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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2004, 08:54 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Das letzte Spiel der Hinrunde MÜSSEN wird unbedingt gewinnen!
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shalako
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Verfasst: Samstag 11. Dezember 2004, 12:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 11.12.2004
YB muss Gas geben
Letztes Spiel des Jahres am Sonntag (14.30 Uhr): Die Young Boys gegen Xamax unter Druck
Für die Young Boys geht mit der sonntäglichen Meisterschaftspartie gegen Xamax ein ziemlich turbulentes Jahr zu Ende. Nach einer Serie weniger guter Spiele ersehnen sich die Berner Verantwortlichen zum Abschluss einen Sieg.
charles Beuret
«Ein Sieg gegen Xamax wäre ein positives Signal», sagt Trainer Hans-Peter Zaugg. Er möchte seine Young Boys am Sonntag nach dem Spiel mit einem Erfolgserlebnis in die kurzen Ferien entlassen, bevor es am 6. Januar mit einem harten Aufbautraining wieder losgeht.
Nur, das Siegen wird den Bernern auf dem Neufeld auch diesmal nicht leicht fallen: Xamax ist die Überraschungsmannschaft der Saison, und die besonderen Qualitäten der Neuenburger sind, wie Zaugg sagt, «die gleichen wie die des FC Thun: Die Spieler gehen in einer sehr gut organisierten Mannschaft, wo jeder mit grösster Konzentration bei der Sache ist, überdurchschnittlich weite Wege. Sie werden uns einiges abverlangen.» Dennoch streben die Young Boys drei Punkte an – was nur mit einer besseren Defensivleistung gelingt, als sie zuletzt gegen den FC Zürich (2:4) erbracht worden ist.
Eine neue Abwehr – und Melo
Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres muss der YB-Trainer seine Abwehr erneut neu formieren: Linksverteidiger Alain Rochat steht infolge einer Sperre nicht zur Verfügung; ferner dürfte auch Rechtsverteidiger Fabian Geiser fehlen – er steckt in einem Formtief. Weil im Zentrum Mark Disler (Hirnerschütterung) weiterhin ausfällt, wird Hans-Peter Zaugg in die Trickkiste greifen müssen. Wie er das Abwehr-Puzzle löst, ist noch offen: «Wir haben im Training verschiedene Varianten versucht – am Samstag nach dem Abschlusstraining wird entschieden.» Immerhin ist anzunehmen, dass Ivan Knez nach einer kurzen Verletzungspause wieder dabei ist – und möglicherweise wird Knez gegen Xamax letztmals für die Young Boys einlaufen. Der Grund: Der FC Luzern bekundet grosses Interesse, den Abwehrspieler möglichst schon für die Rückrunde zu übernehmen. YB-Sportchef Reto Gertschen dazu: «Es stimmt, die Absicht besteht. Aber wir haben mit dem Spieler noch nicht gesprochen. Der Vertrag von Knez läuft im Prinzip ja bis Juni 2005. Wir werden uns nach dem Xamax-Spiel über die Zukunft unterhalten.»
Schon heute sicher ist, dass sich die Young Boys auf dem Markt umsehen werden. In dieser Woche hat der Captain der U-23-Nationalmannschaft Uruguays, der Defensivspieler Pablo Melo, mit den Bernern trainiert. Er sei ein interessanter Mann, sagt Gertschen, «und auch als Nummer 6 einsetzbar». Ob Melo einen YB-Vertrag bekommen wird, hängt wohl von der Zukunft Knez’ ab. So oder so erhalten die Berner Abwehrspieler mit dem 22-jährigen Isländer Gretar Steinsson ab Januar neue Konkurrenz.
Die Mannschaft habe nach dem FCZ-Match im Training hervorragend reagiert, konstatiert Hans-Peter Zaugg. Jeder wisse, was auf dem Spiel stehe – schliesslich locke nicht nur der Cup-Viertelfinal (mit dem Match gegen Thun am 13. Februar zum Saisonauftakt 2005), sondern auch das neue Stadion. Da wolle nicht nur er selbst, sondern jeder dabei sein.
Die Defizite im verunglückten Spiel gegen den FC Zürich seien bei der Video-Analyse augenfällig gewesen und die Lehren gezogen, sagt Zaugg: «Wir haben verloren, weil die Summe der individuellen Aussetzer viel zu hoch war. Jetzt müssen wir unbedingt die Fehlerquote reduzieren – und vorne unsere Tore schiessen.»
Trainingslager in Marbella
Inzwischen steht fest, dass die Young Boys am 26. Januar nicht wie ursprünglich geplant nach Uruguay ins Trainingslager reisen werden. Die Platzbedingungen erfüllen die Ansprüche offenbar nicht. Mit grosser Wahrscheinlichkeit findet die spielerische Saisonvorbereitung wie letztes Jahr im spanischen Marbella statt, wo sich Jahr für Jahr mehrere ausländische Spitzenteams den letzten Schliff holen. An Sparringspartnern wird es den Young Boys, die im Frühjahr 2005 Gas geben wollen, sicherlich nicht fehlen.
Gas geben müssten die Berner allerdings schon morgen: Sonst überwintern sie möglicherweise in der Gefahrenzone.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 11. Dezember 2004, 12:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 11.12.2004
«Brutal wichtiges Spiel für YB»
Morgen empfängt YB den Tabellenzweiten Xamax (Neufeld, 14.30 Uhr). Gürkan Sermeter verspricht eine Reaktion der zuletzt ungenügenden Berner. Er will auch für den kritisierten Trainer Hans-Peter Zaugg siegen.
Es ist die letzte Runde vor der Winterpause. Und es ist eigentlich nur eine von 36 Partien in dieser Saison. Doch für die Young Boys gehts morgen im Heimspiel gegen Xamax um einiges mehr als um drei Punkte. Ein «brutal wichtiges Spiel» nennt Gürkan Sermeter das Duell mit dem überraschenden Tabellenzweiten. «Wir können es uns nicht leisten, mit zwei Heimniederlagen die Vorrunde zu beenden», sagt Sermeter eine Woche nach dem bitteren 2:4 gegen den FC Zürich.
«Ein erster Cupfinal»
YB spielt morgen darum, den Anschluss an die Uefa-Cup-Ränge nicht bereits vorzeitig zu verlieren. Und mit einem Erfolg würde wieder ein beruhigender Abstand auf die Abstiegsränge geschaffen werden. «Wir wollen eine wechselvolle Halbserie mit einem positiven Erlebnis beenden», sagt Sermeter. Es gehe nicht zuletzt auch darum, dem Trainer den Rücken zu stärken, erklärt der rechte Mittelfeldspieler. «Das Team steht voll hinter Hans-Peter Zaugg», sagt Sermeter, «dafür lege ich meine Hand ins Feuer.» Schmerzhaft aber soll es für die Berner morgen nicht enden, das verspricht der 30-Jährige: «Wir werden kämpfen bis zum Umfallen.» Das sei zwar schnell gesagt, aber er habe unter der Woche die Energie und die Anspannung im Training gespürt: «Wir spielen gegen Xamax einen ersten Cupfinal.»
Der zweite, richtige Final soll im Frühling im Basler St.-Jakob-Park folgen. «Wir freuen uns auf den Cupviertelfinal gegen Thun gleich zu Beginn der Rückrunde», sagt Sermeter, «aber zuerst müssen wir mit einem Erfolg gegen Xamax der Rückstand auf Rang zwei verkleinern.» Und dorthin gehöre YB, für diese Platzierung reiche das Potenzial. «Ich bin sicher, dass wir mit einer guten Vorbereitung im neuen Jahr eine entscheidende Rolle in der Liga spielen können», sagt Sermeter.
Das grosse Verletzungspech
Das gilt auch für seine Person. Zum ersten Mal in seinen fünf Jahren in Bern wurde Gürkan Sermeter in den letzten Monaten von einer Pechsträhne verfolgt. Gegen den FCZ am letzten Sonntag spielte der Leistungsträger und Wortführer bei den Gelb-Schwarzen erstmals in dieser Spielzeit über neunzig Minuten durch – und war einer der wenigen, der sich gegen die drohende Niederlage wehrte. Er könnte es sich nun einfach machen und die Teamkollegen für deren wechselvolle Vorstellungen während seiner Abwesenheit kritisieren. Aber Sermeter ist ein Teamplayer. Er sagt: «Wir sind ein Team und finden gemeinsam aus dem Tief.» Die unglaubliche Verletzungsserie sei zudem schwierig zu meistern gewesen: «Jeder Coach bekommt Schwierigkeiten, wenn er auf jeder Position ständig Änderungen vornehmen muss.»
Sermeter hat sich fürs Jahr 2005 viel vorgenommen: 2. Rang, Cupsieg, das neue Wankdorf – und dazu der Sprung ins Nationalteam? «Langsam, langsam», sagt Sermeter, «eines nach dem anderen.» Wenn seine Leistungen stimmten, komme alles andere von allein. «Und sowieso, derzeit ist das Jahr 2005 weit weg. Für mich gibts nur das Spiel gegen Xamax. Wir wollen am Sonntag das Publikum für die teilweise dürftigen Leistungen zuletzt entschädigen.» Man spürt es aus den Worten Sermeters, morgen gehts für YB um viel. Eine weitere Niederlage – und es wird verdammt ungemütlich in Bern.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2004, 18:56 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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news.ch, 12.12.2004
Chapuisat traf doppelt
Nach vier Spielen mit nur einem Punkt kehrten die Young Boys ausgerechnet gegen die Überraschungsmannschaft der Vorrunde, Neuchâtel Xamax, zum Siegen zurück. YB schlägt Xamax 2:1.
Altmeister Stéphane Chapuisat schoss in der 14. Minute das 1:0 und nach Griffiths Ausgleich in der 45. Minute das 2:1. Dem zweiten Tor von Chapuisat ging indes eine heikle Szene voran.
Sermeter warf den Ball am falschen Ort ein, was dazu führte, dass die Verteidigung der Neuenburger nicht bereit war.
In der zweiten Hälfte beklagte Xamax überdies ein annulliertes Tor und einen Lattenschuss von Jefferson. Neun gelbe Karten widerspiegelten die Hektik der letzten 45 Minuten.
Young Boys - Neuchâtel Xamax 2:1 (2:1)
Neufeld. -- 6400 Zuschauer. -- SR Rogalla. -- Tore: 14. Cordonnier (Eigentor) 1:0. 37. Griffiths 1:1. 45. Chapuisat 2:1.
Young Boys: Bettoni; Burki, Knez, Carreño, Urdaneta; Sermeter (70. Magnin), Friedli, Häberli, Melunovic; Neri, Chapuisat (79. De Napoli, 88. Aziawonou).
Xamax: Bedenik; Cordonnier, Mangane (79. Maraninchi), Von Bergen; Griffiths, Oppliger (43. Siqueira-Barras), Ielsch, Baumann; Jefferson, Rey, M´Futi.
Bemerkungen: YB ohne Eugster, Disler, Coubagéat, Berisha, Wölfli (alle verletzt), Rochat, Xamax ohne Barea, Tuti (beide verletzt), Daffe, Soufiani, Valente (nicht im Aufgebot), Margairaz, Zambaz (beide gesperrt). 29. Tor von M´Futi wegen Offside annulliert. 61. Tor von Neri wegen Offside annulliert. 69. Lattenschuss Jefferson. 79. Mangane mit Schulterverletzung ausgeschieden. 88. De Napoli verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 47. Häberli (Foul), 50. Jefferson (Ballwegschlagen), 53. Sermeter, 57. Siqueiro-Barras, 59. Ielsch, 65. Chapuisat, 69. Urdaneta (alle Foul), 83. Bettoni und M´Futi (beide Unsportlichkeit).
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2004, 09:56 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 13.12.2004
Fahrplanwechsel auch bei YB
Zum Abschluss der Vorrunde wieder mit Siegeswillen: Die Young Boys erkämpften sich gegen Xamax einen wichtigen 2:1-Erfolg
Versöhnlicher Abschluss der Herbstrunde im Neufeld: Die Young Boys, wieder aggressiv und selbstbewusst wie in besseren Tagen, setzten sich gegen das spielerisch eher überlegene Xamax verdient mit 2:1 durch.
charles Beuret
Es war noch lange nach Spielschluss das entscheidende zweite YB-Tor, das zu reden gab und das die Xamax-Verantwortlichen veranlasste, gegen die Wertung der Partie Protest einzulegen. Die Neuenburger regten sich darüber auf, dass Schiedsrichter Rogalla diesen Treffer – erzielt von Chapuisat in der 45. Minute – anerkannte. Ihrer Meinung nach waren, als Häberli zur torbringenden Flanke ansetzte, zwei Bälle im Spiel: jener, den Sermeter viel zu weit vorne eingeworfen hatte, und ein anderer, den Burki am richtigen Ort, etwa 20 Meter weiter hinten aufs Feld werfen wollte. Nach Konsultation der TV-Bilder lässt sich sagen, dass sich einzelne Neuenburger zwar auf Burki konzentrierten, dass dessen Ball aber noch nicht gespielt war. Und sicher war auch, dass sich die Young Boys über die Interpretation der Dinge durch den Schiedsichter nicht beklagen durften.
Doch Xamax-Trainer Gianni Dellacasa bestätigte den Protest: «Es war kein Tatsachenentscheid, der da vorlag, sondern ein regeltechnischer Fehler: Wenn ein Spieler zu viel auf dem Feld ist, wird ein Match auch nicht gewertet. Diesmal war ein Ball zu viel im Spiel, auch wenn er noch nicht gespielt war – eine klare Sache also.»
Dennoch dürfte der Protest keine Chance haben, wie wohl auch Dellacasa weiss: Nach der Version des Schiedsrichters war dieser ominöse zweite Ball eben gar nicht im Spiel. Der italienische Trainer von Xamax wertete diese für sein Team unglückselige Situation übrigens überraschenderweise nicht als matchentscheidend: Sein Team habe immerhin noch eine ganze Halbzeit lang Zeit gehabt, um zu reagieren – es habe gegen das vor allem kämpferisch starke YB aber kein Rezept gefunden.
Typisch, dieses Siegestor
In der Tat: Kämpferisch konnte man den Young Boys gestern überhaupt keinen Vorwurf machen, im Vergleich zur jüngsten Darbietung (2:4 gegen den FC Zürich) war die Zaugg-Mannschaft um einiges aggressiver – sie wollte diesen Sieg. Auch in den Köpfen der Spieler hat gestern offenbar eine Art Fahrplanwechsel stattgefunden.
Deshalb war dieses glückhafte beziehungsweise umstrittene Siegestor irgendwie typisch für diesen Match: Es fiel jenem Team zu, das die drei Punkte mit aller Vehemenz anstrebte und dafür mitunter auch mit Haken und Ösen zur Sache ging. Der schnell (und wohl an einem falschen Ort) ausgeführte Einwurf Sermeters passte gut ins Bild.
Übrigens war schon der erste YB-Treffer (14. Minute) auf ähnliche (aber diesmal hundertprozentig reguläre) Weise gefallen: Nach schnell ausgeführtem Einwurf (Sermeter) und Rechtsflanke (Häberli) drückte Xamax-Verteidiger Cordonnier (und nicht Chapuisat, wie der Platzspeaker meldete) den Ball über die Linie. Der 1:0-Vorsprung machte die Berner eine Spur selbstsicherer, jedenfalls lag in den folgenden Minuten das zweite YB-Tor eher in der Luft als ein Treffer der Neuenburger, die nach einem Corner durch Griffith (Neri hatte ihm alle Freiheiten gelassen) überraschend das 1:1 schossen. Das Goal gab Xamax aber nur während weniger Minuten Auftrieb: Kurz vor der Pause sorgte der bereits geschilderte, umstrittene YB-Treffer, dass sich die Neuenburger wieder in Rücklage befanden.
Der Griff in die Trickkiste
Die Sperre Rochats, die Verletzung Dislers und die Unterform Geisers hatte dazu geführt, dass die Young Boys erneut mit einer neuformierten Abwehr antreten mussten. Trainer Zaugg liess sich dabei etwas einfallen: Er nominierte den Venezolaner Urdaneta als Linksverteidiger, während er auf der rechten Seite Burki aufstellte. Insbesondere Urdaneta erwies sich auf der ungewohnten Position als «Trouvaille». Er erhielt von seinem Trainer denn auch die entsprechenden Komplimente: «Urdaneta ginge lieber mit der Nummer 10 auf den Platz – aber wie es sich für einen richtigen Profi gehört, hat er sich in den letzten Tagen voll und ganz auf diese Aufgabe konzentriert.» Dass Burki auf der anderen Seite etwas schwächer abschnitt, war verständlich: Der Nachwuchsnationalspieler hatte in der höchsten Klasse eine lange Pause hinter sich – ihm fehlt ganz offensichtlich der Wettkampf-Rhythmus. Dennoch zeigte sich die YB-Abwehr mit den defensiv stark spielenden Innenverteidigern Carreño und Knez viel stabiler als zuletzt gegen den FC Zürich. Xamax liess zwar auch ein paar Torchancen unverwertet (und Jefferson hatte mit einem Lattenschuss viel Pech), doch insgesamt besassen die Young Boys die zahlreicheren Möglichkeiten – allein drei hatte Häberli, der unermüdliche Rackerer und YB-Motor.
Nach oben, nicht nach unten
Zuletzt aber stimmte das Resultat für die Berner. Zaugg konnte mit gewissem Stolz bilanzieren: «Der Abstand auf Platz 2 ist um einiges kleiner geworden. Es wird nach einer insgesamt schwachen Herbstrunde im Frühling unser Ziel sein, diesen zweiten Platz anzuvisieren. Wir blicken wieder nach oben, nicht nach unten.»
Übrigens hatte Zaugg gestern nicht unbedingt mit einem YB-Sieg gerechnet: Aufgrund der Ausfälle und infolge des grossen Drucks, der auf der Mannschaft lastete, hätte man gegen Xamax durchaus auch verlieren können.
Weil sich die Young Boys gegen diese Niederlage von Anfang an auflehnten, wurde ihr glückhafter Sieg erst möglich.
YOUNG BOYS - XAMAX 2:1 (2:1)
Neufeld. – 6400 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tore: 14. Cordonnier (Eigentor) 1:0. 37. Griffiths 1:1. 45. Chapuisat 2:1. – Verwarnungen: 47. Häberli (Foul), 50. Jefferson (Ballwegschlagen), 53. Sermeter, 57. Siqueiro-Barras, 59. Ielsch, 65. Chapuisat, 69. Urdaneta (alle Foul), 83. Bettoni und M’Futi (beide Unsportlichkeit).
Bemerkungen: YB ohne Eugster, Disler, Wölfli (verletzt) und Rochat, Xamax ohne Barea, Tuti (verletzt), Margairaz und Zambaz (gesperrt). 88. De Napoli mit Gesichtsverletzung ausgeschieden.
Young Boys: Bettoni; Burki, Knez, Carreño, Urdaneta; Sermeter (70. Magnin), Friedli, Häberli, Melunovic; Neri, Chapuisat (79. De Napoli, 88. Aziawonou).
Xamax: Bedenik; Cordonnier, Mangane (79. Maraninchi), von Bergen; Griffith, Oppliger (43. Siqueira-Barras), Ielsch, Baumann; Jefferson, Rey, M’Futi.
«Das Wasser stand uns bis zum Hals»
«Bund»: Seit dem Schlusspfiff sind erst wenige Minuten vergangen, Sie atmen immer noch schwer – der Weg zum Sieg gegen Xamax war offenbar anstrengend.
Thomas Häberli: Es war sehr hart. Nachdem wir zuletzt zweimal hintereinander verloren hatten, wollten wir die letzte Partie des Jahres unbedingt gewinnen. Wir zeigten zwar kein schönes Spiel, waren aber mit viel Einsatz am Werk und taten mehr für den Sieg als unser Gegner.
YB benötigte aber etwas Zeit, um ins Spiel zu kommen.
Das ist klar, denn wir standen unter grossem Druck. Wir hatten bisher selten gut gespielt und besassen erst 21 Punkte; deshalb mussten wir einfach gewinnen – irgendwie. Zudem verfügte Xamax über viel Selbstvertrauen und konnte befreit aufspielen – das Wasser stand uns bis zum Hals.
Sie persönlich bereiteten zwei Treffer vor – die Freude darüber dürfte gross sein.
Gewiss, ich bin zufrieden. Doch ausschlaggebend war, dass wir gut verteidigten und im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien lediglich ein Tor zuliessen – anders als gegen Zürich, als wir vier Tore kassierten, was das Gewinnen fast verunmöglicht.
Das zweite Tor gab Anlass zu Diskussionen. Xamax beschwerte sich, auf dem Feld hätten sich zwei Bälle befunden. Wie erlebten Sie die Szene?
Meiner Meinung nach war kein zweiter Ball im Spiel. Wäre dies der Fall gewesen, hätte man diskutieren können.
Doch es schien auch, Gürkan Sermeter habe den Ball weiter vorne eingeworfen als erlaubt.
In meinen Augen verliess der Ball das Spielfeld relativ weit vorne – deshalb denke ich, dass der Entscheid von Schiedsrichter Rogalla nicht falsch war.
Die erste Meisterschaftshälfte verlief nicht nach Wunsch. Gab es irgendwann einen Knackpunkt, als Sie merkten: Es läuft einfach nicht?
Nein, nicht unbedingt. Die Erwartungshaltung war gross – wegen der guten letzten Saison und des bevorstehenden Umzugs ins neue Stadion. Doch wir haben nicht das zweitgrösste Budget – auch deshalb sind wir nicht so weit, wie viele möchten. Andere Mannschaften besitzen mehr Geld, sind aber hinter uns platziert. Gewiss, wir brachten bisher nicht die Leistung der letzten Saison, doch im Vergleich zum Vorjahr sind wir im Cup noch vertreten. Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen.
Anfang 2001, als der FC Basel ins neue Stadion zog, waren Sie FCB-Spieler. Ist die Situation von YB mit jener Basels vergleichbar?
In sportlicher Hinsicht lief es damals dem FCB nicht besser, doch die Verantwortlichen hatten viel mehr Geld zur Verfügung – das ist ein grosser Unterschied. Wenn dem Sportchef finanziell die Hände gebunden sind, ist es für ihn nicht einfach, ein Team zu verstärken, das im Vorjahr Rang 2 erreicht hat.
(Interview: bsn)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2004, 09:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 13.12.2004
Der YB-Torjäger und der Protest
YB schlug Xamax dank einem starken Stéphane Chapuisat 2:1. Doch die Neuenburger haben Protest eingelegt.
Die Frage drängte sich nach einem unterhaltsamen Nachmittag im Eiskasten Neufeld auf: Ist am Saisonende wirklich endgültig Karriereende? «Ja, ich höre auf», sagte Stéphane Chapuisat, «das ist definitiv.» 35-jährig ist der schlaue, alte Fuchs des helvetischen Fussballs, doch noch immer ist er in der Lage, eine Partie der Super League im Alleingang zu entscheiden. Wie gestern beim 2:1-Erfolg der Young Boys über Xamax. Bei beiden YB-Toren stand Chapuisat im Mittelpunkt. Zweimal stand er nach einem schnellen Einwurf Gürkan Sermeters und einer scharfen Hereingabe Thomas Häberlis im Stafraum genau dort, wo ein Torjäger zu stehen hat. Beim 1:0 (14. Minute) konnte Julien Cordonnier den Ball nur noch ins eigene Tor lenken. Und das neunte Saisontor Chapuisats (45.) bescherte YB eine 2:1-Pausenführung – und allen Anwesenden hitzige Diskussionen.
Der Protest von Xamax
Die Xamaxien legten noch auf dem Feld umgehend Protest gegen die Spielwertung ein. Beim Einwurf Sermeters stand nämlich auch Sandro Burki an der Mittellinie mit einem zweiten Ball bereit, doch Schlitzohr Sermeter führte den Einwurf zwanzig Meter weiter vorne rasch aus. Xamax wurde auf dem falschen Fuss erwischt, und natürlich war der Ärger der Neuenburger über dieses bittere Gegentor zum 1:2 grenzenlos. «Das war nicht regulär, zwei Bälle waren gleichzeitig im Spiel», sagte Xamax-Trainer Gianni Dellacasa, «deshalb war es ein klarer technischer Fehler des Schiedsrichtertrios.» Der Xamax-Protest aber dürfte laut dem anwesenden Schiedsrichterinspizienten Stefan Kohli erfolglos bleiben. Ein Tatsachenentscheid ist nicht rückgängig zu machen, so sagt es das Reglement. Nach diesem «Betrug» (Xamax-Keeper Bedenik) musste der unglückliche Referee René Rogalla in der hektischen zweiten Halbzeit gleich neun gelbe Karten zeigen.
Glück für YB, Pech für Xamax. Einen Zähler hätte sich der offensiv eingestellte Tabellenzweite verdient gehabt. Aber auch der Heimsieg der Young Boys, so paradox es tönen mag, geht in Ordnung. Im Gegensatz zur ungenügenden Vorstellung vor Wochenfrist gegen Zürich (2:4) stimmten diesmal Kampf und Leidenschaft.
Der wichtige YB-Sieg
Zuweilen war es gestern aber ein Fehlpassfestival der ungeniessbaren Sorte – die zahlreichen Mängel auf beiden Seiten ermöglichten indes auch zahlreiche Torszenen. Dabei zeigten sich die Berner eine Spur kaltblütiger als die Gäste und verkürzten damit den Rückstand auf Rang zwei auf vier Punkte. «Das war ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns», sagte deshalb Zaugg. Und Chapuisat war froh, endlich wieder einmal gewonnen zu haben. Zusammen mit Häberli und Sturmpartner Francisco Neri bildete er auch gestern wieder ein enorm starkes Offensivtrio. Und in einem halben Jahr soll für den zweitbesten Skorer der Super League tatsächlich Schluss sein?
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2004, 09:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 13.12.2004
YB ist Mittelmass
Sechs Siege, sechs Unentschieden, sechs Niederlagen – trotz des glücklichen 2:1-Sieges gestern gegen Xamax: YB ist in dieser Saison biederes Mittelmass. Vor genau einem Jahr hatten die Berner 6 Siege und 14 Punkte mehr auf dem Konto. Und sie lagen mit begeisterndem Fussball souverän auf dem 2. Rang. Die unglückliche Transferpolitik, das grosse Verletzungspech und die schwachen Leistungen addierten sich zu jenem kümmerlichen Bild, welches YB zuletzt oft abgegeben hat.
Der Fall ins Mittelfeld der Super League entspricht nicht dem Zeitplan der Verantwortlichen. In einem halben Jahr gehts ins neue Wankdorfstadion. Mittelmass ist dort nicht gefragt. Vor allem nicht in einer Liga, in der im Moment fast alle ungenügend sind. GC, Servette und Zürich kriseln ebenfalls, Basel hat seine Dominanz verloren. Dass der FCB nach 18 Runden dennoch 7 und mehr Punkte vor der Konkurrenz liegt, sagt vieles über das enttäuschende Niveau der höchsten helvetischen Spielklasse aus.
Einziger Farbtupfer in den letzten Monaten war der überraschende FC Thun. Die Oberländer zeigen, was mit bescheidenen Mitteln möglich ist. Der Thuner Erfolg steht und fällt aber mit Fussballlehrer Hanspeter Latour.
Auch bei den Young Boys ist die künftige Besetzung des Cheftrainers entscheidend. Es bringt nichts, die Resultate der Rückrunde abzuwarten – und damit den Druck auf Hans-Peter Zaugg Woche für Woche zu erhöhen. Damit verunsichert man das Team und verschafft den Spielern gleichzeitig ein Alibi für weitere schwache Vorstellungen.
In der Winterpause muss entschieden werden, ob der Ende Saison auslaufende Kontrakt Zauggs verlängert wird. Und dann muss YB den 2. Rang anvisieren. Das ist nicht unrealistisch: Der FC Thun liegt nur 4 Punkte entfernt.
_________________ For Ever
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Hauptstadt
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Verfasst: Montag 13. Dezember 2004, 16:01 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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YB hat mir gestern viel besser gefallen als noch vor einer Woche gegen den FC Zürich. Die Jungs haben wiedermal gekämpft!

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