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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:21 
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Berner Zeitung, 17.09.2010

Ohne Mut, Klasse und Gegenwehr

YB hat im Startspiel der Europa League in Stuttgart schwer enttäuscht. Die Berner agierten mutlos und waren bei der 0:3-Niederlage absolut chancenlos. Sie stiessen brutal an ihre Grenzen und müssen sich deutlich steigern.

Am Ende, ja, da hätten die Young Boys problemlos auch 0:6 verlieren können. Ihr Goalie Marco Wölfli rettete mehrmals in extremis, doch auch trotz seiner fantastischen Paraden blieb YB beim Startspiel in der Europa League in Stuttgart chancenlos. Der 3:0-Erfolg des Bundesligisten war verdient, logisch und gemessen an den Spielanteilen und Torchancen noch viel zu knapp. «Wir haben zu wenig Zweikämpfe gewonnen und waren vorne nicht konsequent genug», sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic treffend.

Die Entstehung des zweiten Tores Stuttgarts war dabei exemplarisch für die gesamte Begegnung. YB-Verteidiger Ammar Jemal agierte an der Mittellinie viel zu zögerlich und langsam gegen Cacau, der sich kraftvoll durchsetzte und Mitspieler Christian Gentner bediente. Der Mittelfeldspieler traf in der 59. Minute mit einem satten Schuss zum 2:0 und beseitigte die letzten Zweifel am Ausgang der Partie. YB lehnte sich nie gegen die Niederlage auf, im Gegenteil, die Gäste waren mutlos gestartet und brachten es sogar fertig, sich gegen Spielende noch weniger zuzutrauen als vorher.

Stuttgarts Wucht

Stuttgart war die klar bessere von zwei Mannschaften, denen es nach den enttäuschenden Ergebnissen zuletzt in der Liga spürbar an Vertrauen, Passsicherheit und Abstimmung fehlte. Akteure wie Cacau oder sein Sturmpartner Pawel Pogrebnjak erreichen auch dann ein gewisses Niveau, wenn die Laufwege kompliziert und das Verständnis füreinander eher nicht ausgeprägt vorhanden sind. Und so war es der wuchtige Pogrebnjak, der YB-Verteidiger Alain Nef in der 23. Minute mal wieder überlief und clever einen Elfmeter provozierte. Cacau bezwang Goalie Wölfli mit ein wenig Glück zur 1:0-Führung. Und hätten die Stuttgarter bei weiteren Gelegenheiten nicht mehrmals neben oder übers Tor geschossen, die Begegnung wäre bereits zur Pause entschieden gewesen. «Wir hatten eindeutig zu viele Ballverluste und sind gar nie richtig ins Spiel gekommen», kritisierte Vladimir Petkovic.

YB fehlte es an Klasse

In der zu Beginn munteren, später langweiligen ersten Halbzeit waren die Young Boys bloss in der Startphase zu Halbchancen gekommen. Früh schon, in der 9. Minute, war es Ammar Jemal, der den Ball nach einem Eckball nur knapp neben das Tor setzte. Bis rund 25 Meter vors Stuttgart-Tor kombinierten die Gäste am Anfang noch relativ hübsch. Spielmacher Moreno Costanzo hatte ab und zu eine gute Idee, doch ganz vorne fehlte es den Bernern an Entschlossenheit und Präzision, Gefährlichkeit und vor allem Klasse, um den Bundesligisten mit dem starken, souveränen und eleganten Abwehrchef Serdar Tasci in Gefahr zu bringen. Tasci war es kurz vor Schluss vergönnt, das 3:0 zu erzielen. Stuttgart erfüllte seine Pflichtaufgabe gegen YB jedenfalls mühelos und ohne zu brillieren – und gewann nach zahlreichen Negativerlebnissen zuletzt an Selbstvertrauen.

Einige Umstellungen bei YB

YB-Trainer Vladimir Petkovic war ja vor der Partie zu umfangreichen personellen Umbaumassnahmen gezwungen gewesen, weil gleich drei Stammspieler ausfielen. Er bewies nicht unbedingt eine glückliche Hand. In der Abwehr, wo der verletzte Chef Emiliano Dudar fehlte, rückte Zugang Alain Nef auf die rechte Seite und Jemal in die Mitte, sodass Christoph Spycher hinten links agieren musste. Scott Sutter spielte im 4-2-3-1-System rechts im Mittelfeld, und weil mit David Degen und Senad Lulic gleich beide gesetzten Flügelspieler gesperrt waren, tauchte auf der linken Seite mit Marco Schneuwly überraschend ein Stürmer auf, der seine Stärken bisher eher im Zentrum nachgewiesen hatte. Schneuwly rochierte mit Henri Bienvenu, agierte aber wenig zwingend – wie fast alle Mitspieler.

Und so sind die Young Boys mit einer deutlichen Niederlage in die Europa League gestartet. Weil auch der andere Gruppenfavorit Getafe sein Heimspiel gegen Odense (2:1) gewann, stehen die Berner in den zwei kommenden Heimspielen gegen Getafe (30. September) und Odense (21. Oktober) bereits unter Druck. Mit solch schwachen Leistungen wie gestern wird es unmöglich sein, Rang 2 zu erreichen und europäisch zu überwintern. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, heisst die Realität für YB morgen nicht mehr Stuttgart, sondern Spiez – und der erste Cupmatch.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Ohne-Mut-Klasse-und-Gegenwehr-/story/27089039?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:22 
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Berner Zeitung, 17.09.2010

Berner Ernüchterung in der roten Tristesse

Die Young Boys wirken nach der Niederlage ratlos. Xavier Hochstrasser verlangt im Cupspiel in Spiez eine heftige Reaktion.

Trotz später Stunde bewegt sich auf der Baustelle der Mercedes-Benz-Arena noch etwas. Während der VfB Stuttgart und YB auf dem Rasen ihre erste Partie in der Europa League spielen, kraxelt auf der Baustelle hinter dem südlichen Tor Gastgeber-Personal umher, um die Bälle zwischen Armierungseisen und Betonpfeiler wieder herauszufischen. Das Stuttgarter Stadion befindet sich noch bis nächsten Sommer im Umbau. Die Arena soll vom etwas kargen Leichtathletikstadion zum Schmuckstück werden, der Rasen wird abgesenkt und die Zuschauer rücken näher ans Geschehen heran. Die teuren Investitionen werden mit einem würdigen Eröffnungsspiel veredelt: Deutschland - Brasilien.

Wenig Interesse am Gast

Das Stadion ist trotz Auftakt zur europäischen Saison spärlich besetzt. Letztes Jahr waren in der Champions League Schwergewichte wie Barcelona zu Gast im Stadion am Neckar. YB vermag nicht ganz so viele Zuschauer ins Stadion zu locken. Mit 15476 Besuchern ist die Light-Version der Mercedes-Benz-Arena nur gerade zu einem Drittel gefüllt, bereits morgen dürfte sie gegen Borussia Mönchengladbach wieder ausverkauft sein. Dennoch hüpfen in den Startminuten zwei muntere Fanblöcke um die Wette. Aus Bern sind über 1200 Supporter angereist, die für einen angenehmen Farbtupfer in der Einöde der meist leeren, roten Schalensitze sorgen.

Der VfB Stuttgart erwischt unter den Augen der Zwillinge David Degen (YB, gesperrt) und Philipp Degen (Stuttgart, krank) einen schwungvollen Start. Im harmlosen YB-Mittelfeld vermag auch Xavier Hochstrasser in der Offensive keine Akzente zu setzen. Mit leiser Stimme beantwortet der Romand nach dem Spiel die Fragen der Journalisten. Hochstrasser ortet Mängel bei der Konzentration, bezeichnet das erste Gegentor als «Knackpunkt und Anfang unserer Niederlage». Im Cupspiel gegen Spiez am Samstag verlangt der Mittelfeldspieler eine heftige Reaktion: «Wir müssen angreifen, wir müssen das Spiel bestimmen.» Niedergeschlagen schlurft auch Alberto Regazzoni Richtung Garderobe. Mit gesenktem Blick spricht der in der 62. Minute eingewechselte Tessiner von einer «klaren Niederlage». Beinahe etwas trotzig mutet es an, wenn er sagt: «Wir haben nicht schlecht gespielt, aber leider kein Tor erzielt.» Eine ernüchternde Bilanz der Berner in der halbleeren Tristesse des halbfertigen Stuttgarter Stadions.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Berner-Ernuechterung-in-der-roten-Tristesse/story/25127923?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:27 
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Berner Zeitung, 17.09.2010

«Gross ist noch lange nicht aus dem Schneider»

Zumindest hat YB die Lage für Christian Gross in Stuttgart etwas entschärft. Mit einer schwachen Leistung hat das Team von Vladimir Petkovic den VfB moralisch womöglich wieder aufgebaut. Doch schon morgen wartet auf Gross ein ganz anderes Kaliber.

Hätte sich YB-Keeper Marco Wölfli nicht in Länderspielform präsentiert, wäre die 0:3-Niederlage noch viel höher ausgefallen. YB hat in dieser ersten Partie in der Europa League wahrlich keine Image-Werbung für den Schweizer Fussball gemacht. «Auf diesen Sieg kann sich der VfB Stuttgart tatsächlich nichts einbilden», sagt der ehemalige Schweizer Nationalkeeper Jörg Stiel gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz.

YB habe harmlos gespielt und sich dem Schicksal fast ohne Gegenwehr hingegeben. «Für YB hätte gegen ein durch drei Niederlagen in der Meisterschaft verunsichertes Stuttgart doch viel mehr drin liegen müssen», sagt Stiel. Er hätte von den Bernern mehr Mut zum Risiko erwartet.

Gross muss weiter um seinen Job bangen

Morgen geht es für den Tabellenletzten VfB Stuttgart wieder um Bundesligapunkte, wovon er nach drei Spielen noch keinen einzigen Zähler auf dem Konto hat. Gross muss weiterhin um seinen Job bangen. Auf der gegnerischen Bank sitzt diesmal auch Jörg Stiel. Der Talkmaster der Sendung «Kick-it» im Schweizer Sportfernsehen ist zurzeit Berater bei Borussia Mönchengladbach, der in Stuttgart zu Gast ist.

Stiel verspricht Gross einen heissen Tanz. «Wir werden in Stuttgart ganz anders und viel aggressiver auftreten als YB», prophezeit er. Stuttgart sei eine Mannschaft, die taktisch relativ leicht auszurechnen sei.

Gladbach will Gross die vierte Niederlage in Serie beibringen

Stiel kennt die Bundesliga-Szene auch als ehemaliger Torhüter von Gladbach. «Auch wenn Gross jetzt das erste Spiel gewonnen hat, ist er im Heimspiel gegen uns geradezu zum Siegen verdammt», ist Stiel überzeugt. Bei einer allfälligen vierten Niederlage sei im Stuttgarter Umfeld mit Garantie der Teufel los. «Wohl auch schon bei einem Unentschieden», mutmasst Stiel. Gross sei noch lange nicht aus dem Schneider.

Gladbach sei heiss auf Wiedergutmachung. «Wir haben im letzten Heimspiel gegen Frankfurt mit 0:4 verloren», sagt Stiel. Man wolle sich in Stuttgart mit einem Sieg rehabilitieren. Was Stiel besonders Mut macht: Das letzte Auswärtsspiel hat Gladbach in Leverkusen mit 6:3 gewonnen. «Wir werden uns nicht verstecken und wieder voll auf Sieg spielen», sagt Stiel.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Gross-ist-noch-lange-nicht-aus-dem-Schneider-/story/20317873?dossier_id=457

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:30 
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Stuttgarter Nachrichten, 16.09.2010

Die Wunder von Bern sind vorbei

Bern - Die Young Boys Bern, von den Anhängern nur YB genannt, sind seit vielen Jahren eine feste Größe im Schweizer Vereinsfußball. Die großen Berner Fußballzeiten liegen allerdings schon einige Jahre zurück - und sie sind eng mit dem Namen Albert Sing verknüpft. Jenem in Eislingen an der Fils geborenen Albert Sing, der in den Spielzeiten 1966/67 und 1974/75 Trainer beim VfB Stuttgart war.

In den Fünfzigerjahren kam er als Spielertrainer zu YB. 1954 war er beim "Wunder von Bern" im Wankdorfstadion der Assistent des Weltmeistertrainers Sepp Herberger - und zwischen 1957 und 1960 führte Sing die Young Boys zu vier Meistertiteln in Serie und sorgte für die erfolgreichste Zeit in der Geschichte von YB.

Letzter Meistertitel im Jahre 1986

Aber der Club konnte nie mehr an die glorreichen Zeiten der sechziger Jahre anknüpfen. 1986 gewannen die Berner letztmals die Meisterschaft, seither wartet der Verein aus der Schweizer Hauptstadt auf einen Titel. Das alte Wankdorfstadion wurde vor einigen Jahren abgerissen und musste dem mit Kunstrasen ausgestatteten Stade de Suisse weichen. Und Albert Sing, Synonym des Erfolgs, starb vor zwei Jahren in seiner Tessiner Wahlheimat.

Wirtschaftlich haben sich die Young Boys im neuen Stadion zu einem erfolgreichen Unternehmen gewandelt, auch ohne große Titel. Vor wenigen Wochen wurde Ilja Känzig, einst Manager in Leverkusen und Hannover, als Boss an Bord geholt. Känzig hat nur einen Auftrag: in Bern will man wieder Nummer eins sein. Das Team startete aber verhalten in die neue Saison.

Scheitern in der Championsleague Qualifikation

Ein Höhepunkt waren bisher die Qualifikationsspiele zur Champions League. Gegen Fenerbahce Istanbul setzte sich YB durch, scheiterte danach aber an den Tottenham Hotspurs. Im Heimspiel auf dem Berner Kunstrasen gingen die Berner gegen Tottenham schnell mit 3:0 in Führung. Am Ende reichte der 3:2-Heimsieg aber nicht aus. Nach einer klaren Niederlage in London müssen sich die Berner nun mit der Europa League begnügen - und treffen am Donnerstag auf den VfB.

Die Generalprobe für das Auftaktspiel in Stuttgart stand unter einem schlechten Stern. YB führte am Sonntag gegen den Meister Basel mit 2:0, als der argentinische Abwehrspieler Emiliano Dudar mit seinem Teamkollegen Francois Affolter zusammenprallte.

Dudar verlor das Bewusstsein und blutete stark aus der Nase. "Ein schreckliches Bild", sagte der Basler und Ex-VfB-Stürmer Marco Streller hinterher. Dudar wurde in ein künstliches Koma versetzt, die Erleichterung war groß, als feststand, dass seine Kopfverletzungen nicht lebensbedrohlich waren. In der Vorbereitung auf das Spiel beim VfB ging es deshalb vor allem darum, dieses Erlebnis zu verarbeiten.

Ehemalige Bundesligaprofis im Kader

"Ein Auftritt bei einem Bundesligaclub ist für uns ein Festspiel", sagt Ilja Känzig - und der Trainer Vladimir Petkovic kann dabei auf Profis zählen, die auch schon in der Bundesliga gespielt haben. Vor der Abwehr organisiert der frühere Frankfurter Christoph Spycher das defensive Mittelfeld, auf der Außenbahn sorgt der Ex-Gladbacher David Degen für viel Zug nach vorne. "Es wäre schön, wir könnten die Stuttgarter etwas ärgern", sagt Ilja Känzig, der einst mit Christian Gross zusammen bei Grasshopper Zürich gearbeitet hat. Jedenfalls planen die Young Boys nicht, in dieser schwierigen Situation für Gross helvetische Aufbauhilfe zu leisten.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2629631_0_9223_-europa-league-die-wunder-von-bern-sind-vorbei.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:46 
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20min.ch, 17.09.2010

«Wir haben uns das nötige Glück nicht erkämpft»

YB war dem VfB Stuttgart beim 0:3 in allen Belangen unterlegen. Trainer Petkovic wie auch Goalie Wölfli vermissten den Kampfgeist bei den Bernern, die zeitweise wie gelähmt wirkten.

YB-Trainer Vladimir Petkovic zeigte sich nach dem deutlichen 0:3 in Stuttgart sehr enttäuscht von seiner Mannschaft. «Wir haben zu wenig aggressiv gespielt und hatten zu viele Ballverluste. Gegen vorne waren wir einfach zu wenig konsequent», klagte YB-Trainer Petkovic untmittelbar nach dem Spiel im Schweizer Fernsehen. Die Berner verloren fast alle Zweikämpfe und konnten die Schwächen in der VfB-Hintermannschaft nicht ausnützen.

«Stuttgart war nicht übermächtig heute, aber gut genug, um uns in Schwierigkeiten zu bringen», analysierte der Bosnier. «Wir haben zwar einige gute Phasen gehabt, aber es hat uns an der letzten Überzeugung gefehlt. Der frühe Rückstand durch Cacaus Penaltytreffer sei wohl der Knackpunkt des Spiels gewesen, meinte Petkovic. «Das erste Tor hat Stuttgart sehr geholfen und war wichtig für ihr Selbstvertrauen.»

Wölflis Penalty-Ärger

Auch Goalie Wölfli ärgerte sich über das Gegentor: «Schade, dass ich den Penalty nicht neben das Tor lenken konnte. Ich war mit den Fingerspitzen noch dran.» Mit seinen Paraden hat der YB-Torhüter eine noch höhere Niederlage verhindert. «Wir haben nur reagiert, nicht agiert und sind dem Ball nur immer hinterhergerannt.» Stuttgart sei in allen Belangen überlegen gewesen. «Wenn wir international nicht 120 Prozent geben, dann reicht es einfach nicht. Aber wir haben uns heute das nötige Glück auch zu wenig erkämpft.»

Besser gelaunt war natürlich Stuttgart-Trainer Christian Gross. «Es war sicher wichtig, dass wir gewonnen haben. Endlich sind wir für unsere Anstrengungen belohnt worden. Wir haben über weite Strecken dominiert und der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können», sagte der Ex-Basler nach dem Spiel. «So kann es für uns weitergehen. Ich hoffe, dieses Spiel hat eine Signalwirkung für die Liga.» In der Meisterschaft liegt der VfB nach drei Spielen und null Punkten am Tabellenende.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/-Wir-haben-uns-das-noetige-Glueck-nicht-erkaempft--16828147

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:51 
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NZZ, 17.09.2010

Keine Zehenspitzen

Die Young Boys verlieren in der Europa League gegen den VfB Stuttgart mutlos 0:3

Das Team von Trainer Petkovic hat nicht von der Verunsicherung des VfB Stuttgart profitieren können. Mit mehr Courage hätten die Berner den Favoriten ins Wanken bringen können. Nur Goalie Wölfli spielte überzeugend.
Flurin Clalüna, Stuttgart

Es war im Mai vor einem Jahr, als Christian Gross den YB-Trainerkollegen Vladimir Petkovic das letzte Mal in einem Pflichtspiel aus der Nähe sah. Es war Gross' letztes Spiel im FC Basel nach zehn Jahren als Cheftrainer. Er verabschiedete sich mit einem 0:3, und Bruce Springsteen sang durch die Stadionlautsprecher, wie Gross in Erinnerung behalten werden wollte: «Tougher than the rest». Hart und schmerzunempfindlich muss Gross auch nach drei Startniederlagen in der Bundesliga mit dem VfB Stuttgart nun wieder sein. Anmerken lässt sich Gross das nicht. Er stand mit diesem Pokergesicht an der Seitenlinie, das eigentlich immer gleich aussieht.

Der Funkspruch

Der VfB gewann nun zwar im ersten Europa-League-Gruppenspiel gegen die Young Boys 3:0. Letztlich sah das Resultat überzeugend aus, YB war chancenlos. Aber lange war es nicht die gewünschte «Signalwirkung» gewesen, wie sie sich Gross angesichts der aufziehenden Krise gewünscht hatte. Es war lange ein eher verhaltener Funkspruch, besonders in der ersten Halbzeit, den der VfB aussandte. Vorerst hatte nicht einmal der Penalty zum 1:0 die Verunsicherung vertreiben können. Erst mit dem 2:0 durch Gentner nach knapp einer Stunde löste sich die Verkrampfung. Es war ein Konter im eigenen Stadion, und den spielte der VfB im Stil einer Mannschaft, wie er sie auch sein kann. Diese Klasse blitzte erst spät auf, dann aber ziemlich nachhaltig. In der Nachspielzeit erzielte Tasci das 3:0.

In der Mutlosigkeit lag das Versagen der Young Boys an diesem Abend. Eine Berner Mannschaft in der Verfassung aus dem Heimspiel gegen Tottenham oder gegen Fenerbahce hätte von der anfänglichen Stuttgarter Verunsicherung profitiert. Aber so wie damals spielte YB nicht. Das Team war gehemmt, es versuchte nicht genug, die Stuttgarter zum Wanken zu bringen. Und sie hätten vermutlich gewankt, wenn jemand nur ein bisschen stärker gerüttelt hätte. So aber blieb der VfB-Sieg ungefährdet. Dass der YB-Goalie Wölfli der beste Berner war, sagt bereits vieles über den Auftritt der Young Boys.

Als Ilja Kaenzig, der neue starke Mann bei den Young Boys, vor dem Stadion aus dem Bus stieg, sprach er davon, YB brauche vor diesem Gegner keine Angst zu haben. Etwas mehr von diesem unbekümmerten Selbstbewusstsein hätte man sich auch von den Young Boys gewünscht, denn der VfB spielte tatsächlich lange nicht furchteinflössend. Er war zwar besser als die Young Boys, er hatte mehr vom Spiel und mehr Chancen. Deshalb war das 3:0 verdient. Aber befreit war der Auftritt erst spät.

Zu wenig Mut

Die Young Boys hätten auf Augenhöhe mit diesem Gegner sein können, wenn sie sich nur ein bisschen mehr auf die Zehenspitzen gestellt hätten. Dafür fehlte ihnen offenkundig der Mut. Schon in der 22. Minute hatte sich Nef im eigenen Sechzehnmeterraum gegen Pogrebnyak nicht anders als mit einem Foul zu helfen gewusst. Cacau verwertete den Penalty zum 1:0. Da war für die Young Boys noch nichts verloren. Und dennoch spielten sie so, als gäbe es für sie nicht viel zu gewinnen an diesem Abend. Die Frage ist: Warum bloss?

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/europa_league_1.7585912.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:53 
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Der Bund, 17.09.2010

YB mutlos in die Niederlage

Gehemmte Berner verloren zum Auftakt in die Europa League beim VfB Stuttgart verdient 0:3.

Vladimir Petkovic gab noch einmal Anweisungen, als es auf das Ende zuging. Es waren verzweifelte Versuche des YB-Trainers, seinem chancenlosen Team den Weg zu zeigen. 0:2 lag es zurück – und verlor zum Start in die Europa League am Ende gar 0:3, weil es gegen den schwächelnden VfB Stuttgart auch an sich selber gescheitert war. Mutlos ergaben sich die Berner ihrem Schicksal und mussten auf der Suche nach Gründen für den Fehlstart nicht weit gehen. Sie konnten gleich bei sich anfangen.

Dabei hatte es vor dem Spiel noch optimistisch getönt. «Vor diesem Gegner brauchen wir keine Angst zu haben», meldete YB-CEO Ilja Kaenzig, und Chefscout Stéphane Chapuisat fand: «Wir haben nichts zu verlieren.» Für die Stuttgarter verbreitete der Stadionsprecher Zuversicht. «Heute legen wir den Schalter um!», rief er euphorisch ins Mikrofon und meinte: Die Zeit des Verlierens sollte für den VfB nun enden – und nach drei Niederlagen zum Start in die Bundesligasaison den Ausbruch einer richtigen Krise verhindert werden.

Nef verursachte Penalty

Auf der Baustelle der Mercedes-Benz-Arena setzte Petkovic auf eine Mannschaft, in der Sutter und Marco Schneuwly als Stellvertreter der gesperrten Degen und Lulic die Flanken besetzten und in der sich nach Dudars Ausfall auch Nef fand, der neuverpflichtete Verteidiger auf der rechten Seite. Fast 23 Minuten funktionierte der Plan, den sich Petkovic zurecht gelegt und so formuliert hatte: «Defensiv solid stehen, aber die Offensive nicht vergessen.» Die Stuttgarter suchten zwar das schnelle Tor, aber sie benötigten die Unterstützung von Nef für den erlösenden Moment. Der 28-jährige Zürcher, zuletzt bei Triestina in Italiens Serie B, stoppte Pogrebnjak im Strafraum regelwidrig und verhielt sich nicht zum einzigen Mal ungeschickt. Sein Glück: Er sah nur Gelb. Die Strafe aber: Penalty für den VfB und das 1:0 von Cacau, obwohl der Elfmeter nicht überzeugend geschossen war.

Wölfli der beste Berner

Die Deutschen führten jetzt, aber das hiess nicht, dass sie ihre Unsicherheit abstreiften und beschwingt zu hochkarätige Chancen tanzten. Nur mussten sie sich kaum einmal Sorgen machen, einen Rückschlag zu kassieren. YB, das in Istanbul noch geglänzt hatte, das Tottenham in Bern mit grösster Leidenschaft begegnet war, wirkte zu leichtgewichtig und harmlos. Es konnte bei weitem nicht das YB sein, das sich Kaenzig gewünscht hatte. Eine Spur mehr Forschheit hätte fraglos gut getan. Die Hoffnungen auf einen positiven Start in die Europa League zerschlugen sich nach knapp einer Stunde und einem zügigen VfB-Konter, der die Defizite der Berner offenlegte. Camoranesi lancierte den Angriff, Cacau setzte ihn fort, Gentner vollendete ihn zum verdienten 2:0. Wölfli, der beste Berner, war chancenlos. Der Rest bestand für den VfB daraus, zu verwalten. Von diesem YB liess er sich nicht mehr in Verlegenheit bringen. Er durfte gar durch Tasci noch auf 3:0 erhöhen.

VfB-Trainer Christian Gross bekam, was er wollte, aber ob das als Signal genügt, wird er frühestens morgen erfahren, wenn gegen Mönchengladbach bereits die Meisterschaft fortgesetzt wird. In anderer Rolle finden sich die Young Boys wieder. Ihnen steht ein Samstag bevor, an dem sie sich eine Niederlage nicht leisten können. Im Cup haben sie gegen die Amateure von Spiez nichts als die Pflicht zu erfüllen.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB-mutlos-in-die-Niederlage-/story/16505497

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:54 
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Berner Zeitung, 17.09.2010

Die Noten zum Spiel Stuttgart – YB (16. September 2010)

YB-Torhüter Marco Wölfli hat bei der 0:3-Niederlage in Stuttgart ein Debakel der schwachen, mutlosen Young Boys verhindert.

Marco Wölfli: Note 6
Einige sehr gute Paraden von Wölfli, der zu bedauern war, weil seine Abwehrspieler immer wieder überlaufen wurden. In der Schlussphase verhinderte er sogar eine Kanterniederlage.

Alain Nef: Note 2
War hinten rechts überfordert, die mangelnde Spielpraxis war ihm anzumerken. Gegen den wirbligen Didavi oft mit Schnel-ligkeitsproblemen. Unsicher, verschuldete den Elfmeter und wäre im Zentrum möglicherweise wirkungsvoller gewesen.

François Affolter: Note 4
Der beste Abwehrspieler, zweikampfstark und trotz erst 19 Jahren ruhig am Ball. Bügelte einige Fehler der Nebenleute aus, hatte aber auch Mühe mit den starken Stuttgart-Stürmern.

Ammar Jemal: Note 2
Zu langsam, zu unbeweglich, zu statisch, zu schwach auf diesem Niveau. Vor dem 0:2 zu zaghaft gegen Cacau.

Christoph Spycher: Note 4
Vor der Pause mit einigen Unkonzentriertheiten, steigerte sich aber und war relativ stabil.

Thierry Doubai: Note 2,5
Viele Ballkontakte, aber auch einige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Insgesamt mit zu wenig Sinn fürs Teamgefüge und den Spielaufbau.

Xavier Hochstrasser: Note 3
Durfte mal wieder von Anfang an spielen, und tat das gewohnt fleissig und engagiert, manchmal aber ziellos. Spielen er und Doubai im zentralen Aufbau, mangelt es YB teilweise grob an Ordnung und Stabilität.

Scott Sutter: Note 3,5
Agierte für einmal im rechten Mittelfeld. War relativ ballsicher, aber nach vorne ohne Impulse.

Moreno Costanzo: Note 4
Probierte einiges, war aber zu oft auf sich alleine gestellt, da ihm die Anspielstationen fehlten. Als einer der wenigen YB-Spieler aber trat er relativ selbstbewusst und ohne Hemmungen auf.

Marco Schneuwly: Note 1,5
Ihm gelang fast gar nichts. Blieb den Beweis schuldig, ein Kandidat fürs Startteam zu sein. Überfordert, glaubte nicht an sich und leistete sich viele Fehler.

Henri Bienvenu: Note 3
Behauptete sich wie immer geschickt in den Zweikämpfen, aber ohne Gefahr nachzuweisen.

Emmanuel Mayuka: Note 3
Kam nach 62 Minuten für Hochstrasser – und hatte kaum Einfluss aufs Spiel.

Alberto Regazzoni: Note 4
Kam nach 62 Minuten für Sutter. Wirblig und mit zwei, drei guten Aktionen. Drängte sich auf.

Christian Schneuwly: Note 3
Kam nach 74 Minuten für seinen Bruder und war auch blass.

Noten: 6=herausragend; 5=gut; 4=solid;3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-Stuttgart--YB-16-September-2010/story/30213977

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 14:59 
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sf.tv, 17.09.2010

YB mutlos, Lausanne aufopferungsvoll

Es war keine berauschende Europacup-Woche für die Schweizer Vertreter. Nach Basel in der Königsklasse blieben auch YB und Lausanne in der Europa League punktelos. Immerhin: Der Auftritt des Challenge-League-Vereins war ein Farbtupfer.

YB tauchte in Stuttgart 0:3; Lausanne mit demselben Resultat zuhause gegen ZSKA Moskau. Während die Berner auf der ganzen Linie eine biedere Leistung erbrachten, unterhielten die Waadtländer ihr Publikum mit einem forschem Auftreten und wurden mit Applaus belohnt.

Reagiert statt agiert

Es war nicht so, dass der VfB Stuttgart gegen die Young Boys über sich hinauswachsen musste. Den Schwaben reichte eine ansprechende Leistung, um nach 3 Meisterschafts-Niederlagen en suite wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. YB vergab eine gute Möglichkeit, einem höher eingestuften, aber eben verunsicherten Gegner Punkte abzuknüpfen.

«Wir haben stets nur reagiert, nicht agiert», brachte es Torhüter Marco Wölfli, der mit seinen etlichen Paraden eine noch höhere Pleite vermeiden konnte, auf den Punkt. Man sei dem Ball hinterher gelaufen, was ausschlaggebend gewesen sei, so der YB-Captain weiter. «Wir sind für eine ungenügende Leistung bestraft worden.»

Es fehlte an vielem

Dass mit David Degen und Senad Lulic (beide gesperrt) sowie Emiliano Dudar (verletzt) drei Stamm-Titulare fehlten, wollte auf Berner Seiten niemand als Entschuldigung ansehen. «Wir waren zu wenig aggressiv, zu wenig konzentriert und zu wenig konsequent», urteilte Trainer Valdimir Petkovic schonungslos.

Bereits am Samstag erhält YB anlässlich der 1. Cup-Hauptrunde Gelegenheit zur Rehabilitation. Die Berner treffen auswärts auf Spiez aus der Zweitliga interregional.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/09/17/Fussball/YB-mutlos-Lausanne-aufopferungsvoll

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 15:03 
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sueddeutsche.de, 17.09.2010

VfB schöpft Mut - Aber «noch nicht über den Berg»

Stuttgart (dpa) - Die Mienen beim VfB Stuttgart hatten sich deutlich entspannt. Als Sportdirektor Fredi Bobic nach dem verdienten 3:0 (1:0) gegen Young Boys Bern in den Katakomben der Mercedes-Benz- Arena stand, gab er sogar einige Späßchen zum Besten.

Doch seine Mahnung nach dem gelungenen Auftakt in der Gruppenphase der Fußball- Europa-League war eindeutig: «Das war ein erster Schritt, aber wir sind noch nicht über den Berg.» Gegen Borussia Mönchengladbach geht es schon 41 Stunden später in der Bundesliga weiter. Dort war der Start mit null Punkten aus drei Spielen völlig missglückt.

Deshalb wollte niemand dem Erfolg über den äußerst schwachen Schweizer Vizemeister zu viel Gewicht beimessen, auch wenn das Aufatmen nach der engagierten Vorstellung spürbar war. «Wir wissen, dass das nicht alles ist. Aber es ist eine Grundlage für die weiteren Spiele», sagte Stürmer Cacau, der beim VfB zu den Stärksten zählte. Das 1:0 hatte er per Foulelfmeter (23.) selbst erzielt, das 2:0 durch Christian Gentner (59.) glänzend vorbereitet. Für den Endstand sorgte Serdar Tasci (90.+1), ein weiterer Nationalspieler, nachdem sich Stuttgart in Hälfte zwei reihenweise Torchancen erspielt hatte.

Doch sollte gegen Mönchengladbach eine weitere Bundesliga-Pleite folgen, würde die Krise neu entfacht werden. «Wir müssen den Schwung in die Bundesliga mitnehmen. Der Druck hat sich dort nicht geändert», erklärte Gentner. «Wir müssen schleunigst aus dem Tabellenkeller rauskommen.» Da passt es gut, dass Kapitän Matthieu Delpierre nach fast viermonatiger Verletzungspause sein Comeback geben wird. Gegen die Young Boys saß der Innenverteidiger erstmals auf der Bank, vor dem Mönchengladbach-Spiel stellte VfB-Trainer Christian Gross klar: «Matthieu wird spielen. Durch seine Präsenz, Ausstrahlung und natürliche Autorität ist er wichtig für die Mannschaft.»

Im Vergleich zum Bern-Spiel möchte Gross am Samstag aber nur «maximal drei neue Spieler bringen». Grundsätzlich sei er «ein Freund der Rotation», sagte er. «Aber die funktioniert nur, wenn eine Mannschaft eingespielt ist. Und das sind wir noch nicht.»

Dennoch freute sich der 56-Jährige nach dem Sieg über seine Schweizer Landsleute, «dass nun weitere Optionen da sind». Dazu gehört auch Daniel Didavi aus dem eigenen Nachwuchs. Während der 33 Jahre alte Stareinkauf Mauro Camoranesi im rechten Mittelfeld bei seinem Heimdebüt enttäuschte, überzeugte der 20-Jährige auf links. «Er spielt frisch auf, er tut unserem Spiel gut», meinte Bobic.

Der Sportdirektor stellte sich auch hinter Sven Ulreich. Angesprochen auf die neuerlichen Unsicherheiten des 22-Jährigen lehnte sich Bobic weit aus dem Fenster: «Sven ist unser Torwart. Da wird es während der ganzen Saison keine Diskussion geben.»

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