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Bund, 25.11.2004
Aus «Babalu» wird «Königin»
Das neue Lokal an Berns Gurtengasse sucht den Imagewechsel
Heute um 21 Uhr wird an der Gurtengasse 3 in Bern das neue Musiklokal Königin eröffnet. Gestern befanden sich die Handwerker in den Räumen des früheren «Babalu» im Schlussspurt. Der neue Geschäftsführer Ezedine Jabou sagte auf Anfrage, der Name Königin bedeute, dass der Gast König sei – und das erst noch in einem In-Lokal.
Das «Babalu» war während Jahrzehnten ein fixer Bestandteil des Berner Nachtlebens. Im Sommer 2002 geriet das Etablissement – allerdings nicht als einziges seiner Art – in die Schlagzeilen: Es fanden vor seinen Toren häufig Schlägereien statt, so dass die Polizei vermehrt Präsenz markierte.
Mehr Ruhe, keine Schlägereien
«Das Image war angekratzt», bestätigt Jabou. Nicht zuletzt deshalb habe er einen neuen Namen gesucht, um den Neuanfang zu markieren. Von den Schlägereien habe er nur gehört, erklärt der neue Geschäftsführer. Der Tunesier, der früher während zwölf Jahren die «Lorenzini»-Bar geführt hatte, lebte in den letzten drei Jahren mitsamt Familie in Lyon. In Frankreich habe er interessante Einblicke in die Musikclubbranche erhalten, sagt der Geschäftsführer.
Er strebe «ruhige, familiäre Partys» an. Zu diesem Zweck wird eine Security-Truppe am Eingang zum Rechten sehen. Das seien seriöse Leute, betont Jabou in Anspielung an frühere Zeiten: «Ruhige Profis, keine Schlägertypen, die selbst Ärger provozieren.» Auch im Innern will Jabou durch eine ausgewogene Einlasspolitik erreichen, dass es allen Gästen wohl ist: «Ein Dutzend Männer en bloc lassen wir nicht rein.» Das sei Erfahrungssache.
Das «Babalu» war seit Frühling geschlossen. Es hatte auch einen Wasserschaden erlitten. Bis auf zwei Bars wurde alles renoviert. Er werde verschiedene Musikstile anbieten, etwa mit DJs des einstigen Radio Förderband, House und vieles mehr. Die «Königin» ist dienstags bis donnerstags bis drei Uhr früh offen, freitags und samstags sogar bis 03.30 Uhr.
Striptease gibts an der Gurtengasse 3 weiterhin, im ersten Stock. Dieses «Babalu» bleibt. Laut Jabou haben dessen Betreiber mit seinem Lokal nichts zu tun. (mdü)
_________________ For Ever
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