sport.ch, 17.02.2011
Werden diese Männer endlich abgelöst?Unglaubliche sechs Jahre ist es her, dass der FC Thun zuhause einen Derby-Sieg gegen YB feiern konnte. Nun nehmen die Berner Oberländer einen nächsten Anlauf, um die ''Städter'' zu bezwingen. 4-4-2.com erinnert sich zurück an den 7. August 2004...
Wir schreiben den 7. August 2004, im Stadion Stadion Lachen steigt das zweitletzte Derby der Saison. Die Erwartungen sind gross, das Heimteam startete mit zwei Siegen (gegen Servette und Aarau) und einer Niederlage (gegen den FCZ) in die Saison.
Auch YB ist in Form, die Berner kommen von einem 6:1 gegen Schaffhausen. Allerdings scheiterten die Gelb-Schwarzen in der Champions-League-Qualifikation gegen Roter Stern Belgrad.
Thun-Sportchef Andres Gerber: DoppelpackDie Mehrheit der 6'800 Fans hofft auf einen Sieg der Gastgeber. Das Spiel beginnt nach ihrem Gusto, schon in der 11. Minute gelingt dem von Wil gekommenen Mauro Lustrinelli sein zweites Saisontor - keiner ahnt, dass 18 weitere in dieser Spielzeit folgen werden. Alles läuft nach Plan, das 2:0 durch den heutigen Sportchef Andres Gerber kurz nach der Pause versetzt die Fans in Ekstase.
Dann müssen sie aber doch noch zittern, als Thomas Häberli, der mit Stéphane Chapuisat das YB-Sturmduo bildet, verkürzt. Schliesslich darf sich Trainer Hanspeter Latour doch noch freuen, als Gerber kurz vor Schluss mit seinem zweiten Tor das 3:1 erzielt. Der Mist ist geführt, der Jubel grenzenlos. Wohl kaum einer denkt in diesem Moment daran, dass es für lange, lange Zeit der letzte Heimsieg gegen YB sein wird.
Nur noch Marco Wölfli ist dabei...8 Mal werden es die Thuner in der Folge versuchen, zuhause zu gewinnen - und immer scheitern. Die Serie hält auch jetzt, fast sieben Jahre später, noch immer an. Spieler kamen und gingen in dieser Zeit, vom aktuellen Kader der beiden Teams kann sich einzig Marco Wölfli an jenen Tag erinnern - alle anderen beendeten ihre Profikarriere oder wechselten den Verein.
Während sich YB seither immer in der Super League halten, aber keinen Titel gewinnen konnte, gab es für Thun eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle: Zwei Ab- und Aufstiege folgten, ebenso das unvergessliche Märchen in der Champions League.
Hat die Serie endlich ein Ende?Am kommenden Sonntag wird die Königsklasse weit weg sein, wenn im Lachenstadion Spiel Nummer 9 seit dem Augusttag im Jahr 2004 steigt. Für den einen oder anderen Thun-Fan wäre aber ein Sieg über YB gefühlsmässig fast gleich viel wert... (mag)
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