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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Juli 2016, 14:13 
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Der nächste Versuch

Für den Franzosen Guillaume Hoarau ist klar: Die kommende Saison soll für YB nicht titellos enden.

Die Tage in der Heimat taten gut, sie halfen, den Energiespeicher wieder zu füllen. Guillaume Hoarau verbrachte zwei Wochen auf La Réunion im Indischen Ozean, mit Freunden schaute er die EM, mit der Familie genoss er eine unbeschwerte Zeit – «es war wunderbar». Er kehrte zurück nach Bern, startete mit YB in die Vorbereitung und sagt nun vor dem Auftakt in die Saison: «Ich habe ein sehr gutes Gefühl.»

Hoarau, 32, gehört zur Kategorie der Unerschrockenen, in jeder Hinsicht. Er ist der Turm im Angriff mit der Gabe, lange unsichtbar zu bleiben, bis er zuschlägt. Oder in den Worten von Sportchef Fredy Bickel: «Er kann aus dem Nichts ein Tor erzielen.»

Das Problem heisst Basel

Und dann gibt es noch den?Hoarau neben dem Feld, der seinen Ehrgeiz nicht versteckt. «Zwei Trophäen gibt es in der Schweiz zu holen», sagt er, «und als Fussballer willst du immer Titel gewinnen. Das möchte ich mit YB schaffen.» Es ist nicht so, dass er die Vergangenheit ausblendet, ihm ist bewusst, dass mit einer weiteren erfolglosen Saison ein fragwürdiges Jubiläum begangen wird: 30 Jahre ohne Pokalgewinn. «Aber wir können kein anderes Ziel haben als uns gegenüber der Vorsaison zu steigern. Auch wenn mir klar ist, wie unser Problem heisst: Basel.»

Abhängen wird viel auch von ihm, dem 1,92 Meter grossen Mann mit der Rückennummer 99. In jungen Jahren war der Brasilianer Ronaldo ein Vorbild, sein französischer Landsmann Zinédine Zidane ein anderes. Hoarau kickt zum Spass, aber er tut es so gut, dass sein Talent nicht verborgen bleibt. Mit 19 verlässt er La Réunion. Statt Sport- oder Spanischlehrer wird er Fussballprofi in Le Havre. Er ist in Frankreich, seinem Land, und doch weit weg vom gemachten Nest. Zuerst muss er lernen, selbstständig zu werden.

Von Le Havre führt die Reise nach Gueugnon. Seine Tore dort tragen ihm einen netten Vertrag bei Paris St-Germain ein. Er wird Nationalspieler, seine Welt unterscheidet sich komplett von jener in La Réunion. Hoarau sagte einmal: «Als Fussballer hast du manchmal das Gefühl, der Mittelpunkt von allem zu sein. Fussballer sind wie grosse Kinder, denen neben dem Platz manches an Arbeit abgenommen wird. Es gibt viele Klischees, aber einige entsprechen auch der Realität.»

Als in Paris die reichen Onkel aus Katar den Club zu ihrem Spielzeug machen, ist für Hoarau rasch kein Platz mehr. Ein grosser Kerl, aber eine zu kleine Nummer. Er zieht nach China, die finanzielle Verlockung ist zu gross, um die Offerte von Dalian Aerbin abzulehnen. Hoarau möchte unabhängig sein nach der Karriere, Musik machen, singen, kreativ sein. Er will, sagt er, «das Leben geniessen».

Ratgeber für die Jungen

Drei Jahre, wie auf dem Arbeitspapier vorgesehen, hält es ihn zwar nicht in China, aber den?Abstecher zählt er zu den wertvollen Erlebnissen. Er kehrt nach Frankreich zurück, ein halbes Jahr ist er in Bordeaux, bevor er 2014 zu YB gelotst wird. Er macht sich beliebt und fühlt sich so wohl, dass er bis 2018 verlängert.

Kaum ist Adi Hütter neuer Trainer in Bern, verletzt sich aber Hoarau. Und die Frage ist: Wohin mit dem Stürmer, wenn er wieder gesund ist?

Hoarau gibt sein Comeback – und beendet die Diskussion, ob er Hütter-System-kompatibel ist, simpel: mit Toren. 18 sind es, 5 davon mittels Penalty. Und Hoarau übernimmt eine andere Rolle. «Er ist initiativer geworden und hat seinen Wert intern nochmals gesteigert», sagt Sportchef Bickel. Er organisiert Mannschaftsessen oder erteilt Jungen Ratschläge und erleichtert ihnen so die Integration. Wenn es um seine Kernkompetenz geht, das Toreschiessen, sagt er: «Das ist meine Arbeit, aber auch mein Anspruch. Ich bin ein Routinier wie Steve von Bergen. Wenn wir beide auf dem Feld stehen, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass wir das eine oder andere Tore erzielen – und das eine oder andere Gegentor weniger erhalten.»

Der YB-Fan hörts gern. Und Hoarau findet: «Die Berner hätten es verdient, wieder einmal zu feiern.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/10198844

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2016, 21:47 
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YB muss bis zur Nati-Pause auf Topskorer Guillaume Hoarau verzichten. Der Franzose erlitt im Spiel gegen Lausanne eine Oberschenkel-Zerrung. Eine genaue Diagnose kann erst nach einer MRI-Untersuchung gestellt werden. Gemäss Mediensprecher Albert Staudenmann fällt Hoarau aber sicher für das Rückspiel im Playoff der Champions League aus und auch am nächsten Sonntag in der Super League gegen die Grasshoppers.


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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. August 2016, 15:04 
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Muskelverletzung

Guillaume Hoarau fällt rund acht Wochen aus

Die Muskelverletzung am linken Oberschenkel, die sich YB-Stürmer Guillaume Hoarau am Samstag beim 7:2-Sieg gegen Lausanne zugezogen hat, erfordert eine rund 8-wöchige Pause. Der französische Stürmer dürfte YB im Verlauf des Oktobers wieder zur Verfügung stehen.

Wir wünschen Guillaume Hoarau gute Besserung.


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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Montag 17. Oktober 2016, 11:33 
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«Wir müssen das Positive sehen»

Guillaume Hoarau spielte erstmals nach zweimonatiger Absenz wieder für die Young Boys. Der Franzose äussert sich zu seiner Fitness und erklärt, warum die Young Boys kaum mehr Tore schiessen.

Letztmals kamen Sie beim 7:2-Sieg gegen Lausanne im August zum Einsatz. Wie fühlen Sie sich?
Guillaume Hoarau: Gut. Ich bin froh, dass ich durchspielen konnte. Die zweite Halbzeit war ein bisschen schwierig, und ich merkte, dass ich körperlich noch nicht wieder bei 100 Prozent bin. Persönlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden, es ist jedoch schade, konnten wir nicht gewinnen. Aber ein Punkt ist ein Punkt. Wir müssen das Positive sehen.

«Wir befinden uns in einer Phase, in der wir manchmal auch das Glück benötigen würden.»

YB spielte zum fünften Mal in Folge unentschieden und blieb zum vierten Mal in dieser Zeitspanne ohne Treffer. Warum schiessen die Young Boys keine Tore mehr?
Wir befinden uns in einer Phase, in der wir manchmal auch das Glück benötigen würden. Das fehlte uns zuletzt in gewissen Situationen. Aber es wird wiederkommen. Wir spielen gut und kommen zu unseren Möglichkeiten. Das Wichtigste ist, dass wir positiv bleiben und weiter an uns glauben. Jetzt bin ich zurück, und meine Aufgabe ist es, Tore zu erzielen. Ich versichere Ihnen, ab dem nächsten Spiel werden wir wieder Tore schiessen.

Dieses nächste Spiel ist bereits am Donnerstag das Heimspiel gegen Apoel Nikosia. Was für eine Partie erwarten Sie?
Es wird nicht einfach, denn Nikosia hat bisher beide Spiele gewonnen. Wir wissen, dass wir zwei oder drei Spiele gewinnen müssen, um weiterzukommen, und zu Hause muss das unser Ziel sein. Wir müssen als Mannschaft auftreten, und es braucht jeden Einzelnen. Der erste Sieg ist sehr wichtig, ist dieser geschafft, werden weitere folgen, davon bin ich überzeugt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... ry/2667754

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. Oktober 2016, 08:51 
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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. Oktober 2016, 14:27 
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«Ein brandgefährlicher Stürmer»

von Peter Berger - Mit den drei Toren beim 3:1 gegen Apoel Nikosia löste Guillaume Hoarau den legendären Geni Meier als besten europäischen YB-Torschützen ab.

Guillaume Hoarau steht nach dem Hattrick in der Europa League gegen die Zyprioten bei neun Europacup-Toren für YB. Damit verbesserte der 32-jährige Franzose die langjährige Bestmarke von Geni Meier. «Bomben-Meier» hatte zwischen 1951 und 1965 achtmal in europäischen Wettbewerben getroffen. «In den Geschichtsbüchern von YB zu stehen, freut mich sehr», so Hoarau.

Goalgetter und Teamleader

Wenn Hoarau nicht spielt, geht bei YB nichts. Seit Sonntag ist er zurück, gestern traf er auch wieder. In seiner zweimonatigen Verletzungspause (Muskelfaserriss im Oberschenkel) kamen die Berner nur zu zwei Siegen (dazu drei Niederlagen und vier Remis). «Er ist ein brandgefährlicher Stürmer, aber er ist für uns noch wichtiger als nur die Tore», sagt der neue Sportchef Christoph Spycher über Hoarau. «Er ist eine herausragende Persönlichkeit, er ist positiv und zieht die Teamkollegen mit. Er ist grandios.»

Hoarau drohte mit Faustschlag

Spychers Worte unterstreicht eine Anekdote aus der Kabine. Als der Verwaltungsrat Urs Siegenthaler nicht nur seine YB-Kollegen in der Führungsetage heftig kritisierte, sondern auch die Spieler verbal beleidigte, soll Hoarau nach Siegenthalers Besuch in der Garderobe aufgestanden sein und Trainer Adi Hütter unmissverständlich gesagt haben, wenn dieser Mann noch einmal in die Kabine komme, beordere er ihn mit seinen Fäusten hinaus. Siegenthaler ist bekanntlich bereits wieder weg aus Bern, Hoarau dagegen sicherte sich einen Platz in den YB-Geschichtsbüchern.


http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/24501341

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Freitag 21. Oktober 2016, 14:30 
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Dank Europacup-Toren 7, 8 und 9

YB-Hoarau schiesst an Bomben-Meier vorbei

Mit seinem Europa-League-Hattrick gegen Apoel Nikosia löst Guillaume Hoarau (32) den legendären YB-Stürmer Geni Meier († 2002) ab.

Kurz nach Mitternacht sagt YB-Trainer Adi Hütter: «Ich habe soeben gehört, dass Gui Hoarau der erfolgreichste Torschütze des Vereins geworden ist, ich möchte ihm dazu gratulieren. Die drei Tore sind etwas ganz Besonderes für ihn, aber auch für die Mannschaft. Er ist ein wirklicher Team-Player. Seine Rückkehr hat der Mannschaft totalen Aufschwung gegeben.»

Letztmals traf der 1,92 m grosse Franzose am 20. August beim 7:2 gegen Lausanne. Dann fiel der Stürmer wegen einer Muskelverletzung fast zwei Monate aus.

Nach dem torlosen Comeback am letzten Wochenende beim 0:0 gegen Lugano schlägt Hoarau am Donnerstagabend beim Europa-League-Gruppenspiel gegen Apoel richtig zu. Drei Treffer beim 3:1 (nach 0:1-Rückstand). Zwei auf Elfmeter.

Es sind bereits Hoaraus Europacup-Tore 7, 8 und 9.

Bedeutet: Hoarau schiesst am legendären Bomben-Meier vorbei.

Der Schaffhauser Geni Meier (1930 – 2002) feierte mit YB von 1957 an vier Meistertitel in Serie, holte zwei Cupsiege (1953 und 1958), wurde 1953 und 1959 Torschützenkönig. In 320 Meisterschaftsspielen schlug Bomben-Meier 248-mal zu. Seinen Übernamen erhielt der 1,80 m grosse und 80 kg schwere Stürmer wegen seiner Geschosse mit dem linken Fuss.

Seinen wichtigsten Europacup-Treffer schoss Bomben-Meier am 15. April 1959 beim 1:0-Sieg im Halbfinal des Meistercups (heute Champions League) gegen Stade Reims. 63 000 (!) Fans sahen im Stadion zu. Und das Schweizer Fernsehen übertrug erstmals ein Europacup-Spiel mit Schweizer Beteiligung live. Das Rückspiel verlor YB im Stade des Princes in Paris 0:3.

Neu sieht die Liste mit den besten YB-Europacup-Schützen so aus:
9 Tore: Guillaume Hoarau
8 Tore: Geni Meier
7 Tore: Ernst Wechselberger / Raul Bobadilla
6 Tore: Raphael Nuzzolo / Marco Schneuwly / David Degen
5 Tore: Emmanuel Mayuka
4 Tore: Yuya Kubo / Renato Steffen / Henri Bienvenu


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 37449.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 2. November 2016, 13:42 
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Ein Mann für viele Fälle

Am Donnerstag tritt YB in der Europa League bei Apoel Nikosia an. Die Berner erleben gerade einen Höhenflug. Vor allem auch dank Stürmer Guillaume Hoarau. Aber nicht nur seiner Tore wegen.

Als Guillaume Hoarau am Sonntag gegen Vaduz seinen zweiten Treffer erzielt, jubelt er mit Buben, die sich auf der Tribüne hinter dem Tor befinden. Es ist ein Bild, das ganz gut passt: Leichtigkeit, Unbeschwertheit, die Freude am Spiel, es sind Eigenschaften, die Kinder auszeichnen.

Aber auch die Young Boys, zumindest derzeit. Innert elf Tagen kamen die Berner gegen Nikosia in der Europa League, gegen GC in der Meisterschaft und im Cup sowie am Sonntag gegen Vaduz zu vier Heimsiegen mit 17:1 Toren. Sie spielten beschwingt, fast mühelos, zuweilen unwiderstehlich. Und Hoarau hatte dabei eine Hauptrolle inne. Seit er Mitte Oktober zurückgekehrt war, läuft es wieder.

Es gibt Statistiken, die den immensen Wert Guillaume Hoaraus für YB belegen. Oder eine erhebliche Abhängigkeit des Klubs von seinem Topverdiener. Je nach Deutungsweise. Seit der Franzose vor zwei Jahren nach Bern gewechselt hatte, holten die Berner mit ihm in der Super League 2,12 Punkte pro Partie, ohne ihn lediglich 1,25.

Auf eine Saison hoch­gerechnet, ergibt dies eine Differenz von 31 Zählern. Diese Punkteausbeute hätte in den letzten Saisons mehr als genügt, den FC Basel zu überflügeln. Zudem erzielt YB mit Hoarau im Schnitt über ein Tor mehr pro Spiel.

Solche Statistiken sind zwar mit Vorsicht zu geniessen, weil sie vereinfachen und die vielen Einflüsse im Mannschaftssport auslassen. Dennoch sprechen sie in diesem Fall eine deutliche Sprache. Der neue Sportchef Christoph Spycher sagt, die Zahlen seien ein Beleg für Hoaraus Klasse.

Der 38-Jährige sagt aber auch: «Für den Rest der Mannschaft sind sie weniger erfreulich. Wir müssen imstande sein, auch mal ohne Gui unser Niveau zu halten.» Zumal Hoarau alleine in der Super League während der letzten zwei Jahre 18 Partien verletzt verpasst hat.

Wie Balotelli

Am Montagmittag. Guillaume Hoarau schlendert singend in die YB-Geschäftsstelle im Stade de Suisse. Er wirkt nicht wie einer, von dessen Zustand ein ganzer Klub abhängig ist. Hoarau scherzt mal mit Zentrumsspieler Sékou Sanogo, der vorbeiläuft, mal mit Ersatztorhüter Marco Wölfli. Druck zu haben, sagt Hoarau dazwischen, sei er sich gewohnt, er könne damit umgehen.

Er meint: «Heute bin ich nicht mehr nervös, wenn ich alleine auf den Torhüter zulaufe. Als junger Spieler dachte ich: Ich darf nicht verfehlen. Heute denke ich: Ich werde treffen. Ich habe positive Gefühle.» Es ist eine simple Erklärung für eine sensationelle Torquote. Fussball ist zuweilen ein einfaches Spiel. Spycher sagt: «Jedes Team braucht einen Akteur, der konstant trifft.»

In 75 Partien für YB hat Guillaume Hoarau 51 Treffer erzielt und deren 17 vorbereitet. Er ist schon jetzt der erfolgreichste Schütze in der europäischen Historie des Klubs. Hoarau sagt, Tore zu schiessen, sei sein Job. Es ist ein Satz, den er gerne braucht, wenn er auf seinen Wert angesprochen wird. Er erinnert dabei ein wenig an den Italiener Mario Balotelli, der mal auf die Frage, warum er seine Treffer nicht feiere, geantwortet hatte: «Der Postbote jubelt ja auch nicht, wenn er einen Brief in den Briefkasten schmeisst!»

Doch Hoaraus Einfluss nur an seinen Torbeteiligungen zu bemessen, würde zu kurz greifen. Der gross gewachsene Angreifer ist eine Ausnahmeerscheinung, auf und neben dem Platz. Spycher sagt, einerseits habe Hoarau enorme Qualitäten im Abschluss. Anderseits sei er ein absoluter Führungsspieler. «Das ist eine Kombination, die im Fussball sehr selten ist.»

Der Führungsspieler

Christoph Spycher war bis zu seinem Karriereende 2014 Captain bei YB gewesen. Es liegt auf der Hand, dass er, der Ruhige, Zurückhaltende, Sachliche, seine Rolle anders interpretiert hatte als der Franzose. Doch der Sportchef gerät ins Schwärmen, wenn er über Hoaraus Führungsqualitäten spricht.

Er erwähnt etwa, wie dieser bei seiner Auswechslung Michael Frey in die Arme nehme, oder wie er sich über die Tore seiner jungen Sturmpartner erfreue. «Gui hat begriffen, worum es geht», sagt Spycher. Seit Hoaraus Rückkehr treffen auch Yuya Kubo und Frey wieder. «Wir sind zurück in der Spur», meint Hoarau.

Apoel Nikosia, Gegner in der Europa League (Donnerstag um 19 Uhr), wird gewarnt sein. Im Hinspiel erzielte Guillaume Hoarau 3 Tore.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24883066

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Montag 7. November 2016, 12:03 
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07.11.2016

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YB-Torjäger auf Abwegen

Guillaume Hoarau hätte die Young Boys beim 2:2 in Luzern locker zum Sieg schiessen können. Stattdessen stand er im Schatten eines anderen Goalgetters.

Huscht Marco Schneuwly bei einem Interview ein Lächeln über das Gesicht, will das etwas bedeuten. Der frühere YB-Stürmer ist nach zwölf Jahren in der Super League für einiges bekannt, aber bestimmt nicht dafür, dass er seine Gefühle zur Schau stellt. Jetzt steht der Luzerner Angreifer in der Mixed-Zone der Swissporarena und lächelt tatsächlich.

Er hat allen Grund dazu: Der 31-Jährige erlebt derzeit wohl die beste Phase in seiner Karriere. Eine Viertelstunde zuvor traf der Wünnewiler vor 11'880 Zuschauer für das Heimteam in der 92. Minute mit einem herrlichen Kopfball zum 2:2-Ausgleich. Es war bereits sein zehntes Saisontor. Und sein zehntes gegen seinen Stammklub, nachdem er YB im Winter 2012 in Richtung Thun verlassen hatte. «Der hat perfekt gepasst», sagt Marco Schneuwly. YB verpasste es derweil sehr knapp, ein Zeichen zu setzten.

Beeindruckter Hütter

Bei den Young Boys war nach den vier Heimsiegen gegen Nikosia, GC und Vaduz den Auswärtsspielen in Nikosia und Luzern grosse Aussagekraft beigemessen worden. Sie wissen: Dazu, nachhaltig Erfolg zu haben, bedarf es mehr als mitreissende Darbietungen auf dem heimischen Kunstrasen. In Nikosia am Donnerstag war YB vieles schuldig geblieben, gestern nicht.

Zur Pause lagen die Berner zwar durch einen Treffer des jungen Nicolas Haas (31. Minute) zurück, aber sie waren da bereits die torgefährlichere Equipe gewesen. Stürmer Guillaume Hoarau hatte bei einer seiner drei Gelegenheiten den Pfosten getroffen, Flügelspieler Thorsten Schick Sekunden vor dem Pausenpfiff die Latte. «Gratulation den beiden Teams zu diesem tollen Spiel», sagt Adi Hütter an der Medienkonferenz nach der Partie. Von Enttäuschung keine Spur.

Dabei ist der Spieltag für die Young Boys sehr bitter verlaufen. Während der FC Basel am Samstagabend die Partie gegen Lausanne in der Nachspielzeit gedreht hatte, verloren sie gestern in ebendieser 2 Punkte.

Die 15 Zähler, die den Leader und den Dritten aus Bern trennen, geben ein verzerrtes Bild des eigentlichen Leistungsvermögens ab. Das muss die Basler nicht kümmern, die Young Boys kümmerte es gestern auch nicht, zu gross ist der Rückstand auf die Tabellen­spitze. «Ich bin nur über das Ergebnis unglücklich», sagt Hütter. «Von unserer Darbietung aber bin ich beeindruckt.»

«Ich bin nur über das Ergebnis unglücklich»
YB-Trainer Adi Hütter


Unglücklicher Hoarau

Vor allem wie YB nach der unglücklich verlaufenen ersten Halbzeit zurückkam, war erstaunlich. Bereits nach 47 Minuten gelang Yoric Ravet nach sehenswerter Hackevorarbeit Sékou Sanogos der Ausgleich. Die Gelb-Schwarzen waren jetzt deutlich überlegen. Sie machten über beide Seiten Druck, schnürten die Luzerner in der Defensive ein, erspielten sich Gelegenheit um Gelegenheit.

Mit mehr Effizienz wäre es durchaus möglich gewesen, ähnlich hoch zu ge­winnen wie zuletzt gegen GC und Vaduz. Allein Hoarau boten sich fünf grosse Gelegenheiten. Solche, die der Routinier gewöhnlich kühl zu verwerten weiss. Doch der Franzose erlebte einen Nachmittag zum Vergessen, er war ein Torjäger auf Abwegen. Entweder stellte sich ihm der Pfosten entgegen.

Oder der starke Luzerner Torhüter David Zibung parierte ausgezeichnet. Oder ein Verteidiger brachte gerade noch ein Bein dazwischen. Sinnbildlich, dass es ausgerechnet Hoarau war, der vor dem 2:2 das Kopfballduell gegen Marco Schneuwly verlor. «Es ist schade, wenn man so Punkte abgibt», sagte der Franzose.

Zumal dem eingewechselten Yuya Kubo in der 86. Minute aus sehr knapper Offsideposition der vermeintliche Siegtreffer gelungen war. Hoarau mochte sich nicht lange mit den Geschehnissen aufhalten. «Wir müssen weiterarbeiten.» Und solche Matchs gebe es halt im Leben eines Stürmers, meinte er.

Zwei Wochen Pause

Die Super League pausiert nun zwei Wochen. Nächsten Sonntag trifft die Schweiz in der WM-Qualifikation in Luzern auf die Färöer. Marco Schneuwly wird da übrigens nicht mit dabei sein. Obwohl er für Luzern in der Super League seit dem Sommer 2014 42 Treffer erzielt hat.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29061030

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 Betreff des Beitrags: Re: (99) Guillaume Hoarau
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 12:39 
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Hoaraus Jamsession im «Düdü»

Die Länderspielpause nutzte YB-Stürmer Guillaume Hoarau letzten Freitag, um einmal mehr sein musikalisches Talent unter Beweis zu stellen.

«Fussball hat mich an verschiedene Orte gebracht, an denen ich unglaubliche Leute und Künstler kennen lernen konnte. Die Schweiz ist einer dieser Orte», sagt Guillaume Hoarau. Dass er nicht nur die YB-Tormaschine, sondern auch ein begnadeter Musiker und Sänger ist, bewies er am letzten Freitag im Berner Club Du Théâtre.

In Wohnzimmeratmosphäre gab er an seiner «99 Hope Road»-Jamsession zusammen mit Musikgrössen aus dem In- und Ausland ein mehrstündiges Konzert. Immer wieder bat er aber auch noch unbekannte, aufstrebende Musiker auf die Bühne. «Sie sind jung, sie sind Schweizer – il faut les supporter», sagte Hoarau.

Sein Motto «Verschiedene Menschen und Genres zusammenbringen» setzte der sympathische Fussballer von der schönen Insel La Réunion im Indischen Ozean in die Tat um – Hoarau war an diesem Abend in seinem Element. Bei Songs wie dem Bob-Marley-Klassiker «I Shot the Sheriff» oder dem Prince-Hit «Purple Rain» herrschte bei den rund 150 Gästen – die Tickets waren streng limitiert – ausgelassene Stimmung.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/12739304

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