sf.tv, 05.11.2010
Andreasen schiesst YB ab Durch zwei Treffer von Hans Henrik Andreasen hat Odense in der Europa League gegen die Young Boys mit 2:0 gewonnen. Dank der Schützenhilfe von Stuttgart (3:0-Sieg in Getafe) stehen die Berner Chancen auf ein Weiterkommen nach wie vor gut.
Stuttgart, das auch nach dem 4. Spieltag noch mit weisser Weste dasteht, hat sich vorzeitig für die Sechzehntelfinals qualifiziert. Dahinter liegt YB mit 6 Punkten unverändert auf Rang 2. Odense und Getafe haben je 3 Zähler auf ihrem Konto. In der nächsten Runde empfängt der Schweizer Vize-Meister den Bundesligisten.
Toller Freistosstreffer Der gefeierte Spieler in Dänemark war Hans Henrik Andreasen. Der Mittelfeldspieler erzielte beide Tore zum verdienten Erfolg.
In der 12. Minute war er nach einem stehenden Ball zur Stelle und schoss das Leder aus kurzer Distanz ins Netz. Der 2. Treffer nach genau einer Stunde war das unbestrittene Highlight der Partie: Andreasen lief von halblinks zum Freistoss an und drosch den Ball aus rund 30 Metern über die Mauer wunderbar in den Winkel.
Die Mannschaft von Vladimir Petkovic, bei der Goalie Marco Wölfli verletzt fehlte und der angeschlagene David Degen erst in der 67. Minute eingewechselt wurde, vermochte in der verbleibenden Zeit nicht mehr zu reagieren. Das 2:0 für Odense ging deshalb in Ordnung, weil man den Eindruck nicht loswurde, als ob nur die Dänen Aufwand betrieben.
Zwei Chancen vor der Pause Die besten Torchancen hatten die Gäste kurz vor der Pause vergeben. In der 37. Minute kam Alberto Regazzoni zum ersten Torschuss, Odenses wieder genesener Stammgoalie Roy Carroll (ex Manchester United) wehrte den Versuch aber mit der Fussspitze ab.
Ansonsten brauchte der nordirische Routinier kein einziges Mal (!) mehr einzugreifen. Auch nicht bei der Grosschance von Henri Bienvenu, der aus aussichtsreicher Position das Ziel verfehlte.
Stuttgart ist durch Getafe leistete sich gegen Stuttgart verhängnisvolle Aussetzer in der Abwehr. Dem wegweisenden 0:1 des Rumänen Ciprian Marica in der 26. Minute war ein haarsträubender Fehlpass von Derek Boateng vorausgegangen.
Beim 0:2 konnte der eingewechselte Timo Gebhart nach einem Zuspiel von Mauro Camoranesi mutterseelenalleine einschieben. Und beim 0:3 war Martin Harnik ebenso unbehelligt. Der Österreicher traf gar auf akrobatische Art und Weise (im Liegen per Kopf), nachdem er ausgeglitten war.
Dass sich Stuttgarts Trainer Jens Keller am Ende doch noch ärgern musste, lag an Marica. Der Stürmer liess sich zu einer Unsportlichkeit hinreissen. Während eines Unterbruchs zupfte er bei einem Rencontre Javier Casquero am einen Ohr und wurde des Feldes verwiesen. Der Rumäne fehlt am 1. Dezember gegen YB.
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