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Tasanzeiger, 04.10.2010
Luzern weiter auf der Erfolgswelle
Dank Goalie Zibung schlug der Leader YB 2:0, das nun 10 Punkte Rückstand auf den FCL aufweist.
Es schien, als würde das Gersag in den Grundfesten wanken; wie eine gewaltige Welle brandete der Jubel der Luzerner durch das Stadion in Emmenbrücke.
Luzerns Elsad Zverotic, der am Freitag mit Montenegro gegen die Schweiz spielen wird, hatte in der 79. Minute die Situation blitzschnell erkannt, erlief sich das geniale Zuspiel von Hakan Yakin und traf zum 1:0.
Alle im Stadion ahnten es: Das war die Vorentscheidung, die Erlösung für die Luzerner, die sich vorab in der zweiten Halbzeit von den Young Boys hatten dominieren lassen müssen. Die Berner schienen trotz dem kräfteraubenden Spiel am Donnerstag beim 2:0 in der Europa League gegen Getafe in der Schlussphase mehr Energie zu haben.
Doch auf diesen Treffer von Zverotic vermochten sie nicht mehr zu reagieren. Pech, Unvermögen aber auch ein hervorragender FCL-Goalie David Zibung waren die Ursachen, weshalb die Young Boys trotz hervorragenden Möglichkeiten ohne Tor blieben. David Degen lief in der 35. Minute auf Zibung zu – und traf den Pfosten. Sieben Minuten später sah Degen bei seiner nächsten grossen Möglichkeit seinen Schuss glänzend abgewehrt. Und als Mayuka nach gut einer Stunde Zibung ausspielen wollte, verlor er den Ball gegen den Luzerner Torhüter.
YB: 9 Chancen, 0 Tore
Die Bilanz für die Berner, die mit derselben Startformation aufgelaufen waren wie am Donnerstag gegen Getafe, präsentiert sich ernüchternd: 9 Chancen – 0 Tore.
Die Luzerner aber surfen auf der Erfolgswelle, sie haben einen Lauf. Nach gutem Beginn und zwei vergebenen Chancen von Paiva, gerieten sie in Schwierigkeiten. Trainer Rolf Fringer rutschte bis zum erlösenden 1:0 unruhig auf seinem Sitz hin und her, und sein Assistenz Petar Aleksandrov bekannte nach dem Schlusspfiff mit einem Lächeln: «Ich wäre mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber nun gewinnen wir auch dieses Spiel.»
Mit umgestellter Abwehr, Lukmon und Fanger spielten für die gesperrten Lustenberger und Veskovac, Zverotic rückte ins defensive Mittelfeld, hielten die Luzerner dem Berner Ansturm stand. In der Offensive sorgte wieder Hakan Yakin für den entscheidenden Pass. Das 2:0 in der Nachspielzeit erzielte Pacar fünf Sekunden nach seiner Einwechslung mit der ersten Ballberührung. Auch das passte zu diesem Spiel. «Es ist ein herrlicher Sieg», sagte Fringer, räumte aber ein: «Beide Teams hätten den Sieg verdient, weil beide Mannschaften offensiv spielten und sich beide Mannschaften Chancen erspielten.»
Zibung unter Beobachtung
Fringer sprach auch vom Glück, das sie beanspruchten, und lobte seinen Torhüter. «David Zibung hat vier-, fünfmal fantastisch gerettet, er blieb auf den Beinen, sprang nicht herum wie ein Hampelmann, wie man das bei vielen Goalies sieht. Er hat seinen Körper super eingesetzt.»
Sollte Diego Benaglio wegen seiner Leistenverletzung die beiden Länderspiele absagen müssen, wird wahrscheinlich Zibung als dritter Goalie nachnominiert, erklärte Willi Weber, der Torhüter-Trainer der Nationalmannschaft, der gestern auf der Gersag als Beobachter anwesend war.
_________________ For Ever
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