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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. April 2007, 06:47 
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good job.yakin. I love you so much!
come on!! you are the hero!! :D

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Come on,Go,Go,Go!


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. April 2007, 15:47 
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Blick; 11.04.2007

Yakin: Schon 4 Kopftore

«Es ist auch eine Frage der Technik»

BERN. Die Liga hat ein neues Kopfball-monster: Hakan Yakin (30)!

Kein Scherz. Hakis 1:0-Siegtreffer in Schaffhausen war schon sein viertes Kopfballtor der Saison. So häufig haben nur Mladen Petric (FCB) und Sreto Ristic (GC) per Kopf getroffen.

Erstaunlich: Ausgerechnet der als Diva verspottete YB-Regisseur sorgt als unerschrockenes Kopfball-Ungeheuer für Angst und Schrecken in der Liga.

Erstaunlich: Ausgerechnet der als eitel verschriene Beau sorgt sich nicht primär um seine Frisur.

Erstaunlich: Mit seinen nur 1,80 m thront er als Herr der Lüfte.

Goldköpfchen Hakan Yakin sagt: «Ich werde bei hohen Bällen immer noch unterschätzt.»

Dreissig bis vierzig Zentimeter schraubt sich Yakin bei Kopfbällen in die Höhe. Das hätten Tests ergeben, so der 55-fache Internationale.

Haki sagt auch: «Kopfball ist nicht nur eine Frage der Grösse. Es ist vor allem eine Frage des Timings und der Technik.»

Wird der Freistoss- und Corner-Spezialist Haki in Zukunft bei stehenden Bällen nur noch im gegnerischen Strafraum herumwildern? «Nein! Auch die Standards sind eine Spezialität von mir. Ich werde weiterhin die Freistösse und die Eckbälle treten.»

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 Beitrag Verfasst: Freitag 13. April 2007, 09:15 
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Aargauer Zeitung / MLZ; 13.04.2007

«Wer macht denn alles richtig?»

Fussball YB-Spielmacher Hakan Yakin ist mit dreissig Jahren den Kinderschuhen entwachsen

Es gibt derzeit viele Sorgenkinder im Schweizer Fussball. Hakan Yakin gehört für einmal nicht dazu. Einer der talentier- testen Fussballer schickt sich an, erwachsen zu werden. Yakin über sich, über YB, über die Nationalmannschaft und über den nächsten Gegner Aarau.

Felix Bingesser
Es gab viele Fussballinteressierte, die sich am vergangenen Wochenende verwundert die Augen gerieben haben. War das tatsächlich Hakan Yakin, der mit der Captainbinde am Arm auf der Schaffhauser Breite kurz vor dem Schlusspfiff in die Höhe stieg? War es tatsächlich dieses als Muttersöhnchen verschriene schlampige Genie, dass da mit aller Entschlossenheit den Siegtreffer erzielte? War es tatsächlich der Mann, der meist fehlte, wenn es darum ging, Verantwortung zu übernehmen und Vorbild zu sein?

Ja, er war es. Hakan Yakin, einst verhätschelter jüngster Sohn der legendären, ein Dreirad fahrenden Emine Yakin und lange Zeit das grosse und ewige Talent. Der kleine Bruder des Murat Yakin, gesegnet mit so viel fussballerischen Gaben wie kaum ein anderer. Aber einer auch, der sich beim kleinsten Gegenwind hinter seiner Playstation versteckte, der in Paris, in Stuttgart, in Istanbul davonlief ohne irgendeine Spur zu hinterlassen. Der viele Trainer und Mitspieler und Fans verzweifelnd und fragend zurückliess.

Jetzt ist Yakin seit bald zwei Jahren in Bern. Geholt als Herz einer neuen YB-Mannschaft, die sich zu einem Spitzenklub entwickeln soll, um den Ansprüchen in der Hauptstadt und den Erwartungen im Stade de Suisse endlich gerecht zu werden. Und es scheint, als habe man, entgegen allen Befürchtungen, aufs richtige Pferd gesetzt. Es scheint, als sei der kleine Yakin tatsächlich geläutert und auf dem Weg dazu, die Rolle zu spielen, die er eigentlich schon seit Jahren spielen könnte. Oder Kraft seines Talentes spielen müsste. Hakan Yakin ist im Februar dreissig Jahre alt geworden. Und er macht sich viele Gedanken.

Zum Beispiel über sich selber: «Ich weiss, dass ich viele Fehler gemacht habe, und ich weiss, dass ich aus meiner Karriere mehr hätte herausholen müssen. Aber wer macht schon immer alles richtig? Ich will nicht zurück- schauen, das bringt nichts. Ich habe meine Erfahrungen gesammelt und meine Lehren daraus gezogen. Ich bereue nichts. Jetzt bin ich dreissig Jahre alt. Und habe das Gefühl, dass man in diesem Alter erst so richtig erfolgshungrig wird. Ich habe nun realisiert, dass meine Karriere nicht ewig dauert und ich fokussiere mich mehr als je zuvor auf meinen Beruf als Fussballprofi. Ich will noch viel erreichen und habe nicht mehr ewig Zeit. Mit zwanzig Jahren ist man ein Mitläufer, aber jetzt spüre ich, dass sich jüngere Spieler an mir orientieren. Das verpflichtet, ich muss auf und neben dem Platz ein Vorbild sein. Ich muss weiter lernen, weil ich auch über meine Aktivkarriere hinaus im Fussballgeschäft bleiben möchte.»

Zum Beispiel über YB: «Ich spüre das Vertrauen des Trainers und das beflügelt mich. Und es ist auch meine erste Saison seit langem, in der ich ohne Schmerzen und ohne Verletzungen durchspielen kann. YB hat viel Potenzial, wir werden uns im Sommer noch einmal gewichtig verstärken. Dies war für mich auch ein Grund, meinen Vertrag bis ins Jahr 2010 zu verlängern. Wir wollen in den nächsten Jahren um den Titel kämpfen und wir wollen auch international wieder eine Rolle spielen. Die wunderbaren Abende, die ich beim FC Basel in der Champions League mitmachen durfte, diese Freude möchte ich auch bei YB nochmals erleben. Wir wollen neben dem FC Basel und dem FC Zürich die dritte Fuss- ballkraft im Lande werden.»

Zum Beispiel über die Nationalmannschaft: «Wir sind in einer ganz schwierigen Phase und ich glaube nicht, dass mit der Ausbootung von Johann Vogel alle Probleme gelöst sind. Wir haben zu viele Spieler, die an sich zweifeln. Vor allem, weil sie bei ihren Vereinen nicht Stammspieler sind. Ich weiss, wie es für mich war, als ich in Stuttgart nie spielte. Ich freute mich immer auf die Nationalmannschaft. Aber dort habe ich die Leistung nicht gebracht, weil mir die Spielpraxis fehlte, weil ich keinen Rhythmus hatte. Die Frage, ob Köbi Kuhn noch der richtige Nationaltrainer ist, beantworte ich mit einer Gegenfrage: Wer soll es denn sonst tun? Ich konzentriere mich auf meine eigene Leistung. Natürlich, ich war vor der WM sehr enttäuscht, dass mich Köbi Kuhn mit dem Hinweis auf charakterliche Defizite vorerst nicht aufgeboten hat. Das hat weh getan. Aber nachtragend bin ich nicht. Mein Ziel ist die EM im eigenen Land. Da will ich unbedingt dabei sein und dafür werde ich alles tun. Es ist eine einmalige Chance für uns alle. Die müssen wir nutzen, die kommt nicht zurück.»

Zum Beispiel über die zwei nächs- ten Spiele gegen Aarau: «Aarau ist im Aufschwung. Aber wir wollen zweimal gewinnen und dann schauen, wo wir in der Tabelle stehen. Die Vereine, die vor uns klassiert sind, spielen ja gegeneinander. Der Titel ist für uns kein Thema mehr. Aber wir wollen unter die ersten drei, wir wollen in der kommenden Saison international dabei sein. Dass wir in Bern auf Kunstrasen spielen, wird immer mehr zum Vorteil. Das Spiel ist viel schneller, es ist für technisch gute Spieler die ideale Unterlage. Allerdings tun wir uns dafür in den Auswärtsspielen schwer, die Umstellung gelingt uns nicht immer. Von daher war der Sieg in Schaffhausen sehr wichtig.»


«Ich habe das Gefühl, dass man mit dreissig Jahren erst so richtig erfolgshungrig wird»

«Die Worte von Köbi Kuhn haben weh getan. Aber ich bin nicht nachtragend»

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2007, 11:22 
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Hakan Yakin mit Bruch des Mittelhandknochens

Beim gestrigen Spiel in Thun zog sich YB-Captain Hakan Yakin ohne gegnerische Einwirkung an der linken Hand einen Bruch des Mittelhandknochens zu, wie Röntgenaufnahmen heute bestätigten. Die YB-Verantwortlichen rechnen aber damit, dass der Internationale beim samstäglichen Match gegen Leader FC Zürich (17.45 Uhr) mit einer Spezialschiene trotz der Verletzung eingesetzt werden kann.

Auch Stürmer Frimpong wird der Mannschaft wieder zur Verfügung stehen: Seine Auswechslung in Thun war angesichts der Spielentwicklung eine Vorsichtsmassnahme.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Juli 2007, 15:56 
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http://www.bscyb.ch/yb_stade-tv.htm?act ... rencup.wmv


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 Beitrag Verfasst: Montag 6. August 2007, 15:39 
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Eurosoccer

Hakan Yakin: «Ich bin kein einfacher Typ»

Arrogant? Oberflächlich? Introvertiert? Es steckt viel Wahrheit hinter der öffentlichen Meinung über Hakan Yakin. Kaum ein anderer Schweizer Fussballer vermag den letzten Pass so verblüffend präzis zu spielen wie er. Da verzeihen ihm die Fans und auch die Trainer schon mal, dass er nicht der Lauffreudigste ist.

[eurosoccer/daw] - Hakan Yakin kommt eben vom Mittagessen: Suppe, Piccata Milanese, Safran-Risotto, Salat, Apfelstrudel mit Vanillesauce und Früchte wurde den YB-Kickern im Trainingscamp in Magglingen aufgetischt. Als einer der Ersten verlässt Hakan Yakin den Speisesaal. «Ich muss noch schnell ins Zimmer und die Kleider holen», sagt er vor der Lifttüre.

Als Privileg logiert Yakin in einem Einzelzimmer. Yakin kommt nicht unvorbereitet zum Foto-Shooting, auf das er sichtlich grosse Lust hat. Zwei Paar Schuhe, verschiedene Outfits in Schwarz, Rot, Weiss und Grau. Yakin weiss, wie er sich am besten ins Bild rücken kann.

So, wie er das auch auf dem Fussballplatz gerne tut. Er sei mehr der Mann für das Schöne, für das Künstlerische. Man könnte auch sagen: für das Geniale. Kaum ein anderer Schweizer Fussballer vermag den letzten Pass so verblüffend präzis zu spielen wie er. Da verzeihen ihm die Fans und auch die Trainer schon mal, dass er nicht der Lauffreudigste ist. «Es gibt Fussballer, die können neunzig Minuten marschieren, aber keinen Fünfmeterpass spielen», sagt Yakin. «Ich habe andere Qualitäten. Wenn ich zwei, drei entscheidende Dinge mache im Spiel oder wenn ich ein Tor schiesse, kann ich viel überdecken.»

Von Christian Gross profitiert

Yakins Fussball-Philosophie ist die Offensive, und nicht die Defensive. «Das sollen andere machen, die dafür besser geeignet sind», sagt er. Es gäbe zwei Positionen in einer Mannschaft, die ihre Freiheiten brauchen. Zum einen die Torhüter: «Während des Spiels sind das für mich Spinner, die man 90 Minuten lang in Ruhe lassen sollte.» Und dann eben die Spielmacher. Yakin: «Die müssen das Spiel gestalten wie ein Künstler. Einem Maler kann man auch nicht sagen: So, jetzt zeichne mal etwas auf ein weisses Papier. Ich bin halt so ein Typ.»

Beim FC Basel erlebte Yakin zahlreiche Hochs und manche Tiefs. «Die Auftritte in der Champions League gehören zum Schönsten, was ein Fussballer erleben darf. Genauso wie mit der Nationalmannschaft die Teilnahmen an der EM 2004 in Portugal und an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.»

Von Trainer Christian Gross habe er am meisten profitiert. Der sensible Yakin ist ein Mensch, der das Vertrauen spüren muss. Es gab aber auch zahlreiche andere Fälle, bei denen es mit der für Yakin so wichtigen Harmonie nicht geklappt hatte. Stuttgart sei so ein Fall gewesen, sagt Yakin. «Trainer Felix Magath hatte mich geholt, dann kam Matthias Sammer – und ich spielte nicht mehr.»

Negatives brachte ihn weiter

Ein ähnliches Missverständnis gab es bei Galatasaray Istanbul: «Das Präsidium setzte auf mich, der Trainer jedoch nicht.» Und der Vier-Jahres-Vertrag bei Paris Saint-Germain hatte im Sommer 2003 nur gerade drei Monate lang Bestand, weil sich Yakin gegen den Willen der Franzosen in der Schweiz an der Leiste operieren liess.

Trotzdem: Diese Negativ-Erfahrungen möchte Yakin nicht missen. «Persönlich war das sehr wichtig für mich und brachte mich weiter.» Bei all den missglückten und nie ohne Nebengeräusche getätigten Transfers hatten auch ständig wechselnde Berater ihre Hände im Spiel und das Portemonnaie offen. «Ich lernte in dieser Beziehung viel und bin heute in der Lage, viele Angelegenheiten selbstständig zu entscheiden. Ich hole mir nur noch Rat bei meinen Brüdern Murat und Ertan Irizik.»

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 08:39 
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Der Bund; 28.08.2007

Fussball: YB-Captain Hakan Yakin

«Wir haben nur zugeschaut»

Nach dem 1:5 beim FCZ steht YB wieder einmal unter Druck. Captain Hakan Yakin spricht über die Probleme des Teams, die Fitness und seine Aufgaben als Captain. Er verspricht eine Reaktion am Donnerstag in Lens.

Wird das mit YB noch einmal etwas?

Hakan Yakin: Darum bin ich ja in Bern. Wir wollen Titel gewinnen.

Aber YB läuft seit Jahren den eigenen Erwartungen hinterher.

Ich bin erst zwei Jahre hier. Was vorher war, kann ich nicht beurteilen. Wir haben das Potenzial dazu, um den Meistertitel mitzuspielen. Aber wir müssen es endlich konstant abrufen.

Wie ist eine so schwache Leistung wie am Samstag beim 1:5 gegen den FCZ in Zürich überhaupt möglich?

Das ist wirklich kaum zu erklären. Wir haben uns viel vorgenommen, wir wollten den FCZ unter Druck setzen. Das ist uns nicht gelungen. Und dann hat sich der Gegner in einen Rausch gespielt, und wir haben nur zugeschaut.

YB hat Zürich spielen lassen…

… und das ist das Schlimme, ja. Wir haben gewusst, wie spielstark der FCZ ist. Ich verstehe deshalb nicht, warum wir mit so wenig Leidenschaft, so wenig Herz, so wenig Aggressivität gespielt haben. Wir waren schlecht. Aber wir könnten es ja besser, das haben wir beim 5:1 gegen Basel gezeigt. Doch so wie gegen Zürich geht es nicht. Auf der anderen Seite muss man die Lage nicht dramatisieren. Das war ein schwaches Spiel. Doch ich verliere lieber einmal 1:5 als viermal 0:1.

Dennoch: YB ist keinen Schritt weiter als vor einem Jahr. Zuschauer waren zuletzt gegen Basel und Thun viele im Wankdorf. Doch mit solchen YB-Leistungen wie in Zürich werden sie nicht wiederkommen.

Das ist richtig. Wir haben versagt, das muss man so deutlich sagen. Ein Problem ist die fehlende Kontinuität. Das liegt auch an uns Spielern.

Welche Aufgaben übernehmen Sie jetzt, um YB wieder aus der Krise zu helfen?

Ich werde mithelfen, damit wir offen über die Probleme reden und diesen Match rasch vergessen können. Das Schöne im Fussball ist: Der nächste Match kommt sofort. Wir müssen jetzt als Team enger zusammenrücken. Und wir müssen auf dem Platz eine Reaktion zeigen. Am Donnerstag spielen wir in Lens, da werden wir Gras fressen müssen, wie man so schön sagt.

Es gibt Leute, die zweifeln daran, dass Sie ein geeigneter Führungsspieler sind. Wie sehen Sie Ihre Rolle als Captain?

Ich bin geholt worden, um als eine der Leaderfiguren beim Aufbau eines Teams zu helfen. Das hat bisher nicht geklappt, und das ist enttäuschend. Wir zeigen immer wieder gute Ansätze, doch wir schaffen es nicht, uns ganz oben festzusetzen. Ich bin seit Jahren daran gewöhnt, dass meine Leistungen kritisch beurteilt werden. Ich stehe mehr im Fokus als andere. Deshalb spielt es diesbezüglich gar keine Rolle, ob ich Captain bin oder nicht. Wichtiger als die Binde um den Arm ist, dass auch ich wieder stärker spiele.

Sie kritisieren auf dem Feld oft Mitspieler. Beim zweiten Gegentor in Zürich haben Sie den entscheidenden Fehler verursacht.

Das darf mir als erfahrenem Spieler natürlich nicht passieren. Dieser Ballverlust war unverzeihlich, danach war die Partie entschieden. Dennoch ist es meine Aufgabe, als routinierter Spieler auf dem Platz zwischendurch meine Meinung zu sagen.

Wie beurteilen Sie den Abgang von Kader Mangane zu Lens?

Es ist ungewöhnlich, wird ein Spieler von einem Uefa-Cup-Gegner abgeworben. Aber ich bin lange genug in diesem Geschäft – im Fussball ist nichts unmöglich. Wirtschaftlich gesehen ist dieser Transfer für die Berner Young Boys ein Bombengeschäft. Leider verlieren wir einen starken Spieler. Aber der FCZ muss auch immer wieder Stammspieler abgeben. Ich hoffe, dass YB guten Ersatz findet.

Nach der Niederlage in Zürich mussten Sie überredet werden, sich bei den YB-Fans zu verabschieden. Sind Sie von den Anhängern während der Partie beschimpft worden?

Das spielt keine Rolle. Ich verstehe die Fans. Sie haben es nicht verdient, dass wir so leidenschaftslos spielen wie in Zürich. Es ist ihr Recht, uns auszupfeifen. Es liegt an uns Spielern, jetzt in Lens und dann auch in der Super League Reaktionen zu zeigen.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. August 2007, 08:37 
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Die Weltwoche; 30.08.2007

Am Ball

Hakan Yakin

Seine neue Frisur gibt zu reden.Das sollte dem YB-Captain und Schweizer Nationalspielerzu denken geben.

Steht Hakan Yakin unter Artenschutz? Trotz miserabler Leistung im Spiel gegen den FCZ, das die Berner 1:5 verloren, wird YB-Captain Yakin in der Berichterstattung nur ansatzweise kritisiert, wenn überhaupt. Das hat zum einen damit zu tun, dass er ein hervorragender Fussballer ist. Meister und Cupsieger mit dem FC Basel, Spieler des Jahres 2003, Nationalspieler. Zum anderen damit, dass er ein gutes Verhältnis zu Reportern und Fans pflegt. Er lässt uns teilhaben, wenn er Playstation spielt oder Karaoke singt. So unbeschwerten Umgang setzt man ungern aufs Spiel. Aber seine letzten pomadigen Vorstellungen lassen uns keine Wahl.

Seinen ersten Pass im Spiel gegen den FCZ schlägt Yakin vierzig Meter ins Niemandsland und verwirft die Hände, weil seine Mitspieler die Genialität der Aktion nicht erkennen. Dann tänzelt er mit dem Ball am eigenen Strafraum, wo FCZ-Stürmer Chikhaoui dankend übernimmt, weitertänzelt und zum 2:0 einschiesst.

In der 88.Minute erzielt Yakin das 1:4 für YB ­ das Schlimmste, was passieren konnte. Nun wirkt er noch selbstzufriedener, bewegt sich in Zeitlupe zum Anspielkreis. Eine Minute später fällt das fünfte Tor für den FCZ.

Ein paar Tage davor, beim Länderspiel Schweiz · Holland, wurde Yakin in der 81.Minute für Margairaz eingewechselt. In der 83.Minute servierte ihm Magnin eine perfekte Vorlage. Yakin schoss nicht am Tor vorbei, sondern traf den Ball gar nicht erst. Das Überraschende daran war, dass es nicht überraschte. Alle sprachen nach dem Spiel von Yakins neuem Pferdeschwanz-Look. Nichts gegen auffallende Haartrachten. Aber wenn Frisuren nach einem Match zum vorrangigen Thema werden, waren die dazugehörenden Beine eine Enttäuschung.

Aus der Fallstudie Hakan Yakin lassen sich folgende Schlüsse ziehen: 1. Selbst ein Talent wie der YB-Captain hat das Potenzial zur Niete. 2. Dieses Potenzial sollte er nicht ausschöpfen. 3. Die Schweizer Nati ist wie Yakin. Beides liegt drin: grosser Applaus und peinliche Betretenheit. 4. Der Sieg gegen Holland hat die Windrichtung im Weltfussball nicht grundsätzlich verändert. 5. Gelingt es Köbi Kuhn, seiner Mannschaft die gelegentlichen Allüren auszutreiben, ist defensiver Optimismus für die Euro 2008 durchaus berechtigt. Ansonsten: gute Nacht.

http://www.weltwoche.ch/fussball

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 Beitrag Verfasst: Samstag 1. September 2007, 19:25 
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BZ, 01.09.2007

Diskussionen um Hakan Yakin

Wie immer, wenn es YB nicht läuft, rückt Spielmacher und Captain Hakan Yakin in den Mittelpunkt. Er fordert Verstärkungen.

Hakan Yakin war am Donnerstag in Lens neben Carlos Varela der einzige YB-Feldspieler, der eine gute Leistung zeigte. Yakin ist ja die Schlüsselfigur, um die in Bern eine Meistermannschaft aufgebaut werden soll. Derzeit ist der 30-Jährige aber in erster Linie Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen bei den Young Boys. Der Captain ist zwar ein begabter Fussballspieler mit einem sehr talentierten linken Fuss, er ist torgefährlich und spielstark – doch er ist von seinem Naturell her kein Reisser, keine Leaderfigur. Das hat man bereits vor seiner Verpflichtung gewusst. Zudem hängt zu viel Verantwortung auf seinen Schultern, andere Spieler verstecken sich hinter dem Captain. YB fehlt es auf und neben dem Platz an Führungsspielern.

Hakan Yakin aber geniesst bei YB zahlreiche Sonderrechte, die nicht alle Mitspieler goutieren. Er ist beim Training oft der Letzte, der erscheint, und er ist oft der Erste, der wieder in die Kabine geht. «Solange er auf dem Platz seine unbestrittene Klasse zeigt, darf er ruhig auch eine spezielle Rolle einnehmen», sagt Teammanager Alain Baumann. «Man weiss ja, was man an Yakin hat.» Manchmal nimmt sich der Captain aber zu grosse Freiheiten heraus. Am Donnerstag forderte er in Lens in der zweiten Halbzeit, als es für die Young Boys darum ging, ein Debakel zu verhindern, offenbar seine Auswechslung. Kurz darauf wurde der Captain ausgetauscht. «Das stimmt nicht», sagt Trainer Martin Andermatt. «Die Auswechslungen nehme ich alleine vor.»

Yakin möchte Cantaluppi

Wie auch immer, unschuldig ist Yakin bestimmt an den haarsträubenden YB-Abwehrfehlern mit wechselnden Akteuren in der Hauptrolle. «Wir brauchen eindeutig Verstärkungen, zumal uns mit Kader Mangane ein starker defensiver Mittelfeldspieler verlassen hat», sagt Yakin. Er denkt an Luzerns Mario Cantaluppi, auf dem Spielfeld auch nicht unbedingt ein Sympathieträger. «Cantaluppi ist ein Spieler, der auch mal dazwischenhaut und eine Mannschaft organisieren kann», sagt Yakin. «Und wenn wir wirklich ganz oben mitspielen wollen, brauchen wir noch routinierte Spieler. Sonst wird es schwierig, die hohen Ziele zu erreichen.» Auch den YB-Verantwortlichen ist die fehlende Klasse einiger Akteure im (schmalen) Kader aufgefallen. «Wir beobachten intensiv den Markt. Bis Ende September kann man Fussballer, die in der Schweiz unter Vertrag stehen, noch verpflichten», sagt Alain Baumann, ehe er ironisch anfügt: «Aber wenn jeder Spieler von uns noch einen Wunschspieler nennt, haben wir am Ende vierzig Fussballer im Kader.»

Vorerst geht es für die Young Boys und Trainer Martin Andermatt also wieder einmal darum, die Rolle Hakan Yakins zu definieren. Ändern wird sich der Spielmacher kaum mehr – und Andermatt hat Yakin bisher immer gestützt. Man darf gespannt sein, wie sich die Beziehung des Trainers zu seinem Captain entwickelt.fdr

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 Beitrag Verfasst: Montag 3. September 2007, 10:34 
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Sonntagsblick; 02.09.2007

Haki darf nicht hinten anstehen

AUSSPRACHE YB hielt vor dem Zitterspiel gegen St. Gallen einen weiteren Krisengipfel ab. Trainer Martin Andermatt verlangte in einer Aussprache mit Hakan Yakin, dass sein Captain mehr Verantwortung übernehmen müsse. Von Ueli Zoss

Zwei Zahlen bestimmten die Gemütslage der Berner im August. Zuerst das Hoch nach dem 5:1 gegen den FCB, dann der Absturz durch die beiden 1:5 gegen Zürich und Lens.

Es ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis, dass nach solchen Schlappen zuerst der Trainer sein Fett weg bekommt.

Für die lokale Presse rückte allerdings nicht Andermatt, sondern Spielmacher Hakan Yakin in den Mittelpunkt der negativen Kritik.

Die unbestrittene Klasse des auch in dieser Saison bisher besten YB-Skorers wurde dabei nicht in Frage gestellt, wohl aber, ob der Captain der richtige Krisen-Manager sei. Denn dazwischenhauen sei nicht Hakis Ding.

Nach dem Abschlusstraining kam es gestern zum Treffen der Angeschossenen. «Wir haben uns ausgesprochen», so Haki. «Der Trainer hat mir dabei seine volle Unterstützung zugesichert.»

Mit Auflagen allerdings. Andermatt: «Haki muss nun noch mehr Verantwortung übernehmen. Er darf nicht hinten anstehen.»

Wie interpretiert Haki seine Captain-Rolle?

«Ich mache das Bestmöglichste daraus. Es liegt aber nicht an mir zu beurteilen, ob ich der richtige Captain bin.»

St. Gallens Trainer Rolf Fringer beeindruckt der YB-Krisengipfel nicht gross. Nach fünf Pleiten siegten die Espen gegen Xamax (2:1) und Sion (1:0). «Wir wissen, dass wir wieder konkurrenzfähig sind und reisen mit grossem Selbstvertrauen nach Bern.»

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