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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 5. November 2008, 10:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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ebund.ch, 05.11.2008 Gefordert sieht sich Baumann in diesen Tagen vor allem bei den Personalien von Torhüter Marco Wölfli und Verteidiger François Affolter. Wölfli, der sich in diesem Jahr ins Kader der Schweizer Nationalmannschaft gespielt hat, wurde ein längerfristiger Vertrag angeboten. Bis Ende November wollen sich die Parteien geeinigt haben. «Ich bin zuversichtlich», sagt Baumann. Die Verhandlungen mit Affolter will er in den nächsten Tagen abschliessen. Der 17-jährige Verteidiger soll einen Profivertrag über viereinhalb Jahre unterschreiben. Alexander Wäfler http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/11/05/SPBU-017-0511-2.pdf
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. November 2008, 17:57 |
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20min.ch, 18.11.2008
Nati-Debüt für YB-Goalie Marco Wölfli
Der YB-Torhüter bekommt den Vorzug gegenüber Diego Benaglio. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld macht demnach dem Namen des Testspiels gegen Finnland alle Ehre und testet auch Spieler.
«Ich erfuhr es heute Morgen und bin stolz», sagte der 26-jährige vor den Medien. Bei seinem zweiten Aufgebot für die Nationalmannschaft kommt Marco Wölfli also bereits zu seinem Debüt. «Für mich ist es wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen und ich will der Mannschaft helfen.»
Marco Wölfli sieht sich aber nicht direkt als Konkurrent von Stammtorhüter Diego Benaglio. «Ich weiss, dass er die Nummer eins ist». In der U21 war dies noch umgekehrt. Da stand Marco Wölfli Diego Benaglio vor der Sonne.
«Wölfli hat sich aufgedrängt»
Ottmar Hitzfeld gibt Marco Wölfli gegen Finnland bewusst eine Chance. «Er hat in der Meisterschaft gute Leistungen gezeigt und gilt als Motivater im Team und auf der Bank», betonte Ottmar Hitzfeld.
Der Schweizer Nationaltrainer lässt auch zwei weitere Neulinge unter ihm von Beginn weg spielen. «Blerim Dzemaili und Reto Ziegler habe ich ebenfalls wegen ihren Leistungen im Team aufgeboten und sie werden von Anfang an spielen». Die Innenverteidigung bilden Stéphane Grichting und Johann Djourou.
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. November 2008, 12:12 |
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Berner Zeitung, 19.11.2008
Wölflis Stolz und Freis Ärger
Die Schweiz testet heute in St.Gallen gegen Finnland (20.30 Uhr, SF2 live). Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ermöglicht YB-Torhüter Marco Wölfli dessen Premiere im Nationalteam. Und Captain Alex Frei will Selbstvertrauen tanken.
Am Montagabend war Marco Wölfli noch überrascht und zurückhaltend gewesen, als er gefragt wurde, ob es realistisch sei, dass er am Mittwoch tatsächlich sein Länderspieldebüt feiern werde. Gestern Mittag stand der YB-Torhüter im Medienraum der AFG-Arena in St.Gallen, umringt von Journalisten, und war die Figur des Tages im Nationalteam. Zuerst auf Italienisch, später auf Deutsch sprach Wölfli immer wieder vom Stolz, den er empfinde, und von der Zufriedenheit, dass sich die harte Arbeit der letzten Jahre ausbezahlt habe. «Das ist der Lohn für die Fortschritte und die guten Spiele bei YB», sagte Wölfli. Seit Monaten besticht er bei den Bernern als starker Rückhalt, spätestens seit dem Abgang von Hakan Yakin im Sommer hat sich der 26-Jährige mit Leistung, Konstanz und Ausstrahlung zudem als YB-Leaderfigur etabliert.
Hitzfelds Überlegungen
Und während Marco Wölfli, der Neuling in der Auswahl, ein glückliches Bild seines Gemütszustandes vermittelte, stand Veteran Alex Frei drei Meter daneben und gab enttäuscht Auskunft über sein unerwartetes Reservistendasein in Dortmund. «Die Situation ist nicht toll», sagte der zuletzt oft verletzt gewesene Frei. Obwohl der Torjäger auch in der Bundesliga seine Gefährlichkeit unter Beweis gestellt hat (26 Tore in 53 Partien), vermisst er die Unterstützung durch Trainer Jürgen Klopp.
Heute wird Captain Frei für die Schweiz bestimmt spielen dürfen, insgesamt aber interpretiert Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld die Bedeutung des Testspiels gegen Finnland sehr korrekt: Er benutzt die Gelegenheit, um Spieler zu testen. «Wölfli hat sich sein erstes Länderspiel verdient», sagte Hitzfeld. Sein Vorgehen wirkt stets überlegt, er will ihm bisher eher unbekannte Fussballer einsetzen, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Und die 2:1-Erfolge im Oktober in der WM-Qualifikation gegen Lettland und in Griechenland ermöglichen Hitzfeld, in aller Ruhe das Personal zu sichten. Hitzfeld kündigte an, dass Verteidiger Philippe Senderos am 11.Februar, im Testspiel gegen Bulgarien in Genf, wieder dabei sein werde. «Dann wollen wir uns für die Qualifikationsspiele im Frühling einspielen», sagte Hitzfeld, der betonte: «Diego Benaglio ist und bleibt die Nummer eins im Tor.»
In der U21 spielte Wölfli
Die klare Hierarchie ist auch Marco Wölfli bewusst. «Benaglio ist der Stammtorhüter», sagte er. Immerhin hat Wölfli für den Moment Fabio Coltorti (Reservist bei Santander), Zürichs Johnny Leoni sowie Eldin Jakupovic von GC überholt. «Wölfli passt fachlich und auch menschlich sehr gut zu uns», sagte Hitzfeld gestern beiläufig, und wer will, darf diese Aussage auch gegen den nicht als besonders teamfähig gehandelten Jakupovic auslegen. Jakupovic hatte sich im Oktober über seine Rolle als dritter Torhüter beklagt.
Marco Wölfli will die Bühne heute in St.Gallen nutzen, um Eigenwerbung zu betreiben. Mit Benaglio, den er wie andere Nationalspieler aus Juniorenauswahlen kennt, versteht er sich blendend. «Früher, zum Beispiel an der U21-EM vor vier Jahren, war es anders. Da war Benaglio Ersatz, und ich habe gespielt», sagte Wölfli. Doch während der Wolfsburger Benaglio früh ins Ausland wechselte und in Stuttgart sowie auf Madeira eine fantastische Entwicklung nahm, blieb Wölfli stets YB treu und steigerte sich erst später. «Auch ich werde irgendwann den nächsten Schritt machen und hoffentlich in eine grosse Liga wechseln können», sagte Wölfli. Noch hat er den Ende Saison auslaufenden Vertrag bei den Young Boys nicht verlängert. Laut YB-Sportchef Alain Baumann soll das in den «nächsten zwei Wochen» geschehen. Die Parteien diskutieren unter anderem immer noch die Details, wann und zu welchen Konditionen Wölfli dereinst bei einem passenden Angebot die Berner verlassen darf. Ein überzeugendes Länderspiel heute dürfte die Karten Wölflis im Poker kaum verschlechtern.
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30*Bern*13
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Verfasst: Freitag 21. November 2008, 17:07 |
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Marco Wölfli verlängert bei YB bis 2012
Der BSC Young Boys freut sich, die Vertragsverlängerung mit Marco Wölfli (geboren am 22. Februar 1982) bekannt geben zu können. Der Torhüter hat bei YB bis 30. Juni 2012 unterschrieben. Wölfli gab am vergangenen Mittwoch sein Debut im Schweizer A-Nationalteam.
Marco Wölfli spielte als Junior bei Fulgor Grenchen und später beim FC Solothurn, in der Saison 1998/99 wechselte er zu den Young Boys, für die er 1999 den ersten Einsatz absolvierte. Zwischen 2001 und 2003 spielte Marco Wölfli leihweise beim FC Thun, seither ist er als Nachfolger von Paolo Collaviti Stammtorhüter der ersten YB-Mannschaft. Bisher hat Wölfli für die Gelb-Schwarzen 164 Meisterschaftsspiele bestritten.
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shalako
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Verfasst: Samstag 29. November 2008, 21:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 29.11.2008
Früh gestartet, spät gelandet
Der YB-Goalie Marco Wölfli ist zum Führungsspieler gereift
Mit dem Klischee, Goalies seien komische Vögel, werden die Keeper immer wieder konfrontiert. Auf den ersten Blick lässt sich an Marco Wölfli nichts Verschrobenes entdecken. Der YB-Goalie ist weder besonders gross noch wahnsinnig breit, er trägt Jeans, Turnschuhe und Daunenjacke, statt eines Diamanten, mit dem sich seine Kollegen gerne schmücken, hat er schwarze Stecker im Ohr. Und obwohl er wegen seines Débuts in der Nationalmannschaft im Spiel gegen Finnland ungewohnt viel Medienarbeit verrichten muss, ist kein Verdruss spürbar. Im Gegenteil: Der 26-Jährige nimmt den Termin mit dieser Zeitung an seinem freien Tag wahr und vermittelt keine Sekunde lang, er könnte es pressant haben. Marco Wölfli, so der erste Eindruck, ist nicht seltsam, sondern sehr entspannt.
Kein Verständnis für Nörgler
Wölfli ist in Grenchen aufgewachsen, der Vater ist Maurer, die Mutter, die aus Sizilien kommt, arbeitet in einer Fabrik. Schon bei den F-Junioren von Fulgor Grenchen stand er manchmal im Tor, er konnte aber auch auf jeder anderen Position eingesetzt werden. Das komme ihm heute zugute, sagt Wölfli, seine Kollegen müssten keine Angst haben, wenn sie ihm den Ball zurückspielten. Seit zehn Jahren hat der Goalie einen Vertrag mit YB, den er vor Wochenfrist bis 2012 verlängert hat, eineinhalb Jahre war er nach Thun ausgeliehen.
Auf das Aufgebot für das Nationalteam wartete Wölfli lange: Diego Benaglio, Johnny Leoni, Germano Vailati und Eldin Jakupovic wurden ihm vorgezogen. Der Solothurner, der in allen Juniorenauswahlen war, musste zur Kenntnis nehmen, dass er nicht einmal im 40-Mann-Kader der Spieler rangierte, die im Hinblick auf die EM beobachtet wurden. Das kann einen in Zweifel stürzen. Klar hätte er nach der U 21 gerne den direkten Schritt ins A-Team getan, sagt Wölfli, um gleich den Vorteil der späten Berufung herauszuschälen: Jetzt verfüge er über eine gewisse Reife und eine andere Wirkung als in jüngeren Jahren. «Ein Goalie muss etwas darstellen», sagt Wölfli, «seine Ausstrahlung färbt auf die Mannschaft ab.»
Die Strategie, stets das Positive in den Vordergrund zu stellen, nicht mit Vergangenem zu hadern und den Blick unbeirrt nach vorne zu richten, beherrschen alle Sportler. Wölfli scheint sie sich nicht nur angeeignet zu haben; vielmehr ist es seine Lebensmaxime, das Gute zu betonen. Leute, die immer wollen, was sie nicht haben, regen ihn auf, für Nörgler hat er kein Verständnis. Wölflis positive Art kommt auch bei seinen Trainern an. Ottmar Hitzfeld hat nach seinem Début gesagt, der Goalie habe ihn auch menschlich überzeugt; der YB-Coach Petkovic spricht von «einem guten Humor», welcher dem Team nütze.
Diese Haltung bewahrt ihn auch davor, Neid zu verspüren auf die Feldspieler, die nach einer halbwegs gelungenen Saison bereits ins Ausland wechseln. Er habe mit 17 Angebote von Milan und Brescia gehabt, sagt Wölfli, aber im Sinne einer konstanten Weiterentwicklung habe er YB vorgezogen. «Ich will spielen und weiterkommen. Nur damit ich sagen kann, ich bin auch im Ausland gewesen, gehe ich sicher nicht.» Die Ruhe, mit der Wölfli spricht, erhöht die Glaubwürdigkeit der Aussagen. Selbst den Satz, Geld sei ihm nicht das Wichtigste, nimmt man ihm ab. Gerüstet ist der Goalie trotzdem für Eventualitäten, sein neuer Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel.
Die pragmatische Art soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Wölfli ehrgeizig ist. Er schaut sich jedes Spiel für sich noch einmal an. Das ist nicht immer schön: «Manchmal denke ich: Scheisse, wo bin ich da wieder gestanden.» Seit drei Jahren holt er sich in unregelmässigen Abständen Unterstützung vom Sportpsychologen Jörg Wetzel. Der einsame Job zwischen den Pfosten bedingt eine Auseinandersetzung mit sich selber, ein «Interesse am Mentalen», wie Wölfli sagt.
Er hat gelernt, dass «weniger manchmal mehr ist» und Verbissenheit schadet. Er hat ein «gewisses Selbstvertrauen» aufgebaut, das ihm in den Phasen hilft, «in denen man fertiggemacht wird», weil es schlecht läuft. Auf dem Platz redet er laut mit den Mitspielern, und in der Kabine schreckt er nicht davor zurück, seine Meinung kundzutun. Wölfli ist in die Rolle eines Führungsspielers gewachsen, Petkovic bezeichnet ihn als «sehr wichtig für die Mannschaft» – nicht ohne anzufügen, dass der Goalie noch mehr Verantwortung übernehmen müsse. «Er hat alle Qualitäten eines Leaders.»
Konstant und normal
Wölflis konstante Leistung hat auch dazu beigetragen, dass YB nach einem verunglückten Saisonstart wieder Tritt gefasst hat. Er sieht die Berner auf gutem Weg; nach übertrieben vielen Wechseln in der Vergangenheit wachse jetzt etwas zusammen. Wollen die Young Boys auf Kurs bleiben und den Anschluss an das Spitzenduo aus Basel und Zürich nicht verlieren, müssen sie heute Samstag in Aarau Punkte sammeln. «Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen», sagt der Keeper. Sein Blick fällt auf die eingepackten Palmen auf der Restaurantterrasse, und er überlegt, wie er seine eigenen Pflanzen winterfest machen soll. Ziemlich normal, dieser Marco Wölfli.
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 18. März 2009, 11:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 18.03.2009 «Wir wissen: Wir können viel erreichen»YB-Torhüter Marco Wölfli spricht über seinen Fehler in Vaduz, seine Ziele mit den Young Boys, über das Ausland und das Nationalteam. Er sagt über seine Entwicklung: «Ich habe lernen müssen, dass weniger manchmal mehr ist.»  «Bund»:Marco Wölfli, haben Sie Ihren Fehler vom Sonntag in Vaduz bereits verarbeitet? Marco Wölfli: Ja, natürlich. Ich schaue grundsätzlich jedes Spiel von mir noch einmal allein auf DVD an. Diese Analyse nehme ich sehr kritisch vor. Man kann immer etwas besser machen. Was haben Sie falsch gemacht? Ich hätte das dritte Gegentor nicht erhalten sollen (lacht). Wahrscheinlich hatte ich diesen einfachen Freistoss bereits abgehakt und an den Auswurf gedacht. Aber wegen eines solchen Fehlers werde ich nicht unsicher. Ist der Eindruck richtig, dass Sie viel ruhiger geworden sind? Ja. Ich habe ungefähr 200 Spiele in der Super League absolviert, bin abgeklärter und reifer geworden. Früher war ich zappeliger, aber ich war mental immer relativ stark. Und die regelmässigen Gespräche mit dem Sportpsychologen Jörg Wetzel helfen mir. Was haben Sie konkret in Ihrer Arbeit verändert? Ich habe lernen müssen: weniger ist manchmal mehr. Ich wollte früher zu viel, ich trainierte wie ein Verrückter. Aber man muss bremsen, und das gelingt mir besser. Ich bin wesentlich fokussierter als mit 20 Jahren. Wirft Sie so ein Fehler wie in Vaduz nicht zurück? Nein, absolut nicht. Einerseits habe ich in den letzten Monaten wenig Fehler gemacht, andererseits passiert so ein Missgeschick in einer Goaliekarriere nicht so oft. Ich kann es mir gar nicht leisten, lange an ein Negativerlebnis zu denken. Wie ist die Mannschaft mit dem Rückschlag umgegangen? Es war ja klar, dass wir bis Ende Saison nicht jeden Match gewinnen würden. Es war die erste Niederlage seit August. Dabei haben wir erst noch ein gutes Spiel gemacht, viele Chancen gehabt und klar dominiert. Aber in Vaduz ging alles schief: Die Chancenauswertung war schlecht, wir haben ein Eigentor erzielt, einen Elfmeter nicht erhalten, den Pfosten zweimal getroffen, und der Torhüter hat auch noch gepatzt... ...und das vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Zürich. Wir freuen uns und wollen wieder eine Siegesserie starten. Für solche Spitzenspiele im möglicherweise ausverkauften Stade de Suisse trainieren wir jeden Tag. Die Stimmung ist ausgezeichnet, wir sind eine Einheit und sehr selbstbewusst. Wir wissen, dass wir stark sind, wir wissen: Wir können viel erreichen. Diesen Glauben haben wir nie aufgegeben. Auch nicht, als YB mit nur einem Punkt aus vier Spielen in die Saison startete? Nein, auch damals nicht. Wir wussten, dass wir als Vizemeister kein schlechtes Team sind. Auch in den ersten vier Spielen war nicht alles schlecht, wir schlugen uns selber, hätten aber auch 10 Punkte haben können. In diesem Frühling gewannen wir Spiele, die ähnlich verliefen. Denken Sie, der Fehlstart war gut, weil mit Vladimir Petkovic ein neuer Trainer kam... ...ich habe keine Lust, Trainer zu vergleichen. Auch Martin Andermatt hat mit uns Erfolg gehabt. Petkovic macht einen sehr guten Job, er setzt auf ein klares System und Disziplin. Und: Er ist menschlich. Man kann mit ihm über alles reden, er hört zu und trifft dann die richtigen Entscheidungen. Haben Sie Petkovic am Anfang, als YB viele Tore erhielt, gesagt, das 3-4-3-System sei vielleicht nicht so gut für die Defensive? Nein, wir haben ja auch vorher ziemlich viele Gegentore erhalten. Im Ernst: Das System war gewöhnungsbedürftig, aber wir haben es relativ schnell kapiert. Es sind nicht bloss drei Verteidiger hinten, das System ist sehr elastisch, meist sind es vier oder fünf Verteidiger, wenn der Gegner den Ball hat. Für mich als Goalie hat sich wenig geändert. Ich dirigiere jetzt noch mehr. Ist YB stärker als letztes Jahr? Das Team ist mehr oder weniger zusammengeblieben, wir sind ein Jahr älter und deshalb noch stärker. Aber ich bin keiner, der in den Medien von Titeln spricht. Stimmt es, dass Sie vor einigen Jahren bei Bayern München auf einer Torhüterliste als Nachfolger von Oliver Kahn waren? Davon weiss ich nichts. Mit 17 Jahren erhielt ich einmal ein Angebot von Milan, weil ich in einem U17-Länderspiel mit der Schweiz in Italien gut gespielt hatte. Aber ich glaube nicht, dass es gut gewesen wäre, so früh zu einem europäischen Topklub zu wechseln. Milan setzt eher auf ältere Torhüter. Sie haben Ihren Vertrag bei YB um mehrere Jahre verlängert. Allerdings besitzen Sie eine Klausel fürs Ausland. Ich will nichts erzwingen, mir gefällt es in Bern sehr. Zudem will ich YB etwas zurückgeben, der Verein hat mir früh das Vertrauen geschenkt. Jetzt bin ich mit 26 Jahren immer noch jung für einen Torhüter und kann viel lernen. Man sagt, ein Goalie sei zwischen 28 und 32 im besten Alter. Dann haben Sie für diese Zeit einen Auslandtransfer geplant. So etwas kann man nicht planen. Es muss für mich alles passen. Auch in den letzten Monaten gab es Kontakte ins Ausland. Aber was bringt es mir, wenn ich irgendwo zwar viel Geld verdiene, aber nur auf der Bank sitze? Was ist, wenn im Sommer Borussia Dortmund oder die AS Roma Interesse zeigen? Das wäre schön und eine Wertschätzung für meine Arbeit. Selbstverständlich habe ich neben den kurzfristigen Zielen auch langfristige. Ich würde sie als Träume bezeichnen. Es ist für jeden Schweizer Fussballer ein Traum, in einer grossen Liga zu spielen. Und jeder träumt vom Nationalteam. Es gibt Beobachter, die erwarten, dass Sie in den zwei kommenden WM-Qualifikationsspielen gegen Moldawien spielen werden. Ich bin froh, bin ich im Nationalteam, und freue mich, konnte ich dem Trainer in meinen zwei Länderspielen zeigen, dass ich bereit bin, wenn er mich braucht. Aber Ottmar Hitzfeld hat klar gesagt: Diego Benaglio ist die Nummer eins. Ich gehe davon aus, dass das noch so ist. Aber Sie könnten nachvollziehen, wenn Sie spielen würden... ihr Journalisten könnt mich nicht locken, ich werde meine Einstellung nicht ändern. Ich bin nicht der Typ, der in der Presse Ansprüche stellt. Das wäre auch Benaglio gegenüber nicht fair. Man muss mit Taten überzeugen, nicht mit Worten. Ich muss Leistung bringen, konstant sein und keine Fehler wie in Vaduz machen. Welche Auswirkungen hat der Status Nationalspieler im Alltag? Man spürt Respekt und Anerkennung. Auch im Verein sind die Leute stolz, die Mitspieler freuen sich. Aber es ist nicht so, dass ich mich verändert hätte. Jeder Tag bringt eine neue Herausforderung, das ist seit zehn Jahren so, als ich mit 16 erstmals für YB in der NLB spielen durfte. Seither ging es langsam, aber stetig aufwärts. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Dafür unternehme ich alles. Es ist doch so: Der Weg führt über trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Von Kahn bis RaimondiBester Torhüter der Welt: «Früher sagte ich, eine Mischung aus Oliver Kahn und Fabien Barthez sei perfekt: Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille von Kahn, Lockerheit, fussballerische Klasse und Laune von Barthez. Heute sind Petr Cech und Gianluigi Buffon für mich die Stärksten.» Bester Trainer: «Das ist schwierig zu sagen. Ich hatte einige gute Trainer, und ich versuche sowieso, von jedem das Gute mitzunehmen. Wenn wir so weitermachen, kann es gut sein, dass Vladimir Petkovic mein bester Trainer wird» Traumklub: «Ich war als Knabe Juventus-Fan. Manchester United ist natürlich auch ein faszinierender Verein.» Weltmeister 2010: «Ich finde, die Holländer sind reif für einen grossen Titel. Ich habe ihr EM-Spiel in Bern gegen Italien gesehen, das war grosse Klasse. Vielleicht würden sie ja den WM-Titel auch in Bern feiern.» Torhüter und linke Flügel sind speziell: «Ja, stimmt schon, Mario Raimondi ist sehr merkwürdig, da ist viel Wahres dran (lacht herzhaft)» fdr
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 09:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Tagesanzeiger, 17.04.2009
«Mit Glück – und meinem Bauchgefühl»
YB-Torhüter Marco Wölfli wurde zum Berner Helden des Cup-Halbfinals. Er wehrte drei von fünf Basler Penaltys ab
Thomas Häberli schaute aus der Ferne zu und hatte eine Hoffnung: «Dass Wölfli einen, vielleicht zwei Penaltys hält.» Als das Elfmeterschiessen anfing, traute der YB-Stürmer seinen Augen nicht. Der 26-jährige Wölfli hielt grandios, einmal, zweimal, dann sogar ein drittes Mal und führte die Berner in den Cupfinal gegen Sion am 20. Mai. Danach gab sich der Torhüter bescheiden.
Marco Wölfli, wer im Penaltyschiessen drei Versuche des Gegners abwehrt, darf von einem traumhaften Abend reden, oder? Wir hatten im Spiel einen Elfmeter verschossen, in der 120. Minute verzeichneten wir einen Lattenschuss. Da sagte ich mir, dass es nicht sein kann, das Ziel nicht zu erreichen. Schön ist es natürlich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte.
Klingt bescheiden. Ihr Teil war riesig. Haben Sie gewusst, welcher Basler wie schiesst? Vor zwei Jahren fing mein Goalietrainer an, eine Liste mit Penaltyschützen zu erstellen. Aber ich hielt kaum einen Elfmeter. Seit diese Liste nicht mehr existiert und ich nicht mehr weiss, welche Ecke die Schützen bevorzugen, klappt es besser.
Aber nur Glück ist es nicht. Ich würde sagen, dass ich mit Glück reagiert habe und auf mein Bauchgefühl Verlass war. Entscheidend ist einfach, dass man als Goalie möglichst lange auf den Beinen bleibt. Das gelang mir sehr gut.
Ahnten Sie, dass Sie zur grossen Figur des Abends avancieren würden? Ich hoffte es. Aber geahnt habe ich das nicht unbedingt, nein.
Haben Sie schon einmal drei Penaltys gehalten? (schmunzelt) Ja, im OBI-Cup vor der Saison gegen Dortmund. Aber das ist eine Seltenheit.
Würden Sie von einem verdienten YB-Sieg reden? Ja, ich glaube schon, dass wir uns verdient für den Final qualifiziert haben. Wir haben für die Offensive ziemlich viel gemacht. Und wie gesagt: Vor dem Penaltyschiessen besassen wir schon gute Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden.
Freuen Sie sich jetzt schon auf Sion und denken Sie an die Revanche für die Finalniederlage 2006? Ich muss zuerst das Erlebte verarbeiten und den Sieg feiern. Danach kommt am Sonntag GC. Wir haben noch genügend Zeit, uns auf den Final einzustimmen.
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shalako
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Verfasst: Montag 25. Mai 2009, 08:37 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 25.05.2009 «Wir haben Charakter bewiesen»YB-Goalie Marco Wölfli spricht über Meister Zürich, den 5:2-Sieg gegen Luzern, den verlorenen Cupfinal und seine Zukunft.  Ist der FC Zürich ein verdienter Schweizer Meister? Marco Wölfli: Ja, er war das konstanteste Team. Die Zürcher haben auch auf Rückschläge immer schnell und gut reagiert, so wie jetzt am Sonntag nach der Niederlage gegen Basel. Trauern Sie manchmal den unnötigen Punktverlusten in der Meisterschaft nach? Nein, das bringt nichts. Wir haben auch einige Spiele nach 0:2-Rückstand noch gewonnen, das war für den Gegner ärgerlich. Im Cupfinal führte YB 2:0... ...müssen wir wirklich darüber reden? Nein, im Ernst: Ich verstehe immer noch nicht, wie wir das Spiel noch verlieren konnten. Das war unglaublich bitter: für den Verein, die Fans, die Spieler, Stadt und Kanton Bern. Was haben Sie in den zwei Freitagen nach dem Cupfinal gemacht? Ich habe versucht, mich zu erholen. Die Niederlage gegen Sion tat weh. Ich war mit der Freundin und der Familie zusammen, es war gemütlich. Aber vom Cupfinal wollte ich nichts mehr wissen, ich habe auch noch keine Bilder gesehen. Ich habe überhaupt keinen Bock, mir dieses Spiel nochmal anzuschauen. Immerhin ist YB mit dem 5:2-Sieg gegen Luzern am Sonntag eine Reaktion gelungen. Ja, das war wichtig. Wir hatten uns vor dem Spiel gesagt: Hey, das heute ist auch ein Charaktertest. Und ich denke, wir haben Charakter bewiesen und den Zuschauern noch einmal ein schönes Spiel geboten. Und jetzt haben wir für das letzte Spiel am Freitag in Basel noch ein Ziel. Rang zwei zu erreichen? Ja, genau, das muss jetzt unser Anspruch sein. Wir haben in dieser Saison in Basel schon gewonnen. Und wenn wir wieder siegen, dürfen wir als Zweiter im Europacup eine Runde später einsteigen als Basel. Das muss für uns Motivation genug sein. Nehmen Sie im nächsten Jahr mit YB einen neuen Anlauf, endlich einen Titel zu holen? Ich fühle mich wohl in Bern. Und ich habe bei YB einen Vertrag unterschrieben, der noch drei Jahre gültig ist. Wobei Sie Ausstiegsklauseln besitzen, falls Sie ein Angebot aus dem Ausland erhalten. Gute Torhüter sind gefragt, Diego Benaglio ist gerade mit Wolfsburg Deutscher Meister geworden. Ein grosses Ziel von mir ist es, mit der Schweiz an die WM 2010 zu fahren. Bei YB weiss ich, was ich habe, und es gefällt mir hier. Zudem haben wir hohe Ziele für nächste Saison. Aber im Fussball kann es schnell gehen, das ist mir bewusst. Und auch ich möchte irgendwann im Ausland spielen, das ist der Traum jedes Fussballers.
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Madmax
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Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 11:58 |
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Registriert: Mittwoch 2. August 2006, 08:48 Beiträge: 465 Wohnort: Bern City
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shalako hat geschrieben: Berner Zeitung, 25.05.2009
«Wir haben Charakter bewiesen»
Wir haben Charakter bewiesen?!? wie denn, in dem man den Wallisern aus Mittleid erneut den Cup geschenkt hat?!? Wir sind auf dem richtigen Weg?!? Ich kann diese Dummschwätzerei nicht mehr hören. Eine Woche danach und ich habe mich noch immer nicht erholt!! 
_________________ „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)
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springtime87
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Verfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 12:32 |
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Registriert: Donnerstag 14. Mai 2009, 14:48 Beiträge: 317
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Nun gut, was soll er auch anderes sagen... Ich denke, die Jungs wissen ganz genau, welchen Mist sie zusammengespielt haben letzten Mittwoch. Da tut es gut, den Match gegen Luzern wenigstens zu gewinnen, auch wenn er nicht halb so wichtig war wie der Cupfinal. Man kann es jetzt nun einmal nicht ändern... Wir werden wohl noch eine ganze Weile dieser verpatzten Chance nachtrauern...
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