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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 9. April 2013, 08:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.04.2013  Zitat: YB verliert gegen Servette
Marco Wölfli, wie sehr schmerzen die Pfiffe?
YB ist in der Krise. Die Mannschaft liegt auf Rang 6 mit 21 Punkten Rückstand auf Leader Basel. Blick.ch hat bei Captain Marco Wölfli nachgefragt.
Die Fans waren frustriert nach der Pleite. Was sagen Sie dazu? Es ist verständlich, dass es Pfiffe gibt, wenn wir gegen Servette 0:2 verlieren.
Sie sind einer der wenigen Führungsspieler. Gibt es zu wenig davon bei YB? Ich habe immer gesagt, wir Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Das muss besser werden. Darüber müssen wir uns diese Woche unterhalten. Denn wir können die Quali für die Europa League nur zusammen schaffen.
Während YB darbt, ist Thun im Schuss. Und jetzt kommt das Derby. Wie beurteilen Sie die Ausgangslage? Wir müssen jetzt reagieren. Nächstes Wochenende kommt das Derby und wenn wir nicht aufpassen, ist plötzlich noch Thun vor uns. Das wollen wir erst recht nicht. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 63691.html
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shalako
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Verfasst: Montag 29. April 2013, 08:48 |
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29.04.2013  Zitat: Wölfli: «Challandes hat eine gute Art»
Die Berner Young Boys konnten sich am Sonntag 3:1 gegen Lausanne durchsetzen. YB-Goalie Marco Wölfli über den Sieg und den neuen Trainer Bernard Challandes.
Nach dem Match gegen Lausanne freut sich YB-Goalie Marco Wölfli über den Sieg und zeigt sich vom neuen Trainer Bernard Challandes begeistert: «Er hat eine gute Art, ist sehr motiviert, impulsiv und versucht uns auf seine Art zu motivieren», schwärmt Wölfli im Interview mit Sportweb TV, «ich bin froh für ihn, dass wir endlich gewonnen haben». http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25670612
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. Mai 2013, 09:24 |
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29.05.2013  Zitat: «Ich bin nicht eifersüchtig»
YB-Keeper Marco Wölfli erklärt die Stärke des FCB und erinnert sich an den Mai 2006
Bern. Vereinstreue hat bei den Young Boys einen Namen: Marco Wölfli. Seit zehn Jahren hütet der 30-jährige Grenchner das YB-Tor. Einen Titel hat er dabei noch nicht gewonnen. Aber Wölfli, die aktuelle Nummer 3 des Landes, kennt das Gefühl des Sieges über den FC Basel: Am 10. Mai 2006 stand er auf dem Rasen des Stade de Suisse, als die Berner im zweitletzten Spiel der Saison dem FC Basel mit einem 4:2-Sieg den Zahn zogen, wodurch es drei Tage später zu jener berühmt-berüchtigten Finalissima kommen konnte, in welcher der FC Zürich die Basler mit einem Treffer in der Nachspielzeit besiegten und ihnen so den Meisterkübel quasi aus den Händen rissen.
BaZ:
Marco Wölfli, verhindern die Young Boys am Mittwoch die Meisterparty des FC Basel?
Marco Wölfli:
Im eigenen Stadion müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken, auch nicht vor dem FCB. Aber wir schauen nicht auf Basel, für uns geht es um etwas anderes.
Was meinen Sie genau?
Wir bestreiten unser letztes Saison-Heimspiel. Wir wollen uns anständig von unseren Fans verabschieden. Im Kampf um einen Europa-League-Platz sind wir auf fremde Hilfe angewiesen. Wir hoffen auf einen Ausrutscher der Konkurrenz, und wenn wir gegen den FCB gewinnen sollten, haben wir am Samstag einen schönen Final gegen den FC Thun, sofern er in Zürich nicht gewinnt.
Was spricht am Mittwoch für YB?
Wir haben zu Hause oft positive Resultate geholt und sind zu vielem fähig. Und zum FC Basel möchte ich festhalten: Es ist doch normal, dass diese lange Saison mit den vielen Eindrücken aus der Europa League dem einen oder anderen in den Knochen steckt. Trotzdem haben die Basler immer noch eine hervorragende Mannschaft beisammen.
Am 10. Mai 2006 war die Ausgangslage ähnlich – damals gewann YB das Heimspiel und brachte den FCB im Meisterrennen noch zu Fall. Ist das ein Thema in der YB-Kabine?
Nein, nicht gross. 2006 stand auch für uns viel auf dem Spiel, aber heute reden wir nicht mehr darüber – es sind ja auch fast keine Spieler mehr von damals dabei. Für uns ist einfach wichtig zu wissen, dass wir den FCB bezwingen können.
Seit Jahren hüten Sie das Tor der Berner und haben unzählige Schlachten gegen die Basler geschlagen, die Finalissimas 2008 und 2010 beispielsweise. Welcher Match kommt Ihnen beim Stichwort FCB zuerst in den Sinn?
Der Cup-Halbfinal im April 2009. Das war ein sehr intensiver Kampf, hochstehend – mit einem guten Ende für uns, weil wir das Penaltyschiessen gewannen und in den Final einzogen.
Wie lautet Ihr Tipp im aktuellen Meisterrennen – GC oder FCB?
Ich denke, Basel verliert am Mittwoch in Bern, gewinnt dafür jedoch am Samstag gegen St. Gallen. Dann haben alle etwas davon, auch YB (lacht). Es ist sowieso viel schöner, wenn man im eigenen Stadion den Meistertitel erobert.
Wären die Basler ohne ihre zwanzig zusätzlichen Spiele im Europacup nicht längst schon Meister?
Das ist schwer zu sagen. In allen Ländern und Ligen ist immer wieder zu beobachten, wie sich jene Mannschaften schwertun, die auf europäischem Niveau brillieren.
Wie beurteilen Sie die Leistungen des Grasshopper Clubs?
Die Zürcher spielen eine Riesensaison. Ich dachte, sie werden irgendwann mal einbrechen, doch das war nicht der Fall. Respekt vor diesen Leistungen.
Der FCB ist der Serienmeister der letzten Jahre, YB geht regelmässig leer aus. Was machen die Basler besser?
Es dauerte auch beim FC Basel seine Zeit, bis sich die Erfolge einstellten, zwischen 1980 und 2002 hatten die Basler eine längere Durststrecke zu bewältigen. In der jüngsten Vergangenheit wurden im St.-Jakob-Park im sportlichen Bereich aber viele gute Entscheide gefällt. Und Erfolge bringen nun mal Geld. Dazu stiessen junge, starke Spieler wie Xherdan Shaqiri oder Granit Xhaka nach. Diese Kombination von Geld, Erfolg und Nachwuchs ist top.
Macht Ihnen das weh, wenn Sie sehen, wie die Basler regelmässig Titel feiern?
Ich bin nicht eifersüchtig, wenn Sie das meinen. Die letzten zwei Saisons waren in Bern nicht so gut, in dieser Spielzeit lief es vor allem in der Super League nicht, europäisch dagegen hatten wir im Herbst sehr viele gute Auftritte. Und in den Jahren zuvor haben wir immer lange mit dem FCB mitgehalten. Ich hoffe, dass wir in der Saison 2013/2014 wieder voll angreifen werden.
An was liegts denn bei YB?
Wir sind zu inkonstant. Mal dominieren wir den Gegner und gewinnen, dann passt wieder wenig zusammen und wir verlieren. In Sachen Konstanz ist uns der FCB schon voraus. http://bazonline.ch/sport/fussball/Ich- ... y/14530991
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. Juli 2013, 11:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.07.2013  Zitat: «Die Hände sind mein Kapital»
Gesundheit · Neue Rolle für YB-Torhüter Marco Wölfli: Dieses Jahr ist er neben dem Fussballplatz auch für die Rheumaliga Schweiz im Einsatz – als Botschafter einer landesweiten Kampagne.
Herr Wölfli, Rheuma und Spitzenfussball, das passt nicht recht zusammen. Wie sind Sie zum Rheumaliga-Job gekommen?
Marco Wölfli: Also, ein Job ist es ja nicht… Aber in meiner Freizeit setze ich mich gerne für eine sinnvolle Sache ein. Und das ist die neue Kampagne. Rheuma kann jeden treffen.
Warum hat die Rheumaliga gerade Sie als Botschafter ausgewählt – Sie sind doch nicht etwa selbst betroffen?
Nein, zum Glück nicht. Aber die neue Kampagne ist der Handgesundheit gewidmet. Und als Fussballgoalie bin ich natürlich der Einzige in der Mannschaft, der den Ball in die Hände nehmen darf. Das ist vermutlich der Grund. Ich stehe voll und ganz hinter der Kampagne – schliesslich weiss ich, wie wichtig die Hände sind.
Sie sind Ihr Kapital?
Sagen wir es so: Mein ganzer Körper ist mein Kapital, aber die Hände sind schon am wichtigsten. Sie sind quasi meine Arbeitswerkzeuge. Wenn sie nicht funktionieren und in einer Topverfassung sind, kann ich meinen Beruf nicht ausüben. Ist das auch schon vorgekommen?
Ja, natürlich, ich bin ja schon seit 15 Jahren Profigoalie. Einmal habe ich den Daumen gebrochen. Und Fingerverstauchungen gibts immer wieder einmal. Erst in solchen Situationen merkt man, wie stark einen schon kleine Blessuren einschränken können – und das nicht nur im Sport, sondern auch im ganz normalen Alltag.
Zum Beispiel?
Man braucht Hilfe, wenn man eine schwere Türe öffnen möchte, oder sogar schon beim Kleideranziehen.
Was tun Sie, um Ihre Hände fit zu halten?
Bei besonderen Belastungen schütze ich einzelne Finger mit einem Tapeverband. Noch wichtiger ist aber die Vorbeugung: Ich trainiere meine Hand- und Fingermuskulatur regelmässig im Rahmen des normalen Krafttrainings, aber auch mit speziellen Übungen – indem ich zum Beispiel Tennisbälle zusammendrücke.
Können von solchen Kräftigungsübungen auch Nichtsportler profitieren?
Auf jeden Fall. Eine gute Muskulatur ist für alle der beste Schutz vor Gelenkbeschwerden. Für jemand, der täglich mit seinen Händen arbeitet, sehen Ihre erstaunlich schön aus. Gehen Sie auch zur Maniküre?
Nein, das nicht (lacht). Aber ab und zu verwende ich schon eine Handcreme.
Bevor Sie Fussballprofi wurden, waren Sie Hochbauzeichner-Lehrling. Wäre es denkbar, dass Sie nach Ihrer Karriere wieder in diesen Beruf einsteigen?
Schwierig zu sagen. Aber ich werde sicher wieder etwas machen, wo die Hände eine wichtige Rolle spielen.
Vorerst aber locken noch grosse sportliche Ziele: In einem Jahr steigt in Brasilien die WM.
Genau, eine WM ist für jeden Fussballer ein Traumziel. Ich war ja 2010 in Südafrika auch schon dabei.
Gibts für Sie etwas noch Schöneres, als einen Ball aus dem Lattenkreuz zu angeln?
Ja, meinen sechsmonatigen Sohn in den Händen zu halten. Interview: Stefan Aerni Marco Wölfli (31) steht seit 1998 bei den Berner Young Boys im Tor, unterbrochen von einem kurzen Gastspiel beim FC Thun. Er hat zudem 11 Länderspiele absolviert. Wölfli ist verheiratet und hat einen Sohn.
Weiss um den Wert gesunder Hände: YB-Torhüter Marco Wölfli.
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shalako
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Verfasst: Dienstag 9. Juli 2013, 09:04 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.07.2013  Zitat: Brückenbauer Wölfli trotzt dem Gegenwind
Marco Wölfli ist die konstanteste Erscheinung im hektischen YB-Konstrukt. Er startet in seine zehnte Saison als Stammgoalie. Wölfli stand schon oft in der Kritik, und ist die letzte Verbindung zweier Vereinsdynastien.
Der Captain geht zuletzt von Bord, so sieht es zumindest die Weisheit aus der Seefahrt vor. Die Schiffsbesatzung der Young Boys verkörperte in den letzten Jahren alles andere als Kontinuität, die einzige Konstante war, dass die Führung stets aufs Neue Leute anheuerte und entliess, einstellte und ersetzte. Im teils heftigen Personalsturm bei YB scheint einer trotz Schlagseite nie daran gedacht zu haben, das Schiff zu verlassen. Nun ist Marco Wölfli zwar nicht mehr Captain, aber dennoch ist der 31-jährige Goalie die grosse Konstante im Klub. Nächste Woche startet er in seine zehnte Saison als Stammtorhüter, seit 1999 ist er im Verein, und 2010 hat er seinen fünften Vertrag bei den Bernern unterschrieben, der vorsieht, dass Wölfli bis 2015 bei YB bleibt. Als er in Bern ankam, fingen sich die vielleicht 4000 Zuschauer im Wankdorfstadion auf den Bänken noch Holzsplitter ein, «das war doch Weltklasse», sagt er grinsend, und schiebt treuherzig nach, dass er die heutige Infrastruktur und Entwicklung bei YB schlicht «beeindruckend» finde.
Vielleicht zeigt das, in welch ansprechendem Spagat sich Marco Wölfli bei den Young Boys versucht. Der in Grenchen gross gewordene Torhüter ist der Letzte aus einer anderen Dynastie, aus einer Zeit, in der YB im Stadionexil Neufeld als Underdog auftrat, die Grossen ärgern durfte, nie aber musste. Zwei Meistertitel (Basel 2002, GC 2003) wurden in dieser Zeit im Neufeld gefeiert, keiner in Gelb-Schwarz – erbost war darob niemand. Heute ist alles anders, YB hat sich mit dem Einstieg finanzkräftiger Investoren und dem Umzug ins Stade de Suisse zu einem Spitzenteam entwickelt, dem der echte Coup, ein Titelgewinn, bis anhin doch nie gelingen wollte.
Irgendwo dazwischen
Irgendwo dazwischen, zwischen Alt und Neu, zwischen Dürfen und Müssen, steht Marco Wölfli. Mit Mario Raimondi ist vergangene Saison sein letzter Weggefährte aus früheren Zeiten abgetreten. «Heute wird im Fussball selten länger als zwei, drei Jahre am gleichen Ort gearbeitet. Mir entspricht das nicht», sagt Wölfli.
Es gibt Leute, welche sagen, die Konstante Marco Wölfli halte YB den Rücken frei, gebe der Mannschaft ein defensives Gewissen, überzeuge mit verlässlichen Qualitäten und unvergleichlicher Treue. Und wie so oft bei Kontroversen, wie fast immer im Fussball, gibt es andere, die sagen, die Konstante Wölfli verkörpere den YB-Misserfolg, hindere eine junge Mannschaft an einer neuen Entwicklung, wirke als bremsendes Element in einem Verein, der sich seit Jahren permanent im Umbruch befindet – kurz: Mit dem Festhalten an Wölfli habe YB einen Generationenwechsel im Tor verpasst.
Solchen Überlegungen tritt Marco Wölfli entgegen, wie er das immer tut bei Spielereien, Thesen, Mutmassungen: kurz, zurückhaltend, nüchtern. «Profifussball ist ein Leistungsbusiness. Wer die Leistung nicht bringt, kann nicht spielen.» Wölfli spielt, permanent, neun Trainer haben ihn in den letzten zehn Jahren als den richtigen Torwart in ihrem Kader befunden.
Ähnlich pragmatisch argumentiert der 31-jährige Familienvater auch in der jüngsten Diskussion um seine Person. Wenige Tage nach seiner Ankunft hat YB-Trainer Uli Forte die Captainbinde neu vergeben, er hat sie seinem Goalie Marco Wölfli entzogen, weil er auf dieser Position einen Feldspieler vorsieht. Christoph Spycher ist als Herz des YB-Zentrums, des Mittelfelds vorgesehen, und dort soll ein Captain laut Forte auch stehen. «Diese Überlegungen kann ich nachvollziehen», sagt Wölfli, «und natürlich war ich immer stolz, Captain zu sein. Aber Probleme, die Binde abzugeben, habe ich keine. Ich bleibe ein Leader dieser Mannschaft.» Zusammen mit Spycher und dem neu verpflichteten Verteidiger Steve von Bergen zählt Wölfli zu den Wortführern des neuen YB.
Irgendwann, aber nicht jetzt
Wölfli bleibt als Vizecaptain ein prägendes Element, Wölfli bleibt im Tor – alles wie gehabt also? Nicht ganz. Man hat den Eindruck, er selbst scheine vor dieser Spielzeit noch mehr als sonst darauf bedacht, die richtigen Worte zu wählen. «Nach der letzten Saison kann wirklich keiner behaupten, er habe nichts gutzumachen bei unserem Publikum», lautet die implizite Aufforderung ans Team. Die Selbstkritik ist nicht neu. Wölfli hat oft genug gehadert, mit sich, auch schon mit Schiedsrichtern, und es gab und gibt auch in diesem Zusammenhang Kritiker, die mehr Konkurrenz für die Nummer 1 von YB fordern und den Verkauf des talentierten Roman Bürki an GC für einen Fehler halten. «Ich will mich immer verbessern. Egal ob ich 20 oder 30 bin, das war schon immer so und wird auch so bleiben», sagt Wölfli. Hinter ihm wird mit Yvon Mvogo das nächste Goalietalent aufgebaut. Auch die grösste Konstante bei YB wird sich ändern, irgendwann wird auch Marco Wölfli von Bord gehen. Doch wohl nicht als Captain. Und schon gar nicht als Letzter. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25282356
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 7. August 2013, 10:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.08.2013  Zitat: Wölfli: «Wir haben alle etwas zu beweisen»
Marco Wölfli ist nicht mehr Captain, aber Führungsspieler der Young Boys. Der Goalie spricht über seine Rolle im Team und den starken Saisonstart, über Yuya Kubo und seine Ziele mit YB und der Nati.
Marco Wölfli, es ist zuletzt so ruhig um Sie geworden. Marco Wölfli: Warum meinen Sie?
Letzte Saison, als YB in der Krise steckte, mussten Sie als Captain nach jeder Niederlage Red und Antwort stehen. Nun siegt und siegt YB, und gefragt sind die Offensivkräfte. Stört Sie das nicht? Nein, überhaupt nicht. Ich bin keiner, der das Rampenlicht sucht, und lange genug dabei, um zu wissen, wie es im Fussball läuft. Ich war übrigens vier Jahre lang YB-Captain und gab den Journalisten immer gerne Auskunft. Und letzte Saison war ich halt besonders gefragt, weil wir die Ziele verfehlten und ziemlich viele Tore kassierten.
Dabei wäre es jetzt doch sehr schön, wie Christoph Spycher YB-Captain zu sein. Es ist immer eine schöne Aufgabe, Captain bei YB zu sein. Aber ich vermisse die Binde nicht. Es kann angenehmer sein, wenn man sich auf seine Leistungen konzentrieren darf. Christoph Spycher hat mich in der letzten Saison tadellos unterstützt. Ich versuche nun, das Gleiche für ihn zu machen. Ich bin einer der ältesten Spieler im Team und seit Jahren in Bern. Da ist es ohnehin selbstverständlich, dass man Führungsaufgaben übernimmt.
Wussten Sie bereits nach wenigen Tagen unter dem neuen Coach Uli Forte, dass Sie nicht mehr Captain sein würden? Ja, wir sprachen im Trainingslager in Gstaad lange miteinander. Für mich ist es kein Problem, wenn ein Trainer neue Ideen hat. Uli Forte hat mich ja nicht abgesetzt, weil er mich nicht mehr benötigte. Er will einen Feldspieler als Captain, und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Als Torhüter ist man oft nicht im Mittelpunkt des Geschehens und kann weniger Einfluss nehmen. Zudem ist man weiter vom Schiedsrichter entfernt und kann ihn nicht gut bearbeiten. (schmunzelt)
Derzeit muss YB keinen Spielleiter beeinflussen, die Entscheidungen der Referees störten zuletzt mehr die Gegner. Es läuft in vielen Belangen reibungslos. Worauf führen Sie den Höhenflug der Young Boys zurück? Es gibt viele Dinge, die stimmen. Wir hatten ja auch letztes Jahr keine schlechte Mannschaft. Aber jetzt ist zu spüren, wie jeder auch für den anderen kämpft. Das hört sich wie eine Selbstverständlichkeit an, aber manchmal ist es im Fussball schwieriger, die Dinge richtig umzusetzen. Der Trainer hat frischen Wind ins Team gebracht, er zieht am Karren und hat Spieler vorgefunden, die bereit sind, ihm zu folgen. Wir haben alle etwas zu beweisen.
YB wirkt wie verwandelt... ...ich bin sehr erfreut, wie wir uns präsentieren. Wir sind gut aufgestellt, haben eine ausgezeichnete Stimmung, einen tollen Staff, ein starkes Kader. Man darf nicht unterschätzen, wie wertvoll es ist, gute Fussballer auf der Bank zu haben, die uns sofort helfen können. Und ich bin der Meinung, dass wir noch besser spielen können.
Mehr als viermal gewinnen kann YB nicht in vier Spielen. Aber gerade die zwei letzten Partien gegen Thun und Zürich waren nicht brillant von uns. Doch wir haben gegen Thun nach einem 0:2-Rückstand noch 3:2 gesiegt, und wir haben in Zürich am Sonntag letztlich souverän 3:1 gewonnen und wenig Chancen des Gegners zugelassen. Letzte Saison hätten wir diese Partien wohl nicht siegreich beendet. Wir glauben an uns. Wir haben einen Trainerstab, der nie lockerlässt. Und wir können nicht nur in der Offensive nachlegen, wenn es nötig ist. Das ist mir als Torhüter besonders wichtig.
Wie meinen Sie das? Klar sprechen alle von den Offensivspielern, das ist auch gut so. Aber am Sonntag in Zürich musste Dusan Veskovac angeschlagen ausgewechselt werden, und Alain Rochat kam ins Spiel und war sofort ein wichtiger Faktor. Das ist ein beruhigendes Zeichen.
Sie sind, mit einem Jahr Unterbruch, als Sie an Thun ausgeliehen wurden, seit 1998 bei YB. Es ist immer schwierig, Teams zu vergleichen. Aber was zeichnet die aktuelle Mannschaft im Vergleich zu anderen YB-Equipen der letzten Jahren aus? Ich werde jetzt nicht sagen, dass das die beste Mannschaft sei, seit ich bei YB bin. (lacht) Aber man darf schon darauf hinweisen, dass Sportchef Fredy Bickel sehr gute Arbeit leistet und das Team wirkungsvoll verstärkt hat. Wir müssen jedoch den Ball flachhalten und weiter Spiel für Spiel nehmen. Das hört sich langweilig an, aber es ist die Wahrheit. Natürlich haben wir ein starkes Team. Aber wir standen in den letzten Jahren mehrmals knapp vor einem Titelgewinn in Liga und Cup. Wir hatten Spieler wie Hakan Yakin, Stéphane Chapuisat oder Seydou Doumbia. So schlecht waren wir damals auch nicht.
Jetzt steht mit Yuya Kubo ein Spieler im Kader, der viele an Doumbia erinnert. Kubo hat sich wie einst Doumbia in Rekordzeit zum Publikumsliebling entwickelt und überzeugt vorerst als Joker. Wie nehmen Sie ihn wahr? Wir sehen jeden Tag im Training, wie stark er ist. Für mich sind seine Leistungen keine Überraschung. Ich bin aber erstaunt, wie schnell sich Kubo integriert hat, er ist ja erst etwas länger als einen Monat bei uns und spricht wenig Deutsch und auch nur ein paar Brocken Englisch. So gesehen kann er nur noch besser werden.
Der Hype um ihn ist riesig. Ich kann das nachvollziehen, für die Fans und die Medien ist er eine sehr interessante Figur, auch weil er erst 19 Jahre alt ist. Aber wir sind ein Team mit über 20 Spielern. Es braucht jeden.
Was zeichnet Kubo aus? Er ist technisch stark, ziemlich schnell, kann den Ball gut behaupten. Vor allem aber ist Kubo enorm ruhig auf dem Feld, das ist eine grosse Qualität. Er verliert nicht die Nerven und den Überblick, wenn er zum Torschuss kommt. Das ist unangenehm für einen Goalie, weil man nicht weiss, was der Spieler plant. Aber auch bei Kubo wird in Zukunft nicht jeder Schuss ein Tor sein.
Was ist denn für YB möglich? Vom Titel zu sprechen wäre ja nach vier Runden zu früh... ... ja, das wäre völlig fehl am Platz. Ich denke, man merkt, dass wir fokussiert sind und uns nicht ablenken lassen wollen. Es sind ja noch 32 Runden zu spielen. Am Samstag geht es in Aarau weiter. Darauf konzentrieren wir uns diese Woche.
Und weil YB erstmals seit 2002 nicht im Europacup engagiert ist, fällt das leichter. Es ist, wie es ist. Als Fussballer will man immer im Europacup dabei sein. Sogar in der mühsamen letzten Saison erlebten wir tolle Partien in der Europa League. Die Reisen sind aber sicher anstrengend, die Belastung ist gerade im heissen Sommer hoch. Wir sind erholter und profitieren davon in der Liga.
Sie haben weniger Partien, aber Trainer Uli Forte hat ein Marzilibad-Verbot ausgesprochen. Hat er das? (lacht)
Das hat er zumindest letzte Woche scherzhaft gesagt ... nein, nein, es geht einzig darum, dass man weiss, wann man ins Bad geht. Am Tag vor einem Spiel ist es sicher keine kluge Idee. Und sich stundenlang an der Sonne zu rösten, kann auch nicht gesund sein für einen Profifussballer. Doch in den letzten Wochen war das Wetter so schön, dass auch wir ab und zu ans Wasser gingen. Das ist doch klar.
Und wie beurteilen Sie die Konkurrenz aus Basel und Zürich im Vergleich mit YB? Es ist nach vier Runden zu früh, um Vergleiche anzustellen. Der FC Basel hat immer eine starke Mannschaft und ist Favorit, GC ist wohl nicht schlechter als letzte Saison, der FCZ ist spielerisch stark, und Luzern ist gut gestartet. Zudem gibt es auch immer Teams, welche sich zur Überraschung der Saison entwickeln. Wir schauen aber nur auf uns und jetzt auf das Spiel in Aarau. Das wird eine schwierige Aufgabe.
Und nächste Woche spielen Sie mit der Schweiz im Testspiel in Basel gegen Brasilien. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld hat das Kader doch noch gar nicht bekannt gegeben.
Er ist ein treuer Trainer, der mit Ihnen und Ihrer Rolle als Ersatzgoalie in den letzten Jahren sehr zufrieden war. Ja, ich denke schon, dass ich gegen Brasilien dabei bin. Und wir haben ja eine gute Ausgangslage in der WM-Qualifikation. Selbstverständlich ist es auch für mich ein Traum, als einer von drei Schweizer Torhütern an der Weltmeisterschaft im nächsten Sommer in Brasilien dabei zu sein. Und wenn es mit YB so stark läuft wie zuletzt, ist das natürlich auch gut für mich. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14794214
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2013, 11:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.08.2013  Zitat: Angst vor dem Veryoungboysen?
«Ich spreche dieses Wort nicht aus!»
Marco Wölfli (30), das ist YB seit 1998. Hier sagt er, warum er sich als abgesetzter Captain gut fühlt. Wieso die Stimmung plötzlich besser ist. Und dass es bei YB jetzt menschlich passt.
Herr Wölfli, lassen Sie uns erst über die Nati reden. Dachten Sie an Rücktritt, nachdem Sie nur noch die Nummer 3 waren?
Marco Wölfli: Nein. Wir haben ein grosses Ziel, das heisst WM 2014 in Brasilien.
Sie sind 30 Jahre alt, Familien-Vater. Haben Sie da wirklich nicht gedacht: Die ganze Reiserei ohne Einsatzminute brauche ich nicht mehr?
Wenn ich auch nur eine Sekunde so denken würde, müsste ich zurücktreten. Wir sind eine Mannschaft, und im Fussball kann es schnell gehen. Ich bin immer noch gleich motiviert.
Konnten Sie die Entscheidung verstehen, gegen Zypern Yann Sommer für den gesperrten Diego Benaglio ins Tor zu stellen?
Wenn du als Spieler betroffen bist, tut es erst mal weh, und du bist enttäuscht. Das ist logisch. Aber wir hatten mit YB nicht die beste Phase, ich bekam viele Gegentreffer. Yann spielte mit Basel hervorragend.
BLICK-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz sagt: Die Nummer 1 müsste GC-Goalie Roman Bürki sein, die Nummer 2 Sommer und die Nummer 3 Benaglio.
(lacht) Schön ist beim Fussball, dass jeder seine Meinung haben darf.
Was halten Sie von Bürki?
Ich kenne ihn schon lange. Er hat eine tolle Entwicklung gemacht. Das freut mich für ihn.
Sommer und Bürki sind andere Goalies als die älteren Torhüter. Sie sind aggressiver, können besser Fussball spielen, weil sie von Anfang an so ausgebildet wurden.
Also Fussball spielen kann ich auch ganz gut (lacht). Aber klar, das ist eine neue Generation.
Sind Sie zufrieden mit Ihrer Karriere, oder denken Sie manchmal: Wäre ich doch mal ins Ausland gewechselt?
Nein. Bei jeder Vertragsverlängerung bei YB hatte ich ein gutes Gefühl.
Zu YB: Sie sind Tabellenführer, mit 15 Punkten aus fünf Spielen. Was ist unter Uli Forte anders?
Er hat eine sehr gute Art, mit den Spielern zu kommunizieren. Aber klar: Wenn du erfolgreich bist, ist alles ein bisschen einfacher. Er ist fordernd und gleichzeitig sehr bodenständig. Das ist das, was ihn so erfolgreich macht.
Ist er näher an den Spielern als Christian Gross oder Martin Rueda?
Jeder Trainer ist anders. Was Uli Forte ausmacht, sind seine Fähigkeiten, mit jedem zu reden. Wenn es ein Problem gibt, dann spricht er es offen an.
Zum Beispiel, als er Ihnen die Captain-Binde wegnahm und Christoph Spycher gab.
Da wurde vom BLICK eine grosse Sache draus gemacht ... (lacht). Es ist völlig verständlich, dass er einen Feldspieler als Captain haben wollte. Ich hätte es als Trainer auch so gemacht. Als Goalie ist dein Einfluss beschränkt, du darfst ja nicht mal aus dem Sechzehner, um dem Schiedsrichter etwas mitzuteilen. Da hat Wuschu Spycher als Mittelfeldspieler viel mehr Einfluss.
Kein böses Blut?
Null. Mit Wuschu teile ich auf Reisen das Zimmer. Ich unterstütze ihn jederzeit, wie er als stellvertretender Captain mich unterstützt hat. Ich habe die Binde vier Jahre lang mit Stolz getragen. Aber es ist nicht so, dass ich ohne Captain-Binde ein Problem hätte.
Dürft Ihr das Wort Meister in den Mund nehmen?
Es sind erst fünf Runden gespielt. Ball schön flach halten.
Nochmals: Gibts ein Verbot?
Es ist schön und gut, dass wir 15 Punkte aus fünf Spielen holten. Aber das Ziel bleibt, einen Platz im internationalen Fussball zu erreichen. Es bringt nichts, im Sommer vom Titel zu reden. Die Saison dauert bis Mai 2014.
Ist es ein Vorteil für YB, dass man im Unterschied zum FCB nicht international spielen muss?
Wir wissen alle, dass es eine Belastung ist mit den englischen Wochen. Es ist sicher gut, dass wir am Wochenende ausgeruht zu den Spielen kommen. Aber ich hätte sicher auch nichts dagegen gehabt, wenn wir vergangene Saison die Europa League erreicht hätten.
Wird unter Forte im Training eigentlich wirklich mehr gelacht?
Wenn du Punkte holst, ist alles einfacher. Er schaut einfach extrem auf den Mannschaftsgeist. In der letzten Saison merkten wir: Wenn jeder auf sich schaut, gehts in die falsche Richtung. Jetzt rennt jeder für den anderen.
Können Sie das konkretisieren?
Es sind Kleinigkeiten, die es nachher ausmachen. Vielleicht passen die Spieler im Kader menschlich ein wenig besser zusammen.
Sie kamen 1998 zu YB und kennen den Klub in- und auswendig. Was dachten Sie, als die Phase 3 ausgerufen wurde?
Sagen wir es so: Man hat gemerkt, dass man Erfolg nicht erzwingen kann.
Was hat Christian Gross gut gemacht?
Was war, das war. Er ist sicher einer, der seine Linie hatte und nie nachliess.
Ihr Gefühl ist aber: Das ganze Gebilde mit CEO Ilja Kaenzig, Investor Benno Oertig und den Trainern Gross und Rueda war weniger homogen, oder?
Man spürt bei Fredy Bickel und Uli Forte einfach, dass etwas zusammenwächst. Vorher hatten wir zu viele Spieler, die in die Startelf gehörten. Das Kader war schon vorher sehr gut, klar. Aber jetzt ist die Mischung, die Hierarchie viel besser.
Sind Sie froh, dass Raul Bobadilla schon im Winter von YB wegging?
Da ist genug geschrieben worden. Ich hatte es im Grossen und Ganzen gut mit ihm. Er ist halt ein heissblütiger Mensch.
Sieben Punkte Vorsprung auf Basel – haben Sie Angst, wieder alles zu veryoungboysen?
Das ist ein Wort, das ihr schreiben könnt – ich spreche es nicht aus. Wir haben in den vergangenen Jahren auch viel gut gemacht – sonst wären wir ja nicht so nah an der Spitze gewesen.
Erinnern Sie sich eigentlich an den letzten Meister-Titel Ihrer Young Boys im Jahr 1986?
Nein, da war ich knapp vier Jahre jung.
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shalako
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Verfasst: Montag 26. August 2013, 16:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2013  Zitat: YB braucht den Wolf
Die Frage lautet: Kann YB Meister werden? Die Antwort ist nicht leicht zu finden nach erst fünf gespielten Runden. Die erste Tendenz heisst: Ja, YB kann. Was die ersten Eindrücke wert sind, können die Berner heute und in einer Woche beweisen. Zuerst empfangen sie GC, dann gastieren sie in Basel.
Bereits jetzt aber ist eines klar: Die Frage nach dem ersten Meistertitel seit 1986 hängt auch mit dieser Unwägbarkeit zusammen: Ist Marco Wölfli ein Meistergoalie?
Die Frage ist brisant, weil in der bisherigen Saison noch kaum Indizien zur Beantwortung vorliegen. Bei den fünf Siegen in fünf Spielen war Wölfli selten gefordert. Entsprechend war seine Beurteilung. Die «Schweiz am Sonntag» bewertete Wölfli mit einem Notendurchschnitt von 4,4. Die «Berner Zeitung» etwas kritischer mit 4,2. Heisst: etwas besser als genügend. Oder eben auch: Wölfli konnte noch nicht zeigen, dass er fähig ist, für YB im Alleingang Spiele zu gewinnen. So wie das Yann Sommer für den FC Basel regelmässig tut. So wie das auch Roman Bürki in der letzten Saison für GC stets tat.
Es gibt viele Leute, die sagen: YB und Wölfli, das passt perfekt zusammen. Häufig Durchschnitt, manchmal gut, selten sehr gut.
Vielleicht lohnt sich ein kurzer Blick zum Eishockey. Auch beim SCB hütet ein Marco das Tor. Marco Bührer, seit 2001 und damit sogar noch zwei Jahre länger als Wölfli bei YB. Über Bührer reden viele Leute ähnlich. Aber Bührer ist dreifacher Meistergoalie. Weil er sich in den entscheidenden Momenten steigern konnte. Unvergessen, als er vom Boulevard in diesem Frühling erst als «Problembär» bezeichnet wurde und kurze Zeit später den Meisterkübel stemmte.
Auch Marco Wölfli hat das Potenzial, die Young Boys zum Meistertitel zu führen. Schliesslich soll auch erwähnt sein, wie er jahrelang als loyale, solide Nummer Zwei im Nationalteam diente – und dabei Ottmar Hitzfeld nie enttäuschte.
Nun, ist Wölfli ein künftiger Meistergoalie oder doch eher ein «Problemwolf»? Der Torhüter sagt: «Um überhaupt in eine Finalissima, in einen Cupfinal oder in die Europa League zu kommen – was uns ja einige Male gelang – braucht es viele gute Spiele.» Aber er fügt auch an: «Ein Titel hat gefehlt, das ist so.»
Als Christian Gross 2011 zu Beginn der grandios gescheiterten «Phase 3» (YB sollte zum Bayern München der Schweiz werden) nach Bern kam, wurde Pascal Zuberbühler Goalie-Trainer von Wölfli. Bald einmal sagte er: «Ich mache aus Wölfli einen Wolf.» Es waren Worte, die wie ein Schlag wirken mussten. Nach dem Motto: Jetzt endlich forme ich dich zum grossen Torhüter.
Für YB-Sportchef Fredy Bickel stellt sich die Frage nach Wölfli gar nicht erst. «Den allermeisten Leuten in und ausserhalb von Bern ist überhaupt nicht bewusst, wie wichtig Wölfli für YB ist!», sagt er. Und unterstreicht, dass dies genauso auf wie neben dem Platz gilt. Der Transfer von Steve von Bergen sei auch dank der Hilfe von Wölfli gelungen.
Seit dieser Saison ist nicht mehr Wölfli YB-Captain, sondern Christoph Spycher. Es ist ein Thema, das weniger Brisanz hat als an einigen Orten vermutet wurde. Der Grund ist simpel: Trainer Uli Forte möchte seinen Captain auf dem Spielfeld. Und Torhüter Wölfli sagt: «Ich brauche keine Captainbinde, um Verantwortung zu übernehmen.» Er tut es auch so. Und deswegen wird es ihn auch nicht stören, wenn von nun an gilt: Sage mir, wie gut Wölfli hält und ich sage dir, wie die Meisterchancen von YB stehen.
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Hauptstadt
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Verfasst: Mittwoch 25. September 2013, 18:03 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Samstag 5. Oktober 2013, 10:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.10.2013  Zitat: Die Gelassenheit des Urgesteins
Die Baisse nach dem Starthoch bereitet Marco Wölfli kein Kopfzerbrechen. Der YB-Goalie ist weiter fest überzeugt, mit seinem Team auf dem richtigen Weg zu sein.
Wenn einer 333 Spiele für seinen Klub in der Super League bestritten hat, bringen ihn Rückschläge nicht mehr aus dem Gleichgewicht. Die Nüchternheit, mit der Marco Wölfli über die bisher doch sehr turbulente Saison der Young Boys spricht, wirkt im ersten Moment aufgesetzt, ist sie aber nicht. Bodenständigkeit und Besonnenheit sind Eigenschaften, die ihm zugesprochen werden, und die er sich auch selber attestiert. Deshalb, betont der Goalie, habe er am Abend des 10. August nichts anderes gedacht, als sonst nach einem siegreichen Spiel: «Schön, dass wir drei weitere Punkte auf dem Konto haben.» Dabei hätte er damals durchaus Grund gehabt, euphorischer zu sein. YB hatte Aarau auf dem Brügglifeld 4:0 besiegt, das fünfte Spiel in Serie ghewonnen. «Das war zwar eine hervorragende Zwischenbilanz und eine schöne Realität», blickt Wölfli zurück, «doch mir war immer bewusst, dass diese Siege kein Selbstläufer sind, dass wieder andere Zeiten kommen.»
«Nur einmal wirklich schlecht»
Die andere, die weniger schöne Realität, liess nicht lange auf sich warten. Dass aber die nächsten fünf Spiele mit nur einem weiteren Punktgewinn fast ins spiegelbildliche Extrem führen würden, das hatte auch er so nicht erwartet. Verunsicherung löst dies beim YB-Urgestein, das dem Klub seit 2003 treu ist, trotzdem nicht aus. «Es waren mehrere unglückliche Niederlagen dabei, dafür hatten wir in unserer Erfolgsphase beispielsweise beim 3:2 gegen Thun nach einem 0:2-Rückstand viel Glück.» Auch Einwände, dass YB durch diese negative Phase eine feudale Ausgangslage leichtfertig und schnell wieder verspielt habe, blockt Wölfli entschieden ab. «Hätte und wäre», all dies gelte im Fussball nichts, und so lohne es sich nicht, nur einen Gedanken daran zu verlieren. «Was zählt, sind die Resultate, die dastehen, die Tabelle, die zeigt, dass alle Teams zusammengerückt sind, und dass wir dank dem hervorragenden Start nur drei Punkte hinter Leader Basel liegen.»
Sein Optimismus basiert auf dem solideren Fundament, das bei YB in dieser Saison besteht. «Wir waren bisher nur in einem Spiel wirklich schlecht, und das war in St. Gallen», rechnet er vor. Dass es am Ende mit dem 0:0 paradoxerweise zu einem Punkt reichte, hatte das Team letztlich seinem Goalie zu verdanken. Wölflis Konstanz in dieser Saison ist ein Grund, dass die Berner defensiv gefestigter wirken als in den letzten Jahren. Noch nie mussten sie mehr als zwei Tore hinnehmen, in sieben von zehn Spielen kassierten sie nur ein oder gar kein Gegentor. Selbst in den letzten drei Runden mit nur einem Punkt liess YB nur zwei Treffer zu, beide aus Standardsituationen. «Mit Steve von Bergen haben wir einen Topmann für die Abwehr dazubekommen, dazu arbeitet das ganze Team defensiv besser mit», freut sich der frühere Captain, der im Sommer in diesem Amt von Christoph Spycher abgelöst wurde. Und so fielen die zahlreichen Ausfälle in der Abwehr, «die ich in dieser Fülle bei YB überhaupt noch nie erlebt habe», bisher nur bedingt ins Gewicht. «Trotzdem ist es schon speziell, wenn ein Team so früh in einer Saison mit drei 18- und 19-Jährigen in der Abwehr spielen muss, wie wir gegen den FCZ.»
Dass neue, motivierte Talente aus dem eigenen Nachwuchs nachstossen, sieht er gleichzeitig sehr gerne: «Das ist ein guter Weg, bringt frisches Blut ins Team und sorgt für mehr Identifikation in einer Region, in der die Fans doch sehr bodenständig sind.» Dies und die neue sportliche Führung bei YB stimmen Wölfli sehr zuversichtlich für die nächsten Jahre. Vom Präsidenten über den Sportchef und den Trainerstab bis zur Mannschaft laufe alles wieder harmonischer ab. «YB», hält er fest, «hat wieder ein Gesicht, und zwar durchgehend.»
Ins Ausland nur, wenn alles stimmt
Aus diesem Grund kann sich der 31-Jährige, der seit neun Monaten Familienvater ist, eine weitere Zukunft bei YB vorstellen, wenn sein Vertrag im Sommer 2015 ausläuft. Der Reiz eines Wechsels ins Ausland ist zwar weiterhin da, in diesem Sommer gab es beispielsweise wieder «Interessenten». Doch für Wölfli ist klar: «Man sollte zwar nie ‹nie› sagen. Aber ich gehe sicher nicht irgendwo hin, nur um später einmal sagen zu können, im Ausland gespielt zu haben.» Dazu müsste für ihn alles stimmen, «denn ich weiss und schätze sehr, was ich hier bei YB seit Jahren habe.»
Das erklärt auch sein Schmunzeln auf die Frage, ob die Berner mit ihm im Tor auch einmal einen Pokal gewinnen werden? «Dieses Thema mit dem fehlenden Titel kommt immer wieder», sagt er. «Es ist und bleibt mein grosser Traum, dieses Ziel mit YB noch zu erreichen. Und dafür werde ich alles tun.» Es sei aber nicht so, dass er mit den Young Boys bisher nur bittere Momente erlebt habe. «Ich durfte mit diesem Klub schon sehr viele schöne Spiele bestreiten, beispielsweise im Europacup. Und ich bin hier Nationalspieler geworden, war bereits an einer WM dabei und im nächsten Sommer vielleicht nochmals. Auch das sind Dinge, die für mich zählen.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/28194934
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