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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. Februar 2005, 12:26 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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news.ch, 4.2.2005
'C´est fini' - Servette ist am Ende
Was seit mehreren Wochen befürchtet wurde, ist nun Tatsache: Das zuständige Genfer Handelsgericht hat über den FC Servette den Konkurs verhängt.
Der Genfer Traditionsverein verschwindet damit zwei Wochen vor Beginn der Rückrunde aus der Axpo Super League und muss in der 1. Liga einen Neuanfang machen. Zwar haben die Genfer noch die Möglichkeit zum Rekurs, doch Hoffnung besteht keine mehr.
Der umstrittene Präsident Marc Roger schaffte es nicht, die Gespräche mit möglichen Investoren zu einem positiven Ende zu bringen. Trotz mehreren Aufschüben durch das Handelsgericht konnte Servette nicht mehr gerettet werden. Das rettende Geld - die Schulden sollen sich auf rund 15 Millionen Franken belaufen - blieb aus. Die Spieler haben seit vier Monaten keinen Lohn mehr erhalten.
Ununterbrochen in der höchsten Spielklasse
Der FC Servette wurde 1890 gegründet und spielte seit 1900 als einziges Schweizer Team ununterbrochen in der höchsten Spielklasse. 17 Mal konnten die "Grenats" den Meisterschaftspokal entgegennehmen, zuletzt 1999 unter Trainer Gérard Castella. Zwei Jahre später gewann Servette unter Lucien Favre mit dem Cup - dem 7. in der Vereinsgeschichte - den letzten grossen Titel.
Nach Lugano und Lausanne verschwindet innerhalb von drei Jahren der dritte Schweizer Traditionsklub von der Bildfläche. Bitter ist der Konkurs für die Romandie, die nun nur noch durch Neuchâtel Xamax im Schweizer Spitzenfussball vertreten sein wird.
In dieser Saison keinen direkten Absteiger
Wie es in der Super League weitergeht, steht noch nicht fest. Sehr wahrscheinlich werden die Resultate Servettes aus der Vorrunde gewertet und die Saison mit neun Teams zu Ende gespielt. Die Genfer werden auf Rang 10 gesetzt, einen direkten Absteiger wird es demnach nicht geben. Der Neunte wird unverändert eine Barrage gegen den Besten der Challenge League austragen.
Klub-Eckdaten
Name: FC Servette (Servette AG)
Gründungsjahr: 1890
Sitz: 12, route des jeunes 1227 Carouge
Stadion: Stade de Genève (30 084 Sitzplätze)
Meistertitel: 17 (1907, 1918, 1922, 1925, 1926, 1930, 1933, 1934, 1940, 1946, 1950, 1961, 1962, 1979, 1985, 1994, 1999)
Cupsiege: 7 (1928, 1949, 1971, 1978, 1979, 1984, 2001)
Meistercup: 7 Teilnahmen/21 Spiele/6 Siege/6 Remis/9 Niederlagen (Beste Resultate: Achtelfinals 1961/61, 1979/80 und 1985/86)
Cupsieger-Cup: 6 Teilnahmen/24 Spiele/11 Siege/4 Remis/9 Niederlagen (Beste Resultate: Viertelfinals 1966/67 und 1978/79)
UEFA Cup: 14 Teilnahmen/48 Spiele/20 Siege/10 Remis/18 Niederlagen (Bestes Resultat: Achtelfinal 1965/66 und 2001/02)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. Februar 2005, 12:29 |
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news.ch, 4.2.2005
Konkurs von Servette - Chronologie
Die Chronologie von Marc Rogers Präsidentschaft Von Meisterambitionen in den Konkurs
24. Februar 2004: Der französische Spielervermittler Marc Roger erhält für einen symbolischen Franken die Aktienmehrheit der Servette AG und das Recht, das neue Stade de Genève zu betreiben. Die Vereinsschulden betragen 4,4 Millionen Franken.
24. Mai: Servette erhält in zweiter Instanz die Lizenz, muss aber die Saison wegen Verstössen gegen die Lizenzvorgaben mit drei Minuspunkten beginnen.
15. Juli: Fünf Tage vor Beginn der Super-League-Saison sagt Servette dem Meister und Meisterschaftskrösus Basel den Kampf an. Marc Roger: "Wir haben die Mittel, um Basel zu entthronen."
8. August: Servette verliert in Aarau 0:4. Es ist die dritte Niederlage im vierten Meisterschaftsspiel. Roger: "Wie soll man die Diskrepanz zwischen unserem fantastischen Potential und den peinlichen Leistungen erklären?"
16. August: Marco Schällibaum muss Adrian Ursea als Trainer weichen. Schällibaum hatte Servette in der Saison zuvor auf den dritten Platz geführt. Seine Bilanz 2004/2005 ist hingegen katastrophal: 6 Spiele, 5 Niederlagen und 3:14 Toren. Roger: "Das Ziel bleibt der Titel."
22. August: Servette verpflichtet Daniel Joao Paulo. Der Brasilianer ist der 21. Neuzugang seit Rogers Machtübernahme.
13. Dezember: Es wird bekannt, dass Servette bis Saisonende zehn Millionen Franken benötigt, um das Überleben zu sichern. Rogers Hoffnungen ruhen auf dem ehemaligen Real-Präsidenten Lorenzo Sanz, der bereits rund fünf Millionen Franken in Servette investiert hat.
25. Dezember: Die Besitzer des Stade de Genève kündigen den mit Roger abgeschlossenen Vertrag zum Betreiben des Stadions.
11. Januar 2005: Servette muss die Bilanz deponieren. Das Gesuch um Aufschiebung des Konkurses ermöglicht den Genfern, die Suche nach Investoren bis zum 21. Januar fortzusetzen.
13. Januar: Servette trainiert erstmals seit der Winterpause wieder. Obwohl die Spieler seit Monaten keinen Lohn mehr erhalten haben, erscheint beinahe das komplette Kader.
21. Januar: Servette wird unter Druck der Gläubiger ein weiterer Konkursaufschub gewährt. Bis zum nächsten Termin vor dem Handelsgericht in Genf kann Servette seine Suche nach Investoren fortsetzen.
24. Januar: Marc Roger stellt den angeblichen Retter vor. Der libanesische Geschäftsmann Joseph Ferraye, nach eigenen Angaben Erfinder einer Löschmethode für brennenden Erdölfeldern, will sofort 17 Millionen investieren. Einziges Problem: Ferraye hat das versprochene Geld nicht.
26. Januar: Die Spieler und Trainer Adrian Ursea stellen nach über vier Monaten ohne Lohn den Trainingsbetrieb ein.
31. Januar: Servette erhält vom Genfer Handelsgericht einen weiteren Konkursaufschub von zwei Tagen.
2. Februar: Das Urteil verzögert sich weiter. Verhandlungen mit potentiellen Investoren aus Syrien machen Hoffnung.
4. Januar:Gerichtspräsident Patrick Chenaux verhängt den Konkurs.
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. Februar 2005, 12:41 |
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NZZ, 4.2.2005
Gericht verhängt über den Servette FC den Konkurs Offenbar kein Geld aus Syrien eingetroffen
Bereits zweimal ist der Entscheid von Richter Patrick Chenaux vertagt worden, doch jetzt muss sich der Servette FC offenbar ins Unvermeidliche fügen. Das Genfer Handelsgericht hat über den Traditionsverein jetzt den Konkurs verhängt.
(si) Was seit mehreren Wochen befürchtet wurde, ist nun Tatsache: Das zuständige Genfer Handelsgericht hat über den Servette FC den Konkurs verhängt. Der Genfer Traditionsverein verschwindet damit zwei Wochen vor Beginn der Rückrunde aus der Super League und muss in der 1. Liga einen Neuanfang machen. Zwar haben die Genfer noch die Möglichkeit zum Rekurs, doch Hoffnung besteht keine mehr.
15 Millionen Schulden
Der umstrittene Präsident Marc Roger schaffte es nicht, die Gespräche mit möglichen Investoren zu einem positiven Ende zu bringen. Trotz mehreren Aufschüben durch das Handelsgericht konnte Servette nicht mehr gerettet werden. Das rettende Geld - die Schulden sollen sich auf rund 15 Millionen Franken belaufen - blieb aus. Die Spieler haben seit vier Monaten keinen Lohn mehr erhalten.
Der Servette FC wurde 1890 gegründet und spielte seit 1900 als einziges Schweizer Team ununterbrochen in der höchsten Spielklasse. 17 Mal konnten die Grenats den Meisterschaftspokal entgegennehmen, zuletzt 1999 unter Trainer Gérard Castella. Zwei Jahre später gewann Servette unter Lucien Favre mit dem Cup - dem siebenten in der Vereinsgeschichte - den letzten grossen Titel.
Nur noch ein Klub aus der Romandie
Nach Lugano und Lausanne verschwindet innerhalb von drei Jahren der dritte Schweizer Traditionsklub von der Bildfläche. Bitter ist der Konkurs für die Romandie, die nun nur noch durch Neuchâtel Xamax im Schweizer Spitzenfussball vertreten sein wird. Wie es in der Super League weitergeht, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich werden die Resultate Servettes aus der Vorrunde gewertet und die Saison mit neun Teams zu Ende gespielt. Die Genfer werden auf Platz 10 gesetzt, einen direkten Absteiger wird es demnach nicht geben. Der Neunte wird unverändert eine Barrage gegen den Zweiten der Challenge League austragen.
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. Februar 2005, 12:42 |
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NZZ, 4.2.2005
Der tiefe Fall des Servette FC Vom Genfer Liebling zum notorischen Pleitier
Servette Genf wird seinen 115. Geburtstag nicht in der Super League feiern. Über 104 Jahre hatte der Klub der Schweizer Fussballelite angehört. Eine Geschichte, geprägt von sportlichem Erfolg und finanzieller Not, findet ein vorläufiges Ende.
(si) Die letzten Jahre waren für den Servette FC ein steter Kampf gegen den Konkurs gewesen. Die Resultate auf den Fussballfeldern wurden zur Nebensache, in die Schlagzeilen geriet der 17-fache Meister vorwiegend wegen seiner finanziellen Misere. Die Stadt Genf verfolgte den Untergang seines Fussballvereins beinahe emotionslos. Die Mobilisation der Fans blieb bis zuletzt gering. Eine Solidaritätskundgebung kam erst im zweiten Anlauf zustande, der zögerliche Spendenaufruf brachte kaum Geld ein; Wirtschaft und Politik zeigten sich völlig desinteressiert.
Servette hatte sich in den letzten Jahren von seiner Stadt entfremdet. Zuletzt musste der Super-League-Klub in Frankreich, Spanien, Russland oder Katar nach Geldgebern suchen. Lange Zeit, bis in die achtziger Jahre, hatte Servette als Genfer Statussymbol gegolten. Der polysportive Verein zählte unter seinen Mitgliedern einflussreiche lokale Persönlichkeiten, stellte neben einer erfolgreichen Fussballmannschaft auch Basketball-, Tennis-, Handball-, Eishockey- oder Volleyballteams. Er konnte sich der Unterstützung der Stadt, des Kantons und der Romandie sicher sein.
Dem Absturz entkommen
Die lokale Verwurzelung half dem Verein jahrelang, sich aus finanziellen Krisen zu retten. Als der Servette FC 1934 ein erstes Mal die Bilanz deponieren musste, konnte er auf den Support einflussreicher Persönlichkeiten zählen. Unter der Leitung von Gabriel Bonnet, zwischen 1915 und 1927 Servette-Präsident und später Fifa-Vizepräsident, entkam der renommierteste Sportklub der Westschweiz dem finanziellen Absturz.
Nach einer Umstrukturierung und einer sportlichen Durststrecke gewann der Genfer Verein 1940 seinen neunten Meistertitel, ohne eine einzige Niederlage hinnehmen zu müssen. 19 Siege, 3 Unentschieden und ein Torverhältnis von 64:14 in 22 Spielen sind auch in Zeiten einer allgegenwärtigen FC-Basel-Dominanz eine eindrückliche Bilanz. Doch vor allem in den folgenden zwei Jahrzehnten erarbeitete sich der SFC den Ruf, einen technischen und spektakulären Fussball zu spielen. Damals kamen regelmässig über 20'000 Zuschauer in die Charmilles, um «Lulu» Pasteurs Dribblings und Jacky Fattons Tore zu sehen.
Erst gegen Real Madrid gescheitert
Ende der siebziger Jahre verzückte das Mittelfeldtrio Schnyder/Barberis/Andrey die Genfer Fussballliebhaber und garantierte 1979 für die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte. Neben dem einzigen Double gewannen die Grenats damals den Ligacup und den Alpencup. Einzig im Meistercup, den sie 1955 mit einer Erstrundenbegegnung gegen den späteren Sieger Real Madrid als erstes Schweizer Team absolviert hatten, mussten sie sich geschlagen geben.
Bis Anfang der neunziger Jahre und der nächsten finanziellen Krise sammelte Servette, ursprünglich als Rugbyklub gegründet, regelmässig Titel und stellte neben den Grasshoppers am meisten Schweizer Internationale. 1991 rettete der französische Milliardär Paul-Annick Weiller mit Investitionen von rund 14 Millionen Franken den Verein vor dem Fall in die Bedeutungslosigkeit. Er war es auch, der 1997 den Kontakt zum Medienunternehmen Canal plus herstellte. Der neue französische Investor wurde den in ihn gesetzten Hoffnungen aber nicht gerecht.
Für einen Franken verscherbelt
Nach dem Rückzug von Canal plus 2002 übernahmen der Franzose Michel Coencas und kurz darauf eine Genfer Investorengruppe die Präsidentschaft. Doch bereits nach wenigen Monaten stand diese mit dem Rücken zur Wand. Die verzweifelte, monatelange Suche nach neuen Geldgebern endete im Februar 2004. Der ehemalige Spieleragent Marc Roger, auch er ein Franzose, erhielt die Aktienmehrheit der mit über vier Millionen Franken verschuldeten Servette AG für den symbolischen Preis von einem Franken.
Der vermeintliche Retter beschleunigte mit seiner nicht nachvollziehbaren Transferpolitik den Zerfall. Sein Ziel von einem Zuschauerschnitt von 15'000 erwies sich als genauso utopisch wie die Ankündigung, um den Meistertitel mitzuspielen. In den letzten Jahren wollten jeweils nur noch wenige Tausend die Spiele der Servettiens sehen. In der Charmilles kamen zuletzt selten mehr als 5000 Fans, und auch nach dem Umzug ins Stade de Genève hielt sich der Publikumszuspruch mit einem Zuschauerdurchschnitt von rund 8500 in Grenzen.
Von unten zurück ans Licht
Heute steht der Servette FC, der sich als einziger Schweizer Verein seit 1900 in der höchsten Liga hatte halten können, vor einem Neuanfang. Die Zeit der grossen Namen ist vorbei. Vorläufig werden keine hochkarätigen Ausländer wie Christian Karembeu, Karl-Heinz Rummenigge oder Sonny Anderson und keine Nationalspieler wie Alex Frei, Patrick Müller oder Johann Lonfat ihre Zelte in Genf aufschlagen. In der 1. Liga muss sich der Verein wieder hocharbeiten, getreu der Devise der Stadt Genf: post tenebras lux, nach der Finsternis das Licht.
_________________ For Ever
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mex0r
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Verfasst: Freitag 4. Februar 2005, 13:27 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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shalako
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Verfasst: Samstag 5. Februar 2005, 10:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 5.2.2005
Das Kartenhaus ist eingestürzt
Das Schicksal des Servette FC dürfte gestern besiegelt worden sein – Konkurs und Verbannung in der 1. Liga
Ein weiteres düsteres Kapitel Schweizer Fussballgeschichte: Über Servette wird der Konkurs verhängt und der Spielbetrieb eingestellt. Den Genfern bleibt ein Strohhalm in Form einer zehntägigen Rekursfrist.
Patrick Chenaux holte nicht zu einem langatmigen Monolog aus, er fasste sich kurz, als er gestern um 9 Uhr im Saal des Handelsgerichts Genf erschien. Die Urteilsverkündung war öffentlich, und Chenaux, der Richter, teilte den gut 50 Anwesenden mit: «4. Februar 2005, Konkurs der Betreibergesellschaft des Stade de Genève, Konkurs der Servette AG.» Die niederschmetternde Kunde garnierte er mit ein paar Hinweisen auf Gesetzesparagrafen. Sprachs und verliess den Saal, ohne weitere Kommentare abzugeben.
Rogers geplatzter Traum
Das Ende von Servette war besiegelt, das letzte Kapitel in einer bewegten 114-jährigen Vereinsgeschichte geschrieben. Der vermeintliche Rettungsanker für den hinter den Grasshoppers zweiterfolgreichsten Schweizer Klub, der noch nie abgestiegen war, konnte nicht geworfen werden. Es war weder eine Lösung mit syrischen noch mit spanischen Geldgebern gefunden worden. Angeblich soll Marc Roger, der bisherige Mehrheitsaktionär, mit Syrern am Vorabend bis tief in die Nacht verhandelt haben. Ein Ergebnis wurde dabei – einmal mehr – nicht erzielt. Anderntags, als Richter Chenaux das Resultat seiner Untersuchungen publik machte, sass der Südfranzose nicht im Gerichtssaal, er liess sich durch einen Anwalt vertreten. Chenaux erweckte aber den Eindruck, genug von der höchst undurchsichtigen Angelegenheit zu haben.
Vor knapp einem Jahr war Roger in Genf angekommen; er war als Retter begrüsst worden. Der 41-Jährige hatte bereits einmal versucht, bei Servette einzusteigen, war damals aber abgewimmelt worden. In der neuerlichen Not sahen die Genfer Vereinsverantwortlichen aber darüber hinweg, dass dieser Roger seinen Lebensunterhalt bis dahin als Spieleragent verdient hatte. Als Roger das Sagen hatte, scheute er sich nicht, der Fussballnation seine Absichten mit geschliffenen Worten zu vermitteln. Er träumte vom schnellen Titelgewinn. Dafür holte er 21 neue Spieler, stattete sie allesamt mit saftigen Verträgen aus, aber bereits im September wusste er nicht mehr, wie er die Löhne bezahlen sollte. Das Kartenhaus stürzte ein, die Schulden türmten sich bis auf elf Millionen Franken, es könnten aber auch mehr sein. Bei der Swiss Football League in Bern wunderte sich Licensing Manager Rolf Suter: «Per Ende April war Servette richterlich bescheinigt schuldenfrei.»
Servette zerfiel zusehends, die verzweifelten Rettungsversuche versandeten, und gestern wurde zum vierten Mal über einen Schweizer Fussballklub der Konkurs verhängt (vgl. Box).
Zehntägige Rekursfrist
Servette hat zwar noch zehn Tage Zeit, um gegen den Konkurs zu rekurrieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem Rekurs Erfolg beschieden wäre, ist allerdings sehr gering. Die Genfer stehen somit als Absteiger aus der Super League fest und werden in der Saison 2005/06 in der 1. Liga weitermachen. Die Marke Servette bleibt erhalten, weil lediglich die Servette AG, die für den Profi-Betrieb zuständig war, konkurs geht. Die Nachwuchsabteilungen (1,2 Millionen Franken Budget, 240 Junioren und 28 Trainer) führen den Spielbetrieb wie gewohnt weiter.
Von den Spielern verabschiedet
Roger hat inzwischen verlauten lassen, in den nächsten zehn Tagen noch einmal einen Anlauf zu nehmen und gegen den Konkurs zu rekurrieren. Er fabuliert bereits wieder von Gesprächen mit vermeintlichen Investoren. Aber die Glaubwürdigkeit hat er längst verloren. Die 20 Profis, die bis zuletzt ausharrten, werden sich vermutlich einen neuen Arbeitgeber suchen. An eine Rettung wagt – trotz Rekurs – keiner mehr zu glauben. «Marc Roger und die angeblichen Geldgeber haben mit unseren Gefühlen gespielt. Ich habe mich von den Spielern verabschiedet. Jeder geht seinen Weg», erklärte Servette-Trainer Adrian Ursea.
Schweizer Fussball: Bisher vier Konkurse
Servette
Gründungsjahr: 1890
17 Meistertitel:
1907, 18, 22, 25, 26, 30, 33, 34, 40, 46, 50, 61, 62, 79, 85, 94, 99
7 Cupsiege:
1928, 49, 71, 78, 79, 84, 2001
7 Teilnahmen am Meistercup: Achtelfinals in den Saisons 1960/61, 1979/80 und 1985/86
6 Teilnahmen am Cupsieger-Cup: Viertelfinals 1966/67 und 1978/79
14 Teilnahmen am Uefa-Cup: Achtelfinals 1965/66 und 2001/02
Wettingen
Anfang 1993 wurde der FCW, der Ende der Achtzigerjahre im Uefa-Cup auch gegen Napoli mit Diego Maradona gespielt hatte, aufgelöst. Die Schulden betrugen 3,2 Millionen Franken. Der Verein Wettingen 93 wurde gegründet und spielte in der 5. Liga. Heute gehören die Aargauer der 2. Liga regional an.
Lugano
Im März 2003 wurde der Konkurs über den FC Lugano verhängt. Ein Nachlassvertrag mit den Gläubigern des mit 73,5 (!) Millionen Franken verschuldeten Vereins war gescheitert. Bereits im Sommer 2002 waren die Tessiner zwangsrelegiert worden, einige Monate nachdem Präsident Helios Jermini freiwillig aus dem Leben geschieden war. Die neu gegründete AC Lugano spielt dank der Fusion mit Malcantone Agno in der Challenge League.
Lausanne-Sports
Nach der Zwangsrelegation im Sommer 2002 ging der mit 6,5 Millionen verschuldete Klub im März 2003 konkurs. Der Neustart erfolgte in der 2. Liga interregional. Derzeit spielt das neu gegründete Lausanne-Sport in der 1. Liga und zieht bei Heimspielen überdurchschnittlich viel Publikum an. (bsp)
Die Krise spielte häufig mit
Servette Genf wird seinen 115. Geburtstag nicht in der Super League feiern. Über 104 Jahre hatte der Verein der Schweizer Fussballelite angehört. Eine Geschichte, geprägt von sportlichem Erfolg und finanzieller Not, findet ein vorläufiges Ende. Die letzten Jahre waren für den Servette FC ein steter Kampf gegen den Konkurs. Die Resultate auf den Fussballfeldern wurden zur Nebensache, in die Schlagzeilen geriet der 17-fache Meister vorwiegend wegen seiner finanziellen Misere. Die Stadt Genf verfolgte den Untergang ihres bedeutendsten Fussballklubs beinahe emotionslos. Die Mobilisation der Fans blieb bis zuletzt gering. Eine Solidaritätskundgebung kam erst im zweiten Anlauf zustande, der zögerliche Spendenaufruf brachte kaum Geld ein; Wirtschaft und Politik zeigten sich völlig desinteressiert. Servette hatte sich in den letzten Jahren von seiner Stadt entfremdet. Zuletzt musste es in Frankreich, Spanien, Russland oder Katar nach Geldgebern suchen.
Polysportiv und erfolgreich
Lange Zeit, bis in die Achtzigerjahre, galt Servette als Genfer Statussymbol. Der polysportive Verein zählte unter seinen Mitgliedern einflussreiche lokale Persönlichkeiten, stellte neben einer erfolgreichen Fussballmannschaft auch Basketball-, Tennis-, Handball-, Eishockey- oder Volleyballteams. Er konnte sich der Unterstützung der Stadt, des Kantons und der Romandie sicher sein.
Die lokale Verwurzelung half dem Verein jahrelang, sich aus finanziellen Krisen zu retten. Als Servette 1934 ein erstes Mal die Bilanz deponieren musste, konnte es auf den Support einflussreicher Persönlichkeiten zählen. Unter der Leitung von Gabriel Bonnet, zwischen 1915 und 1927 Servette-Präsident und später Fifa-Vizepräsident, entkam der renommierteste Sportklub der Westschweiz dem finanziellen Absturz.
Meister ohne Niederlage
Nach einer Umstrukturierung und einer sportlichen Durststrecke gewann der Genfer Verein 1940 seinen neunten Meistertitel, ohne eine einzige Niederlage hinnehmen zu müssen. 19 Siege, 3 Unentschieden und ein Torverhältnis von 64:14 in 22 Spielen sind auch in Zeiten einer allgegenwärtigen FCB-Dominanz eine eindrückliche Bilanz. Doch vor allem in den folgenden zwei Jahrzehnten erarbeitete sich der SFC den Ruf, einen technischen und spektakulären Fussball zu spielen. Damals kamen regelmässig über 20 000 Zuschauer in die Charmilles, um «Lulu» Pasteurs Dribblings und Jacky Fattons Tore zu sehen.
Vier Titel in einem Jahr
Ende der Siebzigerjahre verzückte das Mittelfeldtrio Schnyder/Barberis/Andrey die Genfer Fussballliebhaber und sorgte 1979 für die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte. Ausser dem einzigen Double gewannen die Grenats damals den Ligacup und den Alpencup. Einzig im Meistercup, den sie 1955 mit einer Erstrundenbegegnung gegen den späteren Sieger Real Madrid als erstes Schweizer Team bestritten hatten, mussten sie sich geschlagen geben.
Bis Anfang der Neunzigerjahre und der nächsten finanziellen Krise sammelte Servette, ursprünglich als Rugbyklub gegründet, regelmässig Titel und stellte neben den Grasshoppers am meisten Schweizer Nationalspieler. 1991 rettete der französische Milliardär Paul-Annick Weiller mit Investitionen von rund 14 Millionen Franken den Verein vor dem Fall in die Bedeutungslosigkeit. Er war es auch, der 1997 den Kontakt zum Medienunternehmen Canal plus herstellte. Der neue französische Investor wurde den in ihn gesetzten Hoffnungen aber nicht gerecht.
Aktienmehrheit für 1 Franken
Nach dem Rückzug von Canal plus 2002 übernahmen der Franzose Michel Coencas und kurz darauf eine Genfer Investorengruppe die Präsidentschaft. Doch bereits nach wenigen Monaten stand diese mit dem Rücken zur Wand. Die verzweifelte, monatelange Suche nach neuen Geldgebern endete im Februar 2004. Der ehemalige Spieleragent Marc Roger, auch er ein Franzose, erhielt die Aktienmehrheit der mit über vier Millionen Franken verschuldeten Servette AG für den symbolischen Preis von einem Franken.
Der vermeintliche Retter beschleunigte mit seiner nicht nachvollziehbaren Transferpolitik den Zerfall. Sein Ziel von einem Zuschauerschnitt von 15 000 erwies sich als genauso utopisch wie die Ankündigung, um den Meistertitel mitzuspielen. In den letzten Jahren wollten jeweils nur noch wenige Tausend die Spiele der Servettiens sehen. In der Charmilles kamen zuletzt selten mehr als 5000 Fans, und auch nach dem Umzug ins Stade de Genève hielt sich der Publikumszuspruch mit einem Zuschauerschnitt von rund 8500 in Grenzen.
Heute steht Servette, das sich als einziger Schweizer Verein seit 1900 in der höchsten Liga hatte halten können, vor einem Neuanfang. Die Zeit der grossen Namen ist vorbei. Vorläufig werden keine hochkarätigen Ausländer wie Christian Karembeu, Karl-Heinz Rummenigge oder Sonny Anderson und keine Nationalspieler wie Alex Frei, Patrick Müller oder Johann Lonfat ihre Zelte in Genf aufschlagen. In der 1. Liga muss sich der Verein wieder hocharbeiten, getreu der Devise der Stadt Genf: post tenebras lux, nach der Finsternis das Licht.
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Rino
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Verfasst: Dienstag 8. Februar 2005, 23:30 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Genfer Stadion-Blues
Servette ist bankrott – und das Stade de Genève noch nicht einmal fertig finanziert
Nach dem Konkurs des FC Servette steht Genf vor der nächsten Zitterpartie: Das Fussballstadion, in dem 2008 EM-Spiele stattfinden sollen, ist noch nicht fertig finanziert. Im April müssen die Stimmbürger einen Nachtragskredit von 2,5 Millionen bewilligen.
Viele Genfer waren des wochenlangen Seilziehens um den Servette FC und der leeren Versprechungen von Präsident Marc Roger derart überdrüssig, dass sie auf den letzten Freitag verhängten Konkurs nur noch mit Erleichterung reagierten. Die Furcht um den Ruf ihrer Stadt, den sie durch Rogers unsägliches Finanzgebaren in den Schmutz gezogen sahen, hatte über die Hoffnung gesiegt. Als «extrem negativ für das Image der Stadt» bezeichnete Genfs liberaler Stadtpräsident Pierre Muller die Sache, und der freisinnige Fraktionschef im Stadtparlament, Pierre Maudet, ärgerte sich: Genf mache sich in der ganzen Schweiz lächerlich mit dieser Affäre, die als typische «Genevoiserie» erscheine. In diesen tristen Zeiten suchte der sozialdemokratische Genfer Regierungsrat Laurent Moutinot derweil Trost im Schicksal anderer. Im Unterschied zu Zürich habe es Genf doch immerhin geschafft, ein neues Fussballstadion zu bauen, liess er sich im «Matin» zitieren.
Langer Weg zum Stadion
Auch das elegante neue Stadion ist allerdings kein Ruhmesblatt: Es hat fast doppelt so viel gekostet wie veranschlagt und ist zudem noch nicht fertig bezahlt. Dass aus den budgetierten 68 Millionen im Laufe der Jahre 120 Millionen geworden sind, hat verschiedene Ursachen: Der Europäische Fussballverband (Uefa) änderte die Normen und verlangte 30 000 statt 25 000 Plätze. Wegen der Nähe des Stadions zum SBB-Bahnhof La Praille mussten die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden. Und weil die erste Baufirma Konkurs ging, kam es zu Verzögerungen. Kritiker brandmarken zudem die Führung des Dossiers durch die Behörden. Vorwürfe hagelte es vor allem gegen den vormaligen Stiftungsratspräsidenten, PdA-Stadtrat und Sportdirektor André Hediger. Der in Sportlerkreisen beliebte Exekutivpolitiker war bereits wegen der abgestürzten Genfer Casino-Kandidatur in die negativen Schlagzeilen geraten. Hediger hat sich nach Vorwürfen Moutinots, er werfe das Geld der Steuerzahler zum Fenster hinaus, schmollend aus der Stiftung zurückgezogen.
Beklagt wird einmal mehr auch die mangelnde Koordination zwischen Stadt und Kanton sowie die unklare Verteilung der Kompetenzen. Angesichts seiner Beteiligung von über 20 Millionen Franken hätte der Kanton laut einem Untersuchungsbericht die Führungsrolle übernehmen müssen. Als unglücklich erwies sich im Nachhinein zudem, dass die Stiftung dem Drängen Marc Rogers nachgab und ihm auch den Betrieb des Stadions anvertraute. Das Ergebnis ist bekannt: Mit dem Konkurs des FC Servette ging auch die mit 1,5 Millionen Franken verschuldete Betreibergesellschaft Bankrott. Insider berichten, das Zugeständnis an Roger gehe auf das Konto des abgewählten FDP-Regierungsrats Gérald Ramseyer. Ramseyer ist seinen Posten als Vertreter des Kantons bei der Uefa inzwischen los.
Für Konzerte ungeeignet
Irgendwie sollte das Stadion aber auch ohne Spitzenfussballklub betrieben werden, mit Freundschaftsspielen oder doch wenigstens mit Konzerten, heisst es in Genf. Doch nach dem Auftritt des französischen Alt-Rockers Johnny Halliday im Sommer 2003 hagelte es Kritik; die Veranstaltung von Konzerten im Stade de Genève ist unpraktisch und teurer als geplant. Das gerichtliche Nachspiel mit Klage und Gegenklage ist noch im Gange.
In der verfahrenen Situation muss die Stadt Genf am 24. April einen Nachkredit von 2,5 Millionen Franken bewilligen. Von diesem machen die anderen Stiftungsmitglieder ihre Anteile abhängig. Vermutlich sei der Bevölkerung ein Ja zum Kredit nach dem Konkurs Servettes noch etwas schwieriger zu vermitteln, fürchtet Pierre Maudet, auch wenn streng genommen kein direkter finanzieller Zusammenhang zwischen Stadion und Klub bestehe.
«Nein wäre ein Eigentor»
Einen indirekten Zusammenhang gibt es indes schon: Immerhin haben Stadt, Kanton und Private das Stadion ursprünglich für Servette gebaut. Bei einem Nein prophezeit Maudet ein Katastrophenszenario. Kämen die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nach, könnte die Baufirma Zschokke dank einer Hypothek auf den ausstehenden 10 Millionen das Stadion für ein Butterbrot übernehmen. Rund 60 Millionen Franken an öffentlichen Geldern würden so in den Sand gesetzt, sagt Maudet. «Das wäre dann ein klassisches Eigentor.»
Quelle, Der Bund, 8.2.2005
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 10. Februar 2005, 23:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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news.ch, 10.2.2005
Servette-Aktien
Mit einer Politik der kleinen Schritte geht Servette möglicherweise doch noch der Verhinderung des Konkurses entgegen. Nun ist auch Ex-Präsident Michel Coencas bereit, den Aktienanteil (30 Prozent) an die potentiellen syrischen Investoren abzutreten.
Coencas weilte am Donnerstag in Paris, wo er mit den Financiers aus dem Nahen Osten verhandelte. "Ich traf ernsthafte, liebenswerte Leute. Wir gehen in die gleiche Richtung", sagte Coencas. Er müsse noch einige Abklärungen treffen, aber im Prinzip sei er bereit, sein Aktienpaket am Freitag abzutreten.
Bevor sie vor das Gericht treten, um den bereits ausgesprochenen Konkurs rückgängig zu machen, wollen die Syrer indessen offenbar absolut sicher sein, dass die acht Spieler, die schon bei anderen Klubs unterschrieben haben (Karembeu, Ziani, Hassli, Calla, Kata, Kader, Portillo, Edu), keine Forderungen stellen mit Ausnahme der ihnen zustehenden vier Monatslöhne.
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shalako
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 22:41 |
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news.ch, 14.2.2005
Servette -- Rekurs oder Konkurs?
Servette Genf hatte bis am späten Montagabend keinen Rekurs gegen den Konkurs eingereicht. Es blieben noch Details zu regeln, wie die syrische Gruppe und neue Mehrheitsaktionärin verlauten liess. Die Rekursfrist läuft um Mitternacht ab.
Bevor die Investoren aus dem Nahen Osten die versprochene Bankgarantie in Höhe von 15 Millionen Franken vorlegen, wollen sie sich gegen eventuelle Forderungen der ehemaligen Spieler schützen.
Die Syrer sind bereit die vier ausstehenden Monatslöhne zu bezahlen, nicht aber die Lohneinbussen die für die Spieler durch einen Wechsel entstanden sind.
Um sich rechtlich abzusichern, mussten die in den letzten Wochen transferierten Spieler eine Verzichtserklärung einreichen. Scheinbar sind noch zwei Déchargen -- es ist die Rede von Christian Karembeu und Stéphane Ziani -- ausstehend.
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shalako
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 23:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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bluewin.ch,14.2.2005
Servette legte Rekurs ein
Servette Genf hat gegen den vom Handelsgericht verhängten Konkurs Berufung eingelegt. Nur wenige Stunden vor dem Ablauf der Frist verschickte die syrische Gruppe und neue Mehrheitsaktionärin das Rekursbegehren und eine Bankgarantie.
[Si] - Eine schnelle Beurteilung des Genfer Gerichts ist nicht zu erwarten. Der zuständige Richter wird das Schreiben und die Garantien der Gruppe aus dem Nahen Osten minutiös begutachten. Erst am Mittwoch dürfte er über das endgültige Schicksal der Servette-Profiabteilung befinden.
Bis dahin verstreicht wertvolle Vorbereitungszeit für die noch rund 13 im Servette-Kader verbliebenen Spieler. Das Trainingszentrum der Grenats ist wegen des Konkurs' seit dem 4. Februar zugesperrt und für die Mannschaft nicht mehr zugänglich. Doch im Fall einer Rettung müsste Servette bereits am kommenden Sonntag gegen die Grasshoppers zum Rückrundenstart antreten.
Am Montag bangte Servette bis spät in den Abend, ob der Rekurs überhaupt eingereicht werden könnte. Die Syrer wollten sich gegen eventuelle Forderungen der ehemaligen Spieler schützen und warteten auf die letzten Verzichtserklärungen. Scheinbar hielt der ehemalige Eigentümer Marc Roger die Déchargen von Christian Karembeu und Stéphane Ziani lange Zeit zurück.
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