus Uruguay ohne allzu grosse Probleme.
Dusan Veskovac: keine Note Verletzte sich in der 21. Minute ohne gegnerische Einwirkung nach unnötigem Absatztrick und wurde durch Ojala ersetzt. Erste Diagnose beim Serbe: Muskelverletzung im Oberschenkel.
Jan Lecjaks: Note 4,5 Erhielt nach langem Hin und Her den Vorzug auf der linken Aussenbahn und startete gut. Konnte den fehlenden Rhythmus nicht immer kaschieren und trat offensiv kaum in Szene.
Elsad Zverotic: Note 5,5 Der Mittelfeldspieler rackerte enorm, er stopfte Löcher und versuchte in den Abschluss zu gehen. Das gelang ihm in der 88. Minute mit grossem Erfolg.
Christian Schneuwly: Note 4,5 Gestern gewann Schneuwly zu Beginn einige wertvolle Zweikämpfe, danach agierte er aber bald etwas diskreter.
Gonzalo Zarate: Note 4,5 Trainer Martin Rueda experimentierte diesmal mit dem Argentinier als Mann im Zentrum, während Schneuwly als Flügel spielte. Die beiden wechselten sich mit zunehmender Spieldauer ab. Zarate zeigte insgesamt eine unauffällige Leistung.
Alexander Farnerud: Note 5 Der Schwede fand nach zurückhaltendem Beginn immer besser ins Spiel und lancierte vor dem 1:1 mit einem tollen Pass Bobadilla.
Raphaël Nuzzolo: Note 4 Der Bieler hatte auf der linken Seite viel zu tun und agierte solid.
Raúl Bobadilla: Note 5 Die Topquote des YB-Sturmjuwels hält an. 5 Treffer in 5 Spielen ist die Bilanz in der Europa League – auch gestern war der Argentinier erfolgreich. Allerdings wurde Bobadilla diesmal besser abgeschirmt als etwa zuletzt in Udinese.
Juhani Ojala: Note 4,5 Ersetzte den verletztenVeskovac und machte in der Innenverteidigung eine anständige Partie.
Michael Frey (77.Minute für Nuzzolo), und Matias Vitkieviez (82. für Schneuwly) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16428995
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.11.2012  Zitat: Zverotic schiesst YB an der Anfield Road ins Glück
YB erhält in Liverpool tolle Unterstützung von den Fans. Die Berner tun sich lange schwer, doch nach Elsad Zverotics spätem Tor zum 2:2 stehen ihnen in der Europa League alle Chancen offen.
Gewaltig ist die Freude, die sich am Donnerstagabend an der Anfield Road in Liverpool in der 88. Minute auf Seiten der Young Boys entlädt: Mit dem Mut der Verzweiflung und einem Distanzschuss hat Mittelfeldspieler Elsad Zverotic zum 2:2 getroffen. Wenig später ist das Spiel zu Ende – dank Zverotics spätem Tor wahrt YB die Chance auf den Einzug in die K.O.-Phase der Europa League. In der abschliessenden Runde am 6. Dezember müssen die Berner, die zuhause auf Anschi (das bereits im Sechzehntelfinal steht) treffen, mehr Punkte gewinnen als Liverpool, das beim bereits ausgeschiedenen Udinese antritt. Bei Punktgleichheit wäre Liverpool aufgrund der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen gegen YB qualifiziert.
Nach dem Schlusspfiff jubeln die YB-Spieler mit ihren Anhängern. Sie konnten wie erwartet auf die gewaltige Unterstützung der Supporter zählen. Zwischen 2500 und 3000 Berner haben sich auf den Weg nach England gemacht. Noch am Spieltag hoben vom Flughafen Bern-Belp drei Charterflüge Richtung Liverpool ab. In einem der Flieger besetzte die Führung des Swiss Football League um ihren Geschäftsführer Claudius Schäfer einige der Plätze. Sie nutzte den Auftritt der Berner gegen den Tabellenelften der Premier League zu einem kurzen Betriebsausflug.
Die Berner Fans verbrachten den Nachmittag in den Pubs und Clubs der Musikstadt Liverpool. Bei Spielbeginn geben sie dann in ihrem Sektor, in schwarz-gelben Trikots und Schals sowie einer Choreographie, ein imposantes Bild ab. Mit den Pfiffen beim Einmarsch der Liverpool-Spieler sammeln die YB-Supporter bei den Einheimischen zunächst nicht viele (Fairness-)Punkte.
Dann aber – in der 28. Minute der bis zu diesem Zeitpunkt ereignisarmen Partie – erheben sich alle Zuschauer. Sie blicken zu den Gästefans und klatschen: «In memory of Hillsborough», steht auf dem Spruchband, das die Berner entrollt haben. Sie zollen damit den 96 Liverpool-Fans Tribut, die im April 1989, beim Stadionunglück vor einem Cupspiel in Sheffield, ihr Leben verloren haben. Die Geste findet grossen Anklang an der Anfield Road. Gänsehautstimmung ist garantiert.
Fünf Minuten später klatschen die Engländer erneut. Diesmal aus einem profanen Grund: Liverpool geht 1:0 in Führung. Joe Cole hat sich auf der rechten Seite durchgesetzt, seine Flanke verwertet Angreifer Jonjo Shelvey. Der 20-jährige Offensivspieler erzielt sein drittes Tor gegen YB; im Hinspiel im September traf er beim 5:3 zweimal.
Der Treffer ist das Ergebnis der Leistungssteigerung der Gastgeber. Nach einem verhaltenen Beginn haben sie die Partie in den Griff bekommen. Erfolg zeigte auch die frühe Einwechslung von Steven Gerrard. Unter dem Applaus des Publikums schickte Liverpool-Trainer Brendan Rodgers den Captain bereits nach 31. Spielminuten anstelle des harmlosen Andre Wisdom auf den Platz. Gerrard ist an der Entstehung des Führungstors zwar nicht unmittelbar beteiligt. Mit grosser Ruhe und Erfahrung ordnet er aber sofort das Spiel seiner Mannschaft.
Goalie Marco Wölfli bewahrt die Young Boys mit einer starken Parade gegen den anstürmenden Jordan Henderson kurz nach der Pause vor einem grösseren Rückstand. Der Keeper sorgt mit der gelungenen Aktion dafür, das der sehenswerte Treffer von Raúl Bobadilla in der 52. Minute nach toller Ballannahme zum Ausgleich führt. Wölfli läuft mit bandagiertem Oberschenkel auf. Die Muskelverhärtung scheint ihn aber nicht weiter zu behindern. Mit Christoph Spycher muss YB-Coach Martin Rueda hingegen auf einen anderen Routinier verzichten, das entzündende Knie lässt keinen Einsatz zu. Stattdessen verteidigt Jan Lecjaks auf der linken Seite und hat gegen Cole oft einen sehr schweren Stand.
Das 2:1 erzielt der ehemalige englische Nationalspieler Cole aber von der rechten Seite. Von Gerrard wird Cole im Strafraum angespielt, und aus der Drehung schiesst der Publikumsliebling den Ball in der 72. Minute ins Tor – Liverpool freut sich bereits über das Überstehen der Gruppenphase, da aber sorgt Elsad Zverotic mit seinem Schuss für eine Fortsetzung der YB-Träume in der Europa League. Und gleichzeitig für einen unvergesslichen Auftritt an der Anfield Road. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30258289
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:26 |
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23.11.2012  Zitat: YB: Charaktertest nach der grossen Sternstunde
Kommentar: Die Young Boys und ihr Anhang werden sich noch lange an den gestrigen Abend und den denkwürdigen Auftritt an der Anfield Road erinnern.
Es war eine grosse europäische Sternstunde für den Verein, der von über 2500 Supportern nach Liverpool begleitet wurde – und damit sogar von mehr Fans als im August 2010, als YB in London gegen Tottenham den Einzug in die Champions League verpasste.
An internationalen Veranstaltungen überzeugten die Young Boys in jüngster Vergangenheit regelmässig. Ihre aktuelle Europacup-Kampagne darf als brillant bezeichnet werden, auch wenn Liverpool und Udinese nicht mit den besten Kräften antraten. Und obwohl YB im Sommer in der Qualifikation ja beinahe gegen den bescheidenen moldawischen Vertreter Zimbru Chisinau ausgeschieden wäre.
Das riesige Interesse der Fangemeinde und die starken kontinentalen YB-Leistungen sind Indizien dafür, welches gewaltige Potenzial im Klub schlummert. Es wirft allerdings unangenehme Fragen auf. Wieso präsentiert sich YB als riesengrosse Wundertüte? Spielen viele Fussballer in erster Linie für ihre Karriere und nutzen das Schaufenster Europacup für besonders couragierte Vorstellungen? Warum hat dieses Team zwei derart gegensätzliche Gesichter und steht in der nationalen Liga nach vielen Enttäuschungen mit katastrophaler Zwischenbilanz da?
YB muss sich in der Super League jedenfalls sofort eklatant steigern. Denn nur Erfolge im Schweizer Tagesgeschäft ermöglichen europäische Höhenflüge. Die kommenden Wochen und Monate werden für die teure YB-Belegschaft deshalb zum Charaktertest. Erstmals am Sonntag auf der tristen Pontaise in Lausanne. Dann wird der magische Abend an der Anfield Road ganz weit weg sein. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11008209
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.11.2012  Zitat: Ein grosser YB-Abend an der Anfield Road
Die Berner holen sich im Auswärtsspiel in Liverpool einen verdienten Punkt. Die beiden Tore für die kämpferisch hervorragenden Young Boys erzielten Bobadilla und Zverotic.
«Bern goes to Liverpool.» Über 2500 Berner reisten vorgestern und gestern auf verschiedensten Wegen in die nordenglische Metropole. Sie brauchten am Spieltag wetterfeste Kleidung und Schuhe, denn es regnete teilweise in Strömen. Die garstigen äusseren Bedingungen hielten weit über 1000 YB-Anhänger nicht davon ab, sich am Fanmarsch zu beteiligen, der vom Stadtzentrum an die Anfield Road führte. Die Polizei eskortierte die Gäste aus der Schweiz und erhielt dafür Lob von der Fanarbeit.
Drinnen im Stadion markierten die YB-Supporter früh Präsenz. Was sie noch vor Matchbeginn zu hören bekamen, konnte ihnen nicht wirklich gefallen. Aus Moskau drang die Nachricht durch, dass Anschi sein Heimspiel gegen Udinese 2:0 gewonnen hatte, YB also mindestens einen Punkt holen musste, um nicht frühzeitig aus dem Europa-League-Wettbewerb auszuscheiden. Schnell herumgesprochen hatte sich auch, dass Christoph Spycher kurzfristig Forfait geben musste. Der Routinier hatte nach dem Abschlusstraining wieder Schmerzen verspürt in seinem rechten Knie.
YBs mutiger Beginn
In den ersten 20 Minuten traten die Young Boys so auf, wie sich das Trainer Martin Rueda gewünscht hatte: Sie liessen den Ball gut zirkulieren und spielten mutig nach vorne. Mehrmals kamen sie auch aus günstiger Position zum Schuss. Doch die Abschlüsse waren mit einer Ausnahme harmlos. In dieser Phase machte Liverpool alles andere als einen stilsicheren Eindruck. Das konfuse Wirken gefiel Trainer Brendan Rodgers gar nicht, und er wies seinen wichtigsten Spieler Steven Gerrard schon früh an, sich warmzumachen. Kaum war die Ikone des Liverpool FC auf dem Feld, jubelte die einheimische Anhängerschaft. Der glatzköpfige Shelvey, der schon im Hinspiel in Bern zweimal getroffen hatte, drückte einen Ball mit dem Kopf über die Linie (33.).
Bobadillas Prachtschuss
Nach der Pause hatte YB den Faden wieder gefunden. Farnerud und Zverotic setzten mit harten Weitschüssen erste Zeichen. Dann folgte der grosse Auftritt des Raúl Bobadilla. Technisch perfekt nahm der Argentinier eine lange Diagonalflanke Farneruds ab und schoss sie mit dem linken Fuss in die entfernte hohe Torecke. Sein fünftes Europa-League-Tor war ein Traumtor, das seinen Marktwert weiter in die Höhe treiben dürfte.
Der Berner Ausgleich veranlasste Rogers, den nächsten Wechsel vorzunehmen. Der streitbare Starstürmer Luis Suarez ersetzte Suso. Seine Präsenz sorgte augenscheinlich für Unruhe in der YB-Abwehr. Beim 2:1-Führungstor durch Cole leistete er zusammen mit Gerrard die Vorarbeit (72.). Die Gäste steckten auch diesen Rückschlag weg. Zverotic zwang Reina aus der Distanz zu einer guten Parade (81.). Beim nächsten Schuss des Mittelfeldspielers war der spanische Torhüter machtlos. Der Torschütze konnte sein Glück kaum fassen und riss sich das Trikot vom Leib. Ein paar Minuten später konnten sich Zverotic und seine Kollegen feiern lassen.
Sie hatten sich an der Anfield Road einen hochverdienten Punkt erkämpft, der ihnen Hoffnungen fürs Weiterkommen lässt.Die besten Noten verdienten sich Wölfli, Bobadilla und Zverotic. Und nicht zu vergessen die vielen YB-Supporter. Das stärkste Zeichen hatten sie Mitte der 1. Halbzeit gesetzt, als sie ein grosses Transparent mit der Aufschrift «In Memory of Hillsborough» ausrollten. Sie gedachten damit den 96 Liverpool-Fans, die 1989 im Hillsborough-Stadion von Sheffield zerquetscht worden waren.
Anschi in der nächsten Runde
Anschi, der letzte Gegner von YB am 6. Dezember in Bern, steht dank des 2:0 gegen Udinese bereits in den Sechzehntelfinals.
Die Entscheidung fiel durch einen späten Doppelschlag. Innerhalb dreier Minuten waren Samba und Eto’o erfolgreich. Der Verteidiger traf mittels Kopfball nach einem Corner (72.), der afrikanische Stürmer schoss nach einem Dribbling ein (75.). Für Eto’o war es der dritte Treffer in diesem Wettbewerb.
Udinese ist nach der dritten Niederlage in Folge – zuvor unterlagen die Italiener zweimal den Young Boys – ausgeschieden. Das Team aus dem Friaul, das in der letzten Saison immerhin noch die Achtelfinals der Europa League erreicht hatte, erlebte damit bereits die zweite europäische Enttäuschung in dieser Saison. Im August war es in den Champions-League-Playoffs im Penaltyschiessen an Braga gescheitert.
Udinese lustlos
Die Angelegenheit in Moskau war an sich klar. Anschi erspielte sich ein Chancenplus und kam insgesamt zu elf Cornern, während Udinese ohne Leidenschaft agierte und im gesamten Spiel ganze zwei Schüsse auf das Tor der Russen brachte. Bis rund 20 Minuten vor dem Ende konnten die Italiener immerhin auf ein glückhaftes und torloses Remis hoffen, dann lief bei ihnen alles aus dem Ruder. Nur fünf Minuten nach dem Doppelschlag von Anschi sah der Brasilianer Willians die Gelb-Rote Karte. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/26794724
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.11.2012  Zitat: YB punktet in Liverpool
Nach einer starken Leistung in Liverpool kann YB weiter auf einen Platz in der nächsten Runde hoffen. Dank Toren von Bobadilla und Zverotic schaffen die Berner ein 2:2 gegen den Traditionsverein.
Die Young Boys haben vor dem letzten Gruppenspiel der Europa League noch Chancen auf das Weiterkommen. Nach dem 2:2 auswärts gegen Liverpool müssen die Berner im letzten Auftritt nun aber mehr Punkte holen als der gestrige Gegner. Elsad Zverotic hielt die Hoffnung der Young Boys am Leben, im Europacup überwintern zu dürfen. Der defensive Mittelfeldspieler traf in der 88. Minute mit einem satten Schuss, der für Liverpools Goalie Pepe Reina nicht ganz unhaltbar schien, zum 2:2. Er belohnte YB damit für einen weiteren beherzten Auftritt auf internationaler Ebene. Im Gegensatz etwa zu jenem in Moskau gegen Anschi Machatschkala gab es diesmal aber auch Punkte.
Um in die Sechzehntelfinals einzuziehen, benötigt das Team von Martin Rueda in zwei Wochen im abschliessenden Heimspiel gegen das bereits qualifizierte Anschi mehr Punkte als Liverpool beim ambitionslosen Udinese. YB darf seit dem späten Donnerstagabend für sich in Anspruch nehmen, das zweite Schweizer Team zu sein, das an der Anfield Road nicht verlor. Bislang war dies erst dem FC Basel gelungen, der Liverpool in der Champions League 2002/03 mit viel Glück ein 1:1 abgetrotzt hatte.
Mutiger Anfang, mutiges Ende
Mutig wollte Rueda vorwärtsspielen lassen. Ohne Ehrfurcht und Angst vor dem Gegner und der Kulisse. Das hatte er der Mannschaft immer und immer wieder zu vermitteln versucht. Rueda sprach vor dem Abschlusstraining davon, dass auch Liverpool diesen Sieg brauchen würde und entsprechend offensiv agieren werde. Die Realität sah dann so aus: YB hatte Anspiel, nach acht Sekunden verzeichnete Gonzalo Zarate den ersten Abschluss. Ein erstes Zeichen war gesetzt, davon beeindrucken liess sich die verstärkte B-Mannschaft Liverpools aber nicht. Es sah so aus, als würden sie zulassen, dass sich die Young Boys etwas austoben durften. Mehr als zwei harmlose Abschlüsse durch Raul Bobadilla (5. und 45.) kam vor der Pause nicht mehr.
Liverpools Trainer Brendan Rodgers, der seine Prioritäten (Premier vor Europa League) durch die Nominierung der Startformation abermals klar festgelegt hat, nahm nach einer guten halben Stunde eine erste Korrektur vor. Er wechselte Captain Steven Gerrard ein, in der 33. Minute fiel das 1:0. Ein Steilpass von Suso hebelte die Berner Innenverteidigung aus, Joe Coles Flanke brauchte Jonjo Shelvey nur noch per Kopf über die Linie zu bugsieren. Für den 20-jährigen Glatzkopf, der beim 5:3 im Hinspiel als «Joker» zweimal getroffen hatte, war es das vierte Tor im laufenden Wettbewerb.
Danach schien es, als ob von Rueda im Vorfeld angesprochene Unsicherheit wieder Überhand nähme. Liverpool kam innert sechs Minuten zu drei sehr guten Chancen, das Skore zu erhöhen. Einmal wurde ein Schuss von Suso abgelenkt, einmal rettete Raphael Nuzzolo auf der Torlinie und einmal schoss Suso daneben. Eine 2:0-Führung Liverpools zur Pause wäre durchaus gerechtfertigt gewesen. Das ohnehin erstaunlich ruhige Publikum rieb sich nach 52 Minuten dann leicht irritiert die Augen. Sprichwörtlich auf einen Schlag waren die Young Boys, die furios in die zweite Halbzeit starteten, wieder «im Geschäft».
Wie Bobadilla den weiten Ball von Alexander Farnerud mit dem rechten Knie annahm und sich drehte, war allein schon erwähnenswert. Sekundenbruchteile später schoss der Argentinier gewohnt wuchtig und aus relativ spitzem Winkel das 1:1, sein bereits fünftes Tor im fünften Gruppenspiel dieser Europa-League-Saison. Der Ausgleich der Berner führte dazu, dass das Heimteam massiv zulegte. In Gerrard trat jene ordnende Kraft in Erscheinung, die Rueda bei seinen Young Boys derart vermisst. Die lebende Legende der Reds leitete in der 72. Minute auch Liverpools 2:1 ein. Ein schnelles Durchspiel über den ebenfalls eingewechselten Premier-League-Topskorer Luis Suarez und Gerrard schloss Cole ab. Dieser Treffer genügte Liverpool letztlich nicht zum vorzeitigen Weiterkommen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/23626130
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:31 |
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23.11.2012  Zitat: Die berührendste Geste der YB-Fans Während des Europa-League-Spiels zwischen Liverpool und den Young Boys zollten die YB-Anhänger den Opfern der Tragödie von Hillsborough Respekt und trafen damit den Nerv der Liverpool-Fans.
Für die emotionalste Aktion des Spiels zwischen Liverpool und YB waren nicht die Spieler besorgt, sondern die 2500 angereisten YB-Fans. Diese hielten nach 28 Minuten ein Transparent mit der Aufschrift «In Memory of Hillsborough» in die Höhe. Damit berührten sie das gesamte Publikum, denn erst kürzlich erschien die offizielle Aufarbeitung der Ereignisse der Stadionkatastrophe von Sheffield 1989. Darin bekamen die Hinterbliebenen der 96 Todesopfer die Gewissheit, dass die Behörden, und nicht wie jahrelang behauptet die Fans, damals schreckliche Fehler begangen hatten.
Bei der Tragödie am 15. April 1989 wurden 96 Menschen zerquetscht, nachdem die Fans durch ein grosses Tor in einen ohnehin schon überfüllten Sektor geleitet wurden. Die Polizei habe damals falsch reagiert und ein Ausweichen der Zuschauer auf den Platz verhindern wollen. In der sechsten Minute wurde das Spiel zwischen Liverpool und Nottingham Forest abgebrochen, worauf zahlreiche Fans dann doch auf den Rasen strömten, um mit der Rettung der Verletzten zu beginnen. Das Desaster zählt zu den schlimmsten Stadiontragödien aller Zeiten. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/15906370
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. November 2012, 09:33 |
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23.11.2012  Zitat: Die zwei Gesichter des BSC YB
In der Europa League überzeugen die Berner, in der Meisterschaft enttäuschen sie oft. Wieso die Leistungen derart schwanken, weiss niemand so recht.
Der wuchtige Schuss von Elsad Zverotic in der 88. Minute war die beste Medizin für die vielen mitgereisten YB-Fans. Gleichzeitig war es eine späte Belohnung für den stimmgewaltigen Einsatz, den sie an diesem Abend an der Anfield Road geleistet hatten. Als das Remis feststand, feierten sie ihre Equipe in einer Lautstärke und mit einer Ausdauer, die selbst langjährige Anfield-Besucher in Erstaunen versetzte. Ein aussergewöhnliches Zeichen hatten die YB-Anhänger schon in der ersten Halbzeit gesetzt, als sie mit einem Transparent den 96 Opfern von Hillsborough gedachten. Das fachkundige Heimpublikum beantwortete den Akt der Solidarität mit einer Standing Ovation.
Es war der emotionale Höhepunkt eines zumindest aus Berner Sicht aufregenden Europa-League-Spiels. «Weltklasse» seien die eigenen Fans gewesen, schwärmte Marco Wölfli spätabends. Christian Schneuwly sprach von einem einmaligen Erlebnis. Nach dem 2:2 sei er «fast ausgeflippt vor Freude». Starke Emotionen zeigte in diesem Moment auch Torschütze Zverotic. Er riss sich das Trikot vom Leib, ballte die Faust und schrie in die Nacht hinaus. Später, bei der Aufarbeitung der Partie, war Zverotic wieder die Zurückhaltung in Person. Der Montenegriner, ohnehin kein grosser Redner, flüchtete sich in Allgemeinplätze. Er sei zufrieden, seinen Beitrag zu einem historischen Abend geleistet zu haben, sagte er. Und: Sie seien nach Liverpool gekommen, «um etwas zu reissen». Auf die grossen Leistungsschwankungen in dieser Saison angesprochen, hatte der 26-Jährige wie die meisten seiner Teamkollegen keine schlüssige Antwort. Im Moment sei das Wichtigste, dass jeder mit einem guten Gefühl in die Schweiz zurückkehre und am Sonntag in Lausanne Vollgas gebe.
Die Gewinner
Zverotic ist einer der Gewinner der diesjährigen Europa-League-Kampagne. Im Heimspiel gegen Liverpool hatte er auf seiner bevorzugten Position im defensiven Mittelfeld noch Schwächen gezeigt. Hernach steigerte er sich von Match zu Match. Zverotic habe hart gearbeitet in den letzten Wochen und sich das erste Tor redlich verdient, sagte YB-Trainer Martin Rueda. In der Super League hingegen kam der Allrounder nur selten richtig auf Touren. Deshalb sind die Wechselgerüchte (Dynamo Moskau, Deportivo La Coruña), die sein Manager befeuert, mit Vorsicht zu geniessen.
Werbung in eigener Sache betrieb in Liverpool einmal mehr Raul Bobadilla. Die Ballbehandlung bei seinem insgesamt schon fünften Tor in der Europa League war grandios, die körperliche Präsenz beeindruckend. Der bullige Stürmer macht kein Geheimnis daraus, dass er früher oder später zurück in eine grosse europäische Liga möchte. Auch wenn es von den Verantwortlichen niemand offen sagt: Wenn das Angebot stimmt und die Scoutingabteilung einen neuen Stürmer gefunden hat, wird der Klub den exzentrischen Argentinier ziehen lassen.
Die Verletzten
Am Tag nach dem denkwürdigen 2:2 sah man am Liverpooler Flughafen nicht nur glückliche Gesichter. Dusan Veskovac bewegte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht fort. Er wisse nicht, ob eine Muskelfaser im Oberschenkel gerissen, oder ob etwas noch Gravierendes passiert sei, sagte der Verteidiger.
Christoph Spycher hatte bereits am Mittwochabend einen Rückschlag erlitten. Sein Problemknie meldete sich nach dem Abschlusstraining wieder. An Ernstkämpfe ist wegen der Entzündung vorerst nicht mehr zu denken. Spychers Ausfall bereitet Rueda aus zweierlei Gründen Sorgen: Erstens ist der 34-Jährige eine der wenigen echten Leaderfiguren beim BSC YB; zweitens war auf ihn praktisch immer Verlass, wenn er spielte. Morgen in Lausanne wünscht sich der Coach eine Mannschaft, die den «defensiv kompakten Gegner unter Druck setzt» und schnörkellos den Abschluss sucht. Und ja: Sie müsse trotz der zunehmenden Müdigkeit endlich auch in der Super League wieder einmal das Europa-Cup-Gesicht zeigen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/25200631
_________________ For Ever
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