Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » Ehemalige Spieler & Trainer




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 55 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Freitag 1. Juni 2012, 12:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.06.2012

Bild

Zitat:
YB macht in der Trainerfrage eine Kehrtwende

Das andere Extrem

Wie im Schlaraffenland – Martin Rueda und seine grosse Chance als YB-Coach

Nach der Entlassung des machtbewussten Christian Gross ernennen die YB-Chefs mit Martin Rueda einen Trainer, der ihre Vorstellungen akzeptiert. Der Entscheid pro Rueda ist eine Kehrtwende. Dem übertriebenen Posaunen folgt die etwas aufgesetzt wirkende Bescheidenheit.

Die Präsentation des neuen YB-Trainers war gut 25 Minuten alt, da klang es, als stehe Martin Rueda im Schlaraffenland und bestaune mit grossen Augen, was ihm alles feilgeboten wird. Rueda erzählte, dass er am Vortag mit seinem künftigen Assistenten Thomas Häberli geredet habe – und offenbar waren die beiden auf die Infrastruktur des Berner Klubs zu sprechen gekommen. «Was da alles zur Verfügung steht», sagte Rueda, «mit Videoaufnahmen und so weiter, unglaublich viele Hilfsmittel. Für mich kann es nur besser werden.»

Nichts hätte besser zeigen können, dass für Rueda eine neue Welt aufgeht. Bis vor kurzem wäre den Young Boys ein dergestalt beeindruckter Trainer bei weitem nicht gut genug gewesen. 2010 hatte der Verwaltungsrat noch die Phase 3 ausgerufen; 2011 kam das Engagement Christian Gross' als Symbol des Grossangriffs. Der hochdekorierte Trainer diktierte und forderte – und musste Ende April wegen zu viel Scherben und zu wenig Siegen gehen. Einen Monat später gibt YB einem Coach die Chance, der die Erfahrung von 56 Super-League-Spielen mitbringt. Deren 13 gewann er – was wenig ist, aber auch darin gründet, dass er Aussenseiter wie Aarau (2004) und zuletzt Lausanne betreute.

Diese Statistik muss nicht bedeuten, dass der 49-Jährige keinen Erfolg haben wird. Doch der Entscheid pro Rueda ist eine Kehrtwende. Dem übertriebenen Posaunen folgt die etwas aufgesetzt wirkende Bescheidenheit. Von Titelhunger ist keine Rede; vielmehr sagt der CEO Ilja Kaenzig, zuerst müsse die letzte Saison verkraftet werden – «es war intensiv, man muss schauen, dass man alles wegbringt». Gewisse Voten tragen seltsame Züge. Manchmal könnte man meinen, das Wirken von Gross habe YB in den Grundfesten erschüttert – als sei der Erfolgstrainer den Bernern vor einem Jahr aufgezwungen worden. Selbiges mag am ehesten auf Kaenzig zutreffen, der die Verpflichtung von Gross zumindest nicht forciert haben soll, was lange nicht nach aussen drang.

Daher ist schwer abzuschätzen, wie einhellig heute die Zustimmung für Rueda ist. So sehr der Technische Direktor Hansruedi Hasler betont, das Suchverfahren sei systematisch erfolgt und keine Zangengeburt gewesen – so sehr ist zu hören, Michael Schjönberg sei bis vor kurzem der Favorit gewesen. Der Däne hat aber kein grosses Palmarès und steht Kaenzig nahe (gemeinsame Vergangenheit bei Hannover 96), was den CEO bei Problemen angreifbar gemacht hätte. Ob Kaenzig aus Überzeugung oder wegen Überstimmung von Schjönberg abrückte, bleibt unklar. Und so kam Rueda zu Ehren, der lange weniger aussichtsreich schien als der Basler U-21-Coach Carlos Bernegger und der von Beratern lancierte Luzern-Trainer Murat Yakin. Rueda sagt, er habe niemanden, der ihn auf dem Markt feilbietet, er habe noch nie einen Berater gehabt, auch als Spieler nicht. Er ist nicht branchentypisch, kein Lautsprecher, sondern zurückhaltend und anständig, «weil ich Werte habe, die ich verteidige». Nach dem Rücktritt als Spieler 1999 trainierte er Winterthur und Wohlen, ehe er sich 2004 in Aarau erstmals auf höchstem Niveau versuchte. Doch nach knapp acht Monaten und bloss fünf Siegen musste er gehen und meinte danach, er sei einfach ein zu lieber «Siech». Er war sich nicht zu schade, zurück auf Start zu gehen, arbeitete bei GC im Juniorenbereich, ging erneut nach Wohlen und 2010 nach Lausanne.

Der damalige Verbandsdirektor Hasler habe ihm gesagt, das Engagement in Aarau sei zu früh gekommen – «er hat recht gehabt», räumte Rueda am Donnerstag ein. Hasler sass daneben und sagte, er begrüsse es, wenn Trainer ihre Karriere schrittweise aufbauten. Vermutlich verbirgt sich darin ein Argument für Rueda: Er hört auf Hasler, vielleicht auch auf Kaenzig. Böse Zungen würden sagen: Er ist besser steuerbar als Gross. So akzeptierte Rueda die Vertragsofferte von bloss einem Jahr. Und im kleinen Kreis sagte Rueda, er hätte gerne seinen Assistenten aus Lausanne mitgebracht, doch YB hatte andere Vorstellungen. Rueda fügte sich – YB, diese einmalige Chance, war ihm wohl zu kostbar. Gross hatte einen eigenen Staff mitgebracht, basta. Er war das eine Extrem, Rueda ist das andere.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 22015.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Juni 2012, 09:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
03.06.2012

Bild

Zitat:
Berner Suche nach Bodenhaftung

Der neue YB-Trainer Martin Rueda beginnt in Bern als Bittsteller. Von Peter B. Birrer
Als Martin Rueda Mitte Mai nach der 2:3-Niederlage in Luzern den Rücktritt als Trainer des FC Lausanne-Sport ankündigte, sprach er von «einem längeren Auslandaufenthalt». Er wolle reisen, hospitieren, sich weiterbilden, und er sei sich des Risikos wegen der beschränkten Trainerstellen in der Super League bewusst. Obschon YB zu dem Zeitpunkt bereits den Nachfolger von Christian Gross suchte, war die Verbindung «Rueda und YB» im Medienraum des Luzerner Stadions kein langer Gedanke. Heute behauptet Rueda, dass er in Luzern noch nicht an YB gedacht habe.

Der YB-CEO Ilja Kaenzig konnte kein Anknüpfungspunkt sein, auch das Berner Gerassel mit Gross und das Posaunen von der «Phase 3» sprachen nicht für Rueda, der allerhöchstens den nie erkalteten Draht zu Hansruedi Hasler im Kopf gehabt haben konnte. Hasler ist Technischer Direktor bei YB und gilt in der Trainerwahl als Königsmacher. Ihm imponiert, dass Rueda «ganz gezielt» den behutsamen Karriereaufbau von unten nach oben wählt. Das sagt Hasler an der Medienkonferenz im Stade de Suisse, an der Rueda 19 Tage nach seiner zögerlichen Rede in Luzern als YB-Trainer vorgestellt wird.

Potenzial für Irritationen

Nach dem Abwürgen der 2011 mit viel Geld und Energie eingeleiteten Übung mit Gross suchen die Berner Halt. Sie brechen mit der unmittelbaren Vergangenheit, sie wirken belastet, etwas traumatisiert, orientierungslos, wie ein gebranntes Kind. Das Gesamtpaket hat auch Potenzial für Irritationen. Rueda ist nicht teuer und erhält trotzdem nicht mehr als einen Einjahresvertrag, zudem muss er von A bis Z mit dem Staff arbeiten, den man ihm zusammengestellt hat.

Während Gross vor einem Jahr fast alle Mitarbeiter ausgewechselt hatte, darf Rueda nicht einmal den Assistenten Alexander Kern mitnehmen. «Das geht nicht, also muss es jetzt anders gehen», sagt Rueda. Er ist dankbar und nimmt, was ihm gegeben wird. Man kann folgern, dass YB nicht vorbehaltlos zum Trainer steht. Natürlich wird das in Abrede gestellt.

Das Profil des gebürtigen Spaniers, der 1992 Schweizer wurde, hat wenig Kratzer. Die Trennung von Lausanne führte nach zwei von Treue geprägten Jahren zu sonderbaren Missklängen: Rueda gab in Schweizer Dialekt den selbstgewählten Abgang bekannt, dem der Klub im Communiqué Stunden später auf Französisch frontal widersprach. Aber das sind kleine Störungen. Jean-François Collet, der Präsident des FC Lausanne-Sport, lobt vielmehr die «Bescheidenheit» Ruedas, dessen «Direktheit» und die Fähigkeit, «auch in schwierigen Situationen guten Fussball spielen zu lassen». Das wurde Collet vom kleinen FC Wohlen vor Augen geführt, weshalb er Rueda 2010 von dort nach Lausanne lotste.

In Wohlen arbeitete der Präsident Andreas Wyder dreimal mit Rueda. «Er ist kein Überflieger, verliert nie Bodenhaftung und stellt seine Qualitäten unter den Scheffel», sagt Wyder. Der Trainer Rueda ist, wie der Defensivspieler Rueda bei GC, in Wettingen, Luzern und Neuenburg gewesen ist: ehrlich, redlich, nett, anständig, unaufgeregt, etwas langweilig, selten phantastisch, dafür umso effizienter – «kein Querkopf mit Starallüren», wie die Fachzeitung «Sport» 1997 schrieb. Ein Transfer und ein Vergleich sagen mehr als 100 Worte. Der frühere Xamax-Trainer Gilbert Gress holte 1995 Rueda als Ersatz für den zum HSV ziehenden Abwehrpatron Henchoz. Gress ernannte Rueda zum verspäteten Erbfolger des grundsoliden Iren Don Givens, der Xamax während der meisterlichen 1980er Jahre beglückt hatte.

Schon als Spieler war Rueda leise, kein Liebling der Medien, der mit geschliffenen Worten um sich warf. Das färbt auf die Ausstrahlung ab. Daran hat sich wenig verändert, obschon er des Spanischen und Französischen mächtig ist und den YB-Stürmer Bobadilla in dessen Landessprache erreichen wird. «Die Kommunikation ist sein Schwachpunkt», sagt Collet, der das Verhalten Ruedas beim Lausanner Rücktritt als «ungeschickt» und nicht «boshaft» abbucht. «Er hat kommunikativ aufgeholt», ergänzt Wyder. Und Michael Hunziker, der Rueda in Aarau 2004 kurz beschäftigte, sagt: «Ich habe lieber einen, der auf den Mund sitzt statt grosse Geschichten erzählt.» Trotzdem entliess ihn Hunziker – nach einem 4:0-Sieg gegen Servette, «weil zuvor die Resultate gefehlt hatten».

In Wohlen Spieler aussortiert

Ob Rueda die Berner, die ihm auch das Team fix vorgeben, in die Spur bringt, entscheidet ohnehin nicht die Wirkung gegen aussen, sondern die gegen innen. Da hört man Gutes, Direktes, Erdiges. Rueda sei nicht auf dem Podium, aber dafür in der Kabine und auf dem Rasen im Element und finde den Draht zu den Spielern. Er benutze die Sprache des Fussballs. Heisst es. Oder: Er zupfe die Spieler im richtigen Moment am richtigen Ohr und wisse, wie er sie aus dem Loch reisse. Er sei ein «grundehrlicher Arbeiter» (Collet) und habe «den Fussball von oben bis unten im Blut» (Wyder). Offenbar darf man sich ob der Zurückhaltung nicht täuschen lassen. In Wohlen kam es vor, dass er Spieler aussortiert haben wollte. «Er kann hart sein, wenn eine Schwelle überschritten wird», erinnert sich Wyder, der mit Forderungen nach Personalschnitten umzugehen hatte.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Montag 25. Juni 2012, 10:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
26.05.2012

Zitat:
Auf eine Bratwurst mit... Martin Rueda

Sind Sie eine Billiglösung?

YB-Trainer Martin Rueda (49) ist es wurst, dass man ihn unterschätzt: «Ich überzeuge durch Fachkompetenz und Persönlichkeit.»

Herr Rueda: YB-Wurst oder Bratwurst?
Martin Rueda: Die YB-Wurst!

Ihre Erste?
Nein, ich habe sie auch schon probiert.

Um im Bild zu bleiben: Ihr Vorgänger Christian Gross war der Sonntagsbraten: Was sind Sie?
Ich vergleiche mich nicht mit meinem Vorgänger. Er ist der erfolgreichste Klubtrainer der Schweiz.

Womit haben Sie die YB-Führung überzeugt?
Mit Fachkompetenz. Ich bin seit zwölf Jahren Trainer, habe auf verschiedenen Stufen Erfahrungen gesammelt. Ich konnte die Verantwortlichen durch meine Persönlichkeit überzeugen, durch meine Arbeit in Lausanne.

Stört es Sie, wenn man sagt, Sie seien ein Challenge-League-Trainer?
Ja, das stört mich. Mein Ziel ist die Super League. Darauf habe ich lange hingearbeitet. Ich bin überzeugt, dass ich in der Super League ein guter Trainer bin.

Christian Gross hatte ein Fixgehalt von einer Million: Sie verdienen nicht mal einen Viertel davon: Sind Sie eine Billiglösung?
Mich interessiert das nicht. Es muss für YB, für das Team und für mich stimmen.

Vor einem Jahr redete man in Bern von Titeln, der Champions League: Davon spricht heute keiner mehr.
Es ist gut, dass man nicht von Titeln spricht, sondern zuerst ein solides Fundament baut.

Den Fans können Sie nach all den zweiten Plätzen im Cup und in der Meisterschaft nicht sagen: Wir wollen Vierter werden.
Wir wollen gut arbeiten, Erfolg haben. Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Aber ich will nicht von einer Platzierung sprechen. Der Titel wird in einem Jahr vergeben. Mal schauen, wo wir dann stehen.

Sie übernehmen eine Mannschaft, die Sie nicht selber zusammengestellt haben.
Wir haben das vor meiner Anstellung besprochen. Es hiess: Es liegt nicht drin, Neue zu holen. Das ist für mich kein Problem: Unser Kader ist hervorragend.

Assistenztrainer Thomas Häberli soll mittelfristig als Chefcoach aufgebaut werden: Was ist das für ein Gefühl, wenn der Nach­folger auf der Bank sitzt?
So denke ich nicht, in keinem Moment. Ich bin mit der Si­tuation sehr zufrieden.

Sie haben nur ein Jahr Vertrag: Ist das Vertrauen der YB-Führung doch nicht so gross?
Die Vertragsdauer spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass ich diese Chance erhalte. Wenn ich gute Arbeit liefere, wird mein Vertrag verlängert. Es gibt genug Beispiele von Trainern, die man mit längerfristigen Verträgen ausstattete und die nach einem halben Jahre gehen mussten. In diesem Job musst du erfolgreich sein, dann wird dein Vertrag verlängert. Bist du erfolglos, nützt auch ein Dreijahres­vertrag nichts.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 37293.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.07.2012

Bild

Zitat:
Rueda: «Unsere Ziele sind doch nicht bescheiden»

Martin Rueda spricht im Interview über die plötzliche Bescheidenheit bei YB und seine Ziele. Der neue YB-Trainer nennt seine Führungsspieler, stärkt Raúl Bobadilla – und hat kein Problem mit seinem Einjahresvertrag.

Martin Rueda, warum wird YB eigentlich nicht Meister?
Martin Rueda: (überlegt lange) Es spricht nichts dagegen, dass wir Meister werden. Aber ich verstehe diese Frage nicht.

Wenn man den Exponenten des Vereins so zuhört, erhält man den Eindruck, YB habe vor lauter neuer Bescheidenheit keine sportlichen Ambitionen mehr...
...das stimmt doch nicht! Aber es bringt nichts, wenn man Sprüche klopft. Wir müssen uns auf unsere Leistungen konzentrieren und gut und hart arbeiten. Vor der Saison ist meines Wissens noch niemand Meister geworden.

Ist es denn nicht ein radikaler Stilbruch, nach Phase-3-Geschwafel und Titelankündigungen plötzlich derart zurückhaltend und leise zu sein?
Das mag radikal sein. Aber was in Bern vor meiner Zeit war, will ich nicht beurteilen. Es ist nun entscheidend, die Vergangenheit zu vergessen, selbst wenn das manchmal nicht leicht ist. Wir werden sehen, wie das Team reagiert, wenn es Rückschläge gibt. Man kann eine enttäuschende Saison verdrängen, doch es gibt immer Momente, in denen die Spieler daran erinnert werden.

Haben Sie mit Vorgänger Christian Gross einmal gesprochen?
Nein.

Aber Sie haben verunsicherte Akteure vorgefunden?
So kann man das nicht sagen. Man spürt halt, dass die letzte Saison nicht gut verlief. Mit der Vorbereitung bin ich jedoch sehr zufrieden, die Spielfreude ist vorhanden, alle ziehen voll mit. Nun geht es darum, das Potenzial in den Partien umzusetzen. Dann ist für uns vieles möglich. Wir wollen in der Liga vorne mitspielen, im Cup überwintern und in der Europa League die Gruppenphase erreichen. Unsere Ziele sind doch nicht bescheiden.

Glauben Sie, dass es für YB ein Vorteil ist, muss Basel einen personellen Umbruch vollziehen?
Nein. Der FCB wird nicht schwächer als letzte Saison sein, er hat sich gut verstärkt und verfügt immer noch über eine sehr gute, sehr talentierte Mannschaft. Möglicherweise dauert es ein paar Wochen, bis Basel eingespielt sein wird. Für uns ist es wichtig, gut in die Saison zu starten. Dann verziehen sich die Zweifel endgültig, und wir können mit Selbstvertrauen agieren.

Man erhält den Eindruck, YB und auch Sie würden sich, vielleicht bewusst, kleiner machen. Ist das die neue Klubdoktrin?
Nein. Noch einmal: Ich halte nicht viel davon, mit Sprüchen allen und jedem mitzuteilen, wie stark man sei. Dadurch hat man keinen Punkt gewonnen. Wir haben ausgezeichnete Spieler...

...die noch letzte Saison Meister werden sollten...
...und jetzt sagt ja niemand, das sei verboten. Doch nach Negativerlebnissen ist es schwierig, sofort wieder den Schalter umzulegen. Es wird für uns eine grosse Herausforderung sein, auf Niederlagen zu reagieren. Die Erwartungen an YB sind automatisch enorm, da bringt es doch nichts, wenn wir sie künstlich noch erhöhen. Das ist meine feste Überzeugung, und das hat überhaupt nichts mit Taktik, Kalkül oder irgendeiner Doktrin zu tun.

Die Führungsverhältnisse in Bern sind nicht einfach, es gab in den letzten Jahren viel Unruhe. Welchen Eindruck haben Sie vom Verein bisher erhalten?
YB ist ein ausgezeichnet geführter, sehr professioneller Klub mit fantastischen Aussichten. Schauen Sie das Stadion an, das Team, das Umfeld, die Zuschauerzahlen, die Fans. Es gibt ausser Basel keinen Verein in der Schweiz mit diesen Möglichkeiten. Wenn ich schon nur das Medieninteresse sehe, ist das beeindruckend und motivierend. Mit den Aktionären habe ich bisher noch nicht viel zu tun gehabt. Für mich als Trainer ist es einfach toll, mit derart starken Fussballern und in einem so tollen Umfeld arbeiten zu dürfen.

Wen betrachten Sie denn als Führungsspieler in Ihrem Team?
Captain Marco Wölfli, Christoph Spycher, Alain Nef, Michael Silberbauer, Alexander Farnerud und Raúl Bobadilla bilden die Achse. Dazu ist Ivan Benito, unser zweiter Goalie, mit seiner Persönlichkeit ein bedeutender Faktor.

Man weiss von Ihnen, dass Sie gerne auf zwei Stürmer setzen und das 4-4-2-System als Basis Ihrer Überlegungen ansehen. Passen Bobadilla und Emmanuel Mayuka im Angriff zusammen?
Selbstverständlich. Bobadilla ist mit seiner Klasse und seinem Willen ein Ausnahmespieler in der Super League. Er ist eigenwillig, klar, aber das muss ein Torjäger sein. Beide haben mir versichert, dass sie bereit sind, sich in einem Zweimannsturm auch unterordnen und anpassen zu können. Ich bin überzeugt, dass das klappen wird. Doch wir wollen variabel bleiben, und deshalb müssen wir auch andere Spielsysteme beherrschen können.

Emmanuel Mayuka soll, wenn möglich, noch im August ins Ausland verkauft werden. Stört Sie das als Trainer nicht?
Er ist ein starker Angreifer, ich würde gerne länger mit ihm planen können. Aber die Super League war, ist und bleibt eine Ausbildungsliga. Man hat mir gesagt, dass es auch eine wichtige Aufgabe von mir sei, die zahlreichen jungen, talentierten Spieler zu fördern.

Bobadilla ist für die ersten vier Ligaspiele noch gesperrt. Sind Sie erleichtert, fehlt er gegen St.Gallen, GC, Thun und Servette und nicht gegen Spitzenklubs?
Sein Ausfall ist ärgerlich und bitter, vor allem auch für Bobadilla selber. Da spielt es keine Rolle, gegen wen er auf der Tribüne sitzen muss. Immerhin werden wir in der Europa-League-Qualifikation in den nächsten Wochen hoffentlich viele Partien zu bestreiten haben. Also wird auch er Spielpraxis erhalten.

Sie sprechen sechs Sprachen und können mit Bobadilla auf Spanisch reden...
...das ist ein Vorteil. Ich kann mich mit jedem Spieler gut unterhalten, das macht es einfacher.

Ihre ehemalige Frau war Dänin. Sprechen Sie mit Michael Silberbauer also auf Dänisch?
Das ginge theoretisch, aber mit ihm kann ich ja auch Englisch und Deutsch reden.

Und wie gross ist eigentlich Ihr Respekt vor der Aufgabe bei einem Grossverein wie YB?
Hier ist alles mehrere Nummern grösser als in Lausanne. Aber meine Hauptaufgabe ist gleich geblieben. Ich will und muss aus Einzelspielern eine funktionierende Einheit bilden. Und ich habe immer gesagt, dass ich mir diese Chance verdient habe.

Weil Sie nur einen Einjahresvertrag erhielten und den Trainerstab nicht selber bestimmen durften, heisst es auch, das Vertrauen in Sie sei wohl nicht riesig. Wie sehr belastet Sie das?
Überhaupt nicht. Ich weiss, wie respektvoll und professionell der Verein mit mir umgeht. Mich stört es, wenn man mich als Billiglösung oder Notnagel bezeichnet, aber es ist auch ein Ansporn, es den Kritikern zu beweisen. Und warum hätte ich gegen den Trainerstab sein sollen? Assistent Thomas Häberli, Konditionstrainer Martin Fryand und Goalietrainer Paolo Collaviti kennen YB und die Spieler ausgezeichnet. Und sowieso: Haben wir Erfolg, wird mein Einjahresvertrag verlängert. Werden wir nur Siebter, wäre auch ein Fünfjahresvertrag keine Jobgarantie.


Zur Person

Martin Rueda ist eine ruhige, sachliche Person. Der neue YB-Trainer vermittelt den Eindruck, unaufgeregt und ohne Allüren zu arbeiten. Er ist bestimmt kein Schlagzeilenlieferant, aber der schweizerisch-spanische Doppelbürger kann, wie man hört, im Training oder in Gesprächen mit den Spielern durchaus hart und dominant auftreten. Rueda sieht das Engagement bei YB als Belohnung für seine langjährige, gute Arbeit in unteren Ligen.

Der 49-Jährige spielte früher als intelligenter Defensivspieler für GC, Wettingen, Luzern und Xamax, bestritt fünf Länderspiele und stand 1994 im Schweizer WM-Kader. Als Trainer arbeitete er seit 1999 für Wohlen (dreimal), Winterthur, Aarau, im Nachwuchs der Grasshoppers und zuletzt erfolgreich in Lausanne.

Martin Rueda gilt als Verfechter des Offensivfussballs. Er kann aber durchaus pragmatisch vorgehen, wie er letzte Saison in Lausanne bewies, als er nach vielen Gegentoren in der Vorrunde nach der Winterpause mit Erfolg deutlich defensiver agieren liess. Er kündigte gegen Ende Saison an, seinen Vertrag in Lausanne nicht verlängern zu wollen.

Hätte er keinen neuen Klub gefunden, wäre er ins Ausland hospitieren gegangen. Rueda schwärmt von einem einwöchigen Trainingsbesuch bei Cesare Prandelli vor einigen Jahren, als der heutige italienische Nationaltrainer die Fiorentina trainierte. «Es war sehr interessant, zu sehen, wie Prandelli in allen Bereichen arbeitet. Er setzt ja auch gerne auf eine mutige Spielweise», sagt Rueda.

Der neue Coach der Young Boys ist geschieden und besucht seine zwei Söhne (21 und 18 Jahre alt) oft in Zürich. Er spricht Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch und Dänisch. Rueda hat sich in Bern gut eingelebt, ist bereits einmal in der Aare schwimmen gegangen, wohnt in Gümligen – und hat bisher noch keine Zeit gehabt, seinem Hobby, dem Tennisspielen, nachzugehen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19866779

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.07.2012

Bild

Zitat:
«Und? Das ist doch kein Problem»

YB-Trainer Martin Rueda sagt vor Saisonstart, was er von unzufriedenen Spielern erwartet, was er für ein Verhältnis zu Assistent Thomas Häberli hat und weshalb er nicht gerne in Hotels übernachtet.

Martin Rueda, auf welchem Platz steht YB Ende Saison?

Es wäre ungeschickt, wenn ich im Vorfeld der Meisterschaft einen konkreten Platz nennen würde. Klar ist: Wir wollen vorne mitspielen, und die Qualifikation für einen Platz in der Europa League erachte ich als Pflicht.

Bei YB wird neuerdings allenthalben von Bescheidenheit gesprochen. Wenn man der Clubleitung zuhört, könnte man meinen, der Club habe einen Aderlass hinter sich und müsse im schlimmsten Fall um den Abstieg kämpfen. Dabei gab es kaum Mutationen im Kader.

Ich habe Verständnis für die Clubführung, dass sie nach der unglücklich verlaufenen letzten Saison nicht grosse Töne spuckt. Ich selber bin auch keiner, der das Maul aufreisst, noch bevor die ersten Punkte verteilt sind. Was stimmt: Wir haben viele ausgezeichnete Spieler bei YB. Doch diese werden nur Erfolg haben, wenn sie bereit sind, sich in den Dienst des Teams zu stellen.

Sie haben im Moment 26 fast gleichwertige Spieler im Kader. Das wird etliche Unzufriedene geben, selbst wenn sich YB für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

Auf diesem Niveau muss ein Spieler akzeptieren können, dass er nicht immer zur Stammelf gehört – oder sogar einmal einen Match auf der Tribüne verfolgen muss. Das Thema Solidarität ist mir sehr wichtig. Ich werde es nicht akzeptieren, wenn Ersatzspieler Unruhe in die Gruppe hineintragen. Das habe ich auch dem Team klargemacht.

Gegenüber den Medien wirken Sie eher scheu. Wie ist Martin Rueda, wenn er mit seinen Spielern spricht?

Mir ist der Austausch mit den Spielern sehr wichtig. Ich bin nicht ein Trainer, der sagt: «So geht es und nicht anders, verstanden!» Die Spieler wollen heute angehört werden und nicht nur reine Befehlsempfänger sein.

Mit Thomas Häberli haben Sie einen Assistenten, der das Innenleben von YB viel besser kennt als Sie und sehr nahe bei der Mannschaft steht.

Und? Das ist doch kein Problem. Es ist nicht so, dass «Häbi» der kleine Assi ist und ich der grosse Chef. Wir haben eine sehr flache Hierarchie. Er steht schon wegen seines Alters den Spielern näher als ich. Also ist es nichts als logisch, dass er viel mit ihnen spricht. Als langjähriger Stürmer betreut er auch immer wieder Übungen im Offensivbereich.

Nimmt Häberli auch Einfluss auf die Mannschaftsaufstellung?

Wir tauschen uns immer wieder aus während und zwischen Trainingseinheiten. Doch keine Frage: Als Chefcoach trage ich die Verantwortung für die Aufstellung.

Und: Wer spielt beim Meisterschaftsauftakt gegen St. Gallen?

Das verrate ich Ihnen nicht – es sei denn, Sie publizieren die Aufstellung nicht bis kurz vor Matchanpfiff (lacht).

Ich nehme an, Wölfli, Nef, Veskovac, Farnerud, Spycher, Costanzo und Mayuka stehen in der Startelf.

Das sagen Sie (lacht wieder).

Auf der rechten Mittelfeldseite hat Rückkehrer Christian Schneuwly Matias Vitkieviez überflügelt.

Das stimmt nicht. Schneuwly und Vitkieviez sind zwei unterschiedliche Spieler, die sich auf gleicher Augenhöhe bewegen. Je nach Ausgangslage werde ich auf den einen oder den anderen setzen.

Zurückgemeldet hat sich Mario Raimondi, der letzte Saison weit nach hinten durchgereicht wurde.

Mario hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er willens ist, um einen Stammplatz zu kämpfen.

Wie ist es um den Formstand von Emmanuel Mayuka bestellt?

Er ist fit, seine Spielfreude ist zurück.

Wie weit ist der junge Michael Frey?

Ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Er ist äusserst robust für sein Alter und will jeden Tag besser werden.

Mit dem FC St. Gallen bekommt es YB am Sonntag mit einem sehr unbequemen Gegner zu tun. Was erwarten Sie von Ihrem Team?

St. Gallen will dem Heimpublikum etwas zeigen. Es wird von Beginn weg viel Dampf machen und die Zweikämpfe suchen. Deshalb ist es wichtig, dass wir kämpferisch dagegenhalten.

Noch ein Wort zum Thema Hotelübernachtungen. Anders als Ihr Vorgänger Christian Gross halten Sie wenig vom auswärtigen Übernachten vor Spielen. Wieso?

Weil man zu Hause am besten schläft. Und weil die Aufenthalte im Hotel mit extrem langen Wartezeiten verbunden sind. Deshalb werden wir in der Regel nur vor Auswärtsspielen die Nächte im Hotel verbringen. Vor Heimpartien werden wir nur Tageszimmer beziehen.


Kommentar Ruedi Kunz

Spieler müssen Wohlfühloase verlassen

Kein Jahr ohne Umbau. Im Sommer 2010 wurde der damalige Betriebsleiter Stefan Niedermaier handstreichartig aus dem Amt entfernt und durch Ilja Kaenzig ersetzt. Vor einem Jahr wechselte der neue YB-Trainer Christian Gross fast das halbe Team aus. Heuer nun werden wieder in der Chefetage Stühle verschoben. Diese Woche wurde bekannt, dass der Technische Direktor Hansruedi Hasler sein Arbeitspensum auf 50 Prozent halbiert hat. Fast gleichzeitig legte Benno Oertig seine Verwaltungsratsmandate ab und stiess seine Minderheitsbeteiligung von 12 Prozent ab. Dies auf sanften Druck der Mehrheitsaktionäre Andy und Hans-Ueli Rihs, die nun alleinige Besitzer von YB sind.

Oertigs Ausscheiden aus dem Führungszirkel gibt YB die Chance, nicht nur salbungsvoll von der Rückkehr zu alten Tugenden und der «Verbernerung» des Klubs zu sprechen, sondern auch entsprechend zu handeln. Keine grossspurigen Sprüche à la «Phase 3», keine überteuerten Transfers von zweit- bis drittklassigen Ausländern, sondern grundsolide Arbeit, um verlorenen Goodwill zurückzugewinnen: Das muss die Maxime sein in der nächsten Zeit.

Insofern ist es sicher nicht falsch, auf die Karte Bescheidenheit zu setzen. Doch man kann es auch übertreiben. Die YB-Führung redet im Moment derart vieles klein, dass man meinen könnte, der Klub mit dem zweitgrössten Budget der Super League müsse die Saison 2012/13 mit einem reinen Verlegenheitsteam bestreiten.Das Gegenteil ist der Fall: Trainer Martin Rueda steht nahezu das gleiche Kader zur Verfügung, das die Rückrunde bestritten hat. Es ist eine Gruppe von Spielern, die für Super-League-Verhältnisse überdurchschnittlich talentiert ist. Die grosse Frage ist, ob diese Gruppe auch fähig ist, überdurchschnittliche Leistungen zu bringen? In der letzten Saison war sie es viel zu selten. Genau genommen wuchs sie nur in den zwei Heimspielen gegen den FC Basel und in der Europa-League-Qualifikation gegen Braga über sich hinaus. Für die Stagnation wurde der Coach verantwortlich gemacht. Gross’ gestrenges Regime nehme ihnen die Freude am Beruf und stelle ihnen die Luft ab, klagten die Spieler im privaten Kreis. Nun, da der dominante Kontrollfreak Gross weg ist und mit Martin Rueda eher ein Kumpeltyp die Verantwortung trägt, steht einer Leistungssteigerung eigentlich nichts mehr im Weg.

Ja: Die teuerste YB-Mannschaft aller Zeiten – die Lohn- und Prämienkosten dürften im Erfolgsfall fast 20 Millionen Franken betragen – hat eine Bringschuld. Sie muss zeigen, dass sie Charakter hat und willens ist, sich auf dem Platz zu zerreissen. Das darf der Arbeitgeber verlangen, der sie sehr gut entlöhnt und ihnen ein nahezu perfektes Umfeld bietet. Das dürfen aber auch die Fans verlangen, die trotz den jüngsten Rückschritten weiter in stattlicher Zahl ins Stadion kommen.Sollte die Mannschaft wieder nicht in Schwung kommen, darf sich die Clubleitung ruhig überlegen, ob es mittelfristig nicht sinnvoller wäre, den überteuerten Betrieb etwas zurückzufahren und vermehrt auf billigere Eigengewächse zu setzen


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Un ... y/16346507

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. August 2012, 17:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28
Beiträge: 6742
YB-Flash: Interview mit Martin Rueda




Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. September 2012, 08:38 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28
Beiträge: 6742
«In My Car» mit Martin Rueda




Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. September 2012, 08:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
19.09.2012

Bild

Zitat:
«Das ist wie eine Champions-League-Gruppe»

Welche Note würden Sie der bisherigen YB-Saison geben?

Martin Rueda: Eine 4,5.

Warum nicht besser?

Es war ein hartes Stück Arbeit, drei Runden zu überstehen und die Europa League zu erreichen. Das war ein Saisonziel. Aber in der Liga ist es nicht ideal gelaufen. Wir müssten mehr Punkte haben.

Wie meinen Sie das?

Bei der 0:1-Heimniederlage gegen GC waren wir das bessere Team. Wir hätten auch die Spiele gegen Lausanne und bei Servette, die unentschieden endeten, gewinnen müssen. Zudem waren wir in Sion bei der 0:1-Niederlage nicht schwächer. Fünf Punkte mehr wären sicher dringelegen.

Als Sie im Sommer anfingen, waren Sie beeindruckt von den Dimensionen bei YB. Haben Sie sich daran gewöhnt, bei einem Schweizer Topklub zu arbeiten?

Ja, man stellt sich schnell auf neue Arbeitsbedingungen ein. Es ist ein schönes Gefühl, hier arbeiten zu dürfen. Wenn ich sehe, wie viele Leute sich mit YB identifizieren und wie gross das Interesse in der Bevölkerung ist, dann ist das jeden Tag eine Verpflichtung.

Gibt es Beispiele, wie Sie die YB-Begeisterung erlebt haben?

Ja, viele. Ich laufe gerne durch Bern, dabei werde ich regelmässig angesprochen. Die Leute sprechen mir Mut zu. Aber sie können auch ganz schön kritisch sein und mir ohne Hemmungen die Meinung sagen. Es ist schön, zu sehen, wie YB diese Stadt bewegt.

Ertappen Sie sich manchmal dabei, zu denken, Sie hätten einen echten Traumjob?

Es gibt in der Schweiz kaum bessere Stellen als Fussballtrainer. Ich habe einen Traumjob, den viele Leute gerne ausüben würden. Das macht mich stolz. Aber es gibt auch Schattenseiten, Druck und Medieninteresse sind riesig.

Haben Sie Mühe damit?

Nein, mir ist klar, dass ich stärker beobachtet und härter kritisiert werde als zuletzt bei Wohlen und in Lausanne. Ich finde aber, die Berner Zeitung ist manchmal zu kritisch. Es geht nicht darum, Spiele schönzureden, die nicht schön waren. Doch es ist nicht alles grottenschlecht, was wir machen...

...das behaupten wir ja nicht...

...aber ich bin der Meinung, dass die Berichterstattung in Bern tendenziell zu negativ ist. Die Spieler lesen das auch, die Zuschauer bilden sich ihr Urteil, das alles kann für uns ein Problem sein. Aber, keine Sorge, wir müssen mit Kritik umgehen können.

Bei YB wird halt gerne schöngefärbt, das kann nerven. Ausserdem wartet der Verein jetzt seit 25 Jahren auf einen Titel.

Diese Ungeduld in Bern habe ich festgestellt. Es gibt hier Vorgeschichten und knapp verpasste Titel, doch ich bin mein Amt unbelastet angetreten. Deshalb bin ich teilweise erstaunt, wie emotional in Bern über YB diskutiert wird. Die Erwartungshaltung ist riesig, aber die Faszination Fussball erlaubt es jedem, einen Standpunkt zu vertreten. Es ist halt interessant, wie schnell man nach zwei schlechten Leistungen abgeschrieben sein kann.

Immerhin hat unsere Zeitung YB vor der Saison auf Rang 1 getippt.

Das ist schön (lacht). Die Saison dauert ja auch noch lange, der Titel wird nicht im September vergeben. Doch bevor wir über Rang 1 reden, müssen wir uns steigern. Ich kann nämlich schon nachvollziehen, dass man mit uns bisher nicht restlos zufrieden ist.

Inwiefern?

Uns fehlt die Konstanz. Wir brauchen endlich eine Serie mit drei, vier Siegen, um oben anzugreifen. Ich rege mich selber stark über unser Auf und Ab auf.

Wie kann sich das ändern?

Wir müssen die Zweifel, die immer noch in den Spielern sind, besiegen, die Angst vor dem Versagen lähmt sie zu oft. Manchmal reicht ein Gegentor, und das Team beginnt zu zittern, ist auf einmal stark verunsichert, spielt nicht mehr entschlossen und mutig.

Mit Ihrem breiten, gut besetzten Kader sind Sie aber zufrieden?

Ich wusste, dass YB nach der sehr teuren letzten Saison sparen muss. Das ist kein Problem, immerhin haben wir Emmanuel Mayuka durch Gonzalo Zarate ersetzen können. Ich hätte gerne mehr Verstärkungen gehabt...

...ein Trainer will immer mehr...

(lacht) ... ja, sonst wäre er kein ambitionierter Trainer. Ich finde es aber auch spannend, ein Team zu formen und aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste herauszuholen. Ein wichtiges Projekt für mich ist, junge Akteure zu fördern und einzubauen. Wir haben jetzt mit Michael Frey und Haris Tabakovic zwei sehr junge Stürmer als Ersatz für Raúl Bobadilla. Sie werden Schritt für Schritt herangeführt. Man muss ständig neue Akzente setzen.

Gehört es auch zu Ihrem Konzept, regional verankerte Fussballer zu forcieren?

Das finde ich wichtig, ja, aber im modernen Fussball ist das nicht immer einfach. Ich fand es sehr gut, holten wir Christian Schneuwly zurück, Mario Raimondi haben wir wieder integriert, sie nehmen wie Marco Wölfli und Christoph Spycher wichtige Rollen ein und stammen aus der Umgebung.

Sie spielen gerne mit zwei Stürmern, setzten zuletzt aber regelmässig auf das 4-1-4-1-System.

Wir haben damit gute Leistungen gezeigt, sind stabil, dieses System passt zum Team. Aber wir wollen flexibel bleiben, auch mal mit zwei Stürmern oder nur drei Verteidigern agieren. Man darf nicht zu leicht auszurechnen sein.

Stört Sie die YB-Abhängigkeit von Angreifer Bobadilla?

In erster Linie bin ich froh, einen so starken Stürmer zu haben. Natürlich ist er nur schwierig zu ersetzen. Aber jedes Team benötigt einen Torjäger, und wir haben einen sehr guten. Andere Offensivspieler sind weniger überzeugend gestartet, aber ich werde hier jetzt keine Einzelkritik betreiben. Ich vertraue allen Akteuren, wir haben starke Alternativen.

Welches war eigentlich Ihr Lieblingsteam als Kind?

Ajax Amsterdam. Und Holland. Ich war ein grosser Verehrer von Johan Cruyff. Er war mein Vorbild, als ich jünger war. Später begeisterte mich der FC Barcelona, wo Cruyff ja auch war.

In Ihrer Jugendzeit dominierte aber in Europa auch Liverpool.

Das war auch eine sehr starkes Team. Aber mir stand der technisch geprägte Fussball von Cruyff und den Holländern näher. Der FC Liverpool ist ein Weltklub, ein Mythos, und wir sind sehr, sehr stolz, mit YB im Europacup gegen ihn antreten zu dürfen. Das ist ein Höhepunkt. Wir freuen uns extrem auf die Europa League. Das ist ja wie eine Champions-League-Gruppe.

Mit YB?

(schmunzelt) Mit YB. Es ist unser Ziel und Traum, einmal in der Champions League zu spielen.

Die schwach in die Saison gestarteten Udinese und Liverpool könnten die Europa League im Gegensatz zu Anschi nicht prioritär behandeln. Zudem hat YB in Europa in den letzten Jahren starke Teams bezwungen.

Ja, wir sind nicht chancenlos. Es ist aber der falsche Ansatz, wenn man behauptet, wir hätten nichts zu verlieren. Wir haben Stolz und Ehre zu verlieren und wollen uns nicht einfach damit begnügen, Aussenseiter zu sein. Wir können eine Überraschung schaffen.

Wie schätzen Sie denn die Chancen von YB realistisch ein?

Die anderen Teams sind nicht so weit entfernt. Wir können Liverpool in Verlegenheit bringen, wenn wir forsch und frech auftreten, an uns glauben und nicht nur verteidigen und uns verstecken. Ich traue uns einiges zu.

Welche Erkenntnisse haben Sie über Liverpool gewonnen?

Wir haben mehrere Spiele analysiert und Liverpool dreimal beobachtet. Es ist eine Mannschaft, die das Spiel gestalten will, sie spielt konstruktiv, hat aber resultatmässig nicht überzeugt. Man spürt, dass noch nicht alles wie gewünscht klappt. Das kann unsere Chance sein. Doch wir dürfen uns nichts vormachen, bei Liverpool spielen überragende Einzelkönner, es gibt den ausgezeichneten Stürmer Luis Suarez, die Qualität ist enorm hoch.

Und welchen Akteur von Liverpool hätten Sie gerne bei YB?

Wenn ich nur einen wählen könnte, wäre es immer noch Steven Gerrard. Er verkörpert im Mittelfeld absolute Weltklasse.

Wie gefährlich ist die Dreifachbelastung Liga, Cup, Europacup?

Wir werden die Einsatzzeiten der Spieler gut dosieren müssen, der Trainingsbetrieb wird teilweise sehr reduziert stattfinden. Entscheidend ist, dass man gut regeneriert und auf viele Dinge wie die Ernährung Wert legt. Zudem haben wir genau deswegen ein relativ breites Kader. Jeder wird zum Einsatz kommen.

Sie erhielten nur einen Einjahresvertrag und müssen Argumente für eine Vertragsverlängerung sammeln. Wie belastend ist diese Situation für Sie?

Man hat als Fussballtrainer immer Druck. Was hilft mir ein Fünfjahresvertrag, wenn ich zehnmal in Serie verliere? Wir haben die Europa League erreicht, doch es geht weiter. Ich möchte gerne länger bei YB arbeiten.

Wie einsam ist ein Fussballcoach?

Wir stehen in der Verantwortung und müssen gehen, wenn es nicht läuft, so ist das nun einmal in diesem Geschäft. Damit muss man umgehen können. Wichtig ist, im Stress nicht zu vergessen, auch mal zu entspannen und Dinge zu tun, die einem Spass machen.

Und wie nervös sind Sie vor dem Start der Europa League, ihrem Trainerkarrierehöhepunkt?

Die Vorfreude ist grösser als die Nervosität. Mit Lausanne nahm ich vor zwei Jahren als Challenge-League-Verein ja bereits an der Europa League teil. Damals hatten wir mit Palermo, ZSKA Moskau und Sparta Prag eine deutlich weniger attraktive Gruppe als jetzt. Ich hoffe, dass wir im letzten Spiel im Dezember gegen Anschi noch eine Chance haben werden, weiterzukommen.

Also ist das Überwintern das neue europäische Ziel?

Es wäre gegenüber den anderen Teams unverschämt, von uns Rang 2 zu erwarten. Dennoch wollen wir dieses Ziel anpeilen.

Intensive Zeit

Martin Rueda empfängt im Trainerbüro im Stade de Suisse zum Gespräch. Er wirkt locker und gibt entspannt Auskunft. Der Trainer wohnt in Gümligen und verbrachte seine Freizeit im Sommer gerne im Muribad und in der Aare.

Der 48-Jährige blickt auf intensive erste drei Monate bei YB zurück. Der Start in die Liga verlief holprig, aber mit der Qualifikation für die Europa League hat er das erste Saisonziel erreicht. Und jetzt freut er sich auf die Heimspiele gegen Liverpool und Basel innerhalb von drei Tagen und vor insgesamt über 50'000 Zuschauern. «Die Unterstützung für uns ist fantastisch», sagt Rueda.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16143927

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Montag 5. November 2012, 09:21 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
05.11.2012

Bild

Zitat:
«Ich weiss, wie das Trainergeschäft funktioniert»

YB-Trainer Martin Rueda blickt zurück auf das 0:2 in Basel. Er spricht über individuelle Fehler, mangelnde Konstanz und den Druck, der in seinem Job immer da ist.

Martin Rueda, YB schlug sich wieder einmal selbst und bleibt ein Rätsel. Weshalb findet keiner die Lösung?
Dieses 0:2 in Basel ist bitter und tut extrem weh. Ich habe uns bis zum ersten Gegentor als die bessere Mannschaft gesehen, wir spielten torgefährlicher als Basel. Aber dieses Spiel hat erneut gezeigt: Wir sind fragil, überhaupt nicht gefestigt und so kommt es immer wieder zu entscheidenden Fehlern. Diese mangelnde Konstanz ist zurzeit ein grosses Problem.

Haben Sie mit Goalie Wölfli über seinen missglückten Abschlag, der zum ersten Gegentor führte, bereits gesprochen?
Ja, das habe ich. Er ist extrem enttäuscht, und es tut ihm sehr leid für die Mannschaft. Und es ist besonders ärgerlich, denn Yapi begeht ein Handspiel, er berührt den Ball mit dem ausgestreckten Arm. Ich habe mir die Szene im TV nochmals angeschaut, da sieht man es deutlich. Doch es ändert nichts daran. Solche Fehler dürfen nicht passieren.

Das zweite Gegentor war ein Geschenk von Ojala. Sie fordern Verstärkung in der Abwehr, fühlen Sie sich mit dieser Forderung bestätigt?
Das ist so.

Individuelle Fehler sind das eine, aber diese Inkonstanz hat doch noch andere Gründe. Was stimmt nicht in dieser Mannschaft?
Es gibt verschiedene Gründe und die müssen wir teamintern besprechen und lösen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint gut, aber diese individuellen Fehler sorgen natürlich auch unter den Spielern für Diskussionen.

Wie sehen Sie Ihre Position bei YB?
Es tut mir in erster Linie leid für die vielen Fans, die YB im Herzen tragen, für den Verein, das Umfeld. YB steht nicht dort, wo es hingehört. Ich bin aber überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft etwas aufbauen können, wenn wir alle solidarisch bleiben.

Fühlen Sie sich unter Druck?
Natürlich spüre ich den Druck, der ist in meinem Job immer da. Ich weiss, wie das Trainergeschäft funktioniert. Da zählen nur Resultate.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/24568528

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Martin Rueda
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. November 2012, 10:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
06.11.2012

Bild

Zitat:
«Wir werden in vieler Hinsicht hart bestraft»

YB hat mit der Entlassung von CEO Ilja Kaenzig und der Niederlage in Basel turbulente Tage hinter sich. Trainer Martin Rueda sagt, wo die Probleme liegen.

Martin Rueda, YB galt vor der Saison als einer der Titelanwärter. Weshalb erleidet die Mannschaft immer wieder so empfindliche Rückschläge?
Wir machen uns mit individuellen Fehlern das Leben immer wieder selber schwer. Auf diesem Niveau hat das Konsequenzen, die schmerzen. Uns fehlt die Konstanz. Aber das Problem ist in Bern nicht neu.

Wie meinen Sie das?
Schon in der vergangenen Saison war die Mannschaft fragil, auf eine sehr gute Leistung folgte oft eine schlechte.

Wie können Sie sich das erklären?
Wenn wir wie gegen Udinese hervorragend spielen und das Spiel gegen einen italienischen Spitzenclub mit 3:1 gewinnen, dann muss jeder Einzelne sein ganzes Potenzial abrufen können. Aber das ist nicht in jedem Spiel möglich. Deshalb kommt es immer wieder zu einem eklatanten Leistungsabfall.

So wie zuletzt gegen Basel?
Das Spiel in Basel war lange Zeit gar nicht schlecht. Wir waren ebenbürtig und hatten mehr Spielanteile. Aber dann kamen wieder diese individuellen Fehler...

...die unter anderem auch von Ihrem Torhüter und Captain Marco Wölfli verursacht werden.
Ich muss Marco in Schutz nehmen. Als sein Befreiungsschlag beim Basler Yapi landete, spielte dieser den Ball klar mit dem Oberarm und erzielte dann die Führung. Ich will das nicht als Ausrede gelten lassen Aber wir wurden vom Schiedsrichter wieder einmal benachteiligt?

Sie sagen «wieder einmal». Fühlen Sie sich durch die Schiedsrichter generell benachteiligt?
Im ersten Spiel gegen Basel wurde ein klarer Elfmeter für uns nicht gepfiffen. In Sion war es das Gleiche. Auch im Zweifelsfall gab es viele Entscheidungen gegen uns. Wir werden in dieser Saison in vieler Hinsicht hart bestraft. Für die eigenen Fehler und für diejenigen der Unparteiischen.

Doch der zweite Basler Gegentreffer hatte nichts mit dem Schiedsrichter zu tun.
Nein, da konnte Verteidiger Ojala den Ball nicht kontrollieren, was Streller das 2:0 ermöglichte. Das war dann schon die Vorentscheidung in dieser Partie, obwohl sich die Mannschaft bemühte, das Spiel noch zu drehen.

Für die Zusammenstellung der Mannschaft waren vorwiegend die inzwischen Entlassenen, Trainer Christian Gross und CEO Ilja Kaenzig, verantwortlich. Weshalb haben Sie den Job in Bern überhaupt angenommen?
Für mich war das eine riesige Chance. Ich glaube an diese Mannschaft. Doch Sie muss eine Einheit und, wie gesagt, konstanter werden.

Wie wollen Sie das erreichen?
Mit sehr viel Arbeit. Die individuellen Fehler sind auch ein mentales Problem. Da fehlt es an der Konzentration, die man auch in jedem Training aufrechterhalten muss.

Was erwarten Sie vom Spiel in der Europa League am Donnerstag in Udine? Ich bin optimistisch, denn wir haben in Basel gute Ansätze gezeigt. Die Mannschaft hat schon im Hinspiel bewiesen, dass sie auch gegen einen Gegner dieses Kalibers bestehen kann.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/21427300

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 55 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » Ehemalige Spieler & Trainer


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 9 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de