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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. August 2010, 22:16 
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Berner Zeitung, 21.08.2010

Techniker erobert Fussballwelt

Mit erst 22 Jahren übernimmt Moreno Costanzo, seit Sommer bei YB, viel Verantwortung. Nach traumhaften Tagen steht der Spielmacher möglicherweise vor aufregenden, ganz persönlichen «englischen Wochen».

Vermutlich war das die Schlüsselszene für Moreno Costanzos grossartige Startzeit bei YB. Und auf jeden Fall symbolisierte die Aktion, was der Spieler mit diesen Worten umschreibt: «Ich übernehme gerne Verantwortung. Und da spielt es keine Rolle, ob ich 30 oder 20 Jahre alt bin.» Moreno Costanzo ist 22 Jahre jung, er war letzte Saison beim FC St. Gallen Vizecaptain – und Abteilungsleiter der Sparte «Eckbälle, Freistösse und Elfmeter». Wie selbstverständlich übernimmt der teuerste YB-Zugang aller Zeiten (Ablösesumme: rund 1,2 Millionen Franken) diese Funktion auch bei den Young Boys. Und – eben – seine persönliche Reifeprüfung erlebte der Spielgestalter in jener Szene im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Fenerbahçe Istanbul. Costanzo hatte im unglücklichen Berner Sturmlauf bereits Pfosten und Latte getroffen, doch als die Berner in der 89. Minute einen Penalty zugesprochen erhielten, zögerte Costanzo nicht. «Ich bin keiner, der sich viele Gedanken macht und nervös wird», sagt er. «Und so dachte ich da auch nicht, dass ein Fehlschuss von mir den Verein vielleicht 7 Millionen Franken kosten könnte.»

Ruhig und zuverlässig

Moreno Costanzo erzielte am 28. Juli gegen Fenerbahçe den Last-Minute-Ausgleich zum 2:2, und mittlerweile haben sich die Young Boys ja zumindest die Teilnahme an der Europa League und damit Einnahmen von rund 7 Millionen Franken gesichert. Costanzo («Man muss sich immer die höchsten Ziele setzen») aber will mehr, er möchte in die Champions League und gegen Real Madrid oder Barcelona antreten. «Warum sollten wir uns in Tottenham nicht durchsetzen?», fragt er. Und sagt: «Wir werden auch in London zu unseren Chancen kommen.»

Selbstbewusst ist Moreno Costanzo, überzeugt von sich und YB auch, aber er ist nicht arrogant und schon gar nicht abgehoben. «Ich bin ein zuverlässiger Typ, ruhig und bescheiden. Es geht nur Schritt für Schritt», sagt der schweizerisch-italienische Doppelbürger. «Sicher waren das zuletzt wunderbare, turbulente Wochen. Doch ich habe selber erlebt, dass es im Fussball nicht nur aufwärtsgehen kann. Mein Durchbruch bei St. Gallen zum Beispiel dauerte relativ lang. Und das hilft mir in dieser Situation sehr, immer schön auf dem Boden zu bleiben.»

Moreno Costanzo sitzt am Freitag gut gelaunt im Restaurant auf der Kleinen Schanze. Viel hat er von der Stadt nicht gesehen, seit er Anfang Juni nach Bern zügelte («Ich war am Bärengraben und bin am Bundeshaus vorbeispaziert»). Das Programm mit YB ist anstrengend, die Medientermine häufen sich, und beim Fototermin am Weltpost-Denkmal verhält sich Costanzo wie ein Routinier. «Es ist nicht so, dass mich die Leute nun alle zwei Meter erkennen und um Autogramme bitten», sagt er. «Aber natürlich ist mein Bekanntheitsgrad gestiegen.»

Märchenhafte Wochen

Auf der Skulptur, vor der Costanzo auf der Kleinen Schanze posiert, ist eine Weltkugel zu sehen. Und das passt: Der 22-Jährige erobert gerade die Fussballwelt. Am Sonntag vor einer Woche erzielte Costanzo ein herrliches Freistosstor beim 2:1-Sieg von YB bei GC, einen Tag später wurde er ins Nationalteam nachnominiert, wo er nach seiner Einwechslung beim Debüt in Klagenfurt gegen Österreich gleich das 1:0-Siegestor erzielte. Und jetzt steht Costanzo im besten Sinn des Begriffs vor «englischen Wochen». Er liebe es, alle drei Tage eine Partie zu bestreiten, sagt Costanzo, und, klar, die Partie in London gegen Tottenham werde ein Höhepunkt. Bald schon, am 7. September, trägt die Schweiz in Basel gegen England zudem das Startspiel zur EM-Qualifikation aus. «Ich wäre gerne dabei, doch es kann gut sein, dass ich in der U-21 eingesetzt werde, die sich für die EM qualifizieren kann», sagt Costanzo, der seit der U-16-Auswahl über 30 Nachwuchsländerspiele bestritten hat. «Ich muss Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld jetzt beweisen, dass ich in seine Mannschaft gehöre. Ein gutes Länderspiel reicht dazu nicht.»

Klares Ziel: Meister mit YB

Tottenham und England sind für den Techniker am Freitagnachmittag jedoch weit weg. «Wir müssen am Sonntag gegen Zürich gewinnen. Es kann nicht sein, dass wir in der Liga regelmässig schwächer spielen als im Europacup», sagt Costanzo. Selbstverständlich wolle er mit YB Meister werden, darum sei er ja nach Bern gewechselt und nicht in die Serie A oder in die Bundesliga, wo Mittelfeldklubs ebenfalls Interesse an ihm signalisiert hatten. «Und ab Sonntagabend dürfen wir uns dann auf Tottenham konzentrieren.»

Und vielleicht wird der Regisseur am Mittwoch an der White Hart Lane mit einem Freistoss (wie gegen GC), einem Elfmeter (wie gegen Fenerbahçe) oder einem genialen Pass (wie beim 3:2-Hinspielsieg gegen Tottenham vor dem 3:0 auf Xavier Hochstrasser) dafür sorgen, dass YB sogar mit 30 Millionen Franken Einnahmen aus der Champions League rechnen darf. Daran denken wird Costanzo aber bestimmt nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. September 2010, 10:22 
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4-4-42.com, 22.09.2010

Costanzo: Mitleid mit der alten Liebe?

YB-Akteur Moreno Costanzo kehrt am Mittwoch zum ersten Mal an jenen Ort zurück, wo er in der vergangenen Saison für viele Glanzlichter gesorgt hat. Der FCSG hat den Abgang seines besten Spielers der Saison 2009/2010 bis heute nicht verkraftet.

Letztes Jahr stand der FC St. Gallen nach 8 Spieltagen auf Platz 5, nach 7 gespielten Partien gar auf Rang 2. Der Aufsteiger verblüffte die gesamte Fussball-Schweiz. Grossen Anteil am damaligen Höhenflug hatte Mittelfeldspieler Moreno Costanzo. Der Ostschweizer erzielte in den ersten 7 Spielen vier Treffer, bis zum Ende der Saison sollte die Zahl gar auf 14 steigen. Costanzo war damit der beste Skorer im Dienste der Espen.

Wechsel zu den Young Boys

Kein Wunder, nahm das Wettbieten um den Super-Techniker seinen Lauf. Den Zuschlag erhielt bekanntlich YB. Costanzo schlug Angebote aus der Serie A und der Bundesliga aus, der Schritt nach Bern war seiner Meinung nach der richtige. Dies scheint sich nun zu bewahrheiten.

Bei den Gelb-Schwarzen kam Costanzo bisher 17 Mal zum Einsatz, darunter in den unvergesslichen Partien gegen Fenerbahce Istanbul und die Tottenham Hotspur. Obwohl seine Tor- bzw. Assistausbeute nicht mehr so überragend ist wie noch zu Beginn der vergangenen Saison, darf durchaus von einem geglückten Start in der Hauptstadt gesprochen werden.


Wehmütige St. Galler Anhänger

Nun geht die Reise für Costanzo zum ersten Mal zurück in seine Heimat. Der FC St. Gallen empfängt in der AFG Arena die Young Boys. Für Costanzo ist es eine Rückkehr zu seinen Wurzen. Seine Familie, seine engsten Freunde und auch seine Freundin wohnen in der Ostschweiz.

Wenn Costanzo den Rasen betritt, werden sich die Fans wehmütig an vergangene Zeiten zurückerinnern. An die wunderbaren Freistoss-Tore Costanzos, sein blindes Verständnis mit Mittelfeld-Kollege Fabian Frei sowie den Traum vom Erreichen der Europa League, der erst kurz vor Ende der Spielzeit platzte.

Stürzt Costanzo St. Gallen ins Elend?

Mittlerweile ist die Euphorie in St. Gallen grosser Ernüchterung gewichen. Nach einem katastrophalen Saisonstart sind die Olma-Städter ganz am Ende der Tabelle zu finden, das Abstiegsgespenst geht in der Ostschweiz nach 2008 schon wieder um.

Um es so schnell wie möglich zu vertreiben, müssen Punkte her - am besten schon gegen YB. Bleibt für St. Gallen zu hoffen, dass Costanzo nicht ausgerechnet am Mittwoch einen super Tag erwischt. Tage, wie er sie im FCSG-Trikot regelmässig hatte.

http://www.4-4-2.com/sportch/generated/article/fussball/2010/09/21/13023500000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. September 2010, 10:37 
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St. Galler Tagblatt, 22.09.2010

«Ich will mich dem stellen»

Zum erstenmal seit seinem Wechsel zu den Young Boys trifft Moreno Costanzo heute ab 19.45 Uhr in der AFG Arena auf seine früheren Teamkollegen des FC St. Gallen. Der 22-Jährige über seinen Aufstieg, die Nummer zehn und über Krisen.
Tagblatt

Herr Costanzo, gibt es etwas, das Sie in Bern vermissen?

Moreno Costanzo: Ich bin regelmässig in der Ostschweiz und besuche meine Familie, meine Freunde und meine Freundin. Ich habe im Sommer zum erstenmal den Club gewechselt. Natürlich vermisst man da sein Umfeld. In St. Gallen spielte ich mit vielen Kollegen zusammen, die ich schon aus meiner Juniorenzeit kannte. Die Young Boys gehören zu den grossen Clubs in der Schweiz, da treffen mehr unterschiedliche Mentalitäten aufeinander.

Sie sind im Club Stammspieler, erhalten die Möglichkeit, sich im Europacup zu präsentieren und kamen zuletzt zu drei Einsätzen im Nationalteam. Haben die vergangenen Wochen den Weggang von zu Hause erleichtert?

Costanzo: Natürlich lebt ein Fussballer für solche Einsätze. Europacup-Spiele gegen Fenerbahçe Istanbul, Tottenham und Stuttgart und die Aufgebote für das Nationalteam. Ich weiss nicht, ob mich Ottmar Hitzfeld berücksichtigt hätte, würde ich noch in St. Gallen spielen. Er sagte mir, dass ihn die internationalen Auftritte bewogen hätten, mich zu nominieren. Aber ich bin noch nicht dort, wo ich hin will. Ich muss mich noch besser einbringen. Bei den Young Boys verfüge ich noch nicht über denselben Status wie zuletzt in St. Gallen.

Trotzdem erschienen Sie nach Ihrem Début für die Schweiz und dem Tor gegen Österreich in allen Medien. Wie schwierig ist es, auf dem Boden zu bleiben?

Costanzo: Nach dem 2:2 und dem guten Spiel gegen Fenerbahçe, verloren wir in Bellinzona. Ich weiss, wie schnell man zurück ist in der Realität. Ich wurde nie in den Himmel gelobt, es gibt auch kritische Stimmen. Die Erwartungshaltung an mich ist hoch. Und vielleicht habe ich unterschätzt, was es bedeutet, die Nummer zehn zu tragen. Aber ich will mich dem stellen. Es ist eine Herausforderung, die ich bestehen muss, wenn ich einmal ins Ausland wechseln möchte. Die Gefahr, dass ich den Boden unter den Füssen verliere, besteht nicht.

In der Meisterschaft läuft es nicht rund. Die Young Boys haben bis anhin erst zwei Punkte mehr gewonnen als St. Gallen. Wie sehr ist in Bern die Nervosität vor dem Spiel in der Ostschweiz spürbar?

Costanzo: Es herrscht keine Nervosität. Aber es steht fest: in den nächsten drei Spielen müssen wir neun Punkte gewinnen. Sonst brennt der Baum. Auch in St. Gallen war es ab und zu unruhig. Aber die Young Boys stehen doch vermehrt im Fokus. Das ist normal. Sie waren in den vergangenen Jahren einem Titelgewinn oft nahe und scheiterten dann doch. Da ist klar, dass solch ein Saisonstart niemandem gefällt. Wir haben andere Ansprüche.

Womit tut sich Ihre Mannschaft besonders schwer?

Costanzo: Wir sind noch nicht so gut eingespielt wie beispielsweise der FC Basel. Zudem verloren wir mit Seydou Doumbia den besten Super-League-Torschützen der vergangenen zwei Jahre. Das sind alles Fakten, die zusammenspielen. Um den Rückstand zu verringern, müssen wir nun aber eine Serie starten.

Mit einem schönen Pass bereiteten Sie gegen Basel das 2:0 vor, danach ereignete sich der schwere Unfall von Emiliano Dudar. War diese Situation für Sie eine der schwierigsten Ihrer Karriere?

Costanzo: Das schreckliche war, dass wir nicht einschätzen konnten, wie schwer sich Emiliano Dudar tatsächlich verletzt hatte. Er war bewusstlos, blutete und wir mussten Schlimmes befürchten. Glücklicherweise hatte er seine Zunge nicht verschluckt. Wir sind froh, dass er sich wieder auf dem Weg der Besserung befindet, dass die Verletzung nicht gar so gravierend ist. Bei der U18 in St. Gallen musste ich einmal Ähnliches miterleben, als ein Spieler die Zunge verschluckte. Der Unfall von Dudar war für mich der zweite schlimme Vorfall.

Wie ging die Mannschaft vor dem Europa-League-Spiel in Stuttgart mit diesen Vorkommnissen um?

Costanzo: Wir wollten unbedingt für ihn gewinnen, was uns dann leider nicht gelang (0:3, Red.). Emiliano Dudar ist ein enorm wichtiger Spieler für uns, wir können ihn nicht einfach eins zu eins ersetzen, wir brauchen ihn.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihres ehemaligen Clubs St. Gallen?

Costanzo: Die Mannschaft hatte einige Abgänge zu verzeichnen. Ich denke, Uli Forte hätte gerne den einen oder anderen Neuzuzug mehr getätigt. Aber wenn man liest, was nun passiert ist, weiss man, dass der Club kaum mehr über finanzielle Möglichkeiten verfügt. Ich hoffe ganz einfach, dass er nicht in den Abstiegsstrudel gerät. Ich denke, dass er das schafft, wenn das Team weiter zusammenwächst. Das war immer die Stärke des FC St. Gallen. Er wird weiter gewinnen – ich hoffe einfach, nicht schon gegen uns.

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. September 2010, 15:41 
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Beiträge: 29376
Blick, 22.09.2010

«Ich mache mir keinen Druck»

Moreno Costanzo ist das grösste Spielmacher-Talent der Schweiz. Seine Leistungen bei YB sind bisher durchzogen. Nun kehrt der Toggenburger in die Ostschweiz zurück.

BLICK: Moreno Costanzo, Sie spielen erstmals als Nicht-St.-Galler in der AFG-Arena. Und doch ist es nicht die erste Rückkehr?

Moreno Costanzo: Eigentlich schon. Ich habe wohl mein Nationalmannschafts-Debüt in der AFG-Arena gegeben. Aber es ist das erste Mal im YB-Dress. Das zählt.

Apropos St. Gallen. Denen gehts dreckig: 16 Millionen Franken Schulden …

Ich hoffe, dass sich der Verein retten kann – und oben bleibt.

Auch Sie haben sich über die Pfiffe «Ihres» Publikums gegen Alex Frei beim Test geärgert.

Es ist schwierig für mich, da etwas zu sagen. Aber klar: Das sollte nicht vorkommen. Trotz allem muss man damit umgehen können.

Wie stufen Sie Ihre eigenen Leistungen bei YB ein?

Es gab Hochs und Tiefs. Ich hatte gute internationale Spiele. Und alles war ja nicht schlecht, sonst wäre ich nicht zweimal in die Nati aufgeboten worden.

Als Regisseur sollten Sie aber den Karren reissen, auch oder gerade wenn es nicht läuft.

Das weiss ich. Die Erwartungen an mich sind hoch. Aber da mache ich mir keinen Druck.

Gerade gegen Topteams mangelt es Ihnen noch an Wasserverdrängung. Fehlen da auch Muskeln?

Das ist auch genetisch bedingt. Aber ich bin kein Träumer und weiss: Da habe ich Luft nach oben. Ich muss an Muskelmasse zulegen. Alles geht nicht ausschliesslich mit Technik.

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 10:52 
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Was ist bloss mit Costanzo los? Bei St. Gallen spielte er sehr gute Spiele, seit er aber bei YB kickt läufts nicht. ich dachte damals nach dem Heimspiel gegen Fenerbahçe und nach dem Nationalteam Einsatz jetzt gehts mit ihm aufwärts. Leider aber sehe ich bis heute keine effiziente Steigerung von Morena Costanzo. Für einen 10er muss er einfach mehr bringen finde ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 9. Dezember 2010, 14:53 
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sport.ch, 09.12.2010

Costanzo: ''Das darf keine Ausrede sein''

Moreno Costanzo erlebt mit YB in dieser Saison eine Achterbahn der Gefühle. Im Interview mit sport.ch spricht der Ostschweizer über das Auf und Ab seiner Mannschaft und verrät, wo er bei sich selbst noch Verbesserungspotential sieht.

sport.ch: Moreno Costanzo, am Samstag setzte es für YB trotz einer starken ersten Halbzeit eine 1:3-Pleite ab. Weshalb hat es nicht zu einem besseren Ergebnis gereicht?

Moreno Costanzo: Nun ja, Basel ist nach der Pause stärker geworden und wir haben gleichzeitig abgebaut. Das verträgt es halt einfach nicht. Vor allem nicht gegen einen FCB, der im eigenen Stadion meiner Meinung nach die stärkste Mannschaft in der Schweiz ist.

Hatte der Leistungsabfall mit dem kräfteraubenden Spiel in der Europa League gegen den VfB Stuttgart zu tun?

Nein, das möchte ich nicht als Ausrede gelten lassen. Schliesslich haben wir gewonnen, da steckt man solche Strapazen sowieso einfacher weg als wenn das Spiel mit einem negativen Resultat endet.

Sie bestreiten das letzte Spiel in der Vorrunde gegen Ihren Ex-Verein, den FC St. Gallen. Wie sehr haben Sie die jüngsten Geschehnisse in der Ostschweiz betroffen gemacht?

Die ganze Geschichte ist mir sehr nahe gegangen, schliesslich habe ich dem Verein extrem viel zu verdanken. Ich bin glücklich, dass der Klub eine Lösung gefunden hat.

Und wie verfolgen Sie die sportliche Situation?

So viel ich gesehen und gehört habe, spielt der FCSG meist gar nicht so schlecht und kommt zu vielen Chancen. Leider setzt es aber zu viele Niederlagen ab. Spiele wie jenes gegen Xamax muss man natürlich gewinnen. Trotzdem bin ich positiv gestimmt. Es werden wohl vier, fünf Mannschaften gegen den Abstieg spielen. Es ist noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen.

Stehen Sie noch in Kontakt mit Ihren ehemaligen Teamkollegen?

Ja, wir sind ständig im Austausch. Fünf oder sechs Spieler höre und sehe ich regelmässig. Wie bereits gesagt: Ich habe dem FCSG viel zu verdanken, hatte dort eine wunderbare Zeit. So etwas vergisst man nicht.

Wenn YB gegen St. Gallen verliert, könnte der Rückstand auf die Spitze auf 11 Punkte anwachsen...

Ja, das ist richtig. Wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Zürich und Luzern treffen aufeinander, sie werden sich also gegenseitig Punkte wegnehmen. Das kommt uns natürlich entgegen.

YB hat in dieser Saison zwei Gesichter gezeigt. Auf starke Auftritte folgten oft unerklärlich schwache Darbietungen. Wie sind Sie mit ihrer eigenen Leistung zufrieden?

Mein Fazit fällt positiv aus. Ich wurde dreimal für die Nati aufgeboten, habe also sicher vieles richtig gemacht. Aber wie das ganze Team hat es auch bei mir eine Weile gedauert, bis ich den Tritt gefunden habe. Ich denke aber dass das normal ist, wenn man in eine neue Mannschaft kommt. In St. Gallen war ich der unumstrittene Leader. Es ist mein Ziel, dies auch bei YB zu werden. Dafür muss ich aber noch mehr leisten.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Im Zweikampfverhalten habe ich bestimmt noch Luft nach oben. Als gelernter Stürmer muss ich da noch hinter die Bücher. Es sind aber vor allem viele kleine Dinge, die man stetig verbessern muss. Es läuft aber immer besser, auch mit meiner Tor- und Assistausbeute in der Meisterschaft (4/4, Anm. der Redaktion) kann ich zufrieden sein. Verbesserungspotential ist aber bestimmt noch vorhanden.

Sie leben nun seit gut fünf Monaten in Bern. Wie gefällt es Ihnen in der Hauptstadt?

Ich fühle mich hier sehr wohl. Wenn es im Team stimmt, fühle ich mich schnell zuhause. Da ist die Stadt, in der ich lebe, nebensächlich. Was zählt ist die Mannschaft und meine Leistung auf dem Platz.

http://sport.ch.sportalsports.com//sportch/generated/article/fussball/2010/12/09/13710500000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 9. Dezember 2010, 15:53 
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Zitat:
Mein Fazit fällt positiv aus. Ich wurde dreimal für die Nati aufgeboten, habe also sicher vieles richtig gemacht.


Ich sehs nicht so positiv wie er. Wie schon erwähnt, hätte ich mehr von Costanzo erwartet. Habe einfach das Gefühl der Junge ist noch nicht in Bern angekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Samstag 5. März 2011, 10:42 
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Der Bund, 05.03.2011

Costanzo hat den Kampf angenommen

Womöglich sitzt der YB-Mittelfeldspieler auch heute gegen GC zuerst auf der Ersatzbank. Doch der 23-Jährige überzeugte zuletzt bei seinen Teileinsätzen.

Seit Mittwochabend können sich die Young Boys ausschliesslich auf die Meisterschaft konzentrieren, und die Bilanz in diesem Jahr in der Super League ist nicht schlecht. 4 Spiele: 3 Siege und 1 Unentschieden. 7 der 9 Punkte Rückstand auf Leader FC Basel hatten sich die Young Boys während der Vorrunde eingehandelt.

Seit der Rückrunde spielt Alexander Farnerud für die Young Boys, und seit der Ankunft des Mittelfeldspielers von Bröndby Kopenhagen hat sich die Situation von Moreno Costanzo geändert.

Jede Einsatzminute ist wertvoll

Der Ostschweizer, nach der Vorrunde mit 9 Skorerpunkten (4 Tore, 5 Assists) in der Statistik der offensiv wirkungsvollste Spieler bei den Berner, hat seinen Stammplatz an den Neuankömmling aus dem hohen Norden verloren. Farnerud überzeugte bisher durch Zweikampfstärke, körperliche Präsenz, gute Spielübersicht und erzielte immerhin auch schon drei Tore. Noch hat Trainer Vladimir Petkovic davon abgesehen, Farnerud und Costanzo zusammen in die Startformation zu nominieren. Im Training wurde diese Variante schon verschiedene Male vorbereitet. Zuletzt kam Costanzo jedoch als Einwechselspieler zum Einsatz, wie am Mittwoch beim Cup-Out gegen den FCZ. Ob der Trainer sich heute Abend im Letzigrund gegen GC (17.45 Uhr) mit Christoph Spycher und Thierry Doubaï im Zentrum wieder für die defensivere Variante entscheidet, weiss Costanzo nicht.

«Ich weiss, dass ich wohl nie in der Premier League in England spielen werde, für diesen Fussball bin ich nicht der Spielertyp», sagt Costanzo, wenn er auf seine körperlichen Möglichkeiten angesprochen wird. «Aber ich arbeite an meinen Schwächen.» Unbestritten sind seine technischen Fertigkeiten am Ball, seine gute Schusstechnik, seine Kreativität. YB-Chef Ilja Kaenzig hat mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass Costanzo den Kampf um den Stammplatz angenommen hat. «Moreno zeigt eine positive Reaktion, er kämpft um
seinen Platz. Gegen Xamax und auch
am Mittwoch gegen die Zürcher brachte er nach seiner Einwechslung neuen Schwung in unser Spiel.»

Jede Minute Einsatz bei YB sei wichtig für ihn, sagt Costanzo, der in Gedanken auch immer wieder an den Sommer denkt. Im Juni spielt die Schweizer U-21-Auswahl die EM-Endrunde in Dänemark. Drei Plätze für London 2012 werden dort ausgespielt, und sollte England die Halbfinals erreichen, würden gar alle vier Halbfinalplätze die Olympiaqualifikation bedeuten. «Für die Schweiz am Olympischen Turnier zu spielen, das wäre ein Traum», schwärmt er und kehrt gedanklich ganz schnell wieder in die Gegenwart zurück.

GC sucht den Weg nach vorne

Die Enttäuschung nach dem Aus im Cup sei gross, räumt Costanzo ein. «Aber wir sind nicht niedergeschlagen.» Auch der heutige Gegner musste sich nach einer schmerzlichen Niederlage (1:2 im Cup gegen Sion) aufraffen und braucht dringend Punkte. Costanzo glaubt nicht, dass YB heute im Letzigrund gegen die im Abstiegskampf steckenden Grasshoppers auf ein total defensiv agierendes Team treffen wird. «Das ist nicht die Spielweise von Trainer Sforza.»

http://www.derbund.ch/bern/Costanzo-hat-den-Kampf-angenommen-/story/23498297

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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. März 2011, 14:33 
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Eins zu Eins: Besuch bei Moreno Costanzo




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 Betreff des Beitrags: Re: (10) Moreno Costanzo
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. Mai 2011, 10:29 
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Tagblatt, 27.05.2011

Zitat:
«Was hätte ich denn machen sollen?»

FUSSBALL. Der frühere St.Galler Moreno Costanzo hat mit seinem Treffer zum 2:1 viel dazu beigetragen, dass der FC St.Gallen absteigen muss. Im Interview äussert er zwar Bedauern für seinen Ex-Club und die Ostschweiz, sagt aber auch: «Ich gebe alles für den Verein, bei dem ich spiele.»

Moreno Costanzo, was ging Ihnen nach Ihrem Treffer gegen den FC St.Gallen durch den Kopf?
Moreno Costanzo: Natürlich überlegte ich kurz, was dieser Treffer für meinen Ex-Verein bedeuten kann. Ich hatte auch mitbekommen, dass Bellinzona in Führung war. Aber: Es stand erst 2:1 für YB - die St.Galler hatten auch nach meinem Tor noch genügend Zeit, um zu reagieren. Zudem haben sie den Ligaerhalt meiner Meinung nach nicht gestern verspielt, sondern bei der Niederlage in Neuenburg.

Sie jubelten nach Ihrem Tor nicht...
Costanzo: Ja, und zwar aus Respekt gegenüber meinem früheren Verein und dessen Spielern. Der Verein liegt mir nämlich nach wie vor am Herzen. Ich habe zwölf Jahre für St.Gallen gespielt, hier die Juniorenabteilungen durchlaufen. Es tut mir leid, dass der FCSG nun abgestiegen ist, ich habe diese Nacht nicht gut geschlafen. Aber was hätte ich denn tun sollen?

Beispielsweise einen Querpass spielen statt abdrücken. Das zumindest finden jetzt gewisse FCSG-Fans, wenn Ihnen der Club schon so viel wert sei.
Costanzo: Ich bin Profisportler und gebe alles für den Verein, bei dem ich spiele. Und das ist jetzt YB.

Ihr Weggang im vergangenen Sommer war ein wichtiger Faktor, welcher den sportlichen Niedergang beim FCSG ausgelöst hat. Hätten Sie sich überhaupt in St.Gallen halten lassen, wenn der Verein Sie nicht des Geldes wegen verkauft hätte?
Costanzo: Für mich war klar, dass ich zu einem ambitionierteren Verein wechseln wollte. Und davon gibt es in der Schweiz drei: Basel, Zürich und die Young Boys. YB hatte sich lange um mich bemüht. Von daher war für mich klar, dass ich diese Herausforderung annehmen wollte.

Der FC St.Gallen wechselte Trainer Uli Forte nach einigen Spielen in der Rückrunde gegen Jeff Saibene aus. Überflüssig, finden die einen; viel zu spät, sagen die anderen. Haben Sie bereits gegen Schluss Ihres Engagements in St.Gallen Anzeichen dafür gehabt, dass die Dinge unter Uli Forte aus dem Ruder laufen könnten?
Costanzo: Nein. Und ich finde es völlig fehl am Platz, die Schuld jetzt bei Uli Forte zu suchen. Er hat mit dem FCSG den direkten Wiederaufstieg geschafft und den Verein in der Folgesaison souverän in der Super League gehalten. Im Sommer hatte er dann nicht die Möglichkeit, gute Transfers zu tätigen.

Was ist Ihre Botschaft an die St.Galler Spieler und Fans?
Costanzo: Ich hoffe, dass der FC St.Gallen auf direktem Weg wieder aufsteigt. Wenn er das Team einigermassen beisammen halten kann, sollte es diesbezüglich nicht schlecht aussehen. Ich wünsche diesen Wiederaufstieg dem ganzen Verein und der Region.


http://www.tagblatt.ch/nachrichten/spor ... 92,2573779

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