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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 09:53 
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Der Bund, 23.08.2010

YB krampfte sich zum 1:0-Sieg

Aufatmen bei den Young Boys: Drei Tage vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Tottenham schafften die Berner endlich den ersten Heimsieg in der Super League.

David Degen bugsierte den Ball in der 65. Minute zum erlösenden 1:0 gegen den FC Zürich über die Linie. Es war ein Glücksgoal, und das passte zu diesem Spiel mit kargem Unterhaltungswert: Hochstrasser flankte vor das Tor, FCZ-Goalie Guatelli lenkte den Ball vor Bienvenu irgendwie ab, er kam zu Raimondi, dessen Schuss wurde vor der Torlinie von Zouaghi abgeblockt und der Ball kollerte genau vor die Füsse von Degen.

«Jetzt müssen wir den Schalter schnell umlegen», hatte Degen nach dem schlechten Saisonstart vor dem Spiel gefordert, und ausgerechnet dem Baselbieter gelang nun der Siegtreffer. «Wir hatten Mühe gegen diesen defensiven FCZ», bekannte Degen, «der Gegner spielte auf ein 0:0.»

Tatsache ist aber, dass YB in der Schlussphase Glück hatte. Zuerst rettete Wölfli gegen Margairaz, der von Kukuruzovic freigespielt worden war (74.), und als der eingewechselte Schönbächler in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einer weiten Flanke die YB-Abwehr überraschte, lenkte der aufgerückte Verteidiger Teixeira, bereits dreifacher Torschütze für den FCZ in dieser Saison, den Ball an den Pfosten. Danach packte Wölfli den Ball und Schiedsrichter Wermelinger beendete die Partie. YB-Sportchef Alain Baumann sprach hinterher von einer «Willensleistung»: «Bei dieser Hitze, die Champions-League-Playoffs im Hinterkopf, war es für unser Team gegen die destruktive Spielweise von Zürich nicht einfach.»

Das sah FCZ-Trainer Urs Fischer nicht so. «Wir haben fast nichts zugelassen und eine gute Leistung gezeigt. Dennoch verlieren wir 0:1. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf entsprochen.»

Zumindest vor der Pause war es ein Spiel, das die über 20 000 Zuschauer im Stade de Suisse forderte. Sie mussten gegen die Langeweile ankämpfen. Kaum eine Aktion gelang, die Berner liessen sich mit dem 4-1-4-1-System nicht dazu bringen, den Zürchern Raum für Konter zu gewähren. Vladimir Petkovic nannte es «Schachspiel, und wir hatten am Schluss einen Zug mehr». Nur das ­Resultat sei wichtig in dieser Situation. Erstmals in dieser Saison blieb YB in der Super League ohne Gegentor. «Es war zu heiss für Fussball», fand der YB-Trainer noch. «Aber das Fernsehen diktiert die Anspielzeiten.» Und auch die YB-Fans zeigten sich in Jubelstimmung, das Tor liess allen ­Unmut über das schwache Spiel vergessen.

Kaum Hoffnung auf Dudar

Die Young Boys haben ihre Pflicht erfüllt, jetzt richtet sich der Fokus auf das Spiel gegen Tottenham. Die Mannschaft trainiert heute Montag Morgen und fliegt am Dienstagmorgen nach London. Dabei schaut es für Emiliano ­Dudar nicht gut aus, dessen Kopfballstärke YB in London gut gebrauchen könnte. Der Abwehrchef erlitt im ­Training vor 13 Tagen am rechten Fuss eine Sprunggelenkverletzung. Zwei Bänder sind gerissen. Ob er für das Spiel am Mittwoch, bei dem es um 25 bis 30 Millionen Franken geht, fitgespritzt wird, liess Baumann offen. «Dazu müsste Dudar im Kopf ­bereit sein und das Okay geben», sagte der Sportchef. Petkovic dagegen verzog die Mundwinkel bei diesem Thema. «Es sieht nicht gut aus, ich glaube, Dudar wird am Mittwoch nicht spielen können.»

http://www.derbund.ch/bern/YB-krampfte-sich-zum-10Sieg/story/17044376

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 14:09 
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Berner Zeitung, 23.08.2010

Weshalb Bickel sauer auf seine Stars ist

Obwohl YB-Spieler David Degen das goldene Tor aus einer Abseitsposition erzielt hatte, lässt FCZ-Sportchef Fredy Bickel diesmal seinen Frust nicht am Schiedsrichter aus.

«Das wäre zu billig», sagt Bickel gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz. Der Zürcher war nach der 0:1-Niederlage in Bern dermassen über seine Spieler verärgert, dass er die Heimfahrt nicht im Mannschaftsbus antrat. «Ich hätte in den Emotionen und meiner Enttäuschung möglicherweise überreagiert», so Bickel. Er habe sich vor sich selbst schützen wollen.

«Nach dem Spiel bin ich in die Gartenbeiz vor dem Stadion gegangen und habe zuerst einmal ein Gläschen Weisswein zur Abkühlung bestellt», verrät Bickel. Dann habe er seiner Freundin am Handy gesagt, sie solle noch nicht nach Zürich zurückfahren. «Sie hat auf mich gewartet und mich dann im Auto mitgenommen», so Bickel.

Bickel kritisiert seine Kreativabteilung

Heute Morgen machte sich Bickel beim Joggen gleich noch einmal seine Gedanken. «Ich war über die Leistung immer noch so sauer, dass ich den Kopf auslüften musste.» Der FCZ habe in Bern zwei Gesichter gezeigt, analysiert der Sportchef. «Defensiv sind wir hervorragend gestanden», sagt er. Trainer Urs Fischer habe die Mannschaft taktisch intelligent auf die Angriffe der heimstarken Berner vorbereitet. YB habe sich in einem Heimspiel wohl noch selten so wenige Torchancen erarbeiten können. «Wir waren so gut organisiert, dass YB kein Rezept fand», so Bickel.

Doch wenn er von der offensiven Leistung des FCZ spricht, kommt er geradezu in Rage. «Da hat mir das Feuer und die Leidenschaft gefehlt», kritisiert er schonungslos und spricht von einer emotionslosen Leistung seiner Kreativabteilung. «Der Einzige, der offensiv etwas bewegen wollte, war unser Innenverteidiger Texeira», lobt Bickel den Portugiesen.

Magnin habe wenigstens neben dem Spielfeld Emotionen gezeigt. «Nach dem Spiel wurde er laut und hat seine Meinung kundgetan», so Bickel. Der FCZ habe zwar Chancen gehabt. «Doch es fehlte der Punch, der letzte Wille, das Tor wirklich auch erzielen zu wollen», fährt Bickel fort. Wann er mit seinen Versagern vor dem Tor sprechen will, weiss er noch nicht. Morgen Dienstag hat die Mannschaft frei.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Weshalb-Bickel-sauer-auf-seine-Stars-ist/story/11883720

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 15:20 
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Zitat:
Obwohl YB-Spieler David Degen das goldene Tor aus einer Abseitsposition erzielt hatte, lässt FCZ-Sportchef Fredy Bickel diesmal seinen Frust nicht am Schiedsrichter aus.


was schribe die für seich, das isch doch nie und nimmer abseits gsi!


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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 19:46 
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mo mou... aso ja... wie gseit, es isch knapp gsi. Und im Zwiifusfau sett dr Linierichter füre Stürmer entscheide, waser hie ou gmacht het. Dr Punkt isch... Leoni isch usem Gou usecho, somit steit nur no 1 Spiler zwüsche Stürmer und Goal. Und es müesse geng zwöi sii. Und dr zwöit isch öppe uf gliicher Hööchi oder haut chli wiiter hinge und drum sehr wahrschynlech knapp offside, aber äbä me gsehts nid würklech, auso het me das aus Linierichter ou nid guet chönne gseh.
Und wenn itz seisch... äh was dr Bau isch vom Gägner cho... das isch hie ou nid relevant, wiu dr Pass vomne YB-Spieler isch cho.

Übrigens... we mr grd vo Linierichter und so am redä sii. Het mi erstuunt, wie unuffällig die während em CL-Playoff Match gsi si. Woni dLuutsprächerdurchsag ghört ha, das scho wider so zwöi Deppä ums Gou ume stöh, hani mr scho a Gring glängt.. das verwirrt eim bim zueluege. Bracht hets wou ou das mau wider nid würklech viu... ig finge geng no dä 5. & 6. Schiri bringt itz chuum öppis. Wenn scho... de Torkamera aues angere ischs Chaub gmacht.


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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 22:53 
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Blick, 23.08.2010

YB zückt den Degen

Endlich der erste Heimsieg! Dank Degen nimmt YB trotz irrer Hitze langsam Fahrt auf. Doch das 1:0 gegen den FCZ ist ein Riesen-Chrampf.

Die Berner schwitzen schon, bevor sie auf den brütend heissen Kunst-rasen rennen. Denn der Druck war nach der 0:1-Pleite gegen Xamax letztes Wochenende immens. Die Angst sitzt YB im Nacken. Eine weitere Niederlage hätte – knapp zwei Wochen nach dem Führungswechsel – zu heftigen Diskussionen geführt. Absolut unnötig, nur wenige Tage vor dem wichtigen Tottenham-Spiel.

Das unterstreicht sogar Trainer Vladimir Petkovic: «Das war einer der wichtigsten Siege, wichtiger als jene im Europacup.» Weil YB zur rechten Zeit den Degen zückt, stehts am Schluss 1:0. Petkovic : «So ist vorne wieder alles nahe beisammen und wir können das Spiel in London in Ruhe vorbereiten.»

Aber überzeugend ist der Auftritt der Berner nicht. Er kann sogar als glücklich bezeichnet werden. «Ein Remis wäre mehr als verdient gewesen», sagt denn auch FCZ-Coach Urs Fischer. «Wir haben einen guten Job gemacht, der nicht belohnt wurde, weil wir zu umständlich waren.» So auch in der vierten Nachspielminute, die Ref Wermelinger völlig grundlos an die drei angezeigten anhängt – Teixeira trifft da den Pfosten und Wölfli statt ins Tor.

Hitzeschlacht im «Stade de Schwitz»

Das Spiel ist ganz generell nicht gut. Die Hitze auf dem Plastik-Platz (Degen: «mindestens 35 Grad!») macht den Spielern zu schaffen. Als Ausrede lässt Magnin das aber nicht gelten: «Hei, in Frauenfeld kämpfen die den ganzen Tag. Da können wir auch neunzig Minuten durchstehen.»

A propos Schwingen: Den zweitgrössten Applaus im Stade de Suisse gibts für die Durchsage von Kilian Wengers Sieg. Den grössten für Degens Tor. Keinen Applaus gibt es für die vom Schiri angeordneten Trinkpausen.

Dud ar am Mittwoch trotz Bänderriss dabei?

Bei YB nach wie vor nicht im Einsatz ist Abwehrchef Emiliano Dudar . «Wenn er will, spritzen wir ihn für den Mittwoch fit», sagt Sportchef Alain Baumann. Bei gerissenen Bändern soll das Risiko einer Verschlimmerung der Verletzung praktisch inexistent sein. Petkovic hingegen glaubt nicht an ein Comeback in London: «Emilianos Einsatzchancen steigen täglich, aber für Mittwoch reicht es kaum.»

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 22:54 
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Der Bund, 23.08.2010

YB krampfte sich zum 1:0-Sieg

David Degen erzielte das entscheidende Tor gegen den FC Zürich.

Aufatmen bei den Young Boys. Drei Tage vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Tottenham in London schaffte YB endlich den ersten Heimsieg in der Super League.

David Degen bugsierte den Ball in der 65. Minute zum erlösenden 1:0 gegen den FC Zürich über die Linie. Es war ein Glücksgoal, und das passte zu diesem Spiel mit kargem Unterhaltungswert: Hochstrasser flankte vor das Tor, FCZ-Goalie Guatelli lenkte den Ball vor Bienvenu irgendwie ab, er kam zu Raimondi, dessen Schuss wurde vor der Torlinie von Zouaghi abgeblockt und der Ball kollerte genau vor die Füsse von Degen.

«Jetzt müssen wir den Schalter schnell umlegen», hatte Degen nach dem schlechten Saisonstart vor dem Spiel gefordert, und ausgerechnet dem Baselbieter gelang nun der Siegtreffer. «Wir hatten Mühe gegen diesen defensiven FCZ», bekannte Degen, «der Gegner spielte auf ein 0:0.»

Tatsache ist aber, dass YB in der Schlussphase Glück hatte. Zuerst rettete Wölfli gegen Margairaz, der von Kukuruzovic freigespielt worden war (74.), und als der eingewechselte Schönbächler in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einer weiten Flanke die YB-Abwehr überraschte, lenkte der aufgerückte Verteidiger Teixeira, bereits dreifacher Torschütze für den FCZ in dieser Saison, den Ball an den Pfosten. Danach packte Wölfli den Ball und Schiedsrichter Wermelinger beendete die Partie.

YB-Sportchef Alain Baumann sprach hinterher von einer «Willensleistung»: «Bei dieser Hitze, die Champions-League-Playoffs im Hinterkopf, war es für unser Team gegen die destruktive Spielweise von Zürich nicht einfach.»

Das sah FCZ-Trainer Urs Fischer nicht so. «Wir haben fast nichts zugelassen und eine gute Leistung gezeigt. Dennoch verlieren wir 0:1. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf entsprochen.»

Zumindest vor der Pause war es ein Spiel, das die über 20 000 Zuschauer im Stade de Suisse forderte. Sie mussten gegen die Langeweile ankämpfen. Kaum eine Aktion gelang, die Berner liessen sich mit dem 4-1-4-1-System nicht dazu bringen, den Zürchern Raum für Konter zu gewähren. Vladimir Petkovic nannte es «Schachspiel, und wir hatten am Schluss einen Zug mehr». Nur das Resultat sei wichtig in dieser Situation. Erstmals in dieser Saison blieb YB in der Super League ohne Gegentor. «Es war zu heiss für Fussball», fand der YB-Trainer noch. «Aber das Fernsehen diktiert die Anspielzeiten.» Und auch die YB-Fans zeigten sich in Jubelstimmung, das Tor liess allen Unmut über das schwache Spiel vergessen.

Kaum Hoffnung auf Dudar

Die Young Boys haben ihre Pflicht erfüllt, jetzt richtet sich der Fokus auf das Spiel gegen Tottenham. Die Mannschaft trainiert heute Montag Morgen und fliegt am Dienstagmorgen nach London. Dabei schaut es für Emiliano Dudar nicht gut aus, dessen Kopfballstärke YB in London gut gebrauchen könnte. Der Abwehrchef erlitt im Training vor 13 Tagen am rechten Fuss eine Sprunggelenkverletzung. Zwei Bänder sind gerissen.

Ob er für das Spiel am Mittwoch, bei dem es um 25 bis 30 Millionen Franken geht, fitgespritzt wird, liess Baumann offen. «Dazu müsste Dudar im Kopf bereit sein und das Okay geben», sagte der Sportchef. Petkovic dagegen verzog die Mundwinkel bei diesem Thema. «Es sieht nicht gut aus, ich glaube, Dudar wird am Mittwoch nicht spielen können.»

Nachgefragt

«Es war ein bisschen Glück dabei»

YB-Goalie Marco Wölfli wurde am Tag des 1:0 gegen den FCZ 28 Jahre alt. Dabei blieb er in der Meisterschaft erstmals ungeschlagen.

Marco Wölfli, wie war das mit der Parade in der 94. Minute?

Der Ball von Teixeira prallte an den Pfosten, dann zurück gegen den FCZ-Spieler und von ihm in meine Hände. Es war eine Riesenparade. Nein, im Ernst, es war ein bisschen Glück dabei.

Geburtstagsglück?

Ja, das kann man sagen. Es war wichtig für uns, die drei Punkte zu holen und zu null zu spielen, nachdem wir schon viermal ein frühes Gegentor kassiert haben. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann besser ins Spiel, verdienten uns den knappen Sieg.

Am Mittwoch gegen Tottenham wird es wohl mehr Arbeit geben als gegen den FCZ?

Das ist schwer vorauszusagen. Wir haben in Istanbul die Überraschung geschafft, wir sind auch in London für eine Überraschung gut. (zog)

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. August 2010, 22:58 
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Solothurner Zeitung, 23.08.2010

«Ich freue mich mega auf das Spiel in London»

David Degen nach Sieg gegen den FCZ erleichtert
YB-Flügel David Degen erzielte gegen den FC Zürich sein erstes Saisontor und zeigte sich nach dem Spiel hoch motiviert für das Champions-League-Spiel gegen Tottenham.

David Degen, konnte oder wollte YB kein Startfeuerwerk wie gegen Tottenham zeigen?

David Degen: Zürich war gut eingestellt und hat uns in der Offensive keine Räume gelassen, das war gegen die Engländer einfacher. Wenn eine Mannschaft mit elf Spielern verteidigt, ist es für jedes Team schwierig, zu Chancen zu kommen.

In der zweiten Halbzeit lief es besser. Was war das Rezept?

Degen: In der Kabine waren wir uns einig, dass wir mehr über die Aussenpositionen spielen müssen, da Zürich im Zentrum massiert stand. Genau so ist dann auch mein Tor entstanden, wir haben also alles richtig gemacht.

Sie haben Ihr erstes Saisontor erzielt. Eine Erleichterung?

Degen: Ja klar, ich bin froh darüber, endlich getroffen zu haben. Aber wer die Tore macht, ist nicht so entscheidend. Ich freue mich genauso über eine gelungene Vorlage.

Wie wichtig ist der Sieg im Hinblick auf das Spiel am Mittwoch in London?

Degen: Sehr. Die drei Punkte geben uns viel Selbstvertrauen. Er war auch wichtig im Bezug auf die Tabellensituation in der Meisterschaft. Mit dem Sieg konnten wir zu Zürich aufschliessen und den Abstand nach vorne nicht zu gross werden lassen.

Wie bereiten Sie persönlich sich nun auf Tottenham vor?

Degen: Mit Relaxen und viel Konzentrationsarbeit. Ich freue mich mega auf das Spiel. In London gehe ich auf den Platz nach dem Motto «Achtung, fertig, los». Ich hoffe, dass auch meine Mitspieler so denken.

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