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23.06.2023
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Aurèle Amenda weckt Begehrlichkeiten
YB-Juwel ist in den Fokus von einem italienischen Spitzenteam geraten
Aurèle Amenda ist ein aufgehender Stern bei den BSC Young Boys, besitzt der Verteidiger doch hervorragende Anlagen, um es eines Tag in eine absolute Topliga zu schaffen. Bereits jetzt hat ein Serie-A-Team den Youngster auf der Beobachtungsliste.
So berichtet Tutto Atlanta davon, dass Atalanta Bergamo den 19-Jährigen auf dem Schirm hat. Der U21-Nati-Spieler ist bei YB kurz davor, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, da die Berner sein riesiges Potenzial erkannt haben. Selbiges gilt offenbar auch für die Italiener, die gerne in die Zukunft investieren würden. Es wird spannend zu sehen sein, ob Atalanta in den kommenden Wochen tatsächlich ein Angebot für den Schweizer Youngster abgeben wird.
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29.06.2023
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YB – Aurèle Amenda: «Rieder erhält am meisten Fanpost»
Aurèle Amenda (19) entwickelt sich bei YB zum Leistungsträger – und absolviert auf der Geschäftsstelle des Clubs seine kaufmännische Ausbildung.
Das Wichtigste in Kürze
- Beim 1:4 gegen Frankreich an der U21 steht Aurèle Amenda erstmals in der Startelf. - Bei YB ist der Innenverteidiger seit der Rückrunde gesetzt. - Seine Ausbildung absolviert er ebenfalls beim Club, macht das KV auf der Geschäftsstelle.
Im letzten Gruppenspiel an der U21-EM steht Aurèle Amenda erstmals in der Startelf. Und der YB-Youngster überzeugt trotz der 1:4-Niederlage gegen Frankreich. Mit seiner starken Physis ist er vor allem in der ersten Halbzeit der stärkste Zweikämpfer. Und darf sich am Ende trotz der Niederlage über die Viertelfinal-Quali freuen.
Auch bei YB hat die Entwicklung des Innenverteidigers zuletzt rasant Fahrt aufgenommen. Der 19-Jährige reift in der Rückrunde zum Stammspieler, kommt insgesamt auf 16 Liga-Einsätze. Und im Cup spielt er sowohl im Halbfinal in Basel (4:2) als auch im Final gegen Lugano (3:2) über 90 Minuten.
Der rasante Aufstieg bringt dem Bieler sogar eine Nomination für den «Golden Boy» ein. Die Zeitung «Tuttosport» kürt darin jährlich die besten U21-Spieler der Welt. Auf der Liste befinden sich die 100 grössten Talente.
Aurèle Amenda kommt als Zehnjähriger vom Quartierclub Etoile Biel zu den Young Boys und durchläuft alle Nachwuchsstufen. Auch in den U-Nationalmannschaften kommt er regelmässig zum Zug.
Beim sportlichen Aufstieg von YB ist er hautnah dabei: Im Club-Heft «YB-Mag» erzählt der Verteidiger, dass er am 28. April 2018 als Balljunge dabei war, als sich die Berner den ersten Meistertitel nach 32 Jahren holen. Fünf Jahre später darf er sich selber Double-Sieger nennen.
Aurèle Amenda beantwortet im KV Fanpost seiner Kollegen
Neben seiner Profikarriere absolviert der 1,94-Meter grosse Innenverteidiger seine KV-Lehre auf der Geschäftsstelle des Clubs. «Ich arbeite im Marketing- und Ticketingbereich. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Fütterung der Social-Media-Kanäle und die Beantwortung von Fanpost», so Amenda im «Mag».
Besonders dann, wenn er Fanpost für seine Teamkollegen erledige, entstünden manchmal lustige Situationen. Wer bei den Bernern am meisten Fanpost erhält? Er ist ist nur ein Jahr älter als Amenda und heisst Fabian Rieder (21). Der Mittelfeld-Motor hat sich bei den Bernern schon vor seinem Teamkollegen durchgesetzt – und steht vor einem Auslands-Transfer.
YB setzt auf den jungen Innenverteidiger
Dass man bei YB aber auch dem 19-jährigen Aurèle Amenda viel zutraut, zeigt sich in den Transferplänen. Sportchef Steve von Bergen hat zuletzt mehrfach betont, dass man trotz Cedric Zesigers Abgang in der Verteidigung nicht nachlegen will.
Intern soll Loris Benito von links ins Abwehrzentrum rutschen und das Trio um Amenda, Fabian Lustenberger und Ali Camara ergänzen. Damit dürfte der 19-jährige Bieler erneut viel Spielpraxis erhalten. Geht seine Entwicklung so weiter, wird er – wie Rieder – auch bald zum Thema für einen Wechsel.
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11.07.2023
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YB: Nati-Stürmer Embolo schwärmt von Verteidiger Amenda
Bei YB mausert sich Aurèle Amenda vom Nachwuchstalent zur Super-League-Stammkraft. Die Qualitäten des 19-Jährigen sind auch Breel Embolo nicht entgangen.
Das Wichtigste in Kürze
- Aurèle Amenda gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten der Berner Young Boys. - Nati-Stürmer Breel Embolo schwärmt vom 19-jährigen Innenverteidiger. - YB startet in knapp zwei Wochen gegen Lausanne-Sport in die Meisterschaft.
Er gehört bei Meister YB zu den Gewinnern der letzten Saison: Aurèle Amenda. Der 19-jährige Abwehrspieler hat sich vom Nachwuchs-Talent zum Super-League-Spieler entwickelt.
Alleine in der Rückrunde kam er bei Gelbschwarz in 14 von 20 Liga-Spielen zum Einsatz. Im Cupfinal stand er in der Startelf. Und: Zuletzt konnte er an der U21-EM für die Schweizer Nati überzeugen.
Embolo: «Er hat die Grösse und die Schnelligkeit»
Aurèle Amenda hat sich einen Namen gemacht. Das weiss auch Breel Embolo. Der Nati-Stürmer schwärmt im Interview mit Keystone-SDA vom gebürtigen Bieler.
Amenda sei ihm an der U21-Europameisterschaft besonders aufgefallen, sagt der Angreifer. «Er hat Klasse, ihm traue ich eine grosse Karriere zu. Er hat die Grösse, die Schnelligkeit und ein gutes Gefühl im Fuss.»
Laut Embolo könnte für Amenda schon bald der nächste Schritt folgen. «Für ihn gibt es europäische Interessenten. Er könnte sogar schon bald mal ein Thema für die A-Nationalmannschaft werden.»
Bis dahin wird sich Amenda weiterhin bei YB beweisen müssen. Am Mittwoch testen die Berner in Biel gegen Dynamo Kiew, am Samstag dann im Wankdorf gegen Schaffhausen und Thun.
In knapp zwei Wochen startet bereits die Meisterschaft. Die Young Boys treffen zum Auftakt zuhause auf Aufsteiger Lausanne-Sport.
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Kopfball-Duell Amenda gegen Lakomy
In der neusten Folge «AMAG amüsant» duellieren sich Aurèle Amenda und Lukasz Lakomy. Die Aufgabe: Den Ball mit dem Fuss lupfen und dann per Kopf versuchen den Kofferraum des Autos zu treffen. Wer es wohl schafft, mehr Bälle zu versenken?
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23.10.2023
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Ab in die Spitzensport-RS
YB-Spieler Aurèle Amenda zieht jetzt «Tenue Grün» an
Der 20-jährige Innenverteidiger leistet ab Montag seinen Armeedienst in Magglingen. Die Spitzensport-RS dauert bis im März 2024.
Statt «Gälb-Schwarz» heisst es in den nächsten Wochen für YB-Innenverteidiger Aurèle Amenda «Tenue Grün». Der Zwanzigjährige leistet zusammen mit 59 weiteren Schweizer Sportlerinnen und Sportler ab Montag seinen Armeedienst in der Spitzensport-RS.
Amenda wechselte 2014 im Alter von elf Jahren von Étoile Biel zum BSC Young Boys. Ende 2021 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag, der ihn bis Juni 2025 an den Verein bindet. Amenda gewann seine ersten Titel, als er in der Saison 2022/23 mit YB Schweizer Meister und Cupsieger wurde.
Ebenfalls in die Spitzensport-RS eingerückt sind unter anderem auch der gleichaltrige Tennisspieler Jérôme Cyrill Kym und die beiden Para-Sportlerinnen Nora Meister (Schwimmen) und Céline van Till (Paracycling).
Die Spitzensport-RS dauert bis am 15. März 2024. Die ersten drei Wochen stehen dabei laut dem Verteidigungsdepartement im Zeichen der militärischen Grundausbildung, vorgesehen ist dabei auch ein Gepäckmarsch, inklusive Biwakieren. Zeit bleibt dabei für ein tägliches Training.
In den folgenden fünf Wochen stehen neben zwei Trainings pro Tag verschiedene Ausbildungs-Module wie Karriereplanung, Medien- und Kommunikationsausbildung sowie wie weitere Inputs wie etwa zu Ernährung und Antidoping auf dem Programm.
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24.10.2023
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YB: Verteidiger Aurèle Amenda (20) muss ins Militär einrücken
Während sich die Spieler von YB auf das Champions-League-Highlight gegen City vorbereiten geht für Verteidiger Aurèle Amenda (20) der Armeedienst los.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit Montag leistet YB-Spieler Aurèle Amenda (20) in Magglingen BE seinen Armeedienst. - Gemeinsam mit 59 anderen Sportlerinnen und Sportler absolviert er die Rekrutenschule. - Die Young Boys treffen am Mittwoch (21 Uhr) auf Manchester City.
Für Aurèle Amenda weht in den nächsten Wochen ein anderer Wind. Der Verteidiger von YB ist am Montag in die Rekrutenschule eingerückt.
Wie 59 andere Sportlerinnen und Sportler leistet der 20-Jährige seinen Armeedienst in Magglingen BE. Als Spitzenathlet gestaltet sich seine RS etwas anders als jene der üblichen Schweizer Staatsbürger.
In den ersten drei Wochen ist die Allgemeine Grundausbildung (AGA) angesagt. Dazu gehören militärischen Grundformen, die Zugschule oder der Sanitätsdienst. Auch an einem Marsch wird Amenda nicht vorbeikommen.
Grundsätzlich ist es in dieser Zeit angedacht, dass der Athlet die Hälfte des Tages für die militärische Ausbildung investiert. Die andere Hälfte ist voll und ganz dem Training für die entsprechende Sportart gewidmet.
Von Woche vier bis acht geht es dann ins «Career Management». Dort steht für den jungen Abwehrspieler Amenda beispielsweise ein Medien- und Kommunikationstraining auf dem Programm.
Ab Woche neun gilt der Fokus der Leistungssteigerung. Dann wird intensiv trainiert – und zwar dort, wo es für den Sportler am geeignetsten ist.
Für Aurèle Amenda stehen also intensive Tage an. Just während dem Start der Rekrutenschule folgt ein grosses Highlight. Am Mittwoch (21 Uhr) trifft er mit YB in der Königsklasse auf niemand anderes als Titelverteidiger Manchester City.
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08.11.2023
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Lob einer englischen Fussballlegende
Für Aurèle Amenda kam es nach dem Spiel gegen City zu einem grossen Moment
Aurèle Amenda stand beim Champions-League-Spiel gegen City während 90 Minuten auf dem Feld, konnte die Niederlage gegen die Übermacht aus Manchester jedoch nicht verhindern. Trotzdem erhielt er nach Abpfiff der Partie von einer Legende des englischen Fussballs lobende Worte.
Im Etihad Stadium schaute für YB am Ende nichts heraus, die Partie ging mit 3:0 an das Heimteam. Für Aurèle Amenda dürfte das Spiel in einem solch grossen Stadion wie jenem von Manchester City wohl wie für den Rest der Mannschaft schon an sich ein Highlight gewesen sein. Doch nach Abpfiff kam es zu einer ganz besonderen Szene. So wartete Amenda geduldig, bis die englische Legende Rio Ferdinand sein TV-Gespräch beendete, um ihn danach um ein Foto zu bitten. Auf die Szene angesprochen, meinte der Engländer: "Nur ein Innenverteidiger, der einem anderen huldigt" und fügte an, dass er Respekt vor dem Spiel des jungen YB-Verteidigers hatte, wie unten stehendes Video zeigt. Sollte dieses nicht laden.
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02.12.2023
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YB: Aurèle Amenda braucht Geduld wegen Sportler-RS
Aurèle Amenda von YB absolviert seit Ende Oktober und noch bis Mitte März die Spitzensport-RS in Magglingen. Das kostet ihn bei den Young Boys Spielzeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Aurèle Amenda gilt als grosses Versprechen für die Zukunft. - Akuell kommt der Verteidiger bei YB aber wenig zum Einsatz. - Das ist aber vor allem der Spitzensportler-RS geschuldet.
«Career Management» statt Training mit YB. Stellt sich Aurèle Amenda am Donnerstag kurz nach Mittag normalerweise die Frage, mit welchen gegnerischen Stürmern er es am Wochenende zu tun bekommt, beschäftigt er sich heute mit Sponsoring. Pflichtprogramm für den 20-Jährigen und die anderen 59 Rekruten. Es ist Woche 5 in der Spitzensport-RS in Magglingen. Vom Goalie zum grossen Innenverteidiger
Auf knapp 900 Metern über Meer liegt Schnee. Nebelschwaden versperren den Blick auf Biel und den See. In der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz aufgewachsen und immer noch wohnhaft, kennt Amenda eher die Kehrseite, eingeschlossen unter einer tiefliegenden Nebeldecke. Auf dem Fussballplatz spielte das Wetter jedoch nie eine Rolle.
Bei Etoile Biel kickte der kleine Aurèle, ehe er mit zehn Jahren in die Jugendabteilung der Berner Young Boys wechselte und sich vom Goalie zum Innenverteidiger umschulen liess. Sein Weg sollte bis in die Königsklasse führen.
Zwei Tage vor dem Gespräch: Im Wankdorf-Stadion ertönt zum dritten und letzten Mal in dieser Saison die Champions-League-Hymne. YB-Trainer Raphael Wicky hat sich für eine Vierer- statt Fünferkette entschieden, für Amenda bleibt kein Platz in der Startelf.
Wie in den letzten drei Super-League-Partien muss der junge Innenverteidiger 90 Minuten auf der Ersatzbank Platz nehmen.
Auf den Spuren von Blum und Rieder
Während Amenda in der Schweizer U21-Nationalmannschaft eine feste Grösse ist und die letzten vier Spiele in der EM-Qualifikation über die volle Distanz auf dem Platz stand, sind seine Einsatzzeiten bei den Young Boys markant gesunken, seit er in der Spitzensport-RS weilt.
«Klar würde ich gerne öfter zum Einsatz kommen», sagt Amenda. Dass er sich in Geduld wird üben müssen, war ihm jedoch klar, als er Ende Oktober seinen Dienst in Magglingen antrat.
Dies bläuten ihm nicht nur die Klubverantwortlichen Christoph Spycher und Steve von Bergen sowie Trainer Raphael Wicky ein, sondern auch Fabian Rieder und Lewin Blum. Beide absolvierten ebenfalls die Spitzensport-RS.
Der eine wechselte diesen Sommer von YB zu Stade Rennes in die Ligue 1. Der andere traf am Dienstag gegen Roter Stern Belgrad zum ersten Mal in der Königsklasse.
Von der Königsklasse mit YB zum Karriere-Management
Es ist nicht so, dass Aurèle Amenda bei YB auf dem Abstellgleis stünde. Hat der Doublegewinner der vergangenen Saison Abschlusstraining oder ein Spiel, wie der Spitzenkampf gegen Servette am Sonntag, ist der Innenverteidiger dabei. So auch beim Gastspiel in der Champions League in Manchester.
Eine Woche nach RS-Beginn kommt Amenda gegen City über die volle Distanz zum Einsatz. «Es war ein tolles Erlebnis, gegen die Besten der Welt zu spielen. Grealish, Foden und Haaland haben aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen.»
Von den Sternstunden in der Königsklasse zurück in die Rekrutenschule. Nach der dreiwöchigen Grundausbildung mit militärtypischen Übungen wie Zugschule oder Sanitätsdienst befassen sich die Sportler bis zur achten Woche mit dem Karrieremanagement. Daneben steht zweimal pro Tag Training auf dem Programm. Ab Woche 9 liegt der Fokus ausschliesslich auf dem Sportlichen.
Dabei wird an einem individuellen Plan gearbeitet, den Amenda und die vier anderen Fussballer gemeinsam mit Oliver Riedwyl, dem ehemaligen Konditionstrainer der Schweizer Nationalmannschaft, ausgearbeitet haben.
Amendas Blick in Richtung Top-Liga
Im Kraftraum wird der Körper definiert, in der Halle an Fitness und Spritzigkeit gearbeitet. Ausserdem auf dem Plan: Ernährung und Regeneration. «Uns werden hier die bestmöglichen Rahmenbedingungen geboten, um uns persönlich und sportlich weiterzuentwickeln.» Dazu gehört auch der Austausch mit anderen Sportlerinnen und Sportlern.
Amenda sucht oft das Gespräch mit den Leichtathleten und den Tennisspielern. Es sei interessant, einen Blick in deren Trainingspläne zu werfen.
Bis Mitte März weilt Aurèle Amenda noch in Magglingen. Danach gilt sein Fokus wieder voll und ganz dem Fussball, will sich der Innenverteidiger seinen Stammplatz in der Mannschaft von YB zurück erkämpfen.
Mittelfristig sieht sich der schweizerisch-kamerunische Doppelbürger in einer der Top-5-Ligen Europas und in der Schweizer A-Nationalmannschaft. Klare Zielformulierungen und selbstbewusstes Auftreten für einen, der neben dem Platz ansonsten ruhige Töne anschlägt. «Ich weiss, was ich kann und muss mich nicht verstecken», sagt er. Mit 197 Zentimeter wäre dies auch schwierig.
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03.12.2023
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YB's Amenda: Zwischen gelb-schwarzen Sternstunden und grünem Alltag
Aurèle Amenda weilt seit Ende Oktober in der Spitzensport-RS in Magglingen. Was den U21-Nationalspieler persönlich und körperlich weiterbringt, kostet ihn bei den Young Boys Spielzeit.
«Career Management» statt Training mit YB. Stellt sich Aurèle Amenda am Donnerstag kurz nach Mittag normalerweise die Frage, mit welchen gegnerischen Stürmern er es am Wochenende zu tun bekommt, beschäftigt er sich heute mit Sponsoring. Pflichtprogramm für den 20-Jährigen und die anderen 59 Rekruten. Es ist Woche 5 in der Spitzensport-RS in Magglingen.
Auf knapp 900 Metern über Meer liegt Schnee. Nebelschwaden versperren den Blick auf Biel und den See. In der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz aufgewachsen und immer noch wohnhaft, kennt Amenda eher die Kehrseite, eingeschlossen unter einer tiefliegenden Nebeldecke. Auf dem Fussballplatz spielte das Wetter jedoch nie eine Rolle.
Bei Etoile Biel kickte der kleine Aurèle, ehe er mit zehn Jahren in die Jugendabteilung der Berner Young Boys wechselte und sich vom Goalie zum Innenverteidiger umschulen liess. Sein Weg sollte bis in die Königsklasse führen.
Viel Geduld und ein Highlight
Zwei Tage vor dem Gespräch: Im Wankdorf-Stadion ertönt zum dritten und letzten Mal in dieser Saison die Champions-League-Hymne. YB-Trainer Raphael Wicky hat sich für eine Vierer- statt Fünferkette entschieden, für Amenda bleibt kein Platz in der Startelf. Wie in den letzten drei Super-League-Partien muss der junge Innenverteidiger 90 Minuten auf der Ersatzbank Platz nehmen.
Während Amenda in der Schweizer U21-Nationalmannschaft eine feste Grösse ist und die letzten vier Spiele in der EM-Qualifikation über die volle Distanz auf dem Platz stand, sind seine Einsatzzeiten bei den Young Boys markant gesunken, seit er in der Spitzensport-RS weilt.
«Klar würde ich gerne öfter zum Einsatz kommen», sagt Amenda. Dass er sich in Geduld wird üben müssen, war ihm jedoch klar, als er Ende Oktober seinen Dienst in Magglingen antrat. Dies bläuten ihm nicht nur die Klubverantwortlichen Christoph Spycher und Steve von Bergen sowie Trainer Raphael Wicky ein, sondern auch Fabian Rieder und Lewin Blum. Beide absolvierten ebenfalls die Spitzensport-RS. Der eine wechselte diesen Sommer von YB zu Stade Rennes in die Ligue 1, der andere traf am Dienstag gegen Roter Stern Belgrad zum ersten Mal in der Königsklasse.
Es ist nicht so, dass Aurèle Amenda bei YB auf dem Abstellgleis stünde. Hat der Doublegewinner der vergangenen Saison Abschlusstraining oder ein Spiel, wie der Spitzenkampf gegen Servette am Sonntag, ist der Innenverteidiger dabei. So auch beim Gastspiel in der Champions League in Manchester. Eine Woche nach RS-Beginn kommt Amenda gegen City über die volle Distanz zum Einsatz. «Es war ein tolles Erlebnis, gegen die Besten der Welt zu spielen. Grealish, Foden und Haaland haben aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen.»
Individueller Trainingsplan, klare Ziele
Von den Sternstunden in der Königsklasse zurück in die Rekrutenschule. Nach der dreiwöchigen Grundausbildung mit militärtypischen Übungen wie Zugschule oder Sanitätsdienst befassen sich die Sportler bis zur achten Woche mit dem Karrieremanagement. Daneben steht zweimal pro Tag Training auf dem Programm. Ab Woche 9 liegt der Fokus ausschliesslich auf dem Sportlichen.
Dabei wird an einem individuellen Plan gearbeitet, den Amenda und die vier anderen Fussballer gemeinsam mit Oliver Riedwyl, dem ehemaligen Konditionstrainer der Schweizer Nationalmannschaft, ausgearbeitet haben.
Im Kraftraum wird der Körper definiert, in der Halle an Fitness und Spritzigkeit gearbeitet. Ausserdem auf dem Plan: Ernährung und Regeneration. «Uns werden hier die bestmöglichen Rahmenbedingungen geboten, um uns persönlich und sportlich weiterzuentwickeln.» Dazu gehört auch der Austausch mit anderen Sportlerinnen und Sportlern. Amenda sucht oft das Gespräch mit den Leichtathleten und den Tennisspielern. Es sei interessant, einen Blick in deren Trainingspläne zu werfen.
Bis Mitte März weilt Aurèle Amenda noch in Magglingen. Danach gilt sein Fokus wieder voll und ganz dem Fussball, will sich der Innenverteidiger seinen Stammplatz in der Mannschaft von YB zurück erkämpfen. Mittelfristig sieht sich der schweizerisch-kamerunische Doppelbürger in einer der Top-5-Ligen Europas und in der Schweizer A-Nationalmannschaft. Klare Zielformulierungen und selbstbewusstes Auftreten für einen, der neben dem Platz ansonsten ruhige Töne anschlägt. «Ich weiss, was ich kann und muss mich nicht verstecken», sagt er. Mit 197 Zentimeter wäre dies auch schwierig.
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19.12.2023
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Wicky und sein Luxusproblem
Nach Nsame beklagt sich auch Amenda: «Ich bin enttäuscht»
YB geht mit fünf Punkten Vorsprung in die Winterpause und hat auch im Europacup sein Ziel erreicht. Trotzdem ist längst nicht jeder YB-Spieler happy. Nach Jean-Pierre Nsame lässt auch Aurèle Amenda Dampf ab.
YB's Topskorer Jean-Pierre Nsame liess am Wochenende aufhorchen, als er in einem Interview mit «Le Matin» öffentlich gegen Trainer Raphael Wicky austeilte und sagte, dass er «wirklich wütend» sei. Der Stürmer beklagte sich, weil er, öfter als ihm lieb ist, die Bank drücken muss.
«Welcher Spieler in Europa oder anderswo, der so viel für seinen Verein getan hat und sich so fit fühlt wie ich, wäre mit dieser Situation einverstanden? Denn ja, ich bin wirklich in Form», so Nsame, der seit 2017 (mit einem halbjährigen Unterbruch) bei YB spielt, in 241 Spielen 140 Tore schoss, fünfmal Meister wurde und zweimal den Cup holte.
Auch in dieser Saison stellt der 30-jährige Kameruner seine Treffsicherheit unter Beweis. Mit Servettes Chris Bedia (10 Tore) hat nur ein Spieler öfters getroffen als Nsame (9). Obwohl der YB-Stürmer nur in elf von 18 Liga-Spielen in der Startelf stand. Auch Amenda will mehr spielen
Die grosse und vor allem breite Qualität im Kader der Berner macht aber nicht nur Nsame zu schaffen. Nun hat sich mit Youngster Aurèle Amenda ein weiterer YB-Profi über seine aktuelle Rolle beklagt. «Ich möchte mehr Einsatzzeit. Vor allem nach den sechs guten Monaten, die ich in der letzten Rückrunde hatte», wird Amenda im «Blick» zitiert.
In der Rückrunde der letzten Saison eroberte sich der 20-Jährige einen Stammplatz. In dieser Spielzeit kam er nur noch in knapp der Hälfte aller Partien zum Zug. Insbesondere bei den wichtigen Spielen – etwa den beiden in der Champions League gegen Roter Stern oder in den Spitzenspielen der Super League – setzte Wicky lieber auf den erfahrenen Loris Benito.
Ärgerlich für Amenda, der nach starken Leistungen in der Vorsaison und Einsätzen in der U21-Nati im Sommer Angebote aus dem Ausland hatte. «Ich entschied mich aber, zu bleiben, und nun ist es nicht so gelaufen wie erhofft. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht. Mal sehen, wie die weitere Saison verläuft.»
«Ich habe mein Potenzial unter Beweis gestellt»
Laut dem «Blick» soll Amenda unter anderem auch eine Offerte aus der Premier League gehabt haben. Bereut er nun, die Mega-Chance nicht wahrgenommen zu haben? Das Selbstbewusstsein ist Amenda jedenfalls nicht abhandengekommen. «Mein Marktwert geht sicher nicht so schnell runter. Ich habe mein Potenzial unter Beweis gestellt, auch in der Champions League», sagt er.
Ungeduldig werden will der junge Innenverteidiger aber auch nicht. «Ich weiss, wie man mit den Füssen auf dem Boden bleibt. Da heisst es weiterarbeiten, damit ich zeigen kann, dass ich dieses Geld auch wert bin.» Und so will Amenda weiter um mehr Minuten kämpfen. Auch wenn der Konkurrenzkampf mit Ex-Nati-Spieler Benito, Abwehrboss Ali Camara und Captain Fabian Lustenberger alles andere als einfach ist.
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