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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. März 2010, 11:10 
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Berner Zeitung, 02.03.2010

YB-Torhüter Marco Wölfli: «Ich bin stolz, dabei zu sein»

Am Mittwoch trifft Marco Wölfli mit der Schweiz im WM-Testspiel in St.Gallen auf Uruguay. Der Torhüter spricht über YB und den Titelkampf, Alex Frei und Gilles Yapi – und über seine Nationalteam-Rolle sowie einen Transfer ins Ausland.

Marco Wölfli, Sie dürften nach dem 2:1-Sieg gegen Zürich in bester Stimmung ins Schweizer Nationalteam eingerückt sein.
Marco Wölfli: Ja, natürlich, das war ein grosser Sieg für uns. Wir haben nie aufgegeben und auch mit einem Spieler weniger nie den Glauben verloren. Das war eine fantastische Leistung, die beiden Tore kurz vor Schluss waren der Lohn. Aber wir haben noch nichts erreicht.

Die Ausgangslage im Titelrennen ist aber verlockend, zumal bei Basel mit Alex Frei der wichtigste Spieler fehlt. Wie sehen Sie das?
Wir sind Leader, und wenn man nach 22 Spielen an der Spitze steht, will man auch am Ende oben sein. Ich habe mich überhaupt nicht gefreut, als ich von der Verletzung Freis hörte. Natürlich ist er für Basel sehr wertvoll. Aber eine Verletzung gönnt man keinem Spieler. Und der FCB hat ja immer noch viele gute Fussballer und ist ein starkes Team. Aber vor allem waren wir auch Erster, als sich Frei verletzte. Wir müssen auf uns schauen und unsere Aufgaben erledigen.

Bei YB sind Sie Captain und Führungsspieler. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Nationalteam, wo Sie hinter dem derzeit verletzten Diego Benaglio die Nummer 2 sind?
Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3, das spielt keine grosse Rolle. Ich hoffe, dass ich bei der WM in Südafrika dabei sein darf. Und ich bin dankbar, wenn ich dem Nationalteam helfen kann, so wie beim 0:0 zum Schluss in der WM-Qualifikation gegen Israel. Ich bin stolz, dabei zu sein.

Wie eng ist denn der Kontakt mit Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld?
Er gratuliert ab und zu per SMS, wenn die Leistungen gut waren, aber es ist nicht so, dass wir jeden Tag telefonieren.

Sie sind der einzige YB-Spieler in der Auswahl. Hat es Sie erstaunt, dass François Affolter und Alberto Regazzoni nicht aufgeboten wurden, obwohl in Abwehr und Sturm viele Akteure fehlen?
Es ist nicht an mir, das Aufgebot für die Nationalmannschaft zu diskutieren. Affolter ist noch sehr jung, er wird ja erst 19 Jahre alt. Ihm gehört die Zukunft, er spielt bereits erstaunlich abgeklärt. Und Regazzoni ist in einer überragenden Verfassung. Er ist auch mental weiter als früher. Ich bin sicher, dass er ein Thema für die WM sein wird, wenn er weiterhin derart starke Leistungen zeigen wird wie zuletzt.

Wie sieht eigentlich Ihre Zukunftsplanung aus? Im Idealfall kommt erst der Titel mit YB, dann die WM-Teilnahme und im Sommer der Wechsel ins Ausland.
Sie wissen, dass ich in dieser Beziehung ein eher langweiliger Interviewpartner bin (lacht). Jetzt kommt das Länderspiel am Mittwoch, dann spielen wir am Sonntag in Neuenburg gegen Xamax, das wird ein schwieriges Spiel. Es bringt nichts, zu weit in die Zukunft zu blicken. Und ich bin keiner, der einfach ins Ausland wechselt, damit er einmal im Ausland gewesen ist.

Falls YB Meister wird, lockt die Champions League. Könnte das ein Grund sein, zu bleiben?
Auch daran denke ich nicht. Ich bin sicher, dass wir in dieser Saison so erfolgreich sind, weil wir eben nicht zu viel träumen. Es ist auch meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass keiner abhebt.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YBTorhueter-Marco-Woelfli-Ich-bin-stolz-dabei-zu-sein/story/19238139

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. März 2010, 23:18 
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Wöufli isch ja gwüss öppe no dr bescht Schwiizer gsi wo ufem Fäud isch gstange gägä di cheibe Urus... ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Samstag 6. März 2010, 12:31 
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Der Bund, 05.03.2010

Trotz der Niederlage scheffelte Wölfli Pluspunkte

Der YB-Goalie musste gegen Uruguay in seinem vierten Länderspiel drei Gegentore hinnehmen, aber Marco Wölfli erhielt Lob von Nationalcoach Hitzfeld.

Bei einem 1:3 gebe es keine Sieger, nur Verlierer, brummte Ottmar Hitzfeld eine Nacht nach der Niederlage der Schweiz gegen Uruguay in St. Gallen auf die Frage, ob es in seinem Team nach diesem Testspiel auch Gewinner gebe. Um an der WM in Südafrika als Aussenseiter die Gruppenspiele überstehen zu können, braucht man als Trainer eine Abwehr, die sicher steht. Dazu einen Torhüter, der keine Fehler macht. Und in dieser Hinsicht war Hitzfeld in der Vergangenheit sehr verwöhnt - bei Bayern München konnte er sich damals mit Oliver Kahn auf einen Weltklasse-Goalie verlassen.

Gegen Uruguay erlebten nicht nur Hitzfelds Debütanten Rossini, Shaqiri und Chiumiento einen schwierigen Abend, auch von den Routiniers war wenig zu sehen. «Ich bin sauer auf die Vorstellung einiger Leistungsträger», sagte Hitzfeld. Namen nannte er nicht, doch zwei Spieler schloss er von seiner Kritik explizit aus: «Marco Wölfli war der beste Mann, zusammen mit Gökan Inler», lobte Ottmar Hitzfeld den Torhüter, und das mit gutem Grund. Der YB-Goalie hielt die poröse Abwehr einigermassen zusammen, er war der Einzige, der eine gewisse Sicherheit ausstrahlte, er rettete seine Mannschaft gegen Alvaro Pereira und zweimal gegen Luis Suarez vor einer noch deutlicheren Niederlage.

Als Nummer 2 etabliert

Hinter dem verletzten Diego Benaglio hat sich der 27-jährige Wölfli in der Hierarchie der Torhüter klar als Nummer 2 etabliert. «Auf den Torhüterpositionen haben wir zurzeit kein Problem», betonte Hitzfeld, «aber auch da weiss man nie; plötzlich verletzt sich einer oder gerät in ein Formtief.» Deshalb wolle er sich auf eine Rangordnung nicht festlegen, die zurzeit aber so lauten dürfte: Nummer 1 Benaglio, 2 Wölfli, 3 Leoni, 4 Coltorti. Was Hitzfeld an Wölfli besonders gefällt, ist seine «Lebendigkeit», wie er es formuliert. «Er spielt mit, ist sehr aufmerksam und hat mit richtigem Herauslaufen zwei gefährliche Situationen für uns gerettet.»

Gestern Donnerstag war Marco Wölfli beim Training im Stade de Suisse bereits wieder auf das nächste Meisterschaftsspiel am kommenden Sonntag gegen Xamax fokussiert. Auch bei den Young Boys spielt der Goalie zurzeit hinter einer Abwehr, die man nicht als ausgesprochen stabil bezeichnen kann. «Wenn man drei Gegentore erhält, ist es schwierig, ein positives Fazit zu ziehen», ging er nochmals auf das Länderspiel ein. «Uruguay hat uns ein Beispiel gegeben, wie man aggressiv und dennoch korrekt in die Zweikämpfe geht. Unsere WM-Gegner Chile und Honduras werden ähnlich spielen», glaubt Wölfli.

Auch er weiss, dass er mit seiner Leistung gegen Uruguay bei Hitzfeld Pluspunkte gesammelt hat, ist aber abgeklärt genug, um jetzt keine grossen Ansagen zu machen. «Meine Aufgabe ist es, bereit zu sein, wenn der Trainer mich braucht.» Hitzfeld wird diese Zurückhaltung gefallen. Er erlebt Wölfli als einen Spieler «mit positiver Ausstrahlung», der sich auch um die Jungen kümmere und versuche, ihnen die Nervosität zu nehmen. «Man merkt in seiner Art, dass er bei YB Captain ist.»

In zwei Tagen wartet die nächste Prüfung auf Wölfli in Neuenburg. Der WM-Countdown tickt nicht nur während der Testspiele der Nationalmannschaft.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Trotz-der-Niederlage-scheffelte-Woelfli-Pluspunkte/story/13920608

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 1. April 2010, 10:51 
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EINS ZU EINS: Marco trifft Marco




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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Samstag 3. April 2010, 14:23 
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topsport.com, 01.04.2010

Wölfli: Meistertitel - und dann ab nach Köln?

24 Jahre ist es her, dass die Young Boys einen Titelgewinn bejubeln konnten. Es scheint, als könnte diese Durststrecken bald ein Ende finden. Danach würde YB die Königsklasse anstreben - doch haben die Gelb-Schwarzen dann noch einen guten Goalie?

Wölfli: Für 1,2 Millionen Franken nach Köln?

Mehrfach wurde in dieser Saison schon berichtet, Wölfli könnte YB im kommenden Sommer verlassen. Mainz und Hannover waren am 27-jährigen Goalie des aktuellen Leaders in der Super League dran - es blieb bei den Spekulationen.

Doch nun scheint sich ein Wechsel doch noch zu konkretisieren. Wie die Zeitung ''EXPRESS'' schreibt, soll der FC Köln bereit sein, den Grenchener aus seinem bis 2012 dauernden Vertrag herauszukaufen. Die dafür notwendige Ablösesumme von 1,2 Millionen Franken, welche kolportiert wird, gleicht einem schlechten Witz. Warum? Wölfli hat sich bei YB zu einem der besten Torhüter der Schweiz entwickelt und in Ottmar Hitzfelds Nationalmannschaft bis zur Nr. 2 hinter Diego Benaglio hochgearbeitet.

FC-Keeper Mondragon hat zwei Offerten

Wölfli selbst will zu den Spekulationen keine Stellung nehmen, seine volle Konzentration gilt YB. Mit den Bernern möchte er im Meisterrennen bis zum Ende der Saison vorne bleiben und den von den Fans so herbeigesehnten Titel gewinnen.

Derweil denkt Keeper Faryd Mondragon über einen Abschied aus Köln nach. Der 38-Jährige sagt: ''Ich habe zwei Anfragen vorliegen.'' Zwar hat der charismatische Kolumbianer unlängst seinen Vertrag bei den Geissböcken verlängert, doch nun scheint ihn laut dem ''EXPRESS'' eine Abschiedstournee durch die amerikanische MLS zu reizen.

Auch Starke im Gespräch

Nicht nur Wölfli ist in Köln als Ersatz für Mondragon im Gespräch, sondern auch Duisburg-Goalie Tom Starke. Dieser sagt: ''Köln ist hochinteressant.'' Er wolle unbedingt in der 1. Bundesliga spielen - ob dies auch für Wölfli zutrifft? (mag)

http://www.topsport.com/sportch/generated/article/fussball/2010/04/01/11633200000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. Mai 2010, 08:53 
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Berner Zeitung, 04.05.2010

YB-Torhüter Wölfli: «Wir wollen auch ein solches Fest»

Marco Wölfli spricht über den Titelkampf mit dem FC Basel und den grossen Zusammenhalt bei den Young Boys. Und der 27-jährige YB-Goalie äussert sich zum SCB-Titel, den drohenden Sperren, seiner Zukunft und der WM.

Marco Wölfli, wir stellen uns als Schlagzeile dieses Interviews vor: «Wir werden Meister».
Marco Wölfli (lacht): Es entspricht nicht meiner Art und auch nicht unseren Spielern und YB, solche Schlagzeilen zu liefern. Andere dürfen das gerne jede Woche erzählen. Wir konzentrieren uns auf unsere Spiele.

Die Ausgangslage ist aber jetzt wirklich sehr gut.
Wir waren fast die gesamte Saison Leader. Und es ist ja klar, dass wir Meister werden wollen. Wir haben drei Punkte mehr als Basel, wir haben noch zwei Heimspiele. Aber wir sind gut damit gefahren, nur an das nächste Spiel zu denken.

Nach den zwei Niederlagen bei GC (1:2) und Sion (1:4) herrschte bestimmt Redebedarf bei YB.
Natürlich, wir haben gesprochen, aber das machen wir immer. Wir wissen genau, wenn wir etwas schlecht gemacht haben. Es geht dann darum, sofort reagieren zu können. Der Druck auf uns war sehr hoch nach diesen Niederlagen, aber wir haben uns auf die Arbeit konzentriert und dann gegen Xamax und jetzt in Zürich gewonnen.

Welche Rolle spielen Sie als Captain in diesem Prozess?
Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Ich bin schon lange bei YB, und als Captain ist es meine Aufgabe, auch mal laut zu werden.

Spüren Sie die grosse Sehnsucht in Bern nach einem YB-Titel?
Selbstverständlich, die Erwartungen sind gross. Man wird oft angesprochen, es ist beeindruckend, wie die Leute mitfiebern. Und die SCB-Meisterfeier in der Stadt Bern hat Appetit gemacht, wir wollen auch ein solches Fest erleben. Die Videobotschaft des SCB hat uns sehr gefreut, das war beste Motivation.

Denken Sie manchmal daran, wie es sein könnte, als YB-Captain den Meisterpokal zuerst in Empfang nehmen zu können?
Wie gesagt, ich bin ein Mensch, der nicht zu weit in die Zukunft blickt. Aber natürlich träume ich davon, diesen Pokal nach dem Heimspiel gegen den FC Basel im Stade de Suisse in die Höhe strecken zu können. Doch das machen die FCB-Spieler auch.

Und wie oft hören Sie, YB würde entscheidende Partien verlieren?
Das ist vor allem etwas für die Medien, wir Spieler beschäftigen uns nicht damit. Und wir wären nicht drei Runden vor Saisonende immer noch an der Tabellenspitze, wenn wir wichtige Spiele nicht auch gewinnen würden.

Denken Sie im Spiel eigentlich daran, dass Sie bei der nächsten Verwarnung gesperrt sind?
Man hat das im Hinterkopf, aber ich stelle meine Spielweise nicht um. Und zum Glück bin ich nicht so oft in Zweikämpfe verwickelt wie die Feldspieler...

...wie YB-Abwehrchef Emiliano Dudar, der bei der nächsten Verwarnung ebenfalls gesperrt ist. Wäre es nicht besser, wenn Dudar im zweitletzten Spiel in Luzern fehlen würde und nicht plötzlich am Ende gegen Basel?
Das kann man nur bedingt steuern. Am besten wäre es, wenn Dudar gar nicht fehlen würde.

Wenn Dudar nicht dabei ist, wirkt die YB-Abwehr relativ anfällig. Finden Sie auch, in letzter Zeit hatten Sie eher viel zu tun?
Manchmal habe ich halt mehr zu tun, aber zum Beispiel bei der 1:4-Niederlage in Sion hatte ich kaum Arbeit, so komisch das klingen mag. Und ich bin ja da, um Schüsse abzuwehren.

Bald im Ausland? Viele Vereine sind an Ihnen interessiert.
Das beschäftigt mich derzeit nicht. Das Ausland ist ein Ziel für jeden Fussballer, doch jetzt zählt nur der Titelkampf. Und ich habe einen Vertrag bis 2012.

Wenn YB Meister wird, wäre die Champions League einfacher zu erreichen. Könnte das ein Argument sein, in Bern zu bleiben?
Ich habe immer gesagt, dass ich nicht einfach ins Ausland wechsle, um im Ausland gewesen zu sein. Es muss alles stimmen. Und bei YB gefällt es mir.

Und mit Christoph Spycher kommt ein Kollege von Ihnen.
Ich kenne ihn gut, er ist nicht nur ein Supertyp, sondern auch ein hervorragender, vielseitiger Fussballer. Mit seiner Erfahrung aus der Bundesliga und aus seinen vielen Länderspielen sowie mit seinen Führungsqualitäten ist Spycher ein grosser Gewinn. Und mich als Torhüter freut besonders, dass er auch eine Verstärkung für die Defensive ist.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die WM nach Südafrika?
Ich muss ehrlich sagen, dass die WM für mich sehr weit weg ist. Wir haben drei wichtige Spiele zu bestreiten. Und dann hoffe ich, dass ich als Meister in die WM-Vorbereitung einrücke.

Überzeugend – und umworben

Marco Wölfli, seit 2003 bei YB, ist einer der Hauptgründe für den YB-Höhenflug. Sein Vertrag (bis 2012) ist mit einer Ausstiegsklausel versehen, zahlreiche ausländische Vereine wie Köln beobachten die Leistungen des starken Torhüters. YB ist sehr bestrebt, den Kontrakt Wölflis anzupassen – um den Captain nicht zu verlieren. Der 27-Jährige wird als Nummer 2 hinter Diego Benaglio an die WM reisen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wir-wollen-auch-ein-solches-Fest-/story/23609216

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 11:03 
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Berner Zeitung, 07.05.2010

YB-Goalie Wölfli: «Manchmal möchte ich mitstürmen»

Leader YB hat Nerven wie Drahtseile. Das Team von Trainer Valdimir Petkovic liess sich auch durch einen 0:1-Rückstand gegen den FC St. Gallen nicht aus dem Konzept bringen.

Ein spätes Tor durch den Kameruner Henri Bienvenu erlöste die Berner in der 93. Minute. In 14 Spielen hat Bienvenu nach seinem Wechsel im Januar von Espérace Sportive de Tunis 5 Tore geschossen und dabei auch noch 9 Assists verbucht. Die Berner bliesen nach dem Rückstand zur Aufholjagd. «Manchmal möchte ich mitstürmen», sagt Torhüter Marco Wölfli gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz. Wenn seine Mannschaft Chance um Chance herausspiele, sei er nicht verzweifelt. Es würden bei ihm deswegen auch nicht gleich die grauen Haare spriessen. «Das hat noch Zeit», sagt er ganz cool.

Der Captain strahlt wie immer eine stoische Ruhe aus. Diese überträgt sich offenbar auch auf die Mannschaft. «Wir glauben in jedem Spiel bis zur letzten Sekunde an den Sieg», erklärt Wölfli die Winnermentalität seiner Mannschaft. YB sei mental parat und im Kopf unheimlich stark. «Nach zwei Niederlagen haben wir uns nicht in gegenseitigen Schuldzuweisung selbst zerfleischt», sagt Wölfi. Die Niederlagen gegen Sion und GC hätten das Kollektiv nie destabilisiert. «Im Gegenteil, wir sind noch näher zusammengerückt», sagt Wölfli.

«Wir packen nicht gleich die Brechstange aus»

Als Erfolgsrezept nennt er auch die Geduld. «Wenn wir im Rückstand liegen, packen wir nicht gleich die Brechstange aus», sagt Wölfli. «Wir pflegen einen kultivierten Fussball und versuchen immer, die Tore herauszukombinieren.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YBGoalie-Woelfli-Manchmal-moechte-ich-mitstuermen/story/13976611?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Mai 2010, 13:36 
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a-z.ch, 15.05.2010

Marco Wölfli: «Für mich sind wir immer noch der Favorit!»

YB-Captain Marco Wölfli war beim 1:5 gegen Luzern der einzige YB-Spieler in Normalform. Er wehrt sich gegen die Annahme, bei YB würden die Nerven blank liegen, und sagt, weshalb sein Team Meister wird.

Marco Wölfli, vor dem Spiel gegen Luzern haben der Trainer und die Spieler von der wichtigsten Partie der Saison gesprochen. Dann aber hat Vladimir Petkovic mit Abwehrchef Emiliano Dudar und Henri Bienvenu zwei der Besten des Teams pausieren lassen. Das ist doch nicht nachvollziehbar!
Marco Wölfli: Es sind zwei wichtige Spieler draussen geblieben, das stimmt. Beide waren mit gelben Karten vorbelastet. Aber all jene, die auf dem Platz waren, sind ja nicht irgendwelche Nobodys gewesen. Gut, die Rechnung ist dann nicht aufgegangen. Nun werden wir halt dafür sorgen, dass sie am Sonntag aufgeht.

Marco Streller hat nach der Niederlage der Basler gegen GC gesagt: Lieber einmal 1:4 auf die Schnauze bekommen als dreimal 0:1.
Wölfli: Das gilt natürlich auch für uns. Dennoch wäre es mir lieber, wir hätten nicht fünf Tore bekommen. Das nervt mich als Torhüter speziell. Wichtig ist jetzt, dass wir den Kopf nicht hängen lassen. Es ist super, dass wir sofort die Gelegenheit erhalten, auf dieses 1:5 zu reagieren – und dann gleich noch in einem solch brisanten Spiel. Es ist extrem, was die beiden Teams bisher geleistet haben, und genial, dass nun in der letzten Partie alles entschieden wird.

Was spricht noch dafür, dass YB Meister wird? Nennen Sie drei Gründe!
Wölfli: Wir können die Finalissima zu Hause spielen. Wir haben gezeigt, dass wir einen super Teamgeist haben. Wir verfügen über eine individuell stark besetzte Mannschaft. Und viertens: Wir sind in dieser Saison mental ganz stark.

Mit Verlaub: Davon war in Emmenbrücke nichts zu sehen. Das Gegenteil war der Fall. YB scheint noch immer nicht nervenstark genug und ein Fall für den Sportpsychologen zu sein.
Wölfli: Die ganze Mannschaft arbeitet seit längerer Zeit mit dem Sportpsychologen Jörg Wetzel zusammen. Ich selber sogar schon seit fünf oder sechs Jahren. Wir haben mit der Mannschaft in dieser Beziehung klare Fortschritte gemacht. Man darf jetzt nicht alles auf dieses eine Spiel in Emmenbrücke abstellen. Wir haben in dieser Saison auf kritische Phasen immer reagieren können.

Ein 1:5 wegzustecken, ist aber nicht einfach.
Wölfli: Nein, aber es spornt uns noch mehr an. Wir wollen diesen Pott unbedingt holen.

Im Leistungssport entscheidet oft das Selbstvertrauen über Erfolg oder Misserfolg. Nach diesem 1:5 hat YB schlechte Karten.
Wölfli: Nein, das glaube ich nicht. Wir haben 77 Punkte geholt und verlieren wegen dieses 1:5 doch nicht unser Selbstvertrauen! 25000 Zuschauer sind auf unserer Seite und wir spielen auf Kunstrasen. Für mich sind wir immer noch der Favorit!

http://www.a-z.ch/news/sport/marco-woelfli-fuer-mich-sind-wir-immer-noch-der-favorit-8621409

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Samstag 15. Mai 2010, 13:39 
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a-z.ch, 15.05.2010

Kunstrasen im Stade de Suisse für FC Basel ein Nachteil

Der FC Basel hat Respekt vor der Unterlage im Berner Stade de Suisse. Trainer Thorsten Fink über den Unterschied vom echten zum künstlichen Grün.

Es wird definitiv keine Liebe mehr zwischen dem FC Basel und dem künstlichen Grün. «Ich mag Kunstrasen nicht. Für mich gehören der Geruch des Rasens und die unterschiedlichen Bedingungen des Bodens einfach zum Fussball», sagte Thorsten Fink. Das Spiel auf der künstlichen Unterlage sei «schon fast eine andere Sportart». Man dürfe seinen Gegner nicht so schnell angreifen und sollte Steilpässe vermeiden.

Schliesslich schwächte Fink seine Aussage zur Unterlage aber doch noch ab: «Wir sind eine technisch gute Mannschaft. Deshalb ist es für uns besser, wenn der Rasen gut ist.» Um sein Team an die Bedingungen zu gewöhnen, hat Fink bereits gestern auf Kunstrasen trainieren lassen und wird das heutige Abschlusstraining ebenfalls darauf absolvieren.

Benjamin Huggel sieht im Kunstrasen einen enormen Vorteil für die Young Boys. «Der Kunstrasen wird ein Thema sein», sagte der Nationalspieler, «Sie spielen alle zwei Wochen darauf, wir zweimal im Jahr.» Der für morgen angekündigte Regen mache den Platz noch schneller, was ein zusätzlicher Vorteil für die Berner sei.

Yapi wie früher Fink

Kein Vorteil für YB wird Gilles Yapi sein. Dass der nach der Saison von Bern nach Basel wechselnde Ivorer in der Finalissima nicht im Aufgebot steht, überraschte Fink. «Man hat es ihm dadurch einfacher gemacht», so der FCB-Trainer. Trotzdem glaubt Fink nicht, dass Yapi für YB zum Problem geworden wäre. «Es gäbe doch für ihn nichts Besseres, als mit dem Meistertitel nach Basel zu kommen und hier wieder Meister zu werden», meinte der Deutsche.

Die Episode erinnerte Fink an seine Aktiv-Karriere. Vor seinem Wechsel von Wattenscheid nach Karlsruhe 1994 kam es ebenfalls zur Direktbegegnung der beiden Klubs. Der Absteiger Wattenscheid vermieste dem KSC mit einem 5:1 den Uefa-Cup-Platz. «Am Anfang war man in Karlsruhe etwas unfreundlich zu mir, aber dann sah man, dass ich ehrliche Arbeit ablieferte», so Fink, der damals für Wattenscheid zum Einsatz kam. Yapi wird dieser Zwiespalt erspart, was dem FCB angesichts der Qualitäten des 28-Jährigen nur recht sein kann.

http://www.a-z.ch/news/sport/kunstrasen-im-stade-de-suisse-fuer-fc-basel-ein-nachteil-8621394

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 Betreff des Beitrags: Re: (1) Marco Wölfli
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. Juni 2010, 09:05 
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Berner Zeitung, 24.06.2010

Immer bereit für den Ernstfall

Er ist die Nummer 2 bei den WM-Torhütern, muss sich aber stets wie der Stammtorhüter vorbereiten. YB-Goalie Marco Wölfli befindet sich im langen Trainingslager – und spielt nur, wenn Diego Benaglio ausfallen sollte.

Marco Wölfli blinzelt in die Sonne und ruft schmunzelnd: «Schön ist es hier, für euch Journalisten muss das wie Ferien sein!» Der Torhüter sitzt vor dem Schweizer Teamhotel in Vanderbijlpark, er ist gut gelaunt und wirkt locker, man spürt keine Spur von Lagerkoller. «Wir sind jetzt einige Wochen auf engstem Raum zusammen», sagt Wölfli, «aber es gibt immer genug Ablenkung.» Von Südafrika hat er noch nicht viel gesehen: Hotels, Trainingsplatz, Bus, Flugzeug, Stadien. «Wir haben viele Termine», erklärt der 27-Jährige, «alles ist sehr professionell. Und das muss auch so sein, wir sind hier an einer WM.»

Skypen, Darts, Jassen

Die Rolle des Ersatztorhüters ist vielleicht die undankbarste an so einem Turnier, und für die Nummer 2 ist es noch ein bisschen schwieriger als für die Nummer 3. Marco Wölfli kommt zum Einsatz, wenn sich Diego Benaglio verletzen oder wenn der Stammkeeper einen Platzverweis erhalten sollte. Wölfli muss jederzeit konzentriert sein und bereit für einen Einsatz. «Das ist reine Kopfsache», sagt Wölfli. «Ich bereite mich immer so vor, als würde ich spielen.» Im abschliessenden WM-Testspiel gegen Italien sei er ja auch zur Pause eingewechselt worden. «Und im letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Israel spielte ich, weil Benaglio krank war.» Wölfli akzeptiert sein Reservistendasein klaglos, das Verhältnis zum an der WM bisher überragenden Benaglio ist einwandfrei. «Wir verstehen uns gut und kennen uns schon lange», sagt Wölfli. In der U-21-Auswahl seien die Positionen noch anders verteilt gewesen, und Benaglio habe sich stets loyal verhalten.

Mit den Schweizer Auftritten in Südafrika ist Wölfli zufrieden. «Spanien und Chile sind Topteams», sagt er. «So gesehen ist die Ausgangslage fantastisch. Mit einem Sieg gegen Honduras erreichen wir den Achtelfinal. Und das schaffen wir.»

Mit Freunden, der Familie und vor allem der Freundin, die alle in der Schweiz geblieben sind, hat der YB-Goalie täglich Kontakt über Skype. Und ein guter Freund Wölflis, Hakan Yakin, ist ja in Südafrika dabei. Das Freizeitprogramm der Nationalspieler übrigens hört sich an wie jenes einer 3.-Liga-Mannschaft im Trainingslager – einfach mit erheblich asketischeren Regeln. Alkohol beispielsweise gibt es nur sehr sporadisch. «Einige jassen am Abend, andere pokern», sagt Wölfli, «und jeder hat einen Stapel DVDs mitgenommen.» Er sei kein besonders guter Kartenspieler, und so übt Wölfli den Nationalsport Jassen manchmal auf dem Laptop. «Aber im Darts bin ich fast nicht zu schlagen», sagt er lachend, «Tranquillo Barnetta und Pirmin Schwegler zumindest sind leichte Gegner.»

Mit YB zweimal gesperrt

Das Casino aber, gleich neben dem Hotel gelegen, ist Tabuzone. Die Angst des Chefs vor Bildern mit zockenden Nationalspielern am Roulettetisch ist verständlicherweise zu gross. «Vergnügen können wir uns dann nach der WM», sagt Wölfli. Je länger der Schweizer Aufenthalt in Südafrika dauert, umso kürzer aber werden seine Ferien sein. Er werde bloss einige Tage die Grossmutter auf Sizilien besuchen, sagt Wölfli, der erste Einsatz mit YB stehe ja bald an.

Marco Wölfli geht davon aus, auch nächste Saison bei den Young Boys zu spielen. «Ich bin keiner, der sich überall anbieten lässt. Mir gefällt es bei YB.» Und er habe nie verheimlicht, dass er nur ins Ausland gehe, wenn der neue Verein eine Entwicklung in seiner Karriere darstelle. Mit den YB-Verantwortlichen und einigen Spielern stehe er in Kontakt, und so wisse er, dass YB ein gutes, strenges Trainingslager in Rimini absolviert habe. Der Berner Captain wird übrigens im Juli noch zweimal mehr zum Zuschauen verurteilt sein. Im Startspiel in Thun ist Wölfli, der in der Finalissima gegen Basel die vierte gelbe Karte der Saison erhalten hatte, ebenso gesperrt wie im ersten Auftritt in der Champions-League-Qualifikation – nach der 1:2-Niederlage gegen Bilbao im letzten August hatte er seine Meinung dem Referee zu unmissverständlich dargelegt.

http://www.bernerzeitung.ch/wm2010/die-schweizer/Immer-bereit-fuer-den-Ernstfall/story/13789545

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