 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 09:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Bund, 21.09.2006
«Ich bin ein Kämpfer, aber so ist es schwierig»
Gernot Rohr spricht über die Vorwürfe Peter Jauchs, die schwierige Arbeit bei YB und den möglichen Abschied aus Bern.
Spüren Sie noch den Rückhalt der YB-Vereinsführung?
Gernot Rohr: Ich spüre den Rückhalt der Spieler und Fans.
YB-Sportausschussmitglied und Investor Peter Jauch hat Sie in einem Interview mit dem «Blick» scharf kritisiert. Er traut Ihnen und Sportchef Marcel Hottiger nicht zu, YB aus der Krise zu führen.
Es ist schade, dass in dieser schwierigen Situation nicht alle Leute bei YB solidarisch sind. Das Team arbeitet im Training gut und konzentriert, wir sind näher zusammengerückt. Der Teamgeist ist ausgezeichnet. Deshalb bin ich auch überzeugt davon, dass YB bald wieder weiter oben in der Tabelle stehen wird.
Jauch wirft Ihnen vor, mit YB nicht weitergekommen zu sein.
Ich frage mich, warum man bei den Young Boys solche Dinge stets in der Öffentlichkeit diskutiert und thematisiert. Es ist der komplett falsche Weg, Konflikte über die Medien auszutragen. Wichtig ist, dass die Spieler weiter hinter mir stehen und ich gerne mit den Spielern zusammen arbeite. Wäre das anders, hätte ich hier schon lange aufgehört als Trainer.
Dennoch: Nach diesen deutlichen Aussagen Peter Jauchs sind Ihre Arbeitsbedingungen miserabel. Er hat Sie in aller Öffentlichkeit blossgestellt . . .
. . . ja, natürlich, aber ich bin jetzt, am Mittwochabend, immer noch Trainer bei den Young Boys. Und ich bin eigentlich schon immer ein Kämpfer gewesen.
Eigentlich?
Ja, eigentlich. Aber so ist es schwierig. Nach den jüngsten Vorgängen ist es zweifelhaft, ob ich die nötige Akzeptanz noch besitze, um meine Arbeit bei YB erfolgreich bestreiten zu können.
Wie meinen Sie das?
Ich spüre, dass die Spieler und ich zusammenhalten. Und ich spüre, dass die treuen und echten Fans merken, dass die Mannschaft immer kämpft, und dass wir zuletzt viel Verletzungspech, Ärger mit Schiedsrichterentscheidungen und Pech in unseren vielen Auswärtsspielen gehabt haben. Aber wenn ein Mann wie Peter Jauch einer Boulevardzeitung derartige Interviews gibt, dann hat man als Trainer im Prinzip verloren.
Hat Peter Jauch denn in den letzten Tagen mit Ihnen gesprochen?
Wir haben uns oft nach den Heimspielen oben in der VIP-Lounge getroffen. Nach dem 1:3 gegen GC am Montag haben wir auch zusammen geredet. Es ist schade, wenn man nicht den Mut hat, jemandem ins Gesicht zu sagen, was einem nicht passt. Das ist nicht meine Art. Aber Peter Jauch hat den Weg über die Medien gewählt. Ich möchte das nicht weiter kommentieren. Es kann sich jeder selber überlegen, was davon zu halten ist.
Sie haben soeben zum wiederholten Mal die Verletzten, die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen und den unglücklichen Spielplan als Ausrede genannt. Was haben Sie falsch gemacht?
Ich habe YB vor elf Monaten auf Rang fünf übernommen. Am Ende haben wir in der letzten Saison den Cupfinal unglücklich verloren, aber souverän den Uefa-Cup erreicht. Jetzt haben wir einen relativ schlechten Saisonstart gehabt. Aber man darf die Umstände nicht vergessen. Das sind doch keine Ausreden, das sind Fakten. Und Fakt ist auch, dass wir im Sommer sehr viele Transfers gehabt haben. Es braucht Zeit, ein neues Team aufzubauen, vor allem, wenn man so viele Verletzte hat. Zudem waren und sind die Erwartungen hier sehr hoch. Man kann vielleicht intern den Titel als Zielsetzung angeben, aber nicht in den Medien. Damit setzt man das Team und auch den Trainer viel zu stark unter Druck.
Das tönt alles nach Abschied. Sitzen Sie am Sonntag in St. Gallen noch auf der YB-Trainerbank?
Ich habe mich am Mittwoch-abend mit Sportchef Marcel Hottiger und Wankdorf-Chef Stefan Niedermaier getroffen. Wir haben eine Analyse der Situation vorgenommen. Ich werde einmal darüber schlafen und am Donnerstag entscheiden, wie es weitergeht. Doch in den letzten Tagen ist vieles kaputtgegangen. Ich würde es sehr bedauern, nicht mehr in dieser schönen Stadt und mit diesen tollen Spielern und Fans arbeiten zu dürfen.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 09:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Bund, 21.09.2006
Kommentar: Jauchs Fehler
Peter Jauch hat den Verantwortlichen YBs einen Bärendienst erwiesen. Sportchef Marcel Hottiger und Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier wollten auf das sportliche Tief ruhig reagieren und die Missstände intern analysieren und ansprechen. Jauchs gezielte Kritik im «Blick» ist ein krasser Fehler und ein weiterer Beleg für die mangelhafte Krisenkommunikation bei den Young Boys. Zuviele Leute sprechen beim Berner Sportklub in der Öffentlichkeit. Und: Die Protagonisten sprechen sich dabei nicht ab. Zumindest ist nach diesem unbedachten Vorgehen Jauchs ersichtlich, wie mächtig der Vertreter der Investoren immer noch ist.
Gernot Rohr hätte gerne um seinen Job bei YB gekämpft. Er hat sich stets schützend vor die Spieler gestellt. Doch Jauch hat den Trainer eiskalt abgesägt. Es ist schwer nachvollziehbar, warum Jauch seine Vorbehalte nicht nur intern geäussert hat. Denn es ist ein Fakt, dass YB in elf Monaten unter Rohr nicht weiter gekommen ist. Der Trainer hat in dieser Saison allerdings auch mit Widrigkeiten zu kämpfen gehabt: Zahlreiche Wechsel im Kader; viele Verletzte; eine lange Serie von Auswärtsspielen; einiges Pech bei der starken Leistung in Marseille, als YB beim 0:0 eines der besten Spiele der letzten Jahre zeigte.
Es ist kaum vorstellbar, dass Rohr, bei den treuen Fans sehr beliebt, unter diesen Umständen noch seriös bei YB arbeiten kann. Das Tischtuch zwischen dem Trainer und den Verantwortlichen ist zerschnitten. Auch, weil der Coach seinen Vorgesetzten zuletzt in den Rücken fiel, als er erklärte, er verstehe nicht, warum man Spieler wie Portillo und Sermeter abgegeben habe. Sportchef Marcel Hottiger verhielt sich nach aussen immer loyal zu Rohr. Jauchs knallharte Kritik zeigt: Hottigers Job ist auch gefährdet. YB steht unter grossem Druck. Nach Rohrs unwürdiger Demontage durch Peter Jauch muss die nächste Lösung auf dem Trainerstuhl passen.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
ljungberg
|
Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 09:54 |
|
Registriert: Sonntag 5. Juni 2005, 16:51 Beiträge: 456 Wohnort: Olten
|
unglaublech....überall wird gseit das me hüt inere profitable ond erfolgriche firma mues kommuniziere zäme ond die vo yb schaffes wedermoll nid. do schnorre alli anand verbi ond döi sech gägesitig de schwarzi peter zueschiebe....
sölle doch aui zäme go....gits jo nid so öbbis!!! 
_________________ STOLZ YB-FAN ZU SEIN!!!
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 26 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |