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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:08 
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Berner Zeitung, 29.09.2008

Ausschreitungen nach Spielen von YB und FC Thun

Bei Fussballspielen in den obersten beiden Ligen ist es am Samstagabend erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Fans gekommen.

Bei Fussballspielen in den obersten beiden Ligen ist es am Samstagabend erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Fans gekommen.

In Basel wurden nach dem Spiel gegen die Berner Young Boys drei Personen festgenommen. In Wohlen im Kanton Aargau bewarfen sich Einheimische und Thun-Fans am Bahnhof mit Schottersteinen.

Bereits in der Halbzeit des Spiels gegen YB versuchte eine Gruppe von Basler Fans, die Einsatzkräfte anzugreifen, um eine Person zu befreien, die nach dem Abbrennen von Feuerwerk in Gewahrsam genommen worden war. Auch nach dem Spiel kam es zu Aggressionen gegen die Polizei, wie das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt mitteilte. Drei Personen wurden vorübergehend festgenommen.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:09 
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punkt.ch, 29.09.2008

Auswärtssieg: Young Boys stoppen Leader Basel

Seit 1994 gewannen die Berner Young Boys zum ersten Mal wieder in Basel. Trotz vieler Fehlentscheide von Schiesdrichter Kever.

Die Young Boys knackten mit dem 2:1-Sieg nicht nur die 14 sieglosen Jahre, sondern sie fügten dem FCB auch die erste Heimpleite seit Dezember 2007 zu.Nachdem Scott Chipperfield und Banjamin Huggel schon früh zwei gute Chancen vergaben, habe Trainer Christian Gross gespürt, dass der Killerinstinkt fehle. «Es ist kein idealer Einstieg in die nächsten Tage», schaute Gross richtung Portugal, wo die Basler am Mittwoch im Rahmen der Champions League auf Sporting Lissabon treffen.

Häberlis Torpremiere

YB hingegen setzt die Vorgaben ihres neuen Trainers Vladimir Petkovic immer besser um. «Wir spielten zum ersten mal in dieser Saison während der gesamten Zeit konzentriert und konstant gut», sagte Petkovic, der sich über das erste Saisontor des eingewechselten Thomas Häberli freuen durfte. Zuvor traf Felix Bastians nach einem Freistoss bereits zum 1:0. Basels Gelabert konnte nur noch zum 1:2 verkürzen.

Kever Fehler

Schiedsrichter Sascha Kever zeigte in Basel gegen YB eine ganz schwache Leistung. So liess der Tessiner das FCB-Gegentor durch Gelabert zu, obwohl dieser zuvor Portillo weggestossen hatte. Im Gegenzug erkannte Kever das reguläre dritte Tor der Berner durch Doumbia wegen angeblichen Offsides ab. Zudem foulte FCB-Verteidiger Abraham zweimal Rot-würdig.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:11 
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topsport.ch, 29.09.2008

Basler Heimpleite gegen YB

Der FC Basel hat in der Axpo Super League erstmals seit dem 9. Dezember ein Heimspiel verloren. Der Leader unterlag den Young Boys 1:2.

Der FC Zürich konnte von diesem Ausrutscher profitieren und sich dank des 3:0-Heimsiegs gegen Neuchâtel Xamax bis auf zwei Punkte an die Basler heranschieben. Am anderen Ende der Tabelle bezwang Vaduz das Schlusslicht Luzern 1:0. Sion und Aarau trennten sich 1:1.


Der Coup und die Hektik

Nach 95 Minuten pfiff Schiedsrichter Sascha Kever ein letztes Mal. Zumindest gegen diesen Pfiff hatte keiner der Beteiligten etwas einzuwenden. Die Young Boys drehten nach einem Nachmittag der grossen Emotionen ausgerechnet im St.-Jakob-Park eine Ehrenrunde, derweil sich der FCB mit einem ungemein bitteren 1:2 auseinandersetzen musste. Für die "Bebbi" endete mit der zweiten Saisonniederlage eine 14 Jahre andauernde Heimserie der Ungeschlagenheit gegen YB.

Achtmal zückte Kever die Gelbe Karte -- nur gelb. Weil er immer wieder von seiner Linie abwich und Tätlichkeiten übersah, drohte phasenweise die Eskalation. Kever und seine überforderten Assistenten trugen ohne Absicht ihren Teil zur erhöhten Betriebstemperatur bei. Gelaberts 1:2 beispielsweise war irregulär; der Basler schubste seinen Gegenspieler gleich doppelhändig weg. Und im Gegenzug annullierte Kever ohne jeglichen Grund Doumbias 3:1.

Trotz diverser Fehlentscheide Kevers verteidigte YB die Führung erfolgreich. Nach dem miserablen Start zum Championat betrieben die Berner vor über 24 000 Zuschauern mehr als nur Imagepflege. YB setzte beim Erzrivalen ein Ausrufezeichen und demonstrierte, zu was diese für Schweizer Verhältnisse offensiv exzellent besetzte Equipe an einem guten Tag in der Lage wäre. Zumindest ein Platz im UEFA-Cup ist deshalb wieder in Sichtweite gerückt. Die Tabellenspitze ist angesichts des 10-Punkte-Rückstandes weiterhin kein Thema.

"Es ist eine Niederlage, die mich trifft", bilanzierte Christian Gross hinterher. Der Leader enttäuschte (zu) lange und spielte phasensweie ohne "jegliche Präzision und Dynamik" (Gross). Vladimir Petkovic griff jedenfalls nicht daneben, als er den YB-Sieg für "in Ordnung" hielt. Die Young Boys verhielten sich cleverer. Von drei Chancen nutzten sie zwei. Felix Bastians und Thomas Häberli hatten YB bis zur 70. Minute einen kursweisenden 2:0-Vorsprung verschafft.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:17 
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NZZ, 29.09.2008

Der Wespenstich

Die Young Boys gewinnen in Basel 2:1

ram. Der FC Basel verliert in der Meisterschaft nicht alle Tage vor eigenem Publikum. Zuletzt geschah dies am 9. Dezember 2007 gegen Xamax. Am Samstag war es wieder so weit, ausgerechnet gegen die Young Boys, die Basel in der Meisterschafts-Finalissima im Mai so sicher und eindrücklich bezwungen hatte. «Alle Niederlagen schmerzen. Aber diese tut besonders weh», sagte der Basler Trainer Christian Gross. Er wie auch einige seiner Spieler sagten, man habe sich «das ganz anders vorgestellt». Und am Mittwoch steht das ebenso wichtige wie schwierige zweite Spiel in der Champions League in Lissabon gegen Sporting an.

Anzeige Gross: Zu wenig entschlossenDennoch wollte sich Gross nicht aufs Glatteis drängen lassen und die Niederlage als «mentale Hypothek» für die Aufgabe in der Königsklasse werten. «Uns fehlten ganz einfach die Entschlossenheit und der Überblick im Abschluss», sagte Gross und stellte in Aussicht, dass sein Team in Portugal «ganz anders auftreten» werde. Das wird auch nötig sein, wollen sich die Basler in der Champions League nicht eine Grippe holen, die dann auch in der Meisterschaft Symptome der Schwäche zeitigt. Solche waren zumindest in der ersten Halbzeit zu spüren, als sich die Basler von den Bernern in einer stets attraktiven, unterhaltsamen Partie dominieren liessen.

Huggel hatte zwar nach fünf Minuten eine grosse Chance vergeben, danach war es aber YB, das mit seiner Dreier-Abwehr den gefälligeren Fussball pflegte. Immer wieder stifteten Varela, David Degen und Regazzoni Unruhe und brachten überraschende Momente ins Spiel – Wespen gleich schwirrten die Berner in ihren gelb-schwarz geringelten Jerseys durch die Reihen der Basler. Der FCB wirkte mit dem einzigen Stürmer Mustafi berechenbar und stereotyp, Huggel beispielsweise fand sich mit der Aufgabe, weiter vor der Abwehr als gewohnt zu spielen, nicht zurecht. Dennoch war es eine Standardsituation, die den Bernern die verdiente Führung brachte: Gezhal gewann nach einem Baykal-Freistoss das Kopfballduell gegen Abraham, Bastians war zur Stelle und traf (32.). Als wäre es von einer Wespe gestochen worden, forderte das Publikum darauf lauthals den Ausgleich. Der unsichere Schiedsrichter sowie der notorische Provokateur Varela heizten die Stimmung zusätzlich auf. Doch es war erneut YB, dem nach einem Konter das Tor gelang: Regazzoni entwischte auf der rechten Seite, der eingewechselte Häberli traf mit dem Kopf zum 2:0 (70.). Jetzt schien der St.-Jakob-Park zu explodieren.

So entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Basel aber nur noch das Anschlusstor durch Gelabert gelang (79.). YB hatte zwar heikle Situationen zu erdauern, doch die Berner liessen sich von der aufgeheizten Stimmung nicht anstecken und behielten stets Nerven und Ruhe. Im Mittelfeld waren es vor allem Yapi und Baykal, die den Ball auch in Bedrängnis halten, ein Foul provozieren oder gar einen öffnenden Pass spielen konnten. So kamen die Berner zu zwei weiteren Konterchancen. Einmal rettete Costanzo gegen Häberli mit einer mirakulösen Fussabwehr, einmal aberkannte der Schiedsrichter ein Tor Doumbias wegen Offside – fälschlicherweise, wie die TV-Bilder offenbarten.

Endlich nach den Ideen Petkovics«Wir haben erstmals gezeigt, dass wir 90 Minuten lang spielen können», sagte der YB-Coach Vladimir Petkovic. Petkovic, der an gleicher Stelle vor einem halben Jahr mit der AC Bellinzona dem FCB im Cup-Final noch unterlegen war, stellte mit Genugtuung fest, dass die YB-Spieler seine Ideen «allmählich begreifen». Jetzt gehe es darum, ganz einfach Punkte zu sammeln. Schon am Donnerstag ist YB in Brügge wieder gefordert, wo nach dem 2:2 im Hinspiel der Einzug in die Gruppenspiele des Uefa-Cups doch noch erzwungen werden soll.

Nichts gelernt Nichts gelernt (si) Am Rande der Partie Basel - YB kam es zu einer unschönen Szene. Aus dem Abteil der Berner Anhänger wurde eine Leuchtfackel in den Familien-Sektor der Basler geschleudert. Verletzt wurde niemand. Wenige Monate nach ähnlichen Szenen mit Zürcher Hauptdarstellern zeigten sogenannte Fans des Gastteams, dass sie daraus nichts gelernt hatten. Für den FCZ hatte der Zwischenfall am Ende der letzten Saison in Basel zwei Spiele im leeren Stadion zur Konsequenz. Die Liga wird den neusten Fall der Unverbesserlichen unter die Lupe nehmen und wohl Sanktionen verhängen. Nach Spielschluss gab es ausserhalb des Stadions zudem einen Angriff auf ein Polizeiauto; ein Polizist musste ins Spital eingeliefert werden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:18 
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Sonntagszeitung, 28.09.2008

YB siegt - trotz Schiedsrichter

Nach 14 Auftritten verlor der FCB zu Hause wieder ein Super-League-Spiel


BASEL - Es war Hochsommer, als YB zum Meisterschaftsstart den FC Basel empfing. Die Berner glaubten, nach Platz 2 in der vorangegangenen Saison reif zu sein für den Titel. Sie dominierten 60 Minuten lang, aber am Ende verloren sie 1:2. Die Niederlage forcierte die Entlassung von Trainer Andermatt.

Es ist Herbst. YB reist für den Start des zweiten Meisterschaftsviertels nach Basel. 13 Punkte beträgt der Rückstand auf den Leader schon. Niemand erwartet von diesem Team bei diesem Gegner einen Punkt. Doch am Ende der Partie kann bei YB zumindest der Glaube leben, die Wende eingeleitet zu haben in einer bislang mässigen Saison. 2:1 haben sich die Berner vor rund 25 000 im St.-Jakob-Park durchgesetzt. Und etwas böse gesagt: Nicht einmal Schiedsrichter Kever mit einer Serie von Fehlentscheiden gegen YB konnte daran etwas ändern.

Die Young Boys waren in der ersten Halbzeit entgegen dem Spielverlauf durch Bastians 1:0 in Führung gegangen. YB war auch in der zweiten Halbzeit nicht die bessere Mannschaft. Aber weil dem FCB im Offensivspiel ohne den verletzten Ergic die Schaltzentrale fehlte und er kaum einmal zwingend angriff, entwickelte sich das Spiel doch mit einer gewissen Logik weiter. Dem eingewechselten Häberli gelang nach einem Konter das 2:0 und sein erstes Saisontor (70.).

Kever hatte in den Minuten davor Basels Verteidiger Abraham bei zwei Gelegenheiten nicht Rot gezeigt, obwohl ein Platzverweis in beiden Fällen zwingend gewesen wäre. Kever liess in der 79. Minute das Anschlusstor von Gelabert zu, obwohl der Torschütze seinen Gegenspieler Portillo weggestossen hatte. Und Kever annullierte praktisch im Gegenzug das reguläre dritte YB-Tor durch Doumbia wegen angeblichen Offside. Das waren nur Kevers drei wesentlichste Fehler an seinem Abend der Irrtümer und Unsicherheiten mit YB-Provokateur Varela als erstem Brandstifter.

Für eine «kompakte Leistung» lobte Mittelfeldspieler Baykal seine Mannschaft und wunderte sich darüber, dass die Basler nur mit langen Bällen gespielt hätten. Sein Trainer Petkovic freute sich, ein YB gesehen zu haben, «das auch in den Angriff gehen wollte». Das war seine Auslegung für eine Mannschaft, die oft mit neun Feldspielern und dem Goalie verteidigte, aber immerhin bei jeder Gelegenheit den schnellen Gegenstoss suchte.

Die Dummheit im YB-Fanblock: Folgen Geisterspiele in Bern?

Der FCB spielt am Mittwoch in Lissabon gegen Sporting seinen zweiten Champions-League-Match. Er kann nach dem 1:2 gegen Schachtjor und dieser Heimniederlage gegen YB nicht die besten Gefühle mitnehmen. YB tritt im Uefa-Cup nach dem 2:2 im Hinspiel auswärts gegen Brügge an. Ein Unbelehrbarer aus dem eigenen Fanblock aber hat dafür gesorgt, dass sich der Klub über den Abend in Basel nicht unbeschwert freuen kann. Er warf eine brennende Fackel in die Basler Zuschauer und wiederholte damit, was FCZ-Anhänger schon im Frühjahr getan hatten und was so unfassbar dumm wie gefährlich ist. Ein Bube und sein Begleiter kamen mit Glück und dem Schrecken davon. YB dürfte vor der nächsten harten Sanktion durch die Liga stehen.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:23 
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Berner Zeitung, 29.09.2008

YB-Sieg und einige Brennpunkte

YB gewinnt nach 5053 Tagen wieder in Basel. Doch der historische Sieg der Berner wird von einem Fackelwurf überschattet.

721 Wochen und 6 Tage (oder 121272 Stunden) wartete YB seit dem 27. November 1994 auf einen Sieg in Basel – und jetzt dürfte der verdiente 2:1-Erfolg der Berner am Samstag im St.-Jakob-Park eher weniger lang in Erinnerung bleiben als die Dummheit eines YB-Supporters. Mitte der zweiten Halbzeit zündeten die Anhänger der Young Boys in ihrem Fanblock mehrere Leuchtfackeln an. Das ist verboten und gefährlich. Die meisten Fackeln wurden nach dem Abbrennen auf die unteren Ränge geworfen, wo die YB-Fans informiert worden waren und ihre Plätze verlassen hatten. Einer der Fans allerdings warf seine noch brennende Fackel in den Block mit Basler Zuschauern gleich nebenan. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber der Fehlwurf eines unbelehrbaren, mit Verlaub, Idioten dürfte Konsequenzen für YB haben.

Vor wenigen Monaten hatten sich ähnliche Szenen am selben Ort abgespielt, damals spielten FCZ-Fans mit dem Feuer und schmissen – allerdings rund ein halbes Dutzend – Fackeln Richtung FCB-Zuschauer. Für Zürich hatte der Eklat in Basel zwei Partien vor leeren Rängen im Letzigrund zur Folge.

YB droht ein «Geisterspiel»

Und jetzt droht YB ein «Geisterspiel» im Stade de Suisse. Peter Stadelmann, Präsident der Swiss Football League, erklärte gestern, es sei natürlich noch zu früh, um sich bereits ein endgültiges Urteil zu bilden: «Aber dieser Fall wird Folgen haben.» Man werde die Rapporte des Schiedsrichters und des Sicherheitsbeauftragten auswerten und dann aktiv werden, erklärte Stadelmann weiter. Stefan Niedermaier, CEO des Stade de Suisse, verurteilte die Aktion «aufs Schärfste» und will jetzt alles daran setzen, den «Wahnsinnigen» zu identifizieren, und dann dessen Eltern sowie Arbeitgeber über die Tat informieren. Bei YB geht man davon aus, dass der vermutlich jugendliche Täter aus der Ultraszene kommt, «wo das kontrollierte und ungefährliche Abbrennen von Leuchtfackeln zur Fankultur gehört», wie der YB-Fanbeauftragte Rafael Ganzfried sagt. Auch er distanziert sich selbstverständlich vom Verhalten des Anhängers.

Der nicht nachvollziehbare Wurf des YB-Anhängers war der negative Höhepunkt einer Begegnung mit zahlreichen Brennpunkten und Scharmützeln – auch die Basler Fans verhielten sich nicht sportlich und verletzten bei einem Angriff auf mehrere Sicherheitskräfte einen Polizisten. Auf dem Rasen gelang YB die Revanche für die bittere 0:2-Niederlage im St.-Jakob-Park in der «Finalissima» im Mai. «YB siegt – trotz Schiedsrichter» titelte die «SonntagsZeitung» gestern zynisch, waren die Young Boys doch vom sehr schwachen Schiedsrichter Sascha Kever gleich mehrmals krass benachteiligt worden. Kevers Fehlpfiffe sorgten für erhitzte Gemüter auf dem Rasen, und YB-Heisssporn Carlos Varela profilierte sich wieder einmal als Provokateur – möglicherweise wird er für eine unfreundliche Geste noch gesperrt. 5053 Tage nach Thomas Hartmanns Tor zum 1:0-Sieg von YB in Basel könnte der Coup vom Samstag bittere Folgen haben.


Kommentar Fabian Ruch: Braucht es Tote?

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Lebensgefährlicher Leichtsinn: Basler Zuschauer flüchten nach dem Fackelwurf eines YB-Fans am Samstag im St.-Jakob-Park. (Bild: Reuters)

Und erneut steht YB wegen einiger unverbesserlicher Fans in den Schlagzeilen. Im Fall des Basler Fackelwurfs allerdings ist der Verein nicht in der Rolle des Täters, sondern ebenfalls ein Opfer. Ein Anhänger hat es geschafft, dass der historische YB-Sieg in Basel in den Hintergrund rückt, dass sich YB gegenüber Sponsoren rechtfertigen muss und dass sich Familien überlegen, ob es nicht zu gefährlich sei, Fussballspiele zu besuchen.

Letztlich aber sind die Vereine während den Spielen für ihre Fans verantwortlich, und so droht YB jetzt ein Heimspiel vor leeren Rängen. Das ist keine ideale Lösung. Aber die Liga hat vor wenigen Monaten beim FC Zürich in einer ähnlichen Situation einen Präzedenzfall geschaffen.

Die Young Boys wiederum wären gut beraten, den Fackelwerfer zu identifizieren – und mit einem unbefristeten Stadionverbot zu belegen. Diese Fackeln werden weit über 1000 Grad heiss und sind eine gefährliche Waffe. Nur drastische Strafen haben eine abschreckende Wirkung.

In der Fanszene wird das kontrollierte Abbrennen von Leuchtfackeln als Teil der Kultur akzeptiert und romantisch verklärt. Aber der Vorfall am Samstag hat bewiesen: Selbst wenn die Mehrheit der Fackelzünder keine bösen Motive hegt, reicht ein unbesonnener Fan aus, um beinahe eine Katastrophe auszulösen. Muss zuerst ein Zuschauer sterben, bevor die Anhänger zur Vernunft gelangen?



«Wer in Basel siegt, kann auch in Brügge gewinnen»

Stürmer Thomas Häberli spricht über den Sieg in Basel, sein erstes Saisontor und über das Spiel der Young Boys in Brügge.

Sie haben mit YB lange auf einen Sieg in Basel gewartet.

Thomas Häberli (lacht): Ja, sehr lange. Ich bin ja am längsten und seit 2000 bei YB. Ich habe keine Ahnung, wie oft ich hier nicht gewonnen habe und frustriert nach Hause gefahren bin.

Sind Sie froh, haben Sie endlich das erste Saisontor erzielt?

Natürlich freut mich das. Aber ich war vor dem Spiel nicht beunruhigt, schliesslich war ich auch noch verletzt gewesen. Und sowieso: In der letzten Saison war ich am Anfang auch verletzt gewesen und hatte nach zehn Spielen erst ein Tor erzielt.

Dann darf man jetzt wieder 18 Saisontore von Ihnen erwarten?

Die letzte Saison wird für mich schwierig zu wiederholen sein. Aber ich fühle mich noch fit, ich komme langsam in Form und gehe davon aus, auch in Zukunft das eine oder andere Tor zu erzielen. Erfahrung ist für einen Stürmer auch sehr wichtig.

Wie beurteilen Sie die Ausgangslage vor dem Uefa-Cup-Rückspiel am Donnerstag in Brügge?

Wer in Basel siegt, kann auch in Brügge gewinnen. Dieser Erfolg gibt uns viel Selbstvertrauen. Und beim 2:2 im Hinspiel hat man gesehen, dass Brügge Schwächen in der Abwehr hat.

Gehen Sie davon aus, in Brügge als Captain zu beginnen?

Ich denke, dass ich spiele. So ist es mit dem Trainer vorbesprochen.




Die zwei stärksten YB-Spieler

Alberto Regazzoni, letzte Saison eine grosse Enttäuschung, und der 17-jährige François Affolter waren die zwei stärksten YB-Spieler.

Manch regelmässiger YB-Zuschauer reibt sich seit einigen Wochen erstaunt die Augen. Alberto Regazzoni blüht seit dem Trainerwechsel von Martin Andermatt zu Vladimir Petkovic mächtig auf. Er war in Bern eigentlich bereits gescheitert – und zählt mittlerweile zu den Leistungsträgern. In Basel war er am Samstag sogar der beste Fussballer auf dem Platz – engagiert und fleissig, dribbelstark und torgefährlich. Die hüftsteifen Basler Verteidiger bekamen den kleinen und flinken Angreifer nie in den Griff. Immer wieder düpierte Regazzoni mit rasanten Richtungsänderungen und Sprints die FCB-Abwehr.

Der 25-jährige Regazzoni ist nach 15 Monaten bei YB endlich in Bern angekommen. Im Sommer 2007 wechselte der Tessiner als Nationalspieler von Sion zu den Young Boys, sein Beitrag an dem fulminanten Steigerungslauf der Berner in der letzten Saison aber war überschaubar. Man könnte auch sagen, er war: enttäuschend und sehr klein. Jetzt aber dreht Regazzoni auf. In Basel bereitete er das 2:0 von Thomas Häberli und das fälschlicherweise wegen Abseits aberkannte Tor von Seydou Doumbia wunderbar vor und half auch in der Defensive so oft aus, dass ihn gegen Spielende Krämpfe plagten.

Ähnlich überzeugend agierte François Affolter in der Abwehr. Der erst 17-jährige Verteidiger rückte für den angeschlagenen Marc Schneider in die Dreierkette und erledigte seinen Job abgeklärt und souverän. Affolter profitiert von der Transferpolitik der Young Boys, die beinahe drei Sturmlinien aufbieten können, aber in der Defensive sehr dünn besetzt sind. Nach Affolters Leistungen bei den 2:1-Siegen in Bellinzona und Basel ist der Youngster ein ernsthafter Konkurrent des bisher eher enttäuschenden Schneider.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:23 
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Berner Zeitung, 29.09.2008

Varela, FC Basel und die Referees

Basel hat wieder einmal von Entscheidungen der Schiedsrichter profitiert. Carlos Varela reagierte mit einer üblen Provokation.

Die Super League hat ein Schiedsrichterproblem, diese Erkenntnis ist gewiss nicht neu. Der FC Basel profitiert dabei in unschöner Regelmässigkeit von Fehlentscheidungen der Unparteiischen, national wie international, und die Young Boys hätten darüber gewiss nicht derart locker gesprochen, wenn dem FCB am Ende noch das 2:2 gelungen wäre. So aber sagte Thomas Häberli mit lässigem Schulterzucken: «Es war doch schon immer so, dass es für einen Schiedsrichter hier schwierig ist und der FCB oft bevorteilt wird.» Und Sportchef Alain Baumann erklärte lächelnd: «Zum Glück haben wir trotz starker Benachteiligung gewonnen.»

Referee Sascha Kever erwischte einen sehr unglücklichen Abend. Lange Zeit glichen sich seine Fehlentscheide aus, doch in der zweiten Halbzeit verlor Kever völlig den Faden. Dem Tor Basels in der 79.Minute ging ein klares Foulspiel des Torschützen Marcos Gelabert voraus. Im Gegenzug erzielte YB das dritte Tor, die Spielleiter aber entschieden auf Abseits, obwohl Seydou Doumbias Tor regulär gewesen wäre. Basels Abwehrchef David Abraham hätte zweimal wegen Notbremsefouls (gegen Alberto Regazzoni und Häberli) die rote Karte sehen müssen – er erhielt in beiden Szenen nicht einmal eine zweite Verwarnung.

Einer vermochte seinen Ärger über Kever nicht zu unterdrücken: Carlos Varela deutete mit einer Geste an, Schiedsrichter und Assistenten seien bestochen – dabei zeigte er auf die VIP-Tribüne. Bereits vor zwei Wochen hatte die Zeitung «Sonntag» in einer Karikatur die FCB-Präsidentin Gigi Oeri der Bestechung an die Schiedsrichter bezichtigt. Für seine provozierende Zeichensprache könnte Varela wegen Schiedsrichterbeleidigung gesperrt werden. «Das war doch nicht so schlimm», sagte YB-Sportchef Baumann. «Während eines Spiels wird viel gesagt und gedeutet.» Bereits während des Spiels hatte Varela allerdings Glück, für einen Kopfstoss gegen Abraham oder ein hartes Foul gegen Behrang Safari von Kever nicht des Feldes verwiesen worden zu sein.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:26 
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Tages Anzeiger, 29.09.2008

Den Young Boys droht ein Geisterspiel

YB gewinnt nach 5053 Tagen wieder in Basel. Doch der historische Sieg der Berner wird von einem Fackelwurf überschattet.

721 Wochen und 6 Tage (oder 121 272 Stunden) wartete YB seit dem 27. November 1994 auf einen Sieg in Basel – und jetzt dürfte der verdiente 2:1-Erfolg der Berner am Samstag im St.-Jakob-Park eher weniger lang in Erinnerung bleiben als die Dummheit eines YB-Supporters. Mitte der zweiten Halbzeit zündeten die Anhänger der Young Boys in ihrem Fanblock mehrere Leuchtfackeln an. Das ist verboten und gefährlich. Die meisten Fackeln wurden nach dem Abbrennen auf die unteren Ränge geworfen, wo die YB-Fans informiert worden waren und ihre Plätze verlassen hatten. Einer der Fans allerdings warf seine noch brennende Fackel in den Block mit Basler Zuschauern gleich nebenan. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber der Fehlwurf eines unbelehrbaren, mit Verlaub, Idioten dürfte Konsequenzen für YB haben.

Ähnliche Szenen am selben Ort

Vor wenigen Monaten hatten sich ähnliche Szenen am selben Ort abgespielt, damals spielten FCZ-Fans mit dem Feuer und schmissen – allerdings rund ein halbes Dutzend – Fackeln Richtung FCB-Zuschauer. Für Zürich hatte der Eklat in Basel zwei Partien vor leeren Rängen im Letzigrund zur Folge.

Und jetzt droht YB ein «Geisterspiel» im Stade de Suisse. Peter Stadelmann, Präsident der Swiss Football League, erklärte gestern, es sei natürlich noch zu früh, um sich bereits ein endgültiges Urteil zu bilden: «Aber dieser Fall wird Folgen haben.» Man werde die Rapporte des Schiedsrichters und des Sicherheitsbeauftragten auswerten und dann aktiv werden, erklärte Stadelmann weiter. Stefan Niedermaier, CEO des Stade de Suisse, verurteilte die Aktion «aufs Schärfste» und will jetzt alles daran setzen, den «Wahnsinnigen» zu identifizieren, und dann dessen Eltern sowie Arbeitgeber über die Tat informieren. Bei YB geht man davon aus, dass der vermutlich jugendliche Täter aus der Ultraszene kommt, «wo das kontrollierte und ungefährliche Abbrennen von Leuchtfackeln zur Fankultur gehört», wie der YB-Fanbeauftragte Rafael Ganzfried sagt. Auch er distanziert sich selbstverständlich vom Verhalten des Anhängers.

Weitere Scharmützel

Der nicht nachvollziehbare Wurf des YB-Anhängers war der negative Höhepunkt einer Begegnung mit zahlreichen Brennpunkten und Scharmützeln – auch die Basler Fans verhielten sich nicht sportlich und verletzten bei einem Angriff auf mehrere Sicherheitskräfte einen Polizisten. Auf dem Rasen gelang YB die Revanche für die bittere 0:2-Niederlage im St.-Jakob-Park in der «Finalissima» im Mai. «YB siegt – trotz Schiedsrichter» titelte die «SonntagsZeitung» gestern zynisch, waren die Young Boys doch vom sehr schwachen Schiedsrichter Sascha Kever gleich mehrmals krass benachteiligt worden. Kevers Fehlpfiffe sorgten für erhitzte Gemüter auf dem Rasen, und YB-Heisssporn Carlos Varela profilierte sich wieder einmal als Provokateur – möglicherweise wird er für eine unfreundliche Geste noch gesperrt. 5053 Tage nach Thomas Hartmanns Tor zum 1:0-Sieg von YB in Basel könnte der Coup vom Samstag bittere Folgen haben.
(Berner Zeitung)

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:28 
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topsport.ch, 29.09.2008

Beginn eines Basler Herbstiefs?

Basel hat zum ersten Mal seit 14 Jahren ein Heimspiel gegen YB verloren. Das 1:2 wirft im FCB-Lager Fragen auf. Im Team der Berner hingegen ist der Coup beim Titelhalter das Resultat der Fortschritte unter dem neuen Coach Vladimir Petkovic.

Vor wenigen Wochen hätte YB den Basler Ansturm der zweiten Hälfte wohl kaum unbeschadet überstanden. Vermutlich hätten die Berner gar nicht erst 2:0 geführt. Im August war der vermeintlich erste Herausforderer Basels früh in eine Sinnkrise gestürzt. Ausgerechnet am Wendepunkt kehrte YB ins Rampenlicht zurück. Diametral anders verläuft die Kurve der topklassierten Basler. Zwei ihrer letzten drei Einsätze haben sie verloren. Der enttäuschenden Vorstellung gegen Donezk folgte im eigenen Stadion nun bereits die nächste Ernüchterung.

Basler Energieverlust

"Ich stellte mir das natürlich anders vor." Christian Gross überraschte mit dem ersten Satz seiner Einschätzung niemanden. Mit einer 1:2-Niederlage gegen YB kalkulierte kein FCB-Vertreter. Das Ende der 14 Partien umfassenden positiven Heimserie kommt für die Bebbi wenige Tage vor dem Trip nach Lissabon höchst ungelegen. Für die Fortsetzung der schwierigen Kampagne in der Champions League sind nationale Rückschläge ungünstig. "Es ist kein idealer Einstieg in die nächsten Tage", gab Gross zu und sprach von einer Niederlage, "die mich trifft".

Gross gefiel nicht, was er in 95 zunächst ereignislosen, nach der Pause aber immer aufwühlenderen Minuten zu sehen bekam. Als Chipperfield und Huggel früh zwei gute Chancen vergeben hatten, habe er bereits gespürt, dass "uns der absolute Tor- und Killerinstinkt fehlen könnte". Innerhalb von zwei Wochen ist den Baslern die Leichtigkeit des Siegens abhanden gekommen. Das 1:2 gegen Donezk hat offenbar tiefere Spuren hinterlassen. Gegen YB wirkte der ideenlose FCB lange enttäuschend matt. Das 4-1-4-1-System eignete sich zur Bewältigung der (spielerischen) Probleme nicht.

Die Gegner merken: Basel ist verwundbar

Gegen Donezk fehlte schlicht das Format, gegen den nationalen Herausforderer YB hingegen darf der Leader der Liga nicht das gleiche Argument ins Feld führen. Die Substanz müsste im Normalfall ausreichen, die Berner zu besiegen -- auch in einer derart emotionalen Angelegenheit (acht gelbe Karten) sollte Basel eigentlich nicht als erste Mannschaft den Überblick verlieren. "Wir haben in den letzten zweieinhalb Monaten sehr viel Energie verloren", sinnierte Gross neun Monate nach dem letzten Fehltritt im St.-Jakob-Park gegen einen Konkurrenten aus der Axpo Super League.

Ob der FCB am Anfang eines Herbsttiefs steht oder das 1:2 gegen YB nur einer leicht getrübten Momentaufnahme gleichkommt, ist derzeit nicht schlüssig zu beurteilen. Für die Konkurrenz im eigenen Land war der Coup der Berner zumindest ein Hinweis darauf, dass selbst das Kraftwerk der Liga nicht über eine unbegrenzte Energiezufuhr verfügt. Die Basler sind ihren Verfolgern nicht entrückt, ein langweiliger Kürlauf ist (noch) nicht zu befürchten.

Die Wandlung unter Petkovic

Im weiteren Verlauf der Meisterschaft könnte vor allem YB eine wichtige Rolle spielen. Nach ihrem monumentalen Fehlstart nähern sich die Young Boys schrittweise jenem Ranglisten-Drittel, mit dem sie eigentlich von Beginn weg geplant hatten. Die Trennung von Martin Andermatt erweist sich mehr und mehr als richtiger personeller Kurswechsel. Der neue Coach Vladimir Petkovic hat in den ersten 48 Tagen seiner Amtszeit nicht nur eine flexiblere taktische Ausrichtung (3-4-3-Formation) eingeführt, er disziplinierte das Team auch auf den Nebenschauplätzen.

"Wir spielten zum ersten Mal in dieser Saison während der gesamten Zeit konzentriert und konstant gut", freute sich Petkovic. Auch wenn er praktisch überall noch Raum zur Steigerung ortete, wertete er den Gewinn der drei Punkte als kursweisend für die unmittelbare Zukunft. Das Team hat die Ideen jenes Trainers, der im vergangenen Mai Bellinzona mit einer cleveren Strategie in die Eliteklasse zurückgeführt hatte, offenbar verstanden. "Wir machen zwar noch immer individuelle Fehler, aber taktisch gibt es immer weniger zu bemängeln."

Seit Petkovic in Bern die Leitung der damals völlig verunsicherten Equipe übernommen hat, ist ein Prozess der positiven Veränderung erkennbar. In neun Spielen verlor YB nur noch einmal. Das Gesicht und die Auftritte der Young Boys haben sich verändert. Petkovic, der ausgebildete Sozial-Helfer, kontrolliert die Energieströme der YB-Individualisten Varela, Regazzoni, Degen oder Ghezal smarter als sein Vorgänger Andermatt. Gelbschwarz sieht nicht mehr bei jeder Gelegenheit Rot.

Nicht nur die sportlichen Ansichten Petkovics werden im Umfeld von Bern-Wankdorf geschätzt, auch die Art des Trainers kommt gut an. "Von seinen Qualitäten bin ich zu 100 Prozent überzeugt. Er vertritt gegenüber den Spielern eine klare Linie und kommuniziert ausgezeichnet", schätzt der YB-Verwaltungsrats-Präsident Thomas Grimm den neuen Strategen an der Seitenlinie sehr hoch ein. Von der weiteren Zusammenarbeit verspricht sich Grimm einiges: "Wir sind mit ihm absolut auf dem richtigen Weg."

Sven Schoch, Si

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2008, 10:59 
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Erster YB-Sieg in Basel seit 14 Jahren

Endlich gabs für YB in Basel wieder einmal etwas zu feiern. Mit einer cleveren Darbietung sicherten sie sich den ersten Meisterschaftssieg in Basel seit dem 27. November 1994 (damals 0:1, Tor durch Thomas Hartmann).

Eine Standardsituation brachte nach einer halben Stunde die YB-Führung. Ghezal gewann nach einem Freisstoss Baykals gegen Abraham das Luftduell. Die Kopfballvorlage schob der Felix Bastians problemlos über die Linie.

Zwanzig Minuten vor Schluss kam es noch besser für die Young Boys: Nach einem Flügellauf von Regazzoni war Thomas Häberli für den zweiten YB-Treffer besorgt. Es war Häberlis erstes Saisontor. Wenige Minuten später verhinderte Basel-Goalie Costanzo mit einem glänzenden Reflex nach einem Kopfball Häberlis sogar das mögliche 0:3.

Die Basler-Reaktion auf die Rücklage im eigenen Stadion erfolgte mit Verspätung. YB geriet zwar unter Druck, mehr als das 1:2 von Gelabert liess Vladimir Petkovics Team in der allgemeinden Hektik nicht mehr zu. Das Tor des Mittelfeldspielers hätte nicht zählen dürfen. Vor seinem Abschluss beging Gelabert ein klares Foul an Portillo. Augenblicke nach dem Anschlusstreffer unterlief dem Schiedsrichtertrio ein weiterer Fauxpas, als ein Tor von Doumbia wegen angeblichem Abseits aberkannt wurde. Trotz dieser beiden Fehlentscheide, brachte YB den Vorsprung über die Zeit und holte drei wertvolle Punkte.


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