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 Beitrag Verfasst: Freitag 20. August 2010, 22:57 
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Registriert: Donnerstag 14. Mai 2009, 14:48
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Hauptstadt hat geschrieben:
BZ-Talk mit Ilja Kaenzig 1.Teil





BZ-Talk mit Ilja Kaenzig 2.Teil




Bevor i mr das atue, lohne sech die 20Min?


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 Beitrag Verfasst: Samstag 21. August 2010, 17:36 
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Tagesanzeiger, 21.08.2010

Studium bei GC, Bringschuld bei YB

Ilja Kaenzig tritt als neuer Chef von YB morgen offiziell sein Amt an: Mit dem Spiel gegen den FCZ.

Ilja Kaenzig ahnte, wie turbulent jener Tag werden sollte, an dem der Verwaltungsrat der Young Boys mitteilte, die Zeit von YB-Boss Stefan Niedermaier sei abgelaufen. Und vollmundig eine neue Ära verkündete mit der Ambition, den Titel zu gewinnen, international erfolgreich zu sein und sich an grossen Namen zu orientieren. Die mediale Quittung kam prompt: Die Stilnoten waren miserabel. Von der Kritik ausgenommen war Kaenzig, Niedermaiers Nachfolger. Der smarte Manager blieb im Sturm der Entrüstung ruhig und bilanzierte wenig später: 180 SMS und E-Mails seien bei ihm eingegangen, alles Glückwünsche von Fussballtrainern und -funktionären, aus der Welt also, in der er zu Hause ist. «Schön zu wissen, dass ich nicht in Vergessenheit geraten bin.»

Der 37-jährige Kaenzig kehrt zurück in ein Geschäft, das ihn früh fasziniert und nie mehr losgelassen hat. 21 war er, hinter ihm lag eine kurze Karriere als Goalie, die 1.-Liga-Ersatzbank in Wangen bei Olten markierte den Höhepunkt. Danach begann Kaenzig, Sohn einer Russin und eines Berners, Spieler von A nach B zu transferieren, ein Nachwuchsagent auf bescheidener Stufe, bis sich zufällig der Kontakt zu Erich Vogel, damals Sportchef bei den Grasshoppers, ergab. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Betriebswirtschaftsstudent Kaenzig stieg mit 22 Jahren vom Gelegenheitsscout zum Transferkoordinator auf.

Ein Stratege und Fadenzieher

Vogel nennt er heute noch seinen Lehrmeister, die Zeit bei GC vergleicht er mit dem Besuch einer Universität: «Da habe ich den breiten Blick fürs Geschäft erhalten.» In atemberaubendem Tempo forcierte Kaenzig seine Managerkarriere. Mit 25 Jahren bei Bayer Leverkusen angestellt, lernte er an der Seite von Schwergewicht Reiner Calmund, welche Mechanismen in der Bundesliga spielen. 2004 wechselte er nach Hannover, er galt inzwischen als gereifter Mann im Business, aber nach drei Jahren wurde er entlassen. Kaenzig machte sich selbstständig, gründete die Firma «Boutique Football», die sich zum Ziel setzte, Investoren und Fussballvereine zusammenzuführen. Nach zwei Jahren gab er das Geschäftsmodell auf. Die Finanzkrise hatte auch vor ihm nicht haltgemacht.

Ilja Kaenzig, der seit 1993 regelmässig Artikel für die NZZ verfasst hatte und als Experte für osteuropäischen Fussball in Erscheinung getreten war, liess sich letzten Dezember vom «Blick» als Sportchef anstellen. Auch bei der Boulevardzeitung verstand er sich indessen nie als giftiger Journalist, sondern als Stratege, Fadenzieher, Manager. Acht Monate hielt es ihn im Amt, er wäre wohl länger geblieben, aber der Lockruf aus Bern kam nicht ganz ungelegen. «Im Mediengeschäft», sagt er, «musst du Journalist mit Haut und Haaren sein. Das bin ich nicht.»

«Ich muss die Leute überzeugen.»

Bei YB hat Kaenzig das Fussballbusiness wieder. Die Aufregung der letzten Tage hat ihm den Schlaf nicht geraubt. In Deutschland hat er sich breite Schultern zugelegt, die Konfrontation mit Skeptikern scheut er in Bern nicht. «Ich habe eine Bringschuld», sagt Kaenzig. «Ich muss die Leute überzeugen.» Gerade nachdem der YB-Verwaltungsrat ihn mit Superlativen bedacht und wie einen Heilsbringer angekündigt hat. Kaenzig wünscht sich einzig, dass ihm das aufgewühlte Umfeld zugesteht, «nicht bei unter null, sondern bei null» beginnen zu dürfen: «Zuerst arbeite ich, dann dürfen mich die Leute beurteilen.» Messbar ist das einfach. Der neue Chef muss YB besser machen. Zum Meister.

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Studium-bei-GC-Bringschuld-bei-YB/story/11711523

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 Beitrag Verfasst: Freitag 27. August 2010, 10:27 
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Blick, 27.08.2010

YB-Boss Kaenzig: «Ein Riesenschritt für Young Boys!»

BERN - Trotz 0:4-Pleite gegen Tottenham zieht der neue YB-Boss Ilja Kaenzig eine «total positive» Bilanz der ersten Europacup-Phase. Und schwärmt von Trainer Petkovic!

Nur maximal 7 statt 25 Millionen Franken Einnahmen. Das Champions-League-Aus muss wehtun.
Ilja Kaenzig: Die Champions League war nicht budgetiert. Also müssen wir auch nichts anderweitig hereinholen. Die Europa-League-Einnahmen sind Boni.

Das Spiel in London war aber ein ziemliches Waterloo.
Wenn die Spurs zu Hause nach fünf Minuten führen, wirds für jedes Team schwierig. Insgesamt war diese erste Europacup-Phase aber total positiv, mit drei sehr guten Spielen. Ein Riesenschritt für YB!

Wie sind die ersten beiden Wochen für Sie als neuen VR-Delegierten verlaufen?
Intensiv. Jetzt hat sich alles ein bisschen beruhigt. Ich wollte mich selber einbringen, damit die Leute wissen, mit wem sie arbeiten. Ob da ein Idiot oder ein Sympathischer kommt. Das war für mich eine Bringschuld.

Ihr wichtigster Angestellter ist Trainer Vladimir Petkovic. Welchen Eindruck haben Sie von ihm gewonnen?
Einen sehr positiven. Er ist ein in die Breite und in die Tiefe denkender Mensch mit modernen Ansichten. Ich bin schwer beeindruckt von ihm – als Mensch und als Trainer.

Was müsste passieren, damit er zum Thema wird?
Gar nichts. Diese Frage ist nach einem Spiel gegen Tottenham ohnehin nicht angebracht. Kurz: Es kann alles passieren – er wird nicht zum Thema.

Holt YB vor Transferschluss einen Innenverteidiger?
Wenn es Sinn macht und finanzierbar ist. Nur wenn wir einen finden, der sportlich, wirtschaftlich und integrativ zu uns passt. Aber das ist schwierig, so kurz vor Transferschluss.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/bsc-young-boys/yb-boss-kaenzig-ein-riesenschritt-fuer-young-boys-154181

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. August 2010, 17:36 
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Der Bund, 30.08.2010

Kaenzig:«Petkovic ist absolut kein Thema»

Ilja Kaenzig nimmt nach der YB-Niederlage in Sion Stellung zur Situation.

Ilja Kaenzig, als neuer Leiter des Klubs kann Ihnen die heutige Leistung von YB nicht gefallen haben.

Ilja Kaenzig: Es gibt nichts schönzureden. Wir waren physisch nicht auf der Höhe und gedanklich zu langsam. Das hat man auch beim Penalty gesehen. Es war der erste Weckruf, den wir verpasst haben. Und leider haben uns auch die starken Paraden von Wölfli vor dem zweiten Gegentor nicht wachgerüttelt. Unser Goalie war der Einzige, der sich eine gute Note verdiente.

Worauf führen Sie das kollektive Versagen zurück?

Die vier Champions-League-Qualifikationsspiele, die Reisen nach Istanbul und London: Das war alles ein bisschen zu viel für die Mannschaft. Sie ist müde im Kopf und in den Beinen. Insofern kommt uns die Länderspielpause ganz gelegen. Die Spieler bekommen Zeit, etwas den Kopf durchzulüften.

Der Match in Sion hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass YB zu wenig Klasse hat in der Breite, um die Doppelbelastung zu verkraften.

Das stimmt nicht. Wir haben ein Kader, welches gut genug ist, um in mehreren Wettbewerben eine gute Figur zu machen.

Sie halten dennoch Ausschau nach Verstärkungen?

Wir haben punktuelle Schwachpunkte in der Abwehr. Für den defensiven Bereich suchen wir deshalb einen soliden Ergänzungsspieler, der das intakte Mannschaftsgefüge nicht durcheinanderbringt.

Wird in der Länderspielpause auch über die Position des Trainers diskutiert?

Nein. Vladimir Petkovic ist absolut kein Thema.

http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/KaenzigPetkovic-ist-absolut-kein-Thema/story/16002273

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 09:23 
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zitat ilja känzig im eurosoccer:

"früher reichte ein challenge league spieler bei yb, diese zeiten sind jetzt vorbei!"


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 10:21 
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NZZ, 11.09.2010

Angst abbauen, ordnen und auf Naturrasen spielen

Der neue YB-Chef Ilja Kaenzig will seinem Personal Verantwortung übertragen

Es tönt geradezu modern liberal, was der neue Delegierte der YB-Investoren, Ilja Kaenzig, mit seinem Unternehmen vorhat; keine Top-down-Strategie mehr, sondern Stärkung der Angestellten in ihren Kernbereichen – inklusive des Sportchefs Alain Baumann und des Trainers Vladimir Petkovic.

Nicht mehr viel soll «als Befehl zentral von oben» kommen, verspricht Kaenzig. Seine Worte werden in naher Zukunft noch den Test der Wahrhaftigkeit bestehen müssen. Eine neue YB-Struktur und ein neues YB-Organigramm sind am Entstehen, «mit mehr Verantwortung, aber auch mehr Forderung für jeden Einzelnen», präzisiert Kaenzig, der zugibt, dass er nach der Entlassung des früheren CEO Stefan Niedermaier «Angstabbau» habe betreiben müssen. Die Angestellten hätten sich wie in einem Film gefühlt, der nichts mit der Realität zu tun habe.

Die Befürchtung war, dass nach der stillosen Entmachtung Niedermaiers weitere Köpfe rollen würden. Wer wollte es den Leuten verargen? Die Inthronisierung des neuen starken Mannes wies in Richtung der Unzimperlichkeit. Die Krise, die Härte im Berner Klub waren hausgemacht, die Angst der Leute also nicht neurotisch. So bleibt im Klub vorläufig ein Vakuum bestehen. Die Investoren und Verwaltungsräte der Sport und Event Holding AG leben in ihrer eigenen (ökonomischen) Welt und sind schwer fassbar – gewollt oder ungewollt. Es stellt sich die Frage, ob Kaenzig in den Schatten Niedermaiers springen und die Lücke ausfüllen kann. Er selbst will «die Frage der Integrationsfigur» nicht zu hoch hängen, es gebe «niemand Wichtigeres als den Verein», die Anhänger stünden YB und nicht einer Person nahe.

Die Luft ist dünn

Man sollte die Frage allerdings auch nicht zu tief hängen. Gerade das auf der Zielgeraden verlorene Rennen um den Meistertitel gegen den FC Basel hat gezeigt, wie wichtig es gewesen wäre, den Fokus von Trainer Petkovic wegzunehmen und diesem Raum zum Atmen zu geben. Die Luft auf dem sportlichen Terrain ist auch in diesen Tagen dünn. Ein Torverhältnis von 6:8 und 8 Punkte aus 7 Spielen sind weit weg vom Vorgestellten. Das Team ist durch die Doppelbelastung mit den Qualifikationsspielen zur Champions League gegen Fenerbahce und Tottenham ge- und überfordert gewesen bis zum Zustand vom letzten Auftritt in der Super League im Wallis gegen den FC Sion (0:2) vor 14 Tagen, als «gar nichts mehr ging», wie Kaenzig analysiert. Die Speicher im Kopf seien «übervoll» gewesen.

Der Kopf sollte nach der Pause für die Nationalmannschaften heute Sonntag gegen den FC Basel wieder freier sein. Ganz entspannt könnten sie in diese Partie steigen, «wenn wir nur gegen Xamax zu Hause nicht verloren hätten», bedauert Kaenzig. Es fehlen also 3 Punkte, und die harte Rechnung lautet: Eine Niederlage bedeutet 8 Punkte Rückstand auf den Gejagten der Liga, ein Sieg wäre eine Art Comeback. Mit dem Messer am Hals habe das Team «den Job» jeweils zuverlässig erledigt, weiss Kaenzig. Er hat als ersten Akt auf dem Transfermarkt den Verteidiger Alain Nef geholt, verspricht aber, dass «irgendwann auch im Sturm Qualität» verpflichtet werde. Es scheint, als träume YB dereinst von einem ähnlichen Coup, wie er dem FC Basel mit der Verpflichtung des Nationalstürmers Alex Frei gelungen ist.

Zurück zum Naturrasen?

Und noch etwas bewegt sich in den Köpfen der Verantwortlichen. Man höre und staune: Die Ersetzung des Kunstrasens durch Naturrasen scheint nur eine Frage der Zeit. «Das Traktandum steht oben in der Agenda», bestätigt Kaenzig. Plötzlich wird erzählt, dass die Rentabilität der künstlichen Unterlage gar nicht so vortrefflich ist, als «virtuelles Zeitalter» bezeichnet Kaenzig die Phase vor Jahren, als der Fifa-Präsident Joseph Blatter davon erzählte, die WM in Südafrika werde auf Kunstrasen ausgetragen.

Verteidigen wollen die Investoren und ihr neuer Zögling die als weltfremd wahrgenommenen Zielsetzungen der «Phase 3», die niemand versteht – und die meint, dass YB anpeilt, die Nummer 1 im Land zu werden. Man müsse an Märchen glauben, sagt Kaenzig, sonst wäre seinerzeit der FC Porto nicht Champions-League-Sieger geworden. Es gebe so viele Leute, die einem erzählten, was alles nicht möglich sei, und es gebe eine Redensart auf Englisch, die dem Einhalt gebiete: «Just ignore them.» Nicht ignorieren kann YB, dass der FC Basel vorerst da steht, wo YB hin möchte. Ein Sieg brächte die Berner in der Super League wieder auf Tuchfühlung mit dem grossen Rivalen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/angst_abbauen_ordnen_und_auf_naturrasen_spielen_1.7528361.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. September 2010, 11:34 
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Berner Zeitung, 18.09.2010

«Zeit für einen Lauf»

YB-Chef Ilja Kaenzig spricht über seine grosse Enttäuschung, die Probleme bei den Young Boys – und die nächsten Spiele.

Welche Erklärung haben Sie für den mutlosen, schwachen YB-Auftritt in Stuttgart?

Ilja Kaenzig: Ich bin sehr enttäuscht, und ich bin heute (am Freitag; die Red.) noch enttäuschter als direkt nach dem Spiel. Ich kann mir die Art und Weise unseres Auftretens nicht erklären. So brauchen wir in der Europa League nicht anzutreten. Wir verspürten überhaupt keinen Druck, und dann spielen wir so zögerlich und ohne Mut. Das war ein Rückschlag für uns.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist derzeit bei YB ein riesiger Widerspruch. Wo sehen Sie die Probleme beim durchaus talentierten Team?

Am Donnerstag wehrten wir uns erstmals nicht gegen eine Niederlage. Aber wir alle wissen um das Potenzial der Mannschaft. Wir haben in dieser Saison teilweise bereits ausgezeichnet gespielt. So gesehen kann ich überhaupt nicht verstehen, wie es zu so einer ungenügenden Leistung wie in Stuttgart kommen kann. Es fehlt an der Konstanz.

YB ist ambitioniert, aber nicht gut in die Saison gestartet …

…ja, aber wir haben gute Ansätze gezeigt. Wichtig ist jetzt, dass wir Ruhe bewahren und vor allem endlich mal ein paar Siege in Serie einfahren. Es ist Zeit für einen Lauf. Dann lassen sich Müdigkeit und Blessuren auch besser verkraften. Die gesamte Mannschaft, aber auch der Trainerstab und alle Betreuer sind jetzt gefordert, denn die Ziele sind unverändert hoch. Es hatte vor der Saison geheissen, das Team sei noch stärker als letztes Jahr. Der Beweis dafür blieb bisher aus. Doch noch bleibt die Chance zur Korrektur.

Die Unruhe bei YB wächst. Was passiert, wenn die Mannschaft auch in St. Gallen und gegen Thun verlieren sollte?

Wir stellen uns nach wie vor voll hinter Vladimir Petkovic, da gibt es keine Diskussionen. Er geniesst unser Vertrauen, es waren zuletzt auch hektische, schwierige Zeiten. Und wir beschäftigen uns nicht mit Szenarien, die hoffentlich nicht eintreten. Ich bin sicher, dass wir jetzt eine Reaktion des Teams sehen werden.

Bis Ende September könnte YB auf dem Schweizer Markt noch Spieler verpflichten …

… aber da finden wir doch jetzt keinen Fussballer mehr, der uns sofort weiterhilft …

…der FC Basel bemüht sich um Zürichs Stürmer Eric Hassli …

…ja, doch wir haben ein breites Kader und werden frühestens in der Winterpause wieder aktiv werden. Die YB-Fussballer haben alle schon bewiesen, auf hohem Niveau spielen zu können. Das müssen sie jetzt konstant tun. Und das werden sie auch.

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. September 2010, 09:36 
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Berner Zeitung, 27.09.2010

YB-Chef Kaenzig: «Wir müssen kleinere Brötchen backen»Von Fabian Ruch. Aktualisiert um 08:51 Uhr 1 Kommentar Diesen Artikel auf

Die Young Boys kommen einfach nicht vom Fleck. YB-Chef Ilja Kaenzig findet klare Worte. Er sagt: «Ja, wir sind in einer Art Krise.»

Die Enttäuschung bei den Young Boys ist nach dem 2:2 gegen Thun gross. Sehr gross sogar. Die Berner kommen einfach nicht vom Fleck, und auch wenn ein Sieg im Derby verdient gewesen wäre und die Thuner Treffer eher Zufallsprodukte waren, so sitzen die Probleme bei YB doch tiefer. Ilja Kaenzig jedenfalls spricht nach dem erneuten Rückschlag Klartext: «Ich bin enttäuscht und sauer. So geht es nicht.» Der YB-Chef artikuliert ruhig und ohne Hektik, aber in der Analyse schonungslos: «Wir hätten uns mit einer guten Leistung und einem Heimsieg Luft verschaffen können. Dann hätten wir uns auf das Spiel gegen einen spanischen Verein freuen können. Jetzt ist der Druck am Sonntag in Luzern wieder riesig.» Die Begegnung in der Europa League am Donnerstag gegen Getafe stuft Kaenzig nun «als Charaktertest» ein. «Die Zuschauer und Sponsoren sind unzufrieden. Und ich verstehe sie. Es macht derzeit keine Freude, ein YB-Anhänger zu sein.»

Gewisse Überheblichkeit

Verlieren die Young Boys am nächsten Sonntag beim FCL, liegen sie bereits 13 Verlustpunkte (!) hinter dem Leader. Umso mehr ärgert sich Ilja Kaenzig über das Remis gegen Thun. «Die Thuner waren doch ein limitierter, bescheidener Gegner, den wir schlagen müssen. Da gibt es keine Entschuldigungen», sagt Kaenzig, der die «Ballverluste, Fehlpässe und Unkonzentriertheiten» der YB-Spieler kritisiert: «Damit hätte ich nicht gerechnet.» Und er gibt zu: «Ja, wir sind in einer Art Krise und müssen jetzt kleinere Brötchen backen.» Von der vor der Saison posaunten Zielsetzung, Meister werden zu wollen, distanziert sich Kaenzig vehement: «Es wäre arrogant, jetzt vom Titel zu sprechen. Wir sind im Mittelfeld der Tabelle, und nach 10 Runden ist das sicher kein Zufall mehr.»

Wahrscheinlich möchte Ilja Kaenzig mit seinen scharfen Worten die Belegschaft aufrütteln. Auf dem sechsten Rang würden die Young Boys in dieser Saison ja kaum über 20'000 Zuschauer im Schnitt anlocken. Und selbstverständlich ist dieses Kader immer noch gut genug, um zumindest Zweiter zu werden. Aber auf dem Papier gewinnen prominente Namen und begabte Einzelspieler keine Fussballspiele. Und nicht nur Ilja Kaenzig hat eine gewisse Überheblichkeit bei den Akteuren festgestellt: «Nach dem 1:1 der Thuner haben wir rasch ein bisschen mehr Druck gemacht, das 2:1 erzielt, uns dann aber leider wieder zurückgelehnt.»

«Wochen der Wahrheit»

Das ständige Auf und Ab der Young Boys also geht weiter. Mit einem Erfolg gegen die Thuner wären die Berner als Dritter nach Luzern gefahren, jetzt aber tun sie es in einem frustrierten, zunehmend unangenehmen Klima. Kaenzig spricht von «unschönen Szenarien», die bei YB aktuell werden könnten, wenn nicht bald eine Steigerung eintritt. «Team und Trainer geniessen das Vertrauen. Aber jetzt sind alle gefordert, denn diese ungemütliche Situation zehrt an der Substanz aller Beteiligten», sagt Kaenzig – und ruft die «Wochen der Wahrheit» aus.

Die unbefriedigenden Ergebnisse in der Meisterschaft haben bei YB auch die europäischen Erfolge verblassen lassen. Eine weitere Enttäuschung in drei Tagen gegen Getafe würde die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erhöhen. Und doch besteht (noch) kein Grund zur Panik, schliesslich holte zum Beispiel der FC Basel in der letzten Saison nach katastrophalem Start 13 Punkte Rückstand auf YB noch auf. Und zumindest eines hat Ilja Kaenzig mit Wohlwollen registriert: «Wenn wir in den letzten Wochen unter grossem Druck waren, siegten wir.» Das war bei GC und in St.Gallen sowie gegen Zürich so – und soll sich jetzt am Sonntag in Luzern wiederholen. «Dazu müssen und wollen wir Selbstvertrauen gegen Getafe holen», sagt Kaenzig. Es sei ja das Schöne am Fussball, dass YB innerhalb von drei Tagen wieder für sehr positive Schlagzeilen sorgen könne.

Bei Niederlagen gegen Getafe und Luzern allerdings dürfte das Ambiente im Verein relativ kühl werden.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YBChef-Kaenzig-Wir-muessen-kleinere-Broetchen-backen/story/15234577

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 10:36 
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Der Bund, 28.09.2010

YB-CEO: «Es fehlt der Erfolgshunger»

Nach dem 2:2 gegen Thun und vor dem Europa-League-Spiel gegen Getafe spricht Young-Boys-CEO Ilja Kaenzig von einer Gratwanderung.

Ilja Kaenzig, am 9. August haben Sie anstelle des entlassenen Stefan Niedermaier das Amt als CEO bei YB übernommen. Geändert hat sich nichts. Weshalb gleitet YB ins Mittelmass ab?

Es ist tatsächlich ein schmaler Grat, auf dem wir wandeln. Bisher vermochte die Mannschaft immer zu reagieren, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stand. Und ich erwarte nun auch eine Reaktion am Donnerstag gegen Getafe. Die Leistungsunterschiede zwischen dem 0:1 gegen Xamax und dem 3:2 gegen Tottenham sind enorm. Dieses Auf und Ab kostet zu viel Kraft und Substanz. Wir müssen unbedingt konstanter werden.

Hat Verwaltungsratspräsident Benno Oertig nach dem 2:2 gegen Thun getobt? Er wollte mit Ihnen die dritte Stufe zünden.

Nein, für seine Verhältnisse blieb er erstaunlich ruhig. Er ist ein emotionaler Mensch. Aber er greift nicht in das Tagesgeschäft ein. Er ist operativ tätig, arbeitet in strategischer Hinsicht. Er will Analysen und Lösungsvorschläge.

Zu ihrer Zeit bei GC, als Erich Vogel Sportchef war, musste dieser jeweils um 6 Uhr morgens zum Rapport bei Geldgeber Werner H. Spross antraben. Müssen Sie das bei Oertig auch?

(Lacht.) Was heisst um sechs Uhr morgens, um fünf Uhr musste Erich Vogel zur Sitzung erscheinen, und einmal pro Monat galt dies auch für den Trainer. Das ist bei YB nicht der Fall. Wie gesagt, Benno Oertig mischt sich nicht in das Tagesgeschäft ein. Wir telefonieren während der Woche ein paar Mal, er ist oft an den Spielen, aber er kommt nicht in die Kabine.

Was haben Sie am Montag der Mannschaft gesagt?

Ich habe mich mit dem Mannschaftsrat unterhalten. Die Gründe für die Probleme auf dem Spielfeld haben die Ursachen ja meist anderswo. Es fehlt ein bisschen der Erfolghunger. Die Spieler hätten Thun auffressen müssen, nachdem wir zum zweiten Mal in Führung gegangen sind. Aber wir waren nicht imstande, in den verbleibenden 14 Minuten die Führung über die Distanz zu bringen.

Weshalb fehlt den YB-Spielern der Hunger auf Erfolg. Sie haben ja noch gar nichts gewonnen?

Es gab die guten Spiele gegen Fenerbahçe und Tottenham, plötzlich wurden mehrere YB-Spieler in die Nationalmannschaft berufen. Sie standen im Rampenlicht, es gab Medienberichte. Das bezieht sich nicht nur auf die Schweizer Spieler, auch Henri Bienvenu spielte plötzlich für Kamerun. Aber die Resultate bei YB sind ungenügend. Jetzt sind wir alle gefordert.

Haben Sie das auch Trainer Vladimir Petkovic gesagt?

Ja natürlich, er weiss das ohnehin, das musste ich ihm nicht zuerst erklären.

Und wie hat er reagiert?

Er bleibt sehr ruhig. Das ist mir schon zuvor aufgefallen. Auch vor dem Spiel gegen Basel waren wir unter Druck, auch damals hat er die Mannschaft hervorragend vorbereitet. Wäre der Unfall mit Dudar nicht passiert, hätten wir Basel geschlagen. Ich habe schon andere Trainer erlebt, die in schwierigen Phasen plötzlich der Hysterie verfielen, überall Heckenschützen vermuteten. Das ist bei Petkovic nicht der Fall.

Wie lange läuft eigentlich ihr Vertrag bei YB?

Es ist ein normaler Arbeitsvertrag ohne zeitliche Befristung.

Mit Probezeit und danach dreimonatiger Kündigungsfrist?

Nein, ohne Probezeit. Aber es ist ein normaler Arbeitsvertrag, wie das offenbar bei YB üblich ist, wenn man nicht Spieler ist oder zum Betreuerstab zählt.

Am Donnerstag spielt YB gegen Getafe in der Europa League, am Sonntag in Luzern um Meisterschaftspunkte. Welches ist das wichtigere Spiel?

Der Match gegen Getafe. Wenn uns da ein gutes Spiel gelingt, ist es viel einfacher, danach die Partie in Luzern vorzubereiten. Spielen wir aber gegen Getafe schlecht, wird es kompliziert.

http://www.derbund.ch/bern/YBCEO-Es-fehlt-der-Erfolgshunger/story/29929655

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. September 2010, 14:06 
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Beiträge: 566
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das ganze interview klingt nicht mehr so euphorisch wie am anfang als känzig seinen neuen job antratt. wahrscheinlich hatte er sich das ganze auch ein wenig anders vorgestellt. ich denke oertigs geduld wird nicht mehr lange andauern, dann wird er konkrete massnahmen von känzig fordern, sollten wir weiterhin im mittelmass versinken.


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