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 Betreff des Beitrags: Ausstellung - "Der Geist von Spiez"
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Mai 2004, 10:22 
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 01:08
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BZ, 14.5.2004

«Wo finde ich den Geist von Spiez?»

Wunder verblassen nie: 50 Jahre nach dem WM-Titel der deutschen Fuss-baller in Bern wurde gestern im Teamhotel Belvédère in Spiez die Ausstellung «Der Geist von Spiez» eröffnet. Mit Legende Albert Sing.

Jürg Spielmann

«Wo finde ich den Geist von Spiez?», habe er im Tourismusbüro und in einer Gärtnerei im Ort gefragt, erzählt ein deutscher Pressevertreter. «Keine Ahnung, . . . im Schloss vielleicht?», habe eine der Antworten gelautet. Der Mann von der «Badischen Zeitung» versteht hoch über der Spiezer Bucht im altehrwürdigen Hotel Belvédère die Welt nicht mehr. Hier, wo die Vernissage der Ausstellung «Der Geist von Spiez, der zum Wunder von Bern führte» über die Bühne geht. Hier, im ehemaligen Teamhotel der deutschen Fussball-Helden, den Weltmeistern von 1954. «‹Der Geist von Spiez› ist bei uns ein geflügeltes Wort. Dieses wird gebraucht, wenn etwas Unmögliches angepackt werden soll», erklärt der Schreiberling.

Das Unmögliche machte am 4. Juli 1954 die Deutsche Nationalelf wahr, als sie im Berner Wankdorfstadion überraschend die Fussballmacht Ungarn im Endspiel mit 3:2 Toren bezwang. Angeblich dank dem in Spiez so unbekannten Geist von Spiez. Kein Fussballspiel hat in Nachkriegseuropa so viel ausgelöst wie diese Begegnung an dem verregneten Sonntagnachmittag. Nur so viel zur Geschichte, denn diese ist seit dem letzten Oktober veröffentlichten Kinofilm «Das Wunder von Bern» bekannt - auch jüngeren Semestern.

Schnipp-schnapp. Ein gut gelaunter 88-Jähriger mit weissem dichtem Haar durchtrennt das schwarz-rot-goldene Band. Die lebende Fussballlegende Albert Sing, Assistenztrainer der gefeierten Weltmeister, eröffnet unter Beifall die Jubiläumsausstellung zu jenem Wunder, das er vor 50 Jahren auf der Spielerbank hautnah miterleben durfte. «Ich habe mich lange auf diesen Augenblick gefreut. Dieses Haus hat uns so viel Gutes gegeben. Die Gefühle sind kaum in Worte zu fassen», sagt der sichtlich gerührte Mann. Als erfolgreichster Trainer der Berner Young Boys - er errang mit YB zwischen 1951 und 1964 vier Meistertitel und zwei Cupsiege - war er verantwortlich, dass die Deutschen überhaupt an die Gestaden des Thunersees reisten. «Ich habe während meiner Zeit bei YB oft hier mein Abendessen genossen und kannte somit die Vorzüge des Hotels Belvédère», erläutert er. Und ergänzt: «Ich war. . . äh bin immer noch ein echter Berner. » Und sagts in lupenreinem Schwäbisch.

Im «Salon Rouge», wo Teamsitzungen erduldet und das Siegesbankett genossen wurden, warten die von Kurator Johann G. Schlüper in 15 Jahren gesammelten Fundstücke auf staunende Blicke. Hier gibt es zu sehen, was das (nostalgische) Fussballerherz begehrt: eine Nachbildung des Wankdorfstadions, den Ball vom Halbfinale Deutschland - Österreich, jede Menge Bildmaterial, Medaillen, ein Replikat des damals noch 30 Zentimeter kleinen WM-Pokals und, und, und. . . Laut Hoteldirektor Markus Schneider kann all dies bis mindestens Ende Juli täglich bestaunt werden (siehe Kasten).

Im Halbkreis aufgestellt, ergötzt sich die anwesende Gästeschar an bewegten Bildern von anno 1954. Neben Albert Sing, der heute im Tessin lebt, steht Gergely Pröhle, der ungarische Botschafter in der Schweiz. Trotz der damaligen Finalniederlage erweist er der Ausstellung die Ehre - anders als sein deutsches Pendant, das im Spital liegt und niemanden nach Spiez delegiert hatte. . . «Für euch war es das Wunder von Bern, für uns die Wunde von Bern», gibt der Diplomat zu bedenken. «Dafür hattet ihr die bessere Elf», spendet Sing späten Trost. Auf die Frage, was er Deutschland und der Schweiz an der Europameisterschaft in Portugal zutraue, meint die Legende trocken: «Da hilft wohl weder ein Wunder noch ein guter Geist.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Mai 2004, 11:51 
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Und ergänzt: «Ich war. . . äh bin immer noch ein echter Berner. » Und sagts in lupenreinem Schwäbisch.
:geilesiech:


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