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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 16:43 
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NZZ, 14.12.2009

Lausanne wirft die Young Boys aus dem Cup

Lausanne sorgte in den Viertelfinals des Schweizer Cup für die grosse Überraschung. Die Waadtländer besiegten ASL-Leader Young Boys im Stade de Suisse 4:1 und erreichten erstmals seit der Saison 2001/02 wieder die Cup-Halbfinals.

Als der Berner Mittelfeldspieler Christian Schneuwly in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse vom Platz musste und Lausannes Luis Pimenta den fälligen Penalty verwertete, war die Partie schon lange entschieden. 4:1 gewann das unterklassige Lausanne gegen den haushohen Favoriten YB. Der Sieg für die Waadtländer, die seit dem Konkurs im Jahr 2003 den grössten Erfolg feiern konnten, war hochverdient, obwohl das 1:0 durch Rodrigo Tosi (17.) noch aus heiterem Himmel fiel. Seydou Doumbia korrigierte den YB-Fehlstart nur fünf Minuten später nach einem schlechten Rückpass der Lausanner Abwehr.

Bereits in der 33. Minute musste YB-Keeper Marco Wölfli einen Kopfball abwehren, den Abpraller verwertete Jérôme Sonnerat zum 2:1. Tosi erzielte in der 53. Minute seinen zweiten Treffer - doch die von den meisten der nur 7500 Zuschauern erwartete heftige Reaktion des ASL-Leaders blieb aus. Die Berner erspielten sich keine zwingenden Chancen und Lausannes Schlussmann Anthony Favre zeigte eine starke Partie.

Auch als grosser Favorit werden die Young Boys ihren Cup-Fluch nicht los. Letztmals wurden die Berner 1987 Cupsieger, seitdem scheiterten sie dreimal im Final an Sion. Doppelt ärgerlich für YB war zudem, dass der ASL-Leader im Stade de Suisse spielen konnte, weil der Vierte der Challenge League sein Heimrecht verkauft hatte.

Lausanne - Young Boys 4:1 (2:1).

Stade de Suisse. - 7504 Zuschauer. - SR Kever. - Tore: 17. Tosi 1:0. 22. Doumbia 1:1. 33. Sonnerat 2:1. 53. Tosi 3:1. 95. Pimenta (Foulpenalty) 4:1.

Lausanne: Favre; Katz, Buntschu, Sonnerat, Bilibani; Rey, Ndzomo, Marazzi (46. Carrupt), Pimenta; Madou (78. Boughanem), Tosi (92. Hélin).

Young Boys: Wölfli; Mardassi, Affolter, Schneider; Doubai (46. Christian Schneuwly); Sutter (70. Pasche), Hochstrasser (63. Coly), Yapi, Degen; Regazzoni, Doumbia.

Bemerkungen: Lausanne ohne Geiser (rekonvaleszent); YB ohne Dudar (gesperrt), Marco Schneuwly, Raimondi, Gourmi (alle verletzt), Ghezal (abwesend). 95. Rote Karte gegen Christian Schneuwly (Notbremse). Verwarnungen: 32. Hochstrasser (Foul). 39. Degen (Foul). 44. Pimenta (Foul). 55. Christian Schneuwly (Foul). 63. Ndzomo (Foul).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/ski_alpin/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20091213brz044_1.4175903.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 16:44 
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Blick, 15.12.2009

Gölä, Papagallo & Gollo machen YB-Fans Strich durch Rechnung

Die YB-Fans riefen vor dem Cupspiel gegen Lausanne (1:4) wegen dem Heimrecht-Abtausch zum Spielboykott auf. An Gölä, Papagallo & Gollo haben die YB-Anhänger aber nicht gedacht.

Die Partie Lausanne – YB (4:1) wurde am Sonntag im Stade de Suisse Wankdorf ausgetragen, weil die Teams das Heimrecht abgetauscht hatten.

Grund waren die hohen Sicherheitskosten (80´000 Franken), die von Lausanne hätten übernommen werden müssen. Für einen Pauschalbetrag von rund 100´000 Franken stimmten die Lausanne-Verantwortlichen dem Abtausch zu.

Nicht nur die Lausanne-Anhänger, sondern auch die YB-Fans waren damit überhaupt nicht einverstanden. Die Fans des Challenge-League-Vereins wollten gar nicht erst in die Hauptstadt reisen. Und die Berner riefen sogar zum Spielboykott auf, weil sie die Partie im eigenen Stadion nicht im Gästesektor verfolgen durfen.

«YB hat entschieden, die Tickets für den Gästesektor nicht freizugeben. Daher sehen wir uns gezwungen, schärfere Massnahmen zu ergreifen und rufen deshalb dazu auf, diesem abgetauschten Spiel fernzubleiben», schreiben YB-Supporter im Vorfeld der Partie unter ostkurve.be.

Stattdessen wollten die Fans den Cupfight im Stadionrestaurant Walters verfolgen, «um uns damit einerseits mit den Lausanner Fans zu solidarisieren und andererseits ein Zeichen gegen diese Unsitte des Abtausches zu setzen».

Was niemand wusste: Das Walters war wegen einer Kinderveranstaltung erst nach dem Spiel geöffnet! Der Grund: Gölä las dort am Nachmittag Kindermärchen vor. Die Veranstaltung trägt den schönen Namen «Papagallo & Gollo erzählen Märchen und Geschichten von ihrer Reise am Nordpol». Die YB-Fans mussten umplanen und ins zweite Stadionrestaurant ausweichen.

Übrigens: Künftig will der Verband das Verhökern der Cupspiele verbieten. «Der Cup-Charakter geht sonst verloren», sagt SFV-Präsident Peter Gilliéron im SonntagsBlick. (zbi)

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/goela-macht-yb-fans-strich-durch-rechnung-135664

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 16:51 
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Der Bund, 14.12.2009

«Ein Teil unseres Teams war wohl schon in den Ferien»

YB-Sportchef Alain Baumann spricht von einem sehr bitteren Vorrundenabschluss.

Alain Baumann, was war heute mit YB los? Die Mannschaft war nicht bereit für diesen Cupmatch, das war offensichtlich: Die ersten beiden Gegentore vor der Pause haben wir nach stehenden Bällen erhalten. Das darf bei einem Heimspiel gegen einen Gegner aus der Challenge League einfach nicht passieren. Ein Teil unseres Teams war wohl schon in den Ferien. Das ist ein sehr bitterer Saisonabschluss.

Das einzige YB-Tor war zudem ein Geschenk. Vor der Pause spielte YB nur mit zwei Sturmspitzen. Lief deshalb im Angriff nichts? Das hat nichts mit unserem System zu tun. Wir waren mehr im Ballbesitz, aber das genügte gegen diesen sehr defensiv, aber diszipliniert und klug spielenden Gegner nicht. Bei uns fehlte die Bewegung, es war keine Kampfbereitschaft zu sehen. Das war sehr enttäuschend. So in die Winterpause zu gehen, macht keinen Spass, weil nun dieses Negativerlebnis überwiegt.

Spielte YB überheblich? Ich sehe keinen Grund für diese Überheblichkeit. Die Spieler wussten über Lausanne genau Bescheid. Der Trainer hat die Mannschaft mit Videos über den Gegner detailliert informiert.

Hat der Platzabtausch die YB-Spieler zum Trugschluss verleitet, Lausanne glaube ohnehin nicht ernsthaft an seine Chance? Die Spieler waren jedenfalls froh, als sie informiert wurden, dass das Spiel auf Kunstrasen gespielt wird. Es ist möglich, dass die Mannschaft auf der Pontaise anders aufgetreten wäre, ein Auswärtsspiel auf tiefem Boden kann man nur mit Kampf gewinnen. Im Stade de Suisse glaubten einige offensichtlich, es könne nichts passieren. Im Nachhinein ist es müssig zu diskutieren. Das Spiel brachte uns schon Tage vor dem Anpfiff Ärger, durch die Fanproteste wegen des Platzabtausches. Das alles hatten wir uns nicht so vorgestellt.

Die Mannschaft begann erst nach dem 1:3 zu kämpfen. Was sagen Sie dazu? Die Mannschaft versuchte zu reagieren, doch da war es schon zu spät. Und Lausanne spielte clever, verteidigte mit neun Mann, hatte mit Favre einen Goalie, der gut hielt. Wir müssen anerkennen, der Sieg von Lausanne ist verdient.

Abwehrchef Emiliano Dudar war wegen einer Spielsperre nicht im Team. Weshalb aber fehlte in diesem Cupspiel gegen Lausanne auch Verteidiger Saif Ghezal? Er ist nach einem Todesfall am Freitag nach Tunesien gereist. Es ist eine tragische Angelegenheit. Seine erste Frau ist nach einem Autounfall tödlich verunglückt. Die Tochter überlebte und musste operiert werden.

http://www.derbund.ch/bundprint/Ein-Teil-unseres-Teams-war-wohl-schon-in-den-Ferien/story/14965012

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 16:53 
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Berner Zeitung, 15.12.2009

Überheblichkeit eiskalt bestraft

YB hat den Cupviertelfinal gegen Lausanne im Stade de Suisse 1:4 verloren. Der Challenge-League-Vertreter verdiente sich den Überraschungssieg mit einer starken Leistung. YB dagegen enttäuschte auf der ganzen Linie.

Die letzte Aktion im YB-Jahr 2009 symbolisierte den völlig verpatzten Auftritt perfekt. Christian Schneuwly liess sich also den Ball in der 94.Minute im eigenen Strafraum von Luis Pimenta abjagen, foulte den Gegenspieler danach und erhielt die rote Karte – und Pimenta verwandelte den Elfmeter souverän zum auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Sieg Lausannes. «Der letzte Eindruck bleibt hängen», sagte ein enttäuschter Vladimir Petkovic nach der YB-Niederlage. «Wir haben heute schlecht gespielt und eine sehr grosse Chance verpasst.»

Einziges Tor ein Geschenk

Es war am Sonntagnachmittag bitterkalt im Stade de Suisse, und auf den Rängen diskutierten die Zuschauer vor dem Cupviertelfinal Lausanne - YB, auf wen die Berner im Halbfinal treffen könnten. So wie die Besucher sprachen, so spielten die Young Boys unten auf dem Kunstrasen. «Ich habe die Spieler die ganze Woche vor Lausanne gewarnt», sagte Petkovic, «aber wir waren heute nicht bereit.» Überheblich und umständlich agierten die in diesem Herbst oft so starken und dominanten Berner, vermutlich unterschätzten sie den Gegner masslos. Und sie hatten am Anfang auch gar nicht richtig Zeit, um nervös zu werden. Denn nur fünf Minuten nach dem 1:0 für Lausanne erzielte Seydou Doumbia in der 22.Minute bereits den Ausgleich, der einem Geschenk der Lausanner gleichkam. Doumbia profitierte von einem katastrophalen Rückpass Admir Bilibanis.

Auch nach dem glückhaften Ausgleich steigerte sich YB jedoch nicht. Im Gegenteil. Lausanne wirkte weiter frischer, agiler, besser, und wie beim ersten Tor nutzten die Gäste auch beim 2:1 die Unkonzentriertheiten der Berner resolut aus. «Man darf nicht zwei Gegentore nach Standardsituationen erhalten», sagte YB-Sportchef Alain Baumann. Rodrigo Tosi nach einem vorerst abgewehrten Eckball beim 1:0 und Jérôme Sonnerat nach einem Freistoss beim 2:1 hiessen die Torschützen, und bei beiden Toren hinterliess die YB-Defensive mit Torhüter Marco Wölfli einen schlechten Eindruck.

Die Ausfälle in der Abwehr

Marco Wölfli aber verhinderte später weitere Gegentreffer, der frühere YB-Stürmer Franck Madou scheiterte dreimal alleine vor Wölfli. Spannend aber wurde die Begegnung dennoch nicht, zu uninspiriert agierten die Young Boys weiterhin. Einzig Doumbia wehrte sich mit wütenden Sololäufen gegen die Schmach, andere Leistungsträger wie David Degen oder Gilles Yapi blieben blass und fehlerhaft. Und in der Defensive herrschte ohne die Stammkräfte Emiliano Dudar (gesperrt) und Saif Ghezal (Todesfall in der Familie) das gepflegte Chaos. Issam Mardassi und Marc Schneider hatten erhebliche Mühe mit den kräftigen Angreifern Madou und Tosi – und François Affolter liess sich vor dem herrlichen 1:3 Tosis nach allen Regeln der Dribbelkunst austanzen.

Ein leidenschaftliches Lausanne verteidigte den Vorsprung mühelos. Und draussen an der Linie war Trainer John Dragani beinahe initiativer als Boxer Kevin Johnson am Abend zuvor auf der anderen Seite der Papiermühlestrasse. Auch als der wirblige, aber glücklose YB-Stürmer Alberto Regazzoni Mitte der zweiten Halbzeit die Handschuhe wutentbrannt auf den Rasen warf, war das kein Zeichen zum Aufbruch für das deutlich favorisierte, aber nun wie paralysierte YB. Im Fussball steht der Sieger nicht vorher fest, und so durfte Dragani stolz bilanzieren: «Wir haben eine grosse Sensation geschafft. Es ist schön, das beste Team des Landes auf Kunstrasen geschlagen zu haben.»

Viel Schaden, viel Spott

Den ambitionierten Young Boys bleibt nach diesem brutalen Rückschlag nebst sportlichem Schaden auch reichlich Spott: Lausanne firmierte ja offiziell als Heimteam und stellte seine Stärke zu Hause also erneut unter Beweis. Und in der Challenge League siegte das Team in dieser Saison nie so hoch. Der Denkzettel dürfte die YB-Spieler in den Winterferien bis zum Trainingsstart am 7.Januar 2010 beschäftigen. Und die Verantwortlichen werden registriert haben, dass die Spielerdecke hinten wie vorne vielleicht etwas dünn ist.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 16:55 
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Berner Zeitung, 14.12.2009

«Das ganze Team war schwach»

Bei den Young Boys herrscht nach der bitteren Niederlage gegen Lausanne Enttäuschung – und grosse Ratlosigkeit.

Der Protest wirkte kleinlich, und die Beteiligung war am Ende auch eher tief. Einige YB-Fans jedenfalls boykottierten den Cupviertelfinal gegen Lausanne, weil die Young Boys dem Gegner das Heimrecht abgekauft hatten. «Dazu möchte ich lieber nichts sagen», sagte YB-Sportchef Alain Baumann. Und Torhüter Marco Wölfli erklärte, er glaube nicht, dass diese Aktion jemandem geholfen habe. Die fehlende Unterstützung allerdings können die Young Boys kaum als Grund für ihren blamablen Auftritt anführen. Der Challenge-League-Verein Lausanne dagegen, der übrigens am Ende aus finanziellen Gründen die treibende Kraft beim Heimspielabtausch gewesen war, durfte einen Erfolg auf der ganzen Linie verbuchen: 175000 Franken Einnahmen von YB – und sensationeller Einzug in den Halbfinal.

Mit Kunst, ohne Wucht

Die Young Boys dürften am Ende keinen Gewinn aus der gestrigen Veranstaltung erzielt haben, bestenfalls eine Nullrechnung. Sie leisteten sich einen kleinen Gag, indem sie die Zuschauerzahl auf 7504 bezifferten – es war also genau ein Besucher mehr im Stadion als am Tag zuvor im Viertelfinal Basel - Biel (3:1)

Bei anderem Ausgang der Begegnung hätten die Berner darüber sogar lachen können. So aber blieb nur die grosse Ratlosigkeit. «Das darf uns nicht passieren, wir waren nicht parat», sagte Captain Wölfli, der aber nicht nur die Defensive in die Pflicht nahm: «Das ganze Team war heute schwach. Wir haben uns ja auch kaum Torchancen erarbeitet.» Das stabile, kampfstarke Lausanne störte die Berner Ballkünstler effizient, während die Young Boys auch in der Schlussphase auf wuchtigen Fussball verzichteten und ihrem für einmal fruchtlosen Kombinationsfussball treu blieben. Wölfli wie Trainer Vladimir Petkovic erklärten, die Absenzen von Emiliano Dudar und Saif Ghezal in der Defensive dürften gegen Lausanne nicht als Ausrede herhalten. Und Verteidiger François Affolter sagte: «Wir haben schlecht gespielt und waren auch taktisch nicht so diszipliniert wie gewohnt.»

Ein anderes System

Vladimir Petkovic war für einmal von seinem taktischen Erfolgsrezept 3-4-3 abgewichen und formierte YB im 3-1-4-2-System. Zur Pause korrigierte der Trainer diese Ausrichtung wieder, und nach der Partie erklärte er: «Ich stelle immer so auf, wie es mir personell am besten erscheint.» Und im Sturm fehlt es ja nach der Verletzung Marco Schneuwlys (Saisonende mit Kreuzbandriss) tatsächlich noch an Alternativen. Matar Coly jedenfalls betrieb gegen Lausanne nach seiner Einwechslung erneut keine Eigenwerbung. Gestern war er aber nicht der einzige.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Das-ganze-Team-war-schwach/story/18964827

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 17:02 
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NZZ, 14.12.2009

Dem Hochmut verfallen

YB verliert gegen Lausanne 1:4 und scheidet aus dem Cup aus

Für die Überraschung des Wochenendes im Schweizer Fussball-Cup hat Lausanne-Sport mit einem 4:1-Sieg gegen die Berner Young Boys gesorgt. Die Halbfinals sind nun St. Gallen - Lausanne und Kriens - Basel.

brb. Manchmal durchkreuzt das Leben die Planspiele, manchmal zerzaust es sie sogar. Alles war auf dem Reissbrett gut vorbereitet für eine Halbfinalqualifikation der Young Boys. 175'000 Franken liessen sich die Berner den Deal kosten, das Heimrecht von der Pontaise ins geliebte Stade de Suisse und auf den Kunstrasen zu verlegen.

Auf der heimischen Unterlage hatte der souveräne Leader der Super League die Niederlage in dieser Saison noch nicht kennengelernt (7 Siege, 2 Remis) – bis nach diesen letzten 90 Minuten in diesem Jahr im Cup-Viertelfinal gegen Lausanne-Sport, den Viertklassierten der Challenge League. Wer hätte das gedacht? Man rieb sich des Öfteren die Augen ob dem Gesehenen.

«Unverzeihliche Fehler»

Dem Trainer Vladimir Petkovic tat es weh, «einen solchen letzten Eindruck in die Ferien mitnehmen zu müssen», sie hätten «unverzeihliche individuelle Fehler» gemacht, die ganze Woche habe er warnend auf diese Aufgabe hingewiesen, doch er habe sich geirrt im Glauben, dass die Botschaft angekommen sei. Er hätte im Nachhinein «mit vier statt nur mit drei Augen» schauen sollen, sagte der tief enttäuschte Trainer der Young Boys.

Seine Spieler trugen den Kopf während des ganzen Spiels um mindestens eine Etage zu hoch. So komisch es auch klingen mag: Der 4:1-Erfolg der Unterklassigen entsprach auch in dieser Höhe dem Gezeigten. Diszipliniert und immer mit vereinten Kräften sowie vorbildlicher Solidarität störte der Traditionsverein aus der Romandie die Angriffsbemühungen des vermeintlich Übermächtigen. Doch dieser verstand es nie, Tempo und Intensität zu entfachen und so die Limiten eines Klubs aus einer tieferen Liga aufzudecken.

Ungebremster Leichtsinn
Doumbia hatte das 1:0 von Tosi in der 22. Minute zwar noch ausgleichen können, der Treffer bewirkte aber auch, dass sich Leichtsinn und Hochmut wieder ungebremst entfalten konnten. Der Verteidiger Sonnerat, Tosi und in der Nachspielzeit Pimenta vom Elfmeterpunkt sorgten für den nie für möglich gehaltenen Coup im Cup und gleichzeitig dafür, dass die an den Sieg gewöhnten Berner eine empfindliche Kränkung hinzunehmen hatten.

Die Depression durchbrechen

Der Fan-Block D im Stade de Suisse blieb aus Protest leer. Auf Berndeutsch hatten die Anhänger auf Transparente geschrieben, dass sie dieses Spiel nicht mitspielen wollten. Man solle besser die Tradition erhalten, statt Geld walten zu lassen. Der harte Kern der Anhänger hatte den finanziell grosszügig entschädigten Abtausch des Heimrechts nicht goutiert. Ähnliches war aus Lausanne zu vernehmen. Der Präsident Jean-François Collet drückte auf der Homepage sein «Verständnis» dafür aus, «diesen Entscheid zu kritisieren».

Nach der Qualifikation für den Halbfinal dürfte der Ärger aber verpufft sein. Lausanne-Sport schreibt nach dem Konkurs aus dem Jahre 2003 und einer langen Zeit in der Anonymität (eine Saison gar in der 2. Liga interregional) wieder einmal positive Schlagzeilen, die die Erinnerungen der Anhänger ins letzte Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts schwenken liessen; in dieser Zeit verbuchte Lausanne-Sports Teilnahmen an Cup-Finals noch als «courant normal». Der gestrige Husarenstreich steht kaum für eine Renaissance, vielleicht aber doch als Antrieb, die Depression zu durchbrechen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/dem_hochmut_verfallen_cup_viertelfinals_young_boys_lausanne_1.4175909.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 17:07 
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Der Bund, 14.12.2009

YB blamiert sich im Cup gegen Lausanne

Hochmut kommt vor dem Fall. Die Young Boys leisteten sich vor der Weihnachtspause im eigenen Stadion gegen Lausanne, den Vierten der Challenge League, eine 1:4-Blamage im Cup. Es war eine desolate Vorstellung des Super-League-Leaders - und ein herber Rückschlag nach dieser so erfolgreichen ersten Saisonhälfte. Mit gellenden Pfiffen wurden die YB-Spieler in die Winterpause entlassen.

Und die Verantwortlichen des BSC Young Boys können sich der Schadenfreude der Konkurrenz sicher sein. YB zahlt für die Blamage, welche sich die Spieler auf dem Kunstrasen leisten, auch noch Geld an den Gegner.

2000 Franken Prämie

Für Lausanne-Präsident François Collet, der für den Entscheid, das Heimrecht für diesen Cupfinal an YB zu verkaufen, mit harscher Kritik und Boykottaktionen der Fans konfrontiert wurde, hat sich alles auf wundersame Weise zum Guten gewendet. «Ich kann es kaum fassen», freute sich Collet. «Meine Mannschaft hat hier in Bern vier Tore erzielt und verdient gewonnen.» 2000 Franken Extraprämie für jeden Spieler ist dieser Coup in Bern dem Präsidenten wert. «Diese Prämie hat sich jeder sehr verdient», jubelte Collet. Die Rechnung geht für Lausanne-Sports in jeder Hinsicht auf. Collet rechnete vor: «Wir haben in diesen Cupviertelfinal 325 000 Franken eingenommen». 175 000 Franken zahlt YB seinem Bezwinger für den Platzabtausch, 150 000 Franken ist die Prämie, welche der Fussballverband über die Sponsoren jedem dem vier Halbfinalisten entrichtet.

Im Halbfinal wurde Lausanne auswärts der FC St. Gallen zugelost. Zumindest muss sich Collet diesmal keine Gedanken über einen Platztausch machen.

Petkovics Entschuldigung

Die Young Boys aber haben sich den Jahresschluss tüchtig verdorben. «Ich habe während der ganze Woche die Spieler immer wieder gewarnt vor Lausanne», sagte der schwer enttäuschte YB-Trainer. Seine Worte verhallten ohne Wirkung, das war offensichtlich. «Es tut mir leid für die Fans und die Verantwortlichen von YB», entschuldigte sich Vladimir Petkovic. «Dieses Spiel sind wir nicht seriös angegangen und bezahlen dafür nun sehr teuer.»

In der Vorrunde hat Lausanne-Sports nie vier Tore zustande gebracht. Im Stade Suisse gingen die Waadtländer in der 17. Minute durch Tosi in Führung, als er im Anschluss an einen ungenügend abgewehrten Corner die Flanke von Marazzi ins Netz lenkte; Goalie Wölfli griff ins Leere. Doumbia glich fünf Minuten später für YB aus, er nahm das Geschenk, das ihm Bilibani mit einem haarsträubenden Rückpass bescherte, dankend an. Doch in der 33. Minute führte Lausanne erneut: Freistossflanke Marazzi, wieder sprangen alle YB-Spieler am Ball vorbei, Wölfli vermochte zuerst abzuwehren, aber Sonnerat bugsierte den Ball über die Line.

Zwei Gegentore nach Standardsituationen, das erinnert an die 1:3-Meisterschafts-Niederlage in Sitten am 8. November, als YB alle drei Gegentore nach Freistössen kassierte. Auch damals war Abwehrchef Dudar gesperrt gewesen. Doch gestern war die YB-Abwehr völlig umgekrempelt, da auch Ghezal fehlte, der nach einem Todesfall in der Familie am Freitag nach Tunesien gereist ist.

Die Vorentscheidung fiel in der 53. Minute, als Tosi mit einem sehenswerten Schuss Lausanne 3:1 in Führung brachte. Danach versuchte YB endlich zu fighten. Zu spät, Lausanne erzielte per Foulpenalty in der Nachspielzeit noch das 4:1, Christian Schneuwly handelte sich mit der Notbremse die Rote Karte ein und ist zum Rückrundenauftakt gesperrt. Das alles passte zum YB-Auftritt an diesem dunklen Dezembertag.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB-blamiert-sich-im-Cup-gegen-Lausanne/story/15840942

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 17:11 
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Der Bund, 15.12.2009

Mit dem Blues in die Winterpause

Wundenlecken beim BSC Young Boys nach dem blamablen Ausscheiden gegen Lausanne im Schweizer Cup.

Bild
Unmissverständliche Botschaft der YB-Fans auf den riesigen Spruchbändern beim Cup-Viertelfinal gegen Lausanne-Sport.

Am Sonntagnachmittag kehrte der Blues zurück ins Stade de Suisse Wankdorf Bern, wie das 2005 eröffnete Stadion offiziell heisst. Der haushohe Favorit YB, der in den letzten paar Monaten viel Freude bereitet hatte (9 Spiele, 7 Siege, 2 Unentschieden), wurde nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Von einem Unterliga-Klub, der noch vor nicht allzu langer Zeit Konkurs anmelden und danach in der 2. Liga interregional einen Neustart machen musste.

Lausanne-Sport, wie der Verein seit Abschluss des Konkursverfahrens heisst, ging gegen den Tabellenführer der Super League als hochverdienter Sieger vom Platz. Die wenigen mit-gereisten Supporter bejubelten ihre Cup-Helden, die sich nach dem 4:1-Sieg vor dem Gästesektor feiern liessen. Die Verlierer hingegen hatten sich derweil längst an die Wärme verzogen. Beim Gang in die Katakomben hatte sie ein unüberhörbares Pfeifkonzert begleitet. Die YB-Supporter waren unzufrieden, ja erbost über den lamentablen Auftritt, den ihre Mannschaft zum Jahresabschluss geboten hatte.

Die missglückte Vorstellung passte zu den Irrungen und Wirrungen rund um diesen Match. Der Platzabtausch, den das Cup-Reglement ausdrücklich zulässt, sorgte vielerorts für heisse Köpfe, Protestschreiben und viel Betrieb in den Fan-Foren. Der harte Kern der YB-Supporter wollte nicht verstehen, weshalb der Verein das Spiel für 175 000 Franken «gekauft» hatte - nur um auf dem heimischen Kunstrasen antreten zu können («Bund» vom 7. 12. und 12. 12.).

Proteste der Fangruppen

«Gäubschwarzsüchtig», der Dachverband der Fan-Gruppierungen, und die Ostkurve Bern setzten denn auch ihre Boykottdrohung in die Tat um und schauten sich das Spiel im Restaurant Eleven an. Auf zwei grossen Transparenten, die an den Gittern vor dem Sektor D hängten, verkündeten sie eine Botschaft, die unmissverständlich war: «Tradition erhaute statt Gäud lah waute! Das Spiu spilä mir nid mit.» Die Vereinsleitung war wenig erbaut über den Protest und liess die Stofffetzen in der Pause entfernen - was wiederum im Fan-Forum für Gesprächsstoff sorgte. Die Kritik wurde, wie jene an der Leistung der Mannschaft, in zum Teil nicht druckreifen Wörtern artikuliert. Ein klassisches Beispiel, wie schnell die Stimmung kippen kann.

Der vorweihnächtliche Blues machte auch vor dem Team und der Vereinsführung nicht Halt. Am Sonntagabend beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant Eleven sei die Stimmung gedrückt gewesen, sagte YB-Pressesprecher Charles Beuret gestern. Stefan Niedermaier, Betriebsleiter des Stade de Suisse, ärgert sich darüber, dass die Mannschaft «den Ball nicht aufgenommen hat, den wir ihr zugespielt haben». Unmissverständlich, was der starke Mann bei YB damit meinte: Das erfolgreiche Bemühen der Chefetage, den Cup-Viertelfinal von Lausanne nach Bern zu verlegen.

Niedermaier mag jetzt, da das Fussball spielende Personal in die Ferien verreist ist, nicht alles in Frage stellen. Er sei unzufrieden mit dem, was die Equipe am Sonntag gezeigt habe, doch Fussball sei nun mal eine schnelllebige Sache und keine exakte Wissenschaft. Statt rückwärts schaut er lieber vorwärts. Für ihn ist die Pause noch kürzer als für die Spieler. Am 3. Januar fliegt er zusammen mit Stéphane Chapuisat in die Elfenbeinküste. Ziel ist die Fussballschule in Abidjan, an der sich YB seit 2007 finanziell beteiligt. Chapuisat, der ab Anfang 2010 für die Spielerrekrutierung verantwortlich ist, wird sich vor Ort diverse Nachwuchskräfte anschauen. Gut möglich, dass neben Doumbia, Doubai, Yapi und Traoré schon bald weitere junge Ivorer für YB spielen. Bereits einen Vertrag unterzeichnet hat Thierry Doubais jüngerer Bruder Pascal.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Mit-dem-Blues-in-die-Winterpause/story/19097949

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Dezember 2009, 10:07 
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Wohnort: In der Brauerei
Enttäuschung zum Jahresende für YB

Das hätte nicht sein müssen… YB schliesst das Jahr 2009 mit einer herben Enttäuschung ab. Die Berner verabschieden aus dem diesjährigen Cup-Wettbewerb. 4:1 (2:1) gewann Lausanne vor 7'504 Zuschauern im STADE DE SUISSE. Die Tore erzielten Doumbia für YB sowie Tosi (2), Sonnerat und Pimenta für Lausanne.

Die Gelbschwarzen begannen das Spiel gut und hatten durch Degen und Mardassi in der Startviertelstunde erste Gelegenheiten. Zu diesem Zeitpunkt entgegen dem Spielverlauf brachte Rodrigo Tosi die Lausanner in Führung. Der Offensivspieler köpfte eine Flanke aus wenigen Metern ins Netz (17.).

YB konnte rasch ausgleichen, benötigte dazu aber einen Fehler der Lausanner Hintermannschaft. Doumbia konnte sich einen zu kurz geratenen Rückpass von Bilibani erlaufen und erzielte das 1:1 (22.). Doch wenige Minuten später lag YB erneut im Rückstand. Nach einem seitlichen Freistoss konnte Innenverteidiger Sonnerat den Abpraller erben und den Ball über die Linie drücken (33.).

YB blieb noch Zeit, das Unheil abzuwenden. Doch es kam anders: Nach dem Seitenwechsel traf der starke Tosi nach einem sehenswerten Sololauf sogar zum vorentscheidenden 3:1 (53.). Die Gelbschwarzen verstanden es trotz enorm viel Ballbesitz nicht, sich Chancen zu erspielen. Degen und Pasche prüften mit ihren Schüssen zwar Lausanne-Goalie Favre, doch richtig zwingend waren die Aktionen nicht. Immer wieder blieben die YB-Angriffe in der sicheren Lausanner Abwehr stecken. So kam es, dass in der Nachspielzeit sogar noch das vierte Tor für Lausanne fiel. Christian Schneuwly hatte eine Notbremse begangen (Platzverweis) und Luis Pimenta erzielte mit dem folgenden Foulpenalty den 4:1 Endstand.

Ein eigentlich sehr guten Jahr 2009 endete für die Young Boys mit dem Cup-Out enttäuschend.

Stadion: STADE DE SUISSE
Zuschauer: 7504
Schiedsrichter: Kever

Tore:
17. Tosi 1:0.
22. Doumbia (Rechtsschuss) 1:1.
33. Sonnerat 2:1.
53. Tosi 3:1.
93. Pimenta (Foulpenalty) 4:1.

Auswechslungen:
46. C. Schneuwly für Doubaï.
46. Carrupt für Marazzi.
62. Coly für Hochstrasser.
70. Pasche für Sutter.
78. Boughanem für Madou.
92. Helin für Tosi.

Ersatz:
YB: Collaviti, Liechti, De Pierro, Traore.
Lausanne: Debonnaire, Mayila, Gétaz, Tebib.

Bemerkungen:
YB ohne Raimondi, M. Schneuwly, Gourmi (alle verletzt), Dudar (gesperrt), Ghezal (abwesend). Lausanne ohne Geiser (rekonvaleszent).

Verwarnungen:
32. Hochstrasser (Foul), 39. Degen (Foul), 44. Pimenta (Foul), 55. C. Schneuwly (Foul), 63. Ndzomo (Foul).

Platzverweis:
93. C. Schneuwly (Notbremse).


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