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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:04 
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YB schmeisst Gross raus

In Basel wird gefeiert - in Bern der Trainer rausgeschmissen. Die Young Boys trennen sich mit sofortiger Wirkung vom im letzten Sommer als «Heilsbringer» verpflichteten Christian Gross.

Für Christian Gross scheint die 1:2-Pleite in Genf - inklusive der Tumulte kurz vor Schluss - eine Niederlage zu viel gewesen zu sein. Der Zürcher muss seine Koffer packen.

«Der BSC Young Boys hat sich entschieden, Trainer Christian Gross, Assistenztrainer Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler einstweilen von ihren Aufgaben freizustellen. Nach einer sorgfältigen Analyse der Situation kam die Leitung der Young Boys zum Schluss, dass es nach den unbefriedigenden sportlichen Leistungen in dieser Saison einen Wechsel braucht, um der Mannschaft einen dringend benötigten Impuls zu verleihen.» Dies teilen die Young Boys in einer Mitteilung am Sonntagabend mit.

Der Klubleitung ist der Entscheid schwer gefallen - umso mehr, als dass im sportlichen Bereich in den letzten Monaten alles unternommen worden war, um sich aus der misslichen Lage zu befreien. Mit nur einem Sieg aus den letzten neun Meisterschaftspartien wurde jedoch ein Punkt erreicht, an dem sich die Klubleitung zum Handeln gezwungen sah.

Erminio Piserchia und Thomas Häberli übernehmen interimistisch

Für die letzten fünf Spiele der Saison übernimmt Erminio Piserchia die Leitung der ersten Mannschaft. Der langjährige Assistenztrainer trat im letzten Sommer das Amt des Nachwuchschefs bei YB an, nachdem er in der vergangenen Spielzeit das Team nach dem Abschied von Trainer Vladimir Petkovic bereits für die letzten vier Partien betreut hatte. Assistiert wird Piserchia, der seit Oktober 2003 bei YB tätig ist, bis zum Saisonende von Thomas Häberli, dem U18-Trainer. Und Paolo Collaviti, der langjährige Torhüter, übernimmt die Funktion des Goalietrainers. Martin Fryand bleibt Konditionstrainer.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... s-18772123

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:11 
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Nach der dritten Krisensitzung

YB versenkt Gross

Die Ära Christian Gross in Bern dauerte nur 29 Spiele. Gestern ging sie schon zu Ende. Jetzt übernehmen Piserchia und Häberli.

«Nein, ich fühle mich nicht gut.» YB-CEO Ilja Kaenzig macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Nach der dritten und entscheidenden Krisensitzung fällt der Entscheid: Daumen runter! Gross muss gehen. «Etwas, was bei der Ein­stellung niemand auch nur an­satzweise hatte kommen sehen», sagt Kaenzig. Ist es auch ein Scheitern der Geschäftsführung? Kaenzig weicht aus: «Eine riesige Enttäuschung.»

Die miserablen Resultate kosteten den erfolgsverwöhnten Höngger, der zuletzt allerdings dreimal entlassen wurde, den Kopf: nur ein Sieg und vier Punkte aus den letzten neun Spielen. Und als nach dem 1:2 bei Servette selbst die Europa-League-Felle davonzuschwimmen drohen, reift die Idee, das Undenkbare Realität werden zu lassen.

Die erste Krisensitzung findet unmittelbar nach der Rückkehr des YB-Trosses aus Genf statt.

«Einen Entscheid fällten wir aber noch nicht. Wir wollten das überschlafen, schliesslich ist das nicht ein Entscheid, den man so einfach fällt», sagt Kaenzig. Auch nach der zweiten Sitzung der Herren Kaenzig, Hansruedi Hasler (Technischer Direktor), Heinz Schneiter (Teamchef), Albert Staudenmann (Kommunikation), Daniel Seiler (Finanzchef) und Werner Müller (Vereinspräsident) ist erst die Tendenz klar. In dieser Zeit trainiert Gross die Mannschaft, wissend, dass gerade über seinen Kopf entschieden wird.

Telefonkonferenz mit den Rihs-Brüdern

Erst eine Telefonkonferenz mit den Aktionären bringt Gewissheit. Andy Rihs, der an der Tour de Romandie engagiert ist, sein Bruder Hans-Ueli, der in Florida weilt, und VR-Präsident Benno Oertig schwenken auf die Linie des Managements ein. «Allerdings ist es nicht so, dass die Rihs-Brüder das Fallbeil sausen liessen», so Kaenzig. «Vielmehr war es das Ende eines Entscheidungsfindungs-Prozesses.»

Ein teures Ende! «Aber das ist bei einem Entscheid, bei dem es um die Wirtschaftlichkeit des Gesamtvereins geht, das geringste Thema», so Kaenzig. Neben Grossverdiener Gross (Jahressalär geschätzte 1,1 Millionen Franken bei Vertrag bis 2013) müssen auch Assistent Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler gehen. Kaenzig: «Besonders leid tut es mir für Zubi, ist er doch eigens aus England zu uns gekommen.»

Bis Ende Saison coachen Nachwuchs-Chef Erminio Piserchia und YB-Kultfigur Thomas Häberli als Assistent das Team. Goalietrainer ist Ex-Keeper Paolo Collaviti. Kaenzig: «Wir wollten Leute, die Klub und Mannschaft kennen. Das Trainerduo hat sich letztes Jahr nach der Entlassung von Vladimir Petkovic bewährt.»

Deren Engagement endet Ende Saison – in jedem Fall. Und danach? Es kursieren Namen wie Murat Yakin, er ist aber eine wohl zu Gross-ähnliche Lösung. Oder jener vom Dänen Michael Schjönberg, den Kaenzig aus Hannover kennt.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ts_default

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:14 
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YB trennt sich von Trainer Christian Gross

Paukenschlag in Bern: YB hat am Tag nach der 1:2-Niederlage bei Servette Trainer Christian Gross, dessen Assistenten Laurent Hagist und Torhütertrainer Pascal Zuberbühler per sofort freigestellt. Erminio Piserchia als Chefcoach und Thomas Häberli als Assistent führen das Team ad interim.

Christian Gross hatte die Berner zu Saisonbeginn übernommen. Die Titelhoffnungen erfüllten sich jedoch nicht, sowohl in der Liga wie auch im Cup fielen die Berner früh aus der Entscheidung. In den letzten 9 Partien konnten die Hauptstädter nur noch einmal den Rasen als Sieger verlassen.

Neuer Impuls wird benötigt

Die Klubleitung beschloss nun, dass es «nach den unbefriedigenden sportlichen Leistungen in dieser Saison einen Wechsel braucht, um der Mannschaft einen dringend benötigten Impuls zu verleihen».

«Wir haben uns sehr schwer mit dem Entscheid getan», beteuerte YB-CEO Ilja Känzig gegenüber SRF. Man habe sich eingestehen müssen, dass es innert nötiger Frist wohl keine ausreichenden Fortschritte geben werde, um Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Ausschlaggebend sei «nicht ein einzelnes Spiel gewesen, sondern die schmerzhafte Gesamtbilanz.»

«Titelgarant» muss ohne Titel abtreten

Mit der Verpflichtung von Gross hatten die Berner den 1. Titelgewinn seit dem Cupsieg 1987 angestrebt. Doch auch mit dem «Titelgaranten» heimste YB keine Trophäe ein. Im Gegenteil: Der Klub zittert derzeit noch um die Teilnahme an der Europa League. «Diese Saison ist maximal negativ verlaufen», räumte Känzig ein. «Hätten wir erfolgreicher gespielt - auch ohne Titel - wäre es eine ganz andere Ausgangslage gewesen.»

Seine Trainer-Karriere hatte Christian Gross vor 14 Jahren beim FC Wil gestartet. Von 1993 bis 1997 coachte er GC (2 Mal Meister, 1 Cupsieg, 2 Mal Champions League). Nach einer kurzen Anstellung bei Tottenham kehrte er 1999 in die Schweiz zu Basel zurück. Mit dem FCB gewann Gross in 10 Jahren je 4 Mal die Meisterschaft und den Cup und zog 2 Mal in die Champions League ein. Vor dem YB-Engagement war Gross zuletzt von Dezember 2009 bis Oktober 2010 beim VfB Stuttgart tätig gewesen.

Piserchia - wie im letzten Jahr

Für die letzten 5 Meisterschaftsspiele wird YB nun von Erminio Piserchia betreut. Der langjährige Assistenztrainer trat im letzten Sommer das Amt des Nachwuchschefs bei YB an. Bereits im letzten Jahr hatte Piserchia das Team nach der Entlassung von Vladimir Petkovic für die letzten 4 Spiele ad interim übernommen. Assistiert wird Piserchia von Thomas Häberli, dem U18-Trainer. Der ehemalige Torhüter Paolo Collaviti übernimmt den Posten des Goalietrainers.

«Wir mussten auf Leute zurückgreifen, welche die Mannschaft kennen und welche rasch die richtigen Massnahmen treffen können», sagte Känzig. «Wir müssen unbedingt den 4. Rang, die Europa League, erreichen.»


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... tian-Gross

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:18 
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Die 9. Niederlage war zu viel für Gross

Die YB-Führung reagiert auf die zuletzt schwachen Leistungen – und feuert Christian Gross. Bis zum Ende der Saison wird das Team von drei alten Bekannten gecoacht.

Einen Tag nach der 1:2-Niederlage in Genf bei Servette hat YB das gross angelegte Projekt mit Trainer Christian Gross abgebrochen. Gross wurde zusammen mit Assistenztrainer Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler entlassen. Das Trio hat Verträge, die bis im Sommer 2013 ausgestellt sind.

Nach nur einem Sieg aus den letzten neun Spielen hatte Gross bei den YB-Verantwortlichen keine Argumente mehr. Bis zum Saisonende betreuen nun Erminio Piserchia als Interims-Cheftrainer, Thomas Häberli als Assistent und Paolo Collaviti als Goalietrainer die Mannschaft.

Es ist das zweite Scheitern des einstigen Meistertrainers von GC und Basel in den letzten zwei Jahren. Mit diesen Klubs hatte er insgesamt sechs Meistertitel und fünf Cupsiege geholt. Am 13. Oktober 2010 war Gross nach sechs Niederlagen in sieben Spielen in Stuttgart entlassen worden, nachdem er die Schwaben in der Saison zuvor von einem Abstiegsplatz auf den 6. Rang geführt hatte.

Projekt Gross abgebrochen

Bei den Young Boys trat Gross die Nachfolge von Vladimir Petkovic an, der am 8. Mai 2011 entlassen worden war. Nun aber wurde das Projekt mit grosser Tragweite, wie es CEO Ilja Kaenzig gestern Sonntag formulierte, nach weniger als einem Jahr abgebrochen. Ein Projekt, das YB Millionen kostet. In der Winterpause hatten die Verantwortlichen mit den Transfers von Bobadilla, Vitkieviez, Simpson und den Talenten Martínez und González noch versucht, dem Trainer die Verstärkungen zu bieten, um Meister Basel nochmals anzugreifen.

Doch die teuerste YB-Mannschaft aller Zeiten hinkt 25 Punkte hinter Basel hinterher und riskiert nach der Niederlage in Genf gar noch den vierten Platz und die Teilnahme für die Qualifikation der Europa League zu verlieren.

Ratlosigkeit machte sich bereits vor Wochen breit bei den YB-Verantwortlichen, den Spielern und auch dem 58-jährigen Trainer. Weshalb es zwischen YB und Gross nicht harmoniert, das weiss keiner so genau.

Der Rückhalt bröckelte

Gross hat aber in den letzten Wochen gespürt, dass er seiner Sache nicht mehr sicher sein konnte. Der Rückhalt bröckelte, bei Verwaltungspräsident Benno Oertig, und auch bei den direkten Vorgesetzten des Trainers, CEO Ilja Kaenzig und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler. In solchen Momenten ist ein Trainer wie Gross – geprägt und vorsichtig geworden durch die Mechanismen des Fussballs und der Medien – besonders einsam, weil er nur zu ganz wenigen Menschen ein Urvertrauen aufbauen kann. Am Sonntagmorgen hatte Gross noch das Training im Neufeld geleitet, am Nachmittag wurde ihm im Stade de Suisse von Hasler und Kaenzig die Hiobsbotschaft in einem Gespräch mitgeteilt. Das Gerücht, dass Petkovic auf die neue Saison als Trainer zurückkehren könnte, wollte Kaenzig gestern seltsamerweise nicht entkräften. «Dazu kann ich aus Respekt zu Gross nichts sagen. Wir müssen jetzt die aktuelle Situation meistern.»

Am Samstag noch mittendrin

Am Samstagabend stand Gross im Stade de Suisse aber nochmals mittendrin im Gerangel, nachdem Carlos Alves, Sohn und Assistent von Servette-Trainer João Alves, dem YB-Verteidiger Alexander González in der Nachspielzeit vor der Trainerbank der Genfer einen Tritt verabreicht hatte. «Ich wehre mich für meine Spieler», sagte Gross hinterher und ärgerte sich über Carlos Alves, der mit seiner Aktion an González die Tumulte ausgelöst hatte. Im Nu waren Spieler und Betreuer beider Mannschaften in die Handgreiflichkeiten involviert.

Die Fussballwelt sei manchmal seltsam, fügte Gross an. Doch viel wichtiger als dieses Gerangel sei für ihn das, was auf dem Platz passiert sei. «Wir haben das Spiel durch zwei leichtfertige Ballverluste aus der Hand gegeben.» Die Anspannung, der Frust, die Ohnmacht, das alles versuchte er hinterher mit ruhigen Worten zu kaschieren. Doch Gross muss geahnt haben, dass dieses 1:2 gegen Servette nach einer 1:0-Führung die eine Niederlage zu viel war. Wieder war seine Mannschaft nicht in der Lage gewesen, sich gegen einen defensiv agierenden Gegner durchzusetzen. YB hatte gegen das arg ersatzgeschwächte Servette die Partie wohl lange unter Kontrolle, ging durch Costanzo gar 1:0 in Führung.

Doch das befreiende zweite Tor wollte wieder nicht gelingen, erneut wirkten die Spieler in ihren Aktionen seltsam blockiert, als hätten sie Blei an den Füssen, sie spielten ohne Überzeugung, ohne Souveränität, ohne Präzision. Kaum einer erreichte Normalform, und auf den Rängen skandierten die nach Genf gereisten YB-Fans «Chrigu raus».

Und erneut verloren die Young Boys durch ein Tor kurz vor Schluss: Yartey erzielte das 2:1 in der 90. Minute nach Vorarbeit des 20-jährigen Debütanten Ludovic Paratte und nach Fehlern von Doubai, Nef und Zverotic, die alle bei dieser Aktion ihre Zweikämpfe verloren.Es war die 9. YB-Niederlage im 29. Meisterschaftsspiel unter Gross, und vor allem die jüngste Bilanz ist ein Desaster: 1:3 gegen Lausanne, 2:2 gegen GC, 1:2 gegen Servette. «Ich hatte elf Spieler zur Verfügung und nur Junioren auf der Ersatzbank», verteidigte Servette-Trainer João Alves seine Defensivtaktik. Sieben Spieler fehlten wegen Verletzungen und Sperren – aber auch dieses Servette war zu stark für YB.

Als Gross mit der Mannschaft zurück nach Bern fuhr, sassen Kaenzig, Hasler, Finanzchef Daniel Seiler und Mediensprecher Albert Staudenmann im Foyer des Hotels neben dem Stade de Genève mit betretenen Gesichtern an einem Tisch.

Funkstille am Sonntag – bis um 19.47 Uhr

Verwaltungsratspräsident Benno Oertig war nicht nach Genf gereist. Kaenzig wollte sich am Samstag zu Niederlage nicht äussern, verwies auf den Sonntag. Doch lange war von YB am Sonntag nichts zu hören oder zu lesen. Bei der Medienabteilung herrschte Funkstille, Kaenzig schwieg, Hasler schwieg, und das bedeutete für Gross nichts Gutes.

Um 19.47 Uhr blinkte die Medienmitteilung der Young Boys in der Mailbox: «YB stellt Trainer Christian Gross, Assistenztrainer Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler frei.»

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/26243326

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:20 
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«Christian Gross ist kein Jürgen Klopp»

Die Schweizer Zeitungen sehen das Engagement bei YB als grosses Missverständnis

Nach der Entlassung von Christian Gross fünf Runden vor Schluss der Meisterschaft müssen die Berner Young Boys schon wieder einen neuen Coach suchen. Heute erklären sich sowohl der Entlassene wie auch YB-CEO Kaenzig und die Interims-Coaches Piserchia und Häberli.
egb. Der Berner «Bund» sieht im Titel seines Kommentars «Gelb-Schwarz in der Sinnkrise». Der Kommentator schreibt: «Die YB-Führung traute dem Trainer mit grosser Vergangenheit bei GC und Basel nicht mehr zu, dass er die Wende zum Besseren schafft. Die Entscheidung ist nachvollziehbar, wenn man die Leistungskurve von YB in diesem Frühjahr betrachtet. Nach einem guten Rückrundenstart präsentiert sich die weitaus teuerste Mannschaft aller Zeiten zumeist als ideen-, hilf- und konzeptloser Haufen.»

«Ergibt das wirklich Sinn?»

Die Zeitung ist trotzdem skeptisch, ob die Trainerentlassung die richtige Lösung war. «Ergibt es wirklich Sinn, den teuren Titeltrainer fünf Runden vor Meisterschaftsende zu entlassen? Und haben nicht dieselben Personen, die Gross jetzt vorzeitig in die Wüste schicken, ihn vor einem Jahr als die bestmögliche Variante für den ebenfalls geschassten Vladimir Petkovic angepriesen?»

YB habe in den letzten zwölf Monaten Zuschauer, Saisonabonnenten, Sponsoren und viel Goodwill verloren. Der «Bund» kommt zum Schluss: «Wie wäre es, wenn sich YB weniger unter Druck und mehr auf eigenes Schaffen statt auf überteuerte Söldner setzen würde?»

Zwei grosse Verlierer

Der «Tages-Anzeiger» sieht zwei grosse Verlierer: Christian Gross selber und jene, die glaubten, mit Gross könne gar nichts mehr schieflaufen.

«Gross, der Machtmensch, der keinen Widerspruch duldet, für viele unnahbar, auch stur, immer misstrauisch, schätzte offenbar die Situation falsch ein: Er glaubte, die Mannschaft sei intakt, und spürte nicht, wie umstritten er auch intern war, wie er Spieler mit seiner mehr als nur fordernden Art brüskierte und sie verunsicherte», schreibt der Kommentator.

«Nicht mehr zeitgemässer Trainertyp»

Er fährt fort: «Gross verkörpert einen Trainertyp, der kaum mehr zeitgemäss ist: Vielleicht kann er noch der Richtige sein, wenn kurzfristig etwas zu korrigieren ist, muss er aber Vertrauen schaffen und etwas aufbauen, dann steht ihm offenbar sein Charakter im Weg. Er ist kein Klopp, der die Spieler mitreisst, aber auch kein Heynckes, der immer souverän bleibt.»

Der «Blick» erachtet die Entlassung des YB-Coachs als «logische Konsequenz der Leistungen in den vergangenen Wochen». «Es ist ein Sieg für CEO Ilja Kaenzig und die Erkenntnis, dass viele Millionen allein noch keine gute Mannschaft machen», schreibt der Kommentator.

Zwei unterschiedliche Philosophien

Er sieht auch den Grund dafür: «Bei YB trafen mit Gross und Kaenzig offensichtlich zwei Männer mit zwei verschiedenen Philosophien aufeinander.» Die Entlassung von Gross sei so zu deuten, dass sich Kaenzig in einem internen Machtkampf durchgesetzt habe.

«Die YB-Investoren müssen nun Kaenzig bei der Trainer-Suche die volle Macht geben. Der ehemalige Bundesliga-Manager muss einen finden, der auf seiner Linie ist und die gleiche Philosophie vertritt. Er muss den richtigen erwischen. Denn sonst erwischt es ihn als nächsten.»


http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/s ... 81743.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:22 
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30.04.2012

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Pressekonferenz YB

Gross: «YB fehlt der Killerinstinkt»

Nach nur 10 Monaten gehen YB und Christian Gross wieder getrennte Wege. Am Tag nach der Entlassung zeigte sich der scheidende Coach enttäuscht über die Trennung, fand aber in der Retrospektive auch positive Momente seines Wirkens in Bern.

«Ich war gerne hier in Bern», begann Gross seinen kurzen Rückblick auf seine Zeit bei den Young Boys. «Die Trennung kam aber zu früh. Ich bedaure sehr, dass die Klubführung das Vertrauen verloren hat.» Gross war mit grossen Erwartungen in die Hauptstadt gelotst worden. Die YB-Führung träumte vom Meistertitel und Cupsieg. Die Realität sieht indes anders aus. Im Cup schon früh ausgeschieden, bangen die Young Boys in der Liga gar um die Europa-Cup-Plätze.

Fehlendes «Winner-Gen»

Zu den Gründen für das unbefriedigende Abschneiden meinte Gross: «Einige Leistungsträger haben zu wenig Führungsqualität gezeigt.» Zudem fehle YB etwas ganz Entscheidendes: «Ich habe immer wieder gehört, YB sei nah dran an der Spitze. Doch YB fehlt der Killerinstinkt, der absolute Siegeswille.»

Doch wer hätte YB dieses «Winner-Gen» besser einpflanzen können als der einstige Basel-Erfolgscoach, der den FCB zweimal in die Champions League, viermal zum Meistertitel und viermal zum Cupsieg führte?

Gross gibt sich diesbezüglich auch selbstkritisch: «Ich glaube, ich hätte ein paar Dinge etwas langsamer angehen müssen. Ich war vielleicht etwas zu ungeduldig.» Als konkretes Beispiel führte der 57-jährige Zürcher den Transfer des kanadischen Flügels Josh Simpson an. Seine Integration habe länger gedauert als erwartet, gab Gross zu.

Erfolgreiche Integration

Gross sah aber auch Positives. Als kleinen Erfolg wertete er die Integration von jungen Spielern wie Emmanuel Mayuka oder Pascal Doubai.

Reise ins Ausland

Um etwas Abstand zu gewinnen wird Gross die Schweiz verlassen. Er werde sich ins Ausland begeben und schwer zu erreichen sein, kündigte Gross am Ende der Medienkonferenz an.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... erinstinkt

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Mai 2012, 15:37 
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Trainer vom Typus Gross sind nicht mehr zeitgemäss

Die sportliche Ehe zwischen den Berner Young Boys und Christian Gross ist grandios gescheitert. Am Ende waren die Darbietungen auf dem Rasen so dürftig, dass selbst CEO Ilja Kaenzig die Weiterbeschäftigung des bärbeissigen Zürchers nicht mehr länger verantworten wollte. Mit seiner autoritären Art und dem wenig feinsinnigen Fussball, den Spötter als Stratosphären-Pingpong bezeichnen, kam Gross beim Berner Publikum nicht an – und bei den Spielern trotz gegenteiliger Beteuerungen offenbar auch nicht. Was soll ein Fussballer schon über seinen Chef sagen, wenn ihn ein Reporter fragt, ob er sich unter dessen Kommando wohl fühle?

Gross, der nach den Engagements beim FC Basel und dem VfB Stuttgart die dritte Entlassung innerhalb von zweieinhalb Jahren hinnehmen musste, hat enorme Verdienste um den Schweizer Fussball. Er sorgte mit GC und dem FCB in der Champions League für Furore und trug so massgeblich zur Steigerung des Ansehens der hiesigen Kicker bei. Der Glatzkopf war ein grosser Trainer – unbestritten. Das Problem ist aber, dass die Betonung hierbei auf dem Wort «war» liegt. Die Zeit der autoritären Fussball-Lehrer ist abgelaufen. Nur ganz wenige Ausnahmefiguren wie Sir Alex Ferguson von Manchester United oder der begnadete Selbstdarsteller José Mourinho von Real Madrid halten sich noch. Gross aber zählt nicht zu diesen Ausnahmefiguren.

«Ich konnte der Mannschaft nicht die gewünschte Winner-Mentalität einpflanzen», bekannte er nach seiner Entlassung vor der Presse, um anzufügen: «Ich bedaure, dass die Clubführung nach relativ kurzer Zeit das Vertrauen verloren hat.» Mit Verlaub, Herr Gross: Ein Trainer mit einem weniger klangvollen Namen wäre bei diesen Ergebnissen schon viel früher entlassen worden. Und anders als dem ebenfalls geschassten FCZ-Coach Urs Fischer hat man Ihnen im Winter auch nicht die halbe Mannschaft verkauft, sondern einen teuren Mann wie Raul Bobadilla geholt.

Benjamin Huggel, in Basel einst Schützling von Christian Gross, hat an der Meisterfeier des FCB einen klugen Satz gesagt, als er gefragt wurde, ob Heiko Vogel ein autoritärer Trainer sei: «Ein autoritärer Trainer wird keinen Erfolg haben.» Tatsächlich scheint im modernen Fussball der kumpelhafte Typ gefragt zu sein, der charmante, witzige Kommunikationsprofi, der Seelenmasseur und Gute-Laune-Bär. Basels Meistermacher Vogel fällt ebenso in diese Kategorie wie Jürgen Klopp vom Bundesliga-Primus Borussia Dortmund oder Roberto Di Matteo, der den FC Chelsea sensationell in den Final der Champions League führte und selbst das ewige Sorgenkind Fernando Torres wieder zu neuem sportlichem Leben erweckte.

Vogel, Klopp, Di Matteo – sie alle sprechen eine Sprache, die bei den naturgemäss jüngeren Spielern ankommt. Will Gross an alte Erfolge anknüpfen, muss er sich kommunikativ neu erfinden – an Kompetenz mangelt es ihm nicht. Gute Vorbilder gibt es genug. In der Schweiz sticht neben Vogel auch Murat Yakin heraus, der beim FC Luzern mit Kompetenz und Intellekt das Maximum aus der Mannschaft kitzelt, in Deutschland Lucien Favre. Favre, der mit Borussia Mönchengladbach an der Qualifikation zur Champions League teilnehmen darf, ist mit Jahrgang 1957 biologisch zwar nur drei Jahre jünger als Gross, wirkt aber mit seinen funkelnden Augen und dem jungenhaften Charme, als gehöre er einer ganz anderen Generation an. Dass sich Gross nach dem dritten Scheitern in Folge den Traum vom Job als Schweizer Nationaltrainer noch erfüllen kann, darf man nach dem aktuellen Stande der Dinge nebenbei bemerkt bezweifeln.


http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/ ... eitgemass/

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Freitag 19. April 2013, 09:26 
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19.04.2013

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Schock für Trainer-Legende Christian Gross

Crash mit YB-Auto

Riesenschreck für Christian Gross: Ein 27-Jähriger rammt seinen Dienstwagen von YB!

Am 29. April 2012 wird Christian Gross (58) als Trainer der Young Boys entlassen. Sein Vertrag läuft auch heute noch, 355 Tage danach. Erst im Sommer wird er nicht mehr auf der Lohnliste der Berner stehen.

Darum fährt Gross nach wie vor ein Dienstauto – ­einen schwarzen Citroën C5. Dieser Wagen ist nun stark ­beschädigt: Der beurlaubte Super-League-Coach wurde im Strassenverkehr abgeschossen!

Es passierte am letzten Sonntag. Christian Gross ist auf der Passwangstrasse bei Beinwil im Kanton Solothurn unterwegs. Gegen 14.45 Uhr wagt ein 27-jähriger Lenker eines weissen Ford Focus ein Überholmanöver. Bei einer lang­gezogenen Linkskurve verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallt gegen eine Felswand.

Daraufhin kollidiert er mit dem Wagen von Christian Gross. Beide Autos werden stark beschädigt, Polizei und die Feuerwehren Erschwil und Mümliswil rücken an.

Glücklicherweise werden sowohl Gross wie auch der Unfallverursacher nicht verletzt. Wegen des Unfalls und der aufwendigen Untersuchung wird die Strasse für fast vier Stunden gesperrt! Die Kantonspolizei Solothurn veröffentlicht ein Foto der beiden Autos. Und sucht unter Angabe einer Telefonnummer (061 785 77 01) weitere Zeugen zum Unfallhergang.

Grund: Der Unfallverursacher könnte zu schnell unterwegs gewesen sein.

Christian Gross war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Wie immer, wenn er ohne Job ist. Er taucht aus der Öffentlichkeit ab, weilt öfter im Ausland. Das war nach seiner Entlassung in Basel und nach seinem Rauswurf in Stuttgart schon so.

Am Montag wird er allerdings in der Ostschweiz erwartet. In Bazenheid SG ist er bei einem Supporter-Klub als Gastredner angekündigt, wie der «Alttoggenburger» berichtet. Gross war von 1988 bis 1993 Trainer des FC Wil und pflegt bis heute Kontakte ins Toggenburg.

Im Restaurant Bären wird Gross dann aus vier Jahrzehnten Profi-Fussball erzählen. Falls seine Fahrt ins friedliche Toggenburg nicht von jemand anderem unsanft gestoppt wird.


http://www.blick.ch/sport/fussball/cras ... 75933.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. September 2013, 18:14 
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Nur eine Blick-Idee oder will sich das der HSV wirklich antun...

http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... 47385.html

Wird wohl wieder einen stolzen Jahreslohn geben.


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Christian Gross
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. September 2013, 07:03 
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Ghostintheshell hat geschrieben:
Nur eine Blick-Idee oder will sich das der HSV wirklich antun...

http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... 47385.html

Wird wohl wieder einen stolzen Jahreslohn geben.


Doch nicht Gross: http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... n-hsv.html


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