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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 10. Februar 2005, 09:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 10.2.2005
Wille zur Korrektur
Die Young Boys vor dem Auftakt zur zweiten Hälfte der Saison 2004/05
Am Sonntag starten die Young Boys mit dem Heimspiel im Cup gegen den FC Thun wettkampfmässig ins neue Jahr. Die Berner haben sich für den zweiten Teil der Saison einiges vorgenommen.
In der ersten Hälfte der Saison 2004/05 hinterliessen die Young Boys einen zwiespältigen Eindruck. Während das Team von Hans-Peter Zaugg die europäische Bühne erneut zum frühestmöglichen Zeitpunkt verliess, erfüllte man im nationalen Cupwettbewerb mit dem Vorstoss in die Viertelfinals die Vorgaben vollends und in der Meisterschaft mit dem fünften Zwischenrang zumindest zufrieden stellend. Entsprechend erteilte Sportchef Reto Gertschen gestern an einer Medienkonferenz dem Team für seine Leistungen in der Vorrunde die Note «mittelmässig bis gut». Er zeigte sich allerdings für den weiteren Verlauf der Saison sehr zuversichtlich und betonte, die Equipe verfüge über das entsprechende Potenzial, diesen Eindruck positiv zu korrigieren. Das neue Ziel im Swisscom Cup lautet Final, und in der Super League, meinte Gertschen, sei die Ausgangslage auch gut, um nun voll attackieren zu können. Die Vorgabe umfasst aber weiterhin einen «Rang zwischen zwei und fünf».
Auch Zaugg, der jüngst seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert hat und gestern im Einklang mit den übrigen YB-Vertretern betonte, die Abmachung beinhalte keinerlei Auflage oder Klausel, sagte: «Wir sind bereit und hungrig.» Er hatte im letzten Herbst bei einigen Spielern eine gewisse Genügsamkeit festgestellt. «Dass es uns nicht immer gelang, so aufzutreten, wie wir uns das gewünscht hätten, lag nicht nur an der langen Verletztenliste.» Diesen Umstand wolle man in den nächsten Wochen und Monaten korrigieren. Optimistisch stimmen ihn die Trainingsleistungen der Spieler in der Vorbereitung. In den Testspielen hätten sie eine Kostprobe davon abgegeben, bezüglich Engagement, Organisation und defensiver Disziplin wieder deutlich verbessert auftreten zu können respektive zu wollen.
Die Basis wurde in den letzten Wochen auf verschiedene Art und Weise gelegt. In den Bereichen Kondition, Organisation und Technik wurde vor allem in Schönbühl respektive während des Aufenthaltes in Marbella gearbeitet; in mentaler Hinsicht verspricht sich Zaugg viel von der Erfahrung, welche die Spieler in Davos beim Eisfall-Klettern machten. «Es ging um die Frage, ob wir als Mannschaft das Feuer haben, gemeinsam Hindernisse zu überwinden», sagte der Trainer.
Leandro: Eine Frage des Preises
Abgeschlossen haben die Berner ihre Aktivitäten im Transferbereich. Dem leihweisen Abgang von Sandro Burki (FC Wil) steht die Verpflichtung des 22-jährigen isländischen Defensivspielers Gretar Steinsson gegenüber. Eine Tür halten sich die YB-Verantwortlichen allerdings noch offen: Können sie die finanziellen Differenzen mit Hannover aus der Welt schaffen, wird Leandro wieder für die Berner stürmen. Der Brasilianer hatte die Young Boys im Sommer Richtung Bundesliga verlassen, fand aber das erhoffte Glück nicht und möchte sowohl aus sportlichen wie auch familiären Gründen wieder in die Schweiz zurückkehren.
Wenig Freude bereitet den YB-Verantwortlichen der Stand des geplanten Trainingszentrums in Schönbühl. Um die erste Phase realisieren zu können, werden 2,5 Millionen Franken benötigt. Derzeit fehlen dazu aber noch 1,7 Mio. Und die Zeit drängt: Am 30. Juni läuft der Vertrag mit dem FC Schönbühl über die Mitbenutzung der Anlage im Sand aus. Wo der Super-League-Verein danach trainiert, ist ungewiss. Die Situation entspannen würde ein Kunstrasen im Stade de Suisse – sofern er denn wirklich realisiert werden kann. Die Uefa hat die künstliche Spielunterlage wohl kürzlich für Wettbewerbsspiele frei gegeben – noch warten aber die nationalen Verbände auf ein entsprechendes Schriftstück aus Nyon. Erst dann erhält das künstliche Grün auch wirklich grünes Licht.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. Februar 2005, 11:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 18.2.2005
YB-Defensivstrategie – Fluch oder Segen?
YB steht vor der letzten Halbserie im Neufeld-Exil. Die Berner gehen mit ihrer defensiven Transferpolitik ein hohes Risiko ein. Investitionen ins Team werden gescheut, Rang zwei wird aber dennoch anvisiert. Geht diese Rechnung auf?
Es war einmal ein Fussballverein, der für vier Jahre sein trautes Daheim verlassen und in dieser Zeit seine Heimspiele in einer kleinen Arena austragen musste. Die Einnahmen waren gering, die Aussichten aber schön. Denn die Strategen des Stadionneubaus versprachen, vor der letzten Saison im Exil das Team massiv zu verstärken, damit man im neuen alten Zuhause um den Meistertitel mitspielen kann.
Märchenhaft sieht die Zukunft der Young Boys immer noch aus – der Einzug ins schmucke Wankdorf in diesem Sommer wird freudig erregt erwartet. Aber die einstige Aufbruchstimmung ist längst einer Ernüchterung gewichen. Gretar Steinsson statt Patrick Müller: Die Neuzugänge in der Winterpause bei YB und beim FC Basel widerspiegeln das Vorgehen der beiden Vereine. Champion FCB klotzt und holt Nationalverteidiger Müller, Vizemeister und Herausforderer YB spart und holt Talent Steinsson.
Vorsichtiges Vorgehen
«Wir halten uns an die Vorgaben der Investoren», sagt YB-Sportchef Reto Gertschen. Servette, Dortmund, Leeds United – die Liste an abschreckenden Beispielen gigantischer Misswirtschaft ist lang und prominent besetzt. Lieber eine gesicherte Existenz in der Super League als ein Schuldenberg, lautet das vernünftige YB-Motto. Also liegen keine spektakulären Neuzugänge drin – Youngster Davide Callà wechselt von Servette zu St. Gallen, Supertalent Xavier Margairaz von Xamax zum FCZ. Und YB? Leandros Rückkehr von Hannover hat sich zerschlagen, weil der Brasilianer nicht finanzierbar ist.
YB und seine Defensivstrategie – Fluch oder Segen? Die Meinungen driften weit auseinander. Klar ist: Das Vorgehen macht wirtschaftlich Sinn, wird aber in den nächsten Wochen und Monaten noch für einige Schlagzeilen sorgen. Insbesondere, wenn sich der Erfolg in dieser Saison nach einer enttäuschenden Vorrunde weiterhin nicht einstellt.
Rochats Abgang ist bitter
Die Berner verpassen möglicherweise eine einmalige Gelegenheit. Platz 2 berechtigt zur Teilnahme an der Champions- League-Qualifikation. Mit einer aggressiven Transferpolitik wäre dieser Rang leichter zu erreichen gewesen, zumal die Konkurrenz nicht übermächtig ist.
Die vorsichtige Haltung hat auch zur Folge, dass Alain Rochat, um den man ein starkes Team aufbauen wollte, in Bern keine Perspektive mehr sieht und YB am Ende der Saison verlassen wird. «Ich arbeite mit jenen Spielern zusammen, die mir zur Verfügung stehen», sagt Hans-Peter Zaugg. Der Trainer hat sich in seinen Äusserungen der allgemeinen Zurückhaltung im Verein angepasst. «Aber wenn wir Thun im Startspiel bezwingen», sagt Zaugg, «können wir den zweiten Rang erreichen. Auch mit diesem Kader.»
Es war einmal ein Fussballverein, der ordentlich wirtschaftet. Und gleichzeitig ein grosses sportliches Risiko eingeht.
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Young Boys.
Zugang in der Winterpause: Gretar Steinsson (IA Akranes). Abgang in der Winterpause: Sandro Burki (Wil). – Testspiele: YB – Concordia Basel 4:3. YB – Lugano 0:0. YB – Rubin Kazan 1:2. YB – Austria Wien 0:1. YB – Bröndby Kopenhagen 2:2. YB – Sion 2:1.
Unser Tipp: Der Vizemeister wird in der Rückrunde verbessert auftreten. Viel hängt vom Sturmduo Neri/Chapuisat ab. Zwischen Rang 2 und 5 ist alles möglich – am Ende werden die Berner dank des breiteren Kaders vor dem Kantonsrivalen Thun stehen. Rang 3
Der brasilianische Mittelfeldspieler Antonio Dos Santos wechselt innerhalb der Super League von Thun zu Schaffhausen. «Bei Toni habe ich den nötigen Biss vermisst», sagte der neue Thun-Coach Urs Schönenberger. Sportchef Werner Gerber meinte: «Er war nicht bereit, mit voller Kraft um einen Stammplatz zu kämpfen.» Dos Santos habe sich zuletzt schon unter Extrainer Hanspeter Latour im Berner Oberland nicht mehr wirklich wohl gefühlt.tob
_________________ For Ever
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