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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. November 2005, 11:54 
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BZ, 11.11.2005


Erstes Open-Air-Konzert im neuen Stadion

Am 31. Mai 2006 spielt die Rockband rund um den Sänger Jon Bon Jovi im Wankdorf. Die markante Rockband, seit Jahren präsent in Hitparaden auf der ganzen Welt, wird neue Songs wie auch die Hits aus der Vergangenheit spielen.

Mit ihrer neuen CD «Have A Nice Day» meldeten sich Bon Jovi dieses Jahr zurück. Und sie sind rockiger denn je. Auch eine gewisse Portion Aggressivität ist aus ihren Songs zu hören. Die gleichnamige Single versteht Jon Bon Jovi gar als Verarbeitung seiner riesigen Enttäuschung über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2004, denn er hatte sich mächtig für den unterlegenen Demokraten John Kerry ins Zeug gelegt. Gewissermassen darf man auch bei der neuen Single «zwischen den Zeilen» lesen, um zu merken, dass dieser Satz auch ironisch gedeutet werden kann.

Nun macht die amerikanische Band, mit Sänger Jon Bon Jovi, Gitarrist Richie Sambora, Keyboarder David Bryan, Schlagzeuger Tico Torres und Bassist Hugh McDonald, einen Abstecher nach Bern.

Bern, Stade de Suisse; Mittwoch, 31. Mai 2006, 18 Uhr. Ticketpreis(e): CHF 135.- / 115.- / 95.-

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 31. Januar 2006, 14:48 
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Vorgruppe Nickelback??? Kann das jemand bestätigen?


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 31. Januar 2006, 15:16 
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Gemäss einer Arbeitskollegin die Tix hat: JA!

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 31. Januar 2006, 17:47 
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black_panther hat geschrieben:
Gemäss einer Arbeitskollegin die Tix hat: JA!


Das heisst ich müsste mich auch noch um ein Ticket bemühen.


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 18:05 
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Bund, 30.05.2006

Bon Jovi sorgt für Premiere

Vorbereitungsarbeiten für das erste grosse Rockkonzert im Berner Stade de Suisse laufen rund um die Uhr
Mit 26 Lastwagen fahren US-Rocker Jon Bon Jovi und seine Band morgen Vormittag im Wankdorf vor – am Abend heisst es dort für fast 39 000 Fans: «Have a Nice Day».

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Gestern begannen im Stade de Suisse die Aufbauarbeiten für Bon Jovi. / Manu Friederich

Als Anfang November 2004 George W. Bush abermals zum US-Präsidenten gewählt wurde, setzte sich der 42-jährige John Francis Bongiovi, vierfacher Familienvater aus New Jersey, enttäuscht hin und schrieb ein Lied mit dem Titel «Have a Nice Day». Denn Bongiovi, viel besser bekannt als Rockröhre Jon Bon Jovi, hatte sich für den Demokraten John Kerry eingesetzt.

So will es zumindest die Legende. Faktum ist: «Have a Nice Day» wurde Titelsong des letzten September veröffentlichten Bon-Jovi-Albums. Und mit der «Have a Nice Day World Tour», die im November in den Vereinigten Staaten begann, gastieren die fünf erfolgreichen Rocker – mehr als 100 Millionen verkaufte Alben weltweit – morgen Abend im Berner Wankdorfquartier. Es ist das erste grosse Musikspektakel im neuen multifunktionalen Stade de Suisse – und man will sich damit definitiv «als neuer grosser Konzertort positionieren», wie Sprecherin Marianne Gut sagt.

Rocken bis 22.30 Uhr

Damit die Premiere klappt, wird im Stadion derzeit hart geschuftet. Gestern morgen um 7 Uhr begann vor dem Sektor D der Aufbau der grossen Bühnenkonstruktion, die heute Abend fertig gestellt sein soll. «Wegen des engen Tourneeplans von Bon Jovi arbeiten wir die Nacht durch», sagte Joe Wüst vom Konzertveranstalter Good News. Dieser bezog letzte Woche ein Backoffice im Stadion. 84 Personen standen gestern im Einsatz, am morgigen Konzerttag werden es 380 sein. Die Bühne für den blonden Jon und seinen «Rock ’n’ Roll für Bauch und Herz» (Good News) kommt auf Schwarzasphalt zu stehen. Der Naturrasen wurde aus dem Stadion entfernt, nach dem Konzert wird Kunstrasen gelegt.

Die Band selber trifft, von Innsbruck herkommend, morgen Vormittag in Bern ein – mit 26 Lastwagen voller Gerätschaften für Licht und Ton sowie mit Ausrüstung für Büros, Catering und was es sonst noch alles für eine Bühnenshow dieses Kalibers braucht. Rund 39 000 Tickets konnte Good News absetzen, das Konzert ist ausverkauft, im Stadion wurden zusätzliche Nottreppen errichtet. Der Veranstalter erwartet laut Wüst «ein gesetzteres Publikum zwischen 20 und 45 Jahren, das einen guten Konzertabend verbringen will». Trotzdem zirkuliert Sicherheitspersonal, an den Eingängen gibts Personenkontrollen. Regenschirme dürfen nicht ins Stadion mitgenommen werden. Je zwei Eingänge für die Sitz- und Stehplätze werden um 15 Uhr geöffnet. Um 18.15 Uhr macht die Vorgruppe Nickelback den Auftakt, bevor dann um 19.45 Uhr Bon Jovi loslegen.

Um 22.30 Uhr soll Schluss sein mit «It’s my Life», «Living on a Prayer» und wie die Hits alle heissen. Seit über 20 Jahren schon biete Jon Bon Jovi eine gute Show, «er bringt, im Verhältnis zum Eintrittspreis, eine faire Leistung», findet Joe Wüst. Das kann Thomas Jauch nur bestätigen: «Ich war lange Jahre Bon-Jovi-Fan», sagt der Sprecher der Stadtpolizei Bern, der schon Konzerte in Zürich besuchte. Doch morgen wird Jauch nicht dabei sein: Er hat Pikett. Denn auch die Polizei ist vorbereitet auf den Ansturm. Sie wird ihr Verkehrsregime durchziehen wie bei einem Fussballmatch. Angrenzende Quartiere werden, ausser für Anwohner, mit einem Fahrverbot belegt. Parkplätze beim Stadion gibts nur wenige, wegen des schlechten Wetters kann die Kleine Allmend voraussichtlich nicht benutzt werden. Polizei und Stade-de-Suisse-Betreiber rufen zur Anreise mit dem öffentlichen Verkehr auf. Die S-Bahn Bern fährt vor dem Konzert im Dreiminutentakt zur Station Wankdorf, die SBB setzen nach dem Konzert acht Extrazüge ein.

Zwei, drei Konzerte pro Jahr

Anders als bei der geplanten Grossdisco im Stadion, die sie vehement bekämpft, hat Anwohnerin Lydia Riesen mit dem ersten Openair-Konzert im Wankdorf «persönlich keine Probleme» – doch es gebe Skeptiker, wie die SD-Stadträtin weiss. Dass «der Spuk» um halb elf vorbei sein soll, werde es «erträglich» machen, hofft Riesen.

Die Stadionbetreiber luden die Anwohner gestern Abend ins Stadion ein, um sie hinter die Kulissen der Konzertvorbereitungsarbeiten blicken zu lassen: «Es ist uns wichtig, dass die Anwohner gut informiert sind», sagt Sprecherin Marianne Gut.

Mehr als zwei, drei grosse Konzerte pro Jahr werde es nicht geben. Der nächste Knaller steht schon im August an: Doppelkonzert des britischen Superstars Robbie Williams. Weitere grosse Kisten sind noch nicht vereinbart – zumindest «nicht so, dass man es schon kommunizieren könnte», wie Gut vielsagend anfügt.

Übrigens: Ob sich Jon Bon Jovi morgen Nacht in einem Berner Hotel auf ein «Bed of Roses» legt oder nach dem Konzert gleich weiterreist, konnte – oder wollte – gestern niemand sagen. «Das entscheidet sich erst in letzter Minute», hiess es bei Good News.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 18:10 
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Die Bühne

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Bon Jovi auf dem Cannstatter Wasen vor fünf Jahren: Spektakuläre Bühne in Form des Empire State Buildings.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 08:54 
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Bluewin.ch, 01.06.2006


Bon Jovi begeistern 40 000 Fans im Stade de Suisse

Die US-Rocker Bon Jovi haben das Stade de Suisse zur Konzertarena geweiht. Das neue Wankdorf bestand die Feuerprobe: Die Gruppe vermochte den 40 000 Fans so einzuheizen, dass das kalte Wetter vergessen ging. Anzeige Anzeige
[sda] - Nachdem es der Vorgruppe Nickelback nur mit Mühe gelungen war, das durchfrorene Publikum aufzutauen, hatte Jon Bon Jovi es gleich von Beginn an im Sack: Die erste Nummer sang er auf einem raffinierten Catwalk, auf dem er gleichsam über die Köpfe des Publikums wandelte.

Fit wie ein Turnschuh, in wechselnden Uniformjacken und sowohl vom Stadium ("beautiful!") wie von der guten Stimmung der Berner angetan, rockte der 44-Jährige fast drei Stunden lang gam Mittwoch ut gelaunt und ohne Ermüdungserscheinungen.

Die Band brachte vor allem Songs aus ihrem aktuellen Album "Have a Nice Day", garniert mit einigen ihrer "alten" Klassiker wie "Livin' on a Prayer". Balladen waren spärlich, rockige Nummern überwogen, wohl auch der beissenden Kälte wegen. Ein erster Höhepunkt war erwartungsgemäss "It's my life" zur Halbzeit, von da an war das Stadium ein Hexenkessel.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 09:03 
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bund, 01.06.2006

Bon Jovi bringen die Sonne mit

Bon Jovi und Nickelback weihten gestern Abend das Stade de Suisse mit 39 000 Fans ein. Und die Premiere ging ohne Komplikationen über die Bühne: Es gab weder Verkehrschaos noch lange Wartezeiten. Pech hatte nur, wer sich auf einen Schirm verlassen hatte.

39 000 Fans strömen zur Rockpremiere im Stade de Suisse – und müssen ihre Schirme draussen lassen Zum Open Air bei gefühlten zehn Grad Celsius und Regenschauern? Nicht jedermanns Sache, aber für Bon Jovi haben das gestern Abend an die 39 000 Fans aus der ganzen Schweiz auf sich genommen. Sie kamen in Reisebussen, mit Tram oder S-Bahn. Besonders schwer mit dem unberechenbaren Wetter hatten es wohl die vielen, die Stehplätze im Freien hatten. Denn Schirme durften nicht mit ins Konzert – aus Sicherheitsgründen. Davon wussten viele Konzertbesucher offenbar nichts.

Auch Lauren Bösch hat hoffnungsvoll einen Schirm dabei. Die Luzernerin ist mit ihrem Partner schon vor zwei Tagen nach Bern gekommen. Beide sind Bon-Jovi-Fans: «Ist doch klar!» Trotzdem ist das Konzert für beide eine Premiere, denn «wir waren vorher noch nie in einem so grossen Stadion». Bereits um 16 Uhr sind sie beim Stadion, weil sie Stehplatzkarten haben und gute Plätze ergattern wollen, «aber nicht ganz vorn». Das Problem hat ihr Kollege Matti Teeuw nicht: «Ich habe einen Sitzplatz.» Deswegen isst der Wahlluzerner in aller Ruhe eine Bratwurst von einem Imbissstand vor dem Stadion. Um seinen Helden zu sehen, hat er sich extra zwei Tage freigenommen und ist am Morgen in Luzern in den Zug gestiegen. Einen Schirm? Den brauche er dank überdachtem Sitzplatz nicht.

Zwei Stunden später fangen Nickelback an zu spielen. Die Vorband hat ein schlechtes Timing: Hagel und Platzregen setzen ein. Trotzdem: Immer mehr Schirme landen bei Hansjörg Bockhorn im «Lost & Found»-Container. Am Ende sind es so viele, dass er damit drei Regale füllen kann. «Das sind an die 200 Stück», sagt der 60-jährige Zürcher, der auf den ersten Blick nicht wie ein Rock ’n’ Roller aussieht. Doch der Eindruck täuscht: «Ich arbeite schon seit 1982 mit Rockbands auf Open Airs», erzählt er. Beim ersten Mal waren es die Rolling Stones und seitdem war er auf vielen Open Airs in der Schweiz. Auch seine Familie habe er dabei, Sohn und Ehefrau seien gerade am Konzert von Nickelback. «In den 1980er-Jahren waren manche Fans rauflustig, seitdem wurden die Sicherheitsbestimmungen verschärft», erinnert er sich. Es sei professioneller und strenger geworden.

Ein Aufwand, der sich gestern bei der Konzert-Premiere im Stade de Suisse anscheinend gelohnt hat. Bei der Polizei-Einsatzleitung hiess es: «Es ist alles ruhig.» Schon seit dem Nachmittag waren im Breitenrain alle Nebenstrassen abgesperrt. Hinein kam nur, wer dem dort postierten Securitas-Personal eine Parkkarte vorweisen konnte. Es kam nicht zum Verkehrschaos, und die Besucher mussten an den Eingängen nicht lange warten. Ausserdem patrouillierte die Stadtpolizei um das Stadion. Obwohl das bei dem vom Veranstalter erwarteten «gesetzteren Publikum zwischen 20 und 45 Jahren» nicht nötig zu sein schien. Dieses Alter hat Hansjörg Bockhorn zwar nicht mehr ganz. Aber beim ersten Lied von Bon Jovi übergibt er den Container an seine Frau. Die Abendsonne kommt hervor, und Bockhorn hat es eilig: «Eigentlich mag ich lieber Deep Purple, aber jetzt will ich doch Bon Jovi live sehen.»

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 09:06 
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BZ, 01.06.2006

A nice evening mit Bon Jovi

Premiere gestern Abend im Stade de Suisse. Zum ersten Mal fand dort ein Konzert statt. 39'000 Fans lockte der US-Rocker Bon Jovi nach Bern. Noch nie waren so viele Menschen auf einmal im neuen Stadion.

Wenn Bon Jovi rockt, dann kommen die Fans ins Scharen. Auch der Berner SBB-Angestellte Heinz Weibel will mit dem Rocker einen schönen Abend erleben. Doch der SBB-Angestellte konnte im Vorverkauf kein Billett ergattern. «Dann gibt es halt keinen nice evening mit Bon Jovi», scherzt der 48-Jährige mit den blond gefärbten Haaren. Er gehe jetzt ins «Eleven» und schaue dort den Fussballmatch Schweiz gegen Italien im TV an, meint er.

Auch Heidi Stempfel (33) aus dem freiburgischen Tentlingen verehrt den Rocker Bon Jovi: «Er sieht gut aus, und seine Band macht hervorragende Musik», schwärmt sie. Ihr Mann Christian (36) hört diese Musik ebenso gerne.

Bon Jovis momentaner Hit «Have a nice day» (Hab einen schönen Tag) gefällt ihm besonders. «Wir gehen oft an solche Konzerte – wir klat-schen und halten uns gegenseitig die Hand», erzählt Heidi Stempfel.
Anita Fahrni (29) sitzt mit Sarah Holzer (26) und René Bartlome (38), alle aus Steffisburg, auf der Treppe zum Westflügel des Stadions. Mit dabei sind auch Christine Wüthrich (32) aus Fahrni und Fabienne Fischer (26) aus Thun. Alle ha- ben eine Dose Bier in der Hand, und alle sind sich einig: «Bon Jovi ist superpeppig – wir wollen einfach einen geilen Abend mit seiner Musik verbringen.»

Und: «Ich höre seine Musik schon seit 15 Jahren», sagt René Bartlome stolz. Jeder der Gruppe aus dem Berner Oberland hat für diesen nice evening mit Bon Jovi im Stade de Suisse 95 Franken hingeblättert.
Zu seinem nice evening mit Bon Jovi kommt schliesslich Heinz Weibel doch noch: Als er im Stadionrestaurant vor dem Monitor ein Bier bestellt, bietet ihm eine Frau aus Basel ein Billett an. Für nur 50 Franken. Weibel trinkt aus und stellt sich in die Warteschlange. Regen klatscht gegen sein Gesicht. «Ich werde den Abend trotzdem geniessen», sagt er beim Hineingehen.



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«72 Dezibel auf dem Balkon»

Was für Tausende Fans ein musikalischer Leckerbissen, ist für Tausende Anwohner akustische Umweltverschmutzung.
Ida Henzer hat einen Logenplatz fürs Konzert von Bon Jovi. Von ihrem Balkon im elften Stock sieht die 83-Jährige direkt auf die Bühne des benachbarten Stadions. Die Fenster erzittern, als die Vorgruppe Nickel-back Punkt 18.15 Uhr zum Auftakt ihre Gitarren krachen lässt. Doch die Rentnerin geniesst das Spektakel: «Ich freue mich, wenn etwas läuft», sagt sie. Kritischer beobachten ihre drei Besucher das Geschehen; Fachleute von der Gewerbepolizei und vom Amt für Umweltschutz und Lebensmittelkontrolle (AfUL), die das erste Grosskonzert im Stade de Suisse bezüglich Lärmbelastung auf die Umgebung prüfen. «72 Dezibel», sagt Franz Kuster vom AfUL mit Blick auf sein Messgerät. «Das entspricht dem Lärm einer sehr stark befahrenen Strasse.» Bei geschlossener Balkontür testet er nochmals. Und die Rentnerin hilft bei der Analyse: «So tönts, als hätten die Nachbarn die Musik ein bisschen laut gestellt», sagt sie.


Die Bevölkerung schützen

Ida Henzer geniesst als Zaungast das erste Stadionkonzert. Doch sie ist auch froh, wenn der Anlass pünktlich um 22.30 Uhr fertig ist und die Fans ruhig nach Hause gehen. «Denn nach dem letzten Fussballmatch habe ich bis Mitternacht kein Auge zugetan», sagt sie.
Fussballmatche, Discos, Messen, Motorsportshows und Zieleinläufe: Die Bewohner des Nordquartiers sind der vielen Anlässe langsam überdrüssig und fürchten, dass es künftig noch mehr werden. «Darum wollen wir nun genau prüfen, wie gross die Zusatzbelastung durch die Konzerte ist», sagt Roland Thür von der Gewerbepolizei. Die gemessenen Dezibelwerte würden genau untersucht und ausgewertet. «Sollte sich herausstellen, dass sie zu hoch sind, müsste man Massnahmen ins Auge fassen.» Die Bühne könnte so gedreht werden, dass sie Richtung Allmend schaut, statt gegen das Quartier. Eine andere Massnahme wäre, den Dezibelgrenzwert für Konzerte zu senken. «Das sind dann alles politische Entscheide», sagt er.

Die Politiker sind sich des Problems im Nordquartier bewusst. Mit Stadion, Messeplatz, Festhalle und NPZ-Zentrum ist das Wankdorf das Eventquartier schlechthin. Stadtpräsident Alexander Tschäppät will darum prüfen, wie sich das Quartier künftig besser schützen lässt. «Im Sinne der Quartierverträglichkeit müssen die verschiedenen Anlässe künftig gut aufeinander abgestimmt werden», sagt er. Statthalter Alec von Graffenried geht noch einen Schritt weiter. Er hat die Regierung jüngst aufgefordert, Richtlinien zum Schutz des Ge bietes zu erlassen. Eine Idee wäre, die Anzahl der jährlich zu bewilligenden Anlässe zu limitieren. Eine andere, Veranstaltungen nur bis Mitternacht zu erlauben.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 2. Juni 2006, 16:25 
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heute stand im blick dass viele leute, welche ans konzert wollten durch den steinschlag auf der a2 aufgehalten wurden und so das konzert (grösstenteils) verpassten....270 fr. für nichts...da sollte es irgendeine entschädigung geben aus meiner sicht...












cheers


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