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 Beitrag Verfasst: Freitag 10. September 2021, 00:40 
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09.09.2021

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Das sagt Trainer Thomas Häberli zum estnischen Höhenflug

Estlands Fussball-Nationalteam erlebt in diesem Jahr einen Aufschwung. Im Zentrum des Höhenflugs steht Neo-Trainer Thomas Häberli (47).

Das Wichtigste in Kürze

- Estland holt gegen Favorit Wales in der WM-Quali einen Punkt.
- Trainer Thomas Häberli hat mit seinem Team in diesem Jahr beachtliche Resultate erzielt.
- Nau.ch hat mit dem 47-jährigen Luzerner gesprochen.

Thomas Häberli hat dem estnischen Fussball neuen Schwung verliehen. Der Ex-YB-Goalgetter amtet seit Anfang Jahr als Trainer der Nationalmannschaft in Estland.

Drei Siege in Folge

Die Bilanz lässt sich seit seinem Einstand durchaus sehen. Beim Baltic Cup im Juni bezwingt sein Team Litauen, Finnland und Lettland. «Dieser Sieg war sicher schön», so Häberli gegenüber Nau.ch. «Man hat mir bereits beim Amtsantritt gesagt, dass der Baltic Cup höchste Priorität hat.»

Ist nach dem Triumph die grosse Fussball-Begeisterung ausgebrochen? «Die Zahl der Zuschauer war bei den Spielen leider begrenzt.» Man könne die Euphorie in Estland zudem nicht mit jener in der Schweiz oder Deutschland vergleichen.

Aber: «Für diejenigen, die sich für Fussball interessieren, war das sicher wunderbar», meint Häberli. Man müsse bedenken, dass Estland 2020 kein einziges Spiel gewonnen habe.

0:0 gegen Wales

Gestern folgt der nächste Achtungserfolg: Estland trotzt EM-Teilnehmer Wales um Superstar Gareth Bale auswärts ein 0:0 ab. Es ist der erste Punkt in der laufenden WM-Quali. «Wir haben in gewissen Situationen etwas Glück gebraucht, aber wirklich gut verteidigt», sagt Häberli.

Mit einem Punkt aus vier Spielen rangiert Estland in der Gruppe E auf dem letzten Platz. Mit einem Heimsieg gegen Weissrussland im Oktober könnte man aber auf Rang vier vorrücken.

Häberli ist optimistisch: «Auf dem Papier kann man gegen Weissrussland punkten. Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen und Punkte sammeln.»

«Kinder gehen hier zur Schule»

Was sein Kader anbelangt, gibt sich der 47-Jährige zuversichtlich. «Wir haben eine gute Mischung aus jungen und routinierten Spielern.» Einzig die fehlende Spielpraxis mache sich bei einigen Akteuren bemerkbar.

Und wie hat sich der Schweizer in der neuen Heimat eingelebt? «Seit Anfang August ist meine Familie da. Die Kinder gehen hier zur Schule und lernen Englisch. Wir fühlen uns sehr wohl, Tallinn ist eine schöne Stadt.»

Kein Zweifel, Thomas Häberli ist in Estland angekommen. Das ist nicht selbstverständlich. Denn: Wegen Corona verfolgte er Ende März die ersten Spiele seiner Mannschaft aus der Hotel-Quarantäne.


https://www.nau.ch/sport/fussball-int/d ... g-65998829

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 7. Oktober 2021, 10:32 
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07.10.2021

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Estland-Trainer Thomas Häberli

Er lebt das Abenteuer, zu dem ihm früher der Mut fehlte

Der Start war schlecht, doch nun nimmt Thomas Häberli mit dem baltischen Fussballzwerg Fahrt auf. Das Ziel in der WM-Qualifikation: nicht Letzter werden.

Im März, da lag noch Schnee im hohen Norden, hell war es nicht mehr als sechs, sieben Stunden pro Tag, und Thomas Häberli gab als Nationaltrainer Estlands ein Debüt, das er sich so nie ausgemalt hätte. 2:6 gegen Tschechien, 2:4 gegen Weissrussland, ein ernüchternder Start in die WM-Qualifikation. Häberli schaute im Hotel auf dem Bildschirm zu, nach einem Corona-Fall im Team mussten der Staff und die halbe Mannschaft in Quarantäne. «Es ging ziemlich schlecht los», sagt Häberli.

Im Juni, da erlebte das Baltikum einen rekordwarmen Sommer. Sogar heiss war es, fast 20 Stunden pro Tag schien die Sonne, und Thomas Häberli feierte als Nationaltrainer Estlands den ersten Erfolg. Noch nie seit dem Zerfall der Sowjetunion hatte Estland im Baltic Cup reüssieren können. Mit Häberli klappte es, die Esten gewannen das Dreiländerturnier mit einem 1:0 gegen Litauen und einem 2:1 gegen Lettland – dazwischen schlugen sie in einem Testspiel den grossen Bruder, EM-Teilnehmer Finnland. Grosse Freude über die Premiere. «Da hat für mich mein Abenteuer so richtig angefangen», sagt der 47-Jährige.

Es ist ein Abenteuer, das er bewusst gesucht hat. Im Dezember 2019 muss der Zentralschweizer beim FC Luzern gehen, nach einem 2:1-Sieg gegen Basel, aber auch nach etlichen Niederlagen. Häberli ist ausgelaugt, ihm ist nach frischer Luft im Business. Corona prägt auch den Trainermarkt im Fussball, lange Zeit steht alles still. Im Sommer gibt es für Häberli erste Angebote aus der Challenge League.

Der frühere Stürmer lehnt ab, sucht einen anderen Weg zum Tor. Als Spieler hat er ihn nie gewagt, den Schritt ins Ausland, obwohl er mit seinen 75 Treffern in 283 Spielen für YB auch über die Landesgrenzen hinweg auf sich aufmerksam gemacht hatte. «Mal verliess mich der Mut, mal wollte man mich nicht abgeben.» Aus einer Beratertätigkeit für den estnischen Verein Flora Tallinn ergibt sich Ende 2020 der Job als Nationaltrainer, im Januar 2021 wird Häberli vorgestellt. Das kleine Abenteuer ist perfekt.

Glück im baltischen Sommer

Und ist jetzt schon zehn Monate alt. Der baltische Sommer hat Häberli gutgetan. Aufs neue Schuljahr hin ist auch seine Familie mit drei Kindern zu ihm nach Tallinn gezogen, nur die älteste Tochter blieb in der Schweiz. «Dass ich hier lebe, ist keine Bedingung des Verbands. Aber es macht alles einfacher.» Im Kleinstaat mit 1,6 Millionen Einwohnern findet alles in der Hauptstadt Tallinn statt, auch im Fussball. Hier kann er die Trainings von Flora besuchen, sechs bis sieben Spieler seines Kaders kommen jeweils vom Club, der sich in diesem Sommer als erster estnischer Verein für eine europäische Gruppenphase, für die Conference League, qualifizierte.

EU, Nato, Eurozone – seit der Unabhängigkeit 1991 verlief die Entwicklung im baltischen Staat rasant. Heute ist Estland europäische Spitze bezüglich Digitalisierung. Dass Häberli kein Estnisch spricht, sehen ihm hier alle nach – auch Angehörige der russischen Minderheit, die etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmacht, tun sich manchmal schwer mit der Sprache und sprechen lieber Englisch statt Estnisch. Häberli managt in seiner Mannschaft die beiden Sprachgruppen, «man kennt das aus der Schweiz, da läuft das auch problemlos».

Im September erhielt er nach dem turbulenten, von der Quarantäne geprägten Start die nächste Chance in der WM-Qualifikation. Gegen Belgien ging Estland in Führung, zur Halbzeit stand es 1:2, am Ende 2:5. «Wir schiessen unsere Tore, vor allem aber bleiben wir stabil.» Gegen Wales sah Häberli die kämpferisch bislang beste Leistung seiner Mannschaft. 20'000 Zuschauer trieben die Briten in Cardiff nach vorne, «wir wehrten uns richtig gut». Das 0:0 bewertet er höher als die Siege im Sommer, Wales stuft er in der Gruppe hinter Belgien, aber vor Tschechien ein.

Die «Hoffnung» auf Infantino

Und was liegt für Estland drin? «Die Zielsetzung vom Verband lautet: nicht Letzter werden», sagt Häberli und muss lachen. Entsprechend viel verspricht man sich bei den Esten vom Heimspiel am Freitag gegen Weissrussland, einen Konkurrenten auf Augenhöhe. Häberli hat sein Wunschkader fast zusammen, nur sein bester Torschütze Rauno Sappinen (Häberli: «Einer fürs Ausland») fehlt ihm, genauso wie der zuletzt noch in der Serie A tätige frühere Liverpool-Verteidiger Ragnar Klavan.

Kürzlich war Gianni Infantino in Tallinn, bei der angestrebten Wiederwahl in zwei Jahren ist er auch auf Stimmen aus dem Baltikum angewiesen. Häberli hat den Fifa-Präsidenten kurz zu Gesicht bekommen. «Wenn er die WM alle zwei Jahre durchsetzt, haben wir vielleicht bessere Chancen», sagt er und lacht wieder. Er ist mittendrin in seinem Abenteuer im hohen Norden. Der Winter kann kommen.


https://www.bernerzeitung.ch/er-lebt-da ... 7137939697

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 Beitrag Verfasst: Freitag 8. Oktober 2021, 14:00 
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06.10.2021

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Eine YB-Legende löst in Estland das Fussballfieber aus

Nach seinem Abschied beim FC Luzern wurde YB-Legende Thomas Häberli Coach bei Meister Flora in Tallin. So erfolgreich, dass ihn Verbands­präsident Aivar Pohlak gleich als Nationaltrainer verpflichtet hat. Seither ist in Estland das Fussballfieber ausgebrochen.

Die ersten drei Begegnungen gewann Estland mit dem neuen Coach allesamt – so etwas hatte es in der hundertjährigen Geschichte des Verbands noch nie gegeben. 1:0 gegen Litauen, 1:0 gegen Finnland und 2:1 gegen Lettland – mit diesen Ergebnissen schwang Estland erstmals am prestigeträchtigen Baltic-Cup obenaus.
Dann folgte zu Beginn der WM-Qualifikation eine schwierige Zeit. Die ersten drei Partien des Jahres – die WM-Qualifikationsspiele gegen Belgien und Tschechien sowie Weissrussland – musste Estland mit einer Rumpfmannschaft bestreiten. 15 Spieler und der ganze Trainerstaff inklusive Thomas Häberli mussten zwei Wochen in Quarantäne. Estlands Reservisten erzielten zwar sechs Tore, mussten aber auch deren 15 einstecken.
Nun sind Thomas Häberli, die erste Garde und der Erfolg wieder zurück. In Wales, das mit Superstar Gareth Bale angetreten war, holte Estland ein 0:0. «Dieses Unentschieden war für uns ein Riesenerfolg, der dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und den grossartigen Paraden unseres Goalies Kevin-
Jakob Hein möglich wurde», sagt Thomas Häberli. Erklärtes Ziel der Esten ist es, in der Gruppe E mit Belgien, der Nummer 1 im FIFA-Ranking, Tschechien, Wales und Weissrussland nicht den letzten Platz zu belegen. Dazu Gelegenheit gibt es schon am Freitag gegen Weissrussland und am Montag, ebenfalls in Tallin, gegen Wales. Thomas Häberli: «Wir erhoffen uns von diesen Spielen einiges, vor allem gegen die Weissrussen wollen wir uns für die Auswärts-Niederlage revanchieren und auch gegen Wales punkten.»

Lange Nächte, kalte Tage

Thomas Häberli hat sich in Tallin, einer wunderschönen Stadt an der Ostsee, bestens eingelebt. Seit August lebt er mit seiner Frau und drei seiner vier Kinder in der geschichtsträchtigen Hauptstadt Estlands in einem Einfamilienhaus. Die älteste Tochter, die eine Lehre absolviert, blieb in der Schweiz. «Alle haben sich auf Tallinn gefreut, die Kinder besuchen eine internationale Schule.»
In Estland ist das Nationalteam das Zugpferd und Aushängeschild, weil die nationale Meisterschaft höchstens Challenge-League-Niveau aufweist und die besten Spieler im Ausland engagiert sind. Zu Thomas Häberlis Aufgaben gehört es auch, die Strukturen zu verbessern, denn im Land bewegt sich die Nachwuchsförderung noch auf einem bescheidenen Niveau. «Von Oktober bis März sind die Nächte lang und es herrschen kalte Temperaturen, deshalb ist es wichtig, dass viele Hallen gebaut werden, damit der Nachwuchs auch im Winter regelmässig trainieren kann», sagt Thomas Häberli, der Coach im Land, im dem es lediglich 20 000 lizenzierte Spieler gibt.

Wie aus «Häbi» Kult wurde

Gefreut hat sich Thomas Häberli aus der Ferne über den YB-Sieg gegen Manchester. «Das ist grossartig, nicht nur für YB, sondern für die ganze Fussball-Schweiz.» Während seiner Aktivzeit in Bern war «Häbi», wie er genannt wurde, der Liebling der YB-Fans. Ihre Herzen hatte sich der Innerschweizer innert kürzester Zeit im Sturm erobert. «Häbi, Häbi, Häbi» wurde in der Stadt zum geflügelten Spruch – rund um seinen grössten Fan, den damaligen Direktor des Hotels Bern, Peter Schiltknecht, bildeten sich riesige Häberli-Fangruppen. Die herrschende Euphorie führte sogar dazu, dass Kuno Laueners Band Züri West am 110-Jahre-Jubiläum des BSC YB unter dem Pseudonym «The Häberlis» auftrat. Auch wenn Thomas Häberli nicht weiss, weshalb er in Bern diesen Sonderstatus genoss, ist jedem, der sich damals für YB interessierte, klar, dass es nicht nur die Tore und Assists waren, sondern auch die Art und Weise, wie der Star ohne Starallüren auftrat. Bescheiden, korrekt, immer gesprächsbereit – so, wie die damals noch nicht so verwöhnten YB-Fans sich ihre Spieler wünschten.

Auf ihm ruhen die Hoffnungen

Als Thomas Häberlis Vertrag bei YB nach der Saison 2008/09 ausgelaufen war, beendete der Innerschweizer seine Aktivkarriere, obwohl er noch Angebote von drei Superligisten vorliegen hatte. Er verzichtete, weil es immer sein Ziel gewesen war, Trainer zu werden – und erlangte die UEFA-
Pro-Lizenz. Start in der 3. Liga, Coach der YB-U18 und Assistent von Martin Rueda im Fanionteam, der Wechsel zur U21 des FC Basel und schliesslich das Engagement als Trainer der ersten Mannschaft des FC Luzern – Thomas Häberli hat als Trainer in kurzer Zeit schon einige Erfahrungen gesammelt, Nun ist er Nationaltrainer. Auf ihm ruhen die Hoffnungen eines ganzen Landes, dass sich der Fussball positiv entwickle.


https://baernerbaer.ch/sport/eine-yb-le ... ieber-aus/

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