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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 11:48 
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Meistertrainer Adi Hütter

Der Mann mit dem goldenen Händchen

YB-Coach Adi Hütter: Er hat eine ganze Stadt erlöst. Von einer Meisterleistung im Grossen – und im ganz Kleinen.

Das Plakat war im Stade de Suisse allgegenwärtig: Eine Grossaufnahme vom milde lächelnden Adi Hütter und dem Schriftzug «Trainergott».

In Bern liebte man ihn schon lange, jetzt verehrt man ihn auch: Adi Hütter, der Erlöser. «Ich freue mich so sehr, diesen 32-jährigen Fluch beendet haben», sagt der Erlöser selber, kurz nach der Entscheidung am Spielfeldrand, mitten im Fan-Meer.

Die Young Boys sind nicht irgendwie Meister geworden. Die derzeit 16 Punkte Vorsprung auf Serienmeister Basel zeigen: Die gesamte Saison war eine einzige Machtdemonstration, orchestriert von Trainer Adi Hütter.

Jean-Pierre, der Edel-Joker. Ein extrem wertvoller Spieler für uns, schiesst das entscheidende Tor. Dann brachen alle Dämme, auch bei mir.
Autor: Adi Hütter


Mit einer fast schon beängstigenden Konstanz sind die Berner durch die Saison gesurft, haben endlich auch Spiele gewonnen, in denen sie eigentlich nicht gut gespielt haben. Mit einem Wort: meisterlich.

Hütter hat aus einer Verlierer- eine Gewinnertruppe geformt.

Der meisterliche Schachzug

Und als i-Tüpfchen beweist Hütter im Herzschlag-Final gegen den FC Luzern Nerven aus Stahl. In einer emotionsgeladenen Partie wechselt der Österreicher pünktlich zur YB-Viertelstunde Jean-Pierre Nsame für den für einmal abschlussschwachen Roger Assalé ein.

Mit Nsame auf dem Platz kratzt Goalie Marco Wölfli einen Elfmeter. So wird Hütter die Geschichte wohl auch einmal seinen Enkeln erzählen: «Wölfli hält uns im Spiel, wo Roger Assalé zuvor das Tor schiessen muss. Er hält uns im Spiel, gibt uns nochmals die letzte Kraft. Und Jean-Pierre, der Edel-Joker. Ein extrem wertvoller Spieler für uns, schiesst das entscheidende Tor. Und dann brachen alle Dämme, auch bei mir. Ich werde das mein ganzes Leben lang nicht vergessen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -haendchen

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:09 
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Der Wunderwuzzi

Meistermacher Adi Hütter hat auch YB zum Titel geführt. Der Österreicher steht vor einer grossen Zukunft.

Als Adi Hütter seine Trainerstelle im Spätsommer 2015 bei den Young Boys antrat, dachte er kaum daran, so lange zu bleiben. Er meinte einmal in einem längeren Gespräch: «Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, und war auf alles vorbereitet.» Ende April 2018 ist der Österreicher mit grossem Abstand dienstältester Coach in der Super League, ausser ihm ist in der nervösen Liga keiner länger als seit letztem Juni im Amt. «Es macht mich stolz, so lange in Bern zu sein», sagt Hütter. «Das zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben.»

Kaum einen Fehler erlaubt

Adi Hütter hat bei YB höchstens mal eine kleine Ergebniskrise erlebt. Der Nachfolger von Uli Forte hatte vor bald drei Jahren ein verunsichertes Team übernommen, das er mit ein paar taktischen Kniffen sofort in die Spur führte. Er hat sich kaum einen Fehler erlaubt, seine Arbeit ist imponierend, weil er souverän ist, eine brillante Aussendarstellung hat, intern wie extern die richtigen Worte findet und keine Angriffsfläche bietet. Er blieb auch dann relativ ruhig, als die Young Boys im Herbst 2016 wieder mal in den Selbstzerstörungsmodus schalteten – und prominentes Personal an der Clubspitze austauschten. «Das war keine einfache Zeit», sagt Hütter, «weil natürlich auch die Spieler die Probleme im Verein mitbekamen.»

Vielleicht gelang Adi Hütter damals seine Meisterprüfung bei diesem zuweilen sehr unruhigen Arbeitgeber. Er arrangierte sich schnell mit den neuen Gegebenheiten, wobei die Zusammenarbeit mit Sportchef Christoph Spycher keineswegs spannungsfrei startete. Hütter musste seine Rolle im veränderten Konstrukt zuerst finden. Schliesslich war mit Spycher nun einer sein Vorgesetzter, der ihm zuvor als Talentmanager zugearbeitet hatte. «Wir haben am Anfang oft diskutiert», sagt Spycher, «aber unsere Gespräche waren stets von viel Respekt geprägt.»

Mit attraktiver Spielweise

Es ist eine der grössten Stärken von Hütter, Entwicklungen zu antizipieren. Er hatte die Super League mit aggressivem Pressing im Sturm erobert, doch als sich die Gegner auf diese Spielweise eingestellt hatten, passte er sich an. «Ich will als Trainer unberechenbar sein», sagt er. Bei Red Bull Salzburg war er als Meister und Cupsieger freiwillig gegangen, weil er die taktischen Dinge nicht so extrem sah wie Red Bulls Fussballbeauftragter und Pressingfanatiker Ralf Rangnick. YB praktiziert meistens ein offensiv interpretiertes 4-4-2-System. «Ich gewinne lieber 4:3 als 1:0», sagt Hütter, «Fussball ist auch Unterhaltung.»

Seine feinen Sensoren und sein Intellekt erlauben es Hütter, auf Fehleinschätzungen angemessen zu reagieren. So gab es Phasen, in denen er mit Sékou Sanogo, Kevin Mbabu, Loris Benito und Djibril Sow nicht restlos zufrieden war. Hütter gab die Spieler nicht auf, er arbeitete intensiv mit ihnen, heute zählt das Quartett zu den Leistungsträgern. «Wichtig ist», sagt der Trainer, «dass man miteinander spricht. Und nicht übereinander.» Er hat in den letzten Monaten fast jeden YB-Spieler besser gemacht. Und sagt, die starken Auftritte in der Rückrunde seien kein Zufall: «Wir bestritten im ersten Halbjahr 33 Pflichtspiele in fünf Monaten und konnten kaum richtig trainieren. Das war nach der Winterpause anders.»

Besessener und Bonvivant

Adi Hütter ist ein Perfektionist, und diese Beschreibung wird nicht nur gewählt, weil sich das treffend anhört für einen Meistertrainer. Seine strenge, manchmal pedantische Art ist bei den Spielern durchaus gefürchtet. «Er ist nie total zufrieden», sagt Captain Steve von Bergen. Goalie Marco Wölfli ergänzt, Hütter wolle immer mehr, auch nach Siegen spreche er die negativen Punkte knallhart an. «Er treibt uns stets an», sagt Wölfli. Der Trainer gibt zu, ungemütlich zu werden, wenn ein Spieler Leidenschaft und Engagement vermissen lasse. Seine autoritäre Seite kaschiert Hütter elegant. Er ist ein lockerer, smarter Typ, der im Betrieb, bei Sponsoren sowie in der Fangemeinde prächtig ankommt – und mit seiner schlanken, sportlichen Erscheinung in kurzen Trainingshosen wie im eng geschnittenen Anzug eine gute Figur abgibt.

Auch die Medienarbeit absolviert der 48-Jährige kompetent, er bereitet sich auf Pressetermine sorgfältig vor. «Ich nehme mir immer vor, meine wichtigste Botschaft zu platzieren», sagt Hütter. Nahe Berichterstatter testet der einstige österreichische Nationalspieler (14 Länderspiele), indem er ihnen etwa bei einem Nachtessen interne Abläufe im Vertrauen detailliert schildert. Er überlässt nichts dem Zufall und bespricht sich mit langjährigen Begleitern und Experten aus Bereichen wie Wirtschaft, Finanzen, Motivationslehre, Medien und Sportwissenschaft. «Es gibt immer Leute, die etwas besser wissen», sagt Hütter, «vom Austausch mit ihnen kann ich nur profitieren.»

Adi Hütter ist ein Fussballbesessener, der die schönen Dinge des Lebens dennoch gerne pflegt. Einen anständigen Wein trinken beispielsweise und ein gediegenes Essen geniessen, aber auch mal eine Runde Golf spielen, wobei er seine Schläger in den letzten zwei Jahren nicht oft gesehen hat. Er lebt allein in Muri, Frau und Tochter sind in Salzburg geblieben, aber oft zu Besuch, die Tochter studiert, letztes Jahr für ein paar Monate in Madrid.

Bald in der Bundesliga

Adi Hütter ist ein Wunderwuzzi, so werden in seiner Heimat Alleskönner genannt, in der Schweiz sagt man «Siebesiech». Er ist ehrgeizig, plant seine Karriere zielstrebig und hat nie verschwiegen, in der Bundesliga arbeiten zu wollen. Als Meister in Österreich und in der Schweiz ist seine Perspektive ausgezeichnet. Im Herbst hätte er schon zu Bremen gehen können. Doch Hütter ist von sich genug überzeugt, um abzuwarten, bis er ein Team aus den Top 8 übernehmen darf. «Die Arbeit in Bern war nicht abgeschlossen, als Bremens Angebot kam», sagt Hütter, der seinen Vertrag bei YB im Winter bis 2019 verlängerte – zweifellos mit einer Ausstiegsklausel versehen.

Nun stehen ihm alle Türen offen. Doch vorerst möchte er auch die Young Boys zum Double führen, Ende Mai wartet der Cupfinal in Bern gegen Aussenseiter Zürich. Und falls sich im Sommer kein Bundesliga-Topclub finden lässt, sind die Aussichten bei YB auch nicht so übel. Die Champions League lockt, die ganz grosse Bühne, es gilt nur eine Qualifikationsrunde zu überstehen. Und irgendwann, vielleicht schon im Herbst oder im Winter, wird in Deutschland bestimmt eine interessante Trainerstelle frei.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18901165

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:10 
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Ein Besessener und Siebesiech

Meistertrainer Adi Hütter hat bei YB das Optimum herausgeholt.

Um Adi Hütter zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf sein Umfeld. Der Österreicher hat einmal gesagt: «Es gibt immer Leute, die etwas besser wissen als ich. Vom Austausch mit ihnen kann ich nur profitieren.» Und so bespricht sich der YB-Trainer regelmässig mit Experten aus Bereichen der Sportwissenschaft, Wirtschaft, Finanzen, Motivationslehre und Medien. «Es muss das Ziel sein, den Zufall so weit wie möglich auszuschalten», sagt Hütter. «Man kann Titelgewinne nicht planen, wenn man nicht die mit Abstand beste Mannschaft der Liga ist. Aber man kann alles dafür tun, das Optimum herauszuholen.»

Adi Hütter hat bei YB das Optimum herausgeholt. Als er seine Trainerstelle im Spätsommer 2015 antrat, dachte er kaum daran, so lange in der Schweiz zu bleiben. «Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, und war auf alles vorbereitet», sagt er. Heute ist der 48-Jährige mit weitem Abstand dienstältester Coach in der Super League, ausser ihm ist keiner länger als seit letztem Juni im Amt. «Es macht mich schon stolz, so lange in Bern zu sein», sagt Hütter. «Das zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben.»

Es gab für Hütter aber auch komplizierte Zeiten bei YB. Nach dem unruhigen Herbst 2016 musste er seine Rolle im veränderten Konstrukt zuerst wieder finden. Schliesslich war mit Sportchef Christoph Spycher plötzlich einer sein Vorgesetzter, der ihm zuvor als Talentmanager zugearbeitet hatte. «Wir haben am Anfang oft diskutiert», sagt Spycher. «Diese Gespräche waren von viel Respekt geprägt.»

Es ist eine der Stärken Hütters, Entwicklungen zu antizipieren. Er hatte die Super League mit aggressivem Pressing im Sturm erobert, doch als sich die Gegner auf diese Spielweise eingestellt hatten, passte er sich an. «Ich will als Trainer unberechenbar sein», sagt er. Bei Red Bull Salzburg war er als Meister und Cupsieger freiwillig gegangen, weil er die taktischen Dinge nicht so extrem betrachtete wie Red Bulls Fussballbeauftragter und Pressingfanatiker Ralf Rangnick. Aber auch YB praktiziert meistens ein offensiv interpretiertes 4-4-2-System. «Ich gewinne lieber 4:3 als 1:0», sagt Hütter, «Fussball ist auch Unterhaltung.»

Hütters Einstellung: «Miteinander sprechen – nicht übereinander»

Seine feinen Sensoren und sein Intellekt erlauben es Hütter, auf Fehleinschätzungen angemessen zu reagieren. So gab es Phasen, in denen er mit Sékou Sanogo, Kevin Mbabu, Loris Benito und Djibril Sow nicht zufrieden war. Hütter gab die Fussballer nicht auf, er arbeitete intensiv mit ihnen, heute zählt das Quartett zu den Leistungsträgern. «Wichtig ist, dass man miteinander spricht. Und nicht übereinander.»

Hütters strenge, manchmal pedantische Art ist bei den Spielern durchaus gefürchtet. «Er ist nie total zufrieden», sagt Captain Steve von Bergen. Goalie Marco Wölfli ergänzt, Hütter:°° wolle immer mehr, auch nach Siegen spreche er die negativen Punkte knallhart an. «Er treibt uns stets an.»

Seine autoritäre Seite kaschiert Hütter elegant. Er ist ein lockerer, smarter Typ, mit seiner schlanken, sportlichen Erscheinung gibt er in kurzen Trainingshosen wie im Anzug eine gute Figur ab.

Adi Hütter ist ein Fussballbesessener, der dennoch die schönen Dinge des Lebens pflegt. Einen guten Wein trinken beispielsweise und ein gediegenes Essen geniessen, aber auch eine Golfrunde, wobei er das in den letzten zwei Jahren nicht mehr oft getan hat. Er lebt allein in Muri, Frau und Tochter sind in Salzburg geblieben. In Österreich nennt man einen wie ihn «Wunderwuzzi», so werden dort Alleskönner bezeichnet. In Bern sagt man «Siebesiech». Hütter ist sehr ehrgeizig, plant seine Karriere zielstrebig und hat nie verschwiegen, irgendwann in der deutschen Bundesliga arbeiten zu wollen. Als Meister in Österreich und in der Schweiz ist seine Perspektive ausgezeichnet.

Im letzten Herbst hätte er schon zu Bremen wechseln können. Doch Hütter ist von sich genug überzeugt, um abzuwarten, bis er ein Top-8-Team der Bundesliga übernehmen darf. Den Vertrag bei YB hat er im Winter bis 2019 verlängert. Zweifellos mit einer Ausstiegsklausel versehen.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/E ... y/20164430

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:01 
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YB-Trainer Adi Hütter löst seinen Förderer ab

von E. Tedesco, Bern - 32 Jahre nach Alexander Mandziara holt Adi Hütter mit YB den Meisterpokal wieder in die Bundesstadt. Damit schliesst sich ein Kreis.

Es schien eine unendliche Geschichte zu werden. YB kann keinen Titel holen. Trainer wie Gernot Rohr, Marco Schällibaum, Vladimir Petkovic, Christian Gross und auch Uli Forte scheiterten. Bis Adi Hütter kam und ein neues Kapitel aufschlägt. 32 Jahre nach Alexander Mandziara – dem letzten YB-Coach, der die Meisterschaft gewann.

Bei YB ist Adi Hütter der 25. Trainer seit Mandziara. Aber fremd waren sich der alte und der neue Meistertrainer nicht. Nach seiner Zeit bei YB (1984 – 1988) wechselte der Pole via Biel als Trainer zu LASK Linz nach Österreich, wo er zum Förderer des damals 20-jährigen Mittelfeldspielers Adi Hütter wurde. 2015 – just im Todesjahr von Mandziara – übernahm der ehemalige Schützling des ehemaligen polnischen Internationalen YB und ausgerechnet er schafft 2018, was zuletzt seinem Mentor gelungen war.

Immer weiter in Richtung Meisterschaft

An Selbstvertrauen hat es Hütter, der als Spieler mit Austria Salzburg (1994, 1995, 1997) und als Trainer mit RB Salzburg (2015) schon die Meisterschaft gewonnen hat, noch nie gefehlt. Als er 2015 die Nachfolge von Uli Forte antrat sagte er: «Zweiter sind hier viele andere vor mir auch schon geworden.» YB ist mit Hütter 2016 und 2017 auch nur Vizemeister geworden. Aber die Chemie stimmte. Und der gelernte Grosshandelskaufmann führte YB zielgerichtet und kontinuierlich in Richtung Meisterschaft. Trotz enttäuschender Vergangenheit und die zum Teil übertriebenen Erwartungshaltung behielt er sein Team in der Spur und entwickelte sein Meisterteam.

An der Medienkonferenz zum Saisonstart im vergangenen Juli sagte der 48-Jährige: «Die Strategie passt. Ich konnte vieles beeinflussen, aber im Team ist Hütter, Spycher, Chapuisat, Graf und Castella drin.» Für den Trainer sind also der Sportchef, der Chefscout und die Nachwuchsleiter auch Teil der Erfolgsgeschichte. Aber nicht nur die Strategie passt. Auch die Mannschaft passt – zum Trainer. Der Fussball den Hütter spielen lässt, ist offensiv und laufintensiv. Es setzt auf Pressing und Gegenpressing und mag das schnelle Umschaltspiel. «Ich will, dass meine Mannschaft erfolgreichen, aber auch begeisternden Fussball spielt», sagt der ehemalige 14-fache österreichische Internationale.

Die schöne Anerkennung

Der Gewinn der Meisterschaft ist das Zeugnis für die hervorragende Arbeit, die Hütter in Bern leistet. Ein anderes ist das Interesse, dass der Österreicher im Ausland geweckt hat. Werder Bremen hätte ihn im Winter gerne in die Bundesliga geholt. Und auch bei der Nachfolge von Marcel Koller als Trainer der österreichischen Nationalmannschaft stand er auf der Wunschliste. «Es ist eine schöne Anerkennung», sagte Hütter zu den Avancen und verlängerte seinen Vertrag mit YB bis Sommer 2019. «Meine Mission in Bern ist noch nicht zu Ende», sagte er.

Seine Mission ist auch jetzt noch nicht zu Ende, aber das grosse Ziel, auf das ganz Bern seit nunmehr 32 Jahren wartete, hat er am Samstag erreicht. YB gewinnt mit Adi Hütter die Meisterschaft und der Österreicher kürt sich damit seit Alexander Mandziara zum ersten Berner Meistertrainer. Der Kreis ist geschlossen. Oder noch nicht? Mandziara holte auch noch den Cup und auch das ist mittlerweile 31 Jahre her.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... b-13743759

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:14 
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32 Jahre nach Mandziara

Hütters emotionale Verbindung zum Vorgänger und Lehrmeister

Alexander Mandziara war 1986 der letzte Trainer vor Adi Hütter, der YB zum Titel führte. Er war gleichzeitig aber auch ein Förderer Hütters.

Adi Hütter war 19 Jahre alt, als er unter Alexander Mandziara seine Profikarriere beim Linzer ASK lancierte. «Er hat mich wahnsinnig gefördert», blickt Hütter am Tag nach dem Titelgewinn zurück. «Er war mein Lehrmeister und ein herzensguter Mensch.»

Dabei war der Anspruch an Hütter bei dessen Verpflichtung vor 3 Jahren kein geringerer, als dass er die Nachfolge von Mandziara als Meistercoach antreten solle. Dessen war sich Hütter bewusst.

Im Moment seines grössten Erfolgs als Trainer gedachte Hütter seines Vorgängers, der kurz vor seinem Amtsantritt bei den Young Boys im September 2015 verstorben war: «Ich stand da unten, blickte nach oben und sagte, es wäre so schön, irgendwann in deine Fussstapfen zu treten. Nun ist es mir gelungen, das macht mich mega stolz.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ehrmeister

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:11 
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Meister-Tainer Adi Hütter

«Endlich haben wir diesen Fluch besiegt»

«Veryoungboysen ist kein Thema mehr!», so Hütter. Und sogar Johann Schneider-Ammann ist euphorisch.

Die Momente mit Gänsehaut-Garantie sind nicht rar an einem Tag, an dem alle Dämme brechen. Zum Beispiel als 40 000 – oder sind es mehr? – ihre gelb-schwarzen Schals schwenken und aus Patent Ochsners «Scharlachrot» den Soundtrack zum Titel machen. Gelb-Schwarz statt Scharlachrot.

Auch die gesammelte Berner Prominenz jubelt. Zum Beispiel Autor Pedro Lenz («Der Goalie bin ig»), ein mehr als bekennender YB-Fan: «32 Jahre hoffen und bangen. Ein Leidensparcours sondergleichen, der endlich endet!»

Auch Züri-West-Sänger Kuno Lauener, früher YB-Beirat, stellt ungläubig fest: «Jetzt bin ich sehr glücklich, aber auch erleichtert. Am allermeisten freut es mich für Marco Wölfli. Er ist mein Held!» Auch für Bundesrat Johann Schneider-Ammann sind die Stars in kurzen Hosen Helden: «Wir sind Schweizer Fussballmeister! YB zum Zwölften. Da schwingt Berner Stolz, Berner Leistungswille, Berner Kämpferherz, Berner Siegeswille mit.» Und wir stellen fest: Das ist ja richtige Euphorie, Herr Magistrat! YB hat eben alles auf den Kopf gestellt.

Hoarau gedenkt Rihs

Im Stadion verliert auch Trainer Adi Hütter kurzzeitig die Fassung: «Endlich haben wir diesen Fluch beendet. Endlich ist Veryoungboysen kein Thema mehr. Auch bei mir sind für einen Moment alle Dämme gebrochen. Das hat einen unglaublich schönen Platz in meinem Herzen.» Und der Monsieur? Guillaume Hoarau? Der Mann, der YB einen Pokal versprach und Wort hielt? Der zeigt wieder, welch grossartiger Mensch er ist: «Wie gut tut denn das! Ich denke aber auch an Andy Rihs und an Max Urscheler, denen es nicht mehr vergönnt war, das mitzuerleben. We love you all!»

Mittlerweile ist es halb elf. Der x-te Aufruf des Stadionspeakers, nicht zu sehr zu drücken. Und bitte den Rasen doch ganz zu lassen. Den brauche es noch für den Cupfinal. Und wieder wird «Scharlachrot» angestimmt. Oben auf dem Balkon des Presidents Club zeigt sich das Team. Es läutet die erste Freinacht ein. Es sollen drei werden. Die letzte am 27. Mai. Nach dem Cupfinal. Nach dem Double.


https://www.blick.ch/sport/meister-tain ... 18467.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 22:56 
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Es ist unmöglich, Young-Boys-Meistertrainer Adi Hütter nicht zu mögen

Wer sich in Altach, der Heimat des YB-Meistermachers Adi Hütter, umhört, spürt, wie stolz die Leute auf ihn sind. Eine Reportage von «nordwestschweiz»-Sportredaktor Markus Brütsch.

rAuf dem Weg vom Altacher Dorfkern zur Sportanlage Schnabelholz kommen wir vorbei an blühenden Wiesen und sehen in der Ferne den Schweizer Ausflugsberg Hoher Kasten mit seinen Schneefeldern. Als uns ein Spaziergänger mit einem Belgischen Schäferhund entgegenkommt, versuchen wir gleich mal unser Glück. «Guten Tag, einen schönen Hund haben Sie.

Kennen Sie vielleicht jemanden, der Adi Hütter heisst und aus der Gegend kommt?» «Den Adi?» Natürlich ist Edmund Bitschnau etwas überrascht von dieser Frage. Als wir ihm erklären, dass wir extra nach Vorarlberg gekommen sind, um mit Menschen aus der Heimat des YB-Meistertrainers zu sprechen, sprudelt es nur so heraus aus dem 58-Jährigen.
Adi war der Beste

«Hier kennt jeder den Adi, und Adi kennt jeden. Er ist sehr mit dieser Region verbunden.» Bitschnau erzählt, wie er mit dem Adi erstmals Bekanntschaft gemacht habe, als dieser noch ein junger Bursche war. «Er hat in der Jugend von Altach gespielt, ich habe den Nachwuchs der Nachbargemeinde Mäder betreut. Adi war der Beste.» Es ist zu spüren, wie stolz der pensionierte Beamte auf Hütter ist. «Er hat einen sensationellen Werdegang hinter sich. Wissen Sie, was seine grösste Stärke ist? Er macht jeden Spieler besser!» Bevor Bitschnau sich verabschiedet, sagt er: «Adis Weg führt in die Bundesliga.»

Zehn Minuten später erreichen wir die Sportanlage Schnabelholz mit der Cashpoint Arena. Auf dem Nebenplatz trainiert die erste Mannschaft mit ihrem Trainer Klaus Schmidt und dem Captain Philipp Netzer. Mit beiden werden wir nach dem Training sprechen können. Zuerst schauen wir aber auf der Geschäftsstelle vorbei. Wir treffen Christoph Längle, den Geschäftsführer des Cashpoint Sportclubs Rheindorf Altach, der in der österreichischen Bundesliga auf Rang 8 liegt. Der Klub aus dem beschaulichen Dorf mit 6500 Einwohnern ist ein Paradebeispiel, wie man mit bescheidenen Mitteln eine Erfolgsstory schreiben kann.

Längle ist zum Thema Hütter der ideale Ansprechpartner. «Wir sind miteinander aufgewachsen, haben gemeinsam die Schulbank gedrückt und zusammen Fussball gespielt», berichtet Längle. Ihre Elternhäuser lagen 1500 Meter auseinander und beide sind gut behütet aufgewachsen.
Den Freund entlassen

Auch nachdem der junge Hütter mit 17 Jahren zum Grazer AK gegangen war, blieben die beiden in Kontakt. Zwei Mal ist Hütter zu Altach zurückgekommen. Einmal als Spieler und einmal als Trainer mit dem Ziel, seinen Stammklub in die Bundesliga zu führen. In der dritten Saison wurde ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Die Altacher lagen drei Punkte hinter dem Leader – und entliessen den Trainer. «Wir haben die Nerven verloren. Das war ein grosser Fehler. Es war sehr belastend», sagt Längle, «aber die Freundschaft ist nicht daran zerbrochen.» Der 47-Jährige sagt, Hütter sei inzwischen zu einem kompletten Trainer gereift.

«Als junger Trainer war er noch etwas ungeduldig.» Wenn Längle die herausragenden Trainereigenschaften Hütters aufzählt, sagt er: «Zielstrebig, ehrgeizig, empathisch. Er hat das zwischenmenschliche Feeling, ein Team zu formen. Er ist ein extremer Teamplayer. Ich habe gleich gespürt, wie sauwohl er sich in Bern fühlt.»

Trainer Klaus Schmidt ist Steirer, wie ursprünglich auch die Familie Hütter. «Wir haben uns vor 18 Jahren beim Grazer AK kennen gelernt. Im Laufe der Zeit hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt», sagt Schmidt. Mindestens zweimal in der Woche telefonieren die beiden miteinander. Manchmal stundenlang. Die Familien fahren im Sommer gemeinsam in den Urlaub. «Wenn Sie etwas Kritisches über Adi wissen wollen, dann bin ich der Falsche», sagt Schmidt. «Als Trainer hat er sich extrem weiterentwickelt. Er hat eine grosse Sozialkompetenz.

Was wir alle an ihm schätzen: Adi ist der geblieben, der er immer war. Und noch etwas: Er hat die grosse Qualität, die richtigen Leute, wie zum Beispiel seinen Assistenten Christian Peintinger, mit ins Boot zu holen. Hätten wir am Samstag nicht ein Spiel gehabt, wäre ich nach Bern gefahren. Es wäre grossartig gewesen, mit Adi und Christian den Titel zu feiern.»
Hütter umgemäht

Philipp Netzer hat nach dem Training extra auf uns gewartet. Er ist der Captain von Altach und wie Hütter Vorarlberger. Er erzählt eine Episode: «Ich war zwanzig und Adi 36, als wir gegeneinander spielten. Er mit den Red Bull Juniors, ich mit Austria Wien. Kurz nach dem Anpfiff bekam er im Mittelfeld den Ball. Ich komme von hinten und mähe ihn um. Weil wir auf Kunstrasen spielten, waren seine Knie beide offen.» Als Hütter dann Trainer in Altach wurde und mich hierherholte, hat er mich sofort gefragt: «Junge, was war denn damals los mit dir?»

Netzer sagt: «Hütter sucht die Fehler nie bei anderen. Er strahlt eine grosse Ruhe aus. Er ist authentisch, hat für die Spieler ein offenes Ohr und kann gut zuhören. Ich verfolge seinen Weg bei YB genau. Offenbar hat es geholfen, dass ich ihm kürzlich viel Glück gewünscht habe.»

Ferdinand Jussen ist dabei, den Rasen des Trainingsplatzes zu mähen. Er sieht unser Handzeichen und steigt vom Gefährt. Seit 37 Jahren ist Jussen Platzwart. «Ich verfolge Adis Weg seit ewig. Jeden Montag schaue ich in der Zeitung nach, wie YB gespielt hat. Ich bin stolz auf den Adi. Er ist so normal und menschlich geblieben. Wenn Sie erlauben, möchte ich ihm auf diesem Weg herzlich zum Titel gratulieren.»

Von Christoph Längle haben wir den Tipp erhalten, mit Werner Riedmann zu sprechen. Zusammen mit seinem Bruder führt er im Dorfzentrum einen vorzüglichen Supermarkt. Das Fräulein an der Fleischtheke hat noch nie etwas von einem Adi Hütter gehört. Riedmann dagegen weiss einiges zu erzählen. Er und Hütter hatten einst zusammen bei den Kleinsten von Altach Fussball gespielt. Kontakt haben sie zwar nicht mehr so oft, «aber wenn er da ist, sehen wir uns. Er ist ein absolut loyaler Mensch», sagt Riedmann.

«Vor drei Wochen habe ich YB in St. Gallen gesehen. «Leider konnte ich nicht mit Adi sprechen. Aber ich habe ihn beobachtet. Wissen Sie, was mir aufgefallen ist? Er hat immer wieder gepfiffen wie ein Murmeltier und damit seiner Mannschaft Anweisungen gegeben.» Wirklich? «Ja, mit kurzen, prägnanten Pfiffen. Nach meiner Wahrnehmung hat diese Kommunikation funktioniert.»

Wunderbar selbstlos

Unser Trip nach Altach neigt sich dem Ende entgegen. Wir hätten gerne noch Hütters früheren Lehrer getroffen. Aber Toni Heinzle ist nicht erreichbar. Am Tag danach aber geht er ans Telefon. «Ja, ich kann mich gut an ihn erinnern. Er war ein guter Schüler, wenn auch nicht ein besonders guter», erzählt Heinzle. Dann bringt der 71-Jährige wunderbar auf den Punkt, wie Adi Hütter tickt.

«Wenn wir in den Turnstunden Fussball spielten, war Adi klar der Beste. Er hat drei oder vier Gegner ausgedribbelt, dann das Tor aber nicht gemacht, sondern den Ball einem schwächeren Mitspieler aufgelegt, um diesem zu einem Erfolgserlebnis zu verhelfen. Und wenn dieser dann das Tor nicht gemacht hat, ist nie ein Vorwurf von Adi gekommen.» Heinzle sagt: «Ich gönne Adi den Titel mit YB von Herzen. Glückwunsch!»


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/es ... -132496013

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) - Adi Hütter
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2018, 22:59 
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Berns neuer Trainergott

Der Altacher Adi Hütter krönt seine Arbeit bei den Young Boys Bern mit dem ersten Meistertitel sei 1986.

Torhüter Marco Wölfli (35), Kapitän Steve van Bergen (34) und Torjäger Guillaume Hoarau (34) – nur ein Trio der aktuellen YB-Mannschaft ist vor dem letztmaligen Titelgewinn (1985/86) geboren. Nun hat Adi Hütter die Berner erlöst. Gefeiert als „Wunderwuzzi“, als „Fußballgott“, hat der Vorarlberger dem Schweizer Traditionsverein nicht nur neues Leben eingehaucht, sondern ihn zu einer Meisterelf geformt, akribisch und detailverliebt. Bis zur großen Explosion der Emotionen nach dem 2:1-Heimsieg gegen Luzern und dem Gewinn des zwölften Meistertitels in der 120-jährigen Klubgeschichte. „Es war ein richtig schweres Match“, sagte der 48-Jährige nach den ersten Momenten des Gefühlsausbruchs. „Mit YB in der Schweiz Meister zu werden ist ungleich schwerer als das Double mit Salzburg. Deshalb ist dieser Titel nicht mit dem Doublegewinn in Salzburg vergleichbar.“ Für Hütter hat nicht Basel geschwächelt, sondern es war die Stärke von YB, die den Bernern den ersten Meistertitel seit 32 Jahren brachte. „Ich denke, dass wir eine tolle Entwicklung genommen haben, dass wir doch einiges verändert haben und nun den Lohn der Arbeit ernten.“ Die Kontiunität auf dem Trainerposten hat sich für die Young Boys also gelohnt. Seit Sommer 2015 in Bern, hat Hütter sein Team zur Nummer eins in der Schweiz geformt. Nun wartet das Double, denn am 27. Mai genießt man im Pokalfinale gegen den FC Zürich Heimvorteil. Gewinnt der Altacher auch dieses, dann ist ihm der nächste Eintrag in die Geschichtsbücher gewiss, denn: Wie Ernst Happel hätte er dann in zwei verschiedenen Ländern das Double geholt.

Seinen Vertrag in Bern hatte er im Herbst vorzeitig bis 2019 verlängert, auch weil er in Ruhe seine Meisterarbeit vollenden wollte. Der Ruf aus Deutschland aber wird den Familienvater wieder ereilen – und Hütter wird diesem irgendwann erliegen. Vielleicht schon im Herbst oder im Winter. Davor aber wartet die Herausforderung Champions League – der Schweizer Meister greift in der letzten Qualirunde ein – auf den Chefcoach und sein Team. Denn die Mannschaft mit dem Ex-Altacher Nicolas Moumi Ngamaleu (23) wird wohl nicht zusammenbleiben. Selbst in Bern wird spekuliert, dass Spieler wie Kevin Mbabu (23), Kasim Nuhu (22), Roger Assalé (24) oder Dijbril Sow (21) weiterziehen. Das wird die Klubkasse klingeln lassen, denn der Marktwert der Spieler wird zwischen acht und 20 Millionen Euro geschätzt.

Hütter selbst hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass ihn ein Job in der deutschen Bundesliga reizt. „Ich denke, dass ich reif dafür bin“, sagt er selbstbwusst und ergänzt: „Aber ich bin auch gern in Bern. Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt wechseln muss.“

Perfekte Charakterzüge

Inzwischen ist Hütter der dienstälteste Trainer in der Schweizer Super League. Außer dem Österreicher ist kein anderer länger als seit letztem Juni im Amt. „Das macht mich stolz“, gibt er zu. Immerhin hat er aus einem verunsicherten Team eine selbstbewusste Meistermannschaft entwickelt. So wie er selbst an seiner Trainerkarriere gearbeitet hat – ehrgeizig und zielstrebig. Hütter wirkt souverän, im Umgang mit den Medien, im Dialog mit Sponsoren – und er gibt sich kumpelhaft in Gesprächen mit den Fans. Zwei Eigenschaften zeichnen ihn zudem aus: Er übt sich in Demut, ist aber auch selten zufrieden. Als Trainer fordert er von seinen Spielern Leidenschaft und Ehrgeiz. Nun steht Hütter selbst vor einer ganz großen Zukunft.


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