Berner Zeitung, 29.11.2010
Von Nef bis DoubaiAlain Nef und Christoph Spycher sind beim 2:1-Heimsieg gegen Sion die stärksten Berner Spieler.
Marco Wölfli, Note 4,5
Dürfte ziemlich gefroren haben, wurde er doch selten geprüft. Bei seinen Interventionen souverän und sicher, chancenlos beim Treffer Sions zum 1:1.
Scott Sutter, Note 4
Willig, aber auch teilweise fahrig und mit weniger Offensivaktionen als gewohnt. In der Defensive relativ solid.
Alain Nef, Note 5
Nach mühevollem Start der beste Berner Defensivspieler. Tolles Stellungsspiel und starke Tacklings. Vor dem Sion-Tor konnte er Dragan Mrdja nicht am Schuss hindern – Rodrigo erzielte am hinteren Pfosten den Ausgleich.
François Affolter, Note 3,5
Eigentlich eine starke Leistung. Aber: Der 19-Jährige leistete sich (nicht zum ersten Mal) einen unerklärlichen Aussetzer. Sein Ballverlust, als er an der Mittellinie den wirbligen Giovanni Sio anschoss, führte zum Treffer Sions.
Ammar Jemal, Note 4,5
Der begnadete Zweikämpfer fightete als Linksverteidiger auch gegen Sion beherzt. Und schlug vorne diesmal auch die eine oder andere brauchbare Flanke.
Thierry Doubai, Note 2,5 Das Talent blieb wieder einmal den Nachweis seiner Fähigkeiten schuldig. Viele Fehlpässe, zudem mit wirren Aktionen und ohne Gefühl für den Raum. Verstolperte in der 72.Minute eine ausgezeichnete Gelegenheit kläglich, als ihm der Ball bei der Annahme meterweit versprang.
Christoph Spycher, Note 5
Der Chef und Dirigent im Aufbau. Eroberte viele Bälle, zweikampfstark und fleissig, trieb YB immer wieder an. Auch vor dem 2:1-Siegestor beschleunigte er den Angriff mit einem klugen Pass.
Senad Lulic, Note 4,5
Enorm viel unterwegs, mit Licht und Schatten. Schoss das 1:0, verschleppte aber auch immer wieder den Spielfluss.
Moreno Costanzo, Note 4
Dem Regisseur gelang es selten, das Spiel an sich zu reissen. Blieb relativ unauffällig.
David Degen, Note 4
Der Flügel rochierte wie gewohnt mit Lulic, vermochte sich aber für einmal selten in Szene zu setzen und blieb mit erstaunlich wenig Einfluss. Vor dem 2:1 aber lancierte er Bienvenu mit einem schnellen Pass am linken Flügel.
Emmanuel Mayuka, Note 4,5 Durfte erneut – wie beim 2:1-Sieg in Kriens im Cupachtelfinal – beginnen – und rechtfertigte seine Nomination mit viel Laufaufwand. Der Angreifer hatte es gegen die starken Sion-Innenverteidiger Adailton und Michael Dingsdag aber trotz guten Bewegungen nicht immer leicht.
Henri Bienvenu, Note 4,5 Kam in der 75.Minute für Doubai und für die Schlussoffensive – und bereitete das Siegestor des noch später eingewechselten Marco Schneuwly vor.
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