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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 1. Dezember 2009, 12:40 |
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sport.ch, 30.11.2009 Titelgarantie dank Wölfli und Doumbia?Die Young Boys haben gegen den FC Basel nicht zum ersten Mal in dieser Saison bewiesen, dass sie über eine ausgeglichen besetzte Mannschaft verfügen. Dennoch stechen zwei Spieler heraus: Goalie Marco Wölfli und Goalgetter Seydou Doumbia. Selbstredend geben die Berner Offensivaktionen im Spitzenspiel gegen Basel mehr zu reden als die Defensive. Das Startfurioso, das wunderschön herausgespielte 2:0 stehen für den Fussball, der in Bern in dieser Saison nicht immer, aber oft zu sehen war: schön und offensiv. Und doch wären die Young Boys nicht mit einem 2:0 in die Pause gegangen, hätte nicht Marco Wölfli still und leise einen perfekten Job gemacht. Zweimal, in der 5. und in der 20. Minute, verhinderte er stilsicher den Basler Ausgleich. "Wichtig, dass wir auf dem Boden der Realität bleiben."Der Goalie hat sich zum Captain und zum sicheren Rückhalt gemausert. Von Nationaloach Ottmar Hitzfeld wurden seine mittlerweile nahezu fehlerfreien Leistungen bereits gewürdigt. Er ist die erste Alternative zu Diego Benaglio. Der Weg dahin war nicht einfach. Der seit 1998 bei YB unter Vertrag stehende Wölfli musste auch öfters Kritik einstecken. Mit Hilfe eines Psychologen und viel Arbeit entwickelte er sich zum sicheren Rückhalt. "Als Goalie kann ich dem Team viel Sicherheit geben", weiss Wölfli. Er muss der ruhende Pol sein. Deshalb lässt er sich auch vom Sieg im Spitzenspiel oder von den sieben Punkten Vorsprung nicht aus der Reserve locken: "Es ist jetzt wichtig, dass wir auf dem Boden der Realität bleiben." Bleibt er, oder bleibt er nicht?Nicht anders äussert sich Seydou Doumbia. Auch der Ivorer geht vorsichtig mit seinen Worten um. Nach seinem 17. Tor im 15. Meisterschafts-Einsatz spricht er vom Selbstvertrauen, dass seine Mannschaft durch das 1:0 gewonnen hatte und blickt voraus: "Wir müssen jetzt weiterarbeiten. Den Vorsprung bis zur Winterpause verteidigen." So angriffig er sich auf dem Platz zeigt, so defensiv ist er bei seiner Wortwahl. Vor allem wenn es um seine Zukunft geht. Einen Wechsel zur Winterpause schliesst er zwar nicht ganz aus, doch er würde gern mit den Young Boys "etwas gewinnen", bevor er sich verabschiedet. Und möglicherweise muss Wölfli in Südafrika mal auch in einem Ernstkampf Bälle von Doumbia halten. Der Liga-Topskorer hat durchaus Chancen einen WM-Platz im starken Kader der Elfenbeinküste zu erobern. "Dafür muss ich nicht weg von den Young Boys", ist er überzeugt. http://www.topsport.com/sportch/generated/article/fussball/2009/11/30/10397600000.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2009, 12:24 |
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Der Bund, 02.12.2009 Den Young Boys droht der AusverkaufDie starken Leistungen der YB-Spieler werden im Ausland registriert. Aber der Verein will das Team zusammenhalten. Und die Young Boys professionalisieren ihre Strukturen, um auf dem Transfermarkt noch besser zu reagieren. Der sportliche Höhenflug und die starken Leistungen der Young Boys haben unangenehme Begleiterscheinungen für den Verein. Wie einst Zürich und Basel droht auch YB in den nächsten Jahren ein Ausverkauf der besten Kräfte, die in der Ausbildungsliga Super League sehr überzeugen und sich für grössere Ligen empfehlen. «Bis Ende Saison wollen wir keine Fussballer abgeben. Und auch danach ist es unser Ziel, das Kader zusammenzuhalten», sagt Alain Baumann. Aber der Sportchef ist realistisch: «Wir werden irgendwann nicht mehr alle Spieler halten können. Und wenn es ein Fussballer verdient hat, zu einem grossen Verein zu wechseln und es auch für uns stimmt, dann werden wir einem Transfer nicht im Weg stehen.» Yapis Vertrag läuft ausEin Verkauf des herausragenden Seydou Doumbia Ende Saison ist kaum mehr zu verhindern (siehe Kasten) – und dürfte YB genügend Geld einbringen, um mehrere Verstärkungen zu verpflichten. Von den Leistungsträgern sind mit einer Ausnahme alle längerfristig gebunden. Einzig Gilles Yapis Vertrag läuft Ende Saison aus. «Wir möchten mit ihm unbedingt verlängern», sagt Alain Baumann. «Und ich denke, Yapi gefällt es in Bern und bei uns.» Mit seiner Klasse könnte man sich den spielstarken Ivorer aber auch in einer Topliga vorstellen – und vor allem wären dann seine Chancen grösser, eine Rückkehr ins Nationalteam zu realisieren. Gerüchteweise hiess es in den letzten Wochen, die Young Boys würden den 27-jährigen Yapi bereits im Winter verkaufen, um noch eine Ablöse zu erhalten. «Das machen wir sicher nicht», sagt Baumann. «Yapi ist einer der Leader. Wir brauchen ihn, um unsere Ziele zu erreichen.» Yapis starke Vorstellungen sind im Ausland registriert worden, und auch andere YB-Spieler wie zum Beispiel David Degen, Xavier Hochstrasser, Emiliano Dudar oder François Affolter und vor allem Torhüter Marco Wölfli agieren seit Monaten auf konstant hohem Niveau. «Wir planen mit ihnen unsere Zukunft», sagt Baumann. «Und bei uns sind keine Anfragen da, auch nicht für Yapi.» Gerade Torhüter Wölfli aber dürfte bald zahlreiche Angebote erhalten. Chapuisats neue AufgabeEin Auslandengagement ist reizvoll, auf der anderen Seite versprechen auch die nächsten Monate bei YB viel Spannung. Nach dem Meistertitel lockt die Champions League und damit die grosse Fussballbühne. Klar ist aber auch, dass die Young Boys schon jetzt bereit sein müssen, um auf mögliche Abgänge reagieren zu können. «Wir müssen aber auch aufpassen, dass wir die ausgezeichnete Stimmung im Team nicht zerstören. Das Gefüge bei uns stimmt», sagt Sportchef Baumann. Dennoch sind er und seine Mitstreiter auf dem Transfermarkt gefordert. Im Winter dürfte nach der schweren Verletzung Marco Schneuwlys (Saisonende mit Kreuzbandriss) ein gestandener Angreifer verpflichtet werden. Und Gedanken müssen sich die Verantwortlichen auch machen, wie sie dereinst Doumbia ersetzen wollen. «Ich denke, wir sind bereit und mittlerweile auch eine interessante Adresse für gute Fussballer», sagt Baumann. Grosses Interesse haben die Young Boys seit Jahren an Nationalspieler Christoph Spycher. Der Kontrakt des Defensivspielers bei Eintracht Frankfurt läuft Ende Saison aus, und Spycher hat immer betont, er würde gerne einmal bei YB spielen. Allerdings gefällt es dem 31-jährigen Berner in Frankfurt gut – und die Eintracht möchte mit ihrem Captain verlängern. Die Young Boys gehen die Zukunft jedenfalls entspannt an. Und sie bauen die Strukturen weiter aus, um gewappnet zu sein. So soll der frühere Weltklassestürmer Stéphane Chapuisat sein Engagement bei YB ab 1.Januar 2010 offenbar deutlich erhöhen und die Bereiche Spielersuche und Rekrutierung betreuen. Der 40-jährige Stéphane Chapuisat verfügt über viele Kontakte im Fussballgeschäft. Gerüchte und Afrika-CupBeinahe jeden Tag ist es ein anderer Verein, der Seydou Doumbia verpflichten will. Der YB-Stürmer hat sich zu einem der begehrtesten Spieler auf dem Transfermarkt entwickelt. Gestern wurde aus England das Interesse Tottenhams bekannt. Laut dem «Mirror» will der Verein in der Winterpause rund 17 Millionen Franken bieten. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass Doumbia in England eine Aufenthaltsbewilligung erhalten würde, da der Ivorer dafür in den letzten beiden Jahren 75 Prozent der Länderspiele hätte absolvieren müssen. Und sowieso betonen die YB-Verantwortlichen, Doumbia im Winter noch nicht verkaufen zu wollen. Möglicherweise aber wird der 21-Jährige in der Vorbereitung (wie der tunesische Verteidiger Saif Ghezal) fehlen – und am Afrika-Cup (10. bis 31.Januar 2010 in Angola) teilnehmen. Das erste Super-League-Spiel in der Rückrunde ist am 7.Februar. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Den-Young-Boys-droht-der-Ausverkauf/story/24760848
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 10:04 |
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NZZ, 02.12.2009 Stéphane Chapuisat wird YB-Transferchef Die Schweizer Stürmer-Legende mit mehr Verantwortung Chapuisat war im Super-League-Leader bis jetzt in den Bereichen Scouting und Stürmertraining tätig. Nun wird der 40-Jährige den YB-Sportchef Alain Baumann entlasten. (si) Stéphane Chapuisat gilt als erfolgreichster Schweizer Fussballer aller Zeiten. Er absolvierte 103 Länderspiele (eine WM- und zwei EM-Teilnahmen). Mit Borussia Dortmund gewann er neben zwei Bundesliga-Titeln die Champions League. Mit GC wurde er Schweizermeister, mit YB Vizemeister und NLA-Torschützenkönig. Vier Mal war Chapuisat zudem als Schweizer Fussballer des Jahres ausgezeichnet worden. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/stephane_chapuisat_young_boys_fussball_1.4096890.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 11:43 |
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Der Bund, 03.12.2009 Die vier Ivorer bei YBVier Fussballer aus der Elfenbeinküste stehen bei YB unter Vertrag. Gilles Yapi, Thierry Doubai, Seydou Doumbia und Youssouf Traoré verbringen auch privat viel Zeit zusammen. Die Rollen sind dabei ziemlich klar verteilt. Die Ivorer Thierry Doubai, Seydou Doumbia und Youssouf Traoré stehen am Mittwoch im Laden Tropical Zone im Berner Breitenrainquartier und scherzen mit dem Besitzer. Sie fragen nach diesem und jenem Artikel und nach dem Preis. In das Geschäft kommen sie regelmässig, um sich mit afrikanischen Lebensmitteln einzudecken, wenn sie zusammen kochen wollen. Acheke etwa, eine Spezialität, die aus Maniok zubereitet wird. Nur Gilles Yapi, der vierte YB-Spieler von der Elfenbeinküste, schaut immer wieder auf die Uhr und kann die Ankunft des Fotografen kaum abwarten. «Wir haben nicht viel Zeit. Wir müssen zum Mittagessen mit dem Rest der Mannschaft», mahnt er. Es ist Teamtag beim Leader der Super League. Nach dem Essen steht ein gemeinsamer Kinobesuch auf dem Programm. «Looking for Eric», den Film, in dem die ehemalige Fussballikone Eric Cantona plötzlich ins Leben eines Briefträgers tritt, hat die Vereinsleitung ausgesucht. Würde die laufende Saison der Young Boys verfilmt, die Rollenverteilung wäre zumindest für die Ivorer rasch gemacht. Gilles Yapi würde auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Der 27-Jährige lenkt das Spiel der Berner im Mittelfeld mit präzisen Zuspielen. Neben dem Platz ist er für seine Landsleute Doubai, Doumbia und Traoré der unumstrittene Leader. Das wird nicht nur am Zeitmanagement ersichtlich, das die anderen freimütig ihm überlassen. Über Yapi läuft die Organisation des Fototermins. Er ist es, der seine Kollegen nach dem Training zusammentrommelt und sie vor dem Stadion in Doumbias neuen Citroën-Geländewagen packt, um die kurze Distanz vom Wankdorf in den Breitenrain möglichst rasch zu bewältigen. Dass er der «Chef» sei, das hört er jedoch nicht gern. «Wenn schon, dann bin ich für die anderen wie ein älterer Bruder», sagt Yapi. Obwohl das Mittagessen ansteht und die Zeit drängt, hat er sich unterdessen vom Ladenbesitzer einige Fleischspiesschen zubereiten lassen. Grosszügig bietet er allen davon an. Doumbia der StarAuch Doumbia bedient sich. Ihm kommt bei den Young Boys die Hauptrolle zu. Im Moment vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über den Angreifer berichtet wird, der am 31.12. seinen 22.Geburtstag feiert. 17 Mal hat er in dieser Saison getroffen, zuletzt am Sonntag, beim 2:0 gegen den FC Basel. Und fast täglich wird die Frage aufgeworfen, wie lange der pfeilschnelle Stürmer noch für YB spielt. Zuletzt wurde aus England das Interesse von Tottenham kolportiert, Doumbia im Winter für 17 Millionen Franken zu verpflichten. Als vorerst unverkäuflich bezeichnet der Klub seinen Starspieler und auch Doumbia sagt: «Ich habe in Bern alles, was ich mir wünsche.» An der Seite seiner drei Landsleute hat er vor allem die menschliche Wärme, die er zuvor bei seinem Gastspiel in Japan vermisste. Dass sein Foto ständig in den Zeitungen erscheint, stört ihn nicht, die Popularität ist ihm angenehm. Aus dem schüchternen jungen Fussballer, den YB im Sommer 2008 als Zugang präsentierte, ist ein selbstbewusster Stürmer geworden, der sich freut, wenn er auf der Strasse angesprochen wird. «Solange sie es auf Französisch tun», sagt er und lacht. Mit der deutschen Sprache hat er so seine liebe Mühe. Doubai (noch) in NebenrolleThierry Doubai hat sein Lachen in den letzten Wochen ebenfalls wieder gefunden. Nach zwei Kreuzbandrissen in Folge kämpft er sich wieder an einen Stammplatz heran. Auf dem Weg der Young Boys zum erhofften Meistertitel besetzt der 21-Jährige bisher nur eine Nebenrolle. Das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Dem Mittelfeldspieler wird von allen Seiten riesiges Potenzial attestiert. Auf dem Weg zurück auf den Fussballplatz habe ihm die Unterstützung der Teamkollegen und vor allem jene seiner Landsleute enorm geholfen. «Wir sind wie Brüder», unterstreicht er die Aussage Yapis. Der jüngste «Bruder», Youssouf Traoré, ist auch der zurückhaltendste. Mit zwei Teileinsätzen in dieser Saison gehört der 18-Jährige noch zu den Statisten bei YB. Meistens kommt er mit der U21-Equipe der Berner zum Einsatz. Traorés Künstlername lässt für die Zukunft der Young Boys aber einiges erhoffen. «Maestro» wird er genannt wegen seiner meisterhaften Übersicht im Mittelfeld, und selbstbewusst posiert er für das Bild, das nun gerade noch rechtzeitig geschossen wird. Kurz noch begutachten die vier das Resultat auf dem Display der Kamera, dann gibt Yapi das Zeichen zum Aufbruch, und sie hasten davon. Keine 30 Sekunden nach dem Verlassen des Geschäfts sind die Ivorer Richtung Mittagessen davongebraust. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Die-vier-Ivorer-bei-YB/story/14216961
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. Dezember 2009, 11:31 |
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Der Bund, 08.12.2009 YB spielt den attraktivsten FussballIn seinen Betrachtungen zur Winterpause macht sich «Bund»-Redaktor Ruedi Kunz Gedanken über die Fallstricke der Berner Young Boys auf ihrem Weg zum Meisterthron. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Berner Young Boys sind die beste Mannschaft der ersten Saisonhälfte. Sie haben am meisten Punkte geholt (41), am meisten Tore geschossen (43), am wenigsten Tore erhalten (20), am wenigsten oft verloren (zweimal) und mit Seydou Doumbia den treffsichersten Goalschützen der Liga in ihren Reihen (17 Tore). So weit die nackten Zahlen. Auch bei nicht exakt messbaren Werten kommen die Berner gut weg: Sie spielen das mutigste und attraktivste Spielsystem (3-4-3), sie haben den schnellsten, trickreichsten und begehrtesten Spieler der Axpo Super League in ihren Reihen (Doumbia), sie verfügen über die wohl bestbesetzte zentrale Achse in der obersten Spielklasse (Wölfli-Dudar-Yapi-Marco Schneuwly/Christian Schneuwly), und sie besitzen das ausgeglichenste Kader. Zudem hat YB in der Person von Vladimir Petkovic einen Trainer, der im bisherigen Saisonverlauf bedeutend mehr richtig als falsch gemacht hat. Der schweizerisch-kroatische Doppelbürger ist kein Mann der lauten Worte und grossen Gesten. Er ist ein akribischer Arbeiter, der von sich und seinen Angestellten sehr viel verlangt. Als hart, aber fair und sehr kommunikativ wird der Übungsleiter von den YB-Spielern beschrieben. Petkovic scheint auch das nötige Sensorium zu besitzen, um eine Gruppe von über 20 Profis über längere Zeit bei Laune zu halten. Gut möglich, dass ihm sein mehrjähriges Engagement bei Caritas Tessin hilft, Spannungen und Konflikte frühzeitig zu erkennen und frühzeitig den Dialog zu suchen mit den Betroffenen. Die Arbeit eines Sozialarbeiters sei jener eines Fussballtrainers in etlichen Punkten sehr ähnlich, sagt Petkovic. Es gehe darum, Leute auf ein gemeinsames Ziel einzustimmen, sie zu motivieren und sie zu lenken. Petkovics zweite ChanceAn Ehrgeiz und Selbstbewusstsein fehlt es dem 46-jährigen Petkovic nicht. Kaum war er im Spätsommer 2008 in Bern angekommen, verkündete er, sein grosses Ziel sei es, mit YB einen Titel zu holen. Die erste Chance hierzu verpasste seine Mannschaft im letzten Frühling im Cupfinal gegen Sion (2:3-Niederlage). Die zweite Möglichkeit bietet sich in der laufenden Saison, in der sich YB bisher nur selten eine Blösse gab und die Tabelle deutlich anführt. Die sieben Punkte Vorsprung, die sich die Berner bis zur Winterpause erarbeitet haben, sind ein ordentliches Polster für die zweite Meisterschaftshälfte. Von einer Vorentscheidung im Titelrennen zu sprechen, wäre jedoch vermessen. Ein Blick auf einige Tabellen der vergangenen Jahre sollte genügen, um all jene aufzuwecken, die den Meisterkübel bereits in den Händen von Captain Marco Wölfli sehen. Der FC Basel wies in der Saison 2005/06 bei Halbzeit acht Punkte Vorsprung auf den zweitklassierten FCZ auf - und wurde von ebendiesem in der letzten Runde noch abgefangen. Ein Jahr später startete der FCB im Frühling eine fulminante Aufholjagd, die ihn bis auf einen Punkt an den FCZ heranbrachte, der mit 10 Punkten Vorsprung überwintert hatte. «Hungrig» auf einen PokalEinverstanden. Es spricht einiges dafür, dass die Young Boys am Ende dieser Saison den ersten Meistertitel seit 24 Jahren feiern können. Das Team hat viel Selbstvertrauen, es hat unter Petkovic eine Gewinnermentalität entwickelt, es verfügt mit Seydou Doumbia über einen herausragenden Einzelkönner, und es ist - wie überhaupt der ganze Verein und das ganze Umfeld - enorm «hungrig» auf einen Pokal. Doch im Dreiländereck gibt es eine Mannschaft, die mit nicht weniger Ehrgeiz, Eifer und Feuer dem Thron entgegenmarschiert. Der FC Basel dürfte, obwohl er derzeit einen stattlichen Rückstand aufweist, bis zum Schluss ein äusserst hartnäckiger Widersacher bleiben. Alex Frei, Marco Streller, Benjamin Huggel, Valentin Stocker und Franco Costanzo besitzen die Klasse, um YB tüchtig einzuheizen. Die YB-Fans mag das stressen, für die Spannung in der Meisterschaft jedoch ist es gut. Und auch YB profitiert letztlich von einer solchen Konstellation. Sie gibt nämlich der Mannschaft die Möglichkeit, lehrreicheErfahrungen für das übernächste grosse Ziel, die Qualifikationsspiele für die Champions League, zu sammeln. Auf diese Begegnungen im europäischen Fussball-Schaufenster arbeitet der Verein unter Führung von Stadionchef Stefan Niedermaier seit einiger Zeit hin (siehe «Bund» vom 4. 12.). http://www.derbund.ch/bern/YB-spielt-den-attraktivsten-Fussball/story/24105334
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. Dezember 2009, 11:59 |
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Der Bund, 16.12.2009 «Häbet nech am Bänkli»Auf dieser gemütlichen Bank beim Bantiger in Bolligen wird auch die fussballlose Winterzeit gelb-schwarz.  Darauf sitzend, lässt sich von zukünftigen Erfolgen und Meistertiteln der Young Boys träumen – auch schmerzhafte Niederlagen (Cup) lassen sich verdauen, es braucht jedoch etwas Zeit. An schönen Tagen sieht man nicht nur den Weiler Bantigen zu seinen Füssen, sondern auch das Stade de Suisse. http://www.derbund.ch/bern/Haebet-nech-am-Baenkli/story/13983281
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shalako
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Verfasst: Montag 11. Januar 2010, 15:12 |
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Blick, 08.01.2010 Trainingsbeginn mit Kurzhaar-DoumbiaAls letztes Team hat Wintermeister YB das Training wieder aufgenommen. Mit einem neuen Stürmer und einem kurzhaarigen Seydou Doumbia. Teil zwei der Berner Jagd nach dem Meistertitel ist eröffnet! Zwar legt YB am Donnerstag als letzter Super-League-Verein wieder los, doch dafür gleich richtig: Um 8.15 Uhr mit Bluttests und Gewichtskontrollen, um 15 Uhr mit Fitnesstests. «Alle sind gesund aus den Ferien zurück», fasst Co-Trainer Erminio Piserchia zusammen. Die YB-Stars machen sich einen Spass aus den Lauftests, lachen über die Langsamen, motivieren sich zu Top-Leistungen, messen sich im Fussball-Tennis (siehe Video). Mittendrin Seydou Doumbia, der beste Torschütze der Liga (17 Tore), der im Sommer zu ZSKA Moskau wechseln wird. Von mangelnder Motivation ist nichts zu sehen, die Spielfreude ist ihm geblieben, nur die Haare sind kürzer. Statt frecher Löwen-Mähne trägt der Ivorer neu Kurzhaarschnitt. Seit gestern hat Doumbia zwei neue Mitspieler. Verteidiger Hassan Lingani (22) kommt von Bastia und soll Saif Ghezal ersetzen, Giuseppe Morello wird neuer Sturmpartner Doumbias. Er ersetzt den verletzten Marco Schneuwly. Schneuwly ist mit 13 Skorerpunkten der zweitbeste Berner Angreifer, Morello kam trotz seiner 24 Jahre noch nicht über die Challenge League hinaus. Kommt das gut? Der Italiener spielte bislang nur als Halbprofi beim FC Biel. Daneben arbeitete er zu vierzig Prozent als Turnlehrer im Basler Schulhaus Brunnmatt. Morello zu BLICK: «Am Freitag gebe ich meine letzten beiden Schulstunden.» Der 13-fache Saisontorschütze hat im Hauptfach Sportwissenschaften und im Nebenfach Geschichte studiert. Entscheidet Morello das Meisterrennen? «Giusi hat viel im Kopf», sagt YB-Sportchef Alain Baumann. Eigentlich wollte er den Stürmer erst im Sommer holen, Schneuwlys Verletzung änderte jedoch seine Pläne. «Er ist ein ruhiger Typ. Ein beidfüssiger, gefährlicher Strafraumspieler.» Ob sich Morello in der Super League durchsetzen kann, weiss aber auch Baumann nicht. «Aber ich würde mich nicht beklagen, wenn er uns zum Titel schiessen würde.» http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/trainingsbeginn-mit-kurzhaar-doumbia-137501
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shalako
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Verfasst: Montag 11. Januar 2010, 15:15 |
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Der Bund, 08.01.2010 Alle warten auf den Doumbia-NachfolgerLingani und Morello trainierten erstmals mit YB. Konkret verhandeln die Berner mit einem Stürmer, der als Doumbia-Nachfolger gilt. 31 Tage vor dem Start zur zweiten Meisterschaftshälfte rief der BSC Young Boys seine Spieler zum Trainingsauftakt im neuen Jahr. Und alle kamen, ausser Emiliano Dudar. «Doch das war abgesprochen, er hatte Probleme mit seinem Flug», erklärte YB-Trainer Vladimir Petkovic das Fehlen seines Abwehrchefs. Dudar wird heute das Training aufnehmen. In einem Monat, am 7. Februar, muss das Team bereit sein, wenn es im St.-Jakob-Park gegen den FCB geht, der sieben Punkte Rückstand auf Wintermeister YB hat. Zwei neue Gesichter waren gestern im Stade de Suisse im YB-Kader auszumachen. Der Ivorer Hassan Lingani (Geburtstag 30. Dezember 1987) von Bastia, der in der Abwehr die Lücke schliessen soll, die Saif Ghezal mit seinem provozierten Wechsel zum saudiarabischen Klub Al Ahli Jeddah hinterlassen hat. Mittlerweile wissen die YB-Verantwortlichen auch, dass sie vom Tunesier angelogen worden waren. Der angebliche tödliche Verkehrsunfall seiner ersten Frau, den Ghezal als Grund für seine vorzeitige Abreise am 11. Dezember angegeben hatte, war erfunden. Die Frau erfreut sich glücklicherweise ihres Lebens. «Wir brauchen Spieler, die sich voll mit dem Verein identifizieren, die menschlich ins Team passen», sagte Petkovic dazu. «Ghezal ist Vergangenheit, über ihn rede ich nicht.» Nach dem Zuzug von Lingani sieht der Trainer für die zweite Saisonhälfte in der Abwehr nicht weiter Handlungsbedarf. «Mit Issam Mardassi und Marc Schneider kämpfen zwei weitere Verteidiger um einen Platz in der Mannschaft.» Deshalb will Petkovic während der kommenden vier Wochen mindestens sechs Testspiele austragen. Das erste findet am Samstag, 16. Januar gegen Thun (14.00 Uhr, Stade de Suisse) statt. Vier weitere werden während des Trainingslagers vom 18. bis 27. Januar in Costa Ballena in Spanien ausgetragen, die Gegner sind noch nicht definitiv bestimmt. Und am Freitag, 29. Januar testet YB in Bern noch gegen Winterthur. «Ich lege in der Vorbereitungsphase viel Wert auf zahlreiche Testspiele», sagte Petkovic. «Jeder Spieler muss die Möglichkeit erhalten, sich aufdrängen zu können.» Doumbia-Ersatz bald in Bern?Diese Chance will auch Giuseppe Morello wahrnehmen, der nach seinem Wechsel vom FC Biel erstmals mit YB trainierte. Der Sport- und Mathematiklehrer, der auch Geschichte studiert hat, unterrichtete bisher in Basel Fünft- bis Siebentklässler mit einem 50-Prozent-Pensum. Mit 24 Jahren beginnt für den Allschwiler nun das Leben als Berufsfussballer. Heute wird er sich von seinen Schülern in Basel verabschieden. 13 Tore in 13 Meisterschaftsspielen für den FC Biel ist die Referenz Morellos. «Wir hatten ihn schon längere Zeit beobachtet», meinte Petkovic. Im Dezember erfuhr Morello vom Interesse der Young Boys, die nach dem Kreuzbandriss von Marco Schneuwly die Stürmersuche intensivierten. Noch vor einem halben Jahr, nach dem Zwangsabstieg Concordia Basels von der Challenge League in die 2. Liga regional, war Morello ohne Klub gewesen. «Der Trainer hat mir gar nichts versprochen», sagte Morello, der sich in einem Dreimannsturm aber seine Chancen ausrechnet. Wie gross die sind, hängt auch davon ab, ob YB in den nächsten Tagen den angestrebten Transfer eines Stürmers von internationalem Format präsentieren kann. «Unser Ziel ist es, dass der Nachfolger von Doumbia bereits jetzt kommt und bis Sommer noch mit Doumbia spielt», betonte Petkovic. Konkrete Verhandlungen sind im Gang. Klar ist, dass der neue Stürmer nicht aus Europa stammt und auch nicht von der Elfenbeinküste. Von dort ist CEO Stefan Niedermaier gestern Donnerstag zurückgekehrt, wo er der Fussballakademie in Abidjan mit dem neuen Transferchef Stephane Chapuisat einen Besuch abgestattet hatte. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Alle-warten-auf-den-DoumbiaNachfolger/story/14524478
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2010, 12:15 |
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Berner Zeitung, 20.10.2010 Erstes Testspiel in SpanienEin Doumbia-Ersatz soll sich in der Rückrunde an die Verhältnisse in der Schweiz gewöhnen und den Stürmerstar ab Sommer ersetzen. Er soll möglichst rasch präsentiert werden. Für Yapis Nachfolge nimmt sich YB-Sportchef Alain Baumann etwas mehr Zeit. «Im Sommer wird ein Spieler kommen, der Yapis Rolle einnehmen kann.» Neben Yapi agiert für die Berner normalerweise Xavier Hochstrasser. Dahinter wartet Thierry Doubai nach zwei überstandenen Kreuzbandrissen darauf, den glänzenden Ruf, der ihm vorauseilt, zu bestätigen. Auch im Trainingslager hinterlässt Doubai bisher einen starken Eindruck. Am Montagabend sind die Young Boys planmässig in Südspanien angekommen. Die letzten zweidreiviertel Stunden vom Flughafen in Malaga bis zum Hotel in Rota bewältigten die Berner im Reisecar. Dies nach den Erfahrungen im letzten Jahr, als der Weiterflug nach der Zwischenlandung in Spanien auf sich warten liess und die Mannschaft das Quartier erst nach Mitternacht und mit sieben Stunden Verspätung beziehen konnte. Sportchef Alain Baumann ist mit der Infrastruktur zufrieden. «In den letzten Wochen hat es hier häufig geregnet, aber unser Trainingsplatz ist in einem erstaunlich guten Zustand.» Heute treten die Young Boys zum ersten von drei Testspielen in Spanien an. Gegner ist die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Gilles-Yapi-verlaesst-YB/story/31014975
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2010, 16:03 |
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Beobachter, 20.01.2010 Der Fluch von BernDie Young Boys, sonst zum Verlieren verdammt, sind auf Meisterkurs. Die Ursache des drohenden Erfolgs: eine unwiderstehliche Mischung aus Nostalgie und Geschäftssinn. YB, oje. Eine kalte Bise fegt durch das Stade de Suisse in Bern. 1:4 gegen das unterklassige Lausanne Sport, das Cup-Aus für die Young Boys im Viertelfinal. Da ist er wieder, der Fluch. YBs Unfähigkeit, wichtige Spiele zu gewinnen. Von offizieller Seite findet sich immer eine rationale Erklärung für das jeweilige Versagen: der Schiedsrichter, individuelle Fehler, schwache Nerven oder einfach kein Wettkampfglück. Aber in der Summe, über die Jahre, ist es schlicht ein Fluch. Während das Team serbelt, rücken die Fans auf der Tribüne näher zueinander. Jeder weiss, was noch kommen wird. Das übliche Trostbier mit den Kumpels, die Frustwurst auf dem Heimweg. Das schöne Gefühl, gemeinsam zu leiden. Das Gespräch dreht sich dann vorwiegend um die Frage, mit welchen Stabreimen die Niederlage treffend zu beschreiben wäre – mit «Schlimme Schlappe» zum Beispiel oder «Desaströses Debakel». «Bittere Blamage», konstatiert der Fan-Blog «Zum Runden Leder». Hoffen und Scheitern gehen bei YB zusammen wie Gelb und Schwarz. Die Angewohnheit, im entscheidenden Moment zu scheitern, hat sich in der Wortschöpfung «veryoungboysen» niedergeschlagen: einen sicher geglaubten Erfolg durch eigenes Unvermögen doch noch aus der Hand geben. 2007 feierte YB 20 titelfreie Jahre. Schweizer Meister, Cupsieger – in Bern sind das immer die anderen, meistens GC, Zürich oder Basel. Vergangenes Jahr verlor man gegen Basel im letzten Spiel die Meisterschaft. Ein paar Wochen zuvor verschenkte YB im Cupfinal eine 2:0-Führung und unterlag Sitten mit 2:3. Schon am Morgen nach jenem Spiel boten die Fans im Internet gelb-schwarze T-Shirts feil. Die Aufschrift: «CUPvertami!» Seit 1987, als die Young Boys im Cupfinal gegen Servette Genf ihren letzten Titel errangen, gab es Berner Erfolge nur im Konjunktiv. Doch in dieser Saison scheint vieles anders. Die Young Boys grüssen seit Monaten von der Tabellenspitze. Sieben Punkte Vorsprung nahmen sie mit in die Winterpause. Heuer, hiess es auf einmal in der Hauptstadt, jetzt, diesmal machen sies. Diese Saison holt YB den Meistertitel. Der Aufstieg ist kein Zufall: «Heute sind fähige Leute am Ruder», sagt Jäggi Dänu. Das sei nicht immer so gewesen. Jäggi, 43, hat seine Juniorenzeit bei YB absolviert und 1986 den Sprung in die erste Mannschaft geschafft – ein Berner Eigengewächs und damals der beste Fussballer auf dem Platz Bern. Zehn Mal wurde er für die Junioren-Nati aufgeboten. Aber als YB 1987 Cupsieger wurde, sass Jäggi nicht einmal mehr auf der Ersatzbank. Irgendwann, nachdem ihn der damalige Trainer Alexander Mandziara wieder einmal mit einem Donnerwetter vom Rasen geschrien hatte, begann er sich einer Sorte Gras zu widmen, die nicht auf Fussballplätzen wächst. Beim zuvor konstanten Jungtalent schlichen sich plötzlich Leistungsschwankungen ein. «Ich war zu sensibel für den Profifussball», sagt Jäggi. Die «Mafia» altgedienter Recken, die sich auf ihren Lorbeeren ausruhten, Mitspieler, die über Leichen gegangen wären, um spielen zu können, und «Einzeldarsteller» in der Führung, die in die eigene Tasche wirtschafteten – das war nicht Jäggis Welt. Plötzlich war Fussball nicht mehr Dürfen, sondern Müssen. «Es ging halt um Geld. Nicht um so viel wie heute, aber trotzdem.» Jäggi verabschiedete sich schnell und leise von der Fussballbühne, über Solothurn und Ostermundigen. Karriere veryoungboyst. Der wohltuende Blick zurück«Jäggi? Kann sein», sagt Charly Beuret. «Keine Ahnung», sagt sein Gesicht. Der 65-Jährige ist, wie er sagt, «50 Jahre YB». Er war lange Sportjournalist und seit 2006 Medienchef im Stadion. Mittlerweile pensioniert, hat er sein Büro ans Ende des Gangs verlegt, ins YB-Museum. Selbst hat er nie für YB gespielt: Fussball gehöre sich nicht, fand sein Vater, Charly musste in die Pfadi. Statt Stürmer wurde er Chronist und verdiente sein Geld neben dem Platz: «Mit zwölf durfte ich zum ersten Mal ans Spiel. Da gabs Bier noch in Glasflaschen. Die sammelten wir ein und kassierten das Depot.» Das war Ende der Fünfziger, YB arbeitete am zweiten Titelhattrick – einmalig in der Schweizer Fussballgeschichte. Beurets neuer Arbeitsplatz erinnert vor allem an diese goldenen Zeiten. 17 Titel krönen die gelb-schwarze Geschichte. Der 18. war eigentlich für letztes Jahr budgetiert. YB spielt seit 2005 in einem neuen Stadion. Anstelle des alten Wankdorfs steht heute das Stade de Suisse: das teuerste Gebäude der Schweiz und ein Konsumtempel der Extraklasse. Mantelnutzung nennt sich das: Shopping, Ausgang, Konferenzzentrum und Kunstrasen statt Grasmutten. Betrieben wird das Stadion von der Gesellschaft Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG – «Veranstalterin von Fussballspielen» und «zuständig für die Vermarktung des BSC YB». Und weil sich Sieger besser vermarkten lassen, soll auch endlich wieder ein Titel her. Aber eben: der YB-Fluch. Immerhin stimmten seit letzter Saison die Zuschauerzahlen, so Beuret: «Wenn man bedenkt, wo wir vor zwölf Jahren standen, ist das Erreichte erstaunlich.» «Man musste sich fast schämen»1998 war YB am Tiefpunkt: Ausgerechnet zum 100-Jahr-Jubiläum des Klubs stieg das Team in die Nationalliga B ab; im Jahr darauf drohten Konkurs und Zwangsrelegation in die 5. Liga. «An einem Spiel in jener Saison war nur die Haupttribüne geöffnet, weil kein Geld da war, um im Rest des Stadions den Schnee wegzuräumen», sagt Beuret. «Man musste sich fast schämen, wenn man sagte, man gehe ins Wankdorf.» Ein Klub stumpenrauchender Altherren mit hochgeschlagenen Mantelkragen seien sie gewesen. YB war sportlich und finanziell am Ende; das Wankdorf, einst Stätte historischer Siege, zur schäbigen Betonhalde verkommen, wo die Niederlage Heimrecht hat. Das marode Wankdorf sollte für YB zum Glücksfall werden. Ein Luzerner Sportvermarkter übernahm die Schulden und rettete den Verein vor dem Ruin. Hintergedanke: ein neues Stadion als lukrative Investition. Und weil die Berner Stimmbürger ohne YB niemals einem neuen Stadion zugestimmt hätten, durfte Gelb-Schwarz nicht sterben. Damit haben sich die Vorzeichen geändert: Im Wankdorf wurde gschuttet, im Stade de Suisse wird Geld verdient. Fussball als Mittel zum Zweck. Das spüren auch die Fans. Obwohl der Geist der goldenen Jahre längst aus der baufälligen Betonfestung gewichen war, trauern sie trotzig dem alten Wankdorf nach. «Dabei stehen die Tore auf eineinhalb Meter genau an der gleichen Stelle wie früher», sagt Beuret. Aber Heimatgefühl wird im Fussball nicht in Metern gemessen, sondern in Titeln. Bis YB endlich wieder einen «Kübel» nach Bern holt, klammern sich die Fans an die Vergangenheit: Treue Weggefährten wie Gürkan «Güügi» Sermeter, der sieben schlechte Jahre lang für YB spielte, werden beklatscht, auch wenn sie mittlerweile als Gegner einlaufen. Im Fussball sind ein paar Jahre eine Ewigkeit, vor allem seit die Idole nicht mehr aus dem Breitsch oder der Lorraine kommen, sondern aus der Fussballschule in Abidjan an der Elfenbeinküste, die YB seit 2007 finanziell mitträgt. Von dort stammt auch Starstürmer Seydou Doumbia. Er sorgte dafür, dass die YB-Viertelstunde, die jeweils mit der 76. Spielminute anbricht, vergangene Saison mehr als eine Legende war. Aus der Zeit um 1910 ist überliefert, dass Gelb-Schwarz in diesen letzten 15 Minuten oft das eine oder andere Tor schoss und so verloren geglaubte Partien noch zu drehen vermochte. Das lag daran, dass YB damals öfter trainierte als andere und seine Kräfte besser einteilte. «Vergangene Saison hatte es einen anderen Grund: Doumbia wurde oft für die letzten 20 Minuten eingewechselt – und fast jedes Mal traf er», sagt Beuret. Das Talent aus Afrika machte alleine vor, wovon die Urberner gemeinsam träumen: Er siegte. Aber Sieger bleiben nicht in Bern. Der finanziellen Logik folgend, wechselt Doumbia im Sommer nach Moskau. Dass die YB-Viertelstunde damit wieder zum Mythos wird, dürfte den Fans egal sein. Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht nicht aus der Huldigung an Einzelkämpfer. Vielmehr braucht es den gemeinsamen Leidensweg und viel Nostalgie. Selbst das YB-Wägelchen, mit dem in Bern Verletzte und Scheininvalide vom Kunstrasen gekarrt werden, ist identitätsstiftend: ein Schragen auf gelben Speichenrädern – wohl der einzige seiner Art im internationalen Fussball. Je nach Ernsthaftigkeit der Verletzung fährt das Wägeli an die Seitenlinie oder in die Katakomben. Das bedeutet dann Saisonende. Zuletzt wurde Stürmer Marco Schneuwly dorthin kutschiert: Kreuzbandriss. Das Gefährt sei seit den Sechzigern, vielleicht seit den Siebzigern im Einsatz und stamme aus Armeebeständen. Wieder so ein Versuch, die Vergangenheit festzuhalten. «Aber irgendwann kommt ein Elektrowägeli, keine Frage», sagt Beuret und betrachtet die gelben Speichen. Dann wird er den Karren in sein Museum schieben. Auch Traditionen müssen rentierenDer Kulthunger der Fans ist den Stadionverantwortlichen nicht verborgen geblieben. Sie bewirtschaften ihn geschickt. Die YB-Viertelstunde wird auf der Stadionanzeige angezählt, die «YB-Wurst», die beim Verzehr meterweit Fettspritzer auf die Jacken anderer Zuschauer zeichnet, ist auch in der Coop-Filiale im Wankdorf erhältlich – eine Portion YB, vakuumiert fürs Gefrierfach. Die wahre kulinarische YB-Legende, ein Schokodrink namens Flusco, wurde ebenfalls wieder lanciert. «Aber irgendwie läufts nicht so recht», sagt Beuret. Die Zukunft des Gesöffs ist deshalb ungewiss. Im modernen Fussball müssen sich selbst Traditionen rechnen. Das weiss auch Roland Antenen. Der 73-Jährige ist Präsident der Bocciasektion von YB, die 1938 von und für YB-Veteranen gegründet wurde. Ein Gnadenbrot für gealterte Fussballer. «Das Bocciahäuschen war das Herz von YB», sagt Antenen und greift sich an die Brust. Nach einem Herzklappenabriss fand der Doktor, Antenen solle mit Fussball aufhören. Also legte er mit 53 die Stollenschuhe beiseite, tauschte Rasen mit Bocciabahn. Dort, in der Baracke zwischen den Trainingsfeldern, feierten sie mit den YB-Spielern die Siege und trösteten sich über Niederlagen hinweg. Die Meisterfeier von 1986, zusammen mit der ganzen ersten Mannschaft, ist legendär. Aber da, wo einst das Bocciahäuschen war, steht heute ein Schulgebäude. «Sie fanden einfach keinen Platz für uns», sagt Antenen. Dabei wären sie mit wenig zufrieden gewesen: Einer hatte ernsthaft vorgeschlagen, die neue Anlage auf dem Stadiondach zu errichten. Aber altersschwache Fussballer sind im Konzept des Stade de Suisse nicht vorgesehen. Und die Verwurzelung in der Bevölkerung passiert heute via Kundenbindung: Matchbesuch statt Kino oder Erlebnisschwimmbad. So hat es die YB-Bocciasektion ans andere Ende der Stadt verschlagen, in die Nähe des Bremgartenfriedhofs. Antenen: «Es ist halt viel mehr Kommerz als früher. Das kann man nicht mehr zurückdrehen.» Es klingt ein bisschen traurig, aber frei von Bitterkeit. Er habe trotz allem Freude am neuen Stadion: «Für YB ist das grossartig – vor allem jetzt mit den vielen Fans.» «Nähen und gewinnen!»Die Geschäftsleitung im Stade de Suisse bemühte sich in den letzten Jahren erfolgreich, den Matchbesuch vom belächelten Altherrenvergnügen zum Familienevent zu wandeln. Dazu gehört, auch das fussballresistente Geschlecht ans Spiel zu bringen. «Im alten Wankdorf gab es ein einziges Damen-WC – eine einzige Schüssel», erzählt Beuret. Und trotzdem habe sich vor dieser Toilette nie eine Schlange gebildet. Neben der verbesserten Infrastruktur versuchte man, die Damen mit gezielten Aktionen ins Stadion zu locken: «YB Ladies’ Day: nähen und gewinnen!» Die besten Fahnennäherinnen erhalten gratis Karten. Bei den Rollenbildern hält auch das Marketing die Traditionen hoch. All dies – und natürlich der attraktive Fussball, der zurzeit in Bern gespielt wird – hat dafür gesorgt, dass es wieder cool ist, ein YB-Fan zu sein. Zu den 1200 Unbeirrbaren, die auch in den schlechtesten Zeiten zum Spiel kamen, gesellten sich diese Saison regelmässig 20'000 Zuschauer – Modefans, wie die «wahren» Fans gerne schimpfen. Letztlich sind sie es aber, die den guten Fussball bezahlen, zusammen mit den ebenfalls vielgescholtenen Bonzen in den VIP-Logen. Die Eingefleischten auf den Stehplätzen sorgen für die fröhliche und auch mal kämpferische Kulisse. Dennoch: Wird das Geschäft zu hemmungslos, rächt sich der Fussball. Das musste die YB-Führung beim eingangs erwähnten Spiel erfahren. YB hatte Gegner Lausanne 200'000 Franken bezahlt, um den Cupviertelfinal nach Bern zu holen. Der Grund: Statt sich auf ein kampfbetontes Spiel auf schlechtem Terrain einzulassen, wollte man den Gegner auf dem heimischen Kunstrasen ausspielen. Überraschenderweise stiegen nicht nur die um ihr Heimspiel betrogenen Lausanne-Fans auf die Barrikaden: Ein Cupsieg sei mit «Leidenschaft, Einsatzwillen und absolutem Kampfgeist» zu erringen, nicht mit finanzieller Potenz, liess der Dachverband der YB-Fanvereinigungen verlauten. Die Fans beider Lager boykottierten das Spiel, viele andere kamen wegen der Kälte nicht. Das Resultat ist bekannt. YB bezahlte seinen Hochmut mit einem fast leeren Stadion und der besagten 1:4-Blamage. Statt einer farbenfrohen Choreographie prangte im YB-Fansektor ein riesiges Transparent: «Tradition erhaute statt Gäud lah waute!» Die Stadionverantwortlichen liessen das Transparent in der Halbzeit entfernen. Trotz gedämpfter Stimmung zum Rückrundenstart: Nach dem Cup-Aus bleibt immer noch die Chance, das neue Stadion mit dem Meistertitel zu adeln. «Ich hoffe, sie schaffen es», sagt Jäggi Dänu. Das Ex-Talent war erst ein einziges Mal im Stade de Suisse – und ging wieder, bevor das Spiel angepfiffen wurde: «Im Stadion selbst gabs kein Weissbier.» Jäggi schaute die Übertragung des Spiels in einer Kneipe an – wie 1994, als sich die Schweiz erstmals seit 28 Jahren für eine WM-Endrunde qualifiziert hatte. Jäggi sass vor dem Fernseher und sah Spieler die Nationalhymne singen, mit denen er einst in der Junioren-Nati gespielt hatte. Damals war keiner von denen an ihm vorbeigekommen. «Vielleicht – ohne Verletzungen – wäre ich dabei gewesen», sagt Jäggi. «Vielleicht sogar Millionär geworden.» Schweizer Fussballer aus seiner Generation waren die ersten mit hochdotierten Verträgen. Er ist nicht verbittert, obwohl ihm von seiner YB-Karriere wenig geblieben ist. Das Leibchen vom Cupsiegerdress hat sein Bruder für zwei Bier an einen Kumpel verscherbelt – «billiges Bier», sagt Jäggi und lächelt. Das einzige Souvenir ist eine Schallplatte des «YB-Boogie», bei dem die Mannschaft den Refrain gesungen hatte. Das Lied ist unglaublich schlecht. Nichtsdestotrotz steht die Platte in einer Vitrine im YB-Museum. Auch Jäggi Dänu ist verewigt: auf dem Mannschaftsbild des Jahres 1987, vorderste Reihe, der Vierte von rechts. Das Foto hängt im Treppenhaus. Diese Saison muss es klappen«Ach, der», sagt Beuret und mustert Jäggis Bild. Als Museumskurator will er die Ausstellungsstücke chronologisch ordnen – «ein Rundgang». An dessen Ende soll im Sommer ein Meisterpokal stehen. «Wenn sie es dieses Jahr nicht machen, machen sie es nie mehr.» Stadion, Euphorie, fussballerische Klasse – heuer stimmt alles. Und doch: Beim Blick auf den Spielplan wird es den YB-Fans bang. Die Rückrunde endet im Mai mit dem Heimspiel gegen den Titelkonkurrenten Basel – möglicherweise die alles entscheidende Partie. Schon wieder. Nicht schon wieder. Der YB-Fluch – mittlerweile gehört er zur YB-Legendensammlung wie Wurst und Wägeli. Deswegen wäre ein weiterer Nichttitel letztlich auch kein Weltuntergang. Erfolglosigkeit vergrault höchstens Frauen und Modefans. Dem wahren Fan versichert der Schmerz einmal mehr, Teil von etwas Grösserem zu sein. YB eben. Und mit einer hübschen T-Shirt-Kreation kann man jede Niederlage verarbeiten. «Schweizer Meister» ist ja nicht mal ein Stabreim. «Hängende Häupter» hingegen schon. http://www.beobachter.ch/konsum/freizeit/artikel/young-boys_der-fluch-von-bern/
_________________ For Ever
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