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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:13 
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YB-Bickel muss kontrolliert werden

BLICK-Fussball-Reporter Alain Kunz über die Entlassung von Uli Forte als YB-Trainer.

YB hat ein Problem. Doch dieses heisst nicht Forte. Auch nicht Gross, Rueda. Oder Petkovic. Oder wie die Trainer der letzten Zeit so alle hiessen. Das Problem von YB ist... YB.

Solange YB nicht regelmässiger Champions-League-Teilnehmer ist, kann der Klub, der Basel so gerne Paroli bieten würde, finanziell mit dem Serienmeister nicht mithalten. Denn die Klubbesitzer, die Gebrüder Rihs, haben keinen Bock, endlos Geld in den Fussball zu schütten. Obwohl sie das könnten.

Dennoch kann YB, könnten die Gebrüder Rihs, einiges dafür tun, um Basel näherzukommen. Egal wie der Trainer heisst. Dazu bräuchten sie bloss dem Klub die richtigen Strukturen zu verleihen.
Zum Sportchef braucht es ein Korrektiv. Es braucht einen starken Präsidenten. Es braucht starke Leute dahinter, egal ob Vize oder Chefscout. So wie sie der FCB in der Person von Bernhard Heusler, Adrian Knup und Ruedi Zbinden hat. YB hat Werner Müller, Stéphane Chapuisat und Kommunikationschef Albert Staudenmann. Biedere Figuren, die Sportchef Fredy Bickel das Wasser nicht reichen können. So kann dieser unkontrolliert fuhrwerken, wie er will.

Und ganz oben hat YB eben die Bros. Rihs, die Lichtjahre vom sportlichen Geschehen entfernt sind und sich nur dann einmischen, wenn ihnen ihre (gerade aktuellen) Zuflüsterer die Ohren derart vollgedröhnt haben, dass sie in Hyper-Aktivismus verfallen.

Dieses Konstrukt ist nicht tauglich für Spitzenfussball im 21. Jahrhundert. Solange es YB nicht ändert und die Posten mit den richtigen Leuten besetzt, so lange bleibt YB der Vorzeige-Verliererklub. Egal wie der Trainer gerade heisst.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 48456.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:20 
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Paukenschlag in Bern: YB entlässt Forte

Der schlechte Saisonstart wird dem Trainer der Berner Young Boys zum Verhängnis. Die Fans können den Entscheid nicht nachvollziehen.

«Ich verstehe die Entscheidung des Vereins nicht, muss sie aber akzeptieren»: so kommentiert Uli Forte den Beschluss YBs zu seiner Entlassung.

1:1 bei GC, 1:1 zu Hause gegen Luzern, 1:1 in St. Gallen sowie das sang- und klanglose Ausscheiden in der Champions League gegen Monaco mit dem Gesamtskore von 1:7 führten nun zur Entlassung von Trainer Uli Forte. Der Zürcher, den YB-Sportchef Fredy Bickel von den Grasshoppers loseiste, darf seine dritte Saison also nicht beenden und muss schon nach drei Meisterschaftsspielen gehen. Gleich erging es Urs Meier, der am vergangenen Montag von FCZ-Präsident Ancillo Canepa freigestellt wurde.

Die Berner hatten ihre grossen Ambitionen angemeldet und dementsprechend auch investiert. Man wollte den Serienmeister FC Basel, der sechsmal in Serie den Titel holte, ernsthaft angreifen. Doch mittlerweile hat YB nach drei Runden bereits sechs Punkte Rückstand auf die Basler.

Der Kommentar von YB-Sportchef Fredy Bickel: «Wir sind mit grossen Hoffnungen in die neue Saison gestiegen, mussten aber erkennen, dass wir von unserem Weg abgekommen sind. Wir stehen vor sehr wichtigen Spielen und sind überzeugt, dass das Team frischen Wind braucht. Es tut mir für Uli Forte sehr leid, er war für uns der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt. Aber nun müssen wir die Leitung der Mannschaft in andere Hände geben.»

Turnaround gegen Thun?

Die Verantwortung übernimmt vorerst Harald Gämperle, der kurzfristig vom Assistenztrainer zum Chefcoach aufsteigt. Einen Nachfolger für Forte hat die YB-Führung noch nicht gefunden.

Am Sonntag kommt es zum Derby gegen den FC Thun, wo sich Bickel den Turnaround zum Guten erhofft. Ironie der Geschichte: Thuns Trainer Ciriaco Sforza war vor der Verpflichtung Fortes bei YB ebenfalls ein heisses Thema.

Unverständnis bei den Fans

Im YB-Forum findet der Entscheid keine Freunde. Besonders der Zeitpunkt des Entscheids wird kritisiert: «Noch vor dem Thun-Spiel. Absolut unverständlich», schreibt ein User. Ein anderer: «Ein absoluter Schnellschuss.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Pa ... y/13749746

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:21 
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Bickel über Forte: «Wir haben uns auseinandergelebt»

Laut YB-Sportchef Fredy Bickel gab es bestimmte Spannungen zwischen Uli Forte und seiner Mannschaft.

Bei der flugs einberufenen Presse-Konferenz, die eine Dreiviertelstunde nach Versand der Medienmitteilung beim Stade de Suisse begann, sagt YB-Sportchef Fredy Bickel auf die Frage des Timings: «Der Zeitpunkt einer Trainerentlassung ist sowieso immer falsch. Aber die Entwicklung des Vereins in den letzten drei Monaten war beängstigend.»

Ohnehin gebraucht Bickel starke Worte. «Beunruhigend» sei die Performance YBs in der letzten Phase gewesen. So, dass eine Trennung unvermeidlich geworden sei: «Wir haben uns auseinandergelebt.»

Forte sei kein «Bauernopfer». «Wir haben gemerkt, dass wir auf dem falschen Weg sind.» Ein Schnellschuss sei der Entscheid nicht gewesen. Zum einen hätten die Niederlagen in der letzten Saison eine Rolle gespielt. Zum anderen aber auch die soziale Komponente: «Es gab bestimmte Spannungen zwischen Forte und der Mannschaft.» Laut Bickel hat sich im Verein ein Graben aufgetan. «Forte hat sich in der letzten Zeit wohl auch ein bisschen alleine gefühlt», so der Sportchef.

Trotz Trainerentlassung träumt Bickel nach wie vor davor, Meister zu werden oder den Cup zu holen: «Der Titel bleibt ein Saisonziel.»

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Bi ... y/10149526

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:22 
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YB greift zum Notfallplan

Mit den Young Boys zeichnet sich die nächste Super-League-Krise ab. Uli Fortes Nachfolger heisst vorläufig Harald Gämperle.

Nach nur 3 von 36 Runden ist der zweite Trainerwechsel in der Super League Tatsache. Nach Urs Meier beim FC Zürich am Montag haben sich die Young Boys heute von Uli Forte getrennt. Erst 20 Tage sind es her, seit sich der Zürcher Trainer in Berner Diensten vor dem ersten Saisonspiel optimistisch, ja fast euphorisch zu den Perspektiven des Clubs und der Mannschaft geäussert hat. Fortes Traum, mit YB den ersten Titel seit fast 30 Jahren zu holen, wird unerfüllt bleiben. Der schlechte Start in der Meisterschaft mit drei Unentschieden und zuletzt der unerklärliche Einbruch beim 0:4 in der Champions-League-Qualifikation in Monaco haben die sportliche Führung in Bern veranlasst, die Notbremse zu ziehen.

Forte hat im letzten Herbst nach einer Serie von vier Niederlagen bewiesen, dass er eine Krise meistern kann. Mit fünf Siegen in Folge bis zur Winterpause legte YB den Grundstein für den 2. Platz. Jetzt traut Sportchef Fredy Bickel dem Trainer nicht mehr zu, die Mannschaft aus der neuerlichen Baisse herauszuführen. Die Entscheidung beeinflusst haben dürften auch Gespräche mit den Leaderfiguren im Team. Als Folge davon hat Bickel offenbar die Erkenntnis gewonnen, dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht. Dringend deshalb, weil das ambitionierte YB vor wegweisenden Spielen steht. In der Super League mit den beiden Heimspielen gegen Thun und Lugano, im Cup mit der heiklen Aufgabe in Kriens und schliesslich im Playoff der Europa League.

Mit der überraschend schnellen Absetzung von Forte steigt der Druck auf die sportliche Leitung der Young Boys. Die heute präsentierte Lösung mit Harald Gämperle als Cheftrainer ist nur eine kurfristige Lösung, der neue Mann dürften in den kommenden Tagen präsentiert werden. Aber auch für Gämperle gilt: Siegen ist Pflicht, sonst wird die Krise in Bern noch weit grössere Ausmasse annehmen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/26109363

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:23 
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Bickel: «Team und Trainer waren nicht mehr auf einer Linie»

Nach der Freistellung von Uli Forte hat YB-Sportchef Fredy Bickel Stellung genommen. Im Interview erklärt er den Entlassungsgrund und äussert sich zur Nachfolge-Regelung.

«Es lag vor allem an der Art und Weise, wie wir gespielt haben», begründete YB-Sportchef Fredy Bickel die Freistellung von Trainer Uli Forte. Er habe in der Vorbereitung ein sehr gutes Gefühl gehabt, «doch mit den ersten Spielen kamen bereits wieder erste Zweifel auf».

Gemäss Bickel seien im Verhältnis zwischen Coach Forte und dem Team schon vor längerer Zeit Unstimmigkeiten auszumachen gewesen. «Die Entwicklung beängstigte uns schon seit 2, 3 Monaten. Wir merkten, dass Trainer und Mannschaft nicht mehr immer auf der gleichen Linie waren.»

Warum erst jetzt die Reissleine gezogen wurde und wie es nun weitergeht, erfahren Sie im Video-Interview.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... iner-linie

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:25 
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«Forte fühlte sich zuletzt alleine»

YB hat Uli Forte gefeuert. Die Trennung habe sich schon länger abgezeichnet, behauptet Sportchef Fredy Bickel.

Erst drei Runden sind in der Super League gespielt, dreimal ein 1:1, dazu ein Ausscheiden gegen Monaco in der Champions League und weg ist der Trainer. «So betrachtet, sieht es aus wie ein Schnellschuss», sagt Fredy Bickel. Der Sportchef erklärt jedoch, dass sich bereits in der vergangenen Rückrunde «ein Graben zwischen Trainer, Staff und Spielern geöffnet hat». Er sei aber im Sommer überzeugt gewesen, dass man sich wieder finde. Nach dem misslungenen Saisonstart war das nun offensichtlich nicht so. «Uli hat sich wohl zuletzt ziemlich allein gefühlt», glaubt Bickel.

Beispiele für die nicht mehr vorhandene Chemie nennt ­Bickel nicht. Ob gewisse Auswechslungen oder Nominationen für Zwist gesorgt haben oder die kommunizierte Zielsetzung «Wir wollen einen ­Titel gewinnen» nicht allen passte, ist zwar nicht unerheblich, aber letztlich stimmten einfach die Resultate nicht. Drei Punkte aus drei Runden sind für YB zu wenig. «Wir können uns nicht einen noch grösseren Rückstand erlauben», sagt Bickel. Der zum Interimscoach beförderte Assistent Harald Gämperle – ihm hilft U15-Trainer Erich Hänzi – steht also unter Druck. Am Sonntag im Derby gegen Thun und am Mittwoch gegen Aufsteiger Lugano müssen zwei Siege her.

Wer Fortes definitiver Nachfolger wird, ist offen. Bickel sucht «einen Fussballlehrer». Murat Yakin sei so einer. Doch ob der zu YB kommen will (und passt), ist fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass Forte beim FC Zürich Nachfolger des am Montag entlassenen Urs Meier wird.

Müller: Kein Zeitplan

Laut YB-Präsident Werner Müller besteht bei der Suche nach Fortes Nachfolger kein Zeitplan. «Zuerst muss jetzt das Anforderungsprofil erstellt werden.» Müller betont, dass weder er noch Bickel bisher mit einem möglichen Kandidaten gesprochen haben. «Zuerst müssen wir Fortes Entlassung verdauen», so Müller.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/21632159

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:28 
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Forte nicht mehr YB-Trainer

Furchtbar unversöhnlich

Als möchten sie ihn einfach loswerden – die Young Boys gestehen dem Trainer Uli Forte keine letzte Chance zu und entlassen ihn. Seit Wochen soll es Meinungsverschiedenheiten gegeben haben.

Uli Forte fährt den Wagen vor, den YB-Dienstwagen, es ist kurz nach 17 Uhr, im Stadionbauch des Stade de Suisse. «Keine Fragen», ruft Forte, als er drei Journalisten sieht, «ich bin hier, um auszuräumen.» Und als ihm gesagt wird, dass genau hier bald noch viele andere Medienvertreter aufkreuzen werden und zudem der YB-Präsident Werner Müller und der YB-Sportchef Fredy Bickel – da setzt sich Forte wieder in den YB-Dienstwagen und fährt zu einem anderen Stadioneingang. Auf Fragen hat er keine Lust, auf Müller und Bickel vermutlich schon gar nicht, denn um 17 Uhr 15 findet eine Pressekonferenz statt, Thema: Fortes Entlassung.

Es ist die zweite Freistellung eines Super-League-Trainers innert vier Tagen, am Montag trennte sich der FC Zürich von Urs Meier, just zwei selbsternannte Herausforderer des FC Basel verlieren nach nur drei Runden die Geduld. Der Unterschied: Der FCZ-Coach Meier war nach der letzten Rückrunde angezählt; Forte indes schien keine Altlasten mitzuschleppen, und so sind die Young Boys natürlich bemüht, alte und neue Gründe aufzutischen.

Alleingelassen

Längere Zeit schon seien gewisse Fragezeichen im Raum gestanden, beteuert Bickel, intern habe es seit Wochen Diskussionen gegeben. Die Sommerpause hätte Erholung und neuen Schwung geben sollen, doch offenbar traten schon in der Vorbereitung wieder Meinungsverschiedenheiten auf. So dürfte Forte hinter dem offiziell verkündeten Ziel, einen Titel zu gewinnen, nicht vorbehaltlos gestanden sein. Forte habe sich zuletzt wohl etwas alleingelassen gefühlt, sagt Bickel am Donnerstag, während Forte einige Meter nebenan, durch ein paar Backsteinmauern getrennt, das Büro räumt. Forte, der Einzelkämpfer – wer sich die Worte von Bickel und Müller zurechtlegt, kommt zum Schluss, dass er bei den Spielern und seinen Co-Trainern immer mehr Rückhalt verlor. Bickel wiederum schaffte es nicht, dass sich Forte weniger alleingelassen fühlte – oder er war gar nicht mehr bestrebt, es zu schaffen.

Es ist nicht so, dass sich in den letzten Monaten keine Geschichten erzählt worden wären in Bern: Forte setze junge Spieler zwar ein, rede aber kaum mit ihnen; er sei taktisch unflexibel und, sowieso, vielleicht zu sehr Lebemann. Fakt ist, dass YB mit drei 1:1 in die Liga startete, Forte tritt quasi ungeschlagen ab. Das Champions-League-Hinspiel gegen Monaco redeten viele Beobachter besser, als es war (1:3), doch richtig auseinander fiel YB nur in der zweiten Hälfte des Rückspiels am Dienstag (0:4). So war anzunehmen, dass Forte die nächsten drei Spiele noch zugestanden würden – die Super-League-Heimpartien gegen Thun und Lugano und das Cup-Duell in Kriens. Doch die YB-Chefs entschieden anders, was von tiefem Misstrauen zeugt. Sie wollten Forte keine letzten Chancen zugestehen und ernannten lieber den bisherigen Assistenten Harald Gämperle zum Interims-Chef. Sie hatten gar kein Interesse mehr daran, mit Forte einen Aufschwung zu erleben – sie wollten ihn einfach loswerden. Darin liegt etwas furchtbar Unversöhnliches. Man habe sich «auseinandergelebt», sagt Bickel. Es soll ein Beispiel aus dem Alltag sein, das jedermann versteht, doch vielleicht spiegelt es nur argumentative Hilflosigkeit.

Breit abgestützter Entscheid

Ab dem späten Dienstagabend, nach dem 0:4 in Monaco, redete Bickel mit Spielern und Staff, mit Leuten aus dem Umfeld und dem Verwaltungsrat, darunter die Brüder Andy und Hansueli Rihs, die einflussreichen Geldgeber. Der Entscheid sei breit abgestützt, will Bickel damit zeigen – doch es schwingt mit, wie geschlossen YB gegen Forte war. Und da ist sie wieder, diese Unversöhnlichkeit, die kaum zu erahnen war, bis YB die Entlassung verkündete und Forte mit dem Wagen vorfuhr, dem YB-Dienstwagen, dem ehemaligen, und keine Fragen beantwortete. Nur im Communiqué wird er zitiert – so: «Ich verstehe die Entscheidung nicht.»


http://www.nzz.ch/sport/fussball/uli-fo ... 1.18591456

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:32 
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Bickel: «Wir haben uns auseinandergelebt»

YB trennt sich nicht ganz unerwartet von Uli Forte. Die Young Boys ziehen nach ungenügendem Saisonstart die Notbremse, weil sie nicht mehr an den Trainer glauben.

YB liegt mal wieder am Boden. Keine vier Wochen dauerte es, und aus der Vorsaisoneuphorie im Verein entwickelte sich eine Saisonstartkrise. Am Donnerstag zogen die Young Boys die Notbremse und entliessen Trainer UIi Forte. Aus Sicht des Vereins gab es keine andere Möglichkeit mehr nach drei Unentschieden zu Beginn der Super League und dem klaren Ausscheiden gegen Monaco in der Champions-League-Qualifikation (1:7).

Die Trennung von Forte hatte sich in den letzten Tagen abgezeichnet, nach intensiven Gesprächen entschied der Sportausschuss um Fredy Bickel am Donnerstagmittag, dass die Zeit von Forte in Bern zu Ende sei. Der Trainer wurde ins Stade de Suisse beordert und um 15 Uhr informiert. Knapp zwei Stunden später verliess Forte gerade die Arena, als Sportchef Bickel und Präsident Werner Müller vor den eilig herbeigerufenen Medienvertretern Stellung bezogen.

«Es gab Gräben»

Den YB-Verantwortlichen fiel es nicht leicht, die schwer nachvollziehbare Freistellung Uli Fortes zu erklären. Einerseits waren sie darauf bedacht, keine «schmutzige Wäsche» zu waschen, wie Bickel betonte. Andererseits liessen sie überhaupt keine Zweifel offen, dass eine weitere Zusammenarbeit mit Forte keinen Sinn mehr gemacht hätte. «Wir haben uns auseinandergelebt», sagte Bickel einmal, «es gab Gräben», meinte er später, und dann sprach er von kommunikativen und anderen Problemen zwischen Spielern und Trainer und auch zwischen Trainerstab und Trainer. «Die Probleme waren am Ende leider nicht mehr zu kitten», sagte Bickel.

Es ist äusserst ungewöhnlich, einen Trainer nach drei Partien zu entlassen. Bickel sprach denn auch von einer Entwicklung, die gegen Ende der letzten Saison zu beobachten gewesen sei, als Resultate und Leistungen schon nicht mehr gestimmt hätten. «Wir hofften, dass es nach der Sommerpause einen Aufschwung geben würde», sagte Bickel, «aber das blieb leider aus.»

Bereits in der Vorbereitung habe es weitere Anzeichen dafür gegeben, dass mit Forte kaum der Turnaround zu realisieren sei. «Wir haben alle Fehler gemacht», meinte Bickel, «und ich habe es verpasst, die Strömungen im Sommer richtig zu analysieren.»

Wichtiger Monat August

YB zog am Donnerstag die Reissleine, weil der August der «wichtigste Monat» ist, wie Bickel sagte. «Wir spielen Ende Monat die Playoffs zur Europa League, da geht es um unser erstes Saisonziel, das Erreichen einer europäischen Gruppenphase.» Zudem sei das Cupspiel in Kriens kein Selbstläufer, YB habe sich in den letzten Jahren in diesem Bewerb immer schwergetan. «Und in der Liga können wir es uns nicht leisten, noch mehr Boden gegenüber der Spitze zu verlieren.»

Dummerweise steht YB genau vor diesen wegweisenden Wochen ohne Coach da. Aber möglicherweise wirkt der Trainerwechsel befreiend aufs Team, und die Klasse im teuren Kader sollte ohnehin ausreichend sein, um sich bald wieder hinter Basel einreihen zu können. Harald Gämperle, bisher Assistent, wird als Interimscoach tätig sein, ihm zur Seite steht vorläufig Erich Hänzi, U-15-Trainer der Young Boys.

Fredy Bickel wirkte am Donnerstag müde und gezeichnet von den Ereignissen. Er entlasse ungern Trainer, sagte er. Und: «Das ist auch eine Niederlage für mich. Ich habe Forte vor zwei Jahren angestellt. Er war der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt, brachte uns zuletzt aber nicht weiter.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27480384

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:36 
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Eine Entlassung zum falschen Zeitpunkt

Sportredaktor Fabian Ruch kommentiert die Freistellung von YB-Coach Uli Forte.

Einen Trainer nach drei Spieltagen zu entlassen, ist nicht nachvollziehbar. Und wenn dieser Trainer wie Uli Forte bei YB in der Liga noch ungeschlagen ist und grosses Verletzungspech zu beklagen hatte, nicht fitte Zugänge integrieren musste und den Verein vorher wieder an die Spitze des Landes geführt hatte, wird die Freistellung noch rätselhafter.

Es gibt kaum einen schlechteren Zeitpunkt für einen Trainerrausschmiss als einen Monat nach dem Saisonstart. Und wenn die YB-Verantwortlichen erklären, dass sie bereits im Frühling ein schlechtes Gefühl gehabt hätten, dann müssen sie sich vorwerfen lassen, nicht in der Sommerpause gehandelt zu haben. Die SCL Tigers trennten sich nach dem Aufstieg ebenfalls von Bengt-Ake Gustafsson, weil sie nicht mehr an den Coach glaubten.

Natürlich wären die Young Boys damals für eine Entlassung Fortes ebenfalls scharf kritisiert worden – aber der Zeitpunkt für einen Wechsel wäre passend gewesen. Und: Damals wäre auch Urs Fischer, für viele der perfekte YB-Trainer, auf dem Markt gewesen – und ganz bestimmt zu den Young Boys gewechselt. Fischer trainiert jetzt den FC Basel und ist beim Serienmeister ausgezeichnet gestartet.

YB dagegen steckt im Tief – und ist auf Trainersuche. Es klingt naiv, wenn Sportchef Fredy Bickel sagt, man habe gehofft, dass die Probleme in der neuen Saison nicht mehr auftauchen würden. Nach dem Prinzip Hoffnung darf ein Spitzenverein wie YB nicht vorgehen. Eher verständlich ist, dass Forte keine Chance mehr bekam, in den Heimspielen gegen Thun und Lugano den Turnaround zu schaffen.

Der Trainer hatte genügend Gelegenheiten erhalten, die letzte in dieser Saison, das Team weiterzuentwickeln. Eine Spielidee aber war zuletzt immer seltener sichtbar, die Leistungen der Mannschaft in dieser Saison waren ungenügend, der joviale Forte verzettelte sich zunehmend mit seiner redseligen Art.

Nun sind die belastenden Trainerdiskussionen zu Ende. Und für die Spieler gibt es keine Alibis mehr. Sie sind gefordert und müssen ihre Klasse unter Beweis stellen. Besonders unter Druck gerät der Sportchef. Fredy Bickel hat sich bei den Young Boys in den letzten zweieinhalb Jahren eine ausserordentliche Hausmacht aufgebaut, im Verein arbeiten viele Vertraute Bickels. Diese Konstellation ist gefährlich, weil es im anfälligen Konstrukt der Young Boys keine andere starke Figur gibt, die den umtriebigen Sportchef steuert.

Fredy Bickel hat seine Fähigkeiten als kluger Kaderbauer bei YB unter Beweis gestellt, auch dank grosszügiger finanzieller Unterstützung der Investoren. Nun aber erlitt auch er einen erheblichen Imageverlust.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28672878

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Uli Forte
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. August 2015, 23:40 
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Alles gute Uli, ich glaube du hättest die Kurve noch gekriegt.

Ach ja, kann man diesem unsäglichen Alain Kunz nicht mal einen Besuch abstatten? :eyebrow:


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