BZ, 10.2.2005
YB sucht Platz zum Trainieren
An der YB-Medienkonferenz standen gestern einmal mehr die Finanzen im Mittelpunkt. Der Klub tut sich schwer, das nötige Geld für den Bau eines Trainingszentrums zu akquirieren. Es fehlen rund zwei Millionen Franken.
YB-Präsident Peter Mast / Keystone
Mit Beginn der Rückrunde am 20. Februar fangen für die Young Boys die letzten vier Monate im Exil auf dem Neufeld an. Die Vorfreude auf die Auftritte im neuen Wankdorf wird bei den YB-Verantwortlichen allerdings getrübt. Für den Bau des geplanten Trainingszentrums in Schönbühl findet der Verein keine Geldgeber. «Die Realisierung eines ersten Schrittes, der den Bau eines Rasen- und eines Allwetterplatzes sowie von Garderobenräumen beinhalten würde, kostet insgesamt rund 2,5 Millionen Franken», sagte YB-Präsident Peter Mast an der gestrigen Medienkonferenz. Bis jetzt seien jedoch durch den Kanton und die Stadt Bern erst rund 800 000 Franken zusammengekommen. Man sei deshalb auf der Suche nach Investoren aus der Wirtschaft, so Mast, der sich insbesondere mit der geringen finanziellen Beteiligung der Stadt unzufrieden zeigte.
Die Zeit wird knapp
Bereits am 30. Juni 2005 läuft der Vertrag mit der Gemeinde Schönbühl aus, welcher den Young Boys das Gastrecht auf dem Sportzentrum Sand garantierte. Ob dieser Kontrakt verlängert werden kann, ist derzeit noch höchst unklar, wie Sportchef Reto Gertschen bestätigte: «Das Problem sind die engen Platzverhältnisse in den Garderoben. Man hat uns bereits signalisiert, dass man Überschneidungen in Zukunft vermeiden will.»
Aus diesem Grund hat Präsident Mast laut eigenen Angaben der sportlichen Leitung bereits vor geraumer Zeit den Auftrag erteilt, mögliche Alternativen zu prüfen. «Wir müssen eine Lösung suchen und werden diese auch finden», so Mast zuversichtlich.
Vorerst keine Budgetzahlen
Peter Mast gab weiter bekannt, dass das Budget für die Saison 2005/2006 aus zwei Gründen bis auf weiteres nicht kommuniziert werde: «Erstens müssen wir die Entwicklung beim Saisonkartenverkauf abwarten, und zweitens haben wir gemerkt, dass einige Klubs ein Budget nennen, welches unmöglich so tief sein kann.» Aus diesem Grund wolle auch YB nun vorsichtiger agieren.