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BZ, 4.11.04
Gemeinderat vergibt Strassennamen im Wankdorf
Die Stadt Bern hat im Raum Wankdorf zwei Plätze und sechs Strassen nach engagierten Persönlichkeiten benannt. Damit erhält Bern unter anderem einen nach dem Friedensaktivisten Max Daetwyler benannten Platz.
Datwylers Markenzeichen war eine weisse Fahne. Ohbwohl er sich in den Machtzentren und Krisenherden für den Weltfrieden und die Abrüstung einsetzte, wurde er nie von den Regierenden empfangen, heisst es in einer Mitteilung des Berner Gemeinderates vom Donnerstag.
Der zweite Platz ist der Schriftstellerin Rosalia Wenger gewidmet. Sie war als junges Mädchen verdingt worden und trat 1972 der Berner Frauenbefreiungsbewegung bei. 1979 wurde ihre Autobiografie «Rosalia G. Ein Leben» mit dem Buchpreis der Stadt Bern ausgezeichnet.
Für die Rechte der Frauen hat sich zeitlebens auch Marie Boehlen eingesetzt. Sie war ab 1957 als erste vollamtliche Jugendanwältin der Schweiz in der Stadt Bern tätig. Zudem war sie als Stadt- und Grossrätin politisch aktiv. Bern ehrt die 1999 Verstorbene mit einer Boehlenstrasse.
Zu Strassennamenehren kommt auch der Berner Pfarrer, Gemeinderat und Schriftsteller Klaus Schädelin. Weit über Berns Grenzen hinaus bekannt wurde Schädelin mit seinem Jugendbuch «Mein Name ist Eugen».
Weitere Strassen werden nach Anny Klawa Morf, der Gründerin der Kinderfreunde Bern; nach dem Reiseschriftsteller und Filmer René Gardi, nach der ersten Berner Schulärztin Ida Hoff und nach der ersten Berufsberaterin für Mädchen, Rosa Neuenschwander benannt.
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