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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 12:25 
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«Die Super League wird lächerlich gemacht»

Im Cupfinal treffen die früheren Vereine Uli Fortes aufeinander. Der Trainer ärgert sich noch immer über den Rauswurf beim FCZ – und freut sich über YBs Erfolg.

Uli Forte hat viel zu erzählen. Über YB, über den FC Zürich, über die Trainerentlassungswelle in der Schweiz. Er wurde bei den Young Boys rausgeworfen, das war vor bald drei Jahren, und er ist beim FCZ entlassen worden, das war vor knapp drei Monaten. «Die Clubs in der Schweiz sind oft schlecht geführt, es stehen Leute in der Verantwortung, die eher wie Fans handeln», sagt er. Und: «Menschen aus dem Ausland fragen mich, was da eigentlich in der Alpenliga los sei mit all den Trainerwechseln.» Er findet: «Die Super League wird lächerlich gemacht.»

Gespräche mit Uli Forte sind stets unterhaltsam. Er ist ein guter Kommunikator. Und er gilt als ausgezeichneter Motivator. Möglicherweise steckt er in dieser Schublade fest, denn als ihn die Canepas Mitte Februar entliessen, teilten sie ihm mit, die Entwicklung der Mannschaft stimme nicht mehr, es würden zu wenig Talente eingesetzt, es fehle an Spektakel. Forte erzählt ein paar ­Anekdoten über den FCZ, bei dem er noch bis 2019 unter Vertrag steht. Über Ancillo und Heliane Capepa, den Präsidenten Zürichs und seine mächtige ­Gattin, sagt er: «Die Canepas sind der FCZ. Mit allen Vor- und Nachteilen.»

Es habe einige Situationen gegeben, in denen ihm Dinge versprochen worden seien, die dann nicht eintrafen. «Nur ein Beispiel: Stürmer Moussa Koné wurde im Januar nach Dresden verkauft, obwohl das anders abgemacht gewesen war.»

«Ich dachte, das sei ein Witz»

Seine Entmachtung hat er bis heute nicht verstanden. «Ich dachte zuerst, das sei ein Witz», sagt Forte. «Das darf ja wohl nicht wahr sein», habe er den Canepas gesagt. Nach zehn Minuten sei das ­Gespräch zu Ende gewesen. Auch viele FCZ-Spieler hätten seine Entlassung nicht begriffen. «Ich habe gelernt, dass man einen Trainer aufgrund der Ergebnisse beurteilt. Wir stiegen auf, lagen auf Rang 3, standen im Cuphalbfinal», sagt Forte.

Die Entwicklung des FCZ hat Forte natürlich verfolgt. Sein Nachfolger ­Ludovic Magnin habe zwar mehr junge Fussballer eingesetzt, aber in 14 Partien nur 17 Punkte geholt. «Es braucht eine gute Mischung im Team», sagt Forte. «Und so spektakulär habe ich den FCZ in den letzten Wochen auch nicht gesehen. Hätten wir vorher nicht so viele Punkte gesammelt, wäre er in Abstiegsgefahr geraten.»

Der FCZ hat Druck wegen dem Europacup

Der 44-Jährige findet sogar, Zürich habe Millioneneinnahmen leichtfertig aufs Spiel gesetzt. «Es ist immer riskant, einen Trainer mitten in der Saison zu entlassen», sagt er. «Es wäre nicht so schwierig gewesen, Dritter zu werden, weil hinter YB und Basel kein Team ­konstant agierte.» Nun sei der FCZ noch nicht sicher für die Europa League ­qualifiziert und müsse den Cupfinal am Sonntag gegen die Young Boys gewinnen. «Der Druck ist deshalb grösser.»

Chancenlos aber sei der FCZ keineswegs. «Vor zwei, drei Wochen dachte ich auch noch, dass YB der grosse Favorit ist.» Aber in Bern habe man zuletzt sehr viel gefeiert, immer wieder, und nun sei es nicht einfach, den Fokus auf den Cupfinal legen zu können.

An seine Zeit bei den Young Boys von Juni 2013 bis August 2015 hat Uli Forte grösstenteils erfreuliche Erinnerungen. Er führte den Club von Rang 7 auf Rang 3 und dann auf Rang 2, ehe er nach einem Stotterstart in die Saison gehen musste. «Leider erhielt ich keine Gelegenheit mehr, das Ruder herumzureissen», sagt Forte. Unter Sportchef Christoph Spycher seien im Stade de Suisse zuletzt ausgezeichnete Strukturen geschaffen worden, Trainer Adi Hütter habe viel Unterstützung erhalten – so müsse in einem Profiverein gearbeitet werden.

Das grösste Spiel des Jahres

Den Cupfinal in drei Tagen wird Forte mit gemischten Gefühlen verfolgen. Einerseits sei er den Spielern und Fans des FCZ immer noch positiv verbunden, andererseits freue er sich über den Höhenflug der Young Boys. Im Stadion aber wird er am Sonntag nicht sein. «Es würde mich zu fest schmerzen, nicht unten an der Linie stehen zu dürfen. Der Cupfinal ist für mich das grösste Spiel des Jahres in der Schweiz.» Forte weiss Bescheid: 2013 triumphierte er im Final mit GC in Bern gegen Basel nach Elfmeterschiessen, vor zwei Jahren mit dem FCZ in Zürich gegen Lugano.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/25813624

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 12:28 
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«So wird die Super League lächerlich gemacht»

Uli Forte spricht vor dem Cupfinal zwischen YB und Zürich über seine Zeit in Bern und seinen Rauswurf beim FCZ. Der 44-Jährige sagt, warum ihn die Entwicklung im Fussball stört.

Nach Ihrer ersten Entlassung in St. Gallen sprachen Sie vor ein paar Jahren von Existenzängsten. Haben Sie als etablierter Trainer und nach Engagements bei GC, YB und Zürich immer noch solche Bedenken?
Uli Forte: Nein, ich habe keine Existenzsorgen, weil ich ja auch etwas anderes arbeiten könnte, wenn ich keine Trainerstelle mehr finden würde. Es ist eher die Ungewissheit, ob es noch Platz im Business hat, die uns Trainer auf Jobsuche befällt. Es gibt nun mal deutlich zu wenig Stellen.

Ihr Vorgänger bei YB arbeitet mittlerweile als Autoverkäufer . . .
. . . es gibt viele Trainer, die keine Anstellung mehr gefunden haben. Das ist brutal, klar, aber man muss das immer in Relation zum Arbeitsmarkt sehen. Es gibt auch in anderen Berufen Arbeitslose.

Sie sind erst 44 Jahre alt und haben bereits bei vier Super-League-Vereinen gearbeitet, durchaus mit Erfolg. In St. Gallen lief es lange gut, mit GC und dem FCZ gewannen Sie den Pokal, YB führten Sie nahe an die Spitze. Wie sehen Sie Ihre Perspektive?
Ich bin ein emotionaler Mensch, und es tut mir jeweils sehr gut, in Ruhe den Akku wieder aufladen zu können. Ich habe keinen Stress, werde nach der Sommerpause bei grossen Vereinen hospitieren gehen, wie ich das schon früher gemacht habe. Und dann werde ich irgendwann wieder einen Club trainieren.

Man hört, dass Sie mit Absteiger Lausanne in Gesprächen stehen würden.
Es gibt viele Gerüchte. Ich bin offen für alles, würde auch zu einem ambitionierten Verein in der Challenge League gehen. Das tat ich beim FCZ ja ebenfalls. Für mich ist entscheidend, dass ein Club ein seriöses Projekt verfolgt.

Zum FC Sion würden Sie also auch bei einer sehr reizvollen Offerte nicht gehen?
Niemals, nein, das würde ich mir nicht antun, selbst wenn Präsident Christian Constantin sehr gute Löhne zahlen soll und es da viele starke Spieler hat. Ich hätte bereits nach kurzer Zeit Krach mit Constantin, weil ich es nie dulden würde, dass ein Präsident in die Trainerarbeit eingreift.

Worauf führen Sie die unfassbare Trainerentlassungswelle in der Super League zurück?
Einige Vereine sind nicht professionell geführt, das schadet unserem Fussball, die Trainer sind ramponiert. Menschen aus dem Ausland fragen mich, was da eigentlich los sei in der Alpenliga. So wird die Super League lächerlich gemacht. Zum Glück wechselt YB-Trainer Adi Hütter nun in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, das ist beste Werbung. In der Schweiz reden viele Leute mit, die mehr als Fans handeln.

Zum Beispiel beim FCZ mit dem Ehepaar Heliane und Ancillo Canepa an der Clubspitze?
Das habe ich nicht gesagt.

Es gibt einige Geschichten über die Einflussnahme der Canepas. Sie wurden Ende Februar beim FC Zürich entlassen, obwohl Sie als Aufsteiger auf Rang 3 und im Cuphalbfinal standen. Wie erlebten Sie Ihren Rauswurf?
Ich war zuerst mal total ratlos und bitter enttäuscht. Ich sagte dem Ehepaar Canepa und Sportchef Thomas Bickel, dass das doch nur ein Witz sein könne. Meine erste Reaktion war: «Das darf ja wohl nicht wahr sein?»

Wie lief Ihre Entlassung ab?
Wir hatten an diesem Tag eine Sitzung der Sportkommission, da fehlten zwar ein paar Leute, als ich den Raum betrat, aber das hatte nichts zu bedeuten. Dann erklärten mir die Canepas, dass ich nicht mehr Trainer sei. Das Ganze dauerte zehn Minuten.

Aber es muss in den Tagen und Wochen zuvor doch irgendetwas darauf hingewiesen haben.
Überhaupt nicht. Ich bekam zu hören, dass wir zwar immer noch Dritter seien, die Entwicklung aber schlecht sei und es an Spektakel fehle. Ich fragte dann, ob man in der Clubspitze das Gefühl habe, als Aufsteiger YB und Basel angreifen zu können.

Wie haben die Spieler auf Ihre Entlassung reagiert?
Viele schrieben mir und sagten, sie würden das nicht verstehen. Aber wissen Sie was, das ist vorbei, es bringt nichts mehr. Das war eine lehrreiche Erfahrung für mich. Es tut mir einfach sehr, sehr weh, weil die sportlichen Leistungen stimmten. Und ich habe in meiner Karriere gelernt, dass man einen Trainer aufgrund der Ergebnisse beurteilt. Wir stiegen auf, waren auf Rang 3, erreichten den Cuphalbfinal. Das ist doch verrückt, nicht?

Es ist von aussen betrachtet aus sportlichen Gründen zumindest schwierig nachvollziehbar. Vielleicht traute man Ihnen die Weiterentwicklung der Talente nicht mehr zu. Sie gelten als Motivator. Steckt man als Trainer irgendwann in einer Schublade?
Ich habe auch viele junge Spieler eingesetzt, aber nur mit 19-Jährigen geht es nicht, es braucht eine gute Mischung. Es gab keine Probleme mit dem Team, absolut nicht. Einen Trainer nach wenigen Runden in der Rückrunde mitten in der Saison zu entlassen, macht zudem wenig Sinn, wenn man nicht in einer Krise steckt.

Was würden Sie im Nachhinein anders machen?
Ich würde mich noch stärker wehren. Es gab einige Situationen, in denen man mir Dinge versprochen hatte, die dann nicht eingetroffen sind. Nur ein Beispiel: Stürmer Moussa Koné wurde im Januar nach Dresden verkauft, obwohl das anders abgemacht gewesen war.

Die Canepas engagieren sich sehr für den FC Zürich.
Ja, sie sind der FCZ. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Der FCZ ist unter Ihrem Nachfolger Ludovic Magnin abgestürzt . . .
. . . Ludo hat einige Junge mehr als ich gebracht, aber in 14 Partien wurden nur 17 Punkte geholt. Hätten wir vorher nicht so viele Punkte gesammelt, wäre der FCZ in Abstiegsnot geraten. Und so wahnsinnig spektakulär sah ich den FC Zürich nach meiner Entlassung auch nicht.

Der FC Zürich ist am Sonntag im Cupfinal gegen YB klarer Aussenseiter, das Team ist deutlich schwächer besetzt.
Das macht es ja gerade interessant. Und in einem Final ist vieles möglich, das ist eine 50:50-Partie. Bis vor zwei, drei Wochen sagte ich auch, dass YB der klare Favorit ist, zumal das Spiel auf Kunstrasen stattfindet. Das ist natürlich ein grosser Vorteil für YB. Heute sehe ich das anders.

Warum?
Bei YB hat man in den letzten Wochen sehr viel gefeiert. Es gab den grossartigen Sieg gegen Luzern, die Übergabe des Meisterpokals, nun den Umzug. Das ist alles verständlich und auch wunderschön. Aber es ist nicht einfach, den Schalter wieder umlegen zu können. Und diese Bilder hat man auch in Zürich gesehen. Der FCZ ist heiss, und wenn YB den Partymodus nicht ablegen kann, gibt es am Sonntag im Stade de Suisse eine Überraschung.

Zumal viele YB-Spieler mit einem Transfer ins Ausland liebäugeln.
Der Cupfinal ist eine grosse Bühne, auf der sich diese Spieler präsentieren können. Aber auch diese Konstellation ist nicht einfach. Und die Ausgangslage könnte für den FCZ ja noch besser sein.

Inwiefern?
Rang 3 wäre in dieser Saison sehr gut möglich gewesen, zumal hinter den Young Boys und dem FC Basel kein anderes Team konstant spielte. Und als Dritter wäre Zürich bereits fix in der Europa League und könnte mit mehreren Millionen Franken Einnahmen planen. Das wurde verspielt, nun muss der FCZ am Sonntag gewinnen, um sicher in der Gruppenphase zu stehen. Das erhöht den Druck.

Wie sehr freuen Sie sich eigentlich über den Titel der Young Boys, bei denen Sie über zwei Jahre bis August 2015 arbeiteten?
Ich freue mich sehr, es ist eine schöne Geschichte, der Titel ist absolut verdient. Ich habe gute Erinnerungen an die Zeit bei YB. Das ist in jeder Beziehung ein grösserer Apparat als der FCZ, nicht nur wegen des Stadions.

Sie übernahmen YB 2013 nach einem 7. Rang, wurden in der ersten Saison Dritter, dann Zweiter, ehe Sie nach einem Fehlstart in die Saison 2015/16 gehen mussten.
Es waren erst wenige Wochen gespielt, als ich entlassen wurde. Leider erhielt ich keine Gelegenheit, auf den mässigen Start reagieren zu können. Ich wurde nach dem Ausscheiden gegen Monaco in der Champions-League-Qualifikation entlassen, das war damals ein europäisches Topteam. Zudem betrug unser Rückstand in meiner letzten Saison 12 Punkte auf Basel, danach waren es 14 sowie 17 Punkte. Man verlor nicht die Nerven und setzte auf Kontinuität, nun hat es für YB endlich mit einem Titel geklappt.

Fühlen Sie sich auch ein wenig am Meistertitel beteiligt?
Nein, das wäre übertrieben. Aber es sind einige Spieler wie Steve von Bergen, Sékou Sanogo, Loris Benito und Guillaume Hoarau dabei, die zu meiner Zeit geholt wurden. Das freut mich ganz besonders. Unsere Aufbauarbeit wurde fantastisch fortgesetzt und vollendet. Zudem wird der Trainer in Bern ausgezeichnet unterstützt.

Wie meinen Sie das?
Ich stelle fest, dass bei YB heute eine absolute Einheit am Werk ist, die entscheidenden Leute vertrauen sich, man lässt den Trainer in Ruhe arbeiten. Sportchef Christoph Spycher ist ein sensationeller Leader, das überrascht mich nicht. Er war in Bern damals bereits als Spieler und dann als Talentmanager eine faszinierende Persönlichkeit.

Haben Sie noch Kontakt zu den Young Boys?
Mit einigen Leuten, ja. Ich sage immer, dass ich in Bern die beste Zeit meines Lebens erlebt habe. Denn dort habe ich meine Ehefrau Caroline kennen gelernt. Sie lebt mit ihren drei Töchtern und mir in der Nähe von Zürich.

Werden Sie am Sonntag im Stade de Suisse sein?
Nein. Ich werde das Spiel nicht besuchen. Es würde mir weh tun, nicht selber an der Seitenlinie stehen zu können. Das ist für mich das grösste Spiel des Jahres, ich habe einen Cupfinal zweimal mit GC und Zürich erlebt.

Wer gewinnt den Final?
Der FCZ ist nicht chancenlos. Wie gesagt: YB muss es gelingen, den Fokus zu 100 Prozent auf das Spiel legen zu können.

Und für wen schlägt Ihr Herz?
Ich hänge natürlich noch an den FCZ-Spielern, kenne aber auch viele YB-Fussballer. Und weil meine Frau Bernerin ist, bekomme ich derzeit ziemlich viel von der gewaltigen Euphorie rund um die Young Boys mit. Der Bessere soll am Sonntag gewinnen.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/S ... y/16170879

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. März 2020, 17:06 
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Ehemaliger YB- und GC-Trainer Uli Forte wird zum ersten Mal Vater

Der ehemalige YB- und GC-Trainer Uli Forte und seine Ehefrau Caroline wurden heute zum ersten Mal Eltern.

Das Wichtigste in Kürze

- Der ehemalige Trainer von YB und GC wurde heute zum ersten Mal Vater.
- Forte postet stolz ein Foto seines Sohnes Matteo Leano Cristiano auf Instagram.
- Seit 2016 ist er mit seiner Frau Caroline verheiratet.

Vaterglück beim ehemaligen YB- und GC-Trainer Uli Forte! Der 45-Jährige teilt heute via Instagram mit, dass er und seine Frau Caroline Eltern eines Sohnes geworden ist.

Der Kleine heisst Matteo Leano Cristiano. «Wir können unser Glück kaum fassen. Endlich ist er da», schreibt Forte in seinem Post. Und weiter: «Welcome little Matteo, we love you very much!»

Mit seiner Frau Caroline ist Forte seit 2016 verheiratet. Sie ist bereits Mutter von drei Töchtern. Sohnemann Matteo mischt die Familie nun definitiv auf.


https://www.nau.ch/sport/fussball/ehema ... r-65685470

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. August 2021, 00:08 
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Uli Forte neuer Trainer bei Yverdon

Der Challenge-League-Aufsteiger Yverdon präsentiert mit Uli Forte einen prominenten Namen als neuen Trainer.

Der Zürcher Forte folgt beim Verein aus dem Norden der Waadt auf Jean-Michel Aeby, der nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen entlassen wurde.

Der 47-jährige Forte stand in der Vergangenheit bei Wil, St. Gallen, YB, dem FC Zürich sowie zweimal GC an der Seitenlinie. Mit den beiden Zürcher Klubs wurde er Cupsieger.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 34478.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 27. Oktober 2021, 09:42 
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Uli Forte

Er hat viel erreicht – und jetzt Respekt davor, vergessen zu werden

Im Cup trifft Uli Forte mit Yverdon auf seinen ehemaligen Verein FC Zürich. Der 47-Jährige hat in eineinhalb Jahren ohne Job gemerkt, wie er sich dem Punkt ohne Rückkehr nähert.

Vielleicht ist er nicht gleich erschrocken. Aber manchmal, da hat er sich schon gewundert. Zum Beispiel darüber, wie schnell die Leute vergessen.

Eineinhalb Jahre war Uli Forte weg vom Geschäft. Ein Trainer ohne Mannschaft, aber mit einem Namen im Land. Immerhin hat er vor seiner Pause die Grasshoppers trainiert, sogar zweimal, er war in St. Gallen, beim FC Zürich und bei den Young Boys. Eigentlich müsste das reichen, damit in der überschaubaren Schweizer Szene alle wissen, wer dieser Forte ist und wie er funktioniert. Könnte man denken. Doch dann bekam Forte in Bewerbungsgesprächen merkwürdige Dinge zu hören.

Da wussten Entscheidungsträger nicht mehr, dass er Trainer war, als die Grasshoppers den bislang letzten Titel in ihrer Geschichte gewannen, damals 2013 im Cup. Ein Verein erklärte ihm, ein Mitbewerber sei ihm gegenüber im Vorteil, weil man einen «jungen Trainer» suche. Der Konkurrent war zwei Wochen älter als der heute auch erst 47-jährige Forte.

Uli Forte führt durch das Stade Municipal von Yverdon, als er davon erzählt. Die Tribüne wurde von der Stadt totalsaniert, daneben hat Clubpräsident Mario Di Pietrantonio mit eigenem Geld ein Gebäude mit Restaurant und schmucken VIP-Räumen samt Terrasse gebaut. Der Bauunternehmer hat eine Vision. Er will ein Club für die ganze Waadt werden und weiter ins Stadion investieren. Aber noch wächst hinter einem Tor einfach Gras. Yverdon ist erst auf diese Saison hin in die Challenge League aufgestiegen. Es ist nicht die ganz grosse Bühne, die Uli Forte sich durchaus auch zutrauen würde.

«Mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich in die Challenge League arbeiten gehe.»
Uli Forte

Er hat sein Dossier eingereicht, als ein Nachfolger für Nationaltrainer Vladimir Petkovic gesucht wurde, und kam unter die letzten sechs Kandidaten. Die Geschichte hat er schon vor ein paar Wochen im Podcast «Ehrenrunde» geschildert. Und danach als Reaktion in den Medien eine gewisse Häme festgestellt: «Der wollte Nationaltrainer werden – und jetzt ist er nur in Yverdon.» Als ob daran etwas Ehrenrühriges wäre. Forte jedenfalls sagt: «Mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich in die Challenge League arbeiten gehe.»

Inzwischen sitzt er in seinem Büro unter der sanierten Haupttribüne. Es ist eng, mit einem kleinen Fenster aus Milchglas. Aber er wirkt begeistert, als er die Einrichtung präsentiert: Schreibtisch, Spind, Computer, Grossbildschirm – und ein kleines Sofa, auf dem die Spieler Platz nehmen, wenn er ihnen im Einzelgespräch aufzeigen will, wo sie sich verbessern können. Mehr braucht er gar nicht. Hauptsache, wieder täglich auf dem Fussballplatz stehen.

Weil Forte praktisch zeitgleich mit dem Verlust seiner Stelle bei den Grasshoppers im Februar 2020 Vater eines Sohnes geworden ist, konnte er die Zeit ohne Job auch geniessen: «Es war immer eines meiner grössten Ziele, eine eigene Familie auf die Beine zu stellen.» Daneben nutzte er die Zeit für ein Studium im Sportmanagement. Aber in diesem Sommer war für ihn klar, dass er wieder eine Stelle bekommen muss: «Ich weiss, dass es für Trainer einen ‹point of no return› gibt.» Vor diesem Punkt ohne Rückkehr hat er Respekt. Im nächsten Juli sind es zwanzig Jahre, dass er Fussballtrainer ist. Dieses Jubiläum will er erleben.

Halb staunt er selbst ein wenig: «Ich, zwanzig Jahre Trainer. Wer hätte das gedacht?» Auch da steckt ganz viel Uli Forte drin. Einwanderersohn, Aufsteiger, Selfmademan. Einer, der sich alles selber hart erarbeitet hat, entsprechend stolz ist auf das Erreichte – und manchmal enttäuscht, wenn seine Erfolge nicht gewürdigt werden. Er hätte seine Arbeitslosigkeit abkürzen können, wenn er nicht so ein Familienmensch wäre, wenn die drei Mädchen der Familie nicht in Zürich zur Schule gehen würden. Anfragen kamen aus Ländern wie Kasachstan, Saudiarabien oder von den Philippinen: «Aber das kam für mich nicht infrage. Vielleicht später, wenn die Kinder ausgeflogen sind.»

Die Schweiz oder das nahe Ausland mussten es also sein. Er wäre auch in die drittklassige Promotion League gegangen, sagt Forte: «Warum nicht, wenn es ein ambitioniertes Projekt ist?» Trotzdem war er bei der Anfrage aus Yverdon nicht gleich Feuer und Flamme. Forte reiste an, «weil sich das so gehört, das mache ich anstandshalber immer», blieb zwei Nächte – und unterschrieb dann begeistert für zwei Jahre.

Oben in den VIP-Räumen beenden die Spieler ihr Mittagessen. Forte witzelt rasch auf Italienisch mit Generaldirektor Marco Degennaro, fragt auf Französisch den Stand beim Reha-Trainer ab, gibt einem Spieler auf Englisch ein paar Tipps mit auf den Heimweg. Irgendwo ist ein Schlüssel verloren gegangen. Forte soll helfen. Ein Morgenessen mit dem Präsidenten gehört organisiert. Forte segnet ab und sagt: «Hier entscheiden der Präsident, der Generaldirektor und ich. Die Wege sind sehr kurz, das pässlet mir.»

Die Freude auf das Treffen mit dem Ex-Verein

Am Dienstag kommt der FC Zürich im Cup nach Yverdon. «Ein grosses Spiel» für Forte. Eines, in dem er sich «Chancen ausrechnet», weil sein Team gespickt ist mit vielen Spielern, die Erfahrung haben in der Challenge League. Und weil vorne Stürmer Koro Koné die Treffsicherheit gefunden hat, die ihm zuletzt bei Servette gefehlt hat.

Forte freut sich auf das Treffen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. Ganz ohne Revanchegedanken, wie er sagt. Selbst wenn sein Abgang beim FCZ 2018 trotz Tabellenrang drei und bevorstehendem Cup-Halbfinal nicht einfach war. Auch, weil danach geschrieben wurde, Forte fördere die jungen Talente zu wenig. Das blieb hängen, das spürte er in seiner Zeit auf Jobsuche. Dabei sind auf seiner erneuerten Website fein aufgelistet alle Fussballer zu finden, die unter ihm als Teenager ihre ersten Schritte gemacht oder Erfolge gefeiert haben. Spieler wie Denis Zakaria, Roman Bürki, Kevin Rüegg, Steven Zuber oder Michael Lang.

Aber Uli Forte mag sich nicht mehr mit dem Blick in die Vergangenheit aufhalten. Die Beziehung zum FCZ-Eigentümerpaar Heliane und Ancillo Canepa bezeichnet er als «wieder gut. Reibereien gibt es überall, wo gearbeitet wird. Wichtig ist, nicht nachtragend zu sein.» Es ist klar: In Yverdon will Uli Forte nicht nur bloss im Geschäft bleiben. Hier macht er einen Neuanfang.


https://www.bernerzeitung.ch/uli-fortes ... 1854629764

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